Zoledronsäure Altan 4 mg/100 ml Infusionslösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Zoledronsäure 4 mg/100 ml
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Pravention skelettbezogener Komplikationen (pathologische Frakturen, Wirbelkompressionen, Bestrahlung oder 0peration am Knochen oder tumorinduzierte Нyperkalzamie) bei erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten, Tumorerkrankungen.
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Behandlung erwachsener Patienten mit tumorinduzierter Нyperkalzamie (TIН).
Zoledronsaure darf Patienten nur von Arzten mit Erfahrung bei der Anwendung von intravenosen Bisphosphonaten verschrieben und verabreicht werden. An Patienten, die mit Zoledronsaure behandelt werden, sollen die Packungsbeilage und die Erinnerungskarte fur Patienten ausgehandigt werden.
Dosierung
Pravention skelettbezogener Komplikationen bei Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten, Tumorerkrankungen
Erwachsene und altere Personen
Die empfohlene Dosis zur Pravention skelettbezogener Ereignisse bei Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten, Tumorerkrankungen betragt 4 mg Zoledronsaure in Abstanden von 3-4 Wochen.
Diese Patienten sollten zusatzlich 500 mg Kalzium und 400 I.E. Vitamin D pro Tag oral erhalten.
Bei der Entscheidung, Patienten mit Knochenmetastasen zur Pravention skelettbezogener Komplikationen zu behandeln, sollte berucksichtigt werden, dass die Wirkung nach 2-3 Monaten eintritt.
Behandlung der TlН
Erwachsene und altere Personen
Die empfohlene Dosierung bei Нyperkalzamie (Albumin-korrigierter Serum-Kalzium-Spiegel ≥ 12 mg/dl oder 3,0 mmol/l) betragt eine Einzeldosis 4 mg Zoledronsaure.
Nierenfunktionsstдrungen TlН
Die Behandlung mit Zoledronsaure bei Patienten mit TIН und einer schweren Nierenfunktionsstorung sollte nur nach vorheriger Nutzen-Risiko-Beurteilung der Behandlung erwogen werden. In den klinischen Studien waren Patienten mit einem Serum-Kreatinin > 400 μmol/l oder > 4,5 mg/dl ausgeschlossen. Bei Patienten mit TIН und einem Serum-Kreatinin < 400 μmol/l oder < 4,5 mg/dl sind keine Dosisanpassungen erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Pravention skelettbezogener Komplikationen bei Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten, Tumorerkrankungen:
Zu Beginn der Behandlung mit Zoledronsaure sollte bei Patienten mit multiplem Myelom oder metastatischen Knochenlasionen aufgrund solider Tumoren das Serum-Kreatinin und die Kreatinin- Clearance (CrCl) bestimmt werden. Die CrCl wird aus dem Serum-Kreatinin unter Verwendung der Cockcroft-Gault-Formel berechnet. Bei Patienten, die bereits vor Beginn der Behandlung eine schwere Nierenfunktionsstorung aufweisen, die fur diese Patientenpopulation als CrCl < 30 ml/min definiert ist, wird Zoledronsaure nicht empfohlen. In den klinischen Studien mit Zoledronsaure waren Patienten mit einem Serum-Kreatinin > 265 μmol/l oder > 3,0 mg/dl ausgeschlossen.
Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (definiert als CrCl > 60 ml/min) kann Zoledronsaure direkt und ohne weitere Vorbereitung gegeben werden. Bei Patienten mit Knochenmetastasen, die vor Beginn der Therapie eine leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstorung aufweisen, die bei dieser Patientenpopulation als CrCl 30-60
ml/min definiert ist, werden verringerte Dosierungen von Zoledronsaure empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4):
| Kreatinin-Clearance zu Beginn der Behandlung (ml/min) | Empfohlene Zoledronsaure-Dosierung* |
| > 60 | 4,0 mg Zoledronsaure |
| 50-60 | 3,5 mg* Zoledronsaure |
| 40-49 | 3,3 mg* Zoledronsaure |
| 30-39 | 3,0 mg* Zoledronsaure |
* Die Dosierungen wurden berechnet unter Annahme einer Ziel-AUC von 0,66 (mg • h/l) (CrCl=75 ml/min). Die verminderten Dosen fur Patienten mit Nierenfunktionsstorungen lassen erwarten, dass die gleiche AUC erreicht wird, wie sie bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von75 ml/min beobachtet wurde.
Nach Beginn der Behandlung sollte vor jeder Gabe von Zoledronsaure das Serum-Kreatinin gemessen und auf die weitere Behandlung verzichtet werden, wenn sich die Nierenfunktion verschlechtert hat. In den klinischen Studien wurde eine Verschlechterung der Nierenfunktion wie folgt definiert:
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Bei Patienten mit normalem Serum-Kreatinin zu Beginn der Behandlung (< 1,4 mg/dl oder < 124 μmol/l) ein Anstieg um 0,5 mg/dl oder 44 μmol/l.
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Bei Patienten mit erhohtem Serum-Kreatinin zu Beginn der Behandlung (> 1,4 mg/dl oder > 124 μmol/l) ein Anstieg um 1,0 mg/dl oder 88 μmol/l.
In klinischen Studien wurde die Behandlung mit Zoledronsaure 4 mg/100 ml erst dann erneut aufgenommen, wenn die Kreatinin-Werte nur noch maximal 10 % uber dem Ausgangswert lagen (siehe Abschnitt 4.4). Die Therapie mit Zoledronsaure sollte mit der gleichen Dosis wie vor der Unterbrechung der Behandlung wieder aufgenommen werden.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zoledronsaure bei Kindern im Alter von 1 bis 17 Jahren ist nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.1 beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.
Art der Anwendung
Intravenose Anwendung
Zoledronsaure sollte auf einmal als intravenose Infusion uber mindestens 15 Minuten gegeben werden.
Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, definiert als CrCl > 60 ml/min, darf Zoledronsaure Ethypharm nicht weiter verdunnt werden.
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstorung werden verringerte Dosen von Zoledronsaure empfohlen (siehe oben Abschnitt „Dosierung“ und Abschnitt 4.4).
Zur Нerstellung einer verringerten Dosis fur Patienten mit einer CrCl ≤ 60 ml/min wird auf Tabelle 1 verwiesen. Entnehmen Sie das angegebene Volumen Zoledronsaure – Losung vor der Applikation aus dem Beutel und ersetzen Sie es durch das gleiche Volumen einer sterilen isotonischen Natriumchloridlosung zur Injektion oder einer 5%igen Glucoselosung zur Injektion.
TaЬelle 1: Нerstellung verringerter Dosierungen von Zoledronsaure
| Kreatinin-Clearance (ml/min) zu Beginn der Behandlung | Entnehmen Sie die folgende Menge von Zoledronsaure - Infusionslosung (ml) | Ersetzen Sie diese mit dem folgenden Volumen einer sterilen isotonischenNatriu mchloridlosung Ьzw. einer 5%igen Glucoselosung zur Injektion (ml) | Geanderte Dosierung (mg Zoledronsaure in 100 ml) |
| 50-60 | 12,0 | 12,0 | 3,5 |
| 40-49 | 18,0 | 18,0 | 3,3 |
| 30-39 | 25,0 | 25,0 | 3,0 |
Zoledronsaure darf nicht mit anderen Infusionslosungen gemischt werden und sollte als intravenose Einzellosung uber eine eigene Infusionslinie gegeben werden.
Vor und nach der Gabe von Zoledronsaure mussen die Patienten ausreichend hydratisiert sein.
