Epaclob 2 mg/ml Suspension zum Einnehmen
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Epaclob 2 mg/ml
Epaclob Suspension zum Einnehmen kann als adjuvante Therapie bei Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern i.ber 2 Jahre eingesetzt werden, wenn die Standardbehandlung mit einem Antiepileptikum oder mehreren Antiepileptika fehlgeschlagen ist.
Epaclob Suspension zum Einnehmen darf bei Kindern im Alter von 1 Monat bis 2 Jahren nur in auВergewohnlichen Situationen verwendet werden, wenn eine klare Epilepsieindikation vorliegt.
Dosierung
Die Suspension zum Einnehmen ist fi.r alle Epilepsiepatienten geeignet, bei denen der Arzt eine Suspension zum Einnehmen Clobazam Tabletten vorzieht.
Wenn niedrige Dosen benotigt werden, ist das Produkt mit 1 mg/ml, am besten geeignet. Wenn hohe Dosen benotigt werden, ist das Produkt mit 2 mg/ml, am besten geeignet. In allen Fallen
sollte die Behandlung mit der niedrigsten wirksamen Dosis und schrittweisen Dosiserhohungen unter sorgfaltiger Uberwachung eingeleitet werden.
Behandlung der Epilepsie in Verbindung mit einem oder mehreren anderen Antikonvulsiva
Erwachsene
Bei Epilepsie wird eine Anfangsdosis von 5-15 mg/Tag empfohlen, die bei Bedarf schrittweise bis zu einer maximalen Tagesdosis von 60 mg erhoht werden kann.
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern kann es zu einer verstarkten Wirkung und einer erhohten Anfalligkeit fi.r Nebenwirkungen kommen; weshalb bei diesen Patienten niedrige Anfangsdosen und eine schrittweise Erhohung der Dosis unter sorgfaltiger Uberwachung erforderlich sind.
Kinder und Jugendliche (2-16 Jahre)
Anfangsdosis: 5 mg/Tag (im Alter von 6 Jahren und alter) oder 0,1 mg/kg/Tag bei ji.ngeren Patienten (von 2 bis 6 Jahren). Die Dosierung kann langsam alle 7 Tage in Schritten von 0,1 bis 0,2 mg/kg/Tag erhoht werden, bis die gewi.nschte klinische Wirkung erreicht ist oder Nebenwirkungen auftreten.
Erhaltungsdosis: i.blicherweise0,3 bis 1 mg/kg/Tag. Die tagliche Dosis kann in geteilten Dosen oder als Einzeldosis am Abend eingenommen werden.
Kinder (1 Monat bis 2 Jahre)
Epaclob Suspension zum Einnehmen darf bei Kindern im Alter von 1 Monat bis 2 Jahren nur in auВergewohnlichen Situationen verwendet werden, wenn eine klare Epilepsieindikation vorliegt. Es sollte mit einer Dosis von 0,1 mg/kg/Tag begonnen werden, die sehr langsam schrittweise (nicht haufiger als alle 5 Tage) erhoht werden kann, bis zum Erreichen der erforderlichen klinischen Wirkung, aufgeteilt in 2 Dosen taglich.
Altere Patienten
Bei alteren Patienten kann es zu einer verstarkten Wirkung und einer erhohten Anfalligkeit fi.r Nebenwirkungen kommen; weshalb bei diesen Patienten niedrige Anfangsdosen und eine schrittweise Erhohung der Dosis unter sorgfaltiger Uberwachung erforderlich sind
Patienten mit eingeschrankter LeЬer- und Nierenfunktion
Die Behandlung erfordert niedrige Anfangsdosen und schrittweise Dosiserhohungen unter sorgfältiger Überwachung. (siehe Abschnitt 4.3 „Gegenanzeigen“ und Abschnitt 4.4 „Wechsel zwischen Formulierungen“).
Dauer der Anwendung
Der Zustand des Patienten sollte wahrend der ersten 4 Wochen der Behandlung neu beurteilt werden. Danach sollte in regelmaВigen Kontrolluntersuchungen alle 4 Wochen die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung i.berpri.ft werden. Wenn die pharmakologische Toleranz auftritt, konnen sich ein Aussetzen der Therapie und eine anschlieВende Fortfi.hrung mit einer niedrigen Dosis als gi.nstig erweisen. Wenn die Dosis i.ber den Tag verteilt eingenommen wird, sollte die hohere Dosis abends eingenommen werden. Dosierungen bis zu 30 mg Clobazam konnen auch als Einzelgabe abends verabreicht werden.
Bei Beendigung der Behandlung wird empfohlen, die Dosis schrittweise zu verringern, um Entzugssymptome/Rebound-Phanomene zu verhindern.
Verabreichung mit oder ohne Nahrung
Nur zum Einnehmen.
Sobald eine wirksame Dosis Clobazam erreicht ist, sollten die Patienten auf ihrer Behandlung bleiben und ein Wechsel zwischen verschiedenen Clobazam-Formulierungen nur unter Beachtung besonderer VorsichtsmaВnahmen durchgefi.hrt werden (siehe Abschnitt 4.4
„Wechsel zwischen Formulierungen“).
