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Je nach Verpackung. Weitere Informationen siehe Verpackungsangaben.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Itraconazol Aristo 100 mg Hartkapseln

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Hartkapsel

Hersteller

Aristo Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.6.2023
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Fachinfo - Itraconazol 100 mg

Anwendungsgebiete

  • vulvovaginale Candidiasis

  • orale Candidiasis

  • Dermatophytosen, durch Organismen verursacht, die anfällig für Itraconazol (Trichophyton spp., Microsporum spp., Epidermophyton floccosum) sind, z. B. tinea pedis, tinea cruris, tinea corporis, tinea manuum

  • Pityriasis versicolor

  • Onychomykose verursacht durch Hautpilz und/oder Hefen

  • systemische Candidiasis

  • Kryptokokken-Infektionen (einschließlich Kryptokokken-Meningitis). Bei immungeschwächten Patienten, die an Kryptokokkose leiden, oder bei Patienten mit Kryptokokkose des ZNS ist Itraconazol nur angezeigt, sofern die in der Regel empfohlene Anfangsbehandlung ungeeignet oder unwirksam scheint.

  • Histoplasmose

  • Aspergillose. Itraconazol kann für die Behandlung von Patienten mit invasiver Aspergillose eingesetzt werden, die Resistenz oder Unverträglichkeit gegenüber Amphotericin B aufweisen.

  • Erhaltungstherapie zur Verhinderung eines Rezidivs der zugrundeliegenden Pilzinfektion bei AIDS-Patienten, die sich als refraktär oder intolerant gegenüber first-line systemischer Anti-Pilz-Therapie gezeigt haben bzw. bei denen diese Therapie ungeeignet ist oder sich als unwirksam erwiesen hat.

    Aufgrund der PK-Eigenschaften darf oral verabreichtes Itraconazol (Kapseln) nicht als Anfangsbehandlung bei Patienten verwendet werden, die an schweren, lebensbedrohlichen Formen von systemischer Mykose leiden. Orale Anwendungen sollten als Fortsetzungsbehandlung nach einer Anfangsbehandlung mit Itraconazol i. v. eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

    Zur korrekten Handhabung von antimykotischen Wirkstoffen müssen die offiziellen Richtlinien beachtet werden.

Dosierung

Dosierung

Oberflächliche Mykosen
Anwendungsgebiet Dosierung Behandlungsdauer
Vulvovaginale Candidiasis 2 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol pro Tag)oder1 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 200 mg Itraconazol pro Tag) 1 Tagoder3 Tage
Orale Candidiasis 1 x täglich 1 Hartkapseln (entspr. 100 mg Itraconazolpro Tag) 15 Tage
Dermatomykosen 1 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 200 mg Itraconazol pro Tag)oder1 x täglich 1 Hartkapsel (entspr. 100 mg Itraconazol pro Tag) 7 Tageoder2 Wochen
Dermatomykosen der Handinnenflächen und Fußsohlen 2 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol pro Tag)oder1 x täglich 1 Hartkapsel (entspr. 100 mg Itraconazol pro Tag) 7 Tageoder4 Wochen
Pityriasis versicolor 1 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 200 mg Itraconazolpro Tag) 7 Tage

1 Bei einigen immunsupprimierten Patienten, z. B. mit Neutropenie, AIDS oder nach Organtransplantationen, kann die Bioverfügbarkeit von Itraconazol erniedrigt sein. Eine Verdoppelung der Dosis kann angezeigt sein.

Onychomykosen, verursacht durch Dermatophyten und/oder Hefepilze
Intervalltherapie(Einnahme mit Unterbrechung) Dosierung und Behandlungsdauer
Eine Intervalltherapie beinhaltet das folgendeDosierungsschema: 2 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol pro Tag) für eine
Woche. Intervallbehandlungen werden immer durch ein 3-wöchiges, einnahmefreies Intervall unterbrochen (siehe beigefügte Tabelle).Zwei Intervallbehandlungen werden für Fingernagelinfektionen empfohlen und drei Intervallbehandlungen für Fußnagelinfektionen. Das klinische Ansprechen wird sich zeigen, wenn der Nagel nach Beendigung derBehandlung wieder nachwächst.
Insbesondere bei Befall der Zehennägel kann der endgültige Therapieerfolg erst nach weiteren 3 Monaten (ohne Behandlung) eintreten.Bei der Therapie von Onychomykosen sollte aus toxikologischen Gründen (siehe Abschnitt 5.3) die Behandlungsdauer 3 Monate nicht überschreiten.Hinweis: Um ein gutes Ergebnis zu erreichen, sollte der erkrankte Nagelbereich vor Behandlungsbeginn möglichst wenig traumatisierend (z. B. mit Harnstoffsalben) entfernt werden.
kontinuierliche Therapie(Einnahme ohneUnterbrechung) Dosierung Behandlungsdauer
1 x täglich 2 Hartkapseln (entspr. 200 mg Itraconazol pro Tag) In der Regel 3 Monate (bei alleinigem Befall der Fingernägel kann eine kürzereBehandlungsdauer ausreichen).
Lokalisation derOnychomykose Woche1 Woche2 Woche3 Woche4 Woche5 Woche6 Woche7 Woche8 Woche9
Fußnägel mit oder ohneFingernagelbeteiligung Intervall 1 Itraconazol-freie Wochen Intervall 2 Itraconazol-freie Wochen Intervall 3
Nur Fingernägel Intervall1 Itraconazol-freie Wochen Intervall2

Itraconazol verbleibt wesentlich länger in der Haut und in den Nägeln als im Blut. Eine optimale Heilung wird daher bei Pilzerkrankungen der Haut 2–4 Wochen, bei Pilzerkrankungen der Nägel 6–9 Monate nach Absetzen von Itraconazol Aristo erreicht.

