Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Moxifloxacin 400 mg
Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten sind bei Patienten ab 18 Jahren angezeigt zur Behandlung von folgenden bakteriellen Infektionen, wenn sie durch bakterielle Krankheitserreger hervorgerufen werden, die gegen Moxifloxacin empfindlich sind (siehe Ab-schnitte 4.4, 4.8 und 5.1).
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akute bakterielle Sinusitis (entsprechend diagnostiziert). Bei akuter bakterieller Sinusitis sollte Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten nur angewendet werden, wenn andere Antibiotika, die für die Behandlung dieser Infektionen üblicherweise empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden.
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akute Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung einschließlich Bronchi-tis (entsprechend diagnostiziert). Bei akuter Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung einschließlich Bronchitis sollte Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten nur angewendet werden, wenn andere Antibiotika, die für die Behandlung dieser Infektionen üblicherweise empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden.
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ambulant erworbene Pneumonie, mit Ausnahme schwerer Fälle.
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leichte bis mäßig schwere entzündliche Erkrankungen des Beckens (d. h. Infektionen des oberen weiblichen Genitaltrakts, einschließlich Salpingitis und Endometritis), ohne einen assoziierten Tuboovarial- oder Beckenabszess.
Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten werden nicht für die Monotherapie von leicht bis mäßig schweren entzündlichen Erkrankungen des Beckens empfohlen, sondern sind auf-grund steigender Moxifloxacin-Resistenz von Neisseria gonorrhoeae in Kombination mit einem weiteren geeigneten antibakteriellen Arzneimittel (z. B. einem Cephalosporin) zu ge-ben, es sei denn Moxifloxacin-resistente Neisseria gonorrhoeae können ausgeschlossen werden (vgl. Abschnitte 4.4 und 5.1).
Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten können auch bei folgenden Indikationen verwendet werden, um eine Behandlung bei Patienten abzuschließen, die während der An-fangsbehandlung mit intravenös verabreichtem Moxifloxacin eine Besserung gezeigt haben:
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ambulant erworbene Pneumonie
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komplizierte Infektionen der Haut und Hautstrukturen
Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten dürfen nicht verwendet werden, um eine Behandlung jeglicher Art von Infektionen der Haut- oder Hautstrukturen oder bei schwerer ambulant erworbener Pneumonie zu beginnen.
Die offiziellen Richtlinien zur angemessenen Verwendung von antibakteriellen Mitteln sind zu beachten.
Dosierung (Erwachsene)
Die empfohlene Dosis beträgt eine Filmtablette mit 400 mg einmal täglich.
Beeinträchtigte Nieren-/Leberfunktion
Bei Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Dialysepatienten,
d. h. bei Hämodialyse oder kontinuierlich ambulanter Peritonealdialyse, ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich (weitere Einzelheiten siehe Abschnitt 5.2).
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitt 4.3).
Besondere Patientengruppen
Bei älteren Patienten oder bei Patienten mit geringem Körpergewicht ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Moxifloxacin ist bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) kontraindiziert. Wirksamkeit und Sicherheit von Moxifloxacin bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.3).
Art der Anwendung
Die Filmtablette ist unzerkaut mit ausreichender Flüssigkeit zu schlucken und kann unabhän-gig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten sollten für die folgende Behandlungsdauer verwendet werden:
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akute Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung einschließlich Bron-chitis 5 - 10 Tage
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ambulant erworbene Pneumonie 10 Tage
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akute bakterielle Sinusitis 7 Tage
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leichte bis mäßig schwere entzündliche Erkrankung des Beckens 14 Tage
In klinischen Studien betrug die Dauer der Behandlung mit Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten bis zu 14 Tage.
Sequenzielle (intravenöse gefolgt von oraler) Therapie
In klinischen Studien mit sequenzieller Therapie wurden die meisten Patienten innerhalb von
4 Tagen (ambulant erworbene Pneumonie) oder 6 Tagen (komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen) von einer intravenösen auf eine orale Behandlung umgestellt. Die empfohlene Gesamtdauer für die intravenöse und orale Behandlung beträgt 7 - 14 Tage für ambulant erworbene Pneumonie und 7 - 21 Tage für komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen.
Die empfohlene Dosis (400 mg einmal täglich) und die für die jeweilige Indikation angege-bene Behandlungsdauer sollten nicht überschritten werden.
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Überempfindlichkeit gegen Moxifloxacin, andere Chinolone, Gelborange S (E110) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
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Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).
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Patienten unter 18 Jahren.
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Patienten mit Sehnenerkrankungen/-schäden infolge einer Chinolontherapie in der Anam-nese.
Sowohl in präklinischen Untersuchungen als auch beim Menschen wurden nach Moxifloxcin-Exposition Veränderungen der Herz-Elektrophysiologie in Form einer QT-Intervallverlänge-rung beobachtet. Deshalb ist eine therapeutische Anwendung von Moxifloxacin aus Gründen der Arzneimittelsicherheit kontraindiziert bei Patienten mit:
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angeborener oder dokumentierter erworbener QT-Intervallverlängerung,
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Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere bei unkorrigierter Hypokaliämie,
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klinisch relevanter Bradykardie,
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klinisch relevanter Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion,
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symptomatischen Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte.
Die gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, sollte nicht erfolgen (siehe auch Abschnitt 4.5).
Aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung ist Moxifloxacin auch kontraindiziert bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh C) und bei Patienten mit einem Transamina-sen-Anstieg > 5 fach des oberen Normwertes.
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Die Anwendung von Moxifloxacin sollte bei Patienten vermieden werden, bei denen in der Vergangenheit schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Anwendung von chinolon- oder florchinolonhaltigen Arzneimitteln auftraten (siehe Abschnitt 4.8). Die Behandlung dieser Pa-tienten mit Moxifloxacin sollte nur dann begonnen werden, wenn keine alternativen Behand-lungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung er-folgt ist (siehe auch Abschnitt 4.3).
Der Vorteil der Moxifloxacin-Therapie insbesondere bei Infektionen mit niedrigem Schwer-grad muss gegen die im Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ enthaltenen Informationen abgewogen werden.
Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und potenziell irreversible schwerwie-gende Nebenwirkungen
In sehr seltenen Fällen wurde bei Patienten, die Chinolone und Fluorchinolone erhielten, von anhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden), die Lebensqualität beeinträchtigenden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, die verschiedene, manchmal auch mehrere, Körpersysteme betrafen (Bewegungsapparat, Nerven, Psyche und Sinnesorgane), unabhängig vom Alter und bereits bestehenden Risikofaktoren. Moxifloxacin sollte bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer schwerwiegenden Nebenwirkung so-fort abgesetzt werden und die Patienten sollten angewiesen werden, ihren verschreibenden Arzt zu Rate zu ziehen.
Aortenaneurysma und Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/-insuffizienz
In epidemiologischen Studien wird insbesondere bei älteren Menschen von einem erhöhten Risiko für Aortenaneurysma und Aortendissektion und von Aorten- und Mitralklappenregur-gitation nach der Anwendung von Fluorchinolonen berichtet. Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), so-wie Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Patienten berichtet, die Flu-orchinolone erhielten (siehe Abschnitt 4.8).
Daher sollten Fluorchinolone nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung und nach Ab-wägung anderer Therapieoptionen bei Patienten mit positiver Familienanamnese in Bezug auf Aneurysma oder angeborenen Herzklappenfehlern oder bei Patienten mit diagnostizier-
tem Aortenaneurysma und/oder diagnostizierter Aortendissektion oder einem diagnostizier-ten Herzklappenfehler oder bei Vorliegen anderer Risikofaktoren oder prädisponierender Be-dingungen
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sowohl für Aortenaneurysma und Aortendissektion und
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Herzklappenregurgitation/-insuffizienz (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom, oder Ehlers-Danlos-Syndrom, Turner-Syndrom, Morbus Behçet, Hypertonie, rheumatoide Arthritis) oder zusätzlich
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für Aortenaneurysma und Aortendissektion (z. B. Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Ar-teriitis oder Riesenzellarteriitis oder bekannte Atherosklerose oder Sjögren-Syndrom), oder zusätzlich
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für Herzklappenregurgitation/-insuffizienz (z. B. infektiöse Endokarditis) angewendet werden.
Das Risiko von Aortenaneurysmen und Aortendissektionen sowie ihrer Ruptur kann auch bei Patienten erhöht sein, die gleichzeitig mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.
Bei plötzlichen Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen sollten die Patienten angewiesen wer-den, sofort einen Arzt in der Notaufnahme aufzusuchen.
Patienten sollten unverzüglich medizinische Hilfe aufsuchen, im Fall von Atemnot, neu auf-tretendem Herzklopfen oder der Entwicklung von Ödemen am Bauch oder den unteren Ext-remitäten.
Verlängerung des QTc-Intervalls und möglicherweise durch eine Verlängerung des QTc-In-tervalls bedingte Beschwerden
Bei einigen Patienten verursacht Moxifloxacin eine Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG. Die Auswertung der im Rahmen des klinischen Prüfungsprogramms aufgezeichneten EKGs zeigte unter Moxifloxacin eine QTc-Verlängerung von 6 msec ± 26 msec, 1,4 % des Ausgangswertes. Da Frauen im Vergleich zu Männern zu einem verlängerten QTc-Aus-gangswert neigen, reagieren sie möglicherweise empfindlicher auf QTc-verlängernde Medi-kationen. Ebenso können ältere Patienten empfindlicher für Arzneimittel-assoziierte Ein-flüsse auf das QT-Intervall sein.
Begleitmedikationen, die den Kaliumspiegel vermindern können, sollten bei Patienten unter Moxifloxacin-Behandlung mit Vorsicht eingesetzt werden. (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.5).
Moxifloxacin sollte mit Vorsicht eingesetzt werden bei Patienten mit Prädisposition zu Ar-rhythmien (insbesondere bei Frauen und älteren Patienten), wie z. B. mit akuter Myokardi-schämie oder QT-Verlängerung, da diese zu einem gesteigerten Risiko ventrikulärer Arrhyth-mien (einschließlich Torsade de pointes) und Herzstillstand führen können (siehe auch Ab-schnitt 4.3). Das Ausmaß der QT-Verlängerung kann mit zunehmender Konzentration des Arzneimittels ansteigen. Daher sollte die empfohlene Dosis nicht überschritten werden.
Wenn unter der Behandlung mit Moxifloxacin Anzeichen kardialer Arrhythmie auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und ein EKG abgeleitet werden.
Überempfindlichkeit / allergische Reaktionen
Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen wurden schon nach Erstanwendung für Flu-orchinolone, einschließlich Moxifloxacin, berichtet. Anaphylaktische Reaktionen können sich auch bereits nach der Erstanwendung bis zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln. In Fällen klinischer Manifestationen schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen ist Moxifloxacin abzusetzen und eine geeignete Behandlung (z. B. Schocktherapie) einzuleiten.
Schwere Leberfunktionsstörungen
Fälle von fulminanter Hepatitis, möglicherweise bis hin zum Leberversagen (einschließlich Todesfälle) sind im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8).
Die Patienten sind darauf hinzuweisen, sich ärztlichen Rat einzuholen, bevor sie die Behand-lung fortsetzen, wenn sich Anzeichen und Symptome einer fulminanten Lebererkrankung wie schnell entwickelnde Asthenie begleitet von Ikterus, Dunkelfärbung des Urins, Blutungsnei-gung oder hepatische Enzephalopathie entwickeln.
Bei Anzeichen einer Leberfunktionsstörung sollten Leberfunktionstests/-untersuchungen durchgeführt werden.
Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen
Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen, einschließlich toxisch-epidermaler Nekro-lyse (TEN: auch bekannt als Lyell-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Akuter Ge-neralisierter Exanthematischer Pustulose (AGEP) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollten zum Zeitpunkt der Verschreibung auf Anzeichen und Symptome schwerer Hautreaktionen hingewiesen und engmaschig überwacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome auftre-ten, die diese Reaktionen vermuten lassen, sollte Moxifloxacin sofort abgesetzt und eine al-ternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Hat der Patient eine schwerwiegende Reaktion wie SJS, TEN, AGEP oder DRESS bei Anwendung von Moxifloxacin entwickelt, darf eine Behandlung mit Moxifloxacin bei diesem Patienten zu keiner Zeit erneut begonnen werden.
