Spalt Schmerztabletten, 300 mg / 300 mg Tabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Spalt 300 mg / 300 mg
Für Erwachsene bei: akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.
Hinweis:
Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.
Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene 1 Spalt Schmerztablette (entsprechend 300 mg Acetylsalicylsäure, 300 mg Paracetamol) ein, wenn erforderlich bis zu 3-mal täglich (in der Regel im Abstand von 4 bis 8 Stunden).
Die Tageshöchstdosis beträgt für Erwach-sene 4-mal 1 Tablette Spalt Schmerztabletten (entsprechend 1200 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol).
Schmerzmittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage und nicht in höherer Dosierung angewendet werden.
Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Arzneimittel nicht anwenden (siehe Abschnitt 4.3).
Besondere Patientengruppen
Leberinsuffizienz und leichte Niereninsuffizi-enz
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunkti-onsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.
Paracetamol:
Ohne ärztliche Anweisung ist eine tägliche Dosis von 2g nicht zu überschreiten.
Schwere Niereninsuffizienz
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisinter-vall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
Ältere Patienten
Erfahrungen haben gezeigt, dass keine spezielle Dosisanpassung erforderlich ist.
Allerdings kann bei geschwächten, immobilisierten älteren Patienten mit
eingeschränkter Leber-/ Nierenfunktion eine Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls erforderlich werden.
Ohne ärztliche Anweisung sollte die maximale tägliche Dosis von 60 mg/kg Körpergewicht (bis zu einem Maximum von 2 g/Tag) nicht überschritten werden, bei:
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Körpergewicht unter 50 kg
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Chronischem Alkoholismus
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Wasserentzug
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Chronischer Unterernährung.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind in etwas Flüssigkeit ge-löst oder unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.
Spalt Schmerztabletten dürfen nicht ange-wendet werden bei
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Überempfindlichkeit gegenüber Acetylsali-cylsäure, Paracetamol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
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wenn in der Vergangenheit gegen Salicy-late oder andere nicht-steroidale Entzün-dungshemmer mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise allergisch reagiert wurde
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gastrointestinalen Blutungen oder Perfora-tion (Magen- oder Darmdurchbruch) in der Vorgeschichte, die durch eine vorherige Therapie mit NSAR’s bedingt waren
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aktiven oder in der Vorgeschichte bekann-ten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwü-ren / Haemorrhagie mit mindestens zwei unverkennbaren Episoden von erwiesener Ulzeration oder Blutungen
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bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung
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Leber- und Nierenversagen
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schwerer Herzinsuffizienz
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Kombination mit Methotrexat 15 mg oder mehr pro Woche
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Schwangerschaft im dritten Trimester
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Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Um das Risiko einer Überdosierung zu ver-meiden, sollte sichergestellt werden, dass gleichzeitig angewendete Medikamente kein Paracetamol enthalten.
Spalt Schmerztabletten sollten wegen des Anteils an Paracetamol in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden:
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Hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh < 9)
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Chronischer Alkoholmissbrauch
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Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min (siehe Abschnitt 4.2))
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Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
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gleichzeitig Einnahme von Medikamenten die die Leberfunktion beeinträchtigen
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Glucos e-6-phosphate dehydrogenase Mangel (Favismus)
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Hämolytischer Anämie
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Glutathion Mangel
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Dehydratation
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Chronische Mangelernährung
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Körpergewicht unter 50 kg
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Ältere Patienten.
Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose wurden bei Patienten mit schweren Erkrankungen, wie schwerer Nierenfunktionsstörung und Sepsis, oder bei Patienten mit Mangelernährung oder anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus) berichtet, die mit einer therapeutischen Dosis von Paracetamol über einen längeren Zeitraum oder mit einer Kombination von Paracetamol und Flucloxacillin behandelt wurden. Bei Verdacht auf HAGMA aufgrund einer Pyroglutaminsäure-Azidose wird ein sofortiges Absetzen von Paracetamol und eine engmaschige Überwachung empfohlen. Die Messung von Pyroglutaminsäure (5-Oxoprolin) im Urin kann nützlich sein, um Pyroglutaminsäure-Azidose als zugrunde liegende Ursache von HAGMA bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren zu erkennen.
