Ebrantil® 30 mg, Hartkapseln, retardiert
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Ebrantil® 30 mg
Dosierung
Für eine behutsame Blutdrucksenkung wird die Behandlung mit einer 2-mal täglichen Gabe von Ebrantil 30 mg (entsprechend 2-mal täglich 30 mg Urapidil) begonnen.
Ist eine schnellere Blutdrucksenkung erwünscht oder notwendig, so kann die Behandlung auch mit einer 2-mal täglichen Gabe von Ebrantil 60 mg (entsprechend 2-mal täglich 60 mg Urapidil) begonnen werden.
Die Dosis kann schrittweise den individuellen Erfordernissen angepasst werden. Der Dosierungsbereich für die Erhaltungstherapie beträgt 60 - 180 mg Urapidil pro Tag, wobei die Gesamtmenge auf zwei Einzelgaben verteilt wird. Hierfür stehen Ebrantil Hartkapseln zu 30 mg, 60 mg und 90 mg zur Verfügung.
Besondere Patientengruppen
Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion
Bei Leberfunktionsstörungen kann eine Dosisverringerung von Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg erforderlich sein.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei mäßiger und schwerer Nierenfunktionsstörung kann bei Langzeitbehandlung eine Dosisverringerung von Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg erforderlich sein.
Ältere Menschen
Bei älteren Menschen kann bei Langzeitbehandlung eine Dosisverringerung von Ebrantil 30 mg/60 mg/ 90 mg erforderlich sein.
Kinder und Jugendliche
Hinsichtlich der Anwendung von Ebrantil bei Kindern und Jugendlichen liegen bislang nur unzureichende Erkenntnisse vor.
Art der Anwendung
Die Hartkapseln sollen morgens und abends zu den Mahlzeiten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.
Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg sind zur Langzeitanwendung geeignet.
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg darf nicht angewendet werden bei:
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Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg ist erforderlich bei
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Herzinsuffizienz, deren Ursache in einer mechanischen Funktionsbehinderung liegt, wie z. B. Aortenklappen- oder Mitralklappenstenose, bei Lungenembolie oder bei durch Perikarderkran-kungen bedingter Einschränkung der Herzaktion.
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Kindern, da keine Untersuchungen hierzu vorliegen.
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Patienten mit Leberfunktionsstörungen.
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Patienten mit mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung.
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Älteren Patienten,
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Patienten, die gleichzeitig Cimetidin erhalten (siehe Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“).
Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Ebrantil nicht einnehmen.
Die blutdrucksenkende Wirkung von Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg kann durch gleichzeitig verabreichte Alpha-Rezeptorenblocker, Vasodilatatoren und durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel sowie durch Zustände mit Volumenmangel (z. B. Durchfall, Erbrechen) und Alkohol verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Cimetidin ist mit einer Erhöhung des Urapidil-Serumspiegels um 15 % zu rechnen.
Da noch keine ausreichenden Erfahrungen in der Kombinationsbehandlung mit ACE-Hemmern vorliegen, wird diese derzeit nicht empfohlen.
Frauen im gebärfähigen Alter
Die Anwendung von Ebrantil bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen.
Schwangerschaft
Bisher liegen keine, oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Urapidil bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3) Urapidil ist plazentagängig.
Ebrantil darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Urapidil aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Urapidil in die Muttermilch übergeht.
Ein Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Ebrantil soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Fertilität
Es wurden keine klinischen Studien bezüglich der Wirkung auf die männliche und weibliche Fertilität durchgeführt.
Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Urapidil die Fertilität beeinflusst (siehe Abschnitt 5.3).
Durch individuell unterschiedliche Reaktionen kann Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg, auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigen. Dies gilt im verstärkten Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
| HäufigkeitOrgan-system | häufig | gelegentlich | sehr selten | nicht bekannt |
| Psychiatrische Erkrankungen | Schlafstörungen | Unruhe | ||
| Erkrankungen des Nervensystems | Schwindel, Kopfschmer-zen | |||
| Herzerkrankungen | Herzklopfen, Tachy-kardie, Bradykardie, Druckgefühl oder Schmerzen in derBrust (Angina-pectoris-ähnlich) | |||
| Gefäßerkrankun-gen | Bludruckabfall beim Lagewechsel (orthostatische Dysregulation) | |||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Verstopfte Nase | |||
| Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts | Übelkeit | Erbrechen, Durchfall, Mundtrockenheit | ||
| Erkrankungen der Haut und desUnterhautzell-gewebes | Überempfindlichkeit wie Juckreiz,Hautrötung, Exantheme | Angioödem, Urtikaria | ||
| Erkrankungen der Niere und Harn-wege | Verstärkter Harndrang oder Verstärkung einer Harninkontinenz |
| Erkrankungen der Geschlechtsorganeund der Brustdrüse | Priapismus | |||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Müdigkeit | Ödeme | ||
| Untersuchungen | Reversible Erhöhung leberspezifischer Enzyme, Verminderung derThrombozytenzahl# |
#In sehr seltenen Einzelfällen ist in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Ebrantil 30 mg/60 mg/90 mg eine Verminderung der Thrombozytenzahl beobachtet worden. Ein kausaler Zusammenhang mit der Urapidil 30 mg/60 mg/90 mg-Behandlung konnte - beispielsweise durch immunhämatologische Untersuchungen - nicht nachgewiesen werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzuzeigen.
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Symptome einer Überdosierung
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Seitens des Kreislaufs: Schwindel, orthostatischer Blutdruckabfall, Kollaps.
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Seitens des Zentralnervensystems: Müdigkeit und verminderte Reaktionsfähigkeit.
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Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Eine übermäßige Blutdrucksenkung kann durch Hochlagern der Beine und Volumensubstitution gebessert werden. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, können gefäßverengende Präparate langsam und unter Blutdruckkontrolle intravenös injiziert werden. In ganz seltenen Fällen ist die intravenöse Gabe von Katecholaminen (z. B. Adrenalin, 0,5 - 1,0 mg auf 10 ml mit isotonischer Natriumchloridlösung verdünnt) notwendig.
Pharmakologische Eigenschaften - Ebrantil® 30 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiadrenerge Mittel, peripher wirkend ATC-Code: C02CA06
Wirkmechanismus
Urapidil führt zu einer Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Widerstandes.
Die Herzfrequenz bleibt weitgehend konstant. Das Herzzeitvolumen wird nicht verändert; ein infolge erhöhter Nachlast vermindertes Herzzeitvolumen kann ansteigen.
Urapidil hat zentrale und periphere Angriffspunkte.
Peripher blockiert Urapidil vorwiegend postsynaptische Alpha-1-Rezeptoren und hemmt somit den vasokonstriktorischen Angriff der Katecholamine.
Zentral moduliert Urapidil die Aktivität der Kreislaufregulationszentren; dadurch wird eine reflektorische Zunahme des Sympathikotonus verhindert oder der Sympathikotonus gesenkt.
Resorption
Urapidil wird nach oraler Gabe zu 80 - 90 % im Magen-Darm-Trakt resorbiert. Die maximale Plasmakonzentration der Retardformulierungen wird nach ca. 4 - 6 Stunden erreicht, die Eliminationshalbwertzeit beträgt ca. 4,7 (3,3 - 7,6) Stunden.
Die absolute Bioverfügbarkeit der Hartkapseln, retardiert gegenüber dem i.v.-Standard beträgt ca. 72 (63 - 80) %. Die relative Bioverfügbarkeit der Hartkapseln, retardiert gegenüber der oral applizierten Lösung beträgt 92 (83 - 103) %.
Verteilung
Die Plasmaproteinbindung von Urapidil beträgt ca. 80 %, das Verteilungsvolumen 0,77 l/kg KG. Die Substanz penetriert die Blut-Hirn-Schranke und ist placentagängig.
Biotransformation
Die Metabolisierung von Urapidil erfolgt vorwiegend in der Leber. Der Hauptmetabolit ist ein am Phenylkern in 4-Stellung hydroxiliertes Urapidil, welches keine nennenswerte antihypertensive Wirkung hat. Der Metabolit O-demethyliertes Urapidil verfügt etwa über die gleiche biologische Aktivität wie Urapidil, entsteht aber nur in geringem Umfang.
Elimination
Die Elimination von Urapidil sowie seiner Metaboliten erfolgt beim Menschen zu 50 – 70 % renal, davon ca. 15 % der applizierten Dosis als pharmakologisch aktives Urapidil. Der Rest wird als Metaboliten, primär als nicht blutdrucksenkendes para-hydroxyliertes Urapidil fäkal ausgeschieden.
Spezielle Patientengruppen
Bei fortgeschrittener Leber- und/oder Niereninsuffizienz sowie bei älteren Patienten sind das Verteilungs-volumen und die Clearance von Urapidil reduziert, die Eliminationshalbwertszeit ist verlängert.
Pharmazeutische Angaben - Ebrantil® 30 mg
Ebrantil 30 mg
Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2) (Ph. Eur.), Diethylphthalat, Talkum, Hypromellose, Fumarsäure, Ethylcellulose, Hypromellosephthalat, Stearinsäure, Sucrose, Maisstärke, Gelatine, Eisenoxid, gelb (E 172), Titandioxid (E 171), gereinigtes Wasser, Drucktinte.
Ebrantil 60 mg
Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2) (Ph. Eur.), Diethylphthalat, Talkum, Hypromellose, Fumarsäure, Ethylcellulose, Hypromellosephthalat, Stearinsäure, Sucrose, Maisstärke, Gelatine, Titandioxid (E 171), Erythrosin (E 127), Indigocarmin (E 132), Eisenoxid, rot (E 172), gereinigtes Wasser, Drucktinte.
Ebrantil 90 mg
Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2) (Ph. Eur.), Diethylphthalat, Talkum, Hypromellose, Fumarsäure, Ethylcellulose, Hypromellosephthalat, Stearinsäure, Sucrose, Maisstärke, Gelatine, Titandioxid (E 171), Erythrosin (E 127), Indigocarmin (E 132), gereinigtes Wasser, Drucktinte.
Weißes Kunststoffbehältnis mit grauem Schraubverschluss; beide aus Polyethylen. Packung mit 50 Hartkapseln, retardiert
Packung mit 100 Hartkapseln, retardiert
Klinikpackung mit 500 (10 x 50) Hartkapseln, retardiert