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Präparate

Ovastat® 250 mg, Hartkapseln

Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Ovastat® 250 mg, Hartkapseln

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Hartkapsel

Hersteller

medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.5.2023
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Fachinfo - Ovastat® 250 mg

Anwendungsgebiete

Palliative Monotherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms nach Versagen platinhaltiger Standardtherapien.

Dosierung

Ovastat sollte nur von Ärzten angewendet werden, die in der Tumortherapie erfahren sind. Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, wird Treosulfan folgendermaßen verabreicht:

Täglich 400 – 600 mg Treosulfan/m² Körperoberfläche (= 12– 18 mg Treosulfan/kg Körpergewicht) - unterteilt in 4 Einzeldosen - über 28 Tage. Eine Wiederholung ist nach 28-tägiger Therapiepause möglich.

Die Dosis sollte dem Blutbild angepasst werden, d. h. Leukozyten- und Thrombozytenzahl sind während der Therapie sorgfältig zu kontrollieren. Je nach Ansprechen des Patienten auf die Therapie kann sowohl eine Erhöhung als auch eine Reduzierung der Dosis erforderlich werden.

Bei zusätzlicher Radiotherapie ist die Treosulfan-Dosis zu vermindern. Art der Anwendung

Die Kapseln sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Durch die gleichzeitige Aufnahme von Milch und Essen können Beschwerden des Magen-Darm-Traktes gemildert werden.

Dauer der Anwendung

Bis zum Verschwinden des Malignoms

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • schwere Schädigung des Knochenmarkes

  • Leukozytenzahl unter 2 000/µl und/oder Thrombozytenzahl unter 100 000/µl

    Erst wenn das Blutbild auf normale Werte zurückgekehrt ist, sollte eine Therapie mit Treosulfan begonnen werden.

  • Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

Warnhinweise

Myelosuppression und Blutbildkontrollen

Die dosisbegrenzende Nebenwirkung von Treosulfan ist die Einschränkung der Knochenmarkfunktion, die sich nach Absetzen des Medikamentes im Allgemeinen wieder zurückbildet. Sie äußert sich in einer Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) und in einem Abfall des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin).

Da die Störungen der Knochenmarkfunktion kumulativ sind, ist ab dem 3. Zyklus das Blutbild in kürzeren Abständen zu kontrollieren. Dies ist besonders wichtig bei Kombination mit anderen Therapieformen, die das Knochenmark angreifen, wie z. B. Strahlentherapie. Bei eingeschränkter Knochenmarksfunktion besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Im Allgemeinen haben weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) nach 28 Tagen ihren Ausgangswert wieder erreicht.

Lungentoxizität

Wenn sich eine allergische Alveolitis oder Lungenfibrose entwickelt, sollte Treosulfan dauerhaft abgesetzt werden.

Hämorrhagische Zystitis

Wegen der Möglichkeit des Auftretens einer hämorrhagischen Zystitis wird Patienten empfohlen, während der Therapiezyklen vermehrt zu trinken.

Stomatitis

Die Patienten sollen die Kapseln im Ganzen schlucken und nicht zerkauen, da dies die Entstehung einer Stomatitis begünstigt.

Lebendimpfungen

Eine zytostatische Therapie kann das Risiko einer systemischen Infektion nach Lebendimpfungen erhöhen. Daher sollten Patienten, die mit Treosulfan behandelt werden, keine Lebendimpfungen erhalten.

Wechselwirkungen

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Bei einer Patientin trat bei gleichzeitiger Gabe von Treosulfan eine Wirkungsabschwächung von Ibuprofen/Chloroquin auf.

Schwangerschaft

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und in den ersten sechs Monaten nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe Abschnitt 5.3).

Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Treosulfan in der Schwangerschaft vor. Da jedoch bei der Gabe von Treosulfan eine Schädigung der Frucht nicht ausgeschlossen werden kann,

darf Ovastat während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Treosulfan aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.

Tritt während oder nach der Behandlung eine Schwangerschaft ein, sollte auf die Möglichkeit einer genetischen Beratung hingewiesen werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Treosulfan / Metabolite in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Ovastat ist während der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Es liegen keine Daten zu Auswirkungen von Ovastat auf den Menschen vor.