Für Krampfanfälle prädisponierte Patienten
Chinolone können Krämpfe auslösen. Daher ist Vorsicht geboten bei der Anwendung bei Patienten mit ZNS-Erkrankungen oder anderen Risikofaktoren, die zu Krampfanfällen prä-disponieren oder die Krampfschwelle herabsetzen können. Bei Krampfanfällen ist Moxifloxa-cin abzusetzen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.
Periphere Neuropathie
Fälle sensorischer oder sensomotorischer Polyneuropathien, die zu Parästhesie, Hypästhe-sie, Dysästhesie oder Schwäche führten, wurden bei Patienten berichtet, die Chinolone oder Fluorchinolone erhielten. Mit Moxifloxacin behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ihren Arzt vor dem Fortsetzen der Behandlung zu informieren, wenn Symptome einer Neu-ropathie wie z.B. Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche auftreten, um der Entwicklung einer potenziell irreversiblen Schädigung vorzubeugen (siehe Abschnitt 4.8).
Psychiatrische Reaktionen
Psychiatrische Reaktionen können bereits nach der ersten Gabe von Chinolonen, einschließ-lich Moxifloxacin, auftreten. In sehr seltenen Fällen wurde beobachtet, dass sich eine De-pression oder psychotische Reaktionen so sehr gesteigert haben, dass es zu Suizidgedan-ken und selbstgefährdendem Verhalten wie Suizidversuchen kam (siehe Abschnitt 4.8). Falls der Patient diese Reaktionen entwickelt, muss Moxifloxacin abgesetzt werden und es sind angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Beim Einsatz von Moxifloxacin bei psychotischen Patienten oder bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Anamnese ist Vorsicht angeraten.
Antibiotika-assoziierte Diarrhö einschl. Kolitis
Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD) und Antibiotika-assoziierte Kolitis (AAC), einschließlich pseudomembranöser Kolitis und Clostridium-difficile-assoziierter Diarrhö, ist im Zusammen-hang mit der Anwendung von Breitspektrum-Antibiotika, einschließlich Moxifloxacin, be-schrieben und ihr Schweregrad kann von leichter Diarrhö bis zu Kolitis mit tödlichem Ausgang reichen. Dies ist differentialdiagnostisch bei Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach der Anwendung von Moxifloxacin eine schwere Diarrhö entwickeln. Bei vermuteter oder bestätigter AAD oder AAC ist die laufende Therapie mit antibakteriellen Mitteln, ein-schließlich Moxifloxacin, abzusetzen und geeignete therapeutische Maßnahmen sind sofort
einzuleiten. Darüber hinaus ist eine angemessene Maßnahme zur Infektionskontrolle zu un-ternehmen, um das Risiko einer Übertragung zu vermindern. Bei Patienten, die eine schwere Diarrhö entwickeln, sind Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, kontraindiziert.
Patienten mit Myasthenia gravis
Moxifloxacin sollte bei Patienten mit Myasthenia gravis mit Vorsicht angewendet werden, da sich die Symptome verschlimmern können.
Sehnenentzündung und Sehnenruptur
Tendinitis und Sehnenruptur (insbesondere, aber nicht beschränkt auf die Achillessehne), manchmal beidseitig, können bereits während der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbe-ginn mit Chinolonen und Fluorchinolonen auftreten, wobei ein Auftreten auch noch mehrere Monate nach Absetzen der Behandlung berichtet wurde. Das Risiko einer Tendinitis und Sehnenruptur ist erhöht bei älteren Patienten, Patienten mit Nierenfunktionsstörung, Patien-ten nach Transplantation solider Organe und bei Patienten, die gleichzeitig mit Kortikostero-iden behandelt werden. Die gleichzeitige Anwendung von Kortikosteroiden sollte daher ver-mieden werden.
Beim ersten Anzeichen einer Tendinitis (z. B. schmerzhafte Schwellung, Entzündung) sollte die Behandlung mit Moxifloxacin beendet und eine alternative Behandlung erwogen werden. Die betroffenen Gliedmaßen sollten angemessen behandelt werden (z. B. Ruhigstellen). Bei Anzeichen einer Tendinopathie sollten Kortikosteroide nicht angewendet werden.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Moxifloxacin sollte mit Vorsicht bei älteren Patienten, die an Nierenfunktionsstörungen leiden und die nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, eingesetzt werden, da Dehydratation zu einem erhöhten Risiko von Nierenversagen führen kann.
Beeinträchtigungen des Sehvermögens
Bei einer Beeinträchtigung des Sehvermögens oder Sehorgans ist umgehend ein Augenarzt zu konsultieren (siehe Abschnitte 4.7 und 4.8).
Dysglykämie
Wie bei allen Fluorchinolonen sind Störungen der Blutglukosewerte, einschließlich Hypogly-kämie und Hyperglykämie, im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet worden. Dysglykä-mie trat vornehmlich bei älteren, mit Moxifloxacin behandelten Patienten auf, die gleichzeitig mit einem oralen Antidiabetikum (z. B. Sulfonylharnstoff) oder mit Insulin behandelt wurden. Es wurden Fälle von hypoglykämischem Koma berichtet. Bei diabetischen Patienten wird eine sorgfältige Überwachung der Blutglukosewerte empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).
Vorbeugung von Photosensitivitätsreaktionen
Chinolone können Photosensitivitätsreaktionen hervorrufen. Moxifloxacin zeigte jedoch in Studien ein geringeres Risiko zur Auslösung von Photosensitivität. Trotzdem sollte den Pati-enten geraten werden, während der Behandlung mit Moxifloxacin UV-Bestrahlung zu ver-meiden und sich nicht übermäßigem und/oder starkem Sonnenlicht auszusetzen. (siehe Ab-schnitt 4.8).
Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel
Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel in der Familienanamnese oder vorliegendem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel können unter Behandlung mit Chinolonen hämolytische Reaktionen entwickeln. Daher sollte Moxifloxacin bei diesen Pati-enten mit Vorsicht angewandt werden.
Patienten mit entzündlichen Erkrankungen des Beckens
Eine Behandlung mit Moxifloxacin Holsten 400 mg Filmtabletten wird nicht für Patienten mit komplizierten entzündlichen Erkrankungen des Beckens (z. B. mit assoziiertem Tuboovarial-oder Beckenabszess), für die eine intravenöse Behandlung als erforderlich angesehen wird, empfohlen.
Entzündliche Erkrankungen des Beckens können durch Fluorchinolon-resistente Neisseria gonorrhoeae hervorgerufen werden. Daher ist in solchen Fällen die empirische Moxifloxacin-Therapie um ein weiteres geeignetes Antibiotikum (z. B. Cephalosporin) zu ergänzen, es sei denn, Moxifloxacin-resistente Neisseria gonorrhoeae können ausgeschlossen werden. Falls nach 3-tägiger Behandlung keine klinische Besserung erzielt wird, sollte die Therapie über-dacht werden.
Patienten mit bestimmten komplizierten Infektionen der Haut- und Hautstruktur
Die klinische Wirksamkeit von intravenös verabreichtem Moxifloxacin bei der Behandlung von schweren Verbrennungen, Fasziitis und Infektionen des diabetischen Fußes mit Osteo-myelitis ist nicht erwiesen.
Beeinflussung biologischer Tests
Die Therapie mit Moxifloxacin kann bei Proben von Patienten, die aktuell Moxifloxacin erhal-ten, durch Hemmung des Wachstums von Mykobakterien zu falsch negativen Kulturergeb-nissen für Mycobacterium spp. führen.
Patienten mit MRSA-Infektionen
Moxifloxacin wird nicht empfohlen zur Behandlung von MRSA-Infektionen. Bei vermuteter oder bestätigter Infektion mit MRSA sollte die Behandlung mit einem geeigneten antibakteri-ellen Mittel eingeleitet werden (siehe Abschnitt 5.1).
Kinder und Jugendliche
Aufgrund von knorpelschädigenden Wirkungen bei nicht ausgewachsenen Tieren (siehe Ab-schnitt 5.3) ist die Anwendung von Moxifloxacin bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Sonstige Bestandteile
Moxifloxacin Filmtabletten enthalten den Farbstoff Gelborange S (E110), der allergische Reaktionen hervorrufen kann.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Wechselwirkungen mit Arzneimitteln
Ein additiver Effekt von Moxifloxacin und anderen Arzneimitteln, die das QTc-Intervall ver-längern können, auf die Verlängerung des QT-Intervalls kann nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte zu einem gesteigerten Risiko ventrikulärer Arrhythmien, einschließlich Torsade de pointes führen. Daher ist die gleichzeitige Verabreichung von Moxifloxacin mit den folgen-den Arzneimitteln kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3):
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Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
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Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
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Neuroleptika (z. B. Phenothiazine, Pimozid, Sertindol, Haloperidol, Sultoprid)
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trizyklische Antidepressiva
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bestimmte antimikrobielle Mittel (Saquinavir, Sparfloxacin, Erythromycin i.v., Penta-midin, Malariamittel, vor allem Halofantrin)
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bestimmte Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol, Mizolastin)
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andere (Cisaprid, Vincamin i.v., Bepridil, Diphemanil).
Moxifloxacin sollte mit Vorsicht bei Patienten, die Arzneimittel nehmen, die die Kaliumspiegel vermindern können (z. B. Schleifen- und Thiaziddiuretika, Laxativa und Einläufe [hohe Do-sen], Kortikosteroide, Amphotericin B), oder Arzneimittel nehmen, die mit klinisch signifikan-ter Bradykardie im Zusammenhang stehen, verwendet werden.
Zwischen der Verabreichung eines Arzneimittels, das zwei- oder dreiwertige Kationen enthält (z. B. Magnesium oder Aluminium enthaltende Antazida, Didanosin-Tabletten, Sucralfat und eisen- oder zinkhaltige Arzneimittel) und der Gabe von Moxifloxacin sollten etwa 6 Stunden verstreichen.
Die gleichzeitige Gabe von Aktivkohle mit einer oralen Dosis von 400 mg Moxifloxacin führte zu einer deutlichen Verringerung der Aufnahme des Wirkstoffs und einer um über 80 % ver-minderten systemischen Verfügbarkeit des Wirkstoffs. Daher wird die gleichzeitige Gabe bei-der Arzneimittel nicht empfohlen (mit Ausnahme von Überdosierung, siehe auch Abschnitt 4.9).
Nach wiederholter Gabe erhöhte Moxifloxacin bei gesunden Freiwilligen den maximalen Plasmaspiegel von Digoxin um ca. 30 %; AUV und Talspiegel blieben jedoch unbeeinflusst. Bei der gemeinsamen Anwendung mit Digoxin ist keine besondere Vorsichtsmaßnahme er-forderlich.
Bei gleichzeitiger Gabe von oralem Moxifloxacin mit Glibenclamid ist es in Studien bei Pro-banden mit Diabetes zu einer Erniedrigung der maximalen Plasmakonzentration von Gilben-clamid um ca. 21 % gekommen. Die Kombination von Glibenclamid und Moxifloxacin könnte theoretisch zu einer leichten und vorübergehenden Hyperglykämie führen. Die beobachteten pharmokokinetischen Veränderungen führten jedoch nicht zu veränderten pharmakodynami-schen Parametern (Blutglukose, Insulin). Daher wurde keine klinisch relevante Wechselwir-kung zwischen Moxifloxacin und Glibenclamid beobachtet.
