Präparate

Miflonide® Breezhaler® 400 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Miflonide® Breezhaler® 400 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Hartkapsel mit Pulver zur Inh.
Novartis Pharma GmbH
SmPC
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Anwendungsgebiete


Miflonide Breezhaler wird angewendet bei Asthmapatienten im Erwachsenenalter und bei Kindern ab 6 Jahren zur anti-entzündlichen Langzeitkontrolle von persistierendem Asthma einschließlich der Prophylaxe von akuten Asthmaexazerbationen.

Dosierung


Dosierung
Die Dosierung sollte in jedem Einzelfall sorgfältig auf die geringste noch effektive Dosis zur Kontrolle der Asthmasymptome eingestellt werden.
Die niedrigste Dosis in einer Einzelkapsel beträgt 200 Mikrogramm. Sollte eine Dosis von weniger als 200 Mikrogramm benötigt werden, kann dieses Produkt nicht angewendet werden.
Miflonide Breezhaler ist kontraindiziert bei Kindern unter 6 Jahren (siehe Abschnitt 4.3).
Erwachsene
Die Behandlung von Erwachsenen mit leichtem Asthma kann bei der minimal effektiven Dosis von 200 Mikrogramm einmal täglich begonnen werden.
Die übliche empfohlene tägliche Dosierung beträgt 200 bis 1600 Mikrogramm, verteilt auf zwei Einzeldosen. Die Erhaltungsdosis sollte auf die zur Asthmakontrolle niedrigst mögliche Dosis eingestellt werden.
Besondere Patientengruppen
Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 Jahren und darüber)
Aufgrund fehlender klinischer Erfahrung mit Kindern unter 6 Jahren darf Miflonide Breezhaler bei Patienten dieser Altersgruppe nicht angewendet werden. Die Behandlung von Kindern im Alter von 6 Jahren und darüber mit leichtem Asthma kann mit einer Dosierung von 200 Mikrogramm einmal täglich initiiert werden. Die übliche empfohlene tägliche Dosis beträgt 200 bis 400 Mikrogramm täglich, verteilt auf zwei Einzeldosen. Bei schweren Asthmafällen können bis zu 800 Mikrogramm täglich, verteilt auf mehrere Einzeldosen, notwendig sein.
Die Erhaltungsdosis sollte auf die zur Asthmakontrolle niedrigste mögliche Dosis eingestellt werden.
Patienten unter Steroidbehandlung
Bei einer gegebenen Asthma-Kontrolle kann Miflonide Breezhaler den Ersatz oder eine signifikante Dosis-Reduktion von oralen Glukokortikoiden ermöglichen. Bei einer Umstellung der Therapie von oralen Steroiden auf Miflonide Breezhaler 200 Mikrogramm/400 Mikrogramm sollten sich die Patienten in einem relativ stabilen Zustand befinden. Ca. 10 Tage lang sollte eine hohe Dosis Budesonid in Kombination mit dem bisher verwendeten oralen Steroid verabreicht werden. Danach sollte die Dosis des oralen Steroids schrittweise (monatlich um z. B. 2,5 mg Prednisolon oder dem Äquivalent) auf die niedrigste mögliche Dosis reduziert werden. In vielen Fällen ist es möglich, orale Steroide mit Miflonide Breezhaler vollständig zu ersetzen. Weitere Informationen zur Absetzung von Steroiden siehe Abschnitt 4.4.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Für die Anpassung der Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen keine Daten vor. Basierend auf pharmakokinetischen Daten zu oralem Budesonid ist es unwahrscheinlich, dass sich bei solchen Patienten die systemische Exposition des Wirkstoffes klinisch signifikant verändert (siehe Abschnitt 5.2).
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Für eine Anpassung der Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen keine Daten vor. Bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion sollte Miflonide Breezhaler jedoch mit Vorsicht angewendet werden, weil Budesonid vorrangig über den Lebermetabolismus ausgeschieden wird. Basierend auf pharmakokinetischen Daten zu oralem Budesonid ist es unwahrscheinlich, dass sich bei Patienten mit leichter bis moderater Leberfunktionsstörung die systemische Exposition des Wirkstoffes klinisch signifikant verändert (siehe Abschnitt 5.2).
Ältere Patienten (über 65 Jahre)
Es gibt keine Hinweise, dass Patienten über 65 Jahre eine andere Dosis als jüngere erwachsene Patienten benötigen.
Anwendung
Wird ein Patient von einem Inhalationssystem auf ein anderes umgestellt, sollte die Dosis erneut individuell bestimmt werden. Es wird empfohlen, nach jeder Anwendung den Mund gut mit Wasser auszuspülen und danach das Spülwasser auszuspucken, um Heiserkeit, Reizungen des Rachens und Candida-Infektionen des Mund- und Rachenraums vorzubeugen und möglicherweise das Risiko systemischer Effekte zu mindern. Patienten müssen informiert werden, dass die Kapseln nur zur Inhalation dienen und nicht geschluckt werden dürfen (siehe Abschnitt 4.4). Der Inhalt der Kapsel wird mittels eines Inhalationssystems, dem so genannten Miflonide Breezhaler, inhaliert.
Die Patienten sollten in die korrekte Anwendung des Miflonide Breezhaler Inhalationssystems, gemäß der Bedienungsanleitung, eingewiesen werden, um sicherzustellen, dass der Wirkstoff die betroffenen Bereiche in den Lungen erreicht.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