Systemmykose

Anwendungsgebiet Dosierung Behandlungsdauer1 Bemerkungen
Aspergillose 1 x täglich2 Hartkapseln (entspr.200 mg Itraconazol pro Tag) 2–5 Monate Bei invasiver oder disseminierter Krankheit auf 2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln(entspr. 400 mgItraconazol pro Tag) erhöhen.
Candidiasis 1 x täglich 1 bis2 Hartkapseln (entspr.100–200 mgItraconazol pro Tag) 3 Wochen–7 Monate
Nichtmeningeale Kryptokokkose 1 x täglich2 Hartkapseln (entspr.200 mg Itraconazol pro Tag) 2 Monate–1 Jahr In klinischen Studien wurden auch höhere Dosen bis zu 600 mgpro Tag angewandt.
Kryptokokken-Meningitis 2 x täglich (morgens und abends)2 Hartkapseln (entspr. 8–10 Wochen In klinischen Studien wurden auch höhereDosen bis zu 600 mg pro Tag angewandt.
400 mg Itraconazolpro Tag) Erhaltungstherapie:siehe Abschnitt 4.4
Histoplasmose 1 x täglich2 Hartkapseln bis 2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln(entspr. 200–400 mgItraconazol pro Tag) 8 Monate

1 Die Behandlungsdauer sollte in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen angepasst werden.

Patienten mit eingeschränkter gastrointestinaler Motilität

Bei der Behandlung von Patienten mit schweren Pilzinfektionen oder bei der Anwendung zur Prophylaxe von Pilzinfektionen bei Patienten mit gestörter gastrointestinaler Motilität sollten die Patienten sorgfältig überwacht und gegebenenfalls ein therapeutisches Drug-Monitoring in Betracht gezogen werden, sofern verfügbar.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Itraconazol Aristo bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, es sei denn, dass der potenzielle Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt (siehe Abschnitt 4.4).

Prophylaxe von Pilzinfektionen: Daten zur Wirksamkeit bei Kindern mit Neutropenie liegen nicht vor. Sicherheitsdaten sind nur begrenzt verfügbar und liegen für die orale Lösung bei einer Dosierung von 5 mg/kg KG täglich, aufgeteilt auf zwei Einnahmen, vor (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Nagelmykosen sollten Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren vorerst von der Behandlung ausgeschlossen werden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Ältere Patienten

Da zur Behandlung von älteren Patienten mit oralem Itraconazol nur begrenzt klinische Daten vorliegen, sollten ältere Patienten nur mit Itraconazol Aristo behandelt werden, wenn der potenzielle Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt. Im Allgemeinen wird empfohlen, bei der Wahl der Dosierung für einen älteren Patienten das häufigere Auftreten einer verminderten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, von Begleiterkrankungen oder von weiteren Arzneimitteltherapien zu berücksichtigen (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Leberinsuffizienz

Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Leberinsuffizienz liegen nur begrenzt Daten vor. Deshalb sollte dieses Arzneimittel bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen nur begrenzt Daten vor. Die Exposition gegenüber Itraconazol kann bei einigen Patienten mit Niereninsuffizienz geringer sein und große interindividuelle Schwankungen wurden beobachtet, wenn diese Patienten Itraconazol in Form von Kapseln einnahmen (siehe Abschnitt 5.2). Deshalb sollte dieses Arzneimittel bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden. Eine Anpassung der Dosis oder die Umstellung auf ein anderes Antimykotikum kann nach Beurteilung der klinischen Wirksamkeit in Betracht gezogen werden.

Art der Anwendung Zum Einnehmen.

Die Hartkapseln sind unzerkaut direkt nach einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit einzunehmen, um eine maximale Resorption zu erreichen.

Die Hartkapseln müssen als Ganzes geschluckt werden.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Itraconazol Aristo darf Patienten mit Zeichen einer ventrikulären Dysfunktion wie kongestiver Herzinsuffizienz oder anamnestisch bekannter Herzinsuffizienz außer zur Behandlung lebensbedrohlicher oder anderer schwerer Infektionen nicht verordnet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Itraconazol Aristo darf während der Schwangerschaft ausschließlich bei lebensbedrohlichen Indikationen angewendet werden (siehe Abschnitt 4.6).

Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Itraconazol Aristo behandelt werden, sollte eine Schwangerschaft durch geeignete kontrazeptive Maßnahmen verhindert werden. Eine effektive Kontrazeption sollte bis zur ersten Menstruation nach Behandlungsende fortgesetzt werden.

Die gleichzeitige Anwendung einer Reihe von CYP3A4-Substraten und Itraconazol Aristo ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Diese beinhalten:

Analgetika; Anästhetika
Ergotalkaloide (z. B. Dihydroergotamin, Ergometrin,Ergotamin, Methylergometrin)
Antibiotika zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel;Antimykotika zur systemischen Anwendung
Isavuconazol
Anthelminthika; Antiprotozoika
Halofantrin
Antihistaminika zur systemischen Anwendung
Astemizol Mizolastin Terfenadin
Antineoplastika
Irinotecan Venetoclax (bei Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie bei Behandlungsbeginn und während derDosistitrationsphase von Venetoclax)
Antithrombotika
Dabigatran Ticagrelor
Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung
Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir(mit oder ohne Dasabuvir)
Kardiovaskuläres System (Arzneimittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System; Antihypertensiva; Beta-Blocker; Calciumkanalblocker; Herztherapeutika; Diuretika)
Aliskiren Eplerenon Chinidin
Bepridil Finerenon Ranolazin
Disopyramid Ivabradin Sildenafil (pulmonaleHypertonie)
Dofetilid Lercanidipin
Dronedaron Nisoldipin
Arzneimittel bei gastrointestinalen Störungen einschließlich Antidiarrhoika, intestinale Antiphlogistika/Antiinfektiva; Antiemetika und Arzneimittel gegen Übelkeit; Laxanzien;Arzneimittel bei funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen
Cisaprid Domperidon Naloxegol
Arzneimittel zur Beeinflussung des Lipidstoffwechsels
Lovastatin Lomitapid Simvastatin
Psychoanaleptika; Psycholeptika (z. B. Antipsychotika, Anxiolytika und Hypnotika)
Lurasidon Pimozid Sertindol
Midazolam (oral) Quetiapin Triazolam
Urologika
Avanafil Darifenacin Solifenacin (bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder mäßiger bis schwererLeberinsuffizienz)
Dapoxetin Fesoterodin (bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Nieren-oder Leberinsuffizienz) Vardenafil (bei Patienten über75 Jahren)
Sonstige Arzneimittel und Substanzen
Colchicin (bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz) Eliglustat (bei Patienten, die langsame CYP2D6-Metabolisierer sind, bei intermediären oder extensiven CYP2D6-Metabolisierern, die einen starken oder moderatenCYP2D6-Inhibitor anwenden)

Warnhinweise

Patienten mit eingeschränkter gastrointestinaler Motilität

Bei der Behandlung von Patienten mit schweren Pilzinfektionen oder bei der Anwendung zur Prophylaxe von Pilzinfektionen bei Patienten mit gestörter gastrointestinaler Motilität sollten die Patienten sorgfältig überwacht und gegebenenfalls ein therapeutisches Drug-Monitoring in Betracht gezogen werden, sofern verfügbar.

