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Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Imazol® Creme plus 10mg/g + 2.5mg/g Creme

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Creme

Hersteller

Laboratoires Bailleul S.A.

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.7.2024
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Fachinfo - Imazol® 10mg/g

Anwendungsgebiete

Dermatomykosen, die mit Clotrimazol behandelt werden können, und begleitende bakterielle Superinfektionen, bei denen Hexamidin indiziert ist (z. B. Interdigitalmykosen).

Imazol Creme plus wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 1 Monat.

Dosierung

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 1 Monat:

Imazol Creme plus ein- bis zweimal täglich (morgens oder morgens und abends) dünn auf die betroffenen Bereiche auftragen und einreiben. In den meisten Fällen genügt ca. ½ cm Creme für einen Bereich etwa von der Größe der Handfläche.

Imazol Creme plus wird dünn auf die Haut aufgetragen und eingerieben. Sind die akuten Symptome nach etwa 7 Tagen abgeklungen, sollte die Behandlung dennoch mindestens weitere 3 Wochen lang fortgeführt werden, um eine Reinfektion zu vermeiden.

Es liegen keine Daten über die Sicherheit und Wirksamkeit von Imazol Creme plus bei Kindern unter 1 Monat vor.

Es liegen begrenzte Daten über die Sicherheit und Wirksamkeit von Imazol Creme plus bei älteren Patienten über 65 Jahre vor.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Imazol Creme plus sollte nicht angewendet werden bei bekannter Kontaktallergie gegen Hexamidin, verwandte Amidine oder Konservierungsstoffe.

Warnhinweise

Imazol Creme plus sollte nicht im Bereich der Augen angewendet werden. Imazol Creme plus darf nicht auf die Glans penis aufgetragen werden.

Aufgrund geringer klinischer Erfahrung, wird nicht empfohlen, Imazol Creme unter Okklusion (z. B. Pflaster, Windeln) anzuwenden.

Bei Auftreten erster Anzeichen einer lokalen oder allgemeinen Überempfindlichkeit oder lokalen Reizung, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Imazol Creme plus verringert die Wirksamkeit von Amphotericin und anderen Polyen-Antibiotika (Nystatin, Natamycin).

Werden auf den betroffenen Hautpartien Deodorants oder Kosmetika verwendet, kann eine Minderung der Wirksamkeit von Imazol Creme plus nicht ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Daten über eine große Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Clotrimazol auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen. In Tierstudien zeigt Clotrimazol keine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Nach topischer Anwendung wird Clotrimazol nur in geringem Umfang resorbiert. Für Hexamidindiisetionat sind keine klinischen Daten oder Daten aus Tierstudien über die Anwendung während einer Schwangerschaft verfügbar. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist daher Vorsicht geboten.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Clotrimazol oder Hexamidindiisetionat in die Muttermilch übergehen. Jedoch ist wegen der geringen Resorption bei topischer Anwendung beim Stillen wahrscheinlich kein Risiko für das Kind zu erwarten. Imazol Creme plus kann daher während der Stillzeit verwendet werden. Stillende Mütter sollten Imazol Creme plus nicht im Bereich der Brust anwenden.

Fahrtüchtigkeit

Nicht zutreffend.

Nebenwirkungen

In sehr seltenen Fällen (< 1/10.000) kann es zum Auftreten von Hautreaktionen wie Rötung, Brennen, Stechen und allergischem Kontaktekzem kommen.

Erfahrungen nach Markteinführung haben gezeigt, dass folgende Hautreaktionen mit einer "Nicht bekannten" Häufigkeit auftreten können (d. h. Häufigkeit kann anhand der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden): Allergische Dermatitis, Kontaktdermatitis, Ekzem, Skrotalödem, Genitalerythem, Hautbrennen, Hautausschlag, Urtikaria und Pruritus.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung

Es wurden bei Clotrimazol oder Hexamidin keine Fälle von Überdosierung berichtet. Es gibt keine spezifischen Antidote.

Pharmakologische Eigenschaften - Imazol® 10mg/g

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur topischen Anwendung, Imidazol- und Triazolderivate, Kombinationen

ATC-Code: D01AC20

Clotrimazol:

Clotrimazol verfügt über ein breites Spektrum antimykotischer Wirkung in vitro und in vivo, das Dermatophyten, hefeähnliche Pilze, Schimmelpilze und dimorphe Pilze umfasst.

Unter geeigneten Prüfbedingungen liegen die MHK-Werte für diese Pilzspezies gewöhnlich im Bereich von weniger als 0,062 -4 (-8) μg/ml Substrat. Clotrimazol ist in seinem Wirkmechanismus primär fungistatisch. Die Wirkung in vitro ist begrenzt auf proliferierende Pilzelemente, Pilzsporen sind nur wenig empfindlich. Die Substanz wirkt bei Pilzen als Hemmer der Ergosterol-Synthese, wodurch es zu strukturellen und funktionellen Störungen der Zytoplasmamembran kommt.

