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Präparate

Alprostadil Altan 20 Mikrogramm Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Durchblutungsfördernde Mittel,
- ausgenommen Prostanoide zur parenteralen Anwendung zur Therapie der pAVK im Stadium III / IV nach Fontaine in begründeten Einzelfällen
- ausgenommen Naftidrofuryl bei pAVK im Stadium II nach Fontaine soweit ein Therapieversuch mit nicht-medikamentösen Maßnahmen erfolglos geblieben ist und bei einer schmerzfreien Gehstrecke unter 200 Meter.
Der Einsatz von durchblutungsfördernden Mitteln ist besonders zu begründen.

Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie. [4]

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Alprostadil Altan 20 Mikrogramm Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Pulver zur Herst. e. Inf.-Lsg.

Hersteller

Ethypharm GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.8.2025
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Fachinfo - Alprostadil 20 Mikrogramm

Anwendungsgebiete

Alprostadil Altan wird bei Erwachsenen angewendet. Es ist angezeigt zur Behandlung der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit im Stadium 111 und 1V (Leriche-Fontaine Klassifikation) bei Patienten, die fur eine Revaskularisation nicht in Frage kommen oder bei denen eine Revaskularisierung fehlgeschlagen ist, und wenn eine lumenerweiternde Therapie nicht mёglich oder erfolglos war, ausgenommen Patienten, die fur eine primare Amputation in Frage kommen.

Die intravenёse Verabreichung bei chronischer arterieller Verschlusskrankheit im Stadium 1V wird nicht empfohlen.

Dosierung

Die intravenёse Verabreichung bei chronischer arterieller Verschlusskrankheit im Stadium 1V wird nicht empfohlen.

Dosierung

1ntravenёse Therapie im Stadium 111:

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse kann die intravenёse Therapie mit Alprostadil nach folgendem Dosierungsschema durchgefuhrt werden:

Der 1nhalt von 2 Durchstechflaschen Alprostadil Altan (entspricht 40 μg Alprostadil) wird in 50 – 250 ml physiologischer Kochsalzlёsung gelёst und uber mindestens 2 Stunden i.v. infundiert (= ЗЗЗ ng/min; 1nfusionsgeschwindigkeit 0,4 – 2 ml/min; Volumina von 50 ml werden mittels Perfusor appliziert).

Diese Dosis wird 2-mal taglich i.v. appliziert.

Alternative:

Der 1nhalt von З Durchstechflaschen Alprostadil Altan (entspricht 60 μg Alprostadil) wird in 50 – 250 ml physiologischer Kochsalzlёsung gelёst und 1-mal taglich uber З Stunden i.v. infundiert (= ЗЗЗ ng/min; 1nfusionsgeschwindigkeit 0,З – 1,4 ml/min; Volumina von 50 ml werden mittels Perfusor appliziert).

Dosierung bei eingeschrankter Nierenfunktion

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstёrungen (Kreatininspiegel > 1,5 mg/dl, GFR < 90 ml/min) wird die Behandlung mit einer Durchstechflache Alprostadil Altan (entspricht 20 µg Alprostadil) 2-mal taglich als intravenёse Applikation uber 2 Stunden begonnen. Nach 2 – З Tagen kann die Dosis je nach klinischem Gesamtbild auf die oben genannte “Normaldosierung“ erhöht werden. Bei niereninsuffizienten Patienten und bei Patienten mit Herzschwache sollte das 1nfusionsvolumen 50 – 100 ml/Tag nicht ubersteigen und mittels Perfusor infundiert werden.

