Eu-Med® Pharmore Tabletten
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Über 36k bewertungen
Fachinfo - Eu-Med®
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leichte bis mäßig starke Schmerzen
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Fieber
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akute Behandlung der Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit und ohne Aura
Erwachsene und Jugendliche über 15 Jahre
Die Einzeldosis beträgt 1 bis 2 Tabletten Eu-Med.
Diese Einzeldosis kann - soweit erforderlich - in Abständen von 4 bis 8 Stunden bis zu 4-mal täglich eingenommen werden. Die maximale Tagesgesamtdosis sollte jedoch 8 Tabletten Eu-Med (entsprechend 4000 mg Phenazon) nicht überschreiten.
Kinder und Jugendliche von 7 bis 15 Jahren Die Einzeldosis beträgt ½ Tablette Eu-Med.
Diese Einzeldosis kann - soweit erforderlich - in Abständen von 4 bis 8 Stunden bis zu 4-mal täglich eingenommen werden. Die maximale Tagesgesamtdosis sollte jedoch 2 ½ Tabletten Eu-Med (entsprechend 1250 mg Phenazon) nicht überschreiten.
Kinder unter 7 Jahren dürfen nicht mit Eu-Med behandelt werden (siehe Abschnitt 4.3). Besondere Lebensumstände
In höherem Lebensalter, bei reduziertem Allgemeinzustand und bei eingeschränkter Kreatininclearance sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Eu-Med verzögert sein kann.
Die Einzeldosis ist daher auf 1 Tablette Eu-Med zu beschränken, die Tagesgesamtdosis sollte 4 Tabletten Eu-Med (entsprechend 2000 mg Phenazon) nicht überschreiten.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Phenazon oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Pyrazolon- und Pyrazolidin-Allergie
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akute hepatische Porphyrie
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Schwangerschaft und Stillzeit
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Kinder unter 7 Jahren
Für die Anwendung von Phenazon bei Säuglingen und Kindern bis 7 Jahren liegt kein ausreichendes wissenschaftliches Erkenntnismaterial vor. Daher ist eine Anwendung bei dieser Altersgruppe grundsätzlich nicht angezeigt.
Wird Phenazon über längere Zeit mit enzyminduzierenden Substanzen wie z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Barbituraten, Spironolacton und Rifampicin eingenommen, kann die Wirkdauer von Phenazon verkürzt sein.
Wird Phenazon gleichzeitig mit Cimetidin und/oder Disulfiram, mit Betarezeptorenblockern wie z.B. Propanolol, mit Calcium-Antagonisten wie Verapamil oder Diltiazem, mit Antiarrhythmika wie Amiodaron, mit oralen Kontrazeptiva oder Ketoconazol eingenommen, werden der Abbau und/oder die Ausscheidung von Phenazon verlangsamt. Dabei besteht die Möglichkeit einer Kumulation.
Wird Phenazon gleichzeitig mit Warfarin eingenommen, wird die Wirkung von Warfarin verstärkt.
Phenazon ist während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert (siehe 4.3 Gegenanzeigen).
Phenazon beeinflusst die Wirkung von oralen Kontrazeptiva (siehe 4.5 Wechselwirkungen).
Da keine Erfahrungen mit der Anwendung von Phenazon in der Schwangerschaft vorliegen und der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, darf dieser Wirkstoff in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Auf Grund des Wirkmechanismus von Phenazon muss, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen für Mutter und Kind gerechnet werden.
Bei einmaliger oder kurzzeitiger Anwendung von Phenazon sind keine besonderen Vorsichtshinweise erforderlich.
Bei Auftreten entsprechender Nebenwirkungen (s. a. Kapitel 4.8 Nebenwirkungen) kann jedoch das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Haut
Gelegentlich: Rötungen, Juckreiz, Entzündungen, Hautausschläge (Knötchen, Bläschen, Nesselsucht), fixe Exantheme, Urtikaria
Selten: Schwellungen mit Wasseransammlungen; makupapulöse Exantheme, Erythema multiforme, Erythema nodosum, angioneurotische Ödeme sowie toxische epidermale Nekrolyse; Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute (vor allem im Rachen)
Blut und Immunsystem
Selten: schwere allergische Sofortreaktion mit Schockanzeichen Sehr selten: Blutbildveränderungen
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Als Symptome einer Überdosierung können Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Ferner kann es zu Zittern, Krampfanfällen, Sehstörungen, Hautausschlägen und Bewusstlosigkeit kommen.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Patienten sollten symptomatisch behandelt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Eu-Med®
Pharmakotherapeutische Gruppe:
Andere Analgetika und Antipyretika / Pyrazolonderivate ATC-Code: N02BB01
Phenazon ist ein Pyrazolonderivat und hat analgetische, antipyretische und geringe antiphlogistische sowie spasmolytische Eigenschaften. Es besitzt unter den Pyrazolonderivaten eine mäßig starke analgetische Wirkung. Der Wirkungsmechanismus ist - wie bei anderen Analgetika - im Einzelnen nicht bekannt. Unter anderem hemmt Phenazon die Prostaglandinsynthese (PGE1 und PGE2) und reversibel die Thrombozytenaggregation. Es inhibiert die Cyclooxygenase und beeinflusst die Arachidonsäurewirkung. Gleichzeitig scheint eine zentrale Wirkkomponente vorzuliegen.
Diskutiert wird für die analgetische Wirkungskomponente auch eine Dämpfung der zentralen Schmerzperzeption durch Aktivierung von Neuronen im schmerzhemmenden System.
Die antipyretische Wirkung wird durch zentralen Angriff am hypothalamischen Wärmeregulationszentrum vermittelt, unterstützt durch eine vermehrte Wärmeabgabe über die Peripherie. Die exsudationshemmenden und gefäßabdichtenden Eigenschaften des Phenazons sind die Grundlagen der antiphlogistischen Wirkung, die - zumindest teilweise - über eine Hemmung der endogenen Prostaglandinsynthese zustande kommen dürfte.
Die Resorption von Phenazon im Gastrointestinaltrakt erfolgt rasch und vollständig. Die Bioverfügbarkeit beträgt 95-100 %. Nach Gabe von 1000 mg Phenazon wurden im Speichel maximale Konzentrationen von 17-30 µg/ml nach 60 Minuten ermittelt. Der Verlauf der Konzentrations-Zeit-Kurve im Plasma ist vergleichbar; für tmax wurden 1 bis 2 Stunden angegeben. Die Plasmahalbwertszeit beträgt 11-12 Stunden. Die Plasmaproteinbindung ist gering. Phenazon wird in der Leber zum größten Teil enzymatisch umgeformt zu inaktiven Metaboliten wie 4-Hydroxyphenazon, Nor-Phenazon und 3-Hydroxymethylphenazon. Die Metabolite werden überwiegend als Konjugate der Glucuronsäure renal ausgeschieden;
75 - 85 % einer Einzeldosis lassen sich über die drei Hauptmetabolite innerhalb von
72 Stunden nachweisen, 92-99 % innerhalb von 5 Tagen; unverändertes Phenazon findet sich nur zu 3 % im Urin.
Bei älteren Menschen sowie bei Patienten mit akuten Lebererkrankungen ist die Plasmahalbwertszeit auf 17-20 Stunden verlängert; bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen auf rund 30 Stunden.
Pharmazeutische Angaben - Eu-Med®
Die Tabletten sind in Blisterstreifen verpackt, die in Faltschachteln eingeschoben sind. Packungen mit 10 [N1], 20 und 100 Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.