Wegen des Anteils an Acetylsalicylsäure ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei Patienten mit
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Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer / Antirheumatika oder andere allergene Stoffe;
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Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juck-reiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heu-schnupfen, Nasenschleimhautschwellun-gen (Nasenpolypen), chronischen Atem-wegserkrankungen;
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eingeschränkter Leber - und Nierenfunk-tion;
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Bluthochdruck und/oder Herzinsuffizienz in der Anamnese: vor Behandlungsbeginn der Arzt bzw. der Apotheker zu befragen. Im Zusammenhang mit einer NSAR-Be-handlung wurde über Flüssigkeitseinlage-rung und Ödeme berichtet;
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Anstehenden Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Zahnextrak-tionen): Es kann zu verstärkter Blutungs-neigung kommen.
Gastrointestinale Wirkungen
Die gleichzeitige Gabe von Acetylsalicyl-säure und anderen NSAR einschließlich COX-2-selektiven Inhibitoren sollte vermie-den werden.
Während der Behandlung mit allen NSAR sind schwerwiegende gastrointestinale Blu-tungen, Geschwüre oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, zu jedem Zeit-punkt der Therapie mit oder ohne Warnsig-nale oder früheren schwerwiegenden gastrointestinalen Nebenwirkungen, berich-tet worden.
Bei älteren Menschen kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, insbesondere Blutungen und Perforationen im Gastrointestinaltrakt, die lebensbedrohlich sein können.
Patienten mit einer Anamnese gastrointesti-naler Toxizität, insbesondere in höherem Al-ter, sollen jedes ungewöhnliche Symptom im Magen-Darm-Bereich (vor allem gastroin-
testinale Blutungen) melden, insbesondere zu Beginn einer Therapie.
Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt wer-den, die das Risiko für Ulzera oder Blutun-gen erhöhen können, wie z. B. orale Korti-koide, Antikoagulanzien wie z. B. Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibi-toren oder Thrombozyten-Aggregationshem-mer wie z. B. Acetylsalicylsäure in geringen Dosen zur Behandung kardiovaskulärer Er-krankungen.
Beim Auftreten von gastrointestinalen Blu-tungen oder Ulzera soll die Behandlung mit Acetylsalicylsäure abgebrochen werden.
Das Risiko einer gastrointestinalen Blutung, Ulzeration und Perforation erhöht sich mit ansteigender Dosis der NSAR, für Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere in Verbindung mit den Komplikationen Blu-tung oder Perforation (siehe Kapitel 4.3 Ge-genanzeigen) und für ältere Patienten. Diese Patientengruppen sollten einleitend mit der niedrigsten möglichen Dosis behan-delt werden. Eine Behandlung mit NSAR in Kombination mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonen-Pumpen-Hemmer) sollte in diesen Fällen in Erwä-gung gezogen werden. Dies gilt auch für Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimit-tel einnehmen, die das Risiko gastrointes-tinaler Nebenwirkungen erhöhen (siehe Ka-pitel 4.5 Wechselwirkungen).
Sonstige Hinweise
Bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmit-teln können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme führen und damit wie-derum eine Fortdauer der Kopfschmerzen bewirken können.
Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nie-renschädigung mit dem Risiko eines Nie-renversagens (Analgetika-Nephropathie) führen. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert eingenommen werden.
Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Patienten, die bereits zu geringer Harnsäu-reausscheidung neigen, kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erfor-derlichen Zeitraum angewendet wird (s. Ab-schnitt 4.2).
Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopf-schmerzen sowie Müdigkeit, Muskel-schmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzssympto-matik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die er-neute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
Bei Anwendung von NSAR’s können durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol wirk-stoffbedingte Nebenwirkungen, insbeson-dere solche, die den Gastrointestinaltrakt
oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden.
Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekun-därinfektion oder Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage, muss der Arzt konsultiert werden.
Allgemein sollen Paracetamol-haltige Arz-neimittel ohne ärztlichen oder zahnärztli-chen Rat nur wenige Tage und nicht in er-höhter Dosis angewendet werden.
Die einmalige Einnahme der Tagesgesamt-dosis kann zu schweren Leberschäden führen; in solchem Fall sollte unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.
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Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöh-tem Nebenwirkungsrisiko:
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Antikoagulantien, (z.B. Warfarin, Heparin): erhöhtes Blutungsrisiko (Kontrolle der Blutgerinnung).
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Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Ticlopidin, Clopidogrel), oder nicht-steroi-dale Antiphlogistika/Analgetika, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und orale Glukokortikoide: Erhöhung des Risikos für gastrointestinale Ulzera und Blutungen.
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Digoxin.
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Antidiabetika: Der Blutzuckerspiegel kann sinken.
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Methotrexat.
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Valproinsäure.
Abschwächung der Wirkung:
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Diuretika (in Dosierungen ab 3g Acetyl-salicylsäure pro Tag und mehr).
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ACE -Hemmer (in Dosierungen ab 3g Ace-tylsalicylsäure pro Tag und mehr).
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Urikosurika (z. B. Probenecid, Benzbrom-aron).
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Die Einnahme von Probenecid hemmt die Bindung von Paracetamol an Glucuron-säure und führt dadurch zu einer Reduzie-rung der Paracetamol-Clearance um un-gefähr den Faktor 2. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Para-cetamoldosis verringert werden.
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Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeiti-gen Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion führen, sowie bei potenziell hepatotoxischen Substanzen geboten (siehe Abschnitt 4.9).
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Bei gleichzeitiger Anwendung von Parace-tamol und AZT (Zidovudin) wird die Nei-gung zur Ausbildung einer Neutropenie verstärkt. Dieses Arzneimittel soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.
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Cholestyramin verringert die Aufnahme von Paracetamol.
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Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die zu einer Beschleunigung der Magen-entleerung führen, wie z. B. Metoclopra-mid, bewirkt eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol.
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Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magen-entleerung führen, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol verzö-gert werden.
Vorsicht ist geboten, wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin angewendet
wird, da die gleichzeitige Anwendung mit einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufgrund einer Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).
Auswirkungen auf Laborwerte
Die Einnahme von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphor-wolframsäure sowie die Blutzuckerbestim-mung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase beeinflussen.
Schwangerschaft:
Acetylsalicylsäure:
Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ be-einflussen.
Daten aus epidemiologischen Studien wei-sen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastro-schisis nach der Anwendung eines Prosta-glandinsynthesehemmers in der Früh-schwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Ver-lust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen ver-schiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Orga-nogenese einen Prostaglandinsynthese-hemmer erhielten.
Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Acetylsalicylsäure ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen. Dies kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Zusätzlich wurden Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im zweiten Schwangerschaftstrimester eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat.
Somit sollte Acetylsalicylsäure während des ersten und zweiten Schwan-gerschaftstrimesters nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Acetylsalicylsäure von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden, oder wenn es während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Nach einer mehrtägigen Einnahme von Acetylsalicylsäure ab der 20.
Schwangerschaftswoche sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden. Acetylsalicylsäure sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird.
Während des dritten Schwangerschaftstri-mesters können alle Prostaglandinsynthese-hemmer den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
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kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie);
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Nierenfunktionsstörung (siehe oben);
die Mutter und das Neugeborene, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:
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mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregations-hemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
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Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.
Daher ist Acetylsalicylsäure während des dritten Schwangerschaftstrimesters kontra-indiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Paracetamol:
Epidemiologische Daten zur oralen Anwen-dung therapeutischer Dosen Paracetamol geben keinen Hinweis auf mögliche uner-wünschte Nebenwirkungen auf die Schwan-gerschaft oder die Gesundheit des Fe-ten/Neugeborenen. Reproduktionsstudien zur oralen Anwendung ergaben keinen Hin-weis auf das Auftreten von Fehlbildungen oder Fetotoxizität.
Epidemiologische Studien zur Neuro-entwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf. Falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft angewendet werden.
Unter normalen Anwendungsbedingungen kann Paracetamol während der gesamten Schwangerschaft nach Abwägung des Nut-zen-Risiko-Verhältnisses angewendet wer-den.
Während der Schwangerschaft sollte Para-cetamol nicht über einen längeren Zeitraum, in höheren Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, da eine Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
Stillzeit
Acetylsalicylsäure und Paracetamol gehen in die Muttermilch über. Nachteilige Folgen für den Säugling durch Paracetamol und Acetylsalicylsäure sind bisher nicht bekannt geworden. Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Ein-nahme höherer Dosen sollte abgestillt wer-den.
Fertilität
Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneistoffe, die die Cyclooxygenase/-Prostagladinsynthese hemmen, die weibli-che Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde ge-legt:
Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeiten auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Verdauungstrakts: Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauch-schmerzen
Selten: Magen- Darmblutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Magen-Darmgeschwüre, unter Um-ständen mit Blutung und Perforation, insbe-sondere bei älteren Patienten. Bei abdomi-nalen Schmerzen, Teerstuhl oder Hämate-mesis wird der Patient aufgefordert das Arzneimittel abzusetzen und sofort den Arzt zu informieren.
Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Anstieg der Lebertransaminasen
Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktio-nen wie Hautreaktionen.
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen eventuell mit Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, anaphylaktischem Schock, Quin-cke-Ödeme vor allem bei Asthmatikern.
Sehr selten: bei prädisponierten Personen Bronchospasmus (Analgetika-Asthma).
Erkrankungen des Blutes und des Lymph-systems
Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahn-fleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.
Selten bis sehr selten sind auch schwerwie-gende Blutungen wie z. B. intracerebrale Blutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulan-tien berichtet worden, die in Einzelfällen le-bensbedrohlich sein können.
Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes wie Thrombozytopenie, Agranulozytose
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Nicht bekannt: Metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke
Bei Patienten mit Risikofaktoren, die Paracetamol einnahmen, wurden Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5 Oxoprolin-)Azidose beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Eine Pyroglutaminsäure-Azidose kann bei diesen Patienten infolge eines niedrigen Glutathionspiegels auftreten.
Erkrankungen des Nervensystems: Kopfschmerzen, Schwindel, gestörtes Hör-vermögen, Ohrensausen (Tinnitus) und mentale Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein.
Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes:
Sehr selten: schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbil-dung (z.B. Erythema exsudativum multi-forme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akute generalisierte exanthematische Pustulose).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-gen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine konti-nuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Die Symptome und die Therapie einer Überdosierung von Acetylsalicylsäure und Paracetamol setzen sich aus den einzelnen Symptomen und Therapiemöglichkeiten der Intoxikation mit den Einzelstoffen zusam-men.
Paracetamol
Symptome
Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Per-sonen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehlernäh-rung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion führen. In diesen Fällen kann eine Überdo-sierung zum Tod führen.
In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anore-xie, Blässe und Unterleibsschmerzen. Da-nach kann es zu einer Besserung des sub-jektiven Befindens kommen, es bleiben je-doch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.
Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachse-nen führt zu Leberzellnekrosen, die zu einer totalen irreversiblen Nekrose und später zu hepatozellulärer Insuffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie führen können. Diese wiederum können zu Koma, auch mit tödlichem Ausgang, führen. Gleichzeitig wurden erhöhte Konzentrationen der Lebertransaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer erhöhten Prothrombinzeit beobachtet, die 12 bis 48 Stunden nach der Anwendung auftreten können. Klinische Symptome der Leberschäden werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6 Tagen ein Maximum.
Auch wenn keine schweren Leberschäden vorliegen, kann es zu akutem Nierenversa-gen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu
anderen, leberunabhängigen Symptomen, die nach einer Überdosierung mit Paraceta-mol beobachtet wurden, zählen Myokard-anomalien und Pankreatitis.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung: Bereits bei Verdacht auf Intoxikation mit Pa-racetamol ist in den ersten 10 Stunden die intravenöse Gabe von SH-Gruppen-Donato-ren wie z. B. N-Acetyl-Cystein sinnvoll. N-Acetylcystein kann aber auch nach 10 und bis zu 48 Stunden noch einen gewissen Schutz bieten. In diesem Fall erfolgt eine längerfristige Einnahme. Durch Dialyse kann die Plasmakonzentration von Paracetamol abgesenkt werden. Bestimmungen der Plasmakonzentration von Paracetamol sind empfehlenswert.
Die weiteren Therapiemöglichkeiten zur Be-handlung einer Intoxikation mit Paracetamol richten sich nach Ausmaß, Stadium und kli-nischen Symptomen entsprechend den übli-chen Maßnahmen in der Intensivmedizin.
Acetylsalicylsäure
Mit einer Intoxikation muss bei älteren Personen und vor allem bei Kleinkindern ge-rechnet werden (therapeutische Überdosie-rung oder häufige versehentliche Intoxikatio-nen können bei ihnen tödlich wirken).
Svmptomatologie:
Mäßige Intoxikation:
Tinnitus, Hörstörungen, Kopfschmerzen und Vertigo werden in allen Fällen von Überdo-sierung festgestellt und können durch Re-duzierung der Dosierung rückläufig sein.
Schwere Intoxikation:
Fieber, Hyperventilation, Ketose, respiratori-sche Alkalose, metabolische Azidose, Ko-ma, kardiovaskulärer Schock, Atemversa-gen, schwere Hypoglykämie.
Notfallbehandlung:
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Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle
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Überwachung des Säure-Basen-Haus-haltes
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forcierte alkalische Diurese (Urin-pH-Wert 7,5 - 8) bei Plasmasalicylatkon-zentration > 500 mg/l (3,6 mmol/l) (Er-wachsene)
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Hämodialyse bei schwerer Intoxikation;
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Überwachung der Serum-Elektrolyte, Ersatz von Flüssigkeitsverlusten
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weitere symptomatische Behandlung
Pharmakologische Eigenschaften - Spalt 300 mg / 300 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Nervensystem, andere Analgetika und Antipyretika
ATC-Code: N02BE01
Paracetamol ist eine analgetische, antipyre-tische, jedoch sehr schwach antiphlogistisch wirkende Substanz. Der Wirkungsmecha-nismus ist nicht eindeutig geklärt. Nachge-wiesen ist, dass durch Paracetamol eine deutlich stärkere Hemmung der cerebralen als der peripheren Prostaglandinsynthese bewirkt wird. Ferner kommt es zu einer Hemmung des Effektes endogener Pyro-gene auf das hypothalamische Temperatur-regulationszentrum als wahrscheinliches Korrelat zur antipyretischen Wirkung.
Acetylsalicylsäure gehört als Vertreter der Gruppe der Salicylate zur Arzneistoffgruppe der sauren nichtsteroidalen Analgetika/Anti-phlogistika. Acetylsalicylsäure ist als Ester der Salicylsäure eine Substanz mit analgeti-schen, antipyretischen und antiphlogisti-schen Wirkeigenschaften. Als Wirkprinzip wird die Hemmung der Cyclooxygenase und damit die Hemmung der Bildung der Prostanoide Prostaglandin E2, Prostaglandin I2 und Thromboxan A2 beschrieben. Acetylsalicylsäure besitzt eine ausgeprägte, irreversible thrombozytenaggregationshem-mende Wirkung.
Acetylsalicylsäure und Paracetamol zeigen vergleichbare Resorptionsgeschwindigkei-ten und Zeitpunkte maximaler Plasmakon-zentrationen, etwa gleiche Wirkdauer, ver-schiedene, sich ergänzende Wirkmecha-nismen, sich nicht behindernde Biotrans-formationsschritte und keine gegenseitige Behinderung bei der renalen Elimination. In verschiedenen Tiermodellen ist eine additive Wirkung für Analgesie und bei Hyperthermie belegt. In einer humanpharmakologischen Untersuchung konnte experimentell eine additive analgetische Wirkung bestätigt werden. Ob beim Menschen durch die fixe Kombination eine gegenüber äquipotenten Mengen der Einzelsubstanzen gesteigerte Wirksamkeit (relative oder maximale Wir-kungsstärke) gegeben ist, lässt sich auf-grund einer zu kleinen Zahl klinischer Unter-suchungen zur Wirksamkeit nicht entschei-den.
Paracetamol wird beim Menschen nach oraler Gabe rasch (0,5 - 1,5 Stunden bis zum Erreichen maximaler Serumkonzentra-tionen) und vollständig resorbiert.
Die Plasmaproteinbindung ist gering, kann aber bei Überdosierung ansteigen, kaum je-doch über 50 %.
Die enzymatische Umformung erfolgt über-wiegend in der Leber, in erster Linie durch direkte Konjugation mit Glukuron- und Schwefelsäure (55 % bzw. 35 %). In kleinen Mengen entstehen die toxischen Metaboli-ten p-Aminophenol und durch N-Hydroxilie-rung N-Acetyl-p-benzochinonimin, die durch Glutathion und Cystein gebunden werden. Die Metaboliten werden renal ausgeschie-den. Die Plasmahalbwertzeit beträgt 1,5 - 2,5 Stunden, vollständige Ausscheidung erfolgt binnen 24 Stunden. Das Maximum der Wirkung und die durchschnittliche Wirk-dauer (4 - 6 Stunden) korrelieren in etwa mit der Plasmakonzentration.
Die Plasmaeiweißbindung von Acetylsalicyl-säure beim Menschen ist konzentrationsab-hängig; Werte von 66 % bis 98 % (Salicyl-säure) wurden gefunden. Im Liquor und in der Synovialflüssigkeit ist Salicylsäure nach Einnahme von Acetylsalicylsäure nachweis-bar. Die absolute Bioverfügbarkeit von anal-getisch/antipyretischen Dosen nach oraler Applikation beträgt 60 - 70 %.
Acetylsalicylsäure wird vor, während und nach der Resorption in ihren aktiven Hauptmetaboliten Salicylsäure umgewan-delt. Salicylsäure und ihre Metaboliten wer-den überwiegend über die Niere ausge-schieden. Hauptmetaboliten sind das Gly-cinkonjugat der Salicylsäure (Salicylursäure) das Ether- und das Esterglukuronid der Sa-
| licylsäure (Salicylphenolglukuronid und Sali-cylacetylglukuronid) sowie die durch Oxida-tion von Salicylsäure entstehende Gentisin-säure und deren Glycinkonjugat.Der Acetylrest der Acetylsalicylsäure wird teilweise bereits während der Passage durch die Mukosa des Gastrointestinaltrak-tes hydrolytisch abgespalten. Maximale Plasmaspiegel werden nach 0,3 - 2 Stunden (Gesamtsalicylat) erreicht. Die Eliminationskinetik von Salicylsäure ist in starkem Maße von der Dosis abhängig, da die Metabolisierung von Salicylsäure kapazitätslimitiert ist (fluktuelle Eliminations-halbwertzeit zwischen 2 und 30 Stunden).Acetylsalicylsäure und Paracetamol zeigen vergleichbare Resorptionsgeschwindigkei-ten und Zeitpunkte maximaler Plasmakon-zentrationen, sich nicht behindernde Bio-transformationsschritte und keine gegensei-tige Behinderung bei der renalen Elimina-tion.Eine relevante gegenseitige Beeinflussung der zwei Kombinationspartner in Bezug auf die pharmakokinetischen Kenndaten ist nach bisheriger Beobachtung nicht gege-ben.BioverfügbarkeitEine im Jahr 1995 durchgeführte Bioverfüg-barkeitsuntersuchung an 18 Probanden er-gab im Vergleich zum Referenzpräparat hinsichtlich Acetylsalicylsäure und ihrer Stoffwechselprodukte: | ||||
| Testpräparat | Referenzprä-parat (orale Lösung) | |||
| ASS | P | ASS | P | |
| maximale Plas-makonzentra-tion (Cmax): cv% [µg/ml] (geom.Mittel) | 4,126,3 | 3,624,3 | 5,124,3 | 3,924,7 |
| Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzen- SD tration (tmax):[h] (arithm. Mit-tel) | 0,30,1 | 0,50,2 | 0,30,1 | 0,40,2 |
| Fläche unter der Konzentra-tions-Zeit-Kurve cv% (AUC0→∞):[µg∙h∙ml-1] | 3,119,9 | 11,633,7 | 2,816,0 | 11,628,4 |
| Angabe der Werte als Mittelwert und StreubreiteMittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einer oralen Lösung in zwei Konzentrati-ons-Zeit-Diagrammen: | ||||
Pharmazeutische Angaben - Spalt 300 mg / 300 mg
Maisstärke, Cellulosepulver, mikrokristalline Cellulose, Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich], Glyceroltritetradecanoat, Povidon K25, hochdisperses Siliciumdioxid.
Blisterpackungen mit 10 Tabletten (N1)
20 Tabletten (N2)
30 Tabletten (N2)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.