Desmogalen® Nasenspray, 0,01% Lösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Desmogalen® 0,01%
DesmoGalen Nasenspray als Antidiuretikum
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zentraler Diabetes insipidus
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traumatisch bedingte Polyurie und Polydipsie bei Vorliegen eines passageren ADH-Mangels nach Hypophysektomie, Operationen im Hypophysenbereich oder Schä-delhirntraumen
DesmoGalen Nasenspray als Diagnostikum
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Kurztest zur Bestimmung der Nierenkonzentrationsfähigkeit
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Differentialdiagnose des Diabetes insipidus
Dosierung
DesmoGalen Nasenspray als Antidiuretikum
Zentraler Diabetes insipidus sowie zentral traumatisch bedingte Polyurie und Poly-dipsie
Die Dosierung ist den individuellen Anforderungen anzupassen. Bei Kindern beträgt die durchschnittliche tägliche Dosis 10 Mikrogramm, bei Erwachsenen 10-20 Mikrogramm. Dosen von weniger als 10 Mikrogramm können mit DesmoGalen Na-senspray nicht verabreicht werden.
Sollten Anzeichen einer Wasserretention und/oder Hyponatriämie auftreten, muss die Behandlung unterbrochen und die Dosis angepasst werden.
Zur optimalen Einstellung der Dosis sollte die Menge und die Osmolalität des ausge-schiedenen Harns bestimmt werden.
Die Tagesdosis soll in 1 - 2 Dosen (morgens und, falls erforderlich, abends vor dem Zubettgehen) aufgeteilt werden.
| Tagesdosis | Anzahl der Sprühstöße | |
| Erwachsene | 10 – 20 Mikrogramm | 1 - 2 |
| Kinder über 1 Jahr | 10 Mikrogramm | 1 |
Die Behandlung soll sich an zwei Parametern ausrichten: einer ausgewogenen Was-serbilanz und einer adäquaten Schlafdauer.
DesmoGalen Nasenspray als Diagnostikum
Kurztest zur Untersuchung der Nierenkonzentrationsfähigkeit und zur Differentialdiag-nose des Diabetes insipidus
| Dosis | Anzahl der Sprühstöße | |
| Erwachsene | 1 x 40 Mikrogramm | 4 |
| Kinder über 1 Jahr | 1 x 20 Mikrogramm | 2 |
| Kinder unter 1 Jahr | 1 x 10 Mikrogramm | 1 |
Art und Dauer der Anwendung
Zur nasalen Anwendung
Vor der Anwendung gründliche Reinigung der Nase (Schnäuzen). Schutzkappe ab-nehmen, Flasche senkrecht halten. Die Spitze des Ansaugschlauchs muss stets nach unten zeigen und in die Lösung eintauchen. Sprühöffnung in ein Nasenloch einführen und ein Mal pumpen. Ein Sprühstoß entspricht einer Dosis von 10 Mikrogramm. Ist ei-ne höhere Dosis verordnet, wird abwechselnd in jedes Nasenloch gesprüht. Während
des Sprühvorgangs leicht durch die Nase einatmen. Nach Gebrauch Schutzkappe wieder aufsetzen und Flasche aufrecht lagern.
Vor der ersten Anwendung 4 – 5 Mal sprühen, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel ent-steht.
Nach 50 Sprühstößen sollte die verbliebene Flüssigkeit nicht mehr benutzt werden, da der Ansaugschlauch möglicherweise nicht mehr in die Lösung eintaucht und somit ei-ne genaue Dosierung nicht mehr gewährleistet ist.
DesmoGalen Nasenspray als Antidiuretikum
Zentraler Diabetes insipidus sowie zentral traumatisch bedingte Polyurie und Poly-dipsie
Zu Beginn der Behandlung muss die optimale Dosierung vom Arzt individuell durch Bestimmung der Harnmenge und Harnosmolalität ermittelt werden. Bei nicht ausrei-chender Wirkung ist die Dosis zu erhöhen. Die Therapie sollte sich an zwei Parame-tern ausrichten: einer ausgewogenen Wasserbilanz und einer adäquaten Schlafdau-er.
DesmoGalen Nasenspray als Diagnostikum
Kurztest zur Untersuchung der Nierenkonzentrationsfähigkeit und zur Differentialdiag-nose des Diabetes insipidus
Der Kurztest dient sowohl zur Unterscheidung eines Diabetes insipidus von Polyurien anderer Genese als auch zur Bestimmung einer eingeschränkten Nierenkonzentrati-onsfähigkeit aufgrund von Harnwegsinfektionen (Zystitis, Pyelonephritis) sowie zur Früherkennung von tubulointerstitiellen Schädigungen etwa durch Lithium, Analgetika, Chemotherapeutika und Immunsuppressiva.
Der Kurztest wird vorzugsweise morgens durchgeführt. Die Trinkmenge sollte wäh-rend der ersten 12 Stunden nach Verabreichung des Arzneimittels eingeschränkt werden. Kinder unter 5 Jahren und Patienten mit Herzerkrankungen oder Bluthoch-druck sollten die Flüssigkeitsaufnahme auf die Hälfte reduzieren. Es wird empfohlen, die Blase direkt vor der Arzneimittelgabe zu leeren.
Vor Testbeginn und zweimal nach der Desmopressin-Gabe sollte die Osmolalität des Urins bestimmt werden. Der innerhalb der ersten Stunde gesammelte Urin wird ver-worfen. Die beiden nachfolgenden Urinproben werden vorzugsweise 2 und 4 Stunden nach der Desmopressin-Gabe abgenommen und deren Osmolalität ermittelt. Zur Be-stimmung der renalen Konzentrationsfähigkeit wird dann der höhere Wert mit dem Ausgangswert vor Testbeginn oder einem altersspezifischen Referenzwert (Erwach-sene 800 – 1000 mOsm/kg) verglichen.
Eine durch zentralen Diabetes insipidus bedingte Polyurie liegt vor, wenn die Uri-nosmolalität deutlich ansteigt und das Urinvolumen deutlich abnimmt. Erniedrigte Werte, ein fehlender oder nur geringer Anstieg der Urinosmolalität deuten auf eine eingeschränkte Nierenkonzentrationsfähigkeit hin.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Desmopressin wurden in spezifischen Patienten-
gruppen (mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion oder anderen Begleiterkran-kungen) nicht untersucht.
Desmopressin darf nicht angewendet werden bei:
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genann-ten sonstigen Bestandteile
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primärer und psychogener Polydipsie oder Polydipsie bei Alkoholikern
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schwerem klassischen von-Willebrand-Jürgens-Syndrom (Typ IIb), Patienten mit 5% Faktor-VIII-Aktivität, Faktor VIII-Antikörpern
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Hyponatriämie
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Herzinsuffizienz und anderen Erkrankungen, die eine Behandlung mit Diuretika er-fordern
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leichter oder schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min)
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Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion, da dieses Syndrom mit durch Wasserre-tention bedingter Hyponatriämie assoziiert ist
Desmopressin sollte mit Vorsicht angewendet werden:
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bei der Behandlung junger und älterer Patienten
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bei Störungen des Flüssigkeits- und/oder Elektrolythaushalts
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bei Risiko einer intrakraniellen Druckerhöhung
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bei Thromboseneigung
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bei koronarer Herzkrankheit, Hypertonie
Eine Schilddrüsen- oder Nebennierenrindeninsuffizienz sollte vor Behandlungsbeginn mit Desmopressin korrigiert werden, um das Auftreten einer Wasserretention oder Hyponatriämie zu vermeiden.
DesmoGalen Nasenspray sollte mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit zystischer Fibrose angewendet werden.
Bei der Behandlung des zentralen Diabetes insipidus mit DesmoGalen Nasenspray kann eine schwere Hyponatriämie auftreten.
Bei der intranasalen Anwendung können Veränderungen oder Erkrankungen der Na-senschleimhaut, wie z.B. Narbenbildung oder Ödeme, zu einer veränderten Absorpti-on führen. In diesen Fällen sollte DesmoGalen Nasenspray nicht angewendet werden.
Um eine Wasserintoxikation zu vermeiden, sollte auf eine ausgewogene Wasserbilanz geachtet werden.
Die Behandlung mit Desmopressin kann ohne gleichzeitige Einschränkung der Flüs-sigkeitsaufnahme zu einer Wasserretention und Hyponatriämie führen, die von Symp-tomen wie Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Übelkeit und Ödembildung begleitet sein kann. In schweren Fällen können Hirnödem, Krampfanfälle und Koma auftreten.
Besonders Kinder und ältere Patienten (abhängig von ihrem Allgemeinzustand) haben ein erhöhtes Risiko für Wasser- und Elektrolytstörungen. Über ein Hirnödem wurde wiederholt berichtet bei sonst gesunden Kindern und jungen Erwachsenen, die wegen einer Enuresis nocturna mit Desmopressin behandelt wurden.