Gegenanzeigen


Nicht anzuwenden bei Kindern unter 6 Jahren.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Milchprotein oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Aktive Lungentuberkulose.

Warnhinweise


Prophylaktische Art der Behandlung
Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der Therapie mit Budesonid um eine prophylaktische Therapie handelt und dass es im Sinne einer optimalen Asthmakontrolle regelmäßig jeden Tag, auch während symptomfreier Phasen, angewendet werden muss. Budesonid führt zu keiner Erleichterung bei einem akuten Bronchospasmus, es ist auch nicht zur primären Therapie eines Status asthmaticus oder anderer akuter asthmatischer Episoden geeignet.
Begleiterkrankungen
Besondere Vorsicht ist notwendig bei Patienten mit Begleiterkrankungen, wie z. B. mit stummer Lungentuberkulose und bei Patienten mit Pilz- oder Virusinfektionen der Atemwege. Diese Patienten sollten überwacht werden, wenn sie bei Asthma mit Miflonide Breezhaler als Erhaltungstherapie behandelt werden.
Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit pulmonalen Erkrankungen, wie z. B. Bronchiektasie und Pneumokoniose, wegen möglicher Pilzinfektionen.
Asthmaexazerbationen
Akute Exazerbationen des Asthmas können eine Dosiserhöhung von Budesonid oder eine zusätzliche kurzzeitige Behandlung mit oralen Kortikosteroiden und/oder, im Falle einer Infektion, mit einem Antibiotikum notwendig machen. Budesonid ist nicht für die schnelle Linderung akuter Asthmaepisoden bestimmt, für die ein inhalierbarer, schnellwirkender Bronchodilatator erforderlich ist.
Paradoxer Bronchospasmus
Wie bei anderen Inhalationstherapien können in seltenen Fällen paradoxe Bronchospasmen mit einer sofortigen Zunahme des Giemens nach Dosisgabe auftreten. Die Behandlung mit inhalativem Miflonide muss dann sofort ausgesetzt, der Patient untersucht und falls notwendig eine alternative Therapie eingesetzt werden. Den Patienten sollte geraten werden, im Falle einer Verschlechterung ihres Asthmas (zunehmend häufigere Anwendung eines schnellwirkenden, inhalierbaren Bronchodilatators oder anhaltende Atmungsprobleme) ihren Arzt aufzusuchen. Die Patienten sollten neu beurteilt und die Notwendigkeit einer verstärkten entzündungshemmenden Therapie (Dosiserhöhung inhalierbarer oder oraler Kortikosteroide) in Betracht gezogen werden.
Systemische Effekte
Inhalative Kortikosteroide können systemische Effekte hervorrufen, insbesondere wenn hohe Dosen über lange Zeiträume angewendet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Effekte auftreten, ist bei inhalativer Behandlung wesentlich geringer als bei der Anwendung oraler Kortikosteroide. Mögliche systemische Wirkungen schließen Hyperadrenokortizismus/Cushing-Syndrom, cushingoide Merkmale, Hemmung der Nebennierenfunktion, Verringerung der Wachstumsgeschwindigkeit bei Kindern und Jugendlichen, Abnahme der Knochendichte, Katarakt, Glaukom und seltener eine Reihe von psychologischen oder Verhaltenseffekten einschließlich psychomotorische Hyperaktivität, Schlafstörungen, Angstgefühle, Depression oder Aggressivität (insbesondere bei Kindern) ein. Es ist deshalb wichtig, die Dosierung von inhalativen Kortikosteroiden auf die niedrigste wirksame Dosis einzustellen, um das Asthma zu kontrollieren.
Eine herabgesetzte Leberfunktion beeinträchtigt die Eliminierung von Kortikosteroiden mit der Folge von niedrigeren Eliminationsraten und höherer systemischer Exposition. Mögliche systemische Nebenwirkungen sind zu beachten.
Eine längerfristige Behandlung mit hohen Dosen inhalativer Kortikosteroide, insbesondere mit höheren als den empfohlenen Dosen, kann sich in einer klinisch signifikanten Suppression der Nebennierenfunktion äußern. Diese Patienten können Anzeichen und Symptome einer Nebennierenrinden-Insuffizienz aufweisen, wenn sie schwerem Stress ausgesetzt werden. Eine zusätzliche Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden sollte in Stresszeiten und bei elektiven Eingriffen in Erwägung gezogen werden. Bei Umstellung der Patienten von systemischen auf inhalative Kortikosteroide und bei Patienten, die hohe Dosen über einen längeren Zeitraum anwenden, sollte die Nebennierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden, wenn die Dosis von systemischen Steroiden reduziert wird.
Effekte auf das Wachstum