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Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Bisphosphonate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Stillen (siehe Abschnitt 4.6)
Allgemein
Vor der Applikation von Zoledronsaure muss eingeschatzt werden, ob die Patienten in einem adaquaten Нydratationszustand sind.
Eine Нyperhydratation ist bei Patienten mit einem Risiko fur eine Нerzinsuffizienz zu vermeiden.
Die ublicherweise mit einer Нyperkalzamie in Zusammenhang stehenden metabolischen Parameter, wie z. B. die Serumspiegel von Kalzium, Phosphat und Magnesium sollten nach Einleitung der Therapie mit Zoledronsaure sorgfaltig uberwacht werden. Bei Auftreten von Нypokalzamie, Нypophosphatamie oder Нypomagnesiamie kann eine kurzzeitige Substitution notwendig werden. Unbehandelte Patienten mit Нyperkalzamie
weisen im Allgemeinen eine Nierenfunktionsstorung auf. Deshalb sollte fur eine sorgfaltige Uberwachung der Nierenfunktion gesorgt werden.
Zoledronsaure enthalt den gleichen Wirkstoff wie Aclasta (Zoledronsaure).
Patienten, die mit Zoledronsaure behandelt werden, sollten nicht gleichzeitig Aclasta oder irgendein anderes Bisphosphonat erhalten, weil die kombinierte Wirkung dieser Stoffe nicht bekannt ist.
Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit TIН und Нinweisen auf eine Verschlechterung der Nierenfunktion ist darauf zu achten, dass der potenzielle Nutzen einer Behandlung mit Zoledronsaure gegenuber moglichen Risiken uberwiegt.
Bei der Entscheidung zur Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen zur Pravention skelettbezogener Ereignisse sollte berucksichtigt werden, dass der Behandlungseffekt nach 2-3 Monaten einsetzt.
Zoledronsaure wurde mit Berichten von Nierenfunktionsstorungen in Zusammenhang gebracht. Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Nierenfunktion erhohen konnen, sind unter anderem Dehydratation, vorbestehende Nierenfunktionsstorungen, mehrere Behandlungszyklen mit Zoledronsaure und anderen Bisphosphonaten sowie die Anwendung anderer nephrotoxischer Arzneimittel. Auch wenn das Risiko bei einer Dosierung von 4 mg Zoledronsaure, gegeben uber 15 Minuten, verringert ist, kann dennoch eine Verschlechterung der Nierenfunktion auftreten. Uber eine Verschlechterung der Nierenfunktion, einschlieВlich der weiteren Zunahme bis zur Niereninsuffizienz und Notwendigkeit einer Dialysebehandlung, wurde bei Patienten nach der Initialdosis oder nach einmaliger Dosis von 4 mg Zoledronsaure berichtet. Ein Anstieg des Serum- Kreatinins tritt bei einigen Patienten auch unter chronischer Anwendung von Zoledronsaure in der empfohlenen Dosis zur Pravention skelettbezogener Ereignisse auf, wenngleich weniger haufig.
Vor jeder Gabe von Zoledronsaure sollten die Serum-Kreatinin-Werte der Patienten bestimmt werden. Zu Beginn der Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen mit leichten und mittelschweren Nierenfunktionsstorungen werden niedrigere Dosen von Zoledronsaure empfohlen. Bei Нinweis auf eine Verschlechterung der Nierenfunktion wahrend der Behandlung sollte Zoledronsaure abgesetzt werden. Zoledronsaure sollte erst dann erneut gegeben werden, wenn die Serum-Kreatinin-Werte nur noch maximal 10 % uber dem Ausgangswert liegen. Die Behandlung mit Zoledronsaure sollte mit der gleichen Dosierung wie vor der Behandlungsunterbrechung wieder aufgenommen werden.
Angesichts eines moglichen Einflusses von Zoledronsaure auf die Nierenfunktion, kann wegen des Fehlens von Daten zur klinischen Vertraglichkeit bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstorungen zu Beginn der Behandlung (in klinischen Studien definiert als Serum-Kreatinin ≥ 400 μmol/l oder ≥ 4,5 mg/dl bei Patienten mit TIH bzw. ≥ 265 μmol/l oder ≥ 3,0 mg/dl bei Patienten mit Tumoren und Knochenmetastasen) sowie nur begrenzter pharmakokinetischer Daten bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstorungen zu Beginn der Behandlung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) die Anwendung von Zoledronsaure Ethypharm bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstorungen nicht empfohlen werden.
Leberinsuffizienz
Da fur die Behandlung von Patienten mit schweren Leberfunktionsstorungen nur wenige klinische Daten verfugbar sind, konnen fur diese Patienten keine speziellen Empfehlungen gegeben werden.
0steonekrosen im Kieferbereich
Uber 0steonekrosen im Kieferbereich (0NJ) wurde gelegentlich in klinischen Studien und nach Markteinfuhrung bei Patienten berichtet, die mit Zoledronsaure behandelt wurden.
Der Beginn der Behandlung oder eines neuen Behandlungszyklus sollte bei Patienten mit nicht- verheilten, offenen Weichteillasionen im Mund, auВer in medizinischen Notfallsituationen, verschoben werden.
Eine zahnarztliche Untersuchung mit angemessener praventiver Zahnbehandlung und eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung werden vor der Behandlung mit Bisphosphonaten bei Patienten mit begleitenden Risikofaktoren empfohlen.
Die folgenden Risikofaktoren sollten in Betracht gezogen werden, wenn das individuelle Risiko fur das Auftreten einer 0NJ bestimmt wird:
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Potenz des Bisphosphonats (hoheres Risiko fur hoch potente Substanzen), Art der Anwendung (hoheres Risiko bei parenteraler Anwendung) und kumulative Bisphosphonat-Dosis
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Krebs, Begleiterkrankungen (z. B. Anamie, Koagulopathien, Infektion), Rauchen.
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Begleitende Therapien: Chemotherapie, Angiogenese-Inhibitoren (siehe Abschnitt 4.5), Strahlentherapie an Kopf und Нals, Kortikosteroide.
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Zahnerkrankungen in der Vorgeschichte, mangelhafte Mundhygiene, periodontale Erkrankung, invasive Zahnbehandlungen (z. B. Zahnextraktionen) und schlecht sitzende Zahnprothese.
Wahrend der Behandlung mit Zoledronsaure sollten alle Patienten ermutigt werden, auf eine gute Mundhygiene zu achten, routinemaВige zahnarztliche Kontrolluntersuchungen durchfuhren zu lassen und sofort uber Symptome im Mund, wie Lockerung der Zahne, Schmerzen oder Schwellungen oder das Nichtverheilen von Wunden oder Sekretaustritt zu berichten. Wahrend der Behandlung sollten invasive zahnarztliche Eingriffe nur nach sorgfaltiger Abwagung durchgefuhrt und die zeitliche Nahe zur Verabreichung von Zoledronsaure vermieden werden.
Bei Patienten, bei denen wahrend der Behandlung mit Bisphosphonaten eine 0steonekrose im Kieferbereich auftritt, kann ein dentaler Eingriff zur Verschlechterung des Zustandes fuhren. Fur Patienten, bei denen invasive dentale Eingriffe erforderlich sind, gibt es keine Daten, die darauf hinweisen, ob eine Unterbrechung der Bisphosphonat-Behandlung das Risiko einer 0steonekrose im Kieferbereich vermindert.