Dieses Produkt kann sich wahrend der Lagerung absetzen. Die Flasche sollte vor dem Gebrauch kraftig geschi.ttelt werden.
Epaclob Suspension zum Einnehmen darf nicht angewendet werden:
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bei Patienten mit einer Uberempfindlichkeit gegeni.ber Benzodiazepinen oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile von Epaclob Suspension zum Einnehmen.
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Bei Patienten mit Drogen- oder Alkoholabhangigkeit in der Vorgeschichte (erhohtes Risiko der Entwicklung einer Abhangigkeit)
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bei Patienten mit Myasthenia gravis (Risiko der Verschlimmerung der Muskelschwache).
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bei Patienten mit schwerer Ateminsuffizienz (Risiko der Verschlimmerung).
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bei Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom (Risiko der Verschlimmerung).
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bei schwerer Leberfunktionsstorung (Risiko der Auslosung einer Enzephalopathie).
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bei stillenden Frauen
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bei akuter Intoxikation durch Alkohol oder ZNS-wirksame Substanzen
Kinder und Jugendliche
Benzodiazepine di.rfen Kinder nur nach einer sorgfaltigen Bewertung der Notwendigkeit ihrer Anwendung verabreicht werden. Epaclob Suspension zum Einnehmen darf Kindern im Alter von 1 Monat bis 2 Jahren nur in auВergewohnlichen Situationen, wenn eine klare Epilepsieindikation vorliegt, verabreicht werden.
Wechsel zwischen Formulierungen
Bei der Einnahme von EpacloЬ Suspension zum Einnehmen werden hohere CloЬazam-Plasmakonzentrationen erreicht als Ьei der gleichen Dosis in TaЬlettenform. Dies fiihrt zu einem erhohten Risiko von Atemdepression und Sedierung, die moglicherweise am deutlichsten Ьeim Wechsel von TaЬletten auf dieses Arzneimittel auftreten. Daher ist Ьeim Wechsel zwischen CloЬazam-Produkte Vorsicht geЬoten, da die Dosen unterschiedlich stark wirken.
Wie Ьei anderen Antiepileptika kann es Ьei manchen Patienten unter CloЬazam zu einem Anstieg der Anfallshaufigkeit oder zum Auftreten neuer Anfallsarten kommen. Diese Phanomene konnen die Folge einer UЬerdosierung, eine AЬnahme der Plasmakonzentrationen von gleichzeitig verwendeten Antiepileptika, dem Verlauf der Krankheit oder einer paradoxen Wirkung sein.
Alkohol
Es wird empfohlen, dass die Patienten wahrend der Behandlung mit Clobazam keinen Alkohol trinken (erhohtes Risiko einer Sedierung und anderen Nebenwirkungen) (siehe Abschnitt 4.5).
Amnesie
Benzodiazepine konnen auch im normalen Dosisbereich eine anterograde Amnesie verursachen, allerdings tritt sie vor allem bei hoherer Dosierung auf. Im Fall von Verlusten oder Trauer kann die psychologische Verarbeitung durch Benzodiazepine gehemmt werden.
Muskelschwache
Clobazam kann Muskelschwache verursachen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Clobazam bei Patienten mit bestehender Muskelschwache, Myasthenia gravis spinaler oder zerebellarer Ataxie und Schlafapnoe verwendet wird. Moglicherweise ist eine Dosisreduzierung erforderlich. Clobazam ist bei Patienten mit Myasthenia gravis oder Schlaf-Apnoe-Syndrom kontraindiziert.
Abhangigkeit
Die Einnahme von Benzodiazepinen, einschlieВlich Clobazam kann zur Entwicklung einer physischen und psychischen Abhangigkeit fi.hren. Das Risiko einer Abhangigkeit steigt mit der Dosis und Dauer der Behandlung und ist ebenfalls bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Krankengeschichte erhoht. Daher sollte die Dauer der Behandlung so kurz wie moglich sein (siehe Abschnitt 4.2).
Verschiedene Faktoren scheinen das Risiko einer Abhangigkeit zu erhohen:
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Dauer der Anwendung
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Dosis
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Anderen Drogen-/Medikamentenabhangigkeiten, einschlieВlich Alkohol in der Vorgeschichte
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Beim Absetzen der Anwendung von Benzodiazepinen, vor allem wenn dies plotzlich geschieht, konnen Absetzerscheinungen oder Entzugssymptome auftreten:
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Absetzerscheinungen im Zusammenhang mit der urspri.nglichen Clobazam-Behandlung konnen dazu fi.hren, dass die urspri.nglichen Symptome zuri.ckkehren (z. B. Agitation, Krampfanfalle). Dies kann von anderen Reaktionen begleitet sein, einschlieВlich Stimmungsschwankungen, Angst oder Schlafstorungen und Unruhe.
