Lederlind® Heilpaste, 100.000 I.E./g
Verschreibungsinformationen
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Lederlind® 100.000 I
Behandlung von Hautinfektionen, die durch nachgewiesene nystatinemp-findliche Hefepilze (Candida albicans, Torulopsis glabrata u. a.) hervorgeru-fen worden sind, wie
-
Windeldermatitis,
-
Wundsein (Intertrigo) unter der Brust, in der Leisten- und After-gegend,
-
Nagelrandentzündungen (Parony-chie),
-
Pilzinfektionen zwischen den Fingern und Zehen (Interdigital-mykosen).
Art und Dauer der An-wendung
Es gelten folgende Empfehlungen: Lederlind® Heilpaste 2- bis 3-mal täglich, bei Säuglingen nach jedem Wickeln bis maximal 5-mal täglich auf die erkrankten Hautpartien auftragen.
Lederlind® Heilpaste sollte etwa 6 Tage lang bis zum Abklingen der Erkrankung aufgetragen werden. Eine Fortsetzung der Behandlung für weitere 8-10 Tage wird zur Sicherheit des Behandlungserfolges empfohlen.
Bei Überempfindlichkeit gegen Nystatin oder einen der sonstigen Bestandteile darf Lederlind® Heilpaste nicht angewendet werden.
Bei der Behandlung von Erwachsenen mit Lederlind® Heilpaste im Genital-oder Analbereich kann es wegen der Hilfsstoffe weißes Vaselin und dünnflüssiges Paraffin bei gleich-zeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bislang nicht bekannt geworden.
Es liegen keine Daten für eine Anwendung während der Schwanger-schaft und Stillzeit vor.
In seltenen Fällen (≥ 1/10.000 bis
< 1/1.000) kann es bei örtlicher Anwendung von Nystatin zu allergischen Reaktionen kommen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Lederlind® 100.000 I
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotikum zur topischen Anwen-dung
ATC-Code: D01AA01
Nystatin ist ein Antimykotikum, das von Streptomyces noursei gebildet wird und gehört als amphoteres Tetraen zur Gruppe der Polyene. Diese binden sich irreversibel an Sterole der Zellmembran und erhöhen deren Permeabilität. Dadurch kommt es zu einem Austritt essentieller Bestandteile des Zytoplasmas, insbesondere von K+-Ionen.
Die Wirkungsstärke nimmt mit steigender Ringgröße zu. Die hohe Selektivität der Wirkung beruht auf der größeren Affinität dieser Substanzen zu Ergosterol, welches in Pilzen vorkommt, als zu Cholesterol, dem Bestandteil der Membran tierischer Zellen. In niedrigen Konzentrationen wirkt Nystatin fungistatisch, in höheren fungizid. Nystatin hemmt das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und - jedoch weitaus geringer - Dermatophyten. Echte primäre und sekundäre Resistenzen gegen Nystatin wurden bis heute bei pathogenen Hefen nicht beobachtet. Nystatin wirkt nicht gegen Bakterien, Viren und Protozoen.
Nach oraler Gabe wird Nystatin aus dem Intestinaltrakt praktisch nicht resorbiert und mit den Faeces eliminiert. Nur bei oralen Gaben von Maximaldosen (6 Mega I.E. und mehr pro Einzeldosis) kann im Serum ein geringer fungistatischer Effekt beobachtet werden. Eine Resorption durch die Haut oder Schleimhaut findet nicht statt.
Pharmazeutische Angaben - Lederlind® 100.000 I
3 Jahre im ungeöffneten Behältnis Nach Anbruch 12 Monate haltbar.
Besondere Vorsichtsmaßnah-men für die Aufbewahrung
Nicht über 25 °C lagern.