Jonosteril® D 5 Infusionslösung Kunststoffbeutel 500ml
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Jonosteril® 500ml
Zufuhr von Wasser und Elektrolyten mit niedrigprozentigem Kohlenhydratanteil bei ausgeglichenem oder alkalotischem Säure-Basen-Haushalt.
Anwendung bei Erwachsenen
-
Isotone Dehydratation
-
Hypotone Dehydratation
-
partielle Deckung des Kohlenhydratbedarfs
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
-
postoperativ zur Deckung des Wasser- und Elektrolytbedarfs und partieller Deckung des Koh-lenhydratbedarfs
-
bei akut kranken Kindern in klinischen Situationen mit erhöhter Freisetzung von antidiureti-schem Hormon (ADH) (z. B. Dehydratation, Anästhetika, Stress, Schmerz, Übelkeit und Erbre-chen)
Jonosteril D 5 wird angewendet bei Erwachsenen, Säuglingen ab 29 Tagen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen.
Dosierung
Erwachsene
Maximale Infusionsgeschwindigkeit:
Soweit nicht anders verordnet ist die maximale Infusionsgeschwindigkeit: 5 ml/kg Körpergewicht (KG/h) ≙ 0,25 g D-Glucose/kg KG/h.
Maximale Tagesdosis:
40 ml/kg KG/24 h, entsprechend 2,0 g D-Glucose /kg KG/24 h 5,48 mmol Na+ /kg KG/24 h 0,16 mmol K+ /kg KG/24 h
Bei entsprechender Dosierung (40 ml/kg KG/24 h) kann mit Jonosteril D 5 bei Erwachsenen eine Deckung des obligaten Kohlenhydratbedarfs von 2 g D-Glucose/kg KG/24 h (hypokalorische Infusi-onstherapie) erreicht werden.
Kinder
Der Flüssigkeitsbedarf variiert mit dem klinischen Zustand, dem Körpergewicht und dem Alter.
Die Dosierung ist daher individuell nach Körpergewicht und Zustand anzupassen (Serum-Ionogramm, Wasserbilanz).
Infusionsgeschwindigkeit (Richtwerte*) Säuglinge (29 Tage bis 12 Monate, 3 – 10 kg):
ca. 4,0 – 6,0 ml/kg KG/h, entsprechend 0,2 – 0,3 g D-Glucose/kg KG/h
0,55 – 0,82 mmol Na+/kg KG/h
16 – 24 μmol K+/kg KG/h
Kinder vom 2. bis 5. Lebensjahr (10 – 25 kg):
ca. 2,5 – 4,0 ml/kg KG/h, entsprechend 0,125 – 0,2 g D-Glucose/kg KG/h
0,34 – 0,55 mmol Na+/kg KG/h
10 – 16 μmol K+/kg KG/h
Kinder vom 6. bis 14. Lebensjahr (20 – 50 kg):
ca. 1,8 – 3,0 ml/kg KG/h, entsprechend 0,09 – 0,15 g D-Glucose/kg KG/h
0,25 – 0,41 mmol Na+/kg KG/h
7 – 12 μmol K+/kg KG/h
> 50 kg:
ca. 1,5 – 1,8 ml/kg KG/h, entsprechend 0,075 – 0,09 g D-Glucose/kg KG/h
0,21 – 0,25 mmol Na+/kg KG/h
6 – 7 μmol K+/kg KG/h
* Aufgrund der großen Schwankungsbreite des Körpergewichtes muss die Dosis individuell ange-passt werden.
Dabei ist zu beachten, dass bei normaler Stoffwechsellage die maximale Natriumdosis nicht über-schritten wird (siehe „Maximale Tagesdosis").
Maximale Tagesdosis (Richtwerte*)
Die maximale Dosis variiert stark mit dem Alter und dem Zustand des Patienten.