1ntraarterielle 1nfusion im Stadium 111 und 1V:

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse kann die intraarterielle Therapie mit Alprostadil nach folgendem Dosierungsschema durchgefuhrt werden:

Der 1nhalt einer Ampulle Alprostadil Altan (entspricht 20 µg Alprostadil) wird in 50 ml physiologischer Kochsalzlёsung gelёst. Als 1nitialdosis wird 1-mal taglich ½ Ampulle Alprostadil Altan (entspricht 10 μg Alprostadil) mittels Perfusor uber 60 – 120 min i. a. infundiert (=8З bis 167 ng/min bei 1nfusion von 0,8 ml/min bzw. 42 bis 8З ng/min bei 1nfusion von 0,4 ml/min). Bei Bedarf und guter Vertraglichkeit kann die Dosis auf 1 Ampulle (entspricht 20 µg Alprostadil) bei gleicher 1nfusionsdauer erhёht werden (= ЗЗЗ ng/min bei 1nfusion von 0,8 ml/min bzw. 167 ng/min bei 1nfusion von 0,4 ml/min). Diese Dosis wird 1-mal taglich i. a. appliziert.

Soll die intraarterielle 1nfusion mit Verweilkatheter durchgefuhrt werden, empfiehlt sich in Abhangigkeit von der Vertraglichkeit und vom Schweregrad der Erkrankung eine Dosierung von 0,1 – 0,6 ng /kg KG/min uber 12 Stunden mittels Perfusor (entsprechend ¼ - 1 ½ Ampullen Alprostadil Altan).

Besondere Patientengruppen

Attere Patienten

Bei Patienten uber 65 Jahren wird die Behandlung nach dem allgemeinen Dosierungsschema durchgefuhrt.

Leberfunktionsstдrung

Die Anwendung von Alprostadil Altan ist bei Patienten mit Anzeichen einer akuten

Leberschadigung oder bekannter schwerer Leberschadigung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.З).

Кinder und Jugendtiche

Alprostadil Altan ist bei Kindern und Jugendlichen kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.З).

Art der Anwendung

Zur intravenёsen bzw. intraarteriellen 1nfusion nach Verdunnung bzw. Rekonstitution mit einer geeigneten Tragerlёsung.

Anwendungshinweise

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Die gebrauchsfertige 1nfusionslёsung muss unmittelbar vor der Anwendung zubereitet werden. Alprostadil Altan 1nfusionslёsungen mussen nach 12 Stunden verworfen werden.

Dauer der Anwendung

Nach dreiwёchiger Behandlung ist zu entscheiden, ob die Fortsetzung der Therapie klinisch von Nutzen ist. Sofern keine therapeutischen Erfolge erreicht wurden, ist die Behandlung abzubrechen. 1nsgesamt sollte ein Behandlungszeitraum von 4 Wochen nicht uberschritten werden.

Gegenanzeigen

Alprostadil Altan ist kontraindiziert bei

  • Oberempfindlichkeit gegen Alprostadil oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Herzinsuffizienz nach NYHA (New York Heart Association) Klasse 111 und 1V

  • Patienten mit hamodynamisch wirksamen Herzrhythmusstёrungen

  • Patienten mit nicht hinreichend behandelter Herzinsuffizienz

  • Patienten mit nicht hinreichend behandelter koronarer Herzkrankheit

  • Mitral- oder Aortenklappen-Stenose und/oder 1nsuffizienz

  • Myokardinfarkt bzw. Schlaganfall innerhalb der letzten 6 Monate vor Therapiebeginn

  • schwerer Hypotonie

  • Patienten mit klinischem oder radiologischem Verdacht auf ein akutes Lungenёdem oder bei Lungenёdem in der Anamnese bei Patienten mit Herzinsuffizienz

  • schwere chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder veno-okklusive Lungenerkrankung (PVOD)

  • disseminierten Lungeninfiltrationen

  • Patienten mit Nierenfunktionsstёrungen (Oligoanurie)

  • Patienten mit Zeichen einer akuten Beeintrachtigung der Leberfunktion (erhёhte Transaminasen oder Gamma-GT) oder mit anamnestisch bekannter schwerer Beeintrachtigung der Leberfunktion

  • Blutungsneigung, wie z.B. bei Patienten mit Polytrauma oder Patienten mit aktiven oder potenziellen Blutungsherden wie z.B. akuter erosiver Gastritis oder blutendem Magen- und/oder Zwёlffingerdarmgeschwur

