Solibu 400 mg Infusionslösung
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Solibu 400 mg
Solibu wird bei Erwachsenen zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung akuter maВig starker Schmerzen und zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von Fieber angewendet, wenn die intravenose Anwendung klinisch gerechtfertigt ist und andere Arten der Anwendung nicht moglich sind.
Dosierung
Nebenwirkungen konnen minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis ilber den kilrzest moglichen Zeitraum angewendet wird (siehe Abschnitt 4.4).
Eine ausreichende Flilssigkeitszufuhr des Patienten sollte aufrechterhalten werden, um das Risiko moglicher renaler Nebenwirkungen zu minimieren.
Erwachsene
Die empfohlene Dosis betragt 400 mg Ibuprofen, falls notwendig, alle 6 bis 8 Stunden, ohne dabei die empfohlene Tageshochstdosis von 1200 mg zu ilberschreiten.
Dieses Arzneimittel ist nur filr die kurzzeitige Behandlung angezeigt (mit einer maximalen Behandlungsdauer von 3 Tagen) und die Dauer der Anwendung beschrankt sich auf die akute symptomatische Phase, in der eine orale Anwendung ungeeignet ist. Patienten milssen so schnell wie moglich auf eine orale Behandlung umgestellt werden.
.ltere Рatienten:
Eine Dosisreduktion ist nicht erforderlich. Bei der Behandlung alterer Patienten sollten jedoch VorsichtsmaВnahmen getroffen werden, da sie im Allgemeinen anfalliger filr Nebenwirkungen sind (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8) und bei ihnen eine hohere Wahrscheinlichkeit filr Nieren-, Leber-und Herz-Kreislauf-Funktionsstorungen sowie filr die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel besteht. Aufgrund der Moglichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten (siehe Abschnitt 4.4), wird empfohlen, diese Patienten zu ilberwachen. Die Behandlung sollte in regelmaВigen Abstanden ilberprilft und abgebrochen werden, wenn kein Nutzen ersichtlich ist oder eine Unvertraglichkeit auftritt. Es ist die niedrigste wirksame Dosis filr die kilrzeste Dauer anzuwenden, die mit den individuellen Behandlungszielen des Patienten ilbereinstimmt.
Eingeschrankte Nierenfunktion:
Bei der Anwendung von NSAR bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollten VorsichtsmaВnahmen getroffen werden. Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstorung sollte die Behandlung mit einer reduzierten Dosis begonnen werden. Die Dosis sollte so niedrig wie moglich gehalten werden und ilber den zur Symptomkontrolle erforderlichen kilrzest moglichen Zeitraum angewendet werden. AuВerdem sollte die Nierenfunktion ilberwacht werden.
Dieses Arzneimittel ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Eingeschrankter Leberfunktion:
Bei der Anwendung von NSAR in dieser Patientengruppe sollten VorsichtsmaВnahmen getroffen werden, obwohl keine Unterschiede im pharmakokinetischen Profil beobachtet wurden.
Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberinsuffizienz sollte die Behandlung mit einer reduzierten Dosis begonnen werden. Die Dosis sollte so niedrig wie moglich gehalten werden und ilber den zur Symptomkontrolle erforderlichen kilrzest moglichen Zeitraum angewendet werden. AuВerdem sollten die Patienten sorgfaltig ilberwacht werden.
Dieses Arzneimittel ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Kinder und Jugendliche
Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden. Die Anwendung von Solibu bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht. Die Sicherheit und Wirksamkeit ist daher nicht erwiesen.
Art der Anwendung Intravenose Anwendung.
Dieses Arzneimittel sollte als intravenose Infusion mit einer Infusionsdauer von 30 Minuten angewendet werden, siehe Abschnitt 6.6.
Nicht verwendetes Arzneimittel ist zu beseitigen, siehe Abschnitt 6.6.
-
Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen andere NSAR oder einen der in Abschnitt
6.1 genannten sonstigen Bestandteile;
-
Patienten, die in der Vergangenheit Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Angioodem oder Urtikaria nach Anwendung von Acetylsalicylsaure (ASS) oder anderen nichtsteroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR) hatten;
-
Patienten mit gastrointestinale Blutungen oder Perforationen im Zusammenhang mit einer vorherigen NSAR-Therapie in der Anamnese;
-
bestehende oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene peptische Ulzera oder Hamorrhagien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutungen);
-
schwere Leberfunktionsstorung;
-
schwere Nierenfunktionsstorung;
-
schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV);
-
zerebrovaskulare oder andere aktive Blutungen;
-
Erkrankungen, die eine erhohte Blutungsneigung oder aktive Blutungen mit sich bringen wie
z. B. Thrombozytopenie;
-
ungeklarte Blutbildungsstorungen;
-
schwere Dehydratation (verursacht durch Erbrechen, Diarrhoe oder unzureichende Flilssigkeitsaufnahme);
-
im letzten Trimester der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6).