Für Glucose ist die maximale Tagesdosis:
1. – 2. Lebensjahr: 15 g/kg KG/24 h D-Glucose
3. – 5. Lebensjahr: 12 g/kg KG/24 h D-Glucose
6. – 10. Lebensjahr: 10 g/kg KG/24 h D-Glucose
10. – 14. Lebensjahr: 8 g/kg KG/24 h D-Glucose
Bei Jonosteril D 5 wird die maximale Tagesdosis nicht durch die Obergrenze für die Glucosezu-fuhr, sondern durch die maximale Flüssigkeits- und Natriumzufuhr determiniert, daher ist bei der Dosisfestlegung zu berücksichtigen, dass die folgenden Richtwerte für die Gesamtflüssigkeitszu-fuhr nicht überschritten werden:
Kinder im 1. Lebensjahr:
ca. 100 – 140 ml/kg KG/24 h, entsprechend 5,0 – 7,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
13,7 – 19,2 mmol Na+/kg KG/24 h 0,4 – 0,56 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder im 2. Lebensjahr:
ca. 80 – 120 ml/kg KG/24 h, entsprechend 4,0 – 6,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
11 – 16,4 mmol Na+/kg KG/24 h 0,32 – 0,48 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder vom 3. bis 5. Lebensjahr:
ca. 80 bis 100 ml/kg KG/24 h, entsprechend 4,0 – 5,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
11 – 13,7 mmol Na+/kg KG/24 h 0,32 – 0,4 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder vom 6. bis 10. Lebensjahr:
ca. 60 bis 80 ml/kg KG/24 h, entsprechend 3,0 – 4,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
8,2 – 11 mmol Na+/kg KG/24 h 0,24 – 0,32 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder vom 11. bis 14. Lebensjahr:
ca. 50 bis 70 ml/kg KG/24 h, entsprechend 2,5 – 3,5 g D-Glucose/kg KG/24 h
6,9 – 9,6 mmol Na+/kg KG/24 h 0,2 – 0,28 mmol K+/kg KG/24 h
* Aufgrund der großen Schwankungsbreite des Körpergewichtes muss die Dosis individuell ange-passt werden.
In der Regel sollte bei normaler Stoffwechsellage die Dosis von 40 ml/kg KG und Tag (entsprechend 5,48 mmol Natrium und 0,16 mmol Kalium pro kg KG und Tag) nicht überschritten werden. Ein eventueller Zusatzbedarf an Flüssigkeit oder Kalium sollte individuell ergänzt werden.
Aufgrund der hohen interindividuellen Unterschiede ist eine besonders strikte Überwachung der Wasserbilanz, der Serumelektrolyte und des Blutzuckerspiegels angezeigt. Die Dosis sollte auf Basis dieser Daten individuell angepasst werden.
Die allgemeinen Grundsätze für die Anwendung und Dosierung von Kohlenhydraten sowie die Richtlinien für die Flüssigkeitszufuhr sind zu beachten.
Art der Anwendung
Intravenöse Anwendung
Zur periphervenösen Infusion.
Jonosteril D 5 wird so lange angewendet, wie es die jeweilige Indikation erfordert.
-
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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untherapierte Hyperglykämie
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Hyperhydratation
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metabolische Azidose
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Hypokaliämie
Generelle Vorsichtsmaßnahmen
Kontrollen des Serum-Ionogramms und der Wasserbilanz sind erforderlich. Der Blutzuckerspiegel muss regelmäßig kontrolliert werden.
Besondere Patientengruppen
Bei Patienten mit folgenden Erkrankungen sollte die Anwendung von Jonosteril D 5 nur mit Vorsicht und unter strikter Beachtung der genannten Vorsichtsmaßnahmen erfolgen. Eine Behandlung mit Jonosteril D 5 sollte nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abschätzung durchgeführt werden bei:
-
Hypernatriämie
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Hyperchlorämie
-
Hyperglykämie
Bei Patienten mit Hyperglykämie sollte die Anwendung von Jonosteril D 5 mit Vorsicht erfolgen. Eine Behandlung mit Jonosteril D 5 sollte nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abschätzung durchgeführt werden.
-
Erkrankungen, die eine restriktive Natriumzufuhr gebieten (wie Herzinsuffizienz, generalisierte Ödeme, Lungenödem, Hypertonie, Eklampsie, schwere Niereninsuffizienz).
Bei starkem Anstieg der Blutglucose sollte die Infusion unterbrochen und Blutzuckerspitzen eventuell mit Insulin therapiert werden.
Eine Glucoseintoleranz (Diabetes mellitus, Postaggressionsstoffwechsel) kann unter Glucoseinfu-sion zu Hyperglykämien bis hin zum hyperosmolaren Koma führen, das eine hohe Letalität auf-weist. Je älter der Patient ist und je schwerer die Erkrankung bzw. ein Trauma sind, desto häufiger kommt es im Rahmen des Postaggressionsstoffwechsels zu einer Glucoseintoleranz, besonders dann, wenn zusätzlich ein bis dahin nicht erkannter Diabetes mellitus vorliegt. Bei bereits bekann-tem Diabetes mellitus ist darüber hinaus eine sorgfältige Abstimmung mit der meist erforderlichen Insulintherapie vorzunehmen. Der Einsatz einer Insulintherapie, insbesondere während des Postag-gressionsstoffwechsels, beinhaltet die Gefahr schwerwiegender Hypoglykämien, da wegen der bestehenden Regulationsstörung häufig schnell wechselnde Blutglucosekonzentrationen auftreten können. Eine engmaschige Kontrolle der Blutglucosekonzentration ist daher erforderlich.