Es wird empfohlen, das Wachstum von Kindern, die unter einer längerfristigen Behandlung mit inhalativen Kortikosteroiden stehen, regelmäßig zu kontrollieren. Wenn eine Verringerung der Wachstumsgeschwindigkeit festgestellt wird, sollte die Therapie erneut bewertet werden mit dem Ziel, wenn möglich eine Dosisreduktion des inhalativen Kortikosteroids bis zur niedrigsten wirksamen Dosis vorzunehmen, bei der noch eine Kontrolle der Asthmasymptome gegeben ist. Die Vorteile der Kortikosteroid-Therapie und die möglichen Risiken der Wachstumsunterdrückung müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Darüber hinaus sollte in Betracht gezogen werden, den Patienten zu einem Kinder-Lungenfacharzt zu überweisen. Die Langzeit-Effekte dieser Wachstumsverzögerung in Verbindung mit inhalativen Kortikosteroiden sowie die Auswirkung auf die endgültige Erwachsenengröße sind nicht bekannt. Das Potenzial, das Größenwachstum nach Beenden der Therapie mit oral zu inhalierenden Kortikosteroiden aufzuholen, wurde nicht angemessen untersucht.
Begleitmedikationen
Eine gleichzeitige Behandlung mit Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir oder anderen potenten CYP3A4-Inhibitoren (z. B. einige Azol-Antimykotika, HIV-Protease-Inhibitoren und Macrolid-Antibiotika) soll vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).
Während der Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden kann eine Candida-Infektion im Mundraum auftreten. Diese Infektion kann die Behandlung mit einer geeigneten Antimykotika-Medikation erfordern, und bei manchen Patienten kann die Unterbrechung der Therapie notwendig sein (siehe auch Abschnitt 4.2).
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Korticosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Sonstige Bestandteile
Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Vorsichtsmaßnahmen
Patienten, die mit einer Steroidbehandlung beginnen Ein therapeutischer Effekt wird im Allgemeinen innerhalb von 10 Tagen erreicht. Bei Patienten mit übermäßiger Schleimproduktion in den Bronchien kann anfangs eine kurze (ca. 2 Wochen) zusätzliche Behandlung mit oralen Kortikosteroiden durchgeführt werden.
Patienten unter Steroidbehandlung
Die Patienten sollten sich in einem relativ stabilen Zustand befinden, wenn die Umstellung von oralen Steroiden auf Miflonide Breezhaler 200 Mikrogramm/400 Mikrogramm erfolgt. Ca. 10 Tage lang sollte eine hohe Dosis Budesonid in Kombination mit dem bisher verwendeten oralen Steroid verabreicht werden. Danach sollte die Dosis des oralen Steroids schrittweise (monatlich um z. B. 2,5 mg Prednisolon oder dem Äquivalent) auf die niedrigste mögliche Dosis reduziert werden. In vielen Fällen ist es möglich, orale Steroide mit Miflonide Breezhaler vollständig zu ersetzen.
Während der Umstellung von der oralen Steroidtherapie auf Miflonide Breezhaler 200 Mikrogramm/400 Mikrogramm macht sich bei einem Teil der Patienten eine verminderte generelle Steroidwirkung bemerkbar. Frühere allergische Symptome wie Rhinitis und Ekzeme können wieder auftreten, und die Patienten können unter Lethargie, Muskel- oder Gelenkschmerzen sowie manchmal unter Übelkeit und Erbrechen leiden. In diesen Fällen kann aktive medizinische Hilfe notwendig werden, um die Patienten zu ermutigen, die Therapie mit Miflonide Breezhaler 200 Mikrogramm/400 Mikrogramm und das ausschleichende Absetzen des oralen Steroids fortzuführen, es sei denn, dies ist medizinisch nicht gerechtfertigt.
Allergien sollten mit Antihistaminika und/oder topischen Zubereitungen, einschließlich topischer Kortikosteroide, behandelt werden. Auch eine zeitlich begrenzte Erhöhung der oralen Steroiddosis kann angezeigt sein. Die Behandlung mit zusätzlichen systemischen Kortikosteroiden oder Budesonid sollte nicht plötzlich abgebrochen werden. Besondere Vorsicht ist während der ersten Monate nach der Umstellung von systemischen Kortikosteroiden auf zu inhalierendes Budesonid angezeigt, um sicherzustellen, dass die adrenokortikale Reserve des Patienten ausreichend ist, um spezifischen kritischen Situationen wie Traumen, Operationen oder schweren Infektionen begegnen zu können.
Falsche Verabreichung
Es gibt Berichte von Patienten, die versehentlich Miflonide-Breezhaler-Kapseln geschluckt haben, anstatt den Inhalt der Kapseln mit dem Inhalator zu inhalieren. Das Verschlucken war überwiegend nicht mit Nebenwirkungen verbunden. Das medizinische Fachpersonal sollte die Patienten über die korrekte Anwendung von Miflonide Breezhaler unterrichten (siehe Abschnitt 4.2). Wenn bei einem Patienten, dem Miflonide Breezhaler verschrieben wurde, keine Besserung der Atmung erfolgt, sollte das medizinische Fachpersonal nachfragen, wie der Patient Miflonide Breezhaler anwendet.