Nebenwirkungen konnen minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis ilber den kilrzest moglichen Zeitraum angewendet wird (siehe gastrointestinale und kardiovaskulare Risiken).
Bei alteren Patienten kommt es unter NSAR-Therapie haufiger zu Nebenwirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang (siehe Abschnitt 4.2).
Atemwege:
Bei Patienten, die an Bronchialasthma oder an einer allergischen Erkrankung leiden oder in der Vergangenheit daran gelitten haben, konnen Bronchospasmen ausgelost werden.
Anaphylaktoide Reaktionen:
StandardmaВig wird wahrend der intravenosen Infusion eine engmaschige Uberwachung der Patienten empfohlen, insbesondere zu Beginn der Infusion, um eine anaphylaktische Reaktion, ausgelost durch den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile, zu erkennen.
Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei den ersten Anzeichen einer Uberempfindlichkeitsreaktion nach Anwendung von Ibuprofen muss die Therapie abgebrochen und eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche MaВnahmen milssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.
Andere NSAR:
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen mit NSAR, einschlieВlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).
SLE und Mischkollagenose (MCTD):
Einige Falle von aseptischer Meningitis wurden unter der Anwendung von Ibuprofen bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) berichtet. Aseptische Meningitis tritt wahrscheinlich eher bei Patienten mit SLE und verwandten Kollagenosen auf (siehe Abschnitt 4.8).
Eingeschrankte Nieren- und Leberfunktion:
Ibuprofen sollte bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Leber- oder Nierenerkrankungen und insbesondere wahrend der gleichzeitigen Behandlung mit Diuretika mit Vorsicht angewendet
werden, da die Hemmung von Prostaglandinen zu Flilssigkeitsretention und Beeintrachtigung der Nierenfunktion filhren kann (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8). Ibuprofen sollte bei diesen Patienten in der niedrigst moglichen Dosis angewendet werden und die Nierenfunktion sollte regelmaВig ilberwacht werden.
Im Falle einer Dehydratation sollte eine angemessene Flilssigkeitsaufnahme sichergestellt sein, da eine Dehydratation ein auslosender Faktor filr die Entwicklung eines Nierenversagens sein kann.
Ganz allgemeinen kann die gewohnheitsmaВige Anwendung von Analgetika, insbesondere bei Kombination verschiedener analgetischer Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschadigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) filhren. Bei alteren Patienten und Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion, Leberfunktionsstorungen und bei Patienten, die Diuretika oder ACE-Hemmer einnehmen, ist dieses Risiko am hochsten. Nach Abbruch der NSAR-Therapie folgt in der Regel eine Wiederherstellung des Zustandes vor Behandlungsbeginn (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz und Dehydratation wurde ilber die Entwicklung einer Hyperkaliamie nach Anwendung hoher Dosen von Trometamol berichtet.
Wie andere NSAR kann Ibuprofen zu einer leichten vorilbergehenden Erhohung einiger Leberwerte und zu einer signifikanten Erhohung der Transaminasen filhren. Bei einer erheblichen Erhohung dieser Parameter muss die Behandlung abgebrochen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).
Kardiovaskulare und zerebrovaskulare Wirkungen:
Klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen insbesondere in hohen Dosen (2400 mg/Tag) moglicherweise mit einem geringfilgig erhohten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (zum Beispiel Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist.
Insgesamt weisen epidemiologische Studien nicht darauf hin, dass Ibuprofen in niedrigen Dosen (z. B. ≤ 1200 mg/Tag) mit einem erhohten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse assoziiert ist.
Bei Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, Herzinsuffizienz (NYHA II – III), bestehender ischamischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/ oder zerebrovaskularer Erkrankung sollte Ibuprofen nur angewendet werden, wenn der Arzt das Nutzen-Risiko-Verhaltnis als gilnstig einstuft. Hohe Dosen (2400 mg/ Tag) sollten vermieden werden. Eine sorgfaltige Abwagung sollte auch vor Beginn einer Langzeitbehandlung von Patienten mit Risikofaktoren filr kardiovaskulare Ereignisse (z. B. Hypertonie, Hyperlipidamie, Diabetes mellitus, Rauchen) stattfinden, insbesondere, wenn hohe Dosen von Ibuprofen (2400 mg/Tag) erforderlich sind.
Bei mit Solibu behandelten Patienten wurden Falle von Kounis-Syndrom berichtet. Das Kounis-Syndrom umfasst kardiovaskulare Symptome infolge einer allergischen Reaktion oder Uberempfindlichkeitsreaktion mit einer Verengung der Koronararterien und kann potenziell zu einem Myokardinfarkt filhren.
