Arexvy kohlpharma Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Arexvy
Arexvy ist indiziert für die aktive Immunisierung zur Prävention von durch das Respiratorische Synzytial-Virus verursachten Erkrankungen der unteren Atemwege (lower respiratory tract disease, LRTD) von Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter.
Die Anwendung von Arexvy sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen.
Dosierung
Arexvy wird als Einzeldosis zu 0,5 ml verabreicht.
Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung mit einer weiteren Dosis ist nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.1).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Arexvy bei Kindern und Jugendlichen sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Arexvy ist ausschließlich intramuskulär zu injizieren, vorzugsweise in den M. deltoideus. Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Vor der Impfung
Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes sollten stets entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten sofort verfügbar sein.
Die Impfung sollte bei Personen, die an einer akuten, schweren, mit Fieber einhergehenden Erkrankung leiden, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Impfung sollte nicht wegen eines leichten Infekts, wie z.B. einer Erkältung, zurückgestellt werden.
Wie bei jedem Impfstoff wird möglicherweise nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort erzielt.
Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen, können im Zusammenhang mit dem Impfvorgang selbst auftreten. Es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Verletzungen durch eine Ohnmacht zu verhindern.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Der Impfstoff darf nicht intravasal oder intradermal verabreicht werden. Es liegen keine Daten zur subkutanen Verabreichung von Arexvy vor.
Wie auch andere intramuskuläre Injektionen ist Arexvy bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung mit Vorsicht zu verabreichen, da es bei diesen Personen nach intramuskulärer Injektion zu Blutungen kommen kann.
Anwendung systemischer immunsuppressiver Arzneimittel und Immundefizienz
Bei Patienten unter immunsuppressiver Therapie oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem wird möglicherweise eine verringerte Immunantwort auf Arexvy erzielt (siehe Abschnitt 5.1).
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Arexvy Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension enthält 0,18 Milligramm Polysorbat 80 pro Dosis.
Arexvy Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension in einer Fertigspritze enthält 0,20 Milligramm Polysorbat 80 pro Dosis.
Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Verabreichung mit anderen Impfstoffen
Arexvy kann gleichzeitig mit einem COVID-19-mRNA-Impfstoff, Pneumokokken-Konjugatimpfstoff, Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert) oder inaktivierten saisonalen Grippeimpfstoff (standarddosiert nicht-adjuvantiert, hochdosiert nicht-adjuvantiert oder standarddosiert adjuvantiert) verabreicht werden.
Wenn Arexvy gleichzeitig mit einem anderen injizierbaren Impfstoff verabreicht wird, sollten die Impfstoffe immer an unterschiedlichen Injektionsstellen verabreicht werden.
Die gleichzeitige Verabreichung von Arexvy mit anderen als den oben aufgeführten Impfstoffen wurde nicht untersucht.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten aus klinischen Studien zur Anwendung von Arexvy bei Schwangeren vor. Nach der Verabreichung eines nicht-adjuvantierten RSVPreF3-Kandidatimpfstoffes an 3 557 schwangere Frauen in einer einzigen klinischen Studie wurde eine Zunahme der Frühgeburten im Vergleich zu Placebo beobachtet. Derzeit können keine Rückschlüsse auf einen kausalen Zusammenhang zwischen der Verabreichung von nicht-adjuvantiertem RSVPreF3 und Frühgeburten gezogen werden.
Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien mit Arexvy oder mit einem nicht-adjuvantierten RSVPreF3-Kandidatimpfstoff ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Die Verabreichung von Arexvy während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
Stillzeit
Bisher liegen keine Daten darüber vor, ob Arexvy beim Menschen in die Muttermilch oder beim Tier in die Milch übergeht. Die Verabreichung von Arexvy bei stillenden Frauen wird nicht empfohlen.
Fertilität
Bisher liegen keine Daten zur Auswirkung von Arexvy auf die menschliche Fertilität vor. Tierexperimentelle Studien mit Arexvy oder mit einem nicht-adjuvantierten RSVPreF3-Kandidatimpfstoff ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Arexvy auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Arexvy hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der im Abschnitt 4.8 genannten Nebenwirkungen (z. B. Ermüdung/Fatigue) können die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinflussen.
Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils
In einer placebokontrollierten Phase III-Studie (RSV OA=ADJ-006) erhielten die Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren und älter entweder eine Dosis Arexvy (N = 12 469) oder Placebo (N = 12 503). Der Nachbeobachtungszeitraum betrug ca. 12 Monate. Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (61 %), Ermüdung/Fatigue (34 %), Myalgie (29 %), Kopfschmerzen (28 %) und Arthralgie (18 %).
In einer placebokontrollierten Phase III-Studie (RSV OA=ADJ-018) mit Teilnehmenden im Alter von 50 bis 59 Jahren (N = 769) waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (76 %), Ermüdung/Fatigue (40 %), Myalgie (36 %), Kopfschmerzen (32 %) und
Arthralgie (23 %).
In einer offenen Phase III-Studie (RSV OA=ADJ-025) mit Teilnehmenden im Alter von 18 bis 49 Jahren (N = 1 029) waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (76 %), Ermüdung/Fatigue (60 %), Myalgie (60 %), Kopfschmerzen (44 %) und
Arthralgie (28 %).
In allen drei Studien waren diese Nebenwirkungen in der Regel von leichtem bis moderatem Schweregrad und gingen innerhalb weniger Tage nach der Impfung vollständig zurück.
Tabellarische Liste der Nebenwirkungen
Das in Tabelle 1 dargestellte Nebenwirkungsprofil basiert auf einer gepoolten Analyse von Daten aus klinischen Phase III-Studien (RSV OA=ADJ-006, -018 und -025), die in Europa, Nordamerika, Asien und in der südlichen Hemisphäre mit Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter durchgeführt wurden, sowie auf Erfahrungen nach der Markteinführung.
Die Nebenwirkungen sind gemäß MedDRA Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt.
| Sehr häufig | (≥ 1/10) |
| Häufig | (≥1/100, <1/10) |
| Gelegentlich | (≥1/1 000, <1/100) |
| Selten | (≥1/10 000, <1/1 000) |
| Sehr selten | (< 1/10 000) |
| Nicht bekannt | (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
Tabelle 1: Nebenwirkungen
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Gelegentlich | Lymphadenopathie |
| Erkrankungen des Immunsystems | Gelegentlich | Überempfindlichkeitsreaktionen (wie z. B. Ausschlag) |
| Erkrankungen des Nervensystems | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Sehr selten | Guillain-Barré-Syndrom | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Gelegentlich | Übelkeit, Abdominalschmerz, Erbrechen |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen | Sehr häufig | Myalgie, Arthralgie |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Sehr häufig | Schmerzen an der Injektionsstelle, Ermüdung/Fatigue |
| Häufig | Erythem an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber, Schüttelfrost | |
| Gelegentlich | Jucken an der Injektionsstelle | |
| Schmerz, Unwohlsein | ||
| Nicht bekannt | Nekrose an der Injektionsstelle1 | |
| 1Nebenwirkung aus Spontanberichten | ||
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
In einer US-amerikanischen Beobachtungsstudie nach der Markteinführung bei Personen im Alter von 65 Jahren und älter wurde während der 42 Tage nach der Impfung mit Arexvy ein erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom beobachtet (geschätzte 7 zusätzliche Fälle pro eine Million verabreichter Dosen).
Besondere Patientengruppen
Immungeschwächte Personen
Bei erwachsenen Empfängern einer soliden Organtransplantation (SOT) (Niere oder Lunge), die entweder eine oder zwei Dosen Arexvy erhielten (RSV OA=ADJ-023; siehe Abschnitt 5.1), entsprachen die beobachteten Nebenwirkungen denen, die bei nicht immungeschwächten Erwachsenen beobachtet wurden, die eine Dosis Arexvy erhielten.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Arexvy
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Andere virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX05 Wirkmechanismus
Arexvy wurde durch die Kombination des RSV-spezifischen Antigens (F-Protein in Präfusionskonformation) mit einem Adjuvanssystem (AS01E) entwickelt, um die antigenspezifische zelluläre Immunantwort und die neutralisierende Antikörperantwort bei Personen mit bereits bestehender Immunität gegen RSV zu verstärken. Das Adjuvans AS01E erleichtert die Rekrutierung und Aktivierung von Antigen-präsentierenden Zellen, welche aus dem Impfstoff stammende Antigene in die drainierenden Lymphknoten transportieren, was wiederum zur Bildung von RSVPreF3-spezifischen CD4-positiven T-Zellen führt.
Wirksamkeit
Die Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte LRTD bei Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter wurde über bis zu 3 RSV-Saisons in einer randomisierten, placebokontrollierten, beobachterverblindeten klinischen Phase III-Studie (RSV OA=ADJ-006) bewertet, die in 17 Ländern der nördlichen und südlichen Hemisphäre durchgeführt wurde.
Die primäre Population für die Analyse der Wirksamkeit (bezeichnet als modified Exposed Set) umfasste Erwachsene im Alter von 60 Jahren und älter, die 1 Dosis Arexvy oder Placebo erhielten und keine bestätigte RSV-assoziierte akute Atemwegserkrankung (acute respiratory illness, ARI) vor Tag 15 nach der Impfung berichteten.
Insgesamt wurden 24 960 Teilnehmende zu gleichen Teilen randomisiert und erhielten während der ersten Saison entweder 1 Dosis Arexvy (N = 12 466) oder Placebo (N = 12 494). Vor der zweiten Saison wurden die Teilnehmenden, die während der ersten Saison Arexvy erhalten hatten, erneut randomisiert und erhielten entweder Placebo (N = 4 991) oder eine zweite Dosis Arexvy (N = 4 966). Teilnehmende, die vor der ersten Saison ein Placebo erhalten hatten, erhielten vor der zweiten Saison eine zweite Dosis Placebo. Die Teilnehmenden wurden bis zum Ende der dritten RSV-Saison nachbeobachtet (mediane Nachbeobachtungszeit 30,6 Monate).
Das mediane Alter der Teilnehmenden betrug 69 Jahre (Bereich: 59 bis 102 Jahre), mit ca. 74 % im Alter von über 65 Jahren, ca. 44 % im Alter von über 70 Jahren und ca. 8 % im Alter von über
80 Jahren. Rund 52 % der Teilnehmenden waren weiblich.
Zu Studienbeginn wiesen 39,3 % der Teilnehmenden mindestens eine Komorbidität von Bedeutung auf; 19,7 % der Teilnehmenden hatten eine kardiorespiratorische Grunderkrankungen (chronisch obstruktive Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease, COPD), Asthma, andere chronische Atemwegs-/Lungenerkrankungen oder chronische Herzinsuffizienz) und 25,8 % der Teilnehmenden hatten endokrin-metabolisch bedingte Erkrankungen (Diabetes, fortgeschrittene Leber- oder Nierenerkrankung).
Bestätigte Fälle von RSV wurden mittels Nasopharyngealabstrich und anschließender quantitativer Reverser-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (qRT-PCR) nachgewiesen.
LRTD wurde gemäß folgenden Kriterien definiert: Die Teilnehmenden mussten mindestens 2 die unteren Atemwege betreffende Symptome/Anzeichen über mindestens 24 Stunden aufweisen, einschließlich mindestens 1 die unteren Atemwege betreffenden Anzeichen, oder die Teilnehmenden mussten mindestens 3 die unteren Atemwege betreffende Symptome über mindestens 24 Stunden aufweisen. Die unteren Atemwege betreffende Symptome umfassten: neu aufgetretener oder verschlechterter Husten mit Auswurf, neu aufgetretener oder verschlechterter Husten, neu aufgetretene oder verschlechterte Dyspnoe (Kurzatmigkeit). Die unteren Atemwege betreffende Anzeichen umfassten: neu aufgetretenes oder verschlechtertes Giemen, Lungenrasseln/Rasselgeräusche, Atemfrequenz ≥ 20 Atemzüge/Min., niedrige oder verminderte Sauerstoffsättigung (O2-Sättigung
< 95 % oder ≤ 90 % bei einem Ausgangswert von < 95 %) oder Notwendigkeit von Sauerstoff-Supplementierung.
Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte LRTD während der ersten RSV-Saison (konfirmatorische Analyse)
Das primäre Ziel war der Nachweis der Wirksamkeit zur Prävention einer ersten Episode von bestätigter RSV-A- und/oder RSV-B-assoziierter LRTD während der ersten RSV-Saison.
Die Impfstoffwirksamkeit insgesamt und nach Subgruppen ist in Tabelle 2 dargestellt.
Die Wirksamkeit zur Prävention einer erstmalig auftretenden RSV-assoziierten LRTD ab 15 Tagen nach der Impfung betrug bei Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter im Vergleich zu Placebo 82,6 % (96,95 % Konfidenzintervall von 57,9 % bis 94,1 %). Die Impfstoffwirksamkeit gegen RSV-LRTD wurde über eine mediane Nachbeobachtungsdauer von 6,7 Monaten überwacht. Die Impfstoffwirksamkeit gegen RSV-A-assoziierte LRTD betrug 84,6 % (95 % KI [32,1; 98,3]) und
gegen RSV-B-assoziierte LRTD 80,9 % (95 % KI [49,4; 94,3]).
Tabelle 2: Wirksamkeitsanalyse während der ersten RSV-Saison (konfirmatorische Analyse): Erstmalig auftretende RSV-assoziierte LRTD insgesamt und nach Alters- und Komorbiditätssubgruppen (modified Exposed Set)
| Subgruppe | Arexvy | Placebo | % Wirksamkeit (KI)a | ||||
| N | n | Inzidenz-rate pro 1 000Personen-jahre | N | n | Inzidenz-rate pro 1 000Personen-jahre | ||
| Insgesamt(≥ 60 Jahre)b | 12 466 | 7 | 1,0 | 12 494 | 40 | 5,8 | 82,6 (57,9; 94,1) |
| 60-69 Jahre | 6 963 | 4 | 1,0 | 6 979 | 21 | 5,5 | 81,0 (43,6; 95,3) |
| 70-79 Jahre | 4 487 | 1 | 0,4 | 4 487 | 16 | 6,5 | 93,8 (60,2; 99,9) |
| Teilnehmende mit mindestens einerKomorbidität von Bedeutung | 4 937 | 1 | 0,4 | 4 861 | 18 | 6,6 | 94,6 (65,9; 99,9) |
a KI = Konfidenzintervall (96,95 % für die Gesamtanalyse (≥ 60 Jahre) und 95 % für alle Subgruppenanalysen).
Das zweiseitige exakte KI für die Impfstoffwirksamkeit wurde auf der Grundlage der Poisson-Methode abgeleitet und an Altersgruppen und Regionen angepasst.
b Konfirmatorisches Ziel mit vorab spezifiziertem Erfolgskriterium von einer Untergrenze
| Subgruppe | Arexvy | Placebo | % Wirksamkeit (KI)a | ||||
| N | n | Inzidenz-rate pro 1 000Personen-jahre | N | n | Inzidenz-rate pro 1 000Personen-jahre | ||
des zweiseitigen KI für die Wirksamkeit des Impfstoffes von über 20 %.
N = Anzahl der in jeder Gruppe eingeschlossenen Teilnehmenden
n = Anzahl der Teilnehmenden, bei denen eine erstmalige bestätigte RSV-assoziierten LRTD ab Tag 15 nach der Impfung auftrat
Die Impfstoffwirksamkeit in der Subgruppe der Teilnehmenden im Alter von 80 Jahren und älter (1 016 in der Arexvy-Gruppe gegenüber 1 028 in der Placebo-Gruppe) kann aufgrund der geringen Gesamtzahl der aufgetretenen Fälle (5 Fälle) nicht zuverlässig geschätzt werden.
Von 18 RSV-assoziierten LRTD-Fällen mit mindestens 2 Anzeichen der unteren Atemwege oder Beeinträchtigung von Alltagsaktivitäten traten in der Placebo-Gruppe 4 Fälle von schwerer RSV-assoziierter LRTD auf, die Sauerstoff-Supplementierung benötigten, in der Arexvy-Gruppe dagegen keiner.
Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte LRTD über 2 RSV-Saisons und über 3 RSV-Saisons
Teilnehmende im Alter von 60 Jahren und älter, die 1 Dosis Arexvy oder Placebo erhielten
(RSV OA=ADJ-006), wurden über 3 RSV-Saisons beobachtet (bis zum Ende der zweiten und dritten Saison in der nördlichen Hemisphäre) mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 17,8 Monaten über 2 RSV-Saisons und 30,6 Monaten über 3 RSV-Saisons. Die Impfstoffwirksamkeit gegen RSV-assoziierte LRTD betrug über 2 RSV-Saisons 67,2 % (97,5 % KI [48,2; 80,0]) und über 3 RSV-
Saisons 62,9 % (97,5 % KI [46,7; 74,8]).
Die Impfstoffwirksamkeit gegen RSV-A-assoziierte LRTD und RSV-B-assoziierte LRTD über 3 RSV-Saisons betrug 69,8 % (97,5 % KI [42,2; 85,7]) bzw. 58,6 % (97,5 % KI [35,9; 74,1]).
In der Subgruppe der Teilnehmenden mit mindestens einer Komorbidität von Bedeutung war die Impfstoffwirksamkeit gegen RSV-assoziierte LRTD ähnlich.
Eine zweite Impfstoffdosis, die 12 Monate nach der ersten Dosis verabreicht wurde, brachte keinen zusätzlichen Nutzen in Bezug auf die Wirksamkeit.
Immunogenität bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren
Die Nichtunterlegenheit der Immunantwort auf Arexvy bei Erwachsenen im Alter von 18 bis
59 Jahren im Vergleich zu Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter, bei denen die Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte LRTD nachgewiesen wurde, wurde in zwei Studien untersucht. Die erste war eine beobachterverblindete, randomisierte, placebokontrollierte Phase III-Studie (RSV AO=ADJ-018) und die zweite war eine war eine offene Phase III-Studie (RSV OA=ADJ-025).
In der ersten Studie (RSV AO=ADJ-018) bestand Kohorte 1 aus Teilnehmenden im Alter von 50 bis 59 Jahren, die entsprechend ihrer Krankengeschichte in zwei Subkohorten (Adults-AIR und Adults-non-AIR) eingeteilt wurden. Die Subkohorte Adults-AIR (adults at increased risk) bestand aus Teilnehmenden mit vorab definierten, stabilen, chronischen Erkrankungen, die zu einem erhöhten Risiko für eine RSV-Erkrankung führen, wie z. B. chronische Lungenerkrankung, chronische Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes, chronische Nieren- oder Lebererkrankung (Arexvy, N = 386; Placebo, N = 191). Die Subkohorte Adults-non-AIR bestand aus Teilnehmenden ohne vordefinierte, stabile, chronische Erkrankungen (Arexvy, N = 383; Placebo, N = 192). Kohorte 2 (OA; older adults) bestand aus Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren und älter (Arexvy, N = 381) (Tabelle 3).
Die zweite Studie (RSV OA=ADJ-025) umfasste Teilnehmende im Alter von 18 bis 49 Jahren mit vorab definierten, stabilen, chronischen Erkrankungen, die zu einem erhöhten Risiko für eine RSV-Erkrankung führen, wie z. B. chronische Lungenerkrankung, chronische Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes, chronische Nieren- oder Lebererkrankung oder neurologische bzw. neuromuskuläre Erkrankung (Gesamt N = 1 029; davon 426 Teil der Immunogenitäts-Untergruppe) sowie Teilnehmende im Alter von 60 Jahren und älter (N = 429). Alle Studienteilnehmenden erhielten eine Dosis Arexvy (Tabelle 4).
Die primären Immunogenitätsziele bestanden darin, die Nichtunterlegenheit der humoralen Immunantwort (in Bezug auf RSV-A- und RSV-B-neutralisierende Titer) nach der Verabreichung von Arexvy einen Monat nach der Impfung bei Teilnehmenden im Alter von 50 bis 59 Jahren mit oder ohne vordefinierten, stabilen, chronischen Erkrankungen, die zu einem erhöhten Risiko einer RSV-Erkrankung führen, sowie bei Teilnehmenden im Alter von 18 bis 49 Jahren mit vorab vordefinierten, stabilen, chronischen Erkrankungen, die zu einem erhöhten Risiko einer RSV-Erkrankung führen, im Vergleich zu Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren und älter nachzuweisen.
Die Nichunterlegenheitskriterien der Immunantworten für die RSV-A- und RSV-B-neutralisierenden Titer wurden in beiden Altersgruppen erfüllt. Die Wirksamkeit von Arexvy bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren kann aus der nachgewiesenen Wirksamkeit des Impfstoffs bei Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter abgeleitet werden.
Tabelle 3: Zusammenfassung der angepassten GMT- und SRR-Werte und angepassten GMT-Verhältnisse und SRR-Unterschiede in Bezug auf RSV-A- und RSV-B-neutralisierende Titer (ED60) bei Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter (OA) im Vergleich zu Erwachsenen im Alter von 50 bis 59 Jahren mit (Adults-AIR) oder ohne (Adults-non-AIR) vorab definierten, stabilen, chronischen Erkrankungena, die zu einem erhöhten Risiko für eine RSV-Erkrankung führen – Per Protocol Set
| RSV-A-neutralisierende Titer (ED60) | ||||
| Angepasster GMT (95 % KI) | Angepasstes GMT-Verhältnis (95 % KI)b | SRR (%) (95 % KI) | SRR-Unterschied (95 % KI)c | |
| OA(≥ 60 Jahre) | 7 440,1(6 768,4; 8 178,5) | 0,83(0,73; 0,95) | 80,4(75,8; 84,5) | -6,5(-12,1; -0,9) |
| Adults-AIR(50-59 Jahre) | 8 922,7(8 118,2; 9 806,9) | 86,9(82,8; 90,3) | ||
| OA | 7 492,6(6 819,1; 8 232,7) | 80,4 | ||
| (≥ 60 Jahre) | (75,8; 84,5) | |||
| 0,95 | -2,4 | |||
| Adults-non- | 7 893,5 | (0,83; 1,09) | 82,8 | (-8,3; 3,5) |
| AIR | (7 167,5; 8 692,9) | (78,3; 86,8) | ||
| (50-59 Jahre) | ||||
| RSV-B-neutralisierende Titer (ED60) | ||||
| Angepasster GMT (95 % KI) | Angepasstes GMT-Verhältnisb | SRR (95 % KI) | SRR-Unterschiedc | |
| OA | 8 062,8 | 74,5 | ||
| (≥ 60 Jahre) | (7 395,9; 8 789,9) | 0,80 | (69,5; 79,0) | -7,2 |
| (95 % KI | (95 % KI | |||
| Adults-AIR | 10 054,7 | [0,71; 0,91]) | 81,6 | [-13,3; -0,9]) |
| (50-59 Jahre) | (9 225,4; 10 958,7) | (77,1; 85,6) | ||
| OA | 8 058,2 | 74,5 | ||
| (≥ 60 Jahre) | (7 373,1; 8 807,0) | 0,89 | (69,5; 79,0) | -3,7 |
| (97,5 % KI[0,77; 1,03]) | (97,5 % KI[-11,1; 3,7]) | |||
| Adults-non-AIR | 9 009,5 | 78,2 | ||
| (50-59 Jahre) | (8 226,8; 9 866,6) | (73,3; 82,6) | ||
a Vorab definierte, stabile, chronische Erkrankungen wie chronische Lungenerkrankung, chronische Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes, chronische Nieren- oder Lebererkrankung.
b,c Die vorab festgelegten Kriterien für die Nichtunterlegenheit der Immunantworten wurden definiert als die 2-seitigen 95 %- oder 97,5 %-KI-Obergrenzen der angepassten GMT-Verhältnisse (OA über Adults-AIR oder Adults-non-AIR) ≤ 1,5 und die Obergrenzen des 2-seitigen 95 %- oder 97,5 %-KI der SRR-Differenz (OA minus Adults-AIR oder Adults-non-AIR) ≤ 10 % bei Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren und älter (OA) im Vergleich zu Teilnehmenden im Alter von 50 bis 59 Jahren mit (Adults-AIR) oder ohne (Adults-non-AIR) vorab definierten, stabilen, chronischen Erkrankungen, die zu einem erhöhten Risiko für eine RSV-Erkrankung führen.
ED60 = estimated dilution 60; KI = Konfidenzintervall; GMT = geometrischer Mittelwert des Titers; SRR = Seroresponse-Rate
Tabelle 4: Zusammenfassung der angepassten GMT- und SRR-Werte und angepassten GMT-Verhältnisse und SRR-Unterschiede in Bezug auf RSV-A- und RSV-B-neutralisierende Titer (ED60) bei Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter (OA) im Vergleich zu Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren mit vorab definierten, stabilen, chronischen Erkrankungena, die zu einem erhöhten Risiko für eine RSV-Erkrankung führen (Adults-AIR) – Per Protocol Set
| RSV-A-neutralisierende Titer (ED60) | ||||
| Angepasster GMT (95 % KI) | AngepasstesGMT-Verhältnis (95 % KI)b | SRR (%) (95 % KI) | SRR-Unterschied (95 % KI)c | |
| OA(≥ 60 Jahre) | 8 591,5(7 902,7; 9 340,3) | 0,72(0,64; 0,81) | 77,7(73,4; 81,6) | -9,4(-14,6; -4,1) |
| Adults-AIR(18-49 Jahre) | 11 914.6(10 933,2; 12 984,2) | 87,1(83,3; 90,2) | ||
| RSV-B-neutralisierende Titer (ED60) | ||||
| Angepasster GMT (95 % KI) | Angepasstes GMT-Verhältnis (95 % KI)b | SRR (95 % KI) | SRR-Unterschied (95 % KI)c | |
| OA(≥ 60 Jahre) | 9 087,6(8 372,1; 9 864,2) | 0,73(0,65; 0,82) | 77,2(72,9; 81,2) | -10,1(-15,3; -4,8) |
| Adults-AIR(18-49 Jahre) | 12 503,4(11 490,5; 13 605,4) | 87,3(83,6; 90,4) | ||
a Vorab definierte, stabile, chronische Erkrankungen wie chronische Lungenerkrankung, chronische Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes, chronische Nieren- oder Lebererkrankung oder neurologische bzw. neuromuskuläre Erkrankung.
b,c Die vorab festgelegten Kriterien für die Nichtunterlegenheit der Immunantworten wurden definiert als die 2-seitigen 95 %-KI-Obergrenzen der angepassten GMT-Verhältnisse (OA über Adults-AIR) ≤ 1,5 und die Obergrenzen des 2-seitigen 95 %-KI der SRR-Differenz (OA minus Adults-AIR) ≤ 10 % bei Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren und älter (OA) im Vergleich zu Teilnehmenden im Alter von 18 bis 49 Jahren mit vorab definierten, stabilen, chronischen Erkrankungen, die zu einem erhöhten Risiko für eine RSV-Erkrankung führen (Adults-AIR).
ED60 = estimated dilution 60; KI = Konfidenzintervall; GMT = geometrischer Mittelwert des Titers; SRR = Seroresponse-Rate
Immunogenität bei besonderen Patientengruppen
Immungeschwächte Personen
In einer offenen, randomisierten, kontrollierten Phase IIb-Studie wurde die Immunantwort bei SOT-Empfängern (Nieren- oder Lungentransplantation) im Alter von 18 Jahren und älter (N = 261), die entweder eine Dosis (131 Teilnehmende) oder zwei Dosen (130 Teilnehmende) Arexvy im Abstand von 30 bis 60 Tagen erhielten, mit der Immunantwort bei nicht immungeschwächten Teilnehmenden im Alter von 50 Jahren und älter (N = 125), die eine Dosis Arexvy erhielten, verglichen
(RSV OA=ADJ-023). Alle SOT-Empfänger erhielten eine Erhaltungstherapie mit Immunsuppressiva zur Verhinderung einer Allotransplantatabstoßung.
Bei SOT-Empfängern erhöhte eine Dosis Arexvy die RSV-A- und RSV-B-neutralisierenden Titer, die bis zu 12 Monate nach der Impfung über den Ausgangswerten blieben. Bei SOT-Empfängern unter immunsuppressiven Regimen ohne Mycophenolat (23 % der Teilnehmenden) waren die neutralisierenden Titer nach einer Dosis ähnlich wie bei nicht immungeschwächten Personen. Bei SOT-Empfängern unter immunsuppressiven Regimen mit Mycophenolat (77 % der Teilnehmenden) waren die neutralisierenden Titer nach einer Dosis niedriger als bei SOT-Empfängern, die kein Mycophenolat erhielten. Eine zweite Dosis erhöhte die RSV-neutralisierenden Titer in dieser Gruppe und näherte sie den Werten der nicht immungeschwächten Teilnehmenden an (siehe Tabelle 5).
Tabelle 5. Geometrische Mittelwerte der RSV-A- und RSV-B-neutralisierenden Titer (ED60) (mit oder ohne Mycophenolat (MC)) bei SOT-Empfängern im Alter von 18 Jahren und älter –
Per Protokoll Set
| RSV-A-neutralisierende Titer (ED60) | |||||
| SOT 1-Dosis-Gruppea | SOT 2-Dosis-Gruppeb | Non-ICc | |||
| Zeitpunkt | MC Ja | MC Nein | MC Ja | MC Nein | |
| Ausgangswert | N = 95 | N = 28 | N = 94 | N = 29 | N = 125 |
| 785[663 - 929] | 888[692 - 1 139] | 813[694 - 952] | 818[553 - 1 210] | 889[782 - 1 011] | |
| 1 Monat nachDosis 1 | N = 95 | N = 28 | N = 90 | N = 24 | N = 117 |
| 3 101[2 459 - 3 912] | 9 388[6 329 - 13 926] | 3 602[2 672 - 4 855] | 7 255[4 668 - 11 277] | 6 881[5 976 - 7 924] | |
| 1 Monat nachDosis 2 | NA | NA | N = 88 | N = 23 | NA |
| NA | NA | 4 960[3 779 - 6 511] | 7 327[4 811 - 11 159] | NA | |
| 12 Monate nach der letzten Dosis | N = 89 | N = 27 | N = 83 | N = 24 | N = 114 |
| 1 528[1 254 - 1 862] | 2 899[2 044 - 4 110] | 2 564[2 000 - 3 287] | 2 363[1 567 - 3 563] | 2 244[1 925 - 2 615] | |
| RSV-B-neutralisierende Titer (ED60) | |||||
| SOT 1-Dosis-Gruppea | SOT 2-Dosis-Gruppeb | Non-ICc | |||
| Zeitpunkt | MC Ja | MC Nein | MC Ja | MC Nein | |
| Ausgangswert | N = 95 | N = 28 | N = 94 | N = 29 | N = 125 |
| 859[703 - 1 049] | 882[621 - 1 253] | 877[729 - 1 055] | 946[625 - 1 433] | 1 027[890 - 1 186] | |
| 1 Monat nachDosis 1 | N = 95 | N = 28 | N = 90 | N = 24 | N = 117 |
| 3 931[2 985 - 5 177] | 11 336[7 042 - 18 249] | 4 041[3 012 - 5 422] | 9 468[5 900 - 15 195] | 9 125[7 782 - 10 700] | |
| 1 Monat nachDosis 2 | NA | NA | N = 88 | N = 23 | NA |
| NA | NA | 5 274[4 062 - 6 848] | 8 487[5 736 - 12 559] | NA | |
| 12 Monatenach der letzten Dosis | N = 89 | N = 27 | N = 83 | N = 24 | N = 114 |
| 2 048[1 620 - 2 589] | 2 822[1 968 - 4 047] | 2 898[2 308 - 3 638] | 2 846[1 848 - 4 385] | 2 665[2 311 - 3 074] | |
a SOT 1-Dosis-Gruppe = SOT-Empfänger, die eine Dosis Arexvy erhalten haben
b SOT 2-Dosis-Gruppe = SOT-Empfänger, die zwei Dosen Arexvy erhalten haben
c Non-IC = nicht immungeschwächte Teilnehmende, die eine Dosis Arexvy erhalten haben N = Anzahl der Teilnehmenden in jeder Gruppe für jeden Besuch
ED60: Estimated dilution 60
MC Ja = SOT-Empfänger mit immunsuppressiven Regimen mit Mycophenolat MC Nein = SOT-Empfänger mit immunsuppressiven Regimen ohne Mycophenolat NA = nicht anwendbar
Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Arexvy eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur Prävention von durch das Respiratorische Synzytial-Virus verursachten Erkrankungen der unteren Atemwege gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Pharmazeutische Angaben - Arexvy
Pulver (RSVPreF3-Antigen)
Trehalose-Dihydrat Polysorbat 80 (E 433)
Kaliumdihydrogenphosphat (E 340)
Kaliummonohydrogenphosphat (E 340)
Suspension (AS01E Adjuvanssystem) Colfosceriloleat (E 322)
Cholesterol Natriumchlorid
Natriummonohydrogenphosphat (E 339)
Kaliumdihydrogenphosphat (E 340) Wasser für Injektionszwecke
Adjuvans siehe auch Abschnitt 2.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
3 Jahre
Nach der Rekonstitution:
Die chemische und physikalische Stabilität nach Rekonstitution wurde für 4 Stunden bei 2 °C – 8 °C bzw. bei Raumtemperatur von bis zu 25 °C gezeigt.
Aus mikrobiologischer Sicht ist der Impfstoff sofort zu verwenden. Falls er nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen bis zur Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten 4 Stunden nicht überschreiten.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Stabilitätsdaten zeigen, dass die ungeöffneten Impfstoffkomponenten bei Temperaturen zwischen 8 °C und 25 °C für 7 Tage stabil bleiben. Am Ende dieses Zeitraums sollte Arexvy sofort verwendet oder verworfen werden. Diese Daten dienen ausschließlich dazu, dem medizinischen Fachpersonal im Falle einer vorübergehenden Temperaturabweichung eine Anleitung zu geben.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Arexvy ist in zwei Präsentationen verfügbar, wie nachfolgend beschrieben.
Arexvy Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension (Durchstechflasche/Durchstechflasche):
-
Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit einem Stopfen (Butylgummi) und einer senfgelben Verschlusskappe (Antigen).
-
Suspension für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit einem Stopfen (Butylgummi) und einer braunen Verschlusskappe (Adjuvans).
Arexvy ist in Packungsgrößen zu 1 Durchstechflasche mit Pulver und 1 Durchstechflasche mit Suspension oder zu 10 Durchstechflaschen mit Pulver und 10 Durchstechflaschen mit Suspension verfügbar.
Der Stopfen der Durchstechflasche ist aus synthetischem Gummi hergestellt.
Arexvy Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Durchstechflasche/Fertigspritze):
-
Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit einem Stopfen (Butylgummi) und einer grauen Verschlusskappe (Antigen).
-
Suspension für 1 Dosis in einer Fertigspritze (Glas Typ I) mit einem Kolbenstopfen (Butylgummi) und einer Verschlusskappe aus Gummi (Adjuvans).
Arexvy ist in Packungsgrößen zu 1 Durchstechflasche mit Pulver und 1 Fertigspritze mit Suspension ohne Nadel/Kanüle oder zu 10 Durchstechflaschen mit Pulver und 10 Fertigspritzen mit Suspension ohne Nadeln/Kanülen verfügbar.
Die Verschlusskappe und der Kolbenstopfen der Fertigspritze sowie der Stopfen der Durchstechflasche sind aus synthetischem Gummi hergestellt.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
-
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Das Pulver und die Suspension müssen vor der Verabreichung rekonstituiert werden.
Das Pulver und die Suspension sind visuell auf Fremdpartikel und/oder Veränderungen des Aussehens zu untersuchen. Falls solche Abweichungen beobachtet werden, darf der Impfstoff nicht rekonstituiert werden.
Wie Arexvy zubereitet wird
Durchstechflasche/Durchstechflasche
-
Entnehmen Sie mit einer Spritze mit geeigneter Nadel (21G bis 25G) den gesamten Inhalt aus der Durchstechflasche mit der Suspension.
-
Geben Sie den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche mit dem Pulver.
-
Schütteln Sie vorsichtig, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat.
-
Entnehmen Sie mit der Spritze 0,5 ml des rekonstituierten Impfstoffes und verabreichen Sie den Impfstoff mit einer neuen Nadel intramuskulär.
Durchstechflasche/Fertigspritze
-
Bringen Sie eine geeignete Nadel (21G bis 25G) wie unten beschrieben an die Fertigspritze an und geben Sie deren gesamten Inhalt in die Durchstechflasche mit dem Pulver.
-
Schütteln Sie vorsichtig, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat.
-
Entnehmen Sie mit der Spritze den gesamten rekonstituierten Impfstoff und verabreichen Sie den Impfstoff mit einer neuen Nadel intramuskulär.
Anleitung für die Handhabung der Fertigspritze
| Halten Sie die Spritze am Zylinder, nicht am Kolben.Drehen Sie die Spritzenkappe entgegen dem Uhrzeigersinn ab. |
| Nadelansatz | Um die Nadel anzubringen, verbinden Sie den Nadelansatz mit dem Luer-Lock-Gewindeansatz und drehen Sie um eine Vierteldrehung im Uhrzeigersinn, bis die Nadel spürbar einrastet.Rekonstituieren Sie den Impfstoff wie oben beschrieben.Ziehen Sie den Spritzenkolben nicht aus dem Zylinder. Falls dies passiert, darf der Impfstoff nicht verabreicht werden. |
Der rekonstituierte Impfstoff ist eine opaleszente, farblose bis blass bräunliche Flüssigkeit.
Der rekonstituierte Impfstoff ist visuell auf Fremdpartikel und/oder Veränderungen des Aussehens zu untersuchen. Falls solche Abweichungen beobachtet werden, darf der Impfstoff nicht verabreicht werden.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Rekonstitution wurde für 4 Stunden bei 2 °C - 8 °C bzw. bei Raumtemperatur von bis zu 25 °C gezeigt.
Aus mikrobiologischer Sicht ist der Impfstoff sofort zu verwenden. Falls er nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen bis zur Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten 4 Stunden nicht überschreiten.
Entsorgung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.