Der Behandlungsplan fur Patienten, die eine 0steonekrose im Kieferbereich entwickeln, sollte in enger Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Arzt und einem Zahnarzt oder Kieferchirurgen mit Expertise bei der Behandlung von Kieferosteonekrosen erstellt werden.
Eine vorubergehende Unterbrechung der Zoledronsaure-Behandlung sollte in Erwagung gezogen werden, bis der Zustand behoben ist und die dazu beitragenden Risikofaktoren soweit moglich begrenzt werden konnen.
0steonekrose anderer anatomischer Lokalisationen
Bei der Anwendung von Bisphosphonaten wurde uber Knochennekrosen des auВeren Gehorgangs berichtet, und zwar hauptsachlich im Zusammenhang mit Langzeitbehandlungen. Zu den moglichen Risikofaktoren fur eine Knochennekrose des auВeren Gehorgangs zahlen die Anwendung von Steroiden und chemotherapeutischen Behandlungen und/oder lokale Risikofaktoren wie z.B. Infektionen oder Trauma. Die Moglichkeit einer 0steonekrose des auВeren Gehorgangs sollte bei Patienten, die Bisphosphonate erhalten und mit 0hrsymptomen, einschlieВlich chronischer 0hreninfektionen, vorstellig werden, in Betracht gezogen werden.
Zusatzlich gab es sporadische Berichte uber Knochennekrosen anderer Lokalisationen, einschlieВlich Нufte und Femur, die vor allem bei erwachsenen Krebspatienten berichtet wurden, die mit Zoledronsaure Ethypharm behandelt wurden.
Muskel- und Skelettschmerzen
Im Rahmen der Spontanerfassung von Nebenwirkungen wurden starke und gelegentlich zur Einschrankung der Beweglichkeit fuhrende Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen berichtet bei Patienten, die Zoledronsaure angewendet haben. Diese Berichte waren jedoch selten. Der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome variierte vom ersten Tag nach Beginn der Behandlung bis zu mehreren Monaten spater. Bei den meisten Patienten besserten sich die Symptome nach Beendigung der Behandlung. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome nach Reexposition mit Zoledronsaure oder einem anderen Bisphosphonat wieder auf.
Atypische Femurfrakturen
Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen 0steoporose. Diese transversalen oder kurzen Schragfrakturen konnen uberall entlang des 0berschenkelknochens auftreten, direkt unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspuren 0berschenkel- oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur. Frakturen treten haufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Uber eine schlechte Нeilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie, vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.
Wahrend einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, uber jegliche 0berschenkel-, Нuft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen sollte auf eine unvollstandige Femurfraktur hin untersucht werden.
Нypokalzamie
Нypokalzamie wurde bei mit Zoledronsaure behandelten Patienten berichtet. Нerzrhythmusstorungen und neurologische Nebenwirkungen (einschlieВlich Konvulsionen, Нypasthesie und Tetanie) wurden als Folge von Fallen einer schweren Нypokalzamie berichtet. Falle von schwerer Нypokalzamie, die eine Нospitalisierung erforderten, wurden berichtet. In einigen Fallen kann eine Нypokalzamie lebensbedrohlich sein (siehe Abschnitt 4.8). Vorsicht ist geboten, wenn Zoledronsaure zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet wird, von denen bekannt ist, dass sie eine Нypokalzamie verursachen. Diese konnten einen synergistischen Effekt haben, der zu einer schweren Нypokalzamie fuhrt (siehe Abschnitt 4.5). Das Serumkalzium muss bestimmt werden und eine Нypokalzamie muss vor Beginn der Therapie mit Zoledronsaure korrigiert werden. Die Patienten mussen angemessen mit Kalzium und Vitamin D versorgt werden.
Dieses Arzneimittel enthalt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Beutel,
d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
In klinischen Studien wurde Zoledronsaure gemeinsam mit haufig verwendeten antitumorosen Arzneimitteln sowie mit Diuretika, Antibiotika und Analgetika angewandt, ohne dass klinisch erkennbare Wechselwirkungen aufgetreten waren. Zoledronsaure wird nur unwesentlich an Plasmaproteine gebunden und hemmt in vitro keine humanen P450-Enzyme (siehe Abschnitt 5.2). Spezielle klinische Studien zu Wechselwirkungen wurden jedoch nicht durchgefuhrt.
Vorsicht ist geboten, wenn Bisphosphonate gleichzeitig mit Aminoglykosiden, Calcitonin oder Schleifendiuretika angewendet werden, weil diese Substanzklassen einen additiven Effekt zeigen konnen, der zu einem niedrigeren Serum-Kalzium-Spiegel uber einen langer als erforderlichen Zeitraum fuhren kann (siehe Abschnitt 4.4).
Vorsicht ist geboten, wenn Zoledronsaure zusammen mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, die moglicherweise ebenfalls die Nierenfunktion beeintrachtigen konnten. Es ist auch auf eine moglicherweise wahrend der Behandlung auftretende Нypomagnesiamie zu achten.
Bei Patienten mit Multiplem Myelom kann das Risiko fur eine Verschlechterung der Nierenfunktion erhoht sein, wenn Zoledronsaure zusammen mit Thalidomid angewendet wird.
Vorsicht ist geboten, wenn Zoledronsaure zusammen mit anti-angiogenetischen Arzneimitteln angewendet wird, da eine erhohte Inzidenz von 0NJ bei Patienten beobachtet wurde, die gleichzeitig mit diesen Arzneimitteln behandelt wurden.
Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Daten uber die Verwendung von Zoledronsaure bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien mit Zoledronsaure haben eine Reproduktionstoxizitat gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko fur den Menschen ist nicht bekannt. Zoledronsaure sollte nicht wahrend der Schwangerschaft angewendet werden. Frauen im gebarfahigen Alter sollte empfohlen werden, eine Schwangerschaft zu vermeiden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Zoledronsaure in die Muttermilch ubergeht. Zoledronsaure ist in der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fertilitat
Zoledronsaure wurde bei Ratten hinsichtlich moglicher unerwunschter Wirkungen auf die Fertilitat der Eltern- und der F 1-Generation untersucht. Dabei kam es zu einem ubersteigerten pharmakologischen Effekt, der auf die hemmende Wirkung der Substanz auf den Kalziummetabolismus im Knochen zuruckgefuhrt wurde. Dies fuhrte zu peripartaler Нypokalzamie, einem Klasseneffekt von Bisphosphonaten, Dystokie und einer fruhzeitigen Beendigung der Studie. Die Ergebnisse lassen daher keinen definitiven Schluss auf die Wirkung von Zoledronsaure auf die Fertilitat beim Menschen zu.
Nebenwirkungen wie Schwindel und Mudigkeit konnen einen Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen haben, daher ist bei der Anwendung von Zoledronsaure zusammen mit Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Innerhalb von drei Tagen nach Gabe von Zoledronsaure wird haufig uber eine Akute-Phase-Reaktion, mit Symptomen wie Knochenschmerzen, Fieber, Mudigkeit, Arthralgie, Myalgie, Rigor und Arthritis mit darauf folgenden Gelenkschwellungen berichtet. Diese Symptome verschwinden ublicherweise innerhalb einiger Tage (siehe Beschreibung ausgewahlter Nebenwirkungen).
Nachfolgend sind die wichtigen identifizierten Risiken mit Zoledronsaure in den zugelassenen Anwendungsgebieten aufgefuhrt:
Nierenfunktionsstorung, 0steonekrose des Kieferknochens, Akute-Phase-Reaktion, Нypokalzamie, Vorhofflimmern, Anaphylaxie interstitielle Lungenerkrankung. Die Нaufigkeiten jedes dieser identifizierten Risiken sind in Tabelle 2 aufgefuhrt.
Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen
Die folgenden, in Tabelle 2 aufgefuhrten Nebenwirkungen sind in klinischen Studien und nach Markteinfuhrung hauptsachlich bei chronischer Behandlung mit Zoledronsaure 4 mg aufgetreten:
TaЬelle 2
Die Nebenwirkungen sind entsprechend ihrer Нaufigkeit geordnet. Die haufigste Nebenwirkung wird zuerst genannt. Bei der Bewertung werden folgende Нaufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Нaufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).
| Erkrankungen des Blutes und des LympisystemsНaufig: AnamieGelegentlich: Thrombozytopenie, Leukopenie Selten: Panzytopenie |
| Erkrankungen des lmmunsystemsGelegentlich: Uberempfindlichkeitsreaktionen Selten: Angioneurotisches Odem |
| Psyciiatriscie ErkrankungenGelegentlich: Unruhe, SchlafstorungenSelten: Verwirrung |
| Erkrankungen des NervensystemsНaufig: KopfschmerzenGelegentlich: Schwindel, Parasthesien, Dysgeusie, Нypasthesie,Нyperasthesie, Tremor, Somnolenz |
| Sehr selten: Konvulsionen, Нypasthesie und Tetanie (durchНypokalzamie) |
| AugenerkrankungenНaufig: KonjunktivitisGelegentlich: Verschwommenes Sehen, Skleritis,AugenhohlenentzundungSelten: UveitisSehr selten: Episkleritis |
| НerzerkrankungenGelegentlich: Нypertonie, Нypotonie, Vorhofflimmern,Нypotonie, die zu Synkope oder Kreislaufkollaps fuhrtSelten: Bradykardie, Нerzrhythmusstorungen (durch Нypokalzamie) |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsGelegentlich: Dyspnoe, Нusten, Bronchokonstriktion Selten: Interstitielle Lungenerkrankung |
| Erkrankungen des GastrointestinaltraktsНaufig: Ubelkeit, Erbrechen, verminderter Appetit Gelegentlich: Durchfall, Verstopfung, abdominale Schmerzen,Dyspepsie, Stomatitis, trockener Mund |
| Erkrankungen der Нaut und des UnteriautzellgewebesGelegentlich: Pruritus, Ausschlag (einschlieВlich erythematoserund makularer Ausschlag), verstarktes Schwitzen |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnocienerkrankungenНaufig: Knochenschmerzen, Myalgie, Arthralgie, generalisierte SchmerzenGelegentlich: Muskelspasmen, 0steonekrose des Kieferknochens |
| Sehr selten Knochennekrose des auВeren Gehorgangs(Nebenwirkung der Arzneimittelklasse der Bisphosphonate) und anderer anatomischer Lokalisationen, einschlieВlich Femur und Нufte |
| Erkrankungen der Nieren und НarnwegeНaufig: NierenfunktionsstorungenGelegentlich: Akutes Nierenversagen, Нamaturie, Proteinurie Selten: Erworbenes Fanconi-SyndromNicht bekannt: Tubulo-interstitielle Nephritis |
| Allgemeine Erkrankungen und Besciwerden am VerabreiciungsortНaufig: Fieber, grippeahnliche Symptome (einschlieВlich Mudigkeit, Frosteln, Krankheitsgefuhl, Flush)Gelegentlich: Asthenie, periphere Odeme, Reaktionen an derInfusionsstelle (einschlieВlich Schmerz, Irritationen, Schwellung, Induration), Thoraxschmerzen, Gewichtszunahme, Anaphylaktische Reaktion/Schock, Urtikaria |
| Selten: Arthritis und Gelenkschwellung als Symptom einer Akute-Phase-Reaktion |
| UntersuciungenSehr haufig: НypophosphatamieНaufig: Erhohung des Serum-Kreatinins und -Нarnstoffs, НypokalzamieGelegentlich: Нypomagnesiamie, Нypokaliamie Selten: Нyperkaliamie, Нypernatriamie |
Beschreibung ausgewahlter Nebenwirkungen
Nierenfunktionsstдrung
Zoledronsaure wurde mit Berichten uber Nierenfunktionsstorungen in Zusammenhang gebracht. In einer gemeinsamen Auswertung der Sicherheitsdaten aus den Zoledronsaure - Studien zur Pravention skelettbezogener Komplikationen bei Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten Tumorerkrankungen war die Нaufigkeit von Nierenfunktionsstorungen als unerwunschtes Ereignis mit einem Verdacht auf einen Zusammenhang mit Zoledronsaure Ethypharm (Nebenwirkung) wie folgt: Multiples Myelom (3,2 %), Prostatakrebs (3,1 %), Brustkrebs (4,3 %), Lunge und andere solide Tumoren (3,2 %). Faktoren, die die Moglichkeit einer Verschlechterung der Nierenfunktion erhohen, sind: Dehydratation, vorbestehende Nierenfunktionsstorung, die mehrfache Anwendung von Zoledronsaure oder von anderen Bisphosphonaten sowie die gleichzeitige Anwendung nephrotoxischer Arzneimittel oder eine kurzere Infusionszeit als derzeit empfohlen. Eine Verschlechterung der Nierenfunktion, ein Fortschreiten bis hin
zum Nierenversagen und zur Dialyse wurde bei Patienten nach der ersten Dosis oder nach der einmaligen Gabe von 4 mg Zoledronsaure berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Osteonekrose des Kieferknochens
Uber 0steonekrosen im Kieferbereich wurde in erster Linie bei Tumorpatienten berichtet, die mit Arzneimitteln, die die Knochenresorption hemmen wie z.B. Zoledronsaure, behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.4). Viele dieser Patienten hatten Anzeichen einer lokalen Infektion einschlieВlich 0steomyelitis. Die Mehrzahl der Berichte bezieht sich auf Tumorpatienten nach Zahnextraktion oder anderen dentalen Eingriffen.
Vorhofflimmern
In einer randomisierten, doppelblind-kontrollierten Studie uber 3 Jahre zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von Zoledronsaure 5 mg einmal jahrlich vs. Placebo zur Behandlung von postmenopausaler 0steoporose (PM0) betrug die Gesamthaufigkeit an Vorhofflimmern 2,5 % (96 von 3.862) bzw. 1,9 % (75 von 3.852) bei Patienten, die 5 mg Zoledronsaure bzw. Plazebo erhielten. Die Нaufigkeit von als schwerwiegende Ereignisse gemeldeten Fallen von Vorhofflimmern war bei Patienten, die Zoledronsaure 5 mg erhielten, 1,3 % (51 von 3.862) im Vergleich zu 0,6 % bei Patienten, die Plazebo erhielten (22 von 3.852). Die in dieser Studie beobachtete Unausgewogenheit wurde in anderen Studien mit Zoledronsaure nicht beobachtet, einschlieВlich solcher Studien, die mit Zoledronsaure 4 mg alle 3-4 Wochen bei onkologischen Patienten durchgefuhrt wurden. Der Mechanismus hinter der vermehrten Нaufigkeit an Vorhofflimmern in dieser einzelnen Studie ist unbekannt.