Beeintrachtigung der weiblichen Fertilitat:
Die Anwendung von Ibuprofen kann die weibliche Fertilitat ilber eine Wirkung auf die Ovulation beeintrachtigen (siehe Abschnitt 4.6).
Gastrointestinale Risiken:
NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich diese Erkrankungen verschlechtern konnen (siehe Abschnitt 4.8).
Gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit todlichem Ausgang, wurden unter Behandlung und zu jedem Zeitpunkt der Behandlung mit NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese auf.
Das Risiko gastrointestinaler Blutungen, Ulzera oder Perforationen ist hoher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation (siehe Abschnitt 4.3), sowie bei alteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfilgbaren Dosis beginnen. Filr diese Patienten sowie filr Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsaure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhohen konnen, benotigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden (siehe unten und Abschnitt 4.5).
Patienten mit einer Anamnese gastrointestinaler Toxizitat, insbesondere altere Patienten, sollten jegliche ungewohnlichen Symptome im Bauchraum (vor allem gastrointestinale Blutungen), insbesondere am Anfang der Behandlung, sofort melden.
Vorsicht ist angeraten, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko filr Ulzera oder gastrointestinale Blutungen erhohen konnen, wie z. B. orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsaure (ASS) (siehe Abschnitt 4.5).
Wenn es bei Patienten unter Ibuprofen zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera kommt, ist die Behandlung sofort abzubrechen.
Schwere Нautreaktionen:
Schwere Hautreaktionen einschlieВlich exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder todlich sein konnen, wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb des ersten Monats auf.
Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen, sollte Ibuprofen unverzilglich abgesetzt und eine angemessene alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
In Ausnahmefallen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen kommen. Bis jetzt konnte die Beteiligung von NSAR an einer Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden. Bei Vorliegen einer Varizelleninfektion sollte deshalb die Anwendung von Ibuprofen vermieden werden.
Нamatologische Wirkungen:
Ibuprofen kann vorilbergehend die Blutplattchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen und so die Blutungszeit verlangern und das Risiko einer Blutung erhohen.
Patienten mit Gerinnungsstorungen oder Patienten, die sich einer Operation unterziehen, sollten daher ilberwacht werden. Eine besondere medizinische Uberwachung ist bei Anwendung bei Patienten direkt nach groВeren chirurgischen Eingriffen erforderlich.
Ibuprofen sollte bei Patienten, die zur Hemmung der Thrombozytenaggregation Acetylsalicylsaure (ASS) erhalten, nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.5 und 5.1).
Ophthalmologische Effekte:
Verschwommenes Sehen oder vermindertes Sehvermogen, Skotome und Veranderungen des Farbsehens wurden mit oralem Ibuprofen berichtet. Die Behandlung mit Ibuprofen ist abzubrechen, wenn der Patient solche Beschwerden entwickelt, und der Patient ist zu einer augenarztlichen Untersuchung zu ilberweisen, die zentrale Gesichtsfeld- und Farbsehtests umfasst.
Sonstige Warnhinweise und VorsichtsmajJnahmen fйr die Anwendung:
NSAR konnen die Anzeichen einer Infektion maskieren.
Maskierung der Symptome der zugrunde liegenden lnfektionen
Solibu 400 mg kann Infektionssymptome maskieren, was zu einem verspateten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der Infektion filhren kann. Dies wurde bei bakteriellen, ambulant erworbenen Pneumonien und bakteriell verursachten Komplikationen bei Varizellen beobachtet. Wenn Solibu 400 mg zur Behandlung von Fieber oder Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, wird eine Uberwachung der Infektion empfohlen. Ambulant behandelte Patienten sollten einen Arzt konsultieren, falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern.
Bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Ibuprofen sollten als vorbeugende MaВnahme die renale, hepatische und hamatologische Funktion sowie das Blutbild ilberwacht werden.
Unter Anwendung von Trometamol wurde ilber vorilbergehende Hypoglykamien berichtet. Es wird empfohlen, wahrend der Behandlung den Glukoseplasmaspiegel zu bestimmen.
Bei langer dauernder Anwendung von Schmerzmitteln konnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhohte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dilrfen.
Die Patienten sollten zu Beginn der Infusion sorgfaltig auf anaphylaktoide Reaktionen/ Uberempfindlichkeitsreaktionen auf alle Bestandteile des Arzneimittels ilberwacht werden. Die Infusion sollte dann abgebrochen und eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden.
Beeinflussung analytischer Tests:
-
Blutungszeit (kann bis zu einem Tag nach Beendigung der Behandlung verlangert sein)
-
Blutzuckerwerte (konnen vermindert sein)
-
Kreatinin-Clearance (kann vermindert sein)
-
Hamatokrit oder Hamoglobin (konnen vermindert sein)
-
Blut-Harnstoff-Stickstoff, Serum-Kreatinin und -Kalium (konnen sich erhohen)
-
Leberfunktionstest: erhohte Transaminasewerte.