Antimykotisches Spektrum(1)

Erreger In vitro Empfindlichkeit
MHK (a) MFK (a)
Trichophyton rubrum <0.05 - 0.39 (0.39) 0.05 - 0.39 (0.39)
Trichophyton mentagrophytes 0.10 - 0.20 (0.20) 0.20 - 0.39 (0.20)
Trichophyton tonsurans 0.05 - 1.56 (0.78) 0.05 - 1.56 (0.78)
Trichophyton schoenleini 0.10 - 0.20 (0.20) 0.10 - 0.20 (0.20)
Trichophyton verrucosum 0.10 - 0.20 0.20
Trichophyton violaceum 0.10 0.20
Microsporum gypseum 0.10 - 0.39 (0.20) 0.10 - 0.78 (0.20)
Microsporum canis <0.05 - 0.10 (<0.05) 0.10 - 0.39 (0.39)
Microsporum fulvum 0.39 - 0.78 0.39 - 0.78
Microsporum ferrugineum 0.05 0.05
Epidermophyton floccosum 0.20 (0.20) 0.20 - 0.39 (0.20)
Candida albicans 1.56 - 3.13 (1.56) 3.13 - >100 (12.5)
(a) Minimale Hemmkonzentration (MHK) und minimale fungizide Hemmkonzentration (MFK) in Mikrogramm pro Milliliter, gemessen nach 48 bis 96 Stunden Inkubation bei 30 °C mit Subkulturen auf Sabouraud Agar, die weitere 48 Stunden inkubiert wurden. Die Werte in Klammern repräsentieren den Mittelwert.

(1) Referenz: Shadomy S. In vitro Antifungal Activitiy of Clotrimazole (Bay b 5097). Infection and Immunity 1971; 143-148

Die Resistenzsituation für Clotrimazol kann als günstig angesehen werden: Primär resistente Varianten sensibler Pilzspezies sind sehr selten, die Entwicklung einer sekundären Resistenz bei sensiblen Pilzen wurde unter therapeutischen Bedingungen bisher nur ganz vereinzelt beobachtet.

Hexamidin:

Hexamidin/Hexamidindiisetionat gehören zu einer homologen Reihe der Diamidine, die seit langem als Chemotherapeutika Anwendung finden. Innerhalb der homologen Reihe der Diamidine steigt die antimikrobielle Wirksamkeit mit der aliphatischen Kettenlänge und erreicht ihr Maximum mit 6 CH2-Gruppen, also mit Hexamidin. Diese Wirksamkeit richtet sich hauptsächlich gegen grampositive

Pathogene (z.B. Streptococcus sp., Staphylococcus aureus), jedoch auch gegen einige gramnegative Bakterien und Pilze (z.B. Pseudomonas aeruginosa, Candida-Arten).

Antimikrobielles Spektrum

In vitro MHK Werte (in µg/ml) von Hexamidin (BfArM 1988)
Erreger Bakterio-statische Aktivität Bakerizide Aktivität Fungizide Aktivität Fungistati-sche Aktivität
Streptococcus pyogenes 0.5
Streptococcus viridans 1
Staphylococcus aureus 1 8
Pseudomonas aeruginosa 16 32
Proteus vulgaris 128 256
Escherichia coli 64 64
Salmonella enteritidis 64
Salmonella typhimurium 64
Clostridium welchii 256
Clostridium histolyticum 256
Actinomyces madurae 100
Actinomyces hominis 10
Geotrichum dermatitidis 10
Trichophyton tonsurans 200
Candida albicans* 10
Aspergillus niger* 5
Penicillium digitatum* 2
Trichophyton mentagrophytes* 50

* aus Internem Bericht 1977

Pharmakokinetik

Clotrimazol:

Pharmakokinetische Studien nach dermaler oder vaginaler Anwendung zeigten, dass Clotrimazol nur gering mit < 2 bzw. 3-10% der Dosis resorbiert wird. Die daraus resultierenden Plasmaspitzenkonzentrationen des Wirkstoffes belaufen sich auf <10 ng/ml und führen nicht zu messbaren systemischen Wirkungen oder Nebenwirkungen.

Hexamidin:

Zur Pharmakokinetik sind nur tierexperimentelle Daten verfügbar. Auf Grundlage der vorliegenden experimentellen Daten kann eine kutane Resorption von Hexamidin nicht sicher ausgeschlossen werden.

Pharmazeutische Angaben - Imazol® 10mg/g

Liste der sonstigen Bestandteile

Octyldodecanol Dimeticon 350 CST

Mono- und Diglyceride der Palmitin- und Stearinsäure PEG-5-stearylstearat

Macrogolstearylether 20

Essigsäure 99% Natriumacetat, Gereinigtes Wasser

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Anbruch sollte die Creme nicht länger als 1 Monat verwendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30ºC lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumtuben mit Polyethylen-Schraubdeckel Tuben mit 25 g und 30 g Creme

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Imazol® Creme plus 10mg/g + 2.5mg/g Creme 25g N1
Preis
13,27 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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