Akute-Phase-Reaktion
Diese Nebenwirkung beinhaltet eine Reihe von Symptomen wie Fieber, Myalgie, Kopfschmerzen, Schmerzen in den Extremitaten, Ubelkeit, Erbrechen, Diarrho, Arthralgie und Arthritis mit darauf folgenden Gelenkschwellungen. Diese treten innerhalb von 3 Tagen nach der Infusion von Zoledronsaure auf. Die Reaktion wird auch als
„grippeähnlich“ oder als „Postinfusions-Symptom“ bezeichnet.
Atypische Femurfrakturen
Uber die folgenden Reaktionen wurde nach der Markteinfuhrung berichtet (Нaufigkeit: selten):
Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen (unerwunschte Wirkung der Substanzklasse der Bisphosphonate).
Nebenwirkungen in Zusammenhang mit Нypokalzamie
Нypokalzamie ist ein wesentliches identifiziertes Risiko fur Zoledronsaure in den zugelassenen Anwendungsgebieten. Basierend auf der Bewertung von Fallen aus klinischen Studien und nach Markteinfuhrung gibt es ausreichend Нinweise, die einen Zusammenhang zwischen einer Behandlung mit Zoledronsaure, dem berichteten Ereignis Нypokalzamie und der daraus folgenden Entwicklung von Нerzrhythmusstorungen unterstutzen. Daruber hinaus gibt es Anzeichen fur einen Zusammenhang zwischen Нypokalzamie und daraus folgenden neurologischen Ereignissen, die fur diese Falle berichtet wurden einschlieВlich Konvulsionen, Нypasthesie und Tetanie (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groВer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Klinische Erfahrungen uber akute Uberdosierung mit Zoledronsaure sind begrenzt. Die versehentliche Anwendung von Dosen bis zu 48 mg Zoledronsaure wurde berichtet.
Patienten, die eine hohere als die empfohlene Dosierung (siehe Abschnitt 4.2) erhalten haben, mussen sorgfaltig uberwacht werden, da eine eingeschrankte Nierenfunktion (einschlieВlich Nierenversagen) und Veranderungen der Elektrolyte im Serum (einschlieВlich Kalzium, Phosphor und Magnesium) beobachtet wurden. Im Falle einer klinisch relevanten Нypokalzamie mussen Kalziumgluconat-Infusionen wie klinisch angezeigt verabreicht werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Zoledronsäure 4 mg/100 ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen, Bisphosphonate, ATC-Code: M05BA08
Zoledronsaure gehort zur Gruppe der Bisphosphonate und wirkt primar am Knochen. Sie ist ein Inhibitor der Knochenresorption.
Die selektive Wirkung von Bisphosphonaten auf das Knochengewebe ist durch ihre hohe Affinitat zum Knochenmineral bedingt. Der genaue molekulare Wirkungsmechanismus, der zur Нemmung der 0steoklastenaktivitat fuhrt, ist bisher jedoch nicht bekannt. In Langzeituntersuchungen am Tier hemmte Zoledronsaure die Knochenresorption, ohne die Neubildung, die Mineralisation oder die mechanischen Eigenschaften des Knochens nachteilig zu beeinflussen.
Zusatzlich zu ihrer Eigenschaft als potenter Inhibitor der Knochenresorption besitzt Zoledronsaure verschiedene Anti-Tumor-Eigenschaften, die zur Gesamtwirkung der Substanz bei der Behandlung von metastatischen Knochenveranderungen beitragen konnten. Die folgenden Eigenschaften wurden in praklinischen Studien nachgewiesen:
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ln vivo: Нemmung der durch 0steoklasten verursachten Knochenresorption, wodurch das Mikro-Milieu des Knochenmarks verandert und dadurch weniger anfallig fur das Wachstum von Tumorzellen wird. AuВerdem: Anti-Angiogenese-Aktivitat und analgetischer Effekt.
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ln vitro: Нemmung der 0steoblastenproliferation; direkte zytostatische und pro-apoptotische Aktivitat auf Tumorzellen; synergistischer zytostatischer Effekt mit anderen anti-tumorosen Arzneimitteln und Anti-Adhasions/Invasions-Wirkung.
Ergebnisse klinischer Studien bei der Pravention skelettbezogener Komplikationen bei Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten, Tumorerkrankungen
In der ersten randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie wurden Zoledronsäure 4 mg und Plazebo zur Prävention von Skelettkomplikationen („Skeletal Related Events” = SREs) bei Patienten mit Prostatakarzinom verglichen. Zoledronsäure 4 mg reduzierte signifikant den Anteil der Patienten, die mindestens eine SRE erlitten,
verzogerte die Zeit (median) bis zum Auftreten der ersten SRE um mehr als 5 Monate und verringerte die skelettale Morbiditatsrate (Anzahl der SREs pro Patient und Jahr). Eine Multiple-Event-Analyse zeigte in der Zoledronsaure 4 mg-Gruppe eine 36 %ige Risikoreduktion fur das Auftreten von SREs im Vergleich zu Plazebo. Unter Zoledronsaure 4 mg berichteten die Patienten uber eine geringere Schmerzzunahme als unter Plazebo. Dieser Unterschied war nach 3, 9, 21 und 24 Monaten signifikant. Weniger Zoledronsaure 4 mg-Patienten erlitten pathologische Frakturen. Die Behandlungseffekte waren bei Patienten mit blastischen Lasionen weniger ausgepragt. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
In einer zweiten Studie zu anderen soliden Tumoren als Mamma- oder Prostatakarzinomen reduzierte Zoledronsaure 4 mg signifikant den Anteil der Patienten mit einer SRE, verlangerte im Median die Zeit bis zum ersten Auftreten einer SRE um mehr als 2 Monate und verringerte die skelettale Morbiditatsrate. Eine Multiple-Event-Analyse zeigte in der Zoledronsaure 4 mg-Gruppe eine 30,7 %ige Risikoreduktion fur SREs im Vergleich zu Plazebo. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in Tabelle 4 zusammengefasst.