Ibuprofen sollte bei Patienten mit angeborener Storung des Porphyrin-Stoffwechsels (z. B. akute intermittierende Porphyrie) nur nach strenger Abwagung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen, da sich ihr Zustand verschlechtern kann:
-
Bei Patienten, die auf andere Substanzen allergisch reagieren, da filr sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels ein erhohtes Risiko filr das Auftreten von Uberempfindlichkeitsreaktionen besteht.
-
Bei Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden, da filr sie ein erhohtes Risiko filr das Auftreten allergischer Reaktionen besteht. Diese konnen sich auВern als Asthmaanfalle (sogenanntes Analgetika-Asthma), Quincke-Odem oder Urtikaria.
Dieses Arzneimittel enthalt 13 mmol (303 mg) Natrium pro 100 ml Losung. Dies ist zu berilcksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diat.
Andere NSAR, einschlieВlich COX-2-Hemmer und Salicylate:
Die gleichzeitige Anwendung von zwei oder mehr NSAR kann aufgrund synergetischer Effekte zu einem erhohten Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen filhren. Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen mit anderen NSAR sollte daher vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR sollte vermieden werden, da dies das Risiko filr gastrointestinale Ulzera und Blutungen erhohen kann (siehe Abschnitt 4.4).
Acetylsalicylsaure:
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und Acetylsalicylsaure wird im Allgemeinen aufgrund des Potenzials filr vermehrte Nebenwirkungen nicht empfohlen.
Experimentelle Daten deuten darauf hin, dass Ibuprofen die Wirkung niedrig dosierter Acetylsalicylsaure auf die Thrombozytenaggregation kompetitiv hemmen kann, wenn beide gleichzeitig angewendet werden. Obwohl Unsicherheiten in Bezug auf die Extrapolation dieser Daten auf die klinische Situation bestehen, kann die Moglichkeit, dass eine regelmaВige Langzeitanwendung von Ibuprofen die kardioprotektive Wirkung niedrig dosierter Acetylsalicylsaure reduzieren kann, nicht ausgeschlossen werden. Bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen gilt eine klinisch relevante Wirkung als nicht wahrscheinlich (siehe Abschnitt 5.1).
Digoxin:
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen mit Digoxin-Praparaten kann den Serumspiegel von Digoxin erhohen. Eine Kontrolle des Serum-Digoxins ist bei bestimmungsgemaВer Anwendung (maximal ilber 3 Tage) in der Regel nicht erforderlich).
Glukokortikoide:
Glukokortikoide konnen ebenfalls das Nebenwirkungsrisiko erhohen, insbesondere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem Magen-Darm-Trakt (Ulzeration oder Magen-Darm-Blutung) (siehe Abschnitt 4.3).
Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. Clopidogrel und Ticlopidin): Erhohtes Risiko gastrointestinaler Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
Antikoagulantien:
NSAR konnen die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin und Heparin verstarken (siehe Abschnitt 4.4). Im Fall einer gleichzeitigen Behandlung wird eine Uberwachung des Gerinnungsstatus empfohlen.
Phenytoin:
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und Phenytoin kann die Serumspiegel von Phenytoin erhohen. Eine Kontrolle des Phenytoin-Serumspiegels ist bei bestimmungsgemaВer Anwendung (maximal ilber 3 Tage) in der Regel nicht erforderlich).
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI):
Konnen das Risiko gastrointestinaler Blutungen erhohen (siehe Abschnitt 4.4).
Lithium:
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen mit Lithium-Praparaten kann die Serumspiegel von Lithium erhohen. Eine Kontrolle des Lithium-Serumspiegels ist bei bestimmungsgemaВer Anwendung (maximal ilber 3 Tage) in der Regel nicht erforderlich).
Probenecid und Sulfinpyrazon:
Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon enthalten, konnen die Ausscheidung von Ibuprofen verzogern.
Diuretika, ACE-Hemmer, Beta-Rezeptorenblocker und Angiotensin-II-Antagonisten:
Diuretika und ACE-Hemmer konnen die Nephrotoxizitat von NSAR erhohen. NSAR konnen die Wirkung von Diuretika und anderen Antihypertensiva abschwachen. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (z. B. bei dehydrierten Patienten oder alteren Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern, Beta-Rezeptorenblockern oder Angiotensin-II-Antagonisten und Cyclooxygenase-Hemmern zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschlieВlich eines akuten Nierenversagens, filhren, das gewohnlich reversibel ist. Daher sollte eine solche Kombination, vor allem bei alteren Patienten, nur mit Vorsicht angewendet werden. Patienten sollten hydriert werden und eine Kontrolle der Nierenwerte sollte sowohl nach Beginn einer Kombinationstherapie als auch in regelmaВigen Abstanden im weiteren Verlauf in Erwagung gezogen werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und ACE-Hemmern kann zu einer Hyperkaliamie filhren.