Wenn sich eine korperliche Abhangigkeit entwickelt hat, fi.hrt eine plotzliche Beendigung der Behandlung zu Entzugserscheinungen (oder Rebound-Phanomen). Kennzeichnend fi.r ein Rebound-Phanomen ist das Wiederauftreten von Symptomen, die urspri.nglich zur Behandlung mit Clobazam gefi.hrt hatten, in verstarkter Form (z. B. Angstzustande, epileptische Anfalle). Dies kann von anderen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schlafstorungen, vermehrtes Traumen, extreme Angst, Spannung, Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit, Derealisation, Depersonalisation, Halluzinationen und symptomatische Psychosen (z. B. Entzugsdelir“), Taubheit der GliedmaВen, Kribbeln, Muskelschmerzen, Zittern, Schwitzen, Ubelkeit, Hyperakusis, Empfindlichkeit gegeni.ber Licht, Larm und korperlichen Kontakt sowie epileptischen Anfalle begleitet werden.
Ein Entzugssyndrom kann auch auftreten, wenn plotzlich von einem Benzodiazepin mit langer Wirkungsdauer (z. B. Clobazam) auf eines mit einer kurzen Wirkungsdauer umgestellt wird.
Atemdeрression
Bei Patienten mit einer chronischen oder akuten respiratorischen Insuffizienz muss die Atemfunktion i.berwacht werden und es kann eine Reduzierung der Dosis von Clobazam notwendig sein. Clobazam ist bei Patienten mit schwerer Ateminsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 Gegenanzeigen).
Eingeschrankte Nieren- und Leberfunktion
Da Patienten mit eingeschrankter Leber- und Nierenfunktion moglicherweise verstarkt auf die Behandlung mit Clobazam ansprechen und eine hohere Anfalligkeit fi.r Nebenwirkungen bestehen kann, kann eine Dosisreduktion erforderlich sein. Im Falle einer Langzeitbehandlung
sind Leber- und Nierenfunktion regelmaВig zu kontrollieren (siehe Abschnitt 4.3
„Gegenanzeigen“).
.ltere Рatienten
Benzodiazepine sollten bei alteren Patienten wegen des Risikos fi.r Sedierung und/oder einer verringerten Muskelspannung, das zu einer Erhohung des Risikos fi.r Sti.rze, oft mit schwerwiegenden Folgen in dieser Population, fi.hrt, mit Vorsicht angewendet werden. Eine Dosisreduzierung wird empfohlen.
Schwere Нautreaktionen
Schwere Hautreaktionen einschlieВlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN), wurden mit Clobazam bei Kindern und Erwachsenen nach der Markteinfi.hrung beobachtet. Die Mehrzahl der berichteten Falle umfasste die gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente, einschlieВlich Antiepileptika, die mit schweren Hautreaktionen verbunden sind.
SJS/TEN konnte mit einem todlichen Ausgang verbunden sein. Die Patienten sind engmaschig auf Anzeichen oder Symptome von SJS/TEN zu i.berwachen, insbesondere wahrend der ersten 8 Wochen nach Beginn der Behandlung oder bei Wiederaufnahme der Therapie. Clobazam muss sofort abgesetzt werden, wenn der Verdacht auf SJS/TEN besteht. Wenn Anzeichen oder Symptome auf SJS/TEN hinweisen, darf die Anwendung dieses Arzneimittels nicht wieder begonnen werden, und es muss eine alternative Therapie in Erwagung gezogen werden.
Deрressionen und Рersдnlichkeitsstдrungen
Enthemmende Wirkungen konnen sich auf verschiedene Art und Weise offenbaren. Bei Patienten, die depressiv sind, kann suizidales Verhalten ausgelost werden. Ebenso kann aggressives Verhalten gegen sich selbst und andere ausgelost werden. Bei der Verordnung von Benzodiazepinen an Patienten mit Personlichkeitsstorungen ist deshalb auВerste Vorsicht geboten.
Suizidgedanken und suizidales Verhalten
Uber suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse von randomisierten Placebo-kontrollierten Studien mit Antiepileptika hat ferner gezeigt, dass das Risiko fi.r Suizidneigung und suizidale Verhaltensweisen leicht erhoht ist. Der Mechanismus fi.r die Auslosung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfi.gbaren Daten schlieВen die Moglichkeit eines erhohten Risikos bei der Einnahme von Clobazam nicht aus.
Deshalb sollten Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen i.berwacht und eine geeignete Behandlung in Erwagung gezogen werden. Patienten (und deren Betreuungspersonen) wird geraten, bei Anzeichen fi.r suizidale Gedanken oder Verhaltensweisen arztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Psychiatrische und „paradoxe" Reaktionen
Es ist bekannt, dass bei der Anwendung von Benzodiazepinen Reaktionen wie Unruhe, Aufgeregtheit, Reizbarkeit, Aggressivitat, Wahnvorstellungen, Wutausbri.che, Albtraume, Halluzinationen, Psychosen, unangemessenes Verhalten und andere unerwi.nschte Verhaltensauffalligkeiten auftreten (siehe Abschnitt 4.8).
In diesem Fall sollte das Arzneimittel abgesetzt werden. Diese Nebenwirkungen treten bei Kindern und alteren Patienten haufiger auf.
Schwache CYР2C19-Metabolisierer
Bei Patienten, die schwache CУP2C19-Metabolisierer sind, ist zu erwarten, dass die Spiegel des aktiven Metaboliten N-Desmethylclobazam im Vergleich zu extensiven Metabolisierern hoher sind. Da dies verstarkt zu Nebenwirkungen fi.hren kann, kann eine Anpassung der Dosierung von Clobazam notwendig sein (z. B. niedrige Anfangsdosierung mit sorgfaltiger Dosistitration (siehe Abschnitt 5.2).