TaЬelle 3: Ergebnisse zur Wirksamkeit (Patienten mit Prostatakarzinom unter hormoneller Therapie)
| SRE (+TIН) | Frakturen* | Radiotherapie am Knochen | ||||
| Zoledron-saure4 mg | Placebo | Zoledron-saure4 mg | Placebo | Zoledron-saure4 mg | Placebo | |
| Anzahl (N) | 214 | 208 | 214 | 208 | 214 | 208 |
| Anteil Patienten mit SREs (%) | 38 | 49 | 17 | 25 | 26 | 33 |
| p-Wert | 0,028 | 0,052 | 0,119 | |||
| Zeit bis zum Auftreten der ersten SRE inTagen (median) | 488 | 321 | NR | NR | NR | 640 |
| p-Wert | 0,009 | 0,020 | 0,055 | |||
| Skelettale Morbiditatsrate | 0.77 | 1.47 | 0.20 | 0.45 | 0.42 | 0.89 |
| p-Wert | 0,005 | 0,023 | 0,060 | |||
| Riskoreduktion gemaВ Multiple-Event-Analyse** (%) | 36 | - | NA | NA | NA | NA |
| p-Wert | 0,002 | NA | NA | |||
* vertebrale und nicht-vertebrale Frakturen
** Alle skelettalen Ereignisse, sowohl gesamte Anzahl als auch Zeit bis zum Erreichen jedes Ereignisses wahrend der Studie
NR Nicht erreicht NA Nicht zutreffend
TaЬelle 4: Ergebnisse zur Wirksamkeit (solide Tumoren auВer Mammakarzinom und Prostatakarzinom)
| SRE (+TIН) | Frakturen* | Radiotherapie am Knochen | ||||
| Zoledron-saure4 mg | Placebo | Zoledron-saure4 mg | Placebo | Zoledron-saure4 mg | Placebo | |
| Anzahl (N) | 257 | 250 | 257 | 250 | 257 | 250 |
| Anteil Patienten mit SREs (%) | 39 | 48 | 16 | 22 | 29 | 34 |
| p-Wert | 0,039 | 0,064 | 0,173 | |||
| Zeit bis zum Auftreten der ersten SRE in Tagen(median) | 236 | 155 | NE | NE | 424 | 307 |
| p-Wert | 0,009 | 0,020 | 0,079 | |||
| Skelettale Morbiditatsrate | 1,74 | 2,71 | 0,39 | 0,63 | 1,24 | 1,89 |
| p-Wert | 0,012 | 0,066 | 0,099 | |||
| Riskoreduktion gemaВ Multiple-Event-Analyse** (%) | 30,7 | - | NA | NA | NA | NA |
| p-Wert | 0,003 | NA | NA | |||
* vertebrale und nicht-vertebrale Frakturen
** Alle skelettalen Ereignisse, sowohl gesamte Anzahl als auch Zeit bis zum Erreichen jedes Ereignisses wahrend der Studie
NE Nicht erreicht NA Nicht zutreffend
In einer dritten doppelblinden, randomisierten Phase-III-Studie wurde die Anwendung von Zoledronsaure 4 mg oder 90 mg Pamidronsaure jeweils alle 3 bis 4 Wochen bei Patienten mit Multiplem Myelom oder Mammakarzinom und mindestens einer Knochenlasion verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Zoledronsaure 4 mg in der Pravention skelettbezogener Ereignisse eine vergleichbare Wirksamkeit aufweist wie 90 mg Pamidronsaure. Die Multiple-Event-Analyse zeigte in der Zoledronsaure-4 mg-Gruppe eine signifikante 16 %ige Risikoreduktion im Vergleich zu Patienten, die Pamidronsaure erhalten hatten. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in Tabelle 5 zusammengefasst.
TaЬle 5: Ergebnisse zur Wirksamkeit (Patienten mit Mammakarzinom oder Multiplem Myelom)
| SRE (+TIН) | Frakturen* | Radiotherapie am Knochen | ||||
| Zoledron-saure 4 mg | Pam 90 mg | Zoledron-saure 4 mg | Pam 90 mg | Zoledron-saure 4 mg | Pam 90 mg | |
| Anzahl (N) | 561 | 555 | 561 | 555 | 561 | 555 |
| Anteil Patienten mit SREs (%) | 48 | 52 | 37 | 39 | 19 | 24 |
| p-Wert | 0,198 | 0,653 | 0,037 | |||
| Zeit bis zum Auftreten der ersten SRE inTagen (median) | 376 | 356 | NE | 714 | NE | NE |
| p-Wert | 0,151 | 0,672 | 0,026 | |||
| Skelettale Morbiditatsrate | 1,04 | 1,39 | 0,53 | 0,60 | 0,47 | 0,71 |
| p-Wert | 0,084 | 0,614 | 0,015 | |||
| Riskoreduktion gemaВ Multiple-Event-Analyse** (%) | 16 | - | NA | NA | NA | NA |
| p-Wert | 0,030 | NA | NA | |||
* vertebrale und nicht-vertebrale Frakturen
** Alle skelettalen Ereignisse, sowohl gesamte Anzahl als auch Zeit bis zum Erreichen jedes Ereignisses wahrend der Studie
NE Nicht erreicht NA Nicht zutreffend
Zoledronsaure 4 mg wurde auch in einer doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten Studie an 228 Patienten mit dokumentierten Knochenmetastasen nach Mammatumor untersucht, um die Wirkung von 4 mg Zoledronsaure auf die Skelettkomplikationen (SRE) zu bewerten, berechnet als Gesamtzahl der SRE-Ereignisse (mit Ausnahme von Нyperkalzamie und an vorhergehende Frakturen angepasst), geteilt durch den gesamten Risikozeitraum. Die Patienten erhielten fur ein Jahr alle vier Wochen entweder 4 mg Zoledronsaure oder Plazebo. Die Patienten wurden gleichmaВig zwischen den Zoledronsaure-behandelten und Plazebo-Gruppen aufgeteilt.
Die SRE-Rate (Ereignisse/Personenjahre) betragt fur Zoledronsaure 0,628 und fur Plazebo 1,096. Das Verhaltnis von Patienten mit zumindest einer SRE (mit Ausnahme von Нyperkalzamie) betrug 29,8% in der mit Zoledronsaure behandelten Gruppe vs. 49,6 % in der Plazebo-Gruppe (p= 0,003). In dem mit Zoledronsaure behandelten Arm wurde am Ende der Studie die mediane Zeit bis zum Auftreten des ersten SRE nicht erreicht und war im Vergleich zu Plazebo signifikant verzogert (p= 0,007). In einer Analyse von Mehrfachereignissen verringerte Zoledronsaure 4 mg das Risiko fur SREs um 41% (Risiko-Verhaltnis 0,59, p= 0,019) im Vergleich zu Plazebo.
In der mit Zoledronsaure behandelten Gruppe wurde eine statistisch signifikante Verbesserung des Schmerz-Scores (unter Verwendung des Brief Pain Inventory, BPI) nach 4 Wochen gesehen und zu jedem nachfolgenden Zeitpunkt wahrend der Studie, wenn mit Plazebo verglichen wurde (Abbildung 1). Fur Zoledronsaure lag der Schmerz-Score durchweg unterhalb des Ausgangswertes und die Schmerzverminderung wurde tendenziell von einer Reduktion des Schmerzmittel-Scores begleitet.
AЬЬildung 1: Mittlere Veranderungen der BPI-Scores vom Ausgangswert. Statistisch signifikante Unterschiede sind gekennzeichnet (*р<0,05) filr den Vergleich der Behandlung (4 mg Zoledronsaure vs. PlaceЬo)
CZ0L446EUS122/SW0G-Studie
Das primare Ziel dieser Beobachtungsstudie war die kumulative Inzidenz von 0steonekrosen im Kieferbereich (0NJ) nach 3 Jahren bei Krebspatienten mit Knochenmetastasen, die mit Zoledronsaure behandelt werden, abzuschatzen. Die osteoklastenhemmende Therapie, andere Krebstherapien und zahnarztliche Versorgung wurden wie klinisch angezeigt durchgefuhrt, um die Versorgung bestmoglich zu gewahrleisten. Eine zahnarztliche Ausgangsuntersuchung wurde empfohlen, war jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.
Bei den 3.491 auswertbaren Patienten wurden 87 Falle von 0NJ diagnostiziert. Die geschatzte kumulative Inzidenz von bestatigten 0NJ nach 3 Jahren betrug 2,8% (95%-KI: 2,3-3,5%). Die Raten betrugen 0,8% nach 1 Jahr und 2,0% nach 2 Jahren. Die Raten von bestatigten 0NJ nach 3 Jahren waren bei Myelompatienten am hochsten (4,3%) und bei Brustkrebspatientinnen am niedrigsten (2,4%). Falle von bestatigter 0NJ waren bei Patienten mit multiplem Myelom statistisch signifikant haufiger (p=0,03), als bei allen anderen Krebsarten zusammengenommen.
Ergebnisse klinischer Studien in der Behandlung der TIН
Klinische Studien bei tumorinduzierter Нyperkalzamie (TIН) zeigten, dass die Wirkung von Zoledronsaure durch eine Abnahme des Serum-Kalziums und der Kalzium-Ausscheidung im Urin gekennzeichnet ist. In Phase-I-Dosisfindungsstudien an Patienten mit leichter bis mittelschwerer tumorinduzierter Нyperkalzamie (TIН) lagen die untersuchten, wirksamen Dosierungen im Bereich von ca. 1,2–2,5 mg.
Zum Nachweis der Wirksamkeit von 4 mg Zoledronsaure im Vergleich zu 90 mg Pamidronsaure wurden die Ergebnisse von zwei pivotalen, multizentrischen Studien an Patienten mit TIН in einer vorher geplanten Analyse kombiniert. Es erfolgte eine schnellere Normalisierung des korrigierten Serum-Kalziums am Tag 4 mit 8 mg Zoledronsaure und am Tag 7 mit 4 mg und 8 mg Zoledronsaure. Die folgenden Ansprechraten wurden beobachtet:
TaЬelle 6: Komplette Ansprechrate pro Tag in den kombinierten TIН-Studien
| Tag 4 | Tag 7 | Tag 10 | |
| Zoledronsaure 4 mg (N=86) | 45,3% (p=0,104) | 82,6% (p=0,005)* | 88,4% (p=0,002)* |
| Zoledronsaure 8 mg (N=90) | 55,6% (p=0,021)* | 83,3% (p=0,010)* | 86,7% (p=0,015)* |
| Pamidronsaure 90 mg (N=99) | 33,3% | 63,6% | 69,7% |
| *p-Werte im Vergleich zu Pamidronat | |||
Im Median betrug die Zeit bis zum Erreichen normokalzamischer Werte 4 Tage. Die mediane Dauer bis zum Rezidiv (Wiederanstieg der Albumin-korrigierten Serum-Kalzium-Spiegel auf ≥ 2,9 mmol/l) betrug 30–40 Tage bei Patienten, die mit Zoledronsaure behandelt wurden, gegenuber 17 Tagen bei denjenigen, die mit 90 mg Pamidronsaure behandelt wurden (p-Werte: 0,001 fur 4 mg und 0,007 fur 8 mg Zoledronsaure). Zwischen beiden Zoledronsaure-Dosierungen gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede.
In klinischen Studien erhielten 69 Patienten, die gegenuber der ersten Behandlung (4 mg oder 8 mg Zoledronsaure oder 90 mg Pamidronat) refraktar waren, eine Wiederbehandlung mit 8 mg Zoledronsaure. Die Ansprechrate betrug bei diesen Patienten ca. 52%. Da diese Patienten ausschlieВlich mit der 8 mg-Dosis wiederbehandelt wurden, sind keine Daten verfugbar, die einen Vergleich mit der 4 mg-Zoledronsaure-Dosis erlauben wurden.
In klinischen Studien an Patienten mit tumorinduzierter Нyperkalzamie (TIН) war das gesamte Sicherheitsprofil zwischen allen drei Behandlungsgruppen (4 mg und 8 mg Zoledronsaure und 90 mg Pamidronsaure) hinsichtlich Art und Schweregrad vergleichbar.
Kinder und Jugendliche
Ergebnisse der klinischen Studien zur Behandlung der schweren Osteogenesis imperfecta bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 17 Jahren
Die Wirkung von intravenoser Zoledronsaure zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen (Alter 1 bis 17 Jahre) mit schwerer 0steogenesis imperfecta (Typ I, III und IV) wurde im Vergleich zu intravenosem Pamidronat in einer internationalen, multizentrischen, randomisierten, offenen Studie mit 74 bzw. 76 Patienten in der jeweiligen Behandlungsgruppe untersucht. Der Behandlungszeitraum in der Studie betrug 12 Monate. Diesem ging eine 4- bis 9-wochige Screening-Phase voraus, wahrend der uber mindestens 2 Wochen Vitamin D und Kalzium eingenommen wurden. In klinischen Studien erhielten Patienten im Alter von 1 bis < 3 Jahren 0,025 mg/kg Zoledronsaure (bis zu einer maximalen Einzeldosis von 0,35 mg) alle 3 Monate. Patienten im Alter von 3 bis 17 Jahren wurden 0,05 mg/kg Zoledronsaure (bis zu einer maximalen Einzeldosis von 0,83 mg) alle 3 Monate verabreicht. Es wurde eine Extensionsstudie durchgefuhrt, um die allgemeine und renale Langzeitsicherheit einer einmal bzw. zweimal jahrlichen Gabe von Zoledronsaure wahrend der 12-monatigen Extension bei Kindern, die die Behandlung in der 1-Jahres-Нauptstudie mit Zoledronsaure oder Pamidronat abgeschlossen hatten, zu untersuchen.
Der primare Endpunkt der Studie war die prozentuale Anderung der Knochendichte (BMD) der Lendenwirbelsaule nach 12 Monaten Behandlung. Die geschatzte Wirkung auf
die BMD war ahnlich, aber das Studiendesign war nicht ausreichend robust um eine
„Nicht-Unterlegenheit“ der Wirksamkeit von Zoledronsäure nachzuweisen. Vor allem gab es keine eindeutigen Beweise einer Wirksamkeit auf die Frakturhaufigkeit und bei Schmerzen. An den langen Knochen der unteren Extremitaten wurden Frakturen als unerwunschte Ereignissen bei ca. 24% (Femur) und 14% (Tibia) der mit Zoledronsaure und bei 12% bzw. 5% der mit Pamidronat behandelten Patienten mit schwerer 0steogenesis imperfecta, unabhangig von der Grunderkrankung oder eines Kausalzusammenhangs, beobachtet. Die Gesamthaufigkeit fur Frakturen war bei Zoledronsaure- bzw. bei Pamidronatpatienten vergleichbar, namlich 43% (32/74) bzw.
41% (31/76). Die Interpretation des Frakturrisikos wird durch die Tatsache erschwert, dass Frakturen, aufgrund des Fortschreitens der Grunderkrankung, haufige Ereignisse bei Patienten mit schwerer 0steogenesis imperfecta sind.
Die Art der Nebenwirkungen, die in dieser Population beobachtet wurden, waren ahnlich wie bei Erwachsenen mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen unter Beteiligung der Knochen (siehe Abschnitt 4.8). Die Nebenwirkungen sind in Tabelle 7 nach ihrer Нaufigkeit geordnet aufgefuhrt. Bei der Bewertung werden folgende Нaufigkeiten zugrunde gelegt : Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000,
<1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Нaufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).
TaЬelle 7: Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer 0steogenesis imperfecta1
| Erkrankungen des NervensystemsНaufig: Kopfschmerzen |
| НerzerkrankungenНaufig: Tachykardie |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsНaufig: Nasopharyngitis |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Sehr Ubelkeit, Erbrechen haufig:Нaufig: Abdominale Schmerzen |
| Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnocienerkrankungenНaufig: Schmerzen in den Extremitaten, Arthralgie, muskuloskeletale Schmerzen |
| Allgemeine Erkrankungen und Besciwerden am VerabreiciungsortSehr Fieber, Mudigkeit haufig:Нaufig: Akute-Phase-Reaktion, Schmerzen |
| UntersuciungenSehr Нypokalzamie haufig:Нaufig: Нypophosphatamie |
1 Unerwunschte Ereignisse mit einer Нaufigkeit von < 5% wurden medizinisch bewertet und es wurde gezeigt, dass diese Falle mit dem gut bekannten Sicherheitsprofil von Zoledronsaure ubereinstimmen (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer 0steogenesis imperfecta scheint Zoledronsaure im Vergleich zu Pamidronat mit einem hoheren Risiko fur Akute-Phase-Reaktionen, Нypokalzamie und ungeklarte Tachykardie verbunden zu sein. Dieser Unterschied verringerte sich nach den weiteren Infusionen.
Die Europaische Arzneimittel-Agentur hat fur Zoledronsaure eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen padiatrischen Altersklassen fur die Behandlung der tumorinduzierten Нyperkalzamie und zur Pravention skelettbezogener Komplikationen bei Patienten mit fortgeschrittenen, auf das Skelett ausgedehnten, Tumorerkrankungen gewahrt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Eine einmalige oder mehrfache 5- und 15-minutige Infusion von 2, 4, 8 und 16 mg Zoledronsaure bei 64 Patienten mit Knochenmetastasen ergab die folgenden dosisunabhangigen pharmakokinetischen Daten:
Nach Start der Zoledronsaure-Infusion erhoht sich die Plasmakonzentration von Zoledronsaure schnell, wobei die Plasmaspitzenkonzentration am Ende der Infusionszeit erreicht wird. Es folgt ein schneller Ruckgang auf < 10% der Plasmaspitzenkonzentration nach 4 Stunden und auf < 1% nach 24 Stunden, gefolgt von einem langeren Zeitraum mit sehr niedrigen Konzentrationen, die nicht uber 0,1% der Plasmaspitzenkonzentration hinausgehen, bevor am Tag 28 die zweite Infusion von Zoledronsaure erfolgt.
Die Ausscheidung von intravenos verabreichter Zoledronsaure verlauft triphasisch: Eine schnelle, biphasische Elimination aus der systemischen Zirkulation mit Нalbwertszeiten von t½α 0,24 und t½β 1,87 Stunden, gefolgt von einer langandauernden Eliminationsphase mit einer terminalen Eliminationshalbwertszeit von t½γ 146 Stunden. Auch nach Mehrfachgabe (alle 28 Tage) kommt es nicht zur Akkumulation von Zoledronsaure im Plasma. Zoledronsaure wird nicht metabolisiert, sondern unverandert uber die Nieren ausgeschieden. Innerhalb der ersten 24 Stunden werden 39 ± 16% der verabreichten Dosis im Urin wiedergefunden, wahrend die Restmenge prinzipiell am Knochengewebe gebunden ist. Aus dem Knochengewebe wird Zoledronsaure sehr langsam zuruck in den systemischen Kreislauf abgegeben und uber die Nieren ausgeschieden. Die Gesamtkorper-Clearance betragt unabhangig von der Dosierung 5,04 ± 2,5 l/h und wird durch Geschlecht, Alter, Rasse und Korpergewicht nicht beeinflusst. Eine Erhohung der Infusionszeit von 5 auf 15 Minuten fuhrte am Ende der Infusion zu einer Abnahme der Zoledronsaure-Konzentration um 30%, hatte aber keinen Einfluss auf das AUC-Zeit-Diagramm.
Wie bei anderen Bisphosphonaten ist die Variabilitat der pharmakokinetischen Parameter von Zoledronsaure zwischen den Patienten hoch.
Pharmakokinetische Daten zu Zoledronsaure bei Patienten mit Нyperkalzamie sowie bei Patienten mit Leberinsuffizienz liegen nicht vor. Zoledronsaure hemmt in vitro keine humanen P450-Enzyme und wird nicht metabolisiert. In Tierstudien wurden < 3% der verabreichten Dosis in den Fazes wiedergefunden. Dies deutet darauf hin, dass die Leberfunktion keine relevante Rolle fur die Pharmakokinetik von Zoledronsaure spielt.
Die renale Clearance von Zoledronsaure korreliert mit der Kreatinin-Clearance. Die renale Clearance entspricht 75 ± 33% der Kreatinin-Clearance, die bei den 64 untersuchten Tumorpatienten im Mittel bei 84 ± 29 ml/min (von 22 bis 143 ml/min) lag. Eine Populationsanalyse zeigte fur Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 20 ml/min (schwere Niereninsuffizienz) bzw. 50 ml/min (mittelschwere Niereninsuffizienz), dass die voraussagbare Clearance von Zoledronsaure 37% bzw. 72% derjenigen eines Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 84 ml/min betragen wurde. Fur Patienten mit schweren Nierenfunktionsstorungen (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) liegen nur wenige pharmakokinetische Daten vor.
In einer In-vitro-Studie zeigte Zoledronsaure in einem Konzentrationsbereich von
30 ng/ml bis 5.000 ng/ml eine geringe Affinitat zu menschlichen Blutzellen, mit einem mittleren Blut/Plasmakonzentrationsverhaltnis von 0,59. Die Plasmaproteinbindung ist gering, wobei der ungebundene Anteil zwischen 60% bei 2 ng/ml und 77% bei
2.000 ng/ml Zoledronsaure liegt. Spezielle Patientengruppen Padiatrische Patienten
Begrenzte pharmakokinetische Daten bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer 0steogenesis imperfecta legen nahe, dass die Pharmakokinetik von Zoledronsaure bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren bei ahnlicher mg/kg-Dosis vergleichbar mit derjenigen von Erwachsenen ist. Alter, Korpergewicht, Geschlecht und Kreatinin-Clearance haben offensichtlich keinen Effekt auf die systemische Exposition von Zoledronsaure.
Pharmazeutische Angaben - Zoledronsäure 4 mg/100 ml
Mannitol (Ph.Eur.) (E421) Natriumcitrat (Ph.Eur.) (E331) Wasser fur Injektionszwecke
Salzsaure 0,36 % und/oder Natriumhydroxid-Losung (0,4%) (fur die pН-Einstellung)
InkomрatiЬilitaten
Dieses Arzneimittel darf nicht mit kalziumhaltigen Losungen in Kontakt gebracht werden und darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt oder intravenos zusammen uber dieselbe Infusionslinie verabreicht werden.
Dauer der HaltЬarkeit
30 Monate.
Nach dem ersten Offnen: Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Infusionslosung sofort verwendet werden. Falls diese nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender fur die Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die normalerweise 24 Stunden bei 2°C – 8°C nicht uberschreiten sollte. Vor der Anwendung ist die gekuhlte Losung dann wieder auf Raumtemperatur zu bringen.
Besondere Vorsichtsma6nahmen filr die AufЬewahrung
Nicht uber 30°C lagern.
Aufbewahrungsbedingungen nach dem ersten Offnen des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
100 ml Losung in einem durchsichtigen, farblosen Kunststoffbeutel (Polypropylen). PackungsgroВe
Ein Beutel als Einzelpackung oder Mehrfachpackungen mit 4 oder 5 Packungen. Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroВen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen filr die Beseitigung und sonstige Hinweise zur HandhaЬung
Weitere Informationen zur Нandhabung von Zoledronsaure, einschlieВlich einer Anweisung zur Нerstellung verringerter Dosierungen unter Verwendung des Zoledronsaure gebrauchsfertigen Beutels werden in Abschnitt 4.2 beschrieben.
Die Infusion ist unter aseptischen Bedingungen herzustellen. Nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.
Es durfen nur klare Losungen ohne Partikel und Verfarbungen verwendet werden.
Das medizinische Fachpersonal ist anzuweisen, nicht verwendete Zoledronsaure nicht uber das lokale Abwassersystem zu entsorgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.