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Das Auftreten von Übelkeit oder Erbrechen kann jedoch Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Myelosuppression und gastrointestinale Beschwerden sind die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen. Sie sind im Allgemeinen mild und reversibel. Die dosisbegrenzende Nebenwirkung ist die Myelosuppression.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100, < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000) Sehr selten (< 1/10 000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen HäufigInfektionen (mykotisch, viral, bakteriell)Nicht bekannt Sepsis
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) GelegentlichTherapie-assoziierte sekundäre Malignome (akute nicht-lymphatische Leukämie, Myelom,myeloproliferative Erkrankungen, Myelodysplastisches Syndrom)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr häufigMyelosuppression (Neutropenie, Thrombopenie, Anämie)Sehr selten Panzytopenie
Erkrankungen des Immunsystems SeltenAllergische Reaktionen
Endokrine Erkrankungen Sehr seltenM. Addison
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Sehr selten Hypoglykämie
Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten Parästhesien
Herzerkrankungen Sehr selten Kardiomyopathie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Sehr seltenallergische Alveolitis, Pneumonie, Lungenfibrose
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Sehr häufig Übelkeit, ErbrechenHäufigabdominelle BeschwerdenGelegentlich Stomatitis
Leber- und Gallenerkrankungen Sehr seltenIkterus, erhöhte Leberfunktionswerte
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Sehr häufigAlopezie, bronzefarbene Pigmentierung der HautSehr seltenErythema, Urtikaria, Sklerodermie, Psoriasis
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Sehr selten hämorrhagische Zystitis
Allgemeine Erkrankungen undBeschwerden am Verabreichungsort Sehr seltenpseudo-grippale Beschwerden

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Risiko für sekundäre Malignome

Eine nicht kommerzielle Datenerfassung berichtet von sieben Patienten (1.3 von 553 Patienten), die während einer Langzeittherapie mit oralem Treosulfan eine akute nicht-lymphatische Leukämie entwickelten. Das Risiko war abhängig von der kumulativen Treosulfan-Dosis.

Aus dem Spontanmeldesystem wurden zusätzlich Einzelfälle über das Auftreten eines Myeloms, einer myeloproliferativen Erkrankung oder myelodysplastischer Syndrome nach Treosulfan-Therapie berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Obwohl es keine Erfahrungen mit akuten Treosulfan-Überdosierungen gibt, könnten Übelkeit, Erbrechen und Gastritis auftreten. Längere oder exzessive therapeutische Dosierung kann zu Knochenmarkdepression führen, die gelegentlich irreversibel sein kann. Das Arzneimittel sollte dann abgesetzt und eine Bluttransfusion sowie eine symptomatische Behandlung durchgeführt werden.

Es steht kein spezifisches Antidot zur Verfügung.

Pharmakologische Eigenschaften - Ovastat® 250 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel (Alkylierende Mittel), ATC-Code: L 01 AB 02

Treosulfan wird unter physiologischen Bedingungen nicht-enzymatisch über ein Monoepoxid zum Diepoxibutan umgebaut. Die gebildeten Epoxide reagieren mit nukleophilen Zentren der DNA und sind über sekundäre biologische Mechanismen für die antineoplastische Wirkung verantwortlich.

Pharmakokinetik

Nach oraler Gabe wird Ovastat gut resorbiert. Ca. 50 – 60 % der Substanz werden unverändert im Urin ausgeschieden. Die Elimination folgt einer Kinetik 1. Ordnung mit einer Halbwertszeit von 1,5 - 1,8 Stunden.

Pharmazeutische Angaben - Ovastat® 250 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Maisstärke, Hypromellose, Magnesiumstearat, Gelatine, Titandioxid

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

Originalpackung 5 Jahre

Das Arzneimittel sollte nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

OP mit 50 Kapseln (1 x 50)

OP mit 100 Kapseln (1 x 100)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Ovastat® 250 mg, 50 Hartkapseln N2
Preis
979,29 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Ovastat® 250 mg, 100 Hartkapseln N3
Preis
1.860,21 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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