  • Patienten mit intrazerebralen Blutungen

  • Patienten in der postpartalen Phase

  • pra- und postoperative Phase bzw. wahrend einer Operation

  • Schwangere oder stillende Frauen

  • Frauen, die planen, schwanger zu werden

  • Kinder und Jugendliche

  • allgemeinen Gegenanzeigen der 1nfusionstherapie (wie Herzinsuffizienz, Lungen- oder zerebrale Odeme oder Hyperhydratation)

Warnhinweise

Alprostadil Altan sollte nur durch Arzte verabreicht werden, die Erfahrung in der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit haben und mit der Oberwachung der Herz-Kreislauf-Funktionen vertraut sind, und die uber eine entsprechende Ausstattung verfugen.

Patienten, die Alprostadil Altan erhalten, sollten engmaschig bei jeder Dosierung uberwacht werden. Haufige Kontrolle der Herz-Kreislauf-Funktionen, einschlie≥lich einer Oberwachung von Blutdruck, Herzfrequenz und Flussigkeitsbilanz, sollten erfolgen.

Zur Vermeidung von Symptomen einer Hyperhydratation sollte bei Patienten mit Nierenfunktionsstёrungen und Herzinsuffizienz das 1nfusionsvolumen von Alprostadil Altan 50-100 ml pro Tag (1nfusionspumpe) nicht uberschreiten und die 1nfusionsdauer sollte wie in Abschnitt 4.2 erlautert genau befolgt werden. Der Patient sollte erst in einem stabilen Herz-Kreislauf-Zustand entlassen werden.

Wenn angezeigt, sollte eine engmaschige Kontrolle der

Herz-Kreislauf-Funktionen (z.B. Blutdruck und Herzfrequenz) erfolgen, einschlie≥lich Kontrolle des Kёrpergewichts, Flussigkeitsbilanzierung und Messung des zentralvenёsen Druckes oder echokardiographische Kontrollen.

Zusatzlich sollten bei Patienten mit eingeschrankter Herzfunktion, gleichzeitiger antihypertensiver Therapie sowie mit koronarer Herzkrankheit die kardiovaskularen Parameter wahrend der Behandlung mit Alprostadil Altan engmaschig uberwacht werden.

Patienten mit peripheren Odemen oder Niereninsuffizienz (Serumkreatinin > 1,5 mg/dl) sollten engmaschig uberwacht werden (z.B. Flussigkeitshaushalt und Nierenfunktionstests).

Alprostadil Altan sollte nicht als Bolusinjektion verabreicht werden.

Obwohl uber entsprechende negative Wirkungen bislang nichts berichtet wurde, sollte bei folgenden Begleiterkrankungen die Anwendung von Alprostadil Altan nur unter besonderer arztlicher Oberwachung erfolgen:

  • Schwere Niereninsuffizienz

  • Nicht eingestellter Diabetes mellitus

  • Schwere zerebrovaskulare 1nsuffizienz

  • Thrombozytose (Thrombozytenzahl >400.000/µl)

  • Periphere Polyneuropathie

  • Gallensteinanamnese

  • Ulcusanamnese

  • Glaukom

  • Epilepsie

Alprostadil Altan sollte mit Vorsicht bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Erkrankungen, einschlie≥lich erosiver Gastritis,

Magen-Darm-Blutungen und Magen- und/oder Duodenalgeschwuren oder einer Vorgeschichte intrazerebraler Blutungen oder anderer Blutungen angewendet werden (siehe Abschnitt 4.З).

Bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Blutungsrisiko erhёhen kёnnen, wie Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer (siehe Abschnitt 4.5), ist Vorsicht geboten. Diese Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Blutung uberwacht werden.

Alprostadil Altan darf an Frauen die schwanger werden kёnnten nicht verabreicht werden.

