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Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Ureotop® + VAS Creme

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Creme

Hersteller

Dermapharm AG - Arzneimittel

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.12.2022
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Fachinfo - Ureotop®

Anwendungsgebiete

Schwere Fälle von Verhornungstörungen, insbesondere Ichthyosis (Fischschuppenkrank-heit). Follikuläre Verhornungsstörungen, übermäßige Verhornung der Hände und Füße.

Dosierung

Dosierung

Die Creme wird bis zum Abklingen der Symptome 1 – 2mal täglich auf die gut gereinigte erkrankte Haut aufgetragen.

Art der Anwendung

Bei schweren Formen übermäßiger Verhornung, besonders an Händen und Füßen, sind über Nacht Okklusiv-Verbände anzulegen.

Gegenanzeigen

  • Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6)

  • Frauen, die eine Schwangerschaft planen

  • Überempfindlichkeit gegen Harnstoff, Tretinoin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Überempfindlichkeit gegenüber Cetylstearylalkohol, Propylenglycol, Butylhydroxytoluol und Phenoxyethanol

  • Patienten mit akutem Ekzem, akuter Dermatitis und Rosacea Nicht zur Anwendung bei Säuglingen und kleinen Kindern geeignet.

Warnhinweise

Die Creme nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung bringen.

Propylenglycol kann Hautreizungen verursachen. Butylhydroxytoluol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen. Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktderma-titis) hervorrufen.

Wechselwirkungen

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Die Möglichkeit einer erhöhten Resorption anderer lokal applizierter Stoffe (z.B. Kortikoi-de) ist bei einer mit Harnstoff behandelten Haut zu berücksichtigen. Ureotop + VAS Creme sollte nicht gleichzeitig mit Salicylsäure-haltigen Präparaten zur äußeren Anwendung ver-wendet werden. Exposition der behandelten Körperstellen gegenüber Sonnen- bzw. künst-licher Ultraviolett-Bestrahlung (z.B. Höhensonne, Solarien) ist während der Behandlung mit

Ureotop + VAS Creme möglichst zu vermeiden. Dieser Hinweis gilt besonders für jenen Personenkreis, der berufsmäßig lang andauernder Sonneneinwirkung ausgesetzt ist, so-wie für Patienten, die aufgrund familiärer Veranlagung eine große Lichtempfindlichkeit auf-weisen und zur Entwicklung von durch Sonnenbestrahlung induzierten Hautschäden neigen. Die durch Tretinoin hervorgerufene Rötung der Haut kann durch intensive Sonneneinstrah-lung unerwünscht verstärkt werden.

Schwangerschaft

Die orale Anwendung von Retinoiden verursacht kongenitale Fehlbildungen. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung wird bei topisch verabreichten Retinoiden generell angenommen, dass es aufgrund minimaler dermaler Absorption zu einer niedrigen systemischen Exposition kommt. Es kann jedoch individuelle Faktoren geben (z.B. verletzte Hautbarriere, übermäßiger Gebrauch), die zu einer erhöhten systemischen Exposition beitragen können.

Schwangerschaft

Ureotop + VAS Creme ist in der Schwangerschaft und bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Wird das Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet oder wird die Patientin während der Anwendung dieses Arzneimittels schwanger, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Fahrtüchtigkeit

Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor.

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zu Grunde gelegt: Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100) Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gelegentlich kann es zu allergischen Reaktionen gegenüber den Inhaltsstoffen kommen. Tretinoin kann selten Reizerscheinungen hervorrufen. Diese sind reversibel und daher in Kauf zu nehmen. Bei sehr starken Reizerscheinungen kann vorübergehend pausiert werden, indem ein Produkt ohne Tretinoin verwendet wird. Häufig tritt eine Hypopigmen-tierung auf.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Entfällt.

Pharmakologische Eigenschaften - Ureotop®

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Emollientia und Hautschutzmittel ATC-Code: D02AE51

Die Anwendung von hoch konzentrierten Harnstoffformulierungen in der dermatologi-schen Therapie gründet sich vor allem auf den antiseptischen Eigenschaften des Harn-stoffs. Darüber hinaus wird durch perkutane Applikation von konzentrierten Harnstoff-formulierungen der Wassergehalt der Hornschicht der menschlichen Epidermis erhöht. Klinische Versuche zeigten, dass mit Ureotop + VAS Creme eine günstige Wirkung bei Patienten mit Ichthyosis, Psoriasis und bei Patienten mit trockener Haut zu erzielen ist. Es findet eine rasche Erweichung und Ablösung der harten Schuppen statt. An Meerschwein-chen konnte nachgewiesen werden, dass eine 10%ige Harnstofflösung zu einer Verdün-nung der Epidermis und einer Verminderung der DNS-synthetisierenden Zellen führt.

Die Vitamin-A-Säure ist ein im Säugetier-Organismus entstehender Metabolit des Vitamin

A. Auf Grund der keratolytischen und epithelstimulierenden Wirkung ist Vitamin-A-Säure zur Behandlung der Akne und besonders zur Behandlung von Verhornungsstörungen geeignet. Durch den Wirkmechanismus, der der Vitamin-A-Säure zu Grunde liegt, muss jedoch manchmal mit mehr oder weniger starken Reizungen der Haut gerechnet werden.

Pharmakokinetik

Die Resorption der Vitamin-A-Säure über die Haut ist nicht sehr groß, kann sich jedoch bei entzündeter Haut und im Lauf einer längerfristigen Anwendung erhöhen.

Harnstoff wird aus Öl/Wasser-Emulsionen schneller freigesetzt als aus Wasser/Öl-Emulsio-nen. Wird Harnstoff in Öl/Wasser-Emulsionen verabreicht, so bleibt lange ein hoher Anteil von Harnstoff in den oberen Hornschichtanteilen erhalten, es penetriert jedoch nur wenig Harnstoff in tiefere Hautschichten wie Epidermis und Dermis. Wird Harnstoff in Wasser/Öl-Emulsionen verabreicht, so erfolgt eine langsamere Wirkstofffreigabe, der Harnstoff pene-triert jedoch weit stärker in die Tiefe der Hornschicht, in Epidermis und Dermis. Von bedeu-tendem Einfluss können pharmazeutische Hilfsstoffe sein. In die Epidermis und Dermis pe-netrieren nur wenige Prozent der aufgetragenen Wirkstoffmenge. Die Ausscheidung des resorbierten Harnstoffs erfolgt vor allem durch den Urin, in geringerem Maß auch durch den Schweiß.

Pharmazeutische Angaben - Ureotop®

Liste der sonstigen Bestandteile

Phenoxyethanol Macrogolcetylstearylether 20 (Ph.Eur.) Cetylstearylalkohol (Ph.Eur.) [pflanzl.] Citronensäure

Dexpanthenol Butylhydroxytoluol

Glycerolmono/di(palmitat,stearat) Citronensäure-Monohydrat Milchsäure

Dinatriumhydrogenphosphat-dodecahydrat Octyldodecanol (Ph.Eur.) Palmitoylascorbinsäure

Dickflüssiges Paraffin Macrogolcetylstearylether 12 (Ph.Eur.) Propylenglycol

Glycerolmonostearat Mittelkettige Triglyceride Weißes Vaselin

all-rac-α-Tocopherol Gereinigtes Wasser

Inkompatibilitäten

Bisher keine bekannt.

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

nach Anbruch: 6 Monate

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C aufbewahren.

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumtube zu 30 g Creme

100 g Creme

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Ureotop® + VAS Creme 30g N1
Preis
18,91 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Ureotop® + VAS Creme 100g N3
Preis
23,42 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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