Patienten sind darauf aufmerksam zu machen, dass eine übermäßige Flüssigkeits-aufnahme (auch während des Schwimmens) zu vermeiden ist, und dass bei Erbre-chen und Durchfall die Anwendung von Desmopressin so lange zu unterbrechen ist, bis sich der Flüssigkeitshaushalt wieder normalisiert hat.
Die Gefahr von Hyponatriämie-bedingten Krampfanfällen kann auch durch Einhaltung der empfohlenen Anfangsdosierung und durch Vermeidung einer gleichzeitigen Ver-abreichung Vasopressin-sekretionsfördernder Substanzen minimiert werden (siehe 4.5).
Zur Vermeidung einer Hyperhydratation und Hyponatriämie ist vor allem bei sehr jun-gen und älteren Patienten, bei Krankheiten mit instabiler Flüssigkeits- und Elektrolytbi-lanz oder bei erhöhtem intrakraniellen Druck vorsichtshalber die Flüssigkeitsaufnahme zu reduzieren.
Eine mögliche Flüssigkeitsretention kann durch eine Gewichtskontrolle bzw. durch Messung des Plasma-Natriumspiegels bzw. der Plasma-Osmolalität überprüft werden. Eine Gewichtszunahme kann durch Überdosierung oder häufiger durch verstärkte Flüs-sigkeitsaufnahme verursacht sein.
Nach dem diagnostischen Test auf Diabetes insipidus oder Nierenkonzentrationsfähigkeit ist eine Flüssigkeitsüberlastung zu vermeiden. Die Aufnahme von Flüssigkeit sollte nicht erzwungen werden, weder oral noch parenteral, und Patienten sollten nur so viel an Flüs-sigkeit zu sich nehmen, wie sie zur Löschung ihres Durstes benötigen.
Die Prüfung der Nierenkonzentrationsfähigkeit bei Säuglingen und Kindern unter ei-nem Jahr sollte nur unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen in einem Krankenhaus durchgeführt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Oxytocin ist mit einer Erhöhung des antidiureti-schen Effekts und einer Abschwächung der Uterusdurchblutung zu rechnen.
Clofibrat, Indometacin und Carbamazepin können die antidiuretische Wirkung von Desmopressin verstärken und so das Risiko einer Wasserretention erhöhen.
Glibenclamid und Lithium können den antidiuretischen Effekt von Desmopressin ab-schwächen.
Chlorpromazin, trizyklische Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und NSAIDs können einen zusätzlichen antidiuretischen Ef-fekt auslösen und so das Risiko einer Wasserretention erhöhen.
Desmopressin kann den Effekt von Blutdruck steigernden Arzneimitteln erhöhen und den Effekt von Antihypertensiva abschwächen.
Bei gleichzeitiger Anwendung der o.g. Medikamente sollten der Blutdruck, der Plas-ma-Natriumspiegel und die Harnausscheidung überwacht werden.
Bisherige klinische Erfahrungen mit der nasalen Anwendung von Desmopressin wäh-rend der Schwangerschaft und Stillzeit ergaben keine Hinweise auf nachteilige Wir-kungen für Mutter oder Kind. Die ADH-Ersatztherapie mit Desmopressin in adäquater Dosierung kann während der Schwangerschaft durchgeführt werden.
Bei einer Verschreibung für schwangere Frauen ist besondere Vorsicht geboten. Eine Blutdrucküberwachung wird empfohlen.
Desmopressin wird bei Frauen nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausge-schieden.
Es wurden keine Studien über die Auswirkungen von DesmoGalen Nasenspray auf die Fahrtüchtigkeit und auf die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, durchgeführt.
Desmopressin hat keine bekannte Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf die Fähig-keit, Maschinen zu bedienen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde ge-legt:
Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100, < 1/10 Gelegentlich: ≥ 1/1.000, < 1/100 Selten: ≥ 1/10.000, < 1/1.000
Sehr selten: < 1/10.000
Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Selten: Hyponatriämie
Erkrankungen des Nervensystems:
Häufig: Kopfschmerzen
Selten: Hirnödem, hyponatriämische Krämpfe
Augenerkrankungen:
Häufig: Konjunktivitis
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums:
Häufig: Nasale Kongestion, Epistaxis, Rhinitis
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Häufig: Nausea, abdominale Krämpfe, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Sehr selten: allergische Reaktionen, Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Pruritus, Exanthem, Fieber, Bronchospasmus, Anaphylaxie).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Häufig: Asthenie
Besonders nach übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme kann es zu einer Wasserretenti-on mit folgenden Begleitsymptomen kommen: Gewichtszunahme, Hyponatriämie und in schweren Fällen Krämpfe, teilweise verbunden mit Bewusstseinseinschränkungen bis hin zu längerdauernder Bewusstlosigkeit. Dies gilt besonders für Kinder bis zu 1 Jahr oder ältere Patienten, unabhängig von ihrem Allgemeinzustand.
Herz- und Gefäßerkrankungen:
Aufgrund verstärkter Wasserrückresorption kann der Blutdruck steigen und es kann sich in einigen Fällen eine Hypertonie entwickeln. Bei Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit kann es zu Angina pectoris kommen.
Diese Nebenwirkungen, außer den allergischen Reaktionen, können eventuell durch Dosisreduktion verhindert werden oder sich zurückbilden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefor-dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Die Symptome einer Überdosierung können bei folgenden Voraussetzungen auftre-ten:
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die verabreichte Dosis ist zu hoch
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zusammen oder kurz nach der Desmopressin-Gabe erfolgte eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr
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bei der intranasalen Anwendung lagen veränderte Resorptionsverhältnisse
vor
Sie äußern sich durch eine Zunahme des Körpergewichts (Wasserretention), Kopf-schmerzen, Übelkeit, leichte Hypertonie, Tachykardie, Flush, gastrointestinale Krampfanfälle und in schweren Fällen Hirnödem, generalisierte Krämpfe und Koma (Wasserintoxikation).
Eine Überdosierung kann insbesondere bei der unvorsichtigen Einstellung von Klein-kindern auftreten.
Im Falle einer Überdosierung sollte in Abhängigkeit vom Schweregrad die Dosis ver-ringert, der Abstand der Einzelgaben vergrößert oder das Arzneimittel abgesetzt wer-den. Bei Hirnödem ist eine sofortige Einweisung zur Intensivtherapie notwendig, Krämpfe im Kindesalter bedürfen ebenfalls Intensivmaßnahmen. Es existiert kein spezielles Antidot für Desmopressin. Ist die Induktion einer Diurese angezeigt, können Saluretika wie z.B. Furosemid, unter gleichzeitigen Serum-Elektrolytkontrollen einge-setzt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Desmogalen® 0,01%
Pharmakotherapeutische Gruppe: Hypophysenhinterlappenhormone, Vasopressin und Analoga
ATC-Code: H01BA02
Desmopressin ist ein synthetisches Analog zum natürlichen, humanen Hypophysen-hinterlappenhormon L-Arginin-Vasopressin und unterscheidet sich von diesem che-misch dadurch, dass die Aminogruppe des Cysteins in Position 1 entfernt und das L-Arginin durch das stereoisomere D-Arginin ausgetauscht ist. Durch diese Veränderun-gen geht die vasopressorische Wirkung des Moleküls weitgehend verloren, während die antidiuretische Wirkung um ein Vielfaches gesteigert und prolongiert wird.
Desmopressin erhöht in den distalen Nierentubuli und den Sammelrohren der Niere die Permeabilität für Wasser und damit die Wasserrückresorption aus dem Primär-harn.
Bei der intranasalen Applikation von Desmopressin variiert die zur Kontrolle des Dia-betes insipidus erforderliche Dosis bei den einzelnen Patienten erheblich.
Nach intranasaler Gabe von Desmopressin wird die maximale Plasmakonzentration nach ca. 50 min erreicht. Die antidiuretische Wirkung setzt bereits nach 15 min ein und hält dosisabhängig 6 - 24 Stunden an.
Die Plasmahalbwertszeit beträgt 2 - 3 Stunden. Desmopressin wird über die Nieren ausgeschieden.
Die systemische Bioverfügbarkeit von Desmopressin beträgt nach intranasaler Appli-kation ungefähr 10 % der verabreichten Dosis.
Pharmazeutische Angaben - Desmogalen® 0,01%
Natriumchlorid, Citronensäure-Monohydrat, Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat (Ph.Eur.), gereinigtes Wasser
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. DesmoGalen Nasenspray soll im Kühlschrank zwischen 2 °C – 8 °C gelagert werden. Nach dem ersten Gebrauch sollte DesmoGalen Nasenspray nicht über 25 °C aufbe-wahrt werden.
Das Dosierspray sollte aufrecht gelagert werden.
Braunglasflasche der Klasse I mit einer aufgesetzten Dosierpumpe, bestehend aus Polypropylen- und Polyethylenkomponenten sowie einer Stahlfeder.
5 ml (N2)
3 x 5 ml
4 x 5 ml (N3)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.