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Präparate

Lederlind® Mundgel, 100.000 I. E./g, Gel zur Anwendung in der Mundhöhle

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Lederlind® Mundgel, 100.000 I. E./g, Gel zur Anwendung in der Mundhöhle

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Gel zur Anw. in der Mundhöhle

Hersteller

Abanta Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.1.2024
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Fachinfo - Lederlind® 100.000 I

Anwendungsgebiete

Infektionen der Mundhöhle und des Ra-chens (Mund- und Rachensoor), die durch nachgewiesene nystatinempfind-liche Hefepilze (Candida albicans, Can-dida glabrata u. a.) hervorgerufen worden sind.

Dosierung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Neugeborene (0 bis 4 Wochen) und

Kleinkinder (1 Monat bis 2 Jahre):

0,5–1 g Gel (ca. 1,5–3 cm Gelstrang) 4-mal täglich.

Kinder (≥ 2 Jahre) und Erwachsene:

1 g Gel (ca. 3 cm Gelstrang) 4-mal täglich

Art und Dauer der Anwendung

Das Gel wird nach den Mahlzeiten mit einem Wattestäbchen in der gesamten Mundhöhle verteilt.

Zahnprothesen und Zahnspangen sind zusätzlich mit dem Gel zu bestreichen.

Während der Behandlung des Mund-soors tritt eine deutliche Besserung be-reits innerhalb weniger Tage ein. Die

Behandlung sollte jedoch mindestens 2 Tage über das Abklingen der Beschwer-den hinaus fortgesetzt werden. Die Behandlung muss bis zur kulturell gesicherten Abheilung durchgeführt wer-den, sollte aber 28 Tage nicht über-schreiten.

Hinweis:

Bei der Behandlung von Pilzinfektionen müssen sämtliche „Pilzherde“ auf der Haut und den Schleimhäuten beseitigt werden, um Rückfälle, die von unbe-handelten Pilzherden ausgehen, zu ver-meiden.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Nystatin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Aufgrund der hohen Osmolarität von Nystatin wird von einer Anwendung bei sehr untergewichtigen und unreifen Frühgeborenen abgeraten.

Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfind-lichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen hervorrufen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

und sonstige Wech-selwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Nystatin auf die Schwangerschaft oder die Gesund-heit des Fetus/Neugeborenen schließen. Bisher sind keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf embryo- oder fetotoxische Wir-kungen schließen (siehe Abschnitt 5.3). Nystatin wird aufgrund seiner Mole-külgröße in therapeutischen Dosie-rungen bei oraler Gabe, über die intakte Haut oder über die Schleimhäute kaum resorbiert. Nystatin passiert die Plazenta nicht. Lederlind® Mundgel kann daher während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit

Ein Übertritt in die Muttermilch ist nicht zu erwarten. Lederlind® Mundgel kann während der Stillzeit angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Fertilität vor.

Fahrtüchtigkeit

Lederlind Mundgel® hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Neben-wirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätz-bar)

Da Nystatin aufgrund der Molekülgröße bei oraler Gabe in normaler Dosierung nicht resorbiert wird, ist mit systemi-schen Nebenwirkungen nicht zu rech-nen.

Erkrankungen des Immunsystems Selten: allergische Reaktionen bei ört-licher Anwendung von Nystatin

Erkrankungen des Gastrointestinaltrak-tes

Gelegentlich: bei hoher Dosierung gastrointestinale Beschwerden wie z.B. Appetitlosigkeit, Diarrhoe, Übelkeit und Erbrechen

Meldung des Verdachts auf Neben-wirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Neben-wirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arznei-mittels. Angehörige von Gesundheits-berufen sind aufgefordert, jeden Ver-dachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

  1. Symptome der Intoxikation: gastrointestinale Störungen wie Brech-reiz, Erbrechen und Durchfälle

  2. Therapie von Intoxikationen:

Ein spezifisches Antidot ist nicht be-kannt. In Fällen von akuter Über-dosierung sollte die Behandlung symp-tomatisch erfolgen. Erkenntnisse über die Hämo- bzw. Peritonealdialysierbar-keit von Nystatin liegen nicht vor.

Pharmakologische Eigenschaften - Lederlind® 100.000 I

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Klassifikation: Antimykotikum zur Anwendung im Mund- und Rachenraum

ATC-Code: A01AB33

Nystatin ist ein Antimykotikum, das von Streptomyces noursei gebildet wird und gehört als amphoteres Tetraen zur Gruppe der Polyene. Diese binden sich irreversibel an Sterole der Zellmembran und erhöhen deren Permeabilität. Dadurch kommt es zu einem Austritt essentieller Bestandteile des Zytoplas-mas, insbesondere von K+-Ionen.

Die Wirkungsstärke nimmt mit stei-gender Ringgröße zu. Die hohe Selek-tivität der Wirkung beruht auf der grö-ßeren Affinität dieser Substanzen zu Ergosterol, welches in Pilzen vorkommt, als zu Cholesterol, dem Bestandteil der Membran tierischer Zellen. In niedrigen Konzentrationen wirkt Nystatin fungi-statisch, in höheren fungizid. Nystatin hemmt das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und - jedoch weitaus geringer - Dermatophyten. Echte pri-märe und sekundäre Resistenzen gegen Nystatin wurden bis heute bei patho-genen Hefen nicht beobachtet. Nystatin wirkt nicht gegen Bakterien, Viren und Protozoen.

  • Pharmakokinetische Eigenschaf-ten

    Nach oraler Gabe wird Nystatin aus dem Intestinaltrakt praktisch nicht resorbiert und mit den Faeces eliminiert. Nur bei oralen Gaben von Maximaldosen (6 Mega I.E. und mehr pro Einzeldosis) kann im Serum ein geringer fungista-

    tischer Effekt beobachtet werden. Eine Resorption durch die Haut oder Schleimhaut findet nicht statt.

  • Pharmakokinetik

    Pharmazeutische Angaben - Lederlind® 100.000 I

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E 218), Propyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E 216), Glycerol, Hymetello-se, Carbomer 974, Orangenaroma, Natriumhydroxid, Natriumcalciumedetat, gereinigtes Wasser

    Inkompatibilitäten

    Nicht zutreffend.

    Dauer der Haltbarkeit

    30 Monate im ungeöffneten Behältnis. Nach Anbruch 6 Monate haltbar.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Nicht über 25 °C lagern.

    Art und Inhalt des Behältnisses

    Aluminiumtube

    Originalpackung mit 25 g Gel Originalpackung mit 50 g Gel

    Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr ge-bracht.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

    Keine.

    Weblinks

    Packungen und Preis

    Lederlind® Mundgel, 100.000 I. E./g, 25g Gel N1
    Preis
    8,53 €
    Zuzahlung
    5,16 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.
    Lederlind® Mundgel, 100.000 I. E./g, 50g Gel N2
    Preis
    14,68 €
    Zuzahlung
    5,86 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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