Wechselwirkungen


Substanzen mit einer CYP3A4-Inhibition
Bei gleichzeitiger Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren, einschließlich Cobicistat-haltiger Präparate, ist von einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen auszugehen. Die Kombination sollte vermieden werden, sofern der Nutzen das erhöhte Risiko systemischer Kortikosteroid-Nebenwirkungen nicht übersteigt. Gegebenenfalls sollten die Patienten bezüglich systemischer Kortikosteroid Nebenwirkungen überwacht werden. Die Metabolisierung von Budesonid wird hauptsächlich durch CYP3A4 katalysiert. Dieses Enzymsystem ist auch für den Großteil der First-Pass-Metabolisierung verantwortlich. Die gleichzeitige Gabe von bekannten Inhibitoren von CYP3A4 (u. a. Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir, Saquinavir, Nelfinavir, Amiodaron, Clarithromycin, Telithromycin und Erythromycin) kann zu einem deutlichen Anstieg der systemischen Budesonid-Konzentration führen (siehe Abschnitt 4.4). Eine gleichzeitige Behandlung mit potenten CYP3A4-Inhibitoren soll vermieden werden. Falls dies nicht möglich ist, muss eine möglichst lange Zeitspanne zwischen den Anwendungen der interagierenden Arzneimittel liegen und die Funktion der Nebennierenrinde muss überwacht werden. Eine Reduktion der Budesonid-Dosis kann ebenfalls in Erwägung gezogen werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von 200 mg Itraconazol einmal täglich und inhalativem Budesonid (Einzeldosis von 1.000 Mikrogramm) liegen begrenzte Daten zu der Interaktion vor. Bei hochdosiertem inhalativem Budesonid weisen sie darauf hin, dass eine deutliche Zunahme der Plasmaspiegel (im Durchschnitt vierfach) auftreten kann.
Substanzen mit einer CYP3A4-Induktion
Durch gleichzeitige Gabe von Substanzen, die das CYP3A4 stark induzieren (z. B. Rifampicin), wird die Metabolisierung von Budesonid verstärkt. Dadurch kann es zu einem Abfall der systemischen Budesonid-Konzentration kommen (siehe Abschnitt 5.2). Es ist nicht bekannt, ob die pulmonale Exposition beeinflusst wird.
Erhöhte Plasmakonzentrationen und verstärkte Wirkungen von Kortikosteroiden wurden bei Frauen beobachtet, die auch mit Östrogenen und kontrazeptiven Steroiden behandelt wurden; allerdings wurde kein Effekt bei Budesonid und gleichzeitiger Einnahme von einer niedrig dosierten Kombination oraler Kontrazeptiva beobachtet.
Weil die Nierenfunktion supprimiert sein kann, könnte ein ACTH-Stimulationstest für die Diagnose von Hypophyseninsuffizienz falsche Werte zeigen (niedrige Werte).

Schwangerschaft


Schwangerschaft
Es gibt keine ausreichend und gut kontrollierten Studien mit Miflonide bei Schwangeren. Aus den meisten Ergebnissen prospektiver, epidemiologischer Studien und weltweiter Daten nach der Markteinführung konnte kein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko für den Fötus und Neugeborene nach der Anwendung von inhaliertem Budesonid während der Schwangerschaft abgeleitet werden. Es ist wichtig für den Fötus und die Mutter, eine angemessene Asthma-Behandlung während der Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Wie bei anderen Arzneimitteln, die während der Schwangerschaft verabreicht werden, sollte der Nutzen der Verabreichung von Budesonid für die Mutter gegenüber dem Risiko für den Fötus abgewogen werden.
Es sollte die niedrigste wirksame Dosis von Budesonid verwendet werden, die zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Asthmakontrolle benötigt wird.
Daten zu annähernd 2.000 exponierten Schwangerschaften zeigen kein erhöhtes teratogenes Risiko im Zusammenhang mit der Anwendung von inhaliertem Budesonid. In Tierversuchen verursachten Glukokortikoide Missbildungen (siehe Abschnitt 5.3). Es ist unwahrscheinlich, dass dies für Menschen bei der Anwendung empfohlener Inhalationsdosen relevant ist.
In Tierversuchen mit Dosierungen unterhalb des teratogenen Dosisbereiches wurde festgestellt, dass ein Übermaß an pränatalen Glukokortikosteroiden an einer Risikoerhöhung für intrauterine Wachstumsverzögerungen, kardiovaskuläre Erkrankungen im Erwachsenenalter und permanente Veränderungen der Glukokortikoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens beteiligt ist.
Stillzeit
Budesonid geht in die Muttermilch über. Bei therapeutischen Dosen werden allerdings keine Effekte auf den Säugling erwartet. Budesonid kann während der Stillzeit verwendet werden.
Die Erhaltungsbehandlung mit inhalativem Budesonid (200 oder 400 Mikrogramm zweimal täglich) bei asthmatischen, stillenden Frauen resultiert in einer vernachlässigbaren systemischen Exposition von Budesonid bei gestillten Kleinkindern. In einer pharmakokinetischen Studie betrug die geschätzte Tagesdosis des Kleinkindes 0,3 % der maternalen Tagesdosis bei beiden Dosierungen. Die durchschnittliche Plasmakonzentration bei Kleinkindern wurde unter der Annahme vollständiger oraler Bioverfügbarkeit auf 1/600stel der beobachteten Konzentration im maternalen Plasma geschätzt. Die Konzentrationen von Budesonid in Plasmaproben von Kleinkindern lagen alle unterhalb der Quantifizierungsgrenze.
Basierend auf Daten zu inhalativem Budesonid und der Tatsache, dass Budesonid innerhalb der therapeutischen Dosisintervalle nach nasaler, inhalativer, oraler und rektaler Verabreichung lineare pharmakokinetische Eigenschaften aufweist, ist die erwartete Exposition des Säuglings bei therapeutischen Dosen von Budesonid niedrig. Fruchtbarkeit
Es liegen keine Daten über die Verwendung von Budesonid und seine Wirkung auf die Fertilität beim Menschen vor. Bei Ratten hatte subkutan verabreichtes Budesonid keine nachteilige Wirkung auf die Fertilität. Es gibt keine besondere Empfehlung für Frauen im gebärfähigen Alter.

Fahrtüchtigkeit


Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Eine derartige Wirkung ist kaum zu erwarten.

Nebenwirkungen


Die Nebenwirkungen sind nach deren Häufigkeit gruppiert.
Häufigkeitsangaben: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
In Tabelle 1 sind gemäß der MedDRA-Organklassen die Nebenwirkungen aufgeführt, welche bei Patienten auftraten, die mit Budesonid behandelt wurden.





Patienten mit neu diagnostizierter COPD haben ein erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung zu Beginn einer Behandlung mit inhalativen Kortikosteroiden. Allerdings ergab die gewichtete Bewertung von 8 zusammengefassten klinischen Studien mit 4.643 COPD-Patienten in Behandlung mit Budesonid und 3.643 Patienten, die nicht für Behandlungen mit einem ICS (inhalatives Kortikosteroid) randomisiert wurden, kein erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung. Die Ergebnisse der ersten 7 dieser 8 Studien wurden als Metaanalyse publiziert.
Gelegentlich können Anzeichen oder Symptome von systemischen Glukokortikosteroid-Nebenwirkungen bei inhalierten Glukokortikosteroiden auftreten, vermutlich abhängig von der Dosis, der Expositionszeit, der begleitenden und der vorherigen Kortikosteroid-Exposition und der individuellen Empfindlichkeit.
Kinder und Jugendliche
Das Wachstum sollte aufgrund des Risikos für Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen wie in Abschnitt 4.4 beschrieben überwacht werden.
Heiserkeit und Reizung des Rachens sind reversibel und verschwinden nach Absetzen der Therapie, Reduktion der Dosis und/oder Schonung der Stimme.
Falls eine Candida-Infektion im Mund- und Rachenraum auftritt, wird dem Patienten geraten, nach jeder Anwendung den Mund mit Wasser auszuspülen oder die Zähne zu putzen. In den meisten Fällen wirkt dabei eine lokale antimykotische Behandlung ohne Unterbrechung der Budesonid-Behandlung.
Wie bei allen Inhalationsbehandlungen sind paradoxe Bronchospasmen möglich. In diesem Fall muss die Budesonid-Behandlung sofort abgebrochen und, wenn nötig, eine alternative Therapie angewendet sowie eine unverzügliche Behandlung mit einem schnellwirkenden inhalierbaren Bronchodilatator durchgeführt werden.
Lactose enthält geringe Mengen Milchprotein und kann deshalb allergische Reaktionen hervorrufen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung


Die akute Toxizität von Budesonid ist gering. Die Hemmung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse ist die hauptsächliche schädliche Wirkung, die sich aus der Inhalation großer Mengen des Arzneimittels über einen kurzen Zeitraum ergibt. Spezielle Notfallmaßnahmen sind nicht erforderlich. Die Behandlung mit Miflonide sollte in der niedrigsten, zur wirksamen Kontrolle des Asthmas notwendigen Dosis weitergeführt werden.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere inhalative Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen; Glukokortikoide
ATC Code: R03BA02
Budesonid ist ein Kortikosteroid mit lokaler Wirkung. Wie andere inhalative Glukokortikoide übt Budesonid seine pharmakologische Wirkung über die Interaktion mit intrazellulären Glukokortikoid-Rezeptoren aus. Die Produktion von vielen verschiedenen Zytokinen, Chemokinen, Enzymen und Zelladhäsionsmolekülen wird inhibiert. Der maximale Nutzen einer Behandlung mit Budesonid Pulver zur Inhalation wird innerhalb von etwa 10 Tagen nach Behandlungsbeginn erreicht. Die regelmäßige Anwendung von Budesonid reduziert die chronische Entzündung der asthmatischen Lungen. Budesonid verbessert dabei die Lungenfunktion und Asthmasymptome, setzt die bronchiale Hyperreagibilität herab und beugt Asthma-Exazerbationen vor.
Kinder und Jugendliche
Zwar gibt es keine spezifischen Daten für Miflonide Breezhaler, jedoch wurden Daten von inhalativem Budesonid mit verschiedenen Arten von Inhalationsgeräten bei Kindern im Alter von 5−16 Jahren nicht mit einem erhöhten Auftreten von einem hinteren subkapsulären Katarakt in Verbindung gebracht.
Einfluss auf die Plasma-Kortisol-Konzentration
Studien an gesunden Probanden mit Budesonid haben eine dosisabhängige Wirkung auf das Kortisol in Plasma und Urin gezeigt. In der empfohlenen Dosierung haben Daten, erhoben mittels ACTH-Test, von einem anderen inhalativen Budesonid-Produkt eine signifikant geringere Wirkung auf die Nebennierenfunktion als 10 mg Prednison gezeigt.

Pharmakokinetik


Resorption
Der in die Lungen gelangte Anteil an Budesonid wird schnell und vollständig resorbiert. Die Spitzen-Konzentration wird innerhalb von 5−10 Minuten nach der Applikation erreicht. Die Lungendeposition beträgt ungefähr 25−30 % einer Einzeldosis. Nur 10−13 % des geschluckten Anteils einer inhalierten Dosis sind aufgrund einer signifikanten präsystemischen Metabolisierung in der Leber bioverfügbar.
Verteilung
Die Plasmaproteinbindung von Budesonid beträgt bei einer Konzentration von 1 bis 100 nmol 85 bis 90 %. Budesonid wird im Gewebe gut verteilt, das Verteilungsvolumen von Budesonid beträgt im Steady-State ungefähr 183 bis 301 Liter.
Budesonid geht in die Muttermilch über, das Verhältnis von Milch- zu Plasmakonzentration beträgt ungefähr 0,46. Die geschätzte Tagesdosis des Kleinkindes beträgt 0,3 % der maternalen Tagesdosis, und die durchschnittliche Plasmakonzentration bei Kleinkindern wird auf 1/600stel der beobachteten Konzentration in maternalem Plasma geschätzt, selbst unter der Annahme vollständiger oraler Bioverfügbarkeit im Körper des Kleinkindes.
Biotransformation
Budesonid wird in den Lungen nicht metabolisiert. Nach Resorption wird Budesonid in der Leber umfassend metabolisiert und in Metabolite mit niedriger Glukokortikosteroidaktivität umgewandelt (einschließlich 6β-Hydroxybudesonid und 16α-Hydroxyprednisolon). Der Hauptweg der Metabolisierung von Budesonid läuft über CYP3A4 und kann durch Substanzen, die dieses Enzym hemmen oder induzieren, beeinflusst werden (siehe Abschnitt 4.5).
Elimination
Bei Freiwilligen, die radioaktiv-markiertes Budesonid inhalierten (mit einem Dosierinhalator), wurden ca. 32 % der inhalierten Dosis im Urin und 15 % der Dosis in den Fäzes gefunden. Nach der Inhalation wurde im Urin nicht Budesonid, sondern 16α-Hydroxyprednisolon gefunden.
Nach Infusion ist die Clearance-Rate von Budesonid hoch (84 l/h). Die Halbwertszeit von Budesonid beträgt ca. 2,8 bis 5 Stunden.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten (über 65 Jahre)
Die Pharmakokinetik von Budesonid, verabreicht in Form von Miflonide Breezhaler, wurde bei älteren Patienten nicht untersucht. Die begrenzten Daten von Patienten über 65 Jahre weisen nicht auf einen signifikanten Unterschied zwischen der Pharmakokinetik bei älteren und jüngeren erwachsenen Patienten nach oraler und intravenöser Gabe von Budesonid hin.
Kinder und Jugendliche
Die Pharmakokinetik von Budesonid, verabreicht in Form von Miflonide Breezhaler, wurde nicht in der pädiatrischen Population untersucht. Daten von anderen inhalativen Budesonid-Produkten weisen allerdings darauf hin, dass die auf das Körpergewicht bezogene Elimination bei Kindern im Alter über 3 Jahre im Vergleich zu Erwachsenen ungefähr 50 % höher liegt.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Die Pharmakokinetik von inhaliertem Budesonid wurde nicht bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion untersucht. Es wurde jedoch berichtet, dass die systemische Verfügbarkeit von Budesonid bei Patienten mit Leberzirrhose nach oraler Verabreichung 2,5-fach höher lag als in der Kontrollgruppe der gesunden Probanden. Es wurde berichtet, dass eine leichte Beeinträchtigung der Leberfunktion die systemische Exposition bei oraler Einnahme wenig beeinflusst.

Packungen
Miflonide® Breezhaler 400µg 60 Hartkaps.
Preis
24,17 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11862058
Miflonide® Breezhaler 400µg 3x60 Hartkaps. N2
Preis
45,10 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11862064
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