H.-pylori-Diagnostik: Atemtest, Stuhlantigentest und Serologie im Vergleich
Für den nicht-invasiven Nachweis einer H.-pylori-Infektion stehen der 13C-Harnstoff-Atemtest (UBT) und der monoklonale Stuhlantigentest (SAT) als valide Methoden zur Verfügung. Die Serologie ist für die Diagnose einer aktiven Infektion oder zur Eradikationskontrolle laut Maastricht VI (Gut 2022) nicht geeignet. Die nachfolgende Tabelle und der KI-Modus fassen die Testcharakteristika und Vorbedingungen zusammen.
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Der KI-Modus bietet Zugang zu Testcharakteristika, Vorbedingungen und Einsatzgebieten der wichtigsten H.-pylori-Diagnoseverfahren, zusammengefasst aus veröffentlichter klinischer Dokumentation für 14 Mediately-Märkte.
Im KI-Modus fragenVergleich der H.-pylori-Diagnosemethoden
| Testmethode | Sensitivität / Spezifität | Einsatzgebiet | Vorbedingungen | Einschränkungen |
|---|---|---|---|---|
| 13C-Harnstoff-Atemtest (UBT) | > 95 % / > 95 % | Erstdiagnose, Eradikationskontrolle | PPI-Pause >= 2 Wochen; Antibiotika/Bismut-Pause >= 4 Wochen | Nicht bei Magenentleerungsstörungen einsetzen |
| Stuhlantigentest (SAT, monoklonal) | > 94 % / > 94 % | Erstdiagnose, Eradikationskontrolle | PPI-Pause >= 2 Wochen; Antibiotika/Bismut-Pause >= 4 Wochen | Polyklonale Tests weniger akkurat (Maastricht VI); nur monoklonale Tests verwenden |
| Serologie | Variabel | Epidemiologische Fragestellungen | Keine Auswaschperiode erforderlich | Nicht geeignet für aktive Infektion oder Eradikationskontrolle (Antikörper bleiben jahrelang positiv) |
| Endoskopie + Biopsie (Histologie, Urease-Schnelltest, Kultur) | Hoch (methodenabhängig) | Alarmsymptome, Alter >= 50 Jahre, Therapieversagen, Resistenztestung | Antibiotika/Bismut-Pause >= 4 Wochen vor Kultur | Invasiv; Kultur + Empfindlichkeitstestung vor Zweitlinientherapie laut AWMF empfohlen |
Anwendungsbereich
- Bei der Auswahl des geeigneten H.-pylori-Diagnosetests in Abhängigkeit von klinischer Fragestellung und verfügbaren Ressourcen
- Zur Eradikationskontrolle frühestens 4 Wochen nach Therapieende mittels UBT oder monoklonalen SAT
- Als Orientierung zu den erforderlichen Auswaschperioden vor nicht-invasiven Tests
- Bei Patienten in Deutschland: Empfehlungen der AWMF S2k-Leitlinie beachten
Einschränkungen
- Die angegebenen Sensitivitäts- und Spezifitätswerte beziehen sich auf optimale Testbedingungen; eine unzureichende Vorbereitung (z. B. aktive PPI-Einnahme) kann die Testgenauigkeit erheblich verringern.
- Bei Patienten mit Magenentleerungsstörungen kann die Zuverlässigkeit des UBT eingeschränkt sein.
- Die Serologie ist für die Erstdiagnose in Niedrigprävalenzpopulationen ebenfalls wenig geeignet, da der positive Vorhersagewert sinkt.
- Die Leitlinienempfehlungen decken keine Sondergruppen ab: Kinder, Schwangerschaft oder schwere Begleiterkrankungen erfordern individuelle klinische Beurteilung.
Quellen
- Malfertheiner P, et al. Management of Helicobacter pylori infection: the Maastricht VI/Florence Consensus Report. Gut. 2022;71:1724–1762. doi:10.1136/gutjnl-2022-327745
- AWMF S2k-Leitlinie: Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit. register.awmf.org
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). dgvs.de
Geprüft: Mediately, Juli 2026. Quellen: Maastricht VI / Florence Consensus (EHMSG, Gut 2022), AWMF S2k-Leitlinie H. pylori, DGVS. Mediately bietet Zugang zu veröffentlichter klinischer Dokumentation. Der Inhalt dieser Seite ersetzt nicht das individuelle klinische Urteil oder lokale Arzneimittelrichtlinien.