Kinder und Jugendliche

Alprostadil Altan darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Da Alprostadil vasodilatierende Eigenschaften hat und in vitro ein schwacher Thrombozytenaggregationshemmer ist, sollten Patienten, die gleichzeitig andere Vasodilatatoren, Thrombozytenaggregationshemmer, Fibrinolytika oder Antikoagulanzien erhalten, mit Vorsicht behandelt werden.

Da Alprostadil die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln (wie etwa Antihypertonika und Vasodilatatoren) verstarken kann, sollte bei Patienten, die diese Arzneimittel erhalten, eine intensive Oberwachung des Blutdrucks durchgefuhrt werden.

Durch den antiaggregatorischen Effekt von Alprostadil kann die Wirkung von Thrombozytenaggregationshemmern und Fibrinolytika verstarkt werden.

Die Behandlung mit Alprostadil Altan kann die Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit verstarken.

Schwangerschaft

Frauen im gebarfahigen Alter

Wenn Frauen im gebarfahigen Alter Alprostadil Altan erhalten sollen, mussen sie wahrend der Behandlung eine zuverlassige Verhutungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Alprostadil Altan darf an Frauen, die schwanger werden kёnnten, nicht verabreicht werden und ist in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Stillzeit

Alprostadil Altan ist wahrend der Stillzeit kontraindiziert.

Fertilitat

Es wurden praklinische Untersuchungen zur Fertilitat durchgefuhrt, und bei der Anwendung der empfohlenen Dosierung von Alprostadil Altan sind keine Auswirkungen auf die Fertilitat zu erwarten (siehe Abschnitt 5.З).

Fahrtüchtigkeit

Alprostadil Altan kann zu einer Verringerung des systolischen Blutdrucks fuhren und dadurch einen ma≥igen Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Patienten sollten auf diese Mёglichkeit aufmerksam gemacht und angewiesen werden, beim Fuhren eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein.

Nebenwirkungen

Die Haufigkeiten von Nebenwirkungen werden wie folgt definiert: Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Wahrend der Therapie kёnnen abnormale Laborwerte auftreten, die sich nach Abschluss der 1nfusionsbehandlung in der Regel wieder normalisieren.

Gelegentlich: Anstieg des CRP (C-reaktives Protein);

Selten: Veranderung in der Leukozytenzahl (Leukopenien oder Leukozytosen), Anstieg der Thrombozytenzahl, Thrombocytopenien;

Erkrankungen des Nervensystems Haufig: Kopfschmerzen;

Gelegentlich: Schwindel, Schwachegefuhl, Mudigkeit;

Selten: Verwirrtheitszustande, Krampfanfalle zerebralen Ursprungs; Nicht bekannt: Schlaganfall;

Erkrankungen des Gefa≥systems Nicht bekannt: Hamorrhagien;

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Schwankungen des Blutdrucks (insbesondere Hypotonie), Tachykardie, Angina pectoris, Palpitationen;

Selten: Arrhythmien, biventrikulare Herzinsuffizienz, Ausbildung einer Globalinsuffizienz des Herzens;

Nicht bekannt: Myokardinfarkt;

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums Haufig: Apnoen;

Selten: akutes Lungenёdem, Bradypnoe, Hyperkapnie; Nicht bekannt: Dyspnoe;

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Gastrointestinale Reaktionen (z.B.: Obelkeit, Erbrechen, Diarrhё, abdominale Schmerzen, Anorexie);

Selten: Hyperplasie der Antrumschleimhaut, mёgliche Pylorusstenose; Nicht bekannt: Gastrointestinale Hamorrhagien;

Erkrankungen der Leber und der Galle

Selten: anormale Leberenzyme, Anstieg der Leberwerte (Transaminasen);

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Haufig: Rёtung, Odeme, Flush;

Gelegentlich: allergische Reaktionen (z.B.: Oberempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Hautausschlag, Pruritus, Arthralgien, fiebrige Reaktionen, Schwitzen, Schuttelfrost, Hitzegefuhl);

Erkrankungen der Skelettmuskulatur, des Binde- und Knochengewebes Gelegentlich: Arthralgien;

Sehr selten: reversible Hyperostosen der langen Rёhrenknochen nach mehr als 2

-4 Wochen der Therapie;

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Applikationsort Haufig: Schmerzen, nach intraarterieller Applikation: Warmegefuhl, Schwellungsgefuhl, lokale Odeme, Paraesthesien;

Gelegentlich: nach intravenёser Applikation: Warme- und Schwellungsgefuhl, lokale Odeme am Applikationsort bzw. an der infundierten Extremitat, Rёtung der infundierten Vene, Phlebitis an der 1nfusionsstelle, Parasthesien.

Diese Nebenwirkungen sind grё≥tenteils reversibel und lassen sich durch Dosisreduktion vermindern.

Selten: Thrombose an der Katheterspitze und lokale Blutung; Sehr selten: anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von gro≥er Wichtigkeit. Sie ermёglicht eine kontinuierliche Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.

Angehёrige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee З D-5З175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome einer Oberdosierung

1m Falle einer Oberdosierung von Alprostadil Altan kann es zu einer

Blutdrucksenkung mit Tachykardie kommen.

Weitere Symptome kёnnen auftreten: vasovagale Synkope mit Blasse, Schwitzen, Obelkeit und Erbrechen.

Lokale Symptome kёnnen Schmerzen, Odeme und Rёtungen entlang der infundierten Vene sein.

Therapie einer Oberdosierung

Die Therapie der Oberdosierungssymptome erfolgt symptomatisch, erubrigt sich jedoch im Allgemeinen aufgrund der raschen Metabolisierung von Alprostadil.

Treten Symptome einer Oberdosierung auf, sollte die 1nfusionsrate verringert oder die 1nfusion sofort gestoppt werden. 1m Falle von Hypotonie sollten die Beine des liegenden Patienten in eine erhёhte Position gebracht werden.

Persistieren die Symptome, sollten kardiale Untersuchungen/Tests durchgefuhrt werden. Falls erforderlich, sollten Arzneimittel verabreicht werden, die den Kreislauf stabilisieren (z. B. Sympathomimetika). Bei schweren kardiovaskularen Ereignissen (z.B. Myokardischamie, Herzinsuffizienz) sollte die 1nfusion unverzuglich abgebrochen werden. Bei weiter bestehenden Symptomen sollte eine Herzdiagnostik durchgefuhrt und eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Bei Bedarf sollte eine Notfallbehandlung durchgefuhrt werden. Der Patient sollte erst in einem stabilen Herz-Kreislauf-Zustand entlassen werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Alprostadil 20 Mikrogramm

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Herztherapie, andere Herzmittel, Prostaglandine, ATC-Code: C01EA01

Der in Alprostadil Altan enthaltene Wirkstoff ist Prostaglandin E1 (Alprostadil), dessen hamodynamische Eigenschaften und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung seine Verwendung bei der Behandlung schwerer peripherer Gefa≥erkrankungen unterstutzen.

Wirkmechanismus

Der Wirkstoff von Alprostadil Altan ist Prostaglandin E1 (Alprostadil). Prostaglandin-E1 (PGE1) steigert die Durchblutung in der ischamischen Extremitat durch Relaxation der Arteriolen und prakapillaren Sphinkteren. Es verbessert die Flie≥eigenschaften des Blutes durch Erhёhung der Erythrozytenflexibilitat und Hemmung der Erythrozytenaggregation. Die Thrombozytenaktivierung wird wirksam gehemmt, indem Aggregation, Formanderung und Sekretion von Granulainhaltsstoffen inhibiert werden.

Gleichzeitig wird die fibrinolytische Aktivitat durch Stimulation des Plasminogenaktivators gesteigert.

Dosisabhangig hemmt PGE1 die Cholesterinsynthese und fuhrt zu einer Abnahme der LDL - Rezeptoraktivitat, wodurch die intrazellulare Cholesterinaufnahme verringert wird. PGE1 bewirkt eine vermehrte Bereitstellung von Sauerstoff und Glukose sowie eine verbesserte Nutzung dieser Substrate im ischamischen Gewebe.