Bei der Behandlung von Kindern mit Erkrankungen, die mit andauernden Verlusten freien Wassers verbunden sein können (z. B. Gastroenteritis) ist eine besonders engmaschige Kontrolle des Se-
rumnatriums erforderlich. Nach Erreichen eines euvolämischen Zustandes kann ein Wechsel zu einer hypotonen Erhaltungslösung angezeigt sein.
Grundsätzlich sind beim Einsatz von Jonosteril D 5 folgende Wechselwirkungen hinsichtlich der enthaltenen Elektrolyte möglich:
Natrium
-
Kortikoide/Steroide (Risiko der Natrium- und Flüssigkeitsretention mit Ödemen und Hypertonie)
Kalium
-
Suxamethonium (Risiko der Hyperkaliämie)
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kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren, allein oder in Kombination) (Risi-ko der Hyperkaliämie)
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Tacrolimus, Ciclosporin (Risiko der Hyperkaliämie)
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ACE-Hemmer, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten (Risiko der Hyperkaliämie)
Hyperkaliämien können lebensbedrohlich werden, vor allem bei gleichzeitig bestehender Nierenin-suffizienz.
Calcium
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Digitalisglykoside (Erhöhung der Glykosidtoxizität durch Calcium)
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Thiazid-Diuretika (Risiko der Hypercalcämie)
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Vitamin D (Risiko der Hypercalcämie)
Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht im selben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht oder zum Aufschwemmen dieser genutzt werden, da beides zu einer Pseudoagglutination führen kann.
-
Gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen bei entsprechender Indikation keine Bedenken.
Bei Eklampsie sollte Jonosteril D 5 nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abschätzung angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Jonosteril D 5 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000) Sehr selten (<1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Bedingt durch den Glucosegehalt der Lösung können folgende Nebenwirkungen auftreten (häufig bis sehr häufig)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
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Hyperglykämie
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
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Polyurie
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind bedingt durch die Anwendungsart der periphervenösen Infusion und nicht arzneimittelspezifisch. Wie bei allen periphervenös infundierten Substanzen kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
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lokale Hautreaktionen (Rötung, Hämatom, Entzündung, Blutung)
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Schmerzen an der Applikationsstelle
Die Häufigkeiten dieser Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie
ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei Überdosierung kann es zu Hyperglykämie, Überwässerung und Störungen im Elektrolythaushalt kommen.
Therapie
Bei Anzeichen einer Überdosierung von Jonosteril D 5 ist die Flüssigkeitszufuhr zu unterbrechen, eine beschleunigte renale Elimination einzuleiten und eine entsprechende Bilanzierung vorzunehmen. Gegebenenfalls kann die Behandlung mit verringerter Dosierung fortgesetzt werden.
Im Falle einer Hyperglykämie ist gegebenenfalls eine Insulinapplikation angezeigt.
Bei auftretender Oligoanurie kann Flüssigkeitsentzug durch hypertone Hämo- oder Peritonealdialyse notwendig werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Jonosteril® 500ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: i.v.-Lösungen / Elektrolyte mit Kohlenhydratzusatz, ATC-Code: B05 BB02
Jonosteril D 5 ist eine in ihren wichtigsten Kationen der Plasmazusammensetzung angepasste, isotone Elektrolytlösung (Vollelektrolytlösung), die zur Korrektur von Störungen des Flüssigkeits-und Elektrolythaushaltes angewendet wird. Die Zufuhr von Elektrolyten dient der Wiederherstellung bzw. Erhaltung normaler osmotischer Verhältnisse im Extra- und Intrazellulärraum. Aufgrund des hohen applizierten Chloridanteils besteht ein leicht azidotischer Effekt.
Die enthaltenen Elektrolyte dienen der Aufrechterhaltung oder Korrektur der Wasser-Elektrolyt-Homöostase (u. a. Blutvolumen, osmotisches Gleichgewicht sowie Wirkungen spezifischer Ionen).
Zusätzlich enthält Jonosteril D 5 einen Kohlenhydratanteil von 5 % in Form von D-Glucose.
Als physiologischer Energieträger wird Glucose universell vom gesamten Organismus verstoffwechselt. Unter anderem sind Nervengewebe, Erythrozyten und Nierenmark obligat auf die Zufuhr von Glucose angewiesen.
Glucose wird zum Aufbau von Glykogen, der Speicherform für Kohlenhydrate, benötigt. Glucose dient außerdem der Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels und der Energiegewinnung in den Zel-len.
Elektrolyte
Intravenös zugeführte Elektrolyte werden in den Elektrolytpool des Organismus aufgenommen. Ihre Verteilung wird reguliert gemäß der physiologischen intra- und extrazellulären Konzentration der einzelnen Ionen.
Die Elimination der Elektrolyte hängt ab vom individuellen Bedarf, von der metabolischen Situation und der Nierenfunktion des Patienten.
Glucose
Nach der Infusion erfolgt die Verteilung von Glucose zunächst im intravasalen Raum. Anschließend erfolgt die Aufnahme in den Intrazellulärraum.
Glucose wird zu Pyruvat bzw. Lactat metabolisiert (Glycolyse). Dabei wird die freiwerdende Energie in Form energiereicher Phosphate zur Verfügung gestellt.
Lactat kann partiell wieder in den Glucosestoffwechsel (Cori-Zyklus) eingeschleust werden. Unter aeroben Bedingungen wird Pyruvat vollständig zu Kohlendioxid und Wasser oxidiert.
Die Endprodukte der vollständigen Oxidation von Glucose werden über die Lunge (Kohlendioxid) und die Nieren (Wasser) eliminiert.
Glucose wird nur dann über die Niere ausgeschieden, wenn die maximale tubuläre Transportkapazi-tät überschritten wird. Dies tritt in bestimmten pathologischen Stoffwechselsituationen auf (z. B. Di-abetes mellitus, Postaggressionsstoffwechsel), die mit Hyperglykämien einhergehen.
Zwischen Elektrolyten und dem Kohlenhydratstoffwechsel bestehen enge Wechselbeziehungen, da-von ist besonders Kalium betroffen. Die Verwertung von Glucose geht mit einem erhöhten Kalium-bedarf einher. Bei Nichtbeachtung dieses Zusammenhanges können erhebliche Störungen im Kali-umstoffwechsel entstehen, die u. a. zu massiven Herzrhythmusstörungen führen können.
Bioverfügbarkeit:
Bei intravenöser Anwendung ist Jonosteril D 5 zu 100 % bioverfügbar.
Pharmazeutische Angaben - Jonosteril® 500ml
Wasser für Injektionszwecke
Salzsäure 25 % (zur pH-Wert - Einstellung)
Aufgrund des Calcium- und Magnesiumgehaltes von Jonosteril D 5 kann es beim Zumischen von oxalat-, phosphat- und carbonat- bzw. hydrogencarbonathaltigen Arzneimitteln zu Ausfällungen kommen.
Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht im selben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht oder zum Aufschwemmen dieser genutzt werden, da beides zu einer Pseudoagglutination führen kann.
Ist ein Zusatz anderer Arzneimittel zu Jonosteril D 5 notwendig, so ist auf hygienisch einwandfrei-es Zuspritzen, gute Durchmischung und vor allem auf Kompatibilität zu achten. Auf keinen Fall darf Jonosteril D 5 nach dem Zusatz anderer Komponenten aufbewahrt werden.
Jonosteril D 5 darf nur mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, wenn deren Kompatibilität sichergestellt wurde.
Glasflasche: 5 Jahre
Polyethylenflasche (KabiPac): 3 Jahre
Haltbarkeit nach Anbruch des Behältnisses
Angebrochene Behältnisse sind zum sofortigen Verbrauch bestimmt.
Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.
Haltbarkeit nach Mischen mit anderen Komponenten
Das Arzneimittel ist unmittelbar zu verwenden, wenn Additive zugesetzt wurden.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Glasflaschen Packungen zu:
1 x 500 ml, 10 x 500 ml
Polyethylenflaschen (KabiPac) Packungen zu:
1 x 500 ml, 10 x 500 ml, 20 x 500 ml,
1 x 1 000 ml, 10 x 1 000 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.
Sonstige Hinweise zur Anwendung:
Jonosteril D 5 darf nur verwendet werden, wenn die Lösung klar und farblos und das Behältnis un-beschädigt ist. In der Infusionslösung dürfen keine sichtbaren Partikel erkennbar sein.
Jonosteril D 5 ist mit einem sterilen Infusionsbesteck zu verwenden.
Diese konservierungsmittelfreie Lösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwen-dung muss unmittelbar nach Öffnung des Behältnisses erfolgen. Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.
Kompatibilität
Jonosteril D 5 dürfen nur Arzneimittel zugesetzt werden, deren Kompatibilität sichergestellt wurde (siehe Abschnitt 6.2). Bei der Zugabe von Arzneimitteln ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen und gute Durchmischung zu achten.