Präparate

Micasal® 0,1 %iges Gel

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Apothekenpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Micasal® 0,1 %iges Gel
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Gel
Engelhard Arzneimittel GmbH & Co.KG
SmPC
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Anwendungsgebiete


Zur lindernden Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern.

Dosierung


Das Gel wird 2- bis 3-mal täglich in ausreichender Menge aufgetragen, so dass die zu behandelnden Hautpartien mit Gel bedeckt sind. Ein Verband ist bei leichteren Verletzungen oder Hautentzündungen an unbedeckten Körperstellen in der Regel nicht erforderlich. Bei nässenden Wunden empfiehlt sich das Anlegen eines Schutzverbandes, der jeweils nach 1-2 Tagen oder gemäß ärztlicher Anweisung erneuert werden sollte.
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem klinischen Bild.
Sollte nach einer Woche noch keine Besserung eingetreten sein, sollte die Therapie überdacht werden. Ggf. kann ein Erregernachweis angebracht sein.

Gegenanzeigen


Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe.
Nicht zur Anwendung auf der Nasenschleimhaut; es gibt Berichte, dass dies zur Beeinträchtigung des Geruchsempfindens führen kann.

Warnhinweise


Vorsicht bei der Anwendung in Augennähe: Micasal® darf nicht in die Augen gelangen, da dies zu Brennen führen kann.
Micasal® enthält Propylenglycol und kann daher Hautreizungen hervorrufen.

Wechselwirkungen


Bisher keine bekannt.

Schwangerschaft

Schwangerschaft
Es liegen keine Daten für die Verwendung von Micasal® bei Schwangeren vor. Es sind keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität von Tyrothricin und Cetylpyridiniumchlorid durchgeführt worden (s. 5.3). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Daher soll die Anwendung von Micasal® in der Schwangerschaft unterbleiben.

Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Cetylpyridiniumchlorid oder Tyrothricin in die Muttermilch übergehen. Daher soll die Anwendung von Tyrothricin in der Stillzeit unterbleiben.

Fahrtüchtigkeit


Nicht zutreffend.

Nebenwirkungen


Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10
Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Sehr selten: < 1/10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Sehr selten kann es zu Überempfindlichkeitserscheinungen, wie z.B. Brennen auf der Haut, kommen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzuzeigen.

Überdosierung


Es wurden bisher keine Fälle von Überdosierung berichtet.


Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Lokalantibiotikum
ATC-Code: D06AX08
Tyrothricin ist ein Gemisch verschiedener zyklischer und linearer, antibakteriell wirksamer Polypeptide, die durch den anaeroben sporenbildenden Bacillus brevis endotoxinartig gebildet werden. Das Gemisch enthält zu 70 - 80 % Tyrocidine - basische zyklische Dekapeptide - und zu 20 - 30 % Gramicidine - neutrale lineare Pentadekapeptide.
Der Wirkungsbereich umfasst vorwiegend grampositive Bakterien, aber auch einige gramnegative Bakterien und verschiedene Pilzarten, wie u.a. Candida albicans. Tyrothricin wirkt dosisabhängig bakteriostatisch oder bakterizid auf folgende Keime:



Hemmwerte ≥ 50 μg/ml:
Neisseria meningitidis, z.T. Neisseria gonorrhoeae, einige Pilze, Trichomonaden.
Tyrocidin bewirkt eine Freisetzung von stickstoff- und phosphathaltigen Substanzen aus den Bakterienzellen, welche analog den kationischen Detergentien die osmotische Barriere der bakteriellen Zellmembran zerstören. Durch den direkten Angriff an der bakteriellen Zellwand ist die Wirkung nicht auf wachsende oder sich teilende Bakterien beschränkt, woraus sich der bakterizide Effekt des Tyrocidin-Anteils erklärt.
Gramicidine hingegen bilden kationenleitende Kanäle in die bakterielle Zellmembran, was insbesondere infolge Kaliumverlusts zu Veränderungen der intrazellulären Kationenkonzentration und schließlich zur Zytolyse führt. Die Gramicidin-Komponente führt ferner zu einer Entkoppelung der Atmungskettenphosphorylierung.
Aufgrund des besonderen Wirkungsmechanismus des Tyrothricins, der bei systemisch verwendeten Antibiotika nicht bekannt ist, wurden Kreuzresistenzen bisher nicht beobachtet.
Bei der Wundbehandlung zeichnet sich Micasal® nicht nur durch eine ausgeprägte antimikrobielle Wirkung, sondern auch durch weitere, den Heilungsprozess begünstigende Eigenschaften aus.
So konnte in klinischen Untersuchungen nachgewiesen werden, dass Micasal® durch Reinigung des Wundgrundes wie auch durch die Anregung der Gewebsgranulation und der Epithelisation die Wundheilung beschleunigt.

Pharmakokinetik


Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß Tyrothricin systemisch resorbiert wird. Hohe Konzentrationen wurden im Stratum Corneum (nach Aufrragen auf intakte Haut) bzw. direkt in der Wunde gefunden.

Packungen
Micasal® 0,1%iges Gel 25g N3
Preis
12,40 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
15742724
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