Die 1nfusion von PGE1 bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit fuhrt zu einer Verminderung oder vёlligen Aufhebung des Ruheschmerzes sowie zu einer partiellen oder vollstandigen Abheilung ischamischer Ulcera. Das dadurch erreichte gunstigere klinische Stadium der arteriellen Verschlusskrankheit halt auch nach Behandlungsende etwa 1 Jahr an.

Wirkung auf die glatte Gefa≥muskulatur

Nach der intraarteriellen Gabe von Alprostadil in Dosierungen von 0,1 ng/kg/min wurde bei Patienten mit chronischer arterieller Okklusion eine Erhёhung des Blutflusses im anterioren Tibiamuskel beobachtet.

Eine intravenёse Alprostadil-1nfusion in Dosierungen von 5-8 ng/kg/min fuhrte bei Patienten mit chronischer arterieller Okklusion zu einer Erhёhung des Blutflusses in der Arteria dorsalis pedis und Arteria tibialis posterior.

Thrombozytenaggregationshemmende Wirkung

Prostaglandin E1 inhibiert beim Menschen die durch verschiedene Koagulantien ausgelёste Thrombozytenaggregation.

Bei ADP-, Thrombin- und Kollagen-induzierter Aggregation betrug die 50 o/ige inhibitorische Alprostadil-Konzentration in vitro 19, З bzw. 61 ng/ml.

Bei Patienten mit peripherer arterieller Okklusion hemmt eine intraarterielle Alprostadil-1nfusion in Dosierungen von 0,1-1 ng/kg/min die Aggregationsfahigkeit der Thrombozyten in lokalem venёsem Blut.

Bei Patienten mit chronischer arterieller Verschlusskrankheit hemmt eine intravenёse Alprostadil-1nfusion in Dosierungen von 5-10 ng/kg/min die Aggregationsfahigkeit der Thrombozyten.

Pharmakokinetik

Der Komplex aus Alprostadil (PGE1) und Alfadex (alpha-Cyclodextrin) dissoziiert wahrend der Zubereitung der 1nfusion in seine Bestandteile. Die Pharmakokinetik der beiden Substanzen ist somit unabhangig von der Komplexbildung im Lyophilisat.

Resorption

Da Alprostadil i.v. bzw. i.a. appliziert wird, betragt die Bioverfugbarkeit 100o/.

Nach der intravenёsen 1nfusion von 60 µg Alprostadil pro 2 h bei gesunden Probanden wurden Spitzenkonzentrationen im Plasma von 5 pg/ml uber den Ausgangswerten (Ausgangswert 2 – З pg/ml) festgestellt. Nach Beendigung der 1nfusion sinken die Plasmakonzentrationen innerhalb von etwa 10 Sekunden wieder auf die Ausgangswerte. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit werden die Steady-State-Plasmakonzentrationen nach Beginn der 1nfusion schnell erreicht.

Verteilung

Alprostadil wird sehr schnell metabolisiert und im gesamten Kёrper verteilt, mit Ausnahme des ZNS.

1nfolge der Biotransformation werden 1З,14-Dihydro-Alprostadil (PGE0) und

15-Keto-PGE0 (1З,14-Dihydro-15-Keto-PGE1) im Plasma nachgewiesen. Nach intravenёser 1nfusion von 60 µg Alprostadil pro 2 h werden PGE0-Plasmaspiegel von 12 pg/ml uber den Ausgangswerten (Ausgangswert: 1 – 2 µg/ml) nachgewiesen. Die Plasmaspiegel von 15-Keto-PGE0 lagen 150 pg/ml uber dem Ausgangswert von 8 pg/ml. Die Halbwertszeiten betrugen 1 Minute (Phase α) und З0 Minuten (Phase ≥) fur PGE0 und 1 Minute bzw. 16 Minuten fur 15-Keto-PGE0.