Kreuzallergie

Bezüglich einer Kreuzallergie zwischen Itraconazol und anderen Azol-Antimykotika liegen keine Informationen vor. Itraconazol Aristo sollte bei Patienten, die auf andere Azole allergisch reagieren, nur mit Vorsicht angewendet werden.

Kardiale Wirkungen

Eine Untersuchung an gesunden Probanden hat ergeben, dass die intravenöse Gabe von Itraconazol zu einer vorübergehenden, asymptomatischen Reduktion der linksventrikulären Auswurffraktion führte; diese Veränderungen gingen bis zur nächsten intravenösen Gabe wieder zurück. Für orale Darreichungsformen ist die klinische Bedeutung dieser Beobachtungen unbekannt.

Es wurde gezeigt, dass Itraconazol negativ inotrope Effekte hat, und Berichte über kongestive Herzinsuffizienz wurden mit der Anwendung von Itraconazol in Verbindung gebracht. Da in Spontanberichten häufiger bei einer Gesamttagesdosis von 400 mg über Herzinsuffizienz berichtet wurde als bei niedrigeren Tagesdosen, ist anzunehmen, dass das Risiko einer Herzinsuffizienz mit der Höhe der gegebenen Gesamttagesdosis von Itraconazol ansteigen könnte.

Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz, auch in der Anamnese, sollten nur dann mit Itraconazol Aristo behandelt werden, wenn der Nutzen die Risiken deutlich überwiegt. In die jeweilige Nutzen-

/Risikobewertung sollten dabei Faktoren wie Schweregrad der Erkrankung, Dosierung und Dauer der Behandlung (z. B. Gesamttagesdosen) sowie die individuellen Risikofaktoren für eine

kongestive Herzinsuffizienz eingeschlossen werden. Zu diesen Risikofaktoren zählen Herzerkran-kungen wie koronare Herzkrankheit und/oder Herzklappenerkrankung, schwere Lungenerkrankun-gen, wie chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Nierenversagen und andere Erkrankungen, die zu Ödemen führen können. Diese Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome einer kongestiven Herzinsuffizienz aufgeklärt werden. Sie sollten vorsichtig therapiert und während der Behandlung sollte auf Anzeichen und Symptome einer kongestiven Herzinsuffizienz geachtet werden. Bei entsprechenden Anzeichen oder Symptomen sollte die Behandlung mit Itraconazol Aristo abgebrochen werden.

Calciumkanalblocker können negativ inotrope Wirkungen haben, welche die von Itraconazol verstärken können. Zusätzlich kann Itraconazol die Metabolisierung von Calciumkanalblockern hemmen. Deshalb sollte die gemeinsame Anwendung von Itraconazol und Calciumkanalblockern wegen des erhöhten Risikos für kongestive Herzinsuffizienz vorsichtig erfolgen (siehe

Abschnitt 4.5).

Wirkungen auf die Leber

Unter der Anwendung von Itraconazol Aristo sind sehr selten Fälle von schwerer Hepatotoxizität einschließlich einiger Fälle von akutem Leberversagen mit letalem Ausgang aufgetreten. Einige dieser Fälle traten bei Patienten ohne vorbestehende Lebererkrankung auf. Einige dieser Fälle wurden innerhalb des ersten Behandlungsmonats, einige davon innerhalb der ersten Behandlungswoche beobachtet. Bei Patienten, die Itraconazol Aristo erhalten, sollte eine Überwachung der Leberfunktion in Betracht gezogen werden.

Patienten sollten angewiesen werden, ihrem Arzt unverzüglich Anzeichen und Symptome einer vermuteten Hepatitis wie Appetitlosigkeit, Nausea, Erbrechen, Erschöpfung, Bauchschmerzen oder dunkel gefärbter Urin mitzuteilen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung sofort gestoppt und die Leberfunktion überprüft werden.

In den meisten Fällen von schwerer Hepatotoxizität hatten die betroffenen Patienten eine vorbestehende Lebererkrankung, wurden in systemischen Indikationen behandelt, hatten andere wesentliche Beeinträchtigungen der Gesundheit und/oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel ein.

Erniedrigte Azidität des Magens

Bei erniedrigter Azidität des Magens wird die Resorption von Itraconazol aus Itraconazol Aristo beeinträchtigt. Patienten mit einer erniedrigten Azidität des Magens, die entweder durch eine Erkrankung (z. B. Patienten mit Achlorhydrie) oder durch eine Begleitmedikation (z. B. Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion einnehmen) bedingt ist, sollten Itraconazol Aristo mit einem säurehaltigen Getränk, wie ein nicht-diätetisches Cola-Getränk, einnehmen. Die antifungale Aktivität sollte überwacht und die Itraconazol-Dosis bei Bedarf gesteigert werden (siehe Abschnitt 4.5).

Kinder und Jugendliche

Klinische Daten zur Anwendung von Itraconazol Aristo bei Kindern und Jugendlichen sind begrenzt. Die Anwendung von Itraconazol Aristo bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, es sei denn, dass der potenzielle Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt.

Ältere Patienten

Da zur Behandlung von älteren Patienten mit Itraconazol Aristo nur begrenzt klinische Daten vorliegen, sollten ältere Patienten nur mit Itraconazol Aristo behandelt werden, wenn der potenzielle Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt. Im Allgemeinen wird empfohlen, bei der Wahl der Dosierung für einen älteren Patienten das häufigere Auftreten einer verminderten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, von Begleiterkrankungen oder von weiteren Arzneimitteltherapien zu berücksichtigen.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Leberinsuffizienz liegen nur begrenzt Daten vor. Deshalb sollte dieses Arzneimittel bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden. Es wird empfohlen, Patienten mit Leberinsuffizienz während der Einnahme von Itraconazol sorgfältig zu überwachen. Bei der Entscheidung über einen Therapiebeginn mit anderen Arzneimitteln, die über CYP3A4 metabolisiert werden, wird empfohlen, die verlängerte Eliminationshalbwertzeit von Itraconazol zu beachten, die in einer klinischen Studie mit oralen Einzeldosen von Itraconazol Kapseln bei Patienten mit Zirrhose beobachtet wurde.