INR-Veränderungen
In vielen Fällen wurde eine gesteigerte Wirkung von Antikoagulanzien bei Patienten unter Antibiotikabehandlung berichtet, vor allem bei Behandlung mit Fluorchinolonen, Makroliden, Tetrazyklinen, Cotrimoxazol und einigen Cephalosporinen. Ansteckungs- und Entzündungs-bedingungen scheinen neben Alter und Allgemeinzustand der Patienten Risikofaktoren zu sein. Unter diesen Umständen ist es schwierig abzuschätzen, ob die INR-Störungen (inter-national normalised ratio) durch die Infektionskrankheit oder durch ihre Behandlung hervor-gerufen werden. Eine Vorsichtsmaßnahme wäre eine häufigere Kontrolle des INR. Falls er-forderlich, ist die Dosierung oraler Antikoagulanzien entsprechend anzupassen.
Klinische Studien zeigten, dass keine Wechselwirkungen auftreten bei gleichzeitiger Verab-reichung von Moxifloxacin mit: Ranitidin, Probenecid, oralen Kontrazeptiva, Calciumpräpara-ten, parenteral verabreichtem Morphin, Theophyllin, Cyclosporin oder Itraconazol.
In-vitro-Untersuchungen mit menschlichen Cytochrom-P450-Enzymen stützten diese Ergeb-nisse. Unter Berücksichtigung dieser Befunde sind keine metabolischen Interaktionen durch Cytochrom-P450-Enzyme zu erwarten.
Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln
Moxifloxacin zeigt keine klinisch relevante Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln, auch nicht mit Milchprodukten.
Schwangerschaft
Zur Anwendung von Moxifloxacin in der Schwangerschaft liegen keine Erkenntnisse vor. Tierexperimentelle Studien zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Das po-tentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Aufgrund des für Fluorchinolone aus tier-experimentellen Studien bekannten Risikos für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren und aufgrund reversibler Gelenkschädigungen, die bei Kindern unter Behandlung mit einigen Fluorchinolonen beschrieben wurden, darf Moxifloxacin in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Stillzeit
Es liegen keine Daten für stillende Frauen vor. Präklinische Daten weisen darauf hin, dass geringe Mengen Moxifloxacin in die Milch übergehen. Aufgrund fehlender Daten für den Men-schen und des für Fluorchinolone aus tierexperimentellen Studien bekannten Risikos für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren, ist das Stillen während der Moxifloxacin-Behandlung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fertilität
Tierstudien weisen nicht auf eine Beeinträchtigung der Fertilität hin (siehe Abschnitt 5.3).
Es wurden keine Studien zur Wirkung von Moxifloxacin auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings können Fluorchinolone ein-schließlich Moxifloxacin die Fähigkeit des Patienten, Auto zu fahren oder Maschinen zu be-dienen, aufgrund von ZNS-Reaktionen (z. B. Benommenheit, akuter, vorübergehender Ver-lust des Sehvermögens, siehe Abschnitt 4.8) oder akuter und kurzzeitiger Bewusstlosigkeit (Synkope, siehe Abschnitt 4.8) beeinträchtigen. Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, ihre Reaktion auf Moxifloxacin zu beobachten, bevor sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
Unerwünschte Wirkungen, die in klinischen Studien mit 400 mg Moxifloxacin (oral und Se-quenztherapie) beobachtet und aus Postmarketing-Berichten abgeleitet wurden, sind im Fol-genden gemäß ihrer Häufigkeit aufgeführt:
Außer Übelkeit und Durchfall wurden alle Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von unter 3 % beobachtet.
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmen-dem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
| Systemor-ganklasse (MedDRA) | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr selten | Nicht be-kannt |
| Infektionen und parasi-täre Erkran-kungen | durch resis-tente Bakte-rien oder Pilze verur-sachte Su-perinfektio-nen z.B. orale und vaginaleCandidose | ||||
| Erkrankun-gen des Blutes und des Lymph-systems | Anämie Leukopenie Neutropenie Thrombope-nie | Anstieg des Pro-thrombinspiegels/ INR-AbfallAgranulozytose |
| Thrombozzyt-hämie Eosinophilie verlängerte Prothrombin-zeit / INR-An-stieg | Panzytopenie | ||||
| Erkrankun-gen des Im-munsys-tems | allergische Reaktion (siehe Ab-schnitt 4.4) | Anaphylaxie inkl. lebensbe-drohlichen Schocks in sehr seltenen Fällen (siehe Abschnitt 4.4) allergisches Ödem / An-gioödem (inkl. Larynxödem, möglicher-weise lebens-bedrohlich, siehe Abschnitt4.4) | |||
| Endokrine Erkrankun-gen | Syndrom der in-adäquaten Sek-retion des antidi-uretischen Hor-mons (SIADH) | ||||
| Stoffwech-sel- und Er-nährungs-störungen | Hyperlipidä-mie | Hyperglykämie Hyperurikämie | Hypoglykämie hypoglykämi-sches Koma | ||
| Psychiatri-sche Er-krankun-gen* | Angstzu-stände psychomoto-rische Hyper-aktivität / Agi-tiertheit | emotionale La-bilität Depression (in sehr seltenen Fällen möglich-erweise bis hin zu selbstge-fährdendem Verhalten wie Suizidgedan-ken oder Sui-zidversuche; siehe Abschnitt 4.4)Halluzination Delirium | Depersonalisa-tion Psychotische Re-aktionen (möglicherweise bis hin zu selbst-gefährdendemVerhalten wie Su-izidgedanken oder Suizidversu-che; siehe Ab-schnitt 4.4) | ||
| Erkrankun-gen des Nervensys-tems* | Kopf-schmerzen Benommen-heit | Par- und Dysästhesie Geschmacks-störungen (inkl. Ge-schmacks-verlust in | Hypästhesie Geruchsstö-rungen (inkl. Geruchsver-lust) anormaleTräume | Hyperästhesie |
| sehr seltenen Fällen) Verwirrtheit und Desori-entiertheit Schlafstörun-gen (überwie-gend Insom-nie)Zittern Schwindel Schläfrigkeit | Koordinations-störungen (inkl. Gangstörun-gen, insb. durch Benom-menheit oder Schwindel) Krämpfe inkl.Grand-mal-An-fälle (siehe Ab-schnitt 4.4) Gestörte Auf-merksamkeit Sprachstörun-genAmnesie Periphere Neu-ropathie undPolyneuropa-thie |
| Augener-krankun-gen* | Sehstörun-gen inkl. Dip-lopie und ver-schwomme-nem Sehen (insb. im Ver-lauf von ZNS-Reaktionen, siehe Ab-schnitt 4.4) | Photophobie | Vorübergehender Verlust des Seh-vermögens(insb. im Verlauf von ZNS-Reakti-onen, siehe Ab-schnitte 4.4 und4.7)Uveitis und bila-terale akute Tran-sillumination der Iris (siehe Ab-schnitt 4.4) | ||
| Erkrankun-gen des Ohrs und des Laby-rinths* | Tinnitus Beeinträchti-gung des Hör-vermögens inkl. Taubheit (üblicherweisereversibel) | ||||
| Herzerkran-kungen** | QT-Inter-vallverlän-gerung bei Patienten mit Hypoka-liämie (siehe Ab-schnitte 4.3und 4.4) | QT-Intervall-verlängerung (siehe Ab-schnitt 4.4) Palpitationen Tachykardie Vorhofflim-mernAngina pec-toris | Ventrikuläre Tachyarrhyth-mienSynkope (d. h. akuter und kurzzeitiger Verlust des Be-wusstseins) | Unspezifische Ar-rhythmien Torsade de poin-tes(siehe Abschnitt 4.4)Herzstillstand (siehe Abschnitt 4.4) | |
| Gefäßer-krankun-gen** | Vasodilata-tion | Hypertonie Hypotonie | Vaskulitis |
| Erkrankun-gen der Atemwege, des Brust-raums und des Medias-tinums | Dyspnoe (inkl. asthma-tischer Zu-stände) | ||||
| Erkrankun-gen des Gastroin-testinal-trakts | Übelkeit Erbrechen gastrointes-tinale und abdominale Schmerzen Durchfall | Verminderter Appetit und verminderte Nahrungs-aufnahme Verstopfung Dyspepsie Blähungen Gastritis Amylasean-stieg | Dysphagie Stomatitis Antibiotika-as-soziierte Kolitis (inkl. pseudo-membra-nöser Kolitis, in sehr seltenen Fällen mit lebensbe-drohlichen Komplikatio-nen, siehe Ab-schnitt 4.4) | ||
| Leber- und Gallener-krankungen | Transa-minasenan-stieg | Leberfunkti-onsstörung (inkl. LDH-Anstieg) Bilirubinan-stieg Gamma-glu-tamyl-trans-ferase-An-stieg Anstieg der alkalischenPhosphatase im Blut | Ikterus Hepatitis (über-wiegend cho-lestatisch) | Fulminante He-patitis möglicherweise bis hin zum le-bensbedrohlichen Leberversagen (inkl. Todes-fälle,siehe Ab-schnitt4.4) | |
| Erkrankun-gen der Haut und des Unter-hautzellge-webes | Pruritus Rash Urtikaria Hauttrocken-heit | bullöse Hautreak-tionen wie Ste-vens-Johnson-Syndrom oder to-xisch-epidermale Nekrolyse (mög-licherweise le-bensbedrohlich, siehe Abschnitt 4.4) | Akute Ge-neralisierte Exanthema-tische Pustulose (AGEP),Arzneimit-telreaktion mit Eosino-philie und systemi-schen Symptomen (DRESS)(siehe Ab-schnitt 4.4), fixes Arz-neimitte-lexanthem, photosensi-tive Reakti-onen (siehe |
| Abschnitt 4.4) | |||||
| Skelettmus-kulatur- , Bindege-webs- und Knochener-krankun-gen* | Arthralgie Myalgie | Tendinitis (siehe Ab-schnitt 4.4) Muskelkrämpfe Muskelzucken Muskelschwä-che | Sehnenruptur (siehe Abschnitt 4.4)Arthritis Muskelspannung Exazerbation der Symptome einer Myasthenia gra-vis (siehe Ab-schnitt 4.4) | Rhabdomy-olyse | |
| Erkrankun-gen der Nie-ren und Harnwege | Dehydration | Nierenfunkti-onsstörung (inkl. Blut-Harnstoff-Stickstoff- und Kreatinin-An-stieg) Nierenversa-gen (siehe Ab-schnitt 4.4) | |||
| Allgemeine Erkrankun-gen und Be-schwerden am Verab-reichungs-ort* | Allgemeines Unwohlsein (überwiegend Asthenie oder Müdig-keit) Schmerzzu-stände (inkl. Schmerzen in Rücken, Brust, Be-cken und Ext-remitäten) Schwitzen | Ödeme |
*In sehr seltenen Fällen wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von Chinolonen und Fluorchinolonen von anhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden), die Lebensquali-tät beeinträchtigenden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen be-richtet, die verschiedene, manchmal mehrere, Systemorganklassen und Sinnesorgane be-trafen (einschließlich Nebenwirkungen wie Tendinitis, Sehnenruptur, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Gangstörung, Neuropathien mit einhergehender Parästhesie und Neu-ralgien, Ermüdung, psychiatrische Symptome (einschließlich Schlafstörungen, Angstzu-stände, Panikattacken, Depression und Suizidgedanken), eingeschränktes Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen sowie Beeinträchtigung des Hör-, Seh-, Geschmacks- und Riech-vermögens), in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).
** Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), sowie Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wur-den bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten (siehe Abschnitt 4.4).
Bei der Behandlung mit anderen Fluorchinolonen wurden sehr selten folgende Nebenwirkun-gen beobachtet, die möglicherweise auch bei einer Anwendung von Moxifloxacin auftreten können: erhöhter intrakranieller Druck (einschließlich Pseudotumor cerebri), Hypernatriämie, Hyperkalzämie, hämolytische Anämie.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wich-tigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachts-fall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Phar-makovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Nach versehentlicher Überdosierung werden keine besonderen Gegenmaßnahmen empfoh-len. Eine allgemeine symptomatische Behandlung sollte eingeleitet werden. Eine EKG-Über-wachung sollte aufgrund des möglichen Auftretens einer QT-Intervallverlängerung durchge-führt werden. Bei oraler Verabreichung von 400 mg Moxifloxacin vermindert die gleichzeitige Gabe von Aktivkohle die systemische Verfügbarkeit des Arzneimittels um mehr als 80 %. Nach oraler Überdosierung kann die frühzeitige Gabe von Aktivkohle während der Resorpti-onsphase zur Verhinderung einer überhöhten systemischen Belastung mit Moxifloxacin sinn-voll sein.