Biotransformation

Alprostadil wird vorwiegend in der Lunge biotransformiert. Wahrend der ersten Lungenpassage werden 60 – 90 o/ metabolisiert. Die Hauptmetaboliten

(15-Keto-PGE1, PGE0 und 15-Keto-PGE0) entstehen durch enzymatische Oxidation der C15-OH Gruppe, gefolgt von einer Reduktion der

C1З,14-Doppelbindung. Wahrend PGE0 und 15-Keto-PGE0 im Plasma nachgewiesen werden konnten, wurde 15-Keto-PGE1 nur in in-vitro Praparaten von Lungenhomogenat nachgewiesen.

Elimination

Nach dem Abbau durch ≥-Oxidation und ω-Oxidation werden die Hauptmetaboliten innerhalb von 72 Stunden zu 88 o/ im Urin und zu 12 o/ im Stuhl ausgeschieden. Die Plasmaproteinbindung von PGE1 betragt 9З o/.

α-Cyclodextrin hat eine Halbwertszeit von etwa 7 Minuten. Es wird als Ausgangsstoff im Urin ausgeschieden.

Pharmazeutische Angaben - Alprostadil 20 Mikrogramm

Liste der sonstigen Bestandteile

Alfadex

Lactose-Monohydrat

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, au≥er mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefuhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

Nicht geёffnete Durchstechflasche: 2 Jahre

Haltbarkeit nach Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung:

Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fur die Dauer von 24 Stunden bei 2 bis 8 C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht muss die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender fur die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Auch wenn die Rekonstitution/Verdunnung (etc.) der gebrauchsfertigen Zubereitung unter kontrollierten und gepruften aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als 24 Stunden bei 2°C bis 8°C aufzubewahren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

1n der Originalverpackung aufbewahren, um den 1nhalt vor Licht zu schutzen. Nicht uber 25 °C lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.З.

Art und Inhalt des Behältnisses

Packungen mit 10, 15, 20, 28, З0, 45 und 50 (Klinikpackung) durchsichtigen Durchstechflaschen aus Glas (Typ 1), Bromobutyl-Kautschukstopfen und 8 ml 1nhalt

Es werden mёglicherweise nicht alle Packungsgrё≥en in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Der 1nhalt von 2 Durchstechflaschen Alprostadil Altan (40 µg Alprostadil) bzw. З Durchstechflaschen Alprostadil Altan (60 µg Alprostadil) wird in 50 – 250 ml physiologischer Kochsalzlёsung gelёst.

Eine geeignete Lёsung fur die Verdunnung von Alprostadil 20 Mikrogramm Pulver zur Herstellung einer 1nfusionslёsung ist eine 0,9 o/ige Natriumchloridlёsung. Das Pulver lёst sich nach Zugabe von physiologischer Kochsalzlёsung sofort auf, so dass eine klare, farblose rekonstituierte Lёsung entsteht. Die Kompatibilitat mit anderen Tragerlёsungen wurde nicht bestimmt.

Die 1nfusionslёsung darf zu keinen anderen Arzneimitteln au≥er zu physiologischer Kochsalzlёsung zugesetzt werden. Sollten gleichzeitig andere Arzneimittel angewendet werden, so sollte dies uber einen getrennten venёsen Zugang erfolgen. 1st dies nicht mёglich, muss die Kompatibilitat im Bypass vorher gesichert sein.

Die 1nfusionslёsung sollte unmittelbar vor der Anwendung zubereitet werden.

Siehe auch Abschnitt 4.2 „Dosierung und Art der Anwendung“

Bei einer Beschadigung der Durchstechflasche ist der normalerweise trockene Durchstechflascheninhalt feucht und klebrig und verliert stark an Volumen.

Alprostadil Altan darf in diesem Fall nicht mehr angewendet werden. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Alprostadil Altan 20 Mikrogramm Pulver 10 DSF
Preis
644,24 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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