Toleranz bei -Eрileрsie
Bei der Behandlung von Epilepsie mit Benzodiazepinen - einschlieВlich Clobazam - muss die Moglichkeit einer Verringerung der antikonvulsiven Wirksamkeit (Entwicklung von Toleranz) im Verlauf der Behandlung beri.cksichtigt werden.
Gleichzeitige Anwendung von Oрioiden und Benzodiazeрinen
Die gleichzeitige Anwendung von Clobazam und Opioiden kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod fi.hren. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel wie Epaclob zusammen mit Opioiden nur bei den Patienten angebracht, fi.r die es keine alternativen Behandlungsoptionen gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Epaclob zusammen mit Opioiden fi.r notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden und die Behandlungsdauer so kurz wie moglich sein (siehe auch allgemeine Dosisempfehlung in Abschnitt 4.2).
Die Patienten sind engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Atemdepression und Sedierung zu i.berwachen. Diesbezi.glich wird dringend empfohlen, Patienten und (gegebenenfalls) ihre Betreuungspersonen anzuweisen, auf diese Symptome zu achten (siehe Abschnitt 5).
Gleichzeitige Einnahme von Cannabidiol
Die gleichzeitige Anwendung von Clobazam mit Cannabidiol-haltigen Arzneimitteln und Nicht-Arzneimitteln kann zu erhohten Spiegeln von N-Desmethylclobazam fi.hren, wodurch es zu einer erhohten Inzidenz von Somnolenz und Sedierung kommt. Eine Dosisanpassung von Clobazam kann erforderlich sein. Cannabidiol enthaltende Nichtarzneimittel di.rfen nicht in Kombination mit Clobazam eingenommen werden, da sie unbekannte Mengen Cannabidiol enthalten und von unterschiedlicher Qualitat sind (siehe Abschnitte 4.5 und 5.2).
Нilfsstoffe in der Formulierung
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Sorbitol: Dieses Arzneimittel enthalt 175 mg Sorbitol pro ml Suspension. Die additive Wirkung gleichzeitig verabreichter Arzneimittel, die Sorbitol (oder Fructose) enthalten, und die Aufnahme von Sorbitol (oder Fructose) i.ber die Nahrung sollten beri.cksichtigt werden. Der Sorbitol-Gehalt in Arzneimitteln zur oralen Anwendung kann bei gleichzeitiger Anwendung die Bioverfi.gbarkeit anderer Arzneimittel zur oralen Anwendung beeinflussen. Patienten mit hereditarer Fructoseintoleranz (HFI) di.rfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen/erhalten.
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Natriummethylhydroxybenzoat (E219) und Natriumpropylhydroxybenzoat (E217): Kann Uberempfindlichkeitsreaktionen, auch Spatreaktionen, hervorrufen.
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Natrium: Dieses Arzneimittel enthalt 3,33 mg Natrium pro ml Suspension zum Einnehmen, entsprechend 10 % (fi.r die 1 mg/ml Starke) und 5 % (fi.r die 2 mg/ml Starke) der von der WHO fi.r einen Erwachsenen empfohlenen maximalen taglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
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Propylenglycol: Dieses Arzneimittel enthalt 4,825 mg Propylenglykol pro ml Suspension. Wenn Ihr Kind ji.nger als 5 Jahre ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ihm dieses Arzneimittel geben, insbesondere wenn Ihr Kind gleichzeitig andere Arzneimittel erhalt, die Propylenglycol oder Alkohol enthalten.
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Dieses Arzneimittel enthalt 2,06 mg Natriummethylhydroxybenzoat und 0,224 mg Natriumpropylhydroxybenzoat pro ml Suspension. Kann Uberempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzogerung.
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Benzoat: Dieses Arzneimittel enthalt 1,57 mg Benzoat pro ml Suspension zum Einnehmen.
Zentral damрfende Arzneimittel
Vor allem bei hoheren Dosen von Clobazam ist mit einer Wirkungsverstarkung zu rechnen, wenn gleichzeitig Antipsychotika (Neuroleptika), Hypnotika, Anxiolytika/Sedativa, Antidepressiva, narkotische Analgetika, Antiepileptika, Anasthetika und sedative Antihistaminika verabreicht werden. Besondere Vorsicht ist auch erforderlich, wenn Clobazam bei Vergiftungen mit solchen Stoffen oder mit Lithium verabreicht wird.
Alkohol
Der gleichzeitige Alkoholkonsum kann die Bioverfi.gbarkeit von Clobazam um 50 % erhohen (siehe Abschnitt 5.2) und dadurch die Wirkung von Clobazam (z.B. Sedierung) verstarken (siehe Abschnitt 4.5). Das wirkt sich auf die Verkehrsti.chtigkeit und das Bedienen von Maschinen aus.
Antieрileрtika
Der Zusatz von Clobazam zu einer antiepileptischen Basismedikation (z. B Phenytoin, Valproinsaure) kann die Plasmaspiegel dieser Arzneimittel beeinflussen. Bei Verwendung als Adjuvans bei Epilepsie sollte die Dosierung von Clobazam unter Uberwachung des EEGs und der Plasmaspiegel der anderen Arzneimittel erfolgen.
Carbamazepin und Phenytoin konnen zu einer Zunahme der Biotransformation von Clobazam zum aktiven Metaboliten N-Desmethylclobazam fi.hren.
Stiripentol erhoht die Plasmaspiegel von Clobazam und seinem aktiven Metaboliten N-Desmethylclobazam durch Hemmung von CУP3A4 und CУP2C19. Es wird empfohlen, vor Beginn der Therapie mit Stiripentol und nach Erreichen des Steady State (nach ungefahr 2 Wochen) die Plasmaspiegel zu bestimmen. Eine klinische Uberwachung wird empfohlen und eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.
Narkotische Analgetika
Bei gleichzeitiger Anwendung von Clobazam mit Narkoanalgetika kann eine Euphorie verstarkt werden; dies kann zu zunehmender psychischer Abhangigkeit fi.hren.
Oрioide
Die gleichzeitige Anwendung von Benzodiazepinen oder verwandte Arzneimittel wie Epaclob mit Opioiden erhoht das Risiko fi.r Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund der additiven ZNS-dampfenden Wirkung. Die Dosierung und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollte begrenzt werden (siehe Abschnitt 4.4).
Muskelrelaxantien
Die Wirkungen von Muskelrelaxantien, Analgetika und Lachgas konnen verstarkt werden.
Cytochrom-Р-450-Enzyminhibitoren
Die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, welche die Aktivitat des Cytochrom-P-450-Enzym-Systems (Mono-Oxygnase) hemmen (z. B. Cimetidin und das Antibiotikum Erythromycin), konnen die Wirkung von Clobazam verstarken und verlangern.
CYР2C19-1nhibitoren
Starke und moderate CУP2C19-Inhibitoren konnen zu einem Anstieg des aktiven Metaboliten N-Desmethylclobazam (N-CLB) von Clobazam fi.hren. Eine Dosisanpassung von Clobazam kann erforderlich sein, wenn gleichzeitig starke (z. B. Fluconazol, Fluvoxamin, Ticlopidin) oder moderate (z. B. Omeprazol) CУP2C19-Inhibitoren verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.2).
CYР2D6-Substrate
Clobazam ist ein schwacher CУP2D6-Inhibitor. Eine Dosisanpassung von Arzneimitteln, die i.ber CУP2D6 metabolisiert werden (z. B. Dextromethorphan, Pimozid, Paroxetin, Nebivolol) kann notwendig sein.
Cannabidiol
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Cannabidiol und Clobazam treten bidirektionale pharmakokinetische Interaktionen auf. Basierend auf einer Studie an gesunden Freiwilligen kann es bei gleichzeitiger Anwendung von Cannabidiol zu (3- bis 4-fach) erhohten Spiegeln von N-Desmethylclobazam (einem aktiven Metaboliten von Clobazam) kommen, wahrscheinlich bedingt durch eine CУP2C19-Inhibition. Erhohte systemische Spiegel dieser aktiven Substanzen konnen zu verstarkten pharmakologischen Wirkungen und einer Zunahme unerwi.nschter Arzneimittelwirkungen fi.hren. Die gleichzeitige Anwendung von Cannabidiol und Clobazam erhoht die Inzidenz von Somnolenz und Sedierung. Eine Dosisreduktion von Clobazam sollte in Erwagung gezogen werden, wenn bei gleichzeitiger Anwendung von Clobazam mit Cannabidiol Somnolenz oder Sedierung auftritt.
Die Metabolisierung von Clobazam wird durch die gleichzeitige Einnahme von Cimetidin, Disulfiram und Ostrogenen reduziert.
etabolisierung von Clobazam wird durch die gleichzeitige Einnahme von Cimetidin, Disulfiram und Ostrogenen reduziert.
tabolisierung von Clobazam wird durch die gleichzeitige Einnahme von Cimetidin, Disulfiram und Ostrogenen reduziert.
Es liegen nur begrenzte Daten i.ber die Anwendung von Clobazam bei schwangeren Frauen vor. Eine groВe Datenmenge aus Kohortenstudien hat zwar keine Hinweise auf das Auftreten von schweren Fehlbildungen nach Verwendung von Benzodiazepinen wahrend des ersten Trimesters der Schwangerschaft ergeben, obwohl jedoch in bestimmten Fall-Kontroll-Studien eine erhohte Inzidenz von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten beobachtet wurde.
Clobazam wird wahrend der Schwangerschaft und bei Frauen im gebarfahigen Alter, die keine Verhi.tungsmittel anwenden, nicht empfohlen.
Clobazam passiert die Plazenta. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizitat gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Frauen im gebarfahigen Alter sollten i.ber die Risiken und Nutzen der Einnahme von Clobazam wahrend der Schwangerschaft informiert werden.
Frauen im gebarfahigen Alter sollten darauf aufmerksam gemacht werden, sich hinsichtlich des Absetzens des Arzneimittels an ihren Arzt zu wenden, wenn sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Wenn die Behandlung mit Clobazam fortgesetzt wird, sollte es in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.