Pharmakologische Eigenschaften - Moxifloxacin 400 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Chinolone, Fluorchinolone ATC-Code: J01MA14
Wirkmechanismus
Moxifloxacin besitzt In-vitro-Aktivität gegen ein breites Spektrum von Gram-positiven und Gram-negativen Krankheitserregern.
Die bakterizide Wirkung von Moxifloxacin resultiert aus einer Hemmung der beiden Typ II-Topoisomerasen (DNS-Gyrase und Topoisomerase IV), die bei der Replikation, Transkription und Reparatur der bakteriellen DNS benötigt werden. Der C8-Methoxy-Substituent scheint im Vergleich zum C8-H-Substituenten zu einer gesteigerten Aktivität und einer geringeren Selektion von resistenten Mutanten bei Gram-positiven Bakterien zu führen. Der sperrige Bicycloamin-Substituent in der C-7-Position verhindert den aktiven Efflux, der mit norA- oder pmrA-Genen in Verbindung gebracht wird, die in bestimmten Gram-positiven Bakterien zu finden sind.
Pharmakodynamische Untersuchungen haben gezeigt, dass Moxifloxacin die Erreger kon-zentrationsabhängig abtötet. Die minimalen bakteriziden Konzentrationen (MBK) liegen im Bereich der minimalen Hemmkonzentrationen (MHK).
Wirkung auf die Darmflora des Menschen
Bei Probanden wurden nach oraler Gabe von Moxifloxacin folgende Veränderungen der Darmflora beobachtet: Escherichia coli, Bacillus spp., Enterococcus spp., Klebsiella spp. so-wie die Anaerobier Bacteroides vulgatus, Bifidobacterium spp., Eubacterium spp. und Pep-tostreptococcus spp. waren in der Anzahl vermindert. Bei Bacteroides fragilis zeigte sich ein Anstieg. Innerhalb von 2 Wochen wurden wieder Normalwerte erreicht.
Resistenzmechanismus
Resistenzmechanismen, die Penicilline, Cephalosporine, Aminoglykoside, Makrolide und Tetrazykline inaktivieren, beeinflussen nicht die antibakterielle Aktivität von Moxifloxacin. An-dere Resistenzmechanismen wie Permeationsbarrieren (häufig bei Pseudomonas aerugi-nosa) und Effluxmechanismen können die Empfindlichkeit gegenüber Moxifloxacin beeinflus-sen.
In-vitro-Resistenz gegen Moxifloxacin entwickelt sich schrittweise durch Mutationen an den Bindungsstellen in den beiden Typ II-Topoisomerasen DNS-Gyrase und Topoisomerase IV.
Moxifloxacin stellt ein schlechtes Substrat für die aktiven Effluxmechanismen in Gram-posi-tiven Organismen dar.
Mit anderen Fluorchinolonen wird eine Kreuzresistenz beobachtet. Da Moxifloxacin bei eini-gen Gram-positiven Bakterien beide Topoisomerasen II und IV mit gleicher Aktivität hemmt, können Bakterien, die gegen andere Fluorchinolone resistent sind, dennoch gegenüber Moxifloxacin empfindlich sein.
Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung anhand der Bestimmung der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) für Moxifloxacin festgelegt und sind hier aufgeführt:
https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx
Mikrobiologische Empfindlichkeit
Die Häufigkeit der erworbenen Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich variieren, und lokale Informationen über Resistenzen sind wünschenswert, insbe-sondere wenn schwere Infektionen behandelt werden. Bei Bedarf sollte der Rat eines Ex-perten eingeholt werden, wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz den Nutzen des Wirk-stoffes bei mindestens einigen Infektionen in Frage stellt.
| Üblicherweise empfindliche Spezies |
| Aerobe Gram-positive MikroorganismenGardnerella vaginalisStaphylococcus aureus* (Methicillin-empfindlich)Streptococcus agalactiae (Gruppe B)Streptococcus milleri Gruppe* (S. anginosus, S. constellatusuand S. intermedius) Streptococcus pneumoniae*Streptococcus pyogenes* (Gruppe A)Streptococcus viridans Gruppe (S. viridans, S. mutans, S. mitis, S. sanguinis, S. salivarius, S. thermophilus) |
| Aerobe Gram-negative MikroorganismenAcinetobacter baumanii Haemophilus influenzae* Haemophilus parainfluenzae* Legionella pneumophilaMoraxella (Branhamella) catarrhalis* |
| Anaerobe MikroorganismenFusobacterium spp.Prevotella spp. |
| „Andere“ Mikroorganismen Chlamydophila (Chlamydia) pneumoniae* Chlamydia trachomatis*Coxiella burnetii Mycoplasma genitalium Mycoplasma hominisMycoplasma pneumoniae* |
| Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem darstellen können |
| Aerobe Gram-positive MikroorganismenEnterococcus faecalis* Enterococcus faecium*Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)+ |
| Aerobe Gram-negative MikroorganismenEnterobacter cloacae* Escherichia coli* Klebsiella pneumoniae*# Klebsiella oxytoca Neisseria gonorrhoeae*+Proteus mirabilis* |
| Anaerobe MikroorganismenBacteroides fragilis* Peptostreptococcus spp.* |
| Von Natur aus resistente Spezies |
| Aerobe Gram-negative MikroorganismenPseudomonas aeruginosa |
| *In klinischen Studien in den zugelassenen Indikationen wurde die Wirksamkeit bei empfindlichen Stämmen zufriedenstellend nachgewiesen.#ESBL-produzierende Stämme sind im Allgemeinen resistent gegenüber Fluorchi-nolonen+Resistenzrate> 50 % in einem oder mehreren Ländern |
Resorption und Bioverfügbarkeit
Nach oraler Gabe wird Moxifloxacin schnell und nahezu vollständig resorbiert, die absolute Bioverfügbarkeit liegt bei ca. 91 %.
Bei Einzeldosen zwischen 50 - 800 mg und bei 10-tägiger einmal täglicher Gabe von bis zu 600 mg ist die Pharmakokinetik linear. Spitzenkonzentrationen von 3,1 mg/l werden 0,5 bis 4 Stunden nach Einnahme von 400 mg erreicht.
Im Steady-State (400 mg einmal täglich) werden maximale und minimale Plasmakonzentra-tionen von 3,2 bzw. 0,6 mg/l erreicht. Im Steady-State ist die Exposition innerhalb des Do-sierungsintervalls ca. 30 % höher als nach erstmaliger Gabe.
Verteilung
Moxifloxacin wird schnell in den Extravasalraum verteilt; nach einer Dosis von 400 mg wird eine Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) von 35 mg h/l beobachtet. Das Ver-teilungsvolumen im Steady-State (Vss) beträgt ca. 2 l/kg. In-vitro- und Ex-vivo-Untersuchun-gen ergaben eine Proteinbindung von ca. 40 - 42 % unabhängig von der Wirkstoffkonzentra-tion. Moxifloxacin wird hauptsächlich an Serumalbumin gebunden.
Folgende Maximalkonzentrationen (geometrischer Mittelwert) wurden nach einmaliger oraler Gabe von 400 mg Moxifloxacin gemessen:
| Gewebe | Konzentration | Verhältnis: Ge-webe/Plasma |
| Plasma | 3,1 mg/l | - |
| Speichel | 3,6 mg/l | 0,75 - 1,3 |
| Blasenflüssigkeit | 1,61 mg/l | 1,71 |
| Bronchialschleimhaut | 5,4 mg/kg | 1,7 - 2,1 |
| Alveolarmakrophagen | 56,7 mg/kg | 18,6 - 70,0 |
| Epithelialer Flüssigkeitsfilm | 20,7 mg/l | 5 - 7 |
| Kieferhöhle | 7,5 mg/kg | 2,0 |
| Siebbeinhöhle | 8,2 mg/kg | 2,1 |
| Nasenpolypen | 9,1 mg/kg | 2,6 |
| Interstitielle Flüssigkeit | 1,02 mg/l | 0,8 - 1,42,3 |
| Weiblicher Genitaltrakt* | 10,24 mg/kg | 1,724 |
| * intravenöse Gabe einer Einzeldosis von 400 mg1 10 Stunden nach Verabreichung2 freie Konzentration3 von 3 Stunden bis 36 Stunden nach Verabreichung4 nach Abschluss der Infusion |
Biotransformation
Moxifloxacin unterliegt einer Phase-II-Biotransformation und wird renal und biliär/über die Faeces unverändert und in Form einer Sulfo-Verbindung (M1) und eines Glukuronids (M2) ausgeschieden. Die einzigen für den Menschen relevanten Metaboliten M1 und M2 sind mik-robiologisch inaktiv.
In klinischen Phase-I- und In-vitro-Studien wurden keine stoffwechselrelevanten pharmako-kinetischen Interaktionen mit anderen Wirkstoffen infolge Phase-I-Biotransformation unter Beteiligung von Cytochrom-P450-Enzymen beobachtet. Es gibt keinen Hinweis auf einen oxidativen Metabolismus.
Elimination
Moxifloxacin wird aus dem Plasma mit einer mittleren terminalen Halbwertszeit von ca. 12 Stunden eliminiert. Die durchschnittliche scheinbare Gesamt-Körper-Clearance nach Gabe von 400 mg liegt im Bereich von 179 bis 246 ml/min. Die renale Clearance erreichte etwa 24 - 53 ml/min und lässt auf eine partielle tubuläre Reabsorption der Substanz in der Niere schließen.
Nach Gabe von 400 mg wurden im Urin (ca. 19 % unverändert, ca. 2,5 % M1 und ca. 14 % M2) und in den Faeces (ca. 25 % unverändert, ca. 36 % M1 und kein M2) insgesamt ca. 96 % wiedergefunden.
Die gleichzeitige Gabe von Moxifloxacin und Ranitidin oder Probenecid veränderte die renale Clearance des unveränderten Wirkstoffes nicht.
Ältere Patienten und Patienten mit niedrigem Körpergewicht
Bei gesunden Probanden mit niedrigem Körpergewicht (wie Frauen) und bei älteren Proban-den wurden höhere Plasmakonzentrationen beobachtet.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Niereninsuffizienz (einschließlich Kreatinin-Clearance > 20 ml/min/1,73 m²) ist die Phar-makokinetik von Moxifloxacin nicht signifikant verändert. Die Konzentrationen des Metaboli-ten M2 (Glukuronid) steigen mit abnehmender Nierenfunktion auf das bis zu 2,5fache an (bei einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min/1,73 m²).
Eingeschränkte Leberfunktion
Die bisherigen pharmakokinetischen Untersuchungen bei Patienten mit Leberinsuffizienz (Child-Pugh A, B) lassen keine eindeutigen Schlussfolgerungen über Veränderungen gegen-über Lebergesunden zu. Eingeschränkte Leberfunktion geht mit einer Erhöhung der Plasma-spiegel des Metaboliten M1 einher. Die Spiegel des unveränderten Wirkstoffes bleiben ver-gleichbar mit denen bei gesunden Freiwilligen. Es gibt keine ausreichende Erfahrung über die klinische Anwendung bei Patienten mit Leberfunktionsstörung.
Pharmazeutische Angaben - Moxifloxacin 400 mg
Tablettenkern:
Mikrokristalline Cellulose Croscarmellose-Natrium Povidon
Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
Filmüberzug:
Opadry II 85F23452 bestehend aus:
Macrogol 3350
Eisen(III)-oxid (E 172) Gelborange S (E 110) Polyvinylalkohol Titandioxid (E 171) Talkum
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Faltschachteln mit PVC-PVdC/Aluminium-Blisterpackungen.
Die Filmtabletten sind in Packungen mit 5, 7, 10, 14, 30 und 120 Filmtabletten er-hältlich.