Kaliumsparende Diuretika:
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und kaliumsparenden Diuretika kann mit einer Erhohung der Kaliumspiegel verbunden sein, so dass empfohlen wird, die Plasmaspiegel dieses Ions zu kontrollieren.
Methotrexat:
NSAR hemmen die tubulare Sekretion von Methotrexat und es konnen bestimmte metabolische Wechselwirkungen auftreten, die zu einer verminderten Methotrexat-Clearance filhren. Die Anwendung von Ibuprofen innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Anwendung von Methotrexat kann zu einem Anstieg des Plasmaspiegels von Methotrexat und daraus folgend zu einer Zunahme seiner toxischen Wirkung filhren. Eine gleichzeitige Anwendung von NSAR und hohen Dosen von Methotrexat sollte daher vermieden werden. Auch das potenzielle Risiko von Wechselwirkungen bei der Behandlung mit niedrig dosiertem Methotrexat sollte berilcksichtigt werden, insbesondere bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion. Bei einer Kombinationsbehandlung sollte die Nierenfunktion ilberwacht werden.
Ciclosporin:
Das Risiko einer nierenschadigenden Wirkung durch Ciclosporin wird durch die gleichzeitige Anwendung bestimmter NSAR erhoht. Dieser Effekt kann auch filr eine Kombination von Ciclosporin mit Ibuprofen nicht ausgeschlossen werden.
Zidovudin:
Erhohtes Risiko der hamatologischen Toxizitat, wenn NSAR gleichzeitig mit Zidovudin angewendet werden. Es gibt Hinweise filr ein erhohtes Risiko von Hamarthrosen und Hamatomen bei HIV-positiven Hamophilie-Patienten, die gleichzeitig mit Zidovudin und Ibuprofen behandelt werden. Eine Bestimmung des Blutbildes wird 1 – 2 Wochen nach Beginn der gleichzeitigen Anwendung empfohlen.
Sulfonylharnstoffe:
Klinische Untersuchungen haben Wechselwirkungen zwischen NSAR und Sulfonylharnstoffen gezeigt. Sofern bisher keine Wechselwirkungen zwischen Ibuprofen und Sulfonylharnstoffen berichtet wurden, wird bei einer gleichzeitigen Anwendung die Kontrolle der Blutzuckerwerte als praventive MaВnahme empfohlen.
Chinolon-Antibiotika:
Tierexperimentelle Daten deuten darauf hin, dass NSAR das mit Chinolon-Antibiotika verbundene Risiko filr Krampfanfalle erhohen konnen. Patienten, die NSAR und Chinolone anwenden, haben moglicherweise ein erhohtes Risiko filr die Entwicklung von Krampfanfallen.
Mifepriston:
NSAR sollten nicht innerhalb von 8–12 Tagen nach der Anwendung von Mifepriston angewendet werden, da dies die Wirkung von Mifepriston herabsetzen kann.
Baclofen:
Ibuprofen kann die Baclofen-Toxizitat durch eine mogliche Akkumulation aufgrund der durch Ibuprofen verursachten Niereninsuffizienz erhohen.
Pentoxifyllin:
Bei Patienten , die eine Behandlung mit Ibuprofen in Kombination mit Pentoxifyllin erhalten, kann dies das Blutungsrisiko erhohen, so dass empfohlen wird, die Blutungszeit zu ilberwachen.
Tacrolimus:
Die gleichzeitige Anwendung mit Ibuprofen kann das Risiko der Nephrotoxizitat erhohen.
Aminoglykoside:
NSAR konnen die Nephrotoxizitat von Aminoglykosiden erhohen. Dies gilt vor allem, wenn Aminoglykoside ilber einen langeren Zeitraum in hoher Dosierung angewendet wurden.
Alkohol
Die Anwendung von Ibuprofen bei Personen mit chronischem Alkoholkonsum (14–20 alkoholische Getranke/Woche oder mehr) sollte aufgrund des erhohten Risikos erheblicher gastrointestinaler Nebenwirkungen, einschlieВlich Blutungen, vermieden werden.
Schwangerschaft
Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein erhohtes Risiko filr Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthese-Hemmers in der Frilhschwangerschaft hin. Das absolute Risiko filr kardiovaskulare Missbildungen erhohte sich von weniger als 1 % auf bis zu etwa 1,5 %. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthese-Hemmers zu erhohtem pra- und post-implantarem Verlust und zu embryo-fetaler Letalitat filhrt. Darilber hinaus wurden erhohte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschlieВlich kardiovaskularer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die wahrend der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthese-Hemmer erhielten (Abschnitt 5.3).
Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Ibuprofen ein durch eine fotale Nierenfunktionsstorung ausgelostes Oligohydramnion verursachen. Dies kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Zusatzlich wurden Falle berichtet, bei denen nach der Behandlung im zweiten Schwangerschaftstrimenon eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fallen nach dem Absetzen der Behandlung zurilckgebildet hat. Somit sollte Ibuprofen wahrend des ersten und zweiten Trimesters der Schwangerschaft sollte Ibuprofen nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Wenn Ibuprofen von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden, oder wenn es wahrend des ersten oder zweiten Trimesters der Schwangerschaft
angewendet wird, sollten die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie moglich gehalten werden. Nach einer mehrtagigen Anwendung von Ibuprofen ab der 20.
Schwangerschaftswoche sollte eine pranatale Uberwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden. lbuprofen sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird.
Wahrend des dritten Trimesters der Schwangerschaft konnen alle Prostaglandinsynthese-Hemmer
-
den Fotus folgenden Risiken aussetzen:
-
kardiopulmonale Toxizitat ( vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);
-
Nierenfunktionsstorung (siehe oben).
-
-
die Mutter und das Neugeborene am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen:
-
mogliche Verlangerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
-
Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspateten oder verlangerten Geburtsvorganges.
-
Daher ist die Anwendung von Ibuprofen wahrend des dritten Trimesters der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 5.3).
Stillzeit
Ibuprofen und seine Metaboliten konnen in geringen Konzentrationen in die Muttermilch ilbergehen. Gesundheitsschadliche Wirkungen beim Saugling sind bisher nicht bekannt geworden. Daher ist eine Unterbrechung des Stillens bei einer kurzzeitigen Behandlung mit niedrigen Dosen normalerweise nicht erforderlich. Es wird allerdings aufgrund einer moglichen Hemmung der Prostaglandinsynthese beim Neugeborenen empfohlen, das Stillen bei Anwendung von Dosen ilber 1200 mg taglich oder bei Anwendung ilber einen langeren Zeitraum zu unterbrechen.
Fertilitat
Es existiert eine gewisse Evidenz dafilr, dass Wirkstoffe, die die Cyclooxygenase/ Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilitat ilber eine Wirkung auf die Ovulation beeintrachtigen konnen. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel (siehe Abschnitt 4.4, Beeintrachtigung der weiblichen Fertilitat).
Solibu hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstilchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen.
In einzelnen Fallen kann Schwindel und Mildigkeit auftreten, so dass die Verkehrstilchtigkeit und / oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt sein kann (siehe Abschnitt 4.9).
Dies gilt in verstarktem MaВ im Zusammenwirken mit Alkohol.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die moglicherweise mit Ibuprofen in Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen sind nach Systemorganklassen und Haufigkeiten entsprechend folgender Kategorien aufgelistet: Sehr haufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfilgbaren Daten nicht abschatzbar).
Die am haufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Peptische Ulzera, gastrointestinale Perforationen oder Blutungen, manchmal todlich, konnen auftreten, insbesondere bei alteren Patienten (siehe Abschnitt 4.4). Ubelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Flatulenz, Obstipation, Dyspepsie, abdominale Schmerzen, Melana, Hamatemesis, ulzerative Stomatitis, Verschlimmerung von Kolitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 4.4) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger haufig wurde Gastritis beobachtet. Insbesondere das Risiko filr das Auftreten von gastrointestinalen Blutung ist abhangig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
Sehr selten wurde ilber schwere Uberempfindlichkeitsreaktionen (einschlieВlich Reaktionen an der Infusionsstelle, anaphylaktischer Schock) und schwerwiegende kutane Nebenwirkungen wie bullose Reaktionen einschlieВlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Erythema multiforme und Alopezie berichtet.
Eine Verschlimmerung infektionsbedingter Entzilndungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis) wurde im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR beschrieben. Dies steht moglicherweise in Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus von NSAR.
Es kann zu Photosensitivitat, allergischer Vaskulitis und in Ausnahmefallen zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen wahrend einer Varizelleninfektion kommen (siehe Abschnitt 4.4).
Odeme, Hypertonie und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit einer NSAR-Behandlung berichtet.
Klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen insbesondere in hohen Dosen (2400 mg/Tag) moglicherweise mit einem geringfilgig erhohten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (zum Beispiel Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist (siehe Abschnitt 4.4).
| Infektionen und parasitare Erkrankungen | Sehr selten | Eine Verschlimmerung infektionsbedingter Entzilndungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis) wurde im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR beschrieben. Dies steht moglicherweise in Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus vonNSAR |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Sehr selten | Blutbildungsstorungen (Anamie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie). Erste Symptome sind: Fieber, Halsschmerzen, oberflachliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten undHautblutungen. |
| Erkrankungen des Immunsystems | Gelegentlich | Uberempfindlichkeitsreaktionen mitHautausschlag und Jucken sowie Asthmaanfalle (gegebenenfalls mit Blutdruckabfall) |
| Sehr selten | Systemischer Lupus erythematodes, schwere Uberempfindlichkeitsreaktionen, Gesichtsodem, Schwellung der Zunge, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Atemwege, Schwierigkeiten beim Atmen, Palpitationen, Hypotonie und lebensbedrohlicherSchock. | |
| Psychiatrische Erkrankungen | Gelegentlich | Angst, Unruhe |
| Selten | Psychotische Reaktionen, Nervositat, Reizbarkeit, Verwirrtheit oder Desorientierung und Depression | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Sehr haufig | Ermildung oder Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, Schwindel |
| Gelegentlich | Insomnie, Erregung, Reizbarkeit oder Mildigkeit | |
| Sehr selten | Aseptische Meningitis (Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Fieber oder Verwirrtheit).Patienten mit Autoimmunerkrankungen (SLE, Mischkollagenose) scheinen pradisponiert zu sein. | |
| Augenerkrankungen | Gelegentlich | Sehstorungen |
| Selten | Reversible toxische Amblyopie | |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Haufig | Vertigo |
| Gelegentlich | Tinnitus | |
| Selten | Horstorungen | |
| Herzerkrankungen | Sehr selten | Palpitationen, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt |
| Nicht bekannt | Kounis-Syndrom | |
| GefaВerkrankungen | Sehr selten | Arterielle Hypertonie |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Sehr selten | Asthma, Bronchospasmus, Dyspnoe und Giemen |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Sehr haufig | Pyrosis, abdominale Schmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Flatulenz, Diarrhoe, Obstipation undgeringfilgige gastrointestinale Blutverluste, die in Ausnahmefallen zu einer Anamie filhren konnen. |
| Haufig | Gastrointestinale Ulzera, unter Umstanden mitBlutung und Perforation. Ulzerative Stomatitis, Verschlimmerung von Kolitis und Morbus Crohn | |
| Gelegentlich | Gastritis | |
| Selten | Osophagusstenose, Verschlimmerung der Divertikelerkrankung, unspezifische hamorrhagische Kolitis.Wenn gastrointestinale Blutungen auftreten, kann dies zu Anamie und Hamatemesis filhren. | |
| Sehr selten | Osophagitis, Pankreatitis, Ausbildung von intestinalen diaphragmaartigen Strikturen | |
| Leber- und Gallenerkrankungen | Selten | Ikterus, Leberfunktionsstorung, Leberschaden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Hepatitis |
| Nicht bekannt | Leberinsuffizienz | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | Haufig | Hautexanthem |
| Gelegentlich | Urtikaria, Pruritus, Purpura (einschlieВlich allergische Purpura), Hautausschlag | |
| Sehr selten | Schwere Hautreaktionen (einschlieВlich Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse).Photosensitivitatsreaktionen und allergische Vaskulitis.In Ausnahmefallen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen wahrend einer Varizelleninfektion kommen (siehe auch„Infektionen und parasitäre Erkrankungen“). | |
| Nicht bekannt | Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) | |
| Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Selten | Nackensteifigkeit |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Gelegentlich | Verminderte Harnausscheidung und Bildung von Odemen, insbesondere bei Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz; nephrotischesSyndrom; interstitielle Nephritis, die mit einer akuten Niereninsuffizienz einhergehen kann. |
| Selten | Nierengewebsschadigungen (Papillennekrose), insbesondere bei Langzeittherapie, erhohteHarnsaurekonzentration im Blut | |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort | Haufig | Schmerzen und Brennen am Verabreichungsort |
| Nicht bekannt | Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schwellung, Hamatom oder Blutungen. |
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groВer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut filr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Die Halbwertszeit im Plasma bei Uberdosierung betragt 1,5 bis 3Stunden. Symptome
Bei den meisten Patienten, die groВe Mengen an NSAR aufgenommen haben, kommt es zu Ubelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen und selten Durchfall. Weitere mogliche Auswirkungen sind: Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel, Hypotonie und gastrointestinale Blutungen. Bei schwereren Intoxikationen kommt es zu zentralnervosen Storungen in Form von Schlafrigkeit, Agitiertheit (gelegentlich) und Desorientierung und Koma. Manchmal entwickeln Patienten Krampfanfalle. Bei schweren Vergiftungen kann eine metabolische Azidose und eine Verlangerung der Prothrombinzeit/INR auftreten, wahrscheinlich als Folge einer Wechselwirkung mit zirkulierenden Blutgerinnungsfaktoren. Es kann zu akuten Nieren- und Leberfunktionsstorungen kommen. Bei asthmatischen Patienten ist eine Verschlechterung des Asthmas moglich.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Antidot. Eine symptomatische Behandlung sollte eingeleitet werden. Die Therapiemoglichkeiten zur Behandlung einer Intoxikation richten sich nach AusmaВ, Stadium und klinischen Symptomen entsprechend den gangigen MaВnahmen in der Intensivmedizin.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Solibu 400 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika. Propionsaure-Derivate
ATC-Code: M01AE01
Wirkmechanismus
Ibuprofen ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum/Antiphlogistikum, das sich – wahrscheinlich ilber die Prostaglandinsynthesehemmung – in den ilblichen tierexperimentellen Entzilndungsmodellen als wirksam erwies. Beim Menschen hat Ibuprofen eine fiebersenkende Wirkung und reduziert entzilndlich bedingte Schmerzen und Schwellungen. Darilber hinaus hemmt Ibuprofen reversibel die ADP- und kollageninduzierte Thrombozytenaggregation.
Experimentelle Daten weisen darauf hin, dass Ibuprofen die Wirkung niedrig dosierter Acetylsalicylsaure auf die Thrombozytenaggregation kompetitiv hemmen kann, wenn beide gleichzeitig angewendet werden. Einige pharmakodynamische Studien zeigen, dass es bei Einnahme von Einzeldosen von 400 mg Ibuprofen innerhalb von 8 Stunden vor oder innerhalb von 30 Minuten nach der Anwendung von Acetylsalicylsaure-Dosen mit schneller Freisetzung (81 mg) zu einer verminderten Wirkung der Acetylsalicylsaure auf die Bildung von Thromboxan oder die Thrombozytenaggregation kam.
Obwohl Unsicherheiten in Bezug auf die Extrapolation dieser Daten auf die klinische Situation bestehen, kann die Moglichkeit, dass eine regelmaВige Langzeitanwendung von Ibuprofen die
kardioprotektive Wirkung niedrig dosierter Acetylsalicylsaure reduzieren kann, nicht ausgeschlossen werden. Bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen gilt eine klinisch relevante Wirkung als nicht wahrscheinlich (siehe Abschnitt 4.5).
Resorption
Solibu wird intravenos angewendet. Es gibt daher keinen Resorptionsprozess und die Bioverfilgbarkeit von Ibuprofen ist vollstandig.
Verteilung
Das geschatzte Verteilungsvolumen betragt 0,11 bis 0,21 l/kg.
Ibuprofen wird stark an Plasmaproteine, hauptsachlich Albumin, gebunden. Biotransformation
Ibuprofen wird in der Leber zu zwei inaktiven Metaboliten umgewandelt, die zusammen mit
unverandertem Ibuprofen als Einzelsubstanzen oder Konjugate ilber die Nieren ausgeschieden werden.
Elimination
Die Ausscheidung durch die Nieren erfolgt rasch und vollstandig. Die Eliminationshalbwertszeit betragt etwa 2 Stunden.
Linearitat/Nicht- Linearitat
Ibuprofen zeigt nach Einzelgabe (im Bereich von 200 bis 800 mg) Linearitat in der Flache unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve (AUC).
Pharmakokinetische / pharmakodynamische Zusammenhange
Es besteht eine Korrelation zwischen Ibuprofen-Plasmaspiegeln und seiner pharmakodynamischen Wirkung bzw. seinem gesamten Sicherheitsprofil. Die Pharmakokinetik von Ibuprofen nach intravenoser und oraler Anwendung ist stereoselektiv.
Wirkmechanismus und Pharmakologie von intravenos angewendetem Ibuprofen unterscheiden sich nicht vom Mechanismus bei oraler Anwendung.
Pharmazeutische Angaben - Solibu 400 mg
Natriumchlorid Trometamol
Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung) Salzsaure 36% (zur pH-Wert Einstellung) Wasser filr Injektionszwecke
InkompatiЬilitaten
Da keine Kompatibilitatsstudien durchgefilhrt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dauer der НaltЬarkeit
2 Jahre
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die AufЬewahrung
Filr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Polyolefin-Beutel mit einer Umverpackung aus Aluminium. PackungsgroВen: Packungen mit 20 und 50 Beuteln zu je 100 ml.
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroВen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die Beseitigung und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Vor der Anwendung muss die Losung visuell kontrolliert werden, um Partikel oder Verfarbungen zu erkennen.
Nicht verwendete Losung darf nicht verwendet werden und ist zu verwerfen. Hinweise zur Anwendung, siehe Abschnitt 4.2.
Dieses Arzneimittel stellt ein Risiko filr die Umwelt dar (siehe Abschnitt 5.3). Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
Altan Pharmaceuticals, S.A.
C/ C6lquide N° 6, Portal 2, 1≥ Planta, Oficina F. Edificio Prisma Las Rozas, 28230 Madrid, Spanien
Mitvertrieb:
ETHYPHARM GmbH
MittelstraВe 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland