Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Präparate

Capros akut 20 mg Schmelztabletten

Wechselwirkungen-Liste
6
5
12
4
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Je nach Verpackung. Weitere Informationen siehe Verpackungsangaben.

Informationen zur Abgabe

Betäubungsmittel

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Capros akut 20 mg Schmelztabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Schmelztbl.

Hersteller

Ethypharm GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.3.2025
Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4,9 Sterne, über 20k Bewertungen

Fachinfo - Capros 20 mg

Anwendungsgebiete

Starke Schmerzen, die nur mit Opioiden ausreichend behandelt werden konnen.

Dosierung

Behandlungsziele und Absetzen der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung mit Capros akut sollte eine Behandlungsstrategie, einschlief3lich Behandlungsdauer und Behandlungszielen sowie ein Plan fur das Behandlungsende gemeinsam mit dem Patienten und in -Obereinstimmung mit den Leitlinien zum Schmerzmanagement vereinbart werden. Wahrend der Behandlung sollte ein haufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient stattfinden, um die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwagung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen. Wenn ein Patient die Behandlung mit Capros akut nicht mehr benotigt, kann es ratsam sein, die Dosis schrittweise zu reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Bei fehlender adaquater Schmerzkontrolle sollte die Moglichkeit einer Hyperalgesie, einer Gewohnung (Toleranz) und einer Progression der zugrundeliegenden Erkrankung in Erwagung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Capros akut sollte wie folgt verabreicht werden:

Anwendergruppe Anfangsdosis
Erwachsene und Jugendliche iiЬer 16 Jahre 10-20 mg Morphinsulfat alle 4-6 Stunden

Die Dosis sollte – wenn erforderlich taglich – sorgfaltig bis zum Erreichen einer ausreichenden Schmerzlinderung titriert werden.

Patienten, die bereits Opioide erhalten haben, konnen die Behandlung unter Berucksichtigung ihrer vorangegangenen Erfahrungen mit Opioiden mit hoheren Dosierungen beginnen.

Bei Anwendung zur Dosistitration sollte Capros akut nach einem festen Zeitschema eingenommen werden (alle 4 bis 6 Stunden).

Die richtige Dosis fur den einzelnen Patienten ist die, die eine Aufrechterhaltung einer adaquaten Schmerzlinderung mit akzeptablen Nebenwirkungen ermoglicht.

Die Dosis kann unter medizinischer -Oberwachung gemaf3 der Schmerzintensitat und Schmerzempfindlichkeit und des bisherigen Analgesiebedarfs des einzelnen Patienten erhoht werden.

Behandlungsdauer

Dieses Arzneimittel sollte nicht langer als notwendig angewendet werden.

Wenn aufgrund der Art und Schwere der Erkrankung die Notwendigkeit einer Langzeit-Schmerzbehandlung zu erwarten ist, sollte der Patient auf Analgetika in retardierter Form umgestellt werden. Die Tagesgesamtdosis sollte die gleiche sein.

Wenn das Arzneimittel zur Behandlung von Durchbruchschmerzen angewendet wird, ist ein Bedarf von mehr als zwei Anwendungen pro Tag meist ein Hinweis darauf, dass die Dosis des retardierten Arzneimittels erhoht werden muss.

Capros akut kann unabhangig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Zusammenhang zwischen den verschiedenen Arten der Anwendung

Die Dosierung von Morphin unterscheidet sich abhangig von der Art der Anwendung. Beim Wechsel von einer Morphin-Darreichungsform zu einer anderen mussen

Umrechnungsfaktoren berucksichtigt werden, um die gleiche Menge an verfugbarem Morphin zu erhalten.

Die Dosis sollte durch 3 geteilt werden, wenn Patienten von einer oralen Darreichungsform auf eine intravenose Anwendung umgestellt werden, und halbiert werden, wenn die Umstellung auf eine subkutane Anwendung erfolgt.

Besondere Patientengruppen

.ltere Patienten

Eine Dosisreduktion kann bei alteren Patienten ratsam sein (Dosisreduktion wie z. B. 2,5-5 mg alle 4-6 Stunden).

Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstдrung

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstorung sollte Capros akut mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Patienten mit Verdacht auf verzдgerte Мagen-Darm-Passage

Bei Patienten mit Verdacht auf verzogerte Magen-Darm-Passage sollte Capros akut mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Anwendergruppe Anfangsdosis
Jugendliche von 13-16 Jahren (40-60 kg) 5-20 mg Morphinsulfat (entsprechend etwa 0,1bis 0,5 mg/kg) alle 4-6 Stunden
Kinder von 6-12 Jahren (18-40 kg) 5-10 mg Morphinsulfat (entsprechend etwa 0,1bis 0,5 mg/kg) alle 4-6 Stunden
Kinder von 1-5 Jahren (9-18 kg) 2,5-5 mg Morphinsulfat (entsprechend etwa 0,1bis 0,5 mg/kg) alle 4-6 Stunden
Kinder > 6 Monate (6-9 kg) 1 mg Morphinsulfat (entsprechend etwa 0,1 bis 0,2 mg/kg) alle 4-6 Stunden

Capros akut ist bei Kindern unter 6 Monaten kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Art der Anwendung

Capros akut ist zum Einnehmen bestimmt. Die Tablette zerfallt schnell im Mund und wird dann heruntergeschluckt.

Alternativ kann die Tablette bei besonderen Patientengruppen, wie Kindern oder Patienten mit Schluckschwierigkeiten, auf einen Essloffel gelegt und eine kleine Menge Wasser hinzugefugt werden, bis sie soweit zerfallen ist, dass ein Schlucken moglich ist.

Diese Art der Anwendung sollte bei Kindern unter 6 Jahren gewahlt werden.

Gegenanzeigen

  • -Oberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Kinder unter 6 Monaten

  • Schwere Atemdepression mit Hypoxie und/oder Hyperkapnie (wenn keine kunstliche Beatmung erfolgt)

  • Schweres Bronchialasthma

  • Schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung

  • In der Akutversorgung: Schadeltrauma und intrakranielle Hypertonie, wenn keine kontrollierte Beatmung durchgefuhrt wird

  • Unkontrollierte Epilepsie

  • Akute Lebererkrankung

  • Akutes Abdomen

  • Paralytischer Ileus

  • Verzogerte Magenentleerung

  • Gleichzeitige Anwendung mit Opioid-Agonisten/Antagonisten (z. B. Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazocin), partiellen Opioid-Agonisten (z. B. Naltrexon, Nalmefen), Natriumoxybat

  • Gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern oder innerhalb von zwei Wochen nach deren Absetzen

Warnhinweise

Eine besonders sorgfaltige arztliche -Oberwachung und ggf. Dosisreduktion ist erforderlich bei:

  • Abhangigkeit von Opioiden, Patienten mit Substanzmissbrauch in der Anamnese

  • Beeintrachtigter Atemfunktion

  • Atemdepression (siehe unten)

  • Schlafapnoe

  • Cor pulmonale

  • Kopfverletzungen, intrakranielle Lasionen, Zustanden mit erhohtem Hirndruck, wenn keine Beatmung durchgefuhrt wird

  • Bewusstseinsstorungen

  • Hypotonie bei Hypovolamie

  • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung (Gefahr der Blasenruptur durch Harnretention)

  • Harnwegsverengungen oder Koliken der Harnwege

  • Gallenwegserkrankungen

  • Obstruktiven und entzundlichen Darmerkrankungen

  • Obstipation

  • Phaochromozytom

  • Nebennierenrindeninsuffizienz

  • Pankreatitis

  • Schwerer Beeintrachtigung der Nierenfunktion

  • Schwerer Beeintrachtigung der Leberfunktion

  • Hypothyreose

  • Epileptischen Anfallsleiden oder erhohter Neigung zu Krampfanfallen

  • Alteren Patienten.

    Atemdepression

    Eine Atemdepression ist die bedeutsamste Gefahrdung bei einer Opioiduberdosierung.

    Schlafbezogene Atmungsstorungen

    Opioide konnen schlafbezogene Atmungsstorungen einschlief3lich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxamie verursachen. Die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhangigen Erhohung des Risikos fur eine zentrale Schlafapnoe einher. Bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Reduzierung der Gesamtopioiddosis in Betracht gezogen werden.

    Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel:

    Die gleichzeitige Anwendung von Capros akut und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine

    oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod fuhren. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verordnung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, fur die es keine alternativen Behandlungsmoglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verordnung von Capros akut zusammen mit Sedativa fur notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie moglich sein.

    Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung uberwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen uber diese Symptome zu informieren (siehe Abschnitt 4.5).

    Morphin hat ein Missbrauchspotenzial, das mit dem anderer starker Opioid-Agonisten vergleichbar ist, und sollte daher bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Anamnese mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

    Opioidgebrauchsstorung (Missbrauch und Abhangigkeit)

    Bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Capros akut konnen sich eine Toleranz und eine korperliche und/oder psychische Abhangigkeit entwickeln. Die wiederholte Anwendung von Capros akut kann zu einer Opioidgebrauchsstorung (Opioid use disorder, OUD) fuhren. Eine hohere Dosis und langere Dauer der Opioidbehandlung kann das Risiko erhohen, eine Opioidgebrauchsstorung zu entwickeln. Durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Capros akut kann es zu einer -Oberdosierung und/oder zum Tod kommen. Das Risiko, eine Opioidgebrauchsstorung zu entwickeln, ist bei Patienten mit einer Substanzgebrauchsstorung (einschlief3lich Alkoholgebrauchsstorung) in der personlichen oder familiaren Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen.

    Erkrankungen in der personlichen Vorgeschichte (z. B. Major Depression, Angststorungen und Personlichkeitsstorungen) erhoht. Vor Beginn der Behandlung mit Capros akut und wahrend der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan zum fur die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden (siehe Abschnitt 4.2). Vor und wahrend der Behandlung sollte der Patient auf3erdem uber die Risiken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstorung aufgeklart werden. Den Patienten sollte geraten werden, sich bei Auftreten dieser Anzeichen mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen. Die Patienten mussen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) uberwacht werden (z. B. zu fruhe Nachfrage nach Folgerezepten). Hierzu gehort auch die -Oberprufung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepine). Bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstorung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden.

    Bei missbrauchlicher parenteraler Anwendung oraler Darreichungsformen sind schwerwiegende, potenziell letale unerwunschte Ereignisse zu erwarten.

    Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen

    In Verbindung mit Morphinbehandlung wurde uber akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder todlich sein kann, berichtet. Die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb der ersten 10 Behandlungstage auf. Die Patienten sollten uber die Anzeichen und Symptome von AGEP informiert und darauf hingewiesen werden, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls bei ihnen solche Symptome auftreten. Falls Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Hautreaktionen hinweisen, sollte Morphin abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.

    Akutes Thorax-Syndrom (ATS) bei Patienten mit Sichelzellkrankheit (SZK)

    Aufgrund eines moglichen Zusammenhangs zwischen ATS und der Anwendung von Morphin bei SZK-Patienten, die wahrend einer vasookklusiven Krise mit Morphin behandelt werden, ist eine engmaschige -Oberwachung auf ATS-Symptome angezeigt.

    Leber- und Gallenerkrankungen

    Morphin kann eine Funktionsstorung und einen Spasmus des Sphincter Oddi verursachen, wodurch der intrabiliare Druck zunimmt und das Risiko fur Gallenwegsymptome und Pankreatitis steigt.

    Pra- und postoperative Anwendung

    Capros akut sollte praoperativ und postoperativ mit Vorsicht angewendet werden, wegen des gegenuber Nichtoperierten in der postoperativen Phase hoheren Risikos eines Ileus oder einer Atemdepression. Aufgrund der analgetischen Wirkung von Morphin konnen schwerwiegende intraabdominelle Komplikationen wie z. B. eine Darmperforation maskiert werden.

    Patienten, bei denen weitere schmerzreduzierende Maf3nahmen vorgenommen werden sollen (z. B. Operation mit Plexusblockade), sollten Capros akut innerhalb von 4 Stunden vor dem Eingriff nicht erhalten. Wenn eine Behandlung mit Capros akut indiziert ist, sollte die Dosierung an die neuen postoperativen Anforderungen angepasst werden.

    Hyperalgesie

    Insbesondere bei hohen Dosen kann Hyperalgesie auftreten, die nicht auf eine weitere Erhohung der Morphindosis anspricht. Eine Reduzierung der Morphindosis oder ein Wechsel des Opioids kann erforderlich sein.

    Nebenniereninsuffizienz

    Opioidanalgetika konnen eine reversible Nebenniereninsuffizienz hervorrufen, die eine

    -Oberwachung und Glukokortikoid-Ersatztherapie erfordert. Symptome der Nebenniereninsuffizienz konnen z. B. -Obelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Erschopfung, Schwache, Schwindelgefuhl oder niedriger Blutdruck sein.

    Verminderte Spiegel von Sexualhormonen und erhohte Prolactin-Spiegel

    Opioide wie Morphin konnen eine pharmakologische Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen- oder Gonaden-Achse haben.

    Die Langzeitanwendung von Opioidanalgetika kann mit verminderten Spiegeln von Sexualhormonen und erhohten Prolaktin-Spiegeln einhergehen. Zu den Symptomen zahlen verminderte Libido, Impotenz oder Amenorrhoe.

    Gleichzeitige Anwendung mit Rifampicin

    Die Morphin-Plasmakonzentrationen konnen durch Rifampicin reduziert werden. Die analgetische Wirkung von Morphin sollte wahrend und nach der Behandlung mit Rifampicin uberwacht und die Dosierungen von Morphin angepasst werden.

    Thrombozytenhemmung mit oralen P2У12-Inhibitoren

    Eine verminderte Wirksamkeit der P2У12-Inhibitor-Therapie wurde wahrend des ersten Tages einer gleichzeitigen Behandlung mit P2У12-Inhibitoren und Morphin festgestellt (siehe Abschnitt 4.5).

    Capros akut 1 mg Schmelztabletten

    Dieses Arzneimittel enthalt 0,1 Mikrogramm Benzylalkohol pro Schmelztablette.

    Capros akut 2,5 mg Schmelztabletten

    Dieses Arzneimittel enthalt 0,25 Mikrogramm Benzylalkohol pro Schmelztablette.

    Capros akut 5 mg Schmelztabletten

    Dieses Arzneimittel enthalt 0,5 Mikrogramm Benzylalkohol pro Schmelztablette.

    Capros akut 10 mg Schmelztabletten

    Dieses Arzneimittel enthalt 0,6 Mikrogramm Benzylalkohol pro Schmelztablette.

    Capros akut 20 mg Schmelztabletten

    Dieses Arzneimittel enthalt 0,8 Mikrogramm Benzylalkohol pro Schmelztablette.

    Capros akut 30 mg Schmelztabletten

    Dieses Arzneimittel enthalt 1 Mikrogramm Benzylalkohol pro Schmelztablette. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.

    Bei Kleinkindern (unter 3 Jahren) soll das Arzneimittel aufgrund von Akkumulation nicht langer als eine Woche angewendet werden.

    Grof3e Mengen Benzylalkohol sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizitat (metabolische Azidose) nur mit Vorsicht und wenn absolut notig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschrankter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit.

    Dieses Arzneimittel enthalt Sulfite.

    Sulfite konnen selten schwere -Oberempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen.

    Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Schmelztablette, d. h., es ist

    nahezu „natriumfrei“.

    Dieses Arzneimittel enthalt Morphin, das als Dopingmittel aufgefuhrt ist, und seine Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
6
5
12
4
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Es ist zu beachten, dass viele Arzneimittel oder Substanzen aufgrund ihrer additiven ZNS-dampfenden Wirkung zur Verringerung der Wachsamkeit beitragen konnen. Zu den ZNS-dampfenden Arzneimitteln gehoren u. a.: andere Opioide (Analgetika, Antitussiva und Arzneimittel zur Substitutionsbehandlung), Neuroleptika, Anxiolytika, Sedativa und Hypnotika (einschlief3lich Benzodiazepine), andere Anxiolytika als Benzodiazepine (z. B. Meprobamat), Antiepileptika (einschlief3lich Gabapentinoide, z. B. Gabapentin oder Pregabalin), Allgemeinanasthetika (einschlief3lich Barbiturate), Antipsychotika (einschlief3lich Phenothiazine), sedierende Antidepressiva (z. B. Amitriptylin, Doxepin, Mianserin, Mirtazapin, Trimipramin), sedierende H1-Antihistaminika, Muskelrelaxantien (z. B. Baclofen), Thalidomid, zentral wirkende Antihypertensiva, zentral wirkende Antiemetika und Alkohol. Wechselwirkungen, die zu Atemdepression, Hypotonie, starker Sedierung oder Koma fuhren, konnen auftreten, wenn diese Arzneimittel in Kombination mit den ublichen Dosen von Morphin angewendet werden.

Kontraindizierte Kombinationen

Мorphin-Agonisten/Antagonisten (z. B. Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazocin).

Gemischt agonistisch-antagonistisch wirkende Opioidanalgetika durfen nicht bei Patienten angewendet werden, die eine Therapie mit einem rein agonistisch wirkenden Opioidanalgetikum erhalten haben, da dadurch die analgetische Wirkung durch kompetitive Blockierung der Rezeptoren verringert wird, wobei das Risiko des Auftretens eines Entzugssyndroms besteht.

Partielle Мorphin-Antagonisten (z. B. Naltrexon, Nalmefen)

Risiko der Verringerung der analgetischen Wirkung.

Natriumoxybat

Erhohtes Risiko einer Atemdepression, die im Falle einer -Oberdosierung letal sein kann.

Мonoaminoxidase-Hemmer

MAO-Hemmer sind fur ihre Wechselwirkung mit narkotischen Analgetika bekannt und bewirken eine ZNS-Erregung oder -Depression mit einer hyper- oder hypotensiven Krise. Morphin darf nicht in Kombination mit Monoaminoxidase-Hemmern oder innerhalb von zwei Wochen nach einer solchen Behandlung angewendet werden.

Nicht empfohlene Kombinationen

Alkohol (als Getrank oder als sonstiger Bestandteil von Arzneimitteln)

Alkohol verstarkt die sedierende Wirkung von Opioidanalgetika.

Durch die Beeintrachtigung des Reaktionsvermogens kann die Teilnahme am Straf3enverkehr und das Bedienen von Maschinen gefahrlich sein.

Da Alkohol die pharmakodynamischen Wirkungen von Capros akut verstarken kann, sollte die gleichzeitige Einnahme von Alkohol oder Arzneimitteln, die Alkohol enthalten, zusammen mit diesem Arzneimittel vermieden werden.

Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhoht das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dampfenden Wirkung. Die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Arzneimittelkombinationen, die Vorsichtsmaf3nahmen erfordern

Rifampicin

Rifampicin kann die Plasmakonzentrationen und die Wirksamkeit von Morphin und seinen aktiven Metaboliten reduzieren (siehe Abschnitt 4.4). Wahrend des Absetzens von Rifampicin und in der Zeit danach ist es empfehlenswert, eine klinische -Oberwachung und eine Anpassung der Morphindosis durchzufuhren.

Andere agonistische Мorphinanalgetika (Alfentanil, Codein, Dextromoramid, Dihydrocodein, Fentanyl, Hydromorphon, Oxycodon, Pethidin, Phenoperidin, Remifentanil, Sufentanil, Tapentadol, Tramadol)

Erhohtes Risiko einer Atemdepression, die im Falle einer -Oberdosierung letal sein kann.

Мorphin-ahnliche Antitussiva (z. B. Dextromethorphan, Noscapin, Pholcodin)

Erhohtes Risiko einer Atemdepression, die im Falle einer -Oberdosierung letal sein kann.

Reine Мorphin-Antitussiva (z. B. Codein, Ethylmorphin)

Erhohtes Risiko einer Atemdepression, die im Falle einer -Oberdosierung letal sein kann.

Barbiturate (z. B. Allobarbital, Amobarbital, Bartal, Butalbital, Butobarbital, Hexobarbital, Мethylphenobarbital, Phenobarbital, Primidon, Secbutabarbital, Secobarbital, Thiopental, Vinbarbital, Vinylbital)

Erhohtes Risiko einer Atemdepression, die im Falle einer -Oberdosierung letal sein kann.

Andere sedierende Arzneimittel

Zunahme der ZNS-Depression. Durch die Beeintrachtigung des Reaktionsvermogens kann die Teilnahme am Straf3enverkehr und das Bedienen von Maschinen gefahrlich sein.

Anticholinerge Arzneimittel

Arzneimittel, die die Wirkung von Acetylcholin blockieren, wie zum Beispiel Atropin, Antihistaminika, Arzneimittel zur Behandlung von Morbus Parkinson und Antiemetika, konnen mit

Morphin interagieren und die anticholinergen Nebenwirkungen verstarken. Signifikantes Risiko einer Kolon-Akinesie mit schwerer Obstipation.

P2Y12-lnhibitoren

Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die mit Morphin behandelt wurden, wurde eine verzogerte und verringerte Exposition gegenuber oralen P2У12-Inhibitoren zur Thrombozytenhemmung beobachtet. Diese Wechselwirkung konnte mit einer verminderten gastrointestinalen Motilitat zusammenhangen und konnte auch bei anderen Opioiden bestehen. Die klinische Relevanz ist nicht bekannt, aber Daten zeigen das Potenzial fur eine verminderte Wirksamkeit von P2У12-Inhibitoren bei Patienten, bei denen Morphin und ein P2У12-Inhibitor gleichzeitig angewendet wurden (siehe Abschnitt 4.4). Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, bei denen auf die Anwendung von Morphin nicht verzichtet werden kann und eine schnelle P2У12-Hemmung als entscheidend erachtet wird, kann die Anwendung eines parenteralen P2У12-Inhibitors erwogen werden.

Ritonavir

Obwohl keine pharmakokinetischen Daten fur die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir und Morphin verfugbar sind, induziert Ritonavir die Leberenzyme, die fur die Glucuronidierung von Morphin verantwortlich sind, und kann moglicherweise die Plasmakonzentrationen von Morphin reduzieren.

Cimetidin

Cimetidin hemmt die Metabolisierung von Morphin.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Beim Menschen liegen keine ausreichenden Daten vor, die die Bewertung eines moglichen teratogenen Risikos erlauben wurden. -Ober einen moglichen Zusammenhang mit einer erhohten Haufigkeit von Leistenbruchen wurde berichtet. Morphin passiert die Plazentaschranke.

Untersuchungen an Tieren zeigten ein Schadigungspotenzial fur die Nachkommen wahrend der gesamten Dauer der Trachtigkeit (siehe Abschnitt 5.3). Morphin darf daher in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Nutzen fur die Mutter das Risiko fur das Kind klar uberwiegt.

Wegen der mutagenen Eigenschaften von Morphin sollte es bei Mannern und Frauen im zeugungs-bzw. gebarfahigen Alter nur dann angewendet werden, wenn eine zuverlassige Verhutung sichergestellt ist.

Neugeborene, deren Mutter wahrend der Schwangerschaft Opioidanalgetika erhalten haben, sollten auf Anzeichen eines neonatalen Entzugs (Entzugssyndrom) uberwacht werden. Die Behandlung kann ein Opioid und unterstutzende Behandlung umfassen.

Entbindung

Morphin kann die Dauer der Wehentatigkeit verlangern oder verkurzen. Neugeborene, deren Mutter wahrend der Entbindung Opioidanalgetika erhalten haben, sollten auf Anzeichen einer Atemdepression oder eines Entzugssyndroms uberwacht und gegebenenfalls mit einem spezifischen Opioid-Antagonisten behandelt werden.

Stillzeit

Morphin wird in die Muttermilch ausgeschieden und erreicht dort hohere Konzentrationen als im mutterlichen Plasma. Da beim Saugling klinisch relevante Konzentrationen erreicht werden konnen, ist vom Stillen abzuraten.

Fertilitat

In tierexperimentellen Studien wurde gezeigt, dass Morphin die Fertilitat reduzieren kann (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Die Behandlung mit Capros akut kann Sedierung hervorrufen und es wird nicht empfohlen, dass Patienten am Straf3enverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, wenn sie sich benommen fuhlen. Dieses Arzneimittel kann die kognitive Funktion beeintrachtigen und die Fahigkeit des Patienten zum sicheren Fuhren von Fahrzeugen beeinflussen. Dies ist insbesondere bei Behandlungsbeginn, Dosisanderung und im Zusammenwirken mit anderen ZNS-dampfenden Substanzen, wie Alkohol oder Beruhigungsmitteln zu erwarten.

Nach der Stabilisierung der Therapie ist ein allgemeines Fahrverbot nicht zwingend erforderlich.

Nebenwirkungen

Bei normaler Dosierung sind die haufigsten Nebenwirkungen von Morphin -Obelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Obstipation und Benommenheit. Bei chronischer Morphintherapie sind -Obelkeit und Erbrechen ungewohnlich. Sollten diese Nebenwirkungen auftreten, konnen die Schmelztabletten ggf. mit einem Antiemetikum kombiniert werden. Eine Obstipation klingt jedoch bei Fortsetzen der Therapie nicht ab. Alle diese Wirkungen sind vorhersehbar und mussen behandelt werden. Eine Obstipation kann mit geeigneten Laxantien behandelt werden.

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr haufig (≥ 1/10)

Haufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

System-organklasse Sehr haufig Iaufig Gelegentlic h Selten Sehr selten Nicht Ьekannt
Erkrankun gen des Immunsyste ms -Oberempfind lichkeit Anaphylak tische Reaktionen Anaphylak toideReaktionen
Endokrine Erkrankun gen Syndrom der inadaquaten ADH-Sekretion (SIADH;Leitsymptom: Hyponatriamie
Stoffwechse l- und Ernahrungsstorungen Appetitabnah me
System-organklasse Sehr haufig Iaufig Gelegentlic h Selten Sehr selten Nicht Ьekannt
Psychiatrisc he Erkrankun gen Stimmungsa nderungen, meist Euphorie aber auch Dysphorie Verwirrtheit Schlaflosigk eit Veranderung en der Aktivitat (meist verminderte Aktivitat, aber auch Hyperaktivit at oder Agitiertheit) Denkstorung en Wahrnehmu ngsstorungen (z. B.Halluzinatio nen) Verminderte Libido Arzneimit telabhangi gkeit (siehe Abschnitt 4.4)Albtraume (meist bei alteren Patienten)
Erkrankun gen des Nervensyste ms Schwindelge fuhl Kopfschmerz en Unwillkurlic he Muskelkontr aktionen Somnolenz Dysgeusie Krampfanfal le Hypertonie Myoklonie (bei-Oberdosieru ng oder zu rascher Dosiserhohu ng bei alteren Patienten oder Patienten mit Niereninsuff izienz)Parasthesien Synkope Tremor Sedierung (dosisabha ngig) Intrakranie ller Druckansti eg, der zuerst behandelt werden sollte Allodynie Hyperalge sie (siehe Abschnitt 4.4)Benomme nheit
Augenerkra nkungen Miosis Nystagmus Verschwomm enes Sehen Doppeltsehen(Diplopie)
Erkrankun gen des Ohrs unddes LaЬyrinths Vertigo
Ierzerkran kungen PalpitationenBradykardie Tachykardie Herzinsuf fizienz
System-organklasse Sehr haufig Iaufig Gelegentlic h Selten Sehr selten Nicht Ьekannt
Gefa8erkra nkungen Gesichtsrotu ng (Flush) HypotonieHypertonie Hitzewall ungen
Erkrankun gen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinu ms Bronchospas mus Lungenodem Atemdepress ion (zumeist mit Apnoe) Dyspnoe Verringerter Hustenrefle xNicht-kardiogen bedingte Lungenode me nach schneller Dosissteiger ung Zentrales Schlafapnoe-Syndrom
Erkrankun gen des Gastrointes tinaltrakts Obstipation-Obelkeit Bauchschme rzen Mundtrocken heit Erbrechen (besonders zu Beginn der Behandlung) Dyspepsie Paralytischer Ileus Pankreatitis (einschlief3lich Pankreatitis-Exazerbation) Darmverschlu ss Zahnerkranku ngen, wobei jedoch ein ursachlicher Zusammenhan g zurMorphin-Behandlung nicht hergestelltwerden kann.
LeЬer- und Gallenerkra nkungen Gallenkolik Spasmus des SphincterOddi
Erkrankung en der Iaut und des Unterhautze llgeweЬes Hautausschlag Hyperhidrosis Urtikaria Pruritus Akute generalisi erte exanthem atische Pustulose(AGEP)
Skelettmusk ulatur-, BindegeweЬs- undKnochenerkr ankungen Muskelkrampfe Muskelrigiditat
System-organklasse Sehr haufig Iaufig Gelegentlic h Selten Sehr selten Nicht Ьekannt
Erkrankun gen der Nieren und Iarnwege Harnretention (insbesondere bei Prostataadeno m oder Harnrohrenstenose) Nierenkolik Ureterspa smus Dysurie
Erkrankun gen der Geschlechts organe undder Brustdriise Amenorrhoe Erektionsstoru ngen
Allgemeine Erkrankung en und Beschwerden am VeraЬreichu ngsort Asthenie Mudigkeit Unwohlsein Peripheres Odem Schuttelfrost Arzneimitt eltoleranz Arzneimit telentzugs syndrom Neonatales Arzneimitt elentzugssyndrom
Untersuchu ngen Anstieg der Leberenzyme

Beschreibung ausgewahlter Nebenwirkungen

Arzneimittelabhangigkeit

Die wiederholte Anwendung von Capros akut kann, auch in therapeutischen Dosen, zu einer Arzneimittelabhangigkeit fuhren. Das Risiko fur eine Arzneimittelabhangigkeit kann je nach individuellen Risikofaktoren des Patienten, Dosierung und Dauer der Opioidbehandlung variieren (siehe Abschnitt 4.4).

Entzugssyndrom (Abstinenzsyndrom)

Wenn die Gabe von Opioiden abrupt beendet wird oder eine Gabe von Opioid-Antagonisten erfolgt, kann ein Entzugssyndrom ausgelost werden; es kann in manchen Fallen auch zwischen den Dosen auftreten. Behandlungsempfehlungen siehe Abschnitt 4.4.

Zu den korperlichen Entzugssymptomen gehoren: Korperschmerzen, Tremor, Restless-Legs-Syndrom, Diarrhoe, Bauchkolik, -Obelkeit, grippeahnliche Symptome, Tachykardie und Mydriasis. Psychische Symptome sind unter anderem dysphorische Stimmung, Angst und Reizbarkeit.

Arzneimittelabhangigkeit geht haufig mit „unwiderstehlichem Verlangen nach Drogen“ einher.

Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grof3er Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche -Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.

Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome

Die individuelle Dosistoxizitat ist sehr unterschiedlich, eine Einzeldosis kann zur Intoxikation fuhren, wohingegen regelmaf3ige Anwender hohere Dosen tolerieren konnen.

Zeichen von Morphin-Intoxikation und -Oberdosierung sind: Stecknadelkopfgrof3e Pupillen (Miosis), Muskelschlaffheit, Bradykardie, Hypotonie, Hypothermie, Atemdepression, Aspirationspneumonie, Somnolenz und ZNS-Depression bis hin zu Stupor und Koma. Es kann zu Tod durch Atemversagen kommen. In schwereren Fallen kann es zu Kreislaufversagen und tiefem Koma kommen. Eine -Oberdosierung kann zum Tod fuhren. Bei Opioid--Oberdosierung wurde uber zum Nierenversagen fortschreitende Rhabdomyolyse berichtet.

Toxische Leukenzephalopathie wurde bei -Oberdosierung von Morphin beobachtet. Behandlung einer Morphin--Oberdosierung

Vorrangig mussen die Atemwege freigehalten und eine unterstutzende oder kontrollierte Beatmung sichergestellt werden.

Reine Opioid-Antagonisten sind spezifische Antidote gegen die Wirkungen einer Opioid-

-Oberdosierung. Weitere unterstutzende Maf3nahmen mussen nach Bedarf eingesetzt werden.

Bei bewusstlosen Patienten mit Atemstillstand sind Beatmung, Intubation und die intravenose Gabe eines Opioid-Antagonisten (z. B. 0,4-2 mg Naloxon i.v.) angezeigt.

Bei anhaltender Ateminsuffizienz muss die Einzeldosis ein- bis dreimal in dreiminutigen Abstanden wiederholt werden, bis die Atemfrequenz normalisiert ist und der Patient auf Schmerzreize reagiert.

Engmaschige -Oberwachung (mindestens 24 Stunden) ist notwendig, da die Wirkung des Opioid-Antagonisten kurzer ist als die des Morphins, sodass mit einem erneuten Auftreten der Ateminsuffizienz gerechnet werden muss.

Die Dosis des Opioid-Antagonisten betragt bei Kindern 0,01 mg pro kg Korpergewicht.

Daruber hinaus konnen Maf3nahmen zum Schutz vor Warmeverlusten und zur Volumentherapie erforderlich sein.

Naloxon sollte nicht angewendet werden, wenn keine signifikanten klinischen Zeichen einer Atem-oder Kreislaufdepression aufgrund einer Morphin--Oberdosierung vorliegen. Naloxon soll bei Patienten, von denen bekannt oder anzunehmen ist, dass sie physisch von Morphin abhangig sind, mit Vorsicht angewendet werden. In solchen Fallen kann die abrupte oder vollige Aufhebung der Opioidwirkung ein akutes Entzugssyndrom bewirken.

Aktivkohle, innerhalb einer Stunde oral verabreicht (50 g fur Erwachsene, 1 g/kg fur Kinder) kann in Erwagung gezogen werden, wenn eine erhebliche Menge an Morphin aufgenommen wurde, vorausgesetzt, die Atemwege konnen freigehalten werden.

  • PIARMAKOLOGISCIE EIGENSCIAFTEN

  • Pharmakologische Eigenschaften - Capros 20 mg

    Pharmakodynamik

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Nervensystem, Analgetika, Opioide, naturliche Opium-Alkaloide, ATC-Code: N02A A01

    Wirkmechanismus

    Morphin wirkt als Agonist an den Opiat-Rezeptoren, insbesondere an den µ-Rezeptoren und in geringerem Ausmaß an den κ-Rezeptoren im ZNS. Vermutlich vermitteln µ-Rezeptoren supraspinale Analgesie, Atemdepression sowie Euphorie und κ-Rezeptoren spinale Analgesie, Miosis und Sedierung.

    Pharmakodynamische Wirkungen

    Zentralnervensystem

    Die primaren therapeutischen Wirkungen von Morphin sind Analgesie und Sedierung (d. h. Schlafrigkeit und Anxiolyse).

    Morphin bewirkt eine Atemdepression durch direkte Wirkung auf das Atemzentrum im Hirnstamm.

    Morphin unterdruckt den Hustenreflex durch direkte Wirkung auf das Hustenzentrum in der Medulla. Antitussive Wirkungen konnen bei Dosen auftreten, die geringer sind als die normalerweise fur eine Analgesie benotigten.

    Morphin kann selbst bei vollstandiger Dunkelheit eine Miosis verursachen. Stecknadelkopfgrof3e Pupillen sind ein Zeichen einer Narkotika--Oberdosierung, sind jedoch nicht pathognomonisch (so konnen etwa pontine Lasionen hamorrhagischen oder ischamischen Ursprungs ahnliche Wirkungen zur Folge haben). Bei einer Hypoxie in Zusammenhang mit einer Morphin--Oberdosierung konnte eher eine ausgepragte Mydriasis als eine Miosis auftreten.

    Bei fortgesetzter Anwendung von Morphin nimmt die Empfindlichkeit des ZNS gegenuber Morphin ab. Diese Gewohnung kann so ausgepragt sein, dass der Patient hohe Morphindosen benotigt und diese vertragen werden, die bei erstmaliger direkter Anwendung infolge Atemdepression toxisch wirken wurden.

    Aufgrund der euphorischen Wirkungskomponente des Morphins besteht Suchtgefahr (siehe auch Abschnitt 4.4).

    Gastrointestinal-Trakt und andere glatte Мuskulatur

    Morphin bewirkt eine Verminderung der Motilitat in Verbindung mit einer Tonuserhohung der glatten Muskulatur im Magenantrum und im Duodenum. Die Verdauung von Nahrung im Dunndarm ist verzogert und die propulsiven Kontraktionen sind reduziert. Die propulsive Peristaltik im Dickdarm ist vermindert, wahrend ein bis zum Spasmus erhohter Tonus zu Obstipation fuhrt.

    Morphin erhoht generell den Tonus der glatten Muskulatur, speziell der Schlief3muskel des Gastrointestinal-Traktes und der Gallenwege.

    Morphin kann einen Spasmus des Sphinkters oddi und damit eine Erhohung des intrabiliaren Drucks auslosen.

    Kardiovaskulares System

    Morphin kann zu einer Freisetzung von Histamin mit oder ohne periphere Vasodilatation fuhren. Zu den moglichen Zeichen einer Histaminfreisetzung und/oder einer peripheren Vasodilatation konnen Pruritus, Flush, Augenrotung, Schwitzen und/oder orthostatische Hypotonie zahlen.

    Endokrines System

    Opioide konnen das Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder –Gonaden-System beeinflussen, was zu Nebenniereninsuffizienz bzw. Hypogonadismus fuhren kann (siehe Abschnitt 4.4).

    Andere pharmakologische Wirkungen

    ln-vitro- und tierexperimentelle Studien zeigen verschiedene Wirkungen von naturlichen Opioiden wie Morphin auf Komponenten des Immunsystems, wobei die klinische Relevanz dieser Befunde nicht bekannt ist.

    Pharmakokinetik

    Resorption

    Morphin wird nach oraler Anwendung relativ rasch vorwiegend aus dem oberen Dunndarm und geringfugig auch aus dem Magen resorbiert. Die geringe absolute Bioverfugbarkeit (20 %-40 %) ist auf einen ausgepragten First-pass-Effekt zuruckzufuhren. Etwa 20-35 % des zirkulierenden Morphins bindet an Plasmaproteine, insbesondere an die Albuminfraktion.

    Verteilung

    Das Verteilungsvolumen von Morphin wird mit 1,0-4,7 l/kg nach i.v. Einmalgabe von 4-10 mg angegeben. Hohe Gewebekonzentrationen findet man in der Leber, Niere, im Gastrointestinaltrakt und im Muskel. Morphin uberwindet die Blut-Hirnschranke.

    Biotransformation

    Morphin wird vorwiegend in der Leber, aber auch im Darmepithel metabolisiert. Der wesentliche Schritt ist die Glucuronidierung der phenolischen Hydroxylgruppe mittels der hepatischen UDP-Glucuronyltransferase und N-Demethylierung. Hauptmetabolite sind vor allem Morphin-3-glucuronid und in geringerer Menge Morphin-6-glucuronid. Auf3erdem entstehen unter anderem Sulfatkonjugate sowie oxidative Stoffwechselprodukte wie Normorphin, Morphin-N-oxid und ein in 2-Stellung hydroxyliertes Morphin. Die Halbwertszeit der Glucuronide ist erheblich langer als die des freien Morphins. Das Morphin-6-glucuronid ist biologisch wirksam. Es ist moglich, dass eine verlangerte Wirkung bei Patienten mit Niereninsuffizienz auf diesen Metaboliten zuruckzufuhren ist.

    Elimination

    Im Harn werden nach oraler oder parenteraler Anwendung ca. 80 % des angewendeten Morphins wiedergefunden (10 % unverandertes Morphin, 4 % Normorphin und 65 % als Glucuronide, davon Morphin-3-glucuronid:Morphin-6-glucuronid (10:1)). Die Eliminationshalbwertszeit von Morphin unterliegt grof3en interindividuellen Schwankungen. Sie liegt nach parenteraler Gabe durchschnittlich zwischen 1,7 und 4,5 Stunden, gelegentlich wurden auch Werte um 9 Stunden gefunden. Etwa 10 % der Morphin-Glucuronide werden uber die Galle mit den Faeces ausgeschieden.

    Pharmazeutische Angaben - Capros 20 mg

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Mannitol (Ph.Eur.) Hydroxypropylcellulose (Ph.Eur.) Mikrokristalline Cellulose Crospovidon (Typ A)

    Acesulfam-Kalium

    Orangen-Aroma (enthalt Benzylalkohol, Natrium, Sulfite) Siliciumdioxid

    Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

  • InkompatiЬilitaten

    Nicht zutreffend.

  • Dauer der IaltЬarkeit

    36 Monate

  • Besondere Vorsichtsma8nahmen fiir die AufЬewahrung

    In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schutzen.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    Polyamid/Aluminium/PVC//Aluminium-PET perforierte Einzeldosis-Blisterpackungen Packungen mit 12, 14, 16, 20, 50, 56 und 100 Schmelztabletten.

    Es werden moglicherweise nicht alle Packungsgrof3en in den Verkehr gebracht.

  • Besondere Vorsichtsma8nahmen fiir die Beseitigung

    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

  • INIABER DER ZULASSUNG

    Ethypharm

    194 Bureaux de La Colline, Batiment D 92213 Saint Cloud Cedex

    Frankreich

    Mitvertrieb:

    ETHУPHARM GmbH

    Mittelstraf3e 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland

  • Weblinks

    Packungen und Preis

    Capros akut 20 mg 20 Schmelztbl. N1
    Preis
    45,53 €
    Zuzahlung
    5,00 €

    Versicherungsliste

    Audi BKK | BAHN-BKK | BAHN-BKK (108434875, 108539520, 108734889, 108939535, 108939546, 109531272, 109531283, 109920525, 109920536, 109920547, 109928636, 109929249, 109939489, 109939490) | BA…
    Mehr…
    Capros akut 20 mg 50 Schmelztbl. N2
    Preis
    95,70 €
    Zuzahlung
    9,57 €

    Versicherungsliste

    AOK Baden-Württemberg | AOK Bayern | AOK Bremen/Bremerhaven | AOK Hessen | AOK Niedersachsen | AOK NordOst (100395611, 100395622) | AOK NordOst (109519005, 109719018) | AOK NordWest | AOK PL…
    Mehr…
    Capros akut 20 mg 100 Schmelztbl. N3
    Preis
    179,31 €
    Zuzahlung
    10,00 €

    Versicherungsliste

    AOK Baden-Württemberg | AOK Bayern | AOK Bremen/Bremerhaven | AOK Hessen | AOK Niedersachsen | AOK NordOst (100395611, 100395622) | AOK NordOst (109519005, 109719018) | AOK NordWest | AOK PL…
    Mehr…

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

    Ähnliche

    Drugs app phone

    Mediately App verwenden

    Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

    Mit der Handykamera scannen.
    4.9

    Über 36k bewertungen

    Mediately App verwenden

    Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

    4.9

    Über 36k bewertungen

    Installieren

    Mehr als nur Arzneimittelinformationen mit Mediately PRO

    Lösen Sie Wechselwirkungen, sehen Sie sich Nutzungsbeschränkungen an und finden Sie alle anderen Antworten mit Ihrer KI-Assistentin Elly.

    Preveri, kaj ponuja PRO
    Wir verwenden Cookies Cookies helfen uns, unsere Website bestmöglich zu nutzen. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen über die Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.