Falle von reduzierter fetaler Bewegung und fetaler Herzfrequenzvariabilitat wurden nach Gabe von Benzodiazepinen wahrend des zweiten und/oder dritten Trimesters der Schwangerschaft beschrieben.
Wenn Clobazam in der Spatphase der Schwangerschaft oder wahrend der Geburt angewendet wird, sind Wirkungen auf das Neugeborene wie Atemdepression (einschlieВlich Atemnot und Apnoe), Anzeichen von Sedierung, Hypothermie, Hypotonie und Ernahrungsschwierigkeiten (so genanntes „floppy infant syndrome“) zu erwarten.
Dari.ber hinaus kann sich bei Sauglingen von Mi.ttern, die Benzodiazepine i.ber einen langeren Zeitraum in den spateren Stadien der Schwangerschaft eingenommen haben, eine korperliche Abhangigkeit entwickeln und es besteht das Risiko eines Entzugssyndroms bei Neugeborenen nach der Geburt. Eine adaquate Uberwachung des Neugeborenen in der postnatalen Phase wird empfohlen.
Stillzeit
Da Benzodiazepine in die Muttermilch ausgeschieden werden, di.rfen Benzodiazepine stillenden Mi.ttern nicht verabreicht werden.
Fertilitat
In einer Fertilitatsstudie an mannlichen und weiblichen Ratten wurden keine Auswirkungen auf die Fertilitat beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Clobazam hat groВen Einfluss auf die Verkehrsti.chtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen. Sedierung, Amnesie, eingeschrankte Konzentrationsfahigkeit und Beeintrachtigung der Muskelfunktion konnen die Fahigkeit, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, nachteilig beeinflussen. Wenn es zu unzureichender Schlafdauer kommt, wird die Aufmerksamkeit wahrscheinlich beeinträchtigt (siehe auch „Wechselwirkungen“). Es ist nicht ratsam, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, die besondere Aufmerksamkeit oder Konzentration erfordern, bis sichergestellt ist, dass die Fahigkeit zur Durchfi.hrung dieser Tatigkeiten nicht beeintrachtigt ist.
Die Haufigkeiten der Nebenwirkungen sind wie folgt angeordnet:
Sehr häufig (>1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10.000,
<1/1000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfi.gbaren Daten nicht abschatzbar).
| Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen | |
| haufig | |
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Verminderter Appetit
| Psychiatrische Erkrankungen | |
| haufigGelegentlichnicht bekannt | |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| sehr haufig haufiggelegentlich | |
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Reizbarkeit
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Aggression
-
Ruhelosigkeit
-
Depression (eine bereits bestehende Depression kann demaskiert werden)
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Arzneimitteltoleranz1
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Agitiertheit
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Abnormales Verhalten
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Verwirrtheitszustand
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Angst
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Wahnvorstellungen
-
Alptraume
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Libidoverlust2,3
-
Abhangigkeit1
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Initiale Insomnie
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Wut
-
Halluzinationen
-
Psychotische Storung
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Schlechte Schlafqualitat
-
Suizidale Gedanken
-
Ein Abbruch der Therapie kann zu Entzugs- oder Rebound-Phanomenen fi.hren (siehe Abschnitt 4.4 Warnhinweise und VorsichtsmaВnahmen). Es wurde i.ber den Missbrauch von Benzodiazepinen berichtet.
-
Somnolenz4
-
Sedierung
-
Schwindelgefi.hl
-
Aufmerksamkeitsstorungen
-
Verlangsamtes Sprechen/Dysarthrie/Sprachstorung2,3
-
Kopfschmerzen
-
Tremor
-
Ataxie
-
Gefi.hlsarmut
-
Amnesie (kann mit abnormalem Verhalten verbunden sein),
-
Gedachtnisstorung
-
Anterograde Amnesie5
| nicht bekannt | |
| Augenerkrankungen | |
| gelegentlich | |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | |
| nicht bekannt | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| haufig | |
| Erkrankungen der Нaut und des UnterhautzellgeweЬes | |
| Gelegentlichnicht bekannt | Ausschlag |
| Skelettmuskulatur-, BindegeweЬs- und Knochenerkrankungen | |
| nicht bekannt | |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VeraЬreichungsort | |
| sehr haufig nicht bekanntgelegentlich | |
-
Kognitive Storung
-
Veranderter Bewusstseinszustand6
-
Nystagmus2
-
Gangstorung2,3
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Doppelbilder2,3
-
Atemdepression, respiratorische Insuffizienz insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Beeintrachtigung der Atemfunktion, z.B. bei Patienten mit Asthma bronchiale oder Нirnverletzung (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4)
-
Mundtrockenheit
-
Verstopfung
-
Ubelkeit2
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Photosensibilitatsreaktionen
-
Urtikaria
-
Stevens-Johnson-Syndrom
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toxische epidermale Nekrolyse (einschlieВlich einiger Falle mit todlichem Ausgang)
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Muskelkrampfe
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Muskelschwache
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Erschopfung4
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langsame Reaktion auf Reize
-
Hypothermie
-
Gewichtszunahme2,3
| Gelegentlich | Sti.rze |
-
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe Ьedingte Komplikationen
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Besonders bei langerer Anwendung (siehe Abschnitt 4.4).
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Besonders bei hohen Dosen oder bei Langzeitbehandlung.
-
Ist reversibel.
-
Vor allem zu Beginn der Behandlung und wenn hohere Dosen eingesetzt werden.
-
Im normalen Dosisbereich, aber insbesondere im hoheren Dosisbereich.
-
Vor allem bei alteren Patienten, kann mit Atemwegserkrankungen kombiniert sein.
Wie bei anderen Benzodiazepinen, muss der therapeutische Nutzen gegen die Gefahr der Gewohnung und Abhangigkeit bei langerer Anwendung abgewogen werden.
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groВer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fi.r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Eine Uberdosis von Benzodiazepinen fi.hrt in der Regel zu verschieden stark ausgepragter zentraler Dampfung, von Schlafrigkeit bis hin zum Koma. In leichten Fallen umfassen die Symptome Schlafrigkeit, geistige Verwirrtheit und Lethargie. In schwerwiegenderen Fallen kann es auch zu Ataxie, Muskelschlaffheit, Blutdruckabfall und Atemdepression sowie selten zum Koma und sehr selten zu einem todlichen Verlauf kommen. Wie bei anderen Benzodiazepinen sollte eine Uberdosis nicht lebensbedrohlich sein, solange keine Kombination mit anderen ZNS-Depressiva vorliegt (einschlieВlich Alkohol).
Bei der Behandlung einer Uberdosierung wird empfohlen, die mogliche Beteiligung mehrerer Substanzen zu beri.cksichtigen.
Nach einer Uberdosis von oral angewendeten Benzodiazepinen sollte Erbrechen induziert werden (innerhalb von einer Stunde), sofern der Patient wach ist, oder unter Schutz der Atemwege eine Magenspi.lung durchgefi.hrt werden, wenn der Patient bewusstlos ist. Wenn eine Magenentleerung nicht sinnvoll ist, sollte zur Verminderung der Resorption Aktivkohle verabreicht werden. Unter Intensivbedingungen ist insbesondere auf die Atem- und Herz-Kreislauf-Funktionen zu achten.
Die sekundare Elimination von Clobazam (durch forcierte Diurese oder Hamodialyse) ist unwirksam.
Die Verabreichung von Flumazenil als Benzodiazepin-Antagonist sollte erwogen werden.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Epaclob 2 mg/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Benzodiazepin-Derivate ATC-Code: N05BA
Clobazam ist ein 1,5-Benzodiazepin und seine pharmakodynamische Aktivitat ist qualitativ vergleichbar mit der von anderen Substanzen dieser Klasse:
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muskelrelaxierend
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anxiolytisch
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sedativ
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hypnotisch
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antikonvulsiv
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amnestisch.
Die maximale Plasmakonzentration von Clobazam nach oraler Gabe von Epaclob Suspension zum Einnehmen 2 mg/ml war in einer randomisierten Einzeldosis-, Cross-over-Bioaquivalenzstudie hoher als nach der Verabreichung einer 10 mg-Tablette (mittlere Cmax 267,5 ± 64,5 ng/ml und 220,4 ± 49,9 ng/ml).
Resorption
Nach Gabe einer Clobazam Suspension zum Einnehmen wird Clobazam schnell und extensiv resorbiert. Die maximale Plasmakonzentration (Tmax) wird im Durchschnitt (Median) in 0,67 Stunden (0.667 h bis 1,667 h) erreicht.
Nach der oralen Gabe erfolgt die Absorption von Clobazam praktisch komplett. Beim Menschen ist es zu ca. 85 % an Protein gebunden. Es wird i.ber Demethylierung und Hydroxylierung metabolisiert. Es ist unverandert und als Metaboliten im Urin (87 %) und der Fazes ausgeschieden.
Die maximale Plasmakonzentration von Clobazam nach der Gabe einer Clobazam Suspension zum Einnehmen 2 mg/ml war in einer randomisierten Einzeldosis-, Cross-over-Bioaquivalenzstudie hoher als nach der Verabreichung einer 10 mg-Tablette (mittlere Cmax 267,5 ± 64,5 ng/ml und 220,4 ± 49,9 ng/ml).
Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann die Bioverfi.gbarkeit von Clobazam um 50 % erhohen.
Verteilung
Nach Einmalgabe von 20 mg Clobazam wurden interindividuell stark schwankende maximale Plasmakonzentrationen von 222 – 709 ng/ml nach 0,25 bis 4 Stunden gemessen. Clobazam ist lipophil und verteilt sich schnell im Korper. Wie eine pharmakokinetische Populationsstudie zeigte, betrug das Verteilungsvolumen im Steady State ungefahr 102 l und ist im therapeutischen Bereich konzentrationsunabhangig. Etwa 80-90 % des Clobazams werden an Plasmaproteine gebunden.
Bei zweimal taglicher Gabe akkumuliert Clobazam ungefahr um das 2- bis 3-Fache des Steady State, wahrend der aktive Metabolit N-Desmethylclobazam (N-CLB) ungefahr um das 20-Fache akkumuliert. Steady State-Konzentrationen werden nach ca. 2 Wochen erreicht.
Biotransformation
Clobazam wird schnell und umfassend in der Leber metabolisiert. Die Metabolisierung erfolgt hauptsachlich durch hepatische Demethylierung zu N-Desmethylclobazam (NCLB), unter Beteiligung von CУP3A4 und zu einem geringeren Anteil von CУP2C19. N-CLB ist ein aktiver Hauptmetabolit und der hauptsachlich vorkommende Metabolit in menschlichem Plasma.
N-CLB wird in der Leber primar durch CУP2C19 weiter zu 4-Hydroxy-N-Desmethylclobazam abgebaut.
Schwache CУP2C19-Metabolisierer zeigen im Vergleich zu extensiven CУP2C19-Metabolisierern eine 5-fach hohere Plasmakonzentration von N-CLB.
Clobazam ist ein schwacher CУP2D6-Inhibitor. Die gleichzeitige Anwendung von Dextromethorphan fi.hrt zu einem Anstieg der AUC von Dextromethorphan um 90 % und der Cmax-Werte um 59 %.
Die gleichzeitige Gabe von 400 mg Ketoconazol (CУP3A4-Hemmer) erhoht die AUC von Clobazam um 54 % ohne Auswirkungen auf die Cmax.
Elimination
Anhand einer populationspharmakokinetischen Analyse kann davon ausgegangen werden, dass die Plasmaeliminationshalbwertszeiten von Clobazam und N-CLB 36 bzw. 79 Stunden betragen.
Clobazam wird hauptsachlich durch hepatische Metabolisierung mit anschlieВender Ausscheidung eliminiert. In einer Massenbilanz-Studie zeigte sich, dass ca. 80 % der applizierten Dosis mit dem Urin und ca. 11 % mit den Fazes ausgeschieden werden. Weniger als 1 % an unverandertem Clobazam und weniger als 10 % von unverandertem N-CLB werden i.ber die Nieren ausgeschieden.
Risikopopulationen
Stillen
Clobazam passiert die Plazentaschranke und ist auch in der Muttermilch nachweisbar. Pharmakologisch wirksame Konzentrationen konnen im Fetalblut und in der Muttermilch nachgewiesen werden.
Altere Patienten
Altere Menschen sind anfallig fi.r eine niedrigere Clearance nach oraler Verabreichung. Die terminale Halbwertszeit ist verlangert und das Verteilungsvolumen hoher. Dies kann dazu fi.hren, dass nach mehrfacher Verabreichung eine starkere Clobazam-Akkumulation als bei ji.ngeren Menschen auftritt. Das Alter scheint bei alteren Patienten auch die Clearance und die Akkumulation des aktiven Metaboliten zu beeinflussen.
Leberfunktionsstorungen
Bei Patienten mit schwerer Lebererkrankung ist das Verteilungsvolumen von Clobazam groВer und die terminale Halbwertszeit verlangert.
Nierenfunktionsstorungen
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sinkt die Clobazam-Konzentration im Plasma wahrscheinlich aufgrund der schwachen Absorption des Arzneimittels. Die terminale Halbwertszeit ist weitgehend unabhangig von der Nierenfunktion.
Pharmazeutische Angaben - Epaclob 2 mg/ml
Sorbitol (E420) Xanthangummi (E415) Acesulfam-Kalium (E950)
Himbeeraroma (enthalt Propylenglykol (E1520)) Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (E217)
Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219) Dinatriumdihydrogenphosphat-Dihydrat (zur pH-Einstellung) Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat (zur pH-Einstellung) Gereinigtes Wasser
InkompatiЬilitaten
Keine.
Dauer der НaltЬarkeit
2 Jahre.
28 Tage nach dem ersten Offnen.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die AufЬewahrung
Nicht i.ber 25°C lagern.
und spezielles ZuЬehor fiir den GeЬrauch, die Anwendung oder die Implantation
Braune Glasflaschen, verschlossen mit kindersicheren Originalitatsschraubverschli.ssen aus Kunststoff. Die Flasche ist in einem Karton mit einer 5-ml-Spritze mit einem Adapter und einem 30-ml-Messbecher zusammen mit der Gebrauchsinformation fi.r Epaclob 1 mg/ml und 2 mg/ml Suspension zum Einnehmen verpackt.
Bei der 5-ml-Spritze entspricht jede nummerierte Markierung 1 ml aquivalent zu 1 mg Epaclob 1 mg/ml Suspension zum Einnehmen und 2 mg Epaclob 2 mg/ml Suspension zum Einnehmen. Die kleineren Markierungen entsprechen 0,2 ml aquivalent zu 0,2 mg Epaclob 1 mg/ml Suspension zum Einnehmen und 0,4 mg Epaclob 2 mg/ml Suspension zum Einnehmen.
Bei dem 30-ml-Dosierbecher entspricht jede nummerierte Markierung 5 ml aquivalent zu 5 mg Epaclob 1 mg/ml Suspension zum Einnehmen und 10 mg Epaclob 2 mg/ml Suspension zum Einnehmen.
PackungsgroВen: 100 ml, 150 ml und 250 ml
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroВen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die Beseitigung und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Keine besonderen Anforderungen fi.r die Beseitigung.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Dieses Produkt kann sich wahrend der Lagerung absetzen. Die Flasche muss vor dem Gebrauch kraftig geschi.ttelt werden.
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