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Fachinfo - Phosphonorm 300 mg
Zur Verminderung der Phosphataufnahme aus dem Darm bei Patienten mit Niereninsuffizienz und erhöhten Serumphosphatspiegeln insbesondere bei Patienten im Dialyseprogramm.
Die Dosierung erfolgt in Abhängigkeit von der Höhe der Serumphosphatspiegel. Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Dosierung 3-6 Hartkapseln (900 mg - 1800 mg Aluminium-chlorid-hydroxid-Komplex (9:8:19) 23 H2O) pro Tag. Für Kinder sind die Dosierungen dem Körper-gewicht entsprechend herabzusetzen.
Zur Dosisanpassung sollte eine regelmäßige Kontrolle der Phosphatspiegel erfolgen.
Kinder und Jugendliche
Phosphonorm ist kontraindiziert bei Kindern bis zum dritten Lebensjahr (siehe Abschnitt 4.3). Art der Anwendung
Die Hartkapseln werden mit ausreichend Flüssigkeit über den Tag verteilt eingenommen.
Die Einnahmedauer wird in Abhängigkeit von der Höhe des Serumphosphatspiegels vom Arzt be-stimmt.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Hypophosphatämie
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Obstipation
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Dickdarmstenosen
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Säuglinge und Kinder bis zum dritten Lebensjahr
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Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6 und 5.3)
Bei der Einnahme von Phosphonorm sind regelmäßige Kontrollen der Aluminiumplasmakonzentratio-nen erforderlich. Dabei sollten 40 µg/l nicht überschritten werden. Darüber hinaus sind in regelmäßi-gen Abständen (etwa alle halbe Jahre) neurologische Untersuchungen einschließlich EEG-Ableitung sowie eventuell Untersuchungen des Knochens sinnvoll, um möglichst frühzeitig eine Aluminiumin-toxikation zu erkennen.
Phosphonorm enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Hartkapsel, d.h., es ist nahezu „natri-umfrei“.
Die Resorption von Tetrazyklinen und den Chinolonderivaten Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxa-cin ist vermindert. Die Resorptionsverminderung kann bis zu 90 % betragen und ist Folge der Bildung nicht-resorbierbarer Aluminium-Chelate. Die Resorption anderer Arzneistoffe kann ebenfalls vermin-dert, aber auch erhöht sein. Diese Resorptionsänderungen sind in der Regel klinisch nicht relevant.
Es sollte aber aus Sicherheitsgründen stets zwischen der Einnahme von Phosphonorm und der Ein-nahme anderer Arzneimittel ein Abstand von 1 bis 2 Stunden gewahrt bleiben.
Die gleichzeitige Einnahme säurehaltiger Getränke (Obstsäfte, Wein, u.a.) erhöht die intestinale Alu-miniumresorption. Deshalb sollte zwischen der Einnahme von Phosphonorm und der Einnahme der Getränke ebenfalls ein Abstand von 1 bis 2 Stunden eingehalten werden.
Schwangerschaft
Phosphonorm ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Es liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Aluminium-chlorid-hydroxid-Komplexen bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das po-tentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
Stillzeit
Phosphonorm tritt in die Muttermilch über. Ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Falls die Fortführung der Therapie aus medizinischer Sicht erforderlich ist, muss abgestillt werden.
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Untersuchungen
Selten: hohe Aluminiumkonzentrationen im Blut
Erkrankungen des Nervensystems
Selten: Aluminiumvergiftung mit Aluminiumeinlagerung in Nervengewebe (Enzephalopathie)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Selten: Obstipation
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Aluminiumvergiftung mit Aluminiumeinlagerung in Knochengewebe (Osteopathie und - malazie, insbesondere bei Kindern); Phosphatverarmung
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei Überdosierung kann Obstipation auftreten.
Bei Nierengesunden ist auch bei großen Mengen (therapeutisch bis 10 g Aluminiumsalze pro Tag) akut nicht mit einer Aluminiumintoxikation zu rechnen. Dagegen kann es bei Dialysepatienten mit terminaler Niereninsuffizienz und/oder nach chronischer Einnahme zur Kumulation von Aluminium kommen.
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Symptome der Intoxikation
Bei chronischer Überdosierung kommt es zur Enzephalopathie mit Sprachstörungen, verminderter Konzentrationsfähigkeit, Demenz sowie Osteomalazie und mikrozytärer Anämie.
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Therapie von Intoxikationen
Beendigung der Exposition, bei Symptomen Behandlung mit Deferoxamin in Kombination mit Hä-modialyse.
Pharmakologische Eigenschaften - Phosphonorm 300 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel zur Behandlung der Hyperkaliämie und Hyperphosphatämie ATC-Code: V03AE17
Die Wirkung von Phosphonorm beruht auf der Bindung von Phosphatsalzen im Darm, welche mit den Faeces ausgeschieden werden. Die Resorption von Phosphat im Darm wird dadurch reduziert.
Der in Phosphonorm verwendete Aluminium-chlorid-hydroxid-Komplex ist im Gegensatz zu her-
kömmlichem Aluminiumhydroxid in der Lage, ohne eine vorherige Reaktion mit der Salzsäure des Magens direkt als Phosphatbinder zu wirken.
Im Darm bilden die Aluminiumionen des Wirkstoffes mit Phosphat, Carbonat und Fettsäuren Salze, die ohne Resorption mit dem Stuhl ausgeschieden werden.
Ein kleiner Teil des Aluminiums wird jedoch resorbiert und führt zu einer passageren, bei einge-schränkter Nierenfunktion auch dauerhaften Erhöhung der Serumkonzentration von Aluminium. Bei Nierengesunden ist die Erhöhung des Aluminiumspiegels nur passager, da es zu einer vorübergehen-den Steigerung der renalen Aluminiumausscheidung kommt. Bei diesen Nierengesunden normalisie-ren sich die Serumaluminiumspiegel in drei bis vier Tagen nach Absetzen des Medikamentes.
Bei dauerhaft erhöhten Aluminiumspiegeln, wie sie bei Niereninsuffizienz vorkommen können, ist die allmähliche Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe möglich.
Die geringen Mengen resorbierten Aluminiums sind dialysabel. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das verwendete Dialysat sicher frei von Aluminium ist (das zur Herstellung von Dialysat verwendete Wasser muss durch Ionenaustausch oder besser Umkehrosmose gereinigt sein).
Aluminium passiert im Tierversuch die Plazenta. Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über.
Pharmazeutische Angaben - Phosphonorm 300 mg
Stearinsäure, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E 171), Gelati-ne, Natriumdodecylsulfat, Macrogol 20000, gereinigtes Wasser
Nicht über 25 ºC lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Blister mit 20 Hartkapseln
OP mit 100 Hartkapseln OP mit 200 Hartkapseln
KP mit 500 Hartkapseln (Packung mit 5 x 100 Hartkapseln)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.