H.-pylori-Eradikation: Erstlinientherapie im Überblick
Nach den Leitlinien des Maastricht VI / Florence Consensus (EHMSG, Gut 2022) richtet sich die Wahl des Erstlinienregimes zur H.-pylori-Eradikation nach der lokalen Clarithromycin-Resistenzrate. In der nachstehenden Tabelle und im KI-Modus sind alle drei etablierten Erstlinienoptionen mit ihren Auswahlkriterien zusammengefasst.
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Der KI-Modus bietet Zugang zu Maastricht-VI-Empfehlungen, einem Vergleich von Erst- und Zweitlinienregimes sowie lokalen Resistenzdaten, zusammengefasst aus veröffentlichter klinischer Dokumentation für 14 Mediately-Märkte.
Im KI-Modus fragenKlinische Grundlagen nach Maastricht VI / Florence Consensus 2022
Nach den Leitlinien des EHMSG (Maastricht VI / Florence Consensus, Gut 2022) ist die lokale Clarithromycin-Resistenzrate das zentrale Auswahlkriterium für das Erstlinienregime bei H.-pylori-Infektion. Die Leitlinien unterscheiden drei etablierte Erstlinienoptionen; einen Vergleich nach Auswahlkriterien und Eradikationsraten entnehmen Sie der nachstehenden Tabelle und dem KI-Modus.
Erstlinienregimes zur H.-pylori-Eradikation
| Regime | Wirkstoffe | Dauer | Indikation (Maastricht VI 2022) |
|---|---|---|---|
| Tripeltherapie mit Clarithromycin (PAC) | PPI 2x täglich + Amoxicillin 1 g 2x täglich + Clarithromycin 500 mg 2x täglich | 14 Tage | Lokale Clarithromycin-Resistenz ≤ 15 % |
| Bismut-Quadrupeltherapie (PBMT) | PPI 2x täglich + Bismutsubcitrat 120 mg 4x täglich + Metronidazol 400 mg 3x täglich + Tetracyclin 500 mg 4x täglich | 14 Tage | Alle Regionen; bevorzugt bei Resistenz > 15 % |
| Simultane Therapie (PACM) | PPI 2x täglich + Amoxicillin 1 g 2x täglich + Clarithromycin 500 mg 2x täglich + Metronidazol 400 mg 2x täglich | 14 Tage | Alternative bei nicht verfügbarem Bismut |
Anwendungsbereich
- Bei der ambulanten Entscheidung über die Erstlinien-Eradikationstherapie bei H.-pylori-Infektion bei Erwachsenen
- Vor der Verordnung: lokale Clarithromycin-Resistenzraten über die AWMF-S2k-Leitlinie oder RKI-Surveillancedaten prüfen
- Zur Eradikationskontrolle frühestens 4 Wochen nach Therapieende mittels Harnstoff-Atemtest (UBT) oder Stuhl-Antigen-Test
- Bei Patienten mit Dyspepsie, gastroduodenalem Ulkus oder MALT-Lymphom mit gesicherter H.-pylori-Infektion
Einschränkungen
- Resistenzraten variieren regional; lokale Daten haben Vorrang vor allgemeinen Schätzwerten.
- Die Leitlinien decken keine Sondergruppen ab: Schwangerschaft (Tetracyclin kontraindiziert), Penicillinallergie oder schwere Niereninsuffizienz (Bismut-Dosisanpassung erforderlich).
- Eradikationstherapie ersetzt nicht die endoskopische Abklärung bei Verdacht auf Komplikationen (Malignom, Blutung).
- Bei Patienten mit vorheriger Makrolid- oder Metronidazol-Exposition ist das Resistenzrisiko erhöht; eine kulturelle Empfindlichkeitstestung vor der Verordnung ist in Betracht zu ziehen.
Quellen
- Malfertheiner P, et al. Management of Helicobacter pylori infection: the Maastricht VI/Florence Consensus Report. Gut. 2022;71:1724–1762. doi:10.1136/gutjnl-2022-327745
- AWMF S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit. register.awmf.org
- Robert Koch-Institut (RKI). Antibiotika-Resistenz-Surveillance. rki.de
Geprüft: Mediately, Juli 2026. Quellen: Maastricht VI / Florence Consensus (EHMSG, Gut 2022), AWMF S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit (register.awmf.org), RKI-Antibiotika-Resistenz-Surveillance. Mediately bietet Zugang zu veröffentlichter klinischer Dokumentation. Der Inhalt dieser Seite ersetzt nicht das individuelle klinische Urteil oder lokale Arzneimittelrichtlinien.
