BioThrax, Injektionssuspension
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - BioThrax,
BioThrax wird zur Prävention gegen Erkrankungen angewendet, die durch Bacillus anthracis bei Erwachsenen mit Expositionsrisiko verursacht werden.
BioThrax sollte ggf. in Übereinstimmung mit offiziellen Empfehlungen verabreicht werden.
Dosierung
Grundimmunisierung: 3-Dosen-Schema, jeweils 0,5 ml BioThrax werden in den Monaten 0, 1 und 6 verabreicht.
Auffrischimpfung (Booster): 0,5 ml BioThrax werden im Abstand von jeweils 3 Jahren ODER gemäß den offiziellen Empfehlungen verabreicht.
Art der Anwendung
BioThrax wird als tiefe intramuskuläre Injektion (i.m.) in den M. deltoideus injiziert.
BioThrax kann in derselben Dosierung als subkutane (s.c.) Injektion verabreicht werden (siehe auch Abschnitt 4.4), wenn dies aus medizinischen Gründen angezeigt ist (zum Beispiel bei Personen mit Blutgerinnungsstörungen).
Wenn zu einem Zeitpunkt mehr als ein Impfstoff verabreicht wird, müssen verschiedene Injektionsstellen verwendet werden.
Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden. Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Verabreichung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Wiebei anderen Impfstoffen sollte die Verabreichung von BioThrax bei Personen verschoben werden, die an einer akuten schwerwiegenden fiebrigen Erkrankung leiden. Besteht nur eine leichte Infektion, wie z. B. eine Erkältung, sollte die Impfung nicht verschoben werden.
Den Impfstoff nicht intravaskulär injizieren.
Bei subkutaner Verabreichung besteht eine höhere Inzidenz für Nebenwirkungen an der Injektionsstelle als bei intramuskulärer Verabreichung.
Vor der Verabreichung sollte die Immunisierungsanamnese der betreffenden Person auf mögliche Impfstoffüberempfindlichkeiten und/oder frühere durch Impfung bedingte Nebenwirkungen geprüft werden, um das Vorliegen etwaiger Gegenanzeigen gegen die Immunisierung festzustellen.
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impstoffes stets geeignete medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten verfügbar sein.
Bei Personen, deren Immunreaktion aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder einer immunsupprimierenden Therapie beeinträchtigt ist, tritt bei einer aktiven Immunisierung möglicherweise eine geringere Antikörperreaktion auf. Die Impfung während einer Chemotherapie, einer hochdosierten Kortikosteroidtherapie von mehr als 2 Wochen Dauer oder während einer Strahlentherapie kann zu einem suboptimalen Ansprechen führen. In diesem Fall kann eine Verschiebung der Impfung auf 3 Monate nach Abschluss einer solchen Therapie in Erwägung gezogen werden.
Wie bei anderen Impfstoffen besteht die Möglichkeit, dass es nicht bei allen geimpften Personen zu einer schützenden Immunantwort kommt.
Daten über die Sicherheit und Wirksamkeit von BioThrax zur Anwendung bei Kindern liegen bisher nicht vor.
Daten über die Sicherheit und Wirksamkeit von BioThrax zur Anwendung bei Patienten im Alter
> 65 Jahre liegen bisher nicht vor.
Der Stopfen der Durchstechflasche kann Naturlatex enthalten. Obwohl das Risiko für allergische Reaktionen sehr gering ist, sollten medizinische Fachkräfte vor der Verabreichung dieses Impfstoffs an Personen mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Latex Nutzen und Risiken gegeneinander abwägen.
Anwendung mit anderen Impfstoffen:
BioThrax kann gleichzeitig mit monovalenten oder Kombinationsimpfstoffen gegen folgende Erkrankungen verabreicht werden: Cholera, Diphtherie, Hepatitis A und B, Influenza, Japanische Enzephalitis, Masern, Meningitis, Mumps, Keuchhusten, Pest, Polio, Tollwut, Röteln, Pocken, Tetanus, Windpocken und Gelbfieber.
Es liegen keine Daten zu Wirkungen auf die Immunantwort bei gleichzeitiger Verabreichung von BioThrax mit anderen Impfstoffen vor.
Bei gleichzeitiger Verabreichung von BioThrax mit anderen Impfstoffen müssen verschiedene Injektionsstellen verwendet werden (siehe Abschnitt 6.2).
Anwendung mit Antibiotika:
BioThrax kann gleichzeitig mit Ciprofloxacin verabreicht werden. Andere Arzneimittel:
Bei Patienten, die sich einer immunsuppressiven Therapie unterziehen, kann die Immunantwort verringert sein (siehe Abschnitt 4.4).
Schwangerschaft
BioThrax sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der zu erwartende Nutzen der Impfung überwiegt eindeutig die möglichen Risiken für den Fötus.
Eine retrospektive kontrollierte Studie berichtete über angeborene Anomalien (z. B. Foramen ovale), wenn Mütter versehentlich während des ersten Trimesters der Schwangerschaft geimpft wurden.
In Tierstudien (Kaninchen) wurden keine Auswirkungen auf die Schwangerschaft, das Verhalten der Mutter, die weibliche Fertilität oder die postnatale Entwicklung beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Stillzeit:
Die Auswirkungen auf gestillte Kinder von Müttern, denen BioThrax verabreicht wurde, wurden nicht untersucht. Es ist nicht bekannt, ob BioThrax in die Muttermilch übergeht.
Fertilität:
Die Daten zur Fertilität beim Menschen sind begrenzt.
Eine in einer Klinik für künstliche Befruchtung durchgeführte kontrollierte, retrospektive Studie zeigte, dass eine vorausgegangene Verabreichung von BioThrax an den männlichen Partner keinen Einfluss auf die Samenparameter, die Befruchtungsrate, die Entwicklung der Embryonen oder die klinischen Schwangerschaftsraten hatte.
In Studien mit Kaninchen gab es keine impfstoffbezogenen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit (siehe Abschnitt 5.3).
BioThrax hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Wirkungen können
jedoch vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils:
Die Sicherheit von BioThrax wurde in einer kontrollierten klinischen Studie an 1.563 Erwachsenen bewertet, von denen 1.044 einer Behandlung zwischen 1 und 8 intramuskulären (i.m.) Injektionen zugewiesen waren. Die klinische Studie hat gezeigt, dass Nebenwirkungen nach jeder Verabreichung der aufeinanderfolgenden intramuskulären Dosen seltener auftraten. Weitere Sicherheitsdaten wurden anhand von Erfahrungen nach der Zulassung, die mehr als 14 Millionen verabreichte Dosen BioThrax an mehr als 3 Millionen Erwachsene umfasst, bewertet. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren Reaktionen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Müdigkeit.
Tabellarische Zusammenfassung von Nebenwirkungen
Nebenwirkungen (nach der Grundimmunisierung oder Auffrischdosis), die zumindest möglicherweise mit der Impfung in Zusammenhang stehen, wurden nach Häufigkeit in Kategorien zusammengefasst. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:
Sehr häufig: (≥ 1/10) Häufig: (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich: (≥ 1/1.000, < 1/100)
Selten: (≥ 1/10.000, < 1/1.000)
Sehr selten: (< 1/10.000) einschließlich vereinzelter Berichte
Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppen sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Schwere angegeben. Zusätzlich zu den Berichten aus klinischen Studien wurden weltweite freiwillige Meldungen von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit BioThrax in die Liste aufgenommen. Aufgrund der freiwilligen Meldung dieser Wirkungen aus einer Population unbekannter Größe ist eineverlässliche Bestimmung der Häufigkeit der Ereignisse schwierig. Daher wird deren Häufigkeit als
„nicht bekannt“ klassifiziert.
Tabelle 1 Nebenwirkungen in klinischen Studien und aus Erfahrungen nach der Zulassung (Erwachsene)
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Häufig | Rhinitis, Sinusitis, Atemwegsinfektionen |
| Gelegentlich | Herpes zoster | |
| Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) | Selten | Brustdrüsenkarzinom |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Nicht bekannt | Vergrößerte Lymphknoten in der Achselgegend |
| Erkrankungen des Immunsystems | Selten | Überempfindlichkeit (einschließlich Schwierigkeiten beim Atmen, Schwäche, Heiserkeit oder Keuchen, Schwindel, Blässe,Schwellung von Rachen, Lippen und Gesicht) |
| Sehr selten | Anaphylaktische Reaktion | |
| Psychiatrische Erkrankungen | Häufig | Schlaflosigkeit |
| Erkrankungen des Nervensystems | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Häufig | Schwindel | |
| Gelegentlich | Synkope |
| Selten | Pseudotumor cerebri mit beidseitigemPapillenödem, Aquäduktstenose mit generalisierten Krampfanfällen | |
| Nicht bekannt | Guillain-Barré-Syndrom, Krampfanfälle, Brachial-Radikulitis, Somnolenz | |
| Augenerkrankungen | Gelegentlich | Augenallergie |
| Herzerkrankungen | Gelegentlich | Erhöhte Herzfrequenz |
| Nicht bekannt | Palpitationen, verminderte Herzfrequenz | |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Häufig | Husten |
| Gelegentlich | Verstopfte Atemwege, Dyspnoe, Niesen | |
| Nicht bekannt | Dysphonie | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Übelkeit, Dyspepsie |
| Gelegentlich | Oberbauchschmerzen, Erbrechen | |
| Nicht bekannt | Diarrhoe, Dysphagie | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | Häufig | Hautausschlag, Pruritus |
| Selten | Kalter Schweiß | |
| Nicht bekannt | Angioödem, Alopezie, Ekzem, trockene Haut | |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Sehr häufig | Myalgie |
| Häufig | Arthralgie, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen | |
| Gelegentlich | Gelenksteifigkeit, Muskelsteifigkeit | |
| Selten | Rotatorenmanschettensyndrom | |
| Nicht bekannt | Rhabdomyolyse | |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und derBrustdrüse | Gelegentlich | Dysmenorrhö |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Sehr häufig | Schmerzen an der Injektionsstelle (Brennen unmittelbar nach Verabreichung der Injektion; Schmerzen, die zu verringerter Mobilität des Arms, in den die Injektion erfolgte, führen), Schwellung an der Injektionsstelle, Verhärtung an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Bluterguss an der Injektionsstelle, Pruritus an derInjektionsstelle, Wärmeentwicklung an der Injektionsstelle, Ermüdung |
| Häufig | Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen in der Achselgegend | |
| Gelegentlich | Grippeähnliche Erkrankung, Unwohlsein, Taubheit/Kribbeln an der Injektionsstelle | |
| Nicht bekannt | Urtikaria an der Injektionsstelle |
Säuglinge und Kinder (bis im Alter von 10 Jahren)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von BioThrax bei Kindern ist bisher nicht nachgewiesen.
Jugendliche (ab einem Alter von 11 Jahren)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von BioThrax bei Jugendlichen ist bisher nicht nachgewiesen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel Paul-Ehrlich-Institut
Paul-Ehrlich-Str. 51-59
63225 Langen
Tel: +49 6103 77 0
Fax: +49 6103 77 1234
Website: www.pei.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - BioThrax,
Pharmakotherapeutische Gruppe: Anthrax-Impfstoffe, ATC-Code: J07AC Wirkmechanismus
Bacillus anthracis enthält unter anderem drei bekannte Proteine namens protektives Antigen (PA),
Letalfaktor (LF) und Ödemfaktor (EF). Jedes Protein für sich wirkt nicht zytotoxisch, aber die Kombination aus PA und LF oder PA und EF führt zur Bildung von Toxinen. BioThrax wirkt durch die Stimulation des Immunsystems in Form einer Produktion von schützenden Antikörpern gegen PA. Wenn PA auf diese Weise blockiert wird, können LF und EF nicht mit PA wechselwirken, wodurch die Toxine neutralisiert werden.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Die Wirksamkeit von BioThrax wurde nicht in klinischen Studien bewertet. Die Wirksamkeit des Impfstoffs wurde aus Daten zur Immunogenität einschließlich der Titer für Anti-PA-IgG und Toxinneutralisation abgeleitet.
In den Jahren 1955 bis 1959 wurde eine frühere Version des adsorbierten Anthrax-Impfstoffs (verabreicht s.c. in Woche 0, 2, 4 und Monat 6, 12 und 18) hinsichtlich seiner klinischen Wirksamkeit in einer exponierten, anfälligen und überwachten Population von 1.249 Textilfabrikarbeitern bewertet. Es traten 26 Fälle auf, davon 4 bei Personen mit unvollständiger Immunisierung, 21 bei ungeimpften Arbeitern und einer bei einem geimpften Arbeiter. Die Daten deuten auf eine Wirksamkeit des Impfstoffs von 92,5 % (unteres 95%-Konfidenzintervall (KI) = 65 %) hin.
In den von 1962 bis 1974 durch die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erhobenen Beobachtungsdaten wurden 27 Fälle von Milzbrand identifiziert, davon 24 bei nicht geimpften Personen und 3 bei Personen mit unvollständiger Immunisierung. Bei Personen, die mindestens drei der empfohlenen sechs Dosen des Anthrax-Impfstoffs (entweder früherer Impfstoff oder BioThrax) erhalten hatten, wurden keine dokumentierten Milzbrandfälle gemeldet.
Immunogenität
Die Bewertung der Immunogenität von BioThrax erfolgte bei immunisierten Personen und Tieren durch Quantifizierung der IgG-Immunantwort gegen das protektive Antigen (PA) sowie der Fähigkeit dieser Antikörper, das Anthrax-Letaltoxin zu neutralisieren. Es wurde eine hohe Korrelation zwischen Anti-PA-IgG-Antikörpern und Titern von toxinneutralisierenden Antikörpern (TNA) festgestellt. Anti-PA-IgG- und TNA-Antikörper korrelieren hinsichtlich Überleben und Schutz vor Milzbrand.
Studien an nicht-menschlichen Primaten (NHP) zeigten, dass die Impfung gegen Milzbrand vor einer andernfalls tödlichen Gabe von Anthraxsporen schützt und dass sie in Zusammenhang mit einer schützenden Immunantwort, die anhand von Anti-PA-IgG- oder TNA-Titern bestimmt wurde, steht. Es ist ethisch nicht vertretbar, vergleichbare Studien an menschlichen Probanden durchzuführen, weshalb die Wirksamkeitsbewertung von BioThrax auf der Extrapolation von Überlebensraten und schützenden Antikörpertitern in NHP-Studien beruht. Daher werden die NHP-Studien verwendet, um die mutmaßlich schützenden Antikörperspiegel beim Menschen abzuschätzen. Beim Menschen wurden Antikörperspiegel während des Grundimmunisierungszeitplans bestimmt und weiter verfolgt, um das Ansprechen auf die Auffrischdosen des Impfstoffs mit zu erfassen. Die Daten der NHP-Studien ermöglichen es, durch Extrapolation das Überleben von immunisierten Personen zu verschiedenen Zeitpunkten während der Impfzeitpläne abzuschätzen. Für Personen, die die 6-monatige Grundimmunisierung erhalten, wird geschätzt, dass sie eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 86,8 % haben, wenn bis zu 3 Jahre später eine Exposition gegenüber Anthraxsporen erfolgt; die Überlebenswahrscheinlichkeit steigt auf 99,7 %, wenn die Exposition einen Monat (d. h. bis Monat 43) nach der ersten Auffrischimpfung 3 Jahre nach der Grundimmunisierung (d. h. Auffrischimpfung in Monat 42) erfolgt.
Tabelle 2 zeigt eine Zusammenfassung menschlicher Antikörperreaktionen vor und nach Abschluss des Grundimmunisierungsschemas (0, 1 und 6 Monate) unter Verwendung verschiedener Dosierungszeitpläne und der für Menschen prognostizierten Überlebensraten basierend auf den NHP-Studien. In Tabelle 3 sind Antikörperantworten bei Menschen vor und nach Abschluss der Auffrischimpfung (3 Jahre nach der Grundimmunisierung) unter Verwendung verschiedener Dosierungszeitpläne und die für Menschen prognostizierten Überlebensraten basierend auf den NHP-Studien zusammengefasst.
Tabelle 2 Ergebnisse zu Anti-PA-IgG-Antikörpern (GMC) im Serum und TNA ED50 nach Grundimmunisierungsschema mit 95%igem Konfidenzintervall| Zeitplan | Monat 1 | Monat 2 | Monat 6 | 1 Monat nach dem Abschluss der Grundimmunisierung (Monat 7) | |||||
| Anti-PA (µg/ml) | TNA | Anti-PA (µg/ml) | TNA | Anti-PA (µg/ml) | TNA | Anti-PA (µg/ml) | TNA | % vrs. Überleben | |
| 7-5-4 i.m.(n = 782) | 2,6(2,4, 2,9) | 20,2(19,2,21,3) | 46,4(42,2,51,0) | 165,5(146,2,187,4) | 3,9(3,6, 4,3) | 22,2(20,8,23,6) | 206,9(187,1, 227,0) | 1423,9(1253,1,1617,9) | 99,4 %(98,0, 99,9) |
| Anti-PA-IgG = Anti-protektives Antigen-Immunglobulin G (geometrisches Mittel der Konzentration [geometric mean concentration, GMC])TNA ED50 = toxinneutralisierender Antikörper (geometrisches Mittel des Titers) | |||||||||
| Zeitplan | Monat 42 (vor Auffrischimpfung) | Monat 43 (1 Monat nach Auffrischimpfung) | ||||
| Anti-PA (µg/ml) | TNA | % vrs. Überleben | Anti-PA (µg/ml) | TNA | % vrs. Überleben | |
| 4-i.m.1 | 6,0 | 42,7 | 86,8 % | 433,2 | 2825,9 | 99,7 % |
| (5,3, 6,9) | (33,8, 54,0) | (80,8, 92,1) | (379,6, 494,4) | (2175,2, 3671,3) | (98,7, 100,0) | |
| (n = 161) | (n = 70) | (n = 157) | (n = 66) | |||
| 5-i.m. | 21,6 | 174,1 | 95,8 % | 310,0 | 1876,2 | 99,7 % |
| (18,9, 24,7) | (139,3, 217,6) | (91,6, 98,5) | (270,5, 355,3) | (1603,1, 2195,9) | (98,5, 100,0) | |
| (n = 145) | (n = 72) | (n = 141) | (n = 67) | |||
| 7-i.m. | 35,7 | 215,2 | 98,1 % | 254,8 | 1451,0 | 99,7 % |
| (31,2, 40,9) | (166,4, 278,4) | (94,9, 99,5) | (222,0, 292,4) | (1139,5, 1847,7) | (98,5, 100,0) | |
| (n = 147) | (n = 67) | (n = 139) | (n = 56) | |||
| 1 - Das ist die lizensierte Dosierung für BioThrax, wie in Abschnitt 4.2 dargestelltAnti-PA-IgG = Anti-protektives Antigen-Immunglobulin G (geometrisches Mittel der Konzentration) TNA ED50 = toxinneutralisierender Antikörper (geometrisches Mittel des Titers) | ||||||
In Abbildung 1 ist die Anti-PA-IgG-Antikörper-Konzentration und in Abbildung 2 der TNA-Titer für die verschiedenen Impfzeitpläne im Zeitverlauf dargestellt. Die Zeitpunkte
Monat 0, 1 und 6 entsprechen dem Grundimmunisierungszeitplan und in Monat 42 (3 Jahre nach der Grundimmunisierung) wird eine Auffrischimpfung verabreicht. Der Zeitpunkt Monat 7 entspricht 1 Monat nach Abschluss der Grundimmunisierung und Monat 43 entspricht 1 Monat nach der Auffrischimpfung.
Placebo
Monat
Log10 der Anti-PA-IgG-Antikörper-
Abbildung 1 Konzentration der Anti-PA-IgG-Antikörper im ZeitverlaufHinweis: Die untere Quantifizierungsgrenze (lower limit of quantification, LLOQ) des Assays liegt bei 1,8 μg/ml
Placebo
Monat
Log10 von TNA ED50
Abbildung 2 Titer von TNA ED50 im ZeitverlaufHinweis: Die untere Quantifizierungsgrenze (lower limit of quantification, LLOQ) des Assays liegt bei TNA ED50 = 18
Pharmazeutische Angaben - BioThrax,
Benzethoniumchlorid Formaldehyd Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Zum Adsorbens siehe Abschnitt 2.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, siehe Abschnitt 4.5
4 Jahre
Nach dem Anbruch der Durchstechflasche sollte der Inhalt innerhalb von 28 Tagen verbraucht und wie in Abschnitt 6.4 beschrieben aufbewahrt werden.
Im Kühlschrank lagern (2 ºC – 8 ºC). Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
5 ml Mehrdosen (10 x 0,5 ml Dosen)- Durchstechflasche (Typ-I-Glass) mit Stopfen (Chlorobutyl-Kautschuk).
Die Packungsgröße umfasst eine (1) solche Durchstechflasche.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Vor dem Gebrauch die Durchstechflasche kräftig schütteln, um eine homogene Suspension zu erhalten.
Der Impfstoff sollte vor dem Gebrauch visuell kontrolliert werden. Wenn das Produkt eine Verfärbung oder sichtbare Partikel aufweist, die Durchstechflasche samt Inhalt entsorgen.
Datum und Uhrzeit des Anbruchs auf der Durchstechflasche vermerken.
Verwenden Sie für jede zu impfende Person eine neue sterile Nadel und Spritze, um die Übertragung von Hepatitis-Viren oder anderen Infektionserregern zu vermeiden.
Bewahren Sie die Mehrdosen-Durchstechflasche außerhalb der unmittelbaren Patientenumgebung unter Einhaltung der in Abschnitt 6.4 aufgeführten Lagerungsbedingungen auf.
Sammeln oder mischen Sie übrig gebliebenen Impfstoff niemals für späteren Gebrauch.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.