Bei Patienten mit erhöhten oder auffälligen Leberenzymwerten oder aktiver Lebererkrankung oder bei Patienten, bei denen es mit anderen Arzneimitteln zu einer hepatotoxischen Reaktion gekommen ist, wird von einer Behandlung mit Itraconazol Aristo dringend abgeraten, es sei denn, es liegt eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche Situation vor, in welcher der erwartete Nutzen das Risiko übersteigt. Bei Patienten mit vorbestehenden auffälligen Leberfunktionswerten sowie bei Patienten, bei denen mit anderen Arzneimitteln eine hepatotoxische Reaktion aufgetreten ist, wird eine Überwachung der Leberfunktion empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen nur begrenzt Daten vor. Die Exposition gegenüber Itraconazol kann bei einigen Patienten mit Niereninsuffizienz geringer sein. Große interindividuelle Schwankungen wurden beobachtet, wenn diese Patienten Itraconazol in Form von Kapseln einnahmen (siehe Abschnitt 5.2). Deshalb sollte dieses Arzneimittel dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden. Eine Anpassung der Dosis oder die Umstellung auf ein anderes Antimykotikum kann nach Beurteilung der klinischen Wirksamkeit in Betracht gezogen werden.

Hörverlust

Bei Patienten, welche eine Itraconazolbehandlung erhielten, wurde über vorübergehenden oder dauerhaften Hörverlust berichtet. In einigen dieser Fälle wurde eine Begleittherapie mit Chinidin, welches kontraindiziert ist, durchgeführt (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Der Hörverlust geht für gewöhnlich vorüber, sobald die Behandlung eingestellt wird, kann aber bei einigen Patienten persistieren.

Immunsupprimierte Patienten

Bei bestimmten immunsupprimierten Patienten (z. B. bei Neutropenie, AIDS oder nach Organtransplantationen) kann die Bioverfügbarkeit nach oraler Gabe von Itraconazol Aristo herabgesetzt sein.

Patienten mit unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektionen

Aufgrund ihrer pharmakokinetischen Eigenschaften (siehe Abschnitt 5.2) wird davon abgeraten, Itraconazol Aristo zur Einleitung der Behandlung von Patienten mit einer unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektion einzusetzen.

AIDS-Patienten

Bei AIDS-Patienten, die aufgrund einer systemischen Pilzinfektion wie Sporotrichose, Blastomy-kose, Histoplasmose oder Kryptokokkose (mit oder ohne Meningitis) behandelt wurden und die rezidivgefährdet sind, sollte der behandelnde Arzt prüfen, ob eine Erhaltungstherapie notwendig ist.

Neuropathie

Bei Auftreten einer Neuropathie, die auf die Behandlung mit Itraconazol Aristo zurückgeführt werden kann, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Kreuzresistenz

Wenn bei Systemmykosen ein Verdacht auf Fluconazol-resistente Stämme von Candida Spezies besteht, kann nicht davon ausgegangen werden, dass diese gegen Itraconazol empfindlich sind. Daher muss vor Beginn einer Itraconazol-Therapie ein Sensitivitätstest durchgeführt werden.

Wechselwirkungspotenzial

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Arzneimittel mit Itraconazol kann zu Änderungen der Wirksamkeit oder Sicherheit von Itraconazol und/oder dem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel führen. Zum Beispiel kann die gemeinsame Anwendung von Itraconazol mit

CYP3A4-induzierenden Wirkstoffen zu subtherapeutischen Plasmakonzentrationen von Itraconazol und damit zu Therapieversagen führen. Darüber hinaus kann die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol mit einigen Substraten von CYP3A4 zum Anstieg der Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel sowie zu schwerwiegenden und/oder potenziell lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führen, wie z. B. zu QT-Verlängerung und ventrikulären Tachyarrhythmien einschließlich des Auftretens von Torsade de pointes, einer potenziell tödlichen Arrhythmie. Weitere Informationen hinsichtlich schwerwiegender oder lebensbedrohlicher Nebenwirkungen, die bei erhöhter Plasmakonzentration des gleichzeitig angewendeten Arzneimittels auftreten können, sollten der Fachinformation des entsprechenden Arzneimittels entnommen werden. Für Hinweise, die die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln betreffen, die in Kombination mit Itraconazol kontraindiziert, nicht empfohlen oder mit Vorsicht anzuwenden sind, siehe Abschnitte 4.3 und 4.5.

Itraconazol Aristo enthält Saccharose

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Itraconazol Aristo nicht einnehmen.

Wechselwirkungen

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Itraconazol wird hauptsächlich über Cytochrom-P450-3A4 (CYP3A4) metabolisiert.

Andere Substanzen, die entweder den gleichen metabolischen Abbauweg nutzen oder die CYP3A4-Aktivität verändern, können die Pharmakokinetik von Itraconazol beeinflussen. Itraconazol ist ein starker CYP3A4-Inhibitor, ein P-Glykoprotein-Inhibitor und auch ein Breast Cancer Resistance Protein (BCRP)-Inhibitor.

Itraconazol kann die Pharmakokinetik anderer Substanzen beeinflussen, die ebenfalls diesen metabolischen Abbau- oder Protein-Transporter-Weg haben.

In der nachfolgenden Tabelle 1 sind, nach Arzneimittelklassen geordnet, Beispiele von Arzneimitteln aufgeführt, die die Plasmakonzentration von Itraconazol beeinflussen können. Beispiele für Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen von Itraconazol beeinflusst werden können, sind in der nachfolgenden Tabelle 2 aufgeführt. Aufgrund der Anzahl an Wechselwirkungen sind die potenziellen Veränderungen hinsichtlich Sicherheit oder Wirksamkeit der interagierenden Arzneimittel dort nicht enthalten. Weitere Informationen zu dem jeweiligen interagierenden Arzneimittel sind der entsprechenden Fachinformation zu entnehmen.

Die in diesen Tabellen beschriebenen Wechselwirkungen werden unter Berücksichtigung des Ausmaßes des Konzentrationsanstiegs und des Sicherheitsprofils des interagierenden Arzneimittels als „Kontraindiziert“, „Nicht empfohlen“ oder „Mit Vorsicht anzuwenden“ kategorisiert (für weitere Informationen siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Das Wechselwirkungspotenzial der aufgeführten Arzneimittel wurde im Rahmen von pharmakokinetischen Studien am Menschen mit Itraconazol und/oder pharmakokinetischen Studien am Menschen mit anderen starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol) und/oder von In-vitro-Daten beurteilt:

  • Kontraindiziert: Das Arzneimittel darf unter keinen Umständen gleichzeitig mit Itraconazol und bis zu zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Itraconazol gegeben werden.

  • Nicht empfohlen: Die Anwendung des Arzneimittels während und bis zu zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Itraconazol sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt die potenziell erhöhten Nebenwirkungsrisiken. Lässt sich eine gleichzeitige Anwendung nicht vermeiden, wird eine klinische Überwachung auf Anzeichen oder Symptome für verstärkte oder verlängerte Wirkungen oder Nebenwirkungen des gleichzeitig angewendeten Arzneimittels empfohlen. Erforderlichenfalls ist die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu unterbrechen. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, die Plasmakonzentration des gleichzeitig angewendeten Arzneimittels zu bestimmen.

  • Mit Vorsicht anwenden: Bei gleichzeitiger Anwendung mit Itraconazol wird eine sorgfältige Überwachung empfohlen. Bei gleichzeitiger Anwendung wird eine engmaschige Überwachung der Patienten auf Anzeichen oder Symptome für verstärkte oder verlängerte Wirkungen oder Nebenwirkungen des interagierenden Arzneimittels empfohlen.

Erforderlichenfalls ist dessen Dosis zu reduzieren. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, die Plasmakonzentration des gleichzeitig angewendeten Arzneimittels zu bestimmen.

Die in diesen Tabellen aufgeführten Wechselwirkungen wurden in Studien beschrieben, die mit den empfohlenen Dosen von Itraconazol durchgeführt wurden. Allerdings kann das Ausmaß der Wechselwirkung von der angewendeten Itraconazol-Dosis abhängen. Bei einer höheren Dosis oder einem kürzeren Dosierungsintervall kann es zu einer stärkeren Wechselwirkung kommen. Eine Extrapolation der Beobachtungen im Hinblick auf andere Dosierungsszenarien oder andere Arzneimittel sollte mit Bedacht erfolgen.

Sobald die Behandlung beendet wird, sinkt die Plasmakonzentration von Itraconazol in Abhängigkeit von der Dosis und Dauer der Behandlung innerhalb von 7 bis 14 Tagen auf eine fast nicht nachweisbare Konzentration. Bei Patienten mit Leberzirrhose oder Personen, die CYP3A4-Inhibitoren erhalten, kann die Abnahme der Plasmakonzentration noch langsamer verlaufen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Einleitung einer Therapie mit Arzneimitteln, deren Metabolismus von Itraconazol beeinflusst wird, wichtig (siehe Abschnitt 5.2).

Tabelle 1: Beispiele für Arzneimittel, die die Plasmakonzentration von Itraconazol beeinflussen können, geordnet nach Arzneimittelklassen

Orale Einzeldosis (sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse Erwartete/potenzielle Wirkung auf den Itraconazolspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowieAbschnitte 4.3 und 4.4)
Antibiotika zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel
Isoniazid Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Isoniazid dieKonzentration von Itraconazol senkt. Nicht empfohlen
Rifampicin 600 mg oraleinmal täglich Itraconazol AUC ↓ Nicht empfohlen
Rifabutin 300 mg oraleinmal täglich Itraconazol Cmax ↓ 71 %, AUC ↓ 74 % Nicht empfohlen
Ciprofloxacin 500 mg oralzweimal täglich Itraconazol Cmax ↑ 53 %, AUC ↑ 82 % Mit Vorsicht anwenden
Erythromycin 1 g Itraconazol Cmax ↑ 44 %, AUC ↑ 36 % Mit Vorsicht anwenden
Clarithromycin 500 mg oralzweimal täglich Itraconazol Cmax ↑ 90 %, AUC ↑ 92 % Mit Vorsicht anwenden
Antiepileptika
Carbamazepin, Phenobarbital Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentration vonItraconazol senken. Nicht empfohlen
Phenytoin 300 mg oral einmal täglich Itraconazol Cmax ↓ 83 %, AUC ↓ 93 %Hydroxyitraconazol Cmax ↓ 84 %, AUC ↓ 95 % Nicht empfohlen
Antineoplastika
Idelalisib Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Idelalisib dieKonzentration von Itraconazol erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung
Ombitasvir/Paritaprevir/Rit onavir (mit oder ohne Dasabuvir) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentration vonItraconazol erhöhen. Kontraindiziert
Efavirenz 600 mg Itraconazol Cmax ↓ 37 %, AUC ↓ 39 %;Hydroxyitraconazol Cmax ↓ 35 %, AUC ↓ 37 % Nicht empfohlen
Nevirapin 200 mg oraleinmal täglich Itraconazol Cmax ↓ 38 %, AUC ↓ 62 % Nicht empfohlen
Cobicistat, Darunavir (geboostert), Elvitegravir (geboostert mit Ritonavir), Fosamprenavir (geboostert mit Ritonavir), Ritonavir, Saquinavir (geboostert mitRitonavir) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentration von Itraconazol erhöhen. Mit Vorsicht anwenden
Indinavir 800 mg oraldreimal täglich Itraconazol-Konzentration ↑ Mit Vorsicht anwenden
Calciumkanalblocker
Diltiazem Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Diltiazem die Konzentration von Itraconazol erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Arzneimittel bei funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen
Antacida (Aluminium-, Calcium-, Magnesium-oder Natriumhydrogencarbonat), H2-Rezeptorantagonisten (z. B. Cimetidin, Ranitidin), Protonenpumpen-Inhibitoren (z. B.Lansoprazol, Omeprazol, Rabeprazol) Itraconazol Cmax ↓, AUC ↓ Mit Vorsicht anwenden
Respiratorisches System: Sonstige Arzneimittel zur Behandlung des Respirationstrakts
Lumacaftor/Ivacaftor200/250 mg oral zweimal täglich Itraconazol-Konzentration ↓ Nicht empfohlen
Sonstige
Johanniskraut (Hypericum perforatum) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Johanniskraut die Konzentration von Itraconazol senkt. Nicht empfohlen

Tabelle 2: Beispiele für Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol beeinflusst werden können, geordnet nach Arzneimittelklassen

Analgetika; Anästhetika
Ergotalkaloide (z. B. Dihydroergotamin, Ergometrin, Ergotamin,Methylergometrin) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Eletriptan, Fentanyl Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
Alfentanil, Buprenorphin (i. v. und sublingual), Cannabinoide, Methadon,Sufentanil Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Oxycodon 10 mg oral Oxycodon oral: Cmax ↑ 45 %, AUC ↑ 2,4-fach Mit Vorsicht anwenden
Oxycodon 0,1 mg/kg i. v. Oxycodon i. v.: AUC ↑ 51 % Mit Vorsicht anwenden
Antibiotika zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel; Antimykotika zur systemischen Anwendung
Isavuconazol Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Isavuconazol erhöht. Kontraindiziert
Bedaquilin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration von Bedaquilin erhöht. Nicht empfohlen
Rifabutin 300 mg oraleinmal täglich Rifabutin-Konzentration ↑ (Ausmaßunbekannt) Nicht empfohlen
Clarithromycin 500 mg oralzweimal täglich Clarithromycin-Konzentration ↑ Mit Vorsicht anwenden
Delamanid Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Delamanid erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Antiepileptika
Carbamazepin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Carbamazepin erhöht. Nicht empfohlen
Antiphlogistika und Antirheumatika
Meloxicam 15 mg Meloxicam Cmax ↓ 64 %, AUC ↓ 37 % Mit Vorsicht anwenden
Anthelminthika; Antiprotozoika
Halofantrin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Halofantrin erhöht. Kontraindiziert
Artemether/Lumefantrin, Praziquantel Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Chinin 300 mg Chinin Cmax ↔, AUC ↑ 96 % Mit Vorsicht anwenden
Antihistaminika zur systemischen Anwendung
Astemizol, Mizolastin, Terfenadin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Ebastin 20 mg Ebastin Cmax ↑ 2,5-fach, AUC ↑ 6,2-fach Carebastin Cmax ↔, AUC ↑ 3,1-fach Nicht empfohlen
Bilastin, Rupatadin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Antineoplastika
Irinotecan Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Irinotecan und dessenaktiven Metaboliten erhöht. Kontraindiziert
Venetoclax Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Venetoclax erhöht. Kontraindiziert bei Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie bei Behandlungsbeginn und während der Dosistitrationsphase von Venetoclax. Ansonsten nicht empfohlen, es sei denn, der Nutzen überwiegt die Risiken. Siehe VenetoclaxFachinformation.
Axitinib, Bosutinib, Cabazitaxel, Cabozantinib, Ceritinib, Crizotinib, Dabrafenib, Dasatinib, Docetaxel, Everolimus, Glasdegib, Ibrutinib, Lapatinib, Nilotinib, Pazopanib, Regorafenib, Sunitinib, Temsirolimus, Trabectedin, Trastuzumab Emtansin, Vincaalkaloide(z. B. Vinflunin, Vinorelbin) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel mit Ausnahme von Cabazitaxel und Regorafenib erhöht. Bei der Exposition von Cabazitaxel wurde kein statistisch signifikanter Unterschied gefunden, dafür zeigten die Ergebnisse eine hohe Variabilität. Bei Regorafenib ist davon auszugehen, dass die AUC abnimmt (anhand der Schätzung für die aktive funktionelle Gruppe). Nicht empfohlen
Cobimetinib 10 mg Cobimetinib Cmax ↑ 3,2-fach, AUC ↑ 6,7-fach Nicht empfohlen
Entrectinib Entrectinib Cmax ↑ 73 %, AUC ↑ 6,0-fach Nicht empfohlen
Olaparib 100 mg Olaparib Cmax ↑ 40 %, AUC ↑ 2,7-fach Nicht empfohlen
Talazoparib Talazoparib Cmax ↑ 40 %, AUC ↑ 56 % Nicht empfohlen
Alitretinoin (oral), Bortezomib, Brentuximab Vedotin, Erlotinib, Idelalisib, Imatinib, Nintedanib, Panobinostat, Ponatinib, Ruxolitinib,Sonidegib, Tretinoin (oral) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Busulfan 1 mg/kg alle6 Stunden Busulfan Cmax ↑, AUC ↑ Mit Vorsicht anwenden
Gefitinib 250 mg Gefitinib 250 mg Cmax ↑, AUC ↑ 78 % Mit Vorsicht anwenden
Pemigatinib Pemigatinib Cmax ↑ 17 %, AUC ↑ 91 % Mit Vorsicht anwenden
Antithrombotika
Dabigatran, Ticagrelor Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban, Vorapaxar Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
Cilostazol, Cumarine (z. B. Warfarin) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung
Ombitasvir/Paritaprevir/Rit onavir (mit oder ohneDasabuvir) Itraconazol kann die Konzentration von Paritaprevir erhöhen. Kontraindiziert
Elbasvir/Grazoprevir, Tenofoviralafenamidfumar at (TAF),Tenofovirdisoproxilfumarat(TDF) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
Cobicistat, Elvitegravir (geboostert mit Ritonavir), Glecaprevir/Pibrentasvir, Maraviroc, Ritonavir,Saquinavir Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Indinavir 800 mg oraldreimal täglich Indinavir Cmax ↔, AUC ↑ Mit Vorsicht anwenden
Kardiovaskuläres System (Arzneimittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System; Antihypertensiva; Beta-Blocker; Calciumkanalblocker; Herztherapeutika; Diuretika)
Bepridil, Disopyramid, Dofetilid, Dronedaron, Eplerenon, Finerenon, Ivabradin, Lercanidipin, Nisoldipin, Ranolazin, Sildenafil (pulmonaleHypertonie) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Aliskiren 150 mg Aliskiren Cmax ↑ 5,8-fach, AUC ↑ 6,5-fach Kontraindiziert
Chinidin 100 mg Chinidin Cmax ↑ 59 %, AUC ↑ 2,4-fach Kontraindiziert
Felodipin 5 mg Felodipin Cmax ↑ 7,8-fach, AUC ↑ 6,3-fach Nicht empfohlen
Riociguat, Tadalafil (pulmonale Hypertonie) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
Bosentan, Diltiazem, Guanfacin, Sonstige Dihydropyridine (z. B. Amlodipin, Isradipin, Nifedipin, Nimodipin),Verapamil Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Digoxin 0,5 mg Digoxin Cmax ↑ 34 %, AUC ↑ 68 % Mit Vorsicht anwenden
Nadolol 30 mg Nadolol Cmax ↑ 4,7-fach, AUC ↑ 2,2-fach Mit Vorsicht anwenden
Corticosteroide zur systemischen Anwendung; Arzneimittel gegen obstruktive Atemwegserkrankungen
Ciclesonid, Salmeterol Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Salmeterol und des aktiven Metaboliten von Ciclesoniderhöht. Nicht empfohlen
Budesonid 1 mg zur Inhalation als Einzeldosis Budesonid zur Inhalation Cmax ↑ 65 %, AUC ↑ 4,2-fach; Budesonid-Konzentration (andere Formulierungen) ↑ Mit Vorsicht anwenden
Dexamethason 5 mg i. v. Dexamethason 4,5 mg oral Dexamethason i. v.: Cmax ↔, AUC ↑ 3,3-fachDexamethason oral: Cmax ↑ 69 %, AUC ↑ 3,7-fach Mit Vorsicht anwenden
Fluticason 1 mg zurInhalation zweimal täglich Fluticason-Konzentration (zur Inhalation)↑ Mit Vorsicht anwenden
Methylprednisolon 16 mg Methylprednisolon oral Cmax ↑ 92 %, AUC ↑ 3,9-fachMethylprednisolon i. v. AUC ↑ 2,6-fach Mit Vorsicht anwenden
Fluticason nasal Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von nasal angewendetemFluticason erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Antidiabetika
Repaglinid 0,25 mg Repaglinid Cmax ↑ 47 %, AUC ↑ 41 % Mit Vorsicht anwenden
Saxagliptin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration von Saxagliptin erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Arzneimittel bei gastrointestinalen Störungen einschließlich Antidiarrhoika, intestinale Antiphlogistika/Antiinfektiva; Antiemetika und Arzneimittel gegen Übelkeit; Laxanzien;Arzneimittel bei funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen
Cisaprid, Naloxegol Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Domperidon 20 mg Domperidon Cmax ↑ 2,7-fach, AUC ↑ 3,2-fach Kontraindiziert
Aprepitant, Loperamid, Netupitant Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Immunsuppressiva
Sirolimus (Rapamycin) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration von Sirolimus erhöht. Nicht empfohlen
Ciclosporin, Tacrolimus Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Tacrolimus 0,03 mg/kg i. v.als Einzeldosis Tacrolimus-Konzentration (i. v.) ↑ Mit Vorsicht anwenden
Arzneimittel zur Beeinflussung des Lipidstoffwechsels
Lomitapid Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Lomitapid erhöht. Kontraindiziert
Lovastatin 40 mg Lovastatin Cmax ↑ 14,5- bis > 20-fach, AUC ↑ 14,8- bis > 20-fach Lovastatinsäure Cmax ↑ 11,5- bis 13-fach,AUC ↑ 15,4- bis 20-fach Kontraindiziert
Simvastatin 40 mg Simvastatinsäure Cmax ↑ 17-fach, AUC ↑ 19-fach Kontraindiziert
Atorvastatin Atorvastatinsäure: Cmax ↔ bis ↑ 2,5-fach, AUC ↑ 40 % bis 3-fach Nicht empfohlen
Psychoanaleptika; Psycholeptika (z. B. Antipsychotika, Anxiolytika und Hypnotika)
Lurasidon, Pimozid, Quetiapin, Sertindol Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Midazolam 7,5 mg oral Midazolam oral Cmax ↑ 2,5- bis 3,4-fach, AUC ↑ 6,6- bis 10,8-fach Kontraindiziert
Triazolam 0,25 mg Triazolam Cmax ↑, AUC ↑ Kontraindiziert
Alprazolam 0,8 mg Alprazolam Cmax ↔, AUC ↑ 2,8-fach Mit Vorsicht anwenden
Aripiprazol 3 mg Aripiprazol Cmax ↑ 19 %, AUC ↑ 48 % Mit Vorsicht anwenden
Brotizolam 0,5 mg Brotizolam Cmax ↔, AUC ↑ 2,6-fach Mit Vorsicht anwenden
Buspiron 10 mg Buspiron Cmax ↑ 13,4-fach, AUC ↑ 19,2-fach Mit Vorsicht anwenden
Midazolam 7,5 mg i. v. Midazolam 7,5 mg i. v.: Konzentration ↑; Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Midazolam nachoromukosaler Anwendung erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Risperidon 2–8 mg/Tag Risperidon und aktiver MetabolitKonzentration ↑ Mit Vorsicht anwenden
Zopiclon 7,5 mg Zopiclon Cmax ↑ 30 %, AUC ↑ 70 % Mit Vorsicht anwenden
Cariprazin, Galantamin,Haloperidol, Reboxetin, Venlafaxin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Respiratorisches System: Sonstige Arzneimittel zur Behandlung des Respirationstrakts
Lumacaftor/Ivacaftor 200/250 mg oral zweimaltäglich Ivacaftor Cmax ↑ 3,6-fach, AUC ↑ 4,3-fach Lumacaftor Cmax ↔, AUC ↔ Nicht empfohlen
Ivacaftor Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration von Ivacaftor erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems; Sonstige Gynäkologika
Cabergolin, Dienogest, Ulipristal Obwohl nicht direkt untersucht, so ist esdoch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Urologika
Avanafil, Dapoxetin, Darifenacin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
Fesoterodin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration des aktiven Metaboliten 5-Hydroxymethyl-Tolterodin erhöht. Mäßige oder schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz: Kontraindiziert Leichte Nieren- oderLeberinsuffizienz: Eine Anwendung als Begleitmedikament sollte vermieden werden Normale Nieren- und Leberfunktion: Mit Vorsicht anwenden (maximale Fesoterodin-Dosis von 4 mg).
Solifenacin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Solifenacin erhöht. Schwere Niereninsuffizienz: Kontraindiziert Mäßige oder schwereLeberinsuffizienz: Kontraindiziert
Bei allen anderen Patienten mit Vorsicht anwenden (maximale Solifenacin-Dosis von5 mg).
Vardenafil Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Vardenafil erhöht. Kontraindiziert bei Patienten über75 Jahren; ansonsten nicht empfohlen.
Alfuzosin, Silodosin, Tadalafil (erektile Dysfunktion und benigne Prostatahyperplasie),Tamsulosin, Tolterodin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
Dutasterid, Imidafenacin, Sildenafil (erektileDysfunktion) Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration dieser Arzneimittel erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Oxybutynin 5 mg Oxybutynin Cmax ↑ 2-fach, AUC ↑ 2-fach; N-Desethyloxybutynin Cmax ↔, AUC ↔ Nach transdermaler Anwendung:Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Oxybutynin nachtransdermaler Anwendung erhöht. Mit Vorsicht anwenden
Sonstige Arzneimittel und Substanzen
Colchicin Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Colchicin erhöht. Kontraindiziert bei Patienten mit Nieren-oder Leberinsuffizienz. Für alle anderen Patienten nichtempfohlen.
Eliglustat Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Eliglustat erhöht. Kontraindiziert bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern.Kontraindiziert bei intermediären CYP2D6-Metabolisierern oder extensiven CYP2D6-Metabolisierern, die einen starken oder mäßigen CYP2D6-Inhibitor anwenden.Mit Vorsicht anzuwenden bei intermediären und extensiven CYP2D6-Metabolisierern.Bei extensiven CYP2D6-Metabolisierern mit leichter Leberinsuffizienz sollte eine Dosis von84 mg/Tag Eliglustaterwogen werden.
Cinacalcet Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol dieKonzentration von Cinacalcet erhöht. Mit Vorsicht anwenden

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Itraconazol Aristo darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer in lebensbedrohlichen Fällen, in denen der mögliche Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für den Fetus überwiegt (siehe Abschnitt 4.3).

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität von Itraconazol gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Bisher liegen nur sehr begrenzte Informationen zur Anwendung von oralem Itraconazol während der Schwangerschaft vor. In Erfahrungen nach Markteinführung wurde über Fälle von angeborenen Missbildungen berichtet. Dazu gehörten Missbildungen des Skeletts, des Urogenitaltrakts, des kardiovaskulären Systems, des Auges, der Chromosomen sowie multiple Malformationen. Ein Kausalzusammenhang mit oralem Itraconazol wurde bisher nicht festgestellt.

Epidemiologische Daten von exponierten Schwangeren, die Itraconazol im ersten Trimenon der Schwangerschaft eingenommen hatten – überwiegend Patientinnen, die eine kurzzeitige Behandlung wegen vulvovaginaler Candidose erhalten hatten – zeigten im Vergleich zu den Kontrollpersonen, die keinen bekannten Teratogenen ausgesetzt waren, kein erhöhtes Risiko für Malformationen. In einem Ratten-Modell wurde gezeigt, dass Itraconazol die Plazentaschranke passiert.

Frauen im gebärfähigen Alter

Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Itraconazol Aristo behandelt werden, sollte eine Schwangerschaft durch geeignete kontrazeptive Maßnahmen verhindert werden. Eine effektive Kontrazeption sollte bis zur ersten Menstruation nach Behandlungsende fortgesetzt werden.

Stillzeit

Itraconazol wird in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Daher darf Itraconazol Aristo während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Beim Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen muss die Möglichkeit von Nebenwirkungen wie Schwindel, Sehstörungen und Hörverlust (siehe Abschnitt 4.8), die unter bestimmten Bedingungen auftreten können, in Betracht gezogen werden.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die unter der Behandlung mit oralem Itraconazol am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien und/oder anhand von Spontanberichten identifiziert wurden, waren Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen waren schwere allergische Reaktionen, Herzversagen/kongestive Herzinsuffizienz/Lungenödem, Pankreatitis, schwere Hepatotoxizität (einschließlich einiger Fälle von akutem Leberversagen mit letalem Ausgang) und schwere Hautreaktionen. Hinsichtlich Häufigkeiten und anderer beobachteter Nebenwirkungen siehe den Unterabschnitt „Tabellarische Liste der

Nebenwirkungen“. Für zusätzliche Informationen zu anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe Abschnitt 4.4.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen in der folgenden Tabelle stammen aus offenen und doppelblinden klinischen Studien mit Itraconazol Kapseln, in denen 8 499 Patienten gegen Dermato- oder Onychomykosen behandelt wurden, sowie aus Spontanberichten.

Die Tabelle stellt Nebenwirkungen nach Systemorganklassen dar. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach Häufigkeit entsprechend folgender Konvention angegeben:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten

(≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
gelegentlich Sinusitis, Infektion der oberen Atemwege, Rhinitis
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
selten Leukopenie
Erkrankungen des Immunsystems
gelegentlich Hypersensitivität*
selten Serumkrankheit, angioneurotisches Ödem, anaphylaktische Reaktion
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
selten Hypertriglyceridämie
Erkrankungen des Nervensystems
häufig Kopfschmerzen
selten Parästhesie, Hypästhesie, Dysgeusie
Augenerkrankungen
selten Sehstörungen (einschließlich Verschwommensehen und Diplopie)
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
selten vorübergehender oder dauerhafter Hörverlust*, Tinnitus
Herzerkrankungen
selten kongestive Herzinsuffizienz*
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
selten Dyspnoe
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
häufig Bauchschmerzen, Übelkeit
gelegentlich Diarrhö, Erbrechen, Obstipation, Dyspepsie, Blähungen
selten Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen
gelegentlich anomale Leberfunktion
selten schwere Hepatotoxizität (einschließlich einiger Fälle von akutem Leberversagen mit letalem Ausgang)*, Hyperbilirubinämie
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
gelegentlich Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus
selten toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, leukozytoklastische Vaskulitis, Alopezie,Photosensitivität
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
selten Pollakisurie
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
gelegentlich Menstruationsstörungen
selten erektile Dysfunktion
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
selten Ödem
Untersuchungen
selten erhöhte Kreatinin-Phosphokinase

* siehe Abschnitt 4.4

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Die folgende Liste enthält weitere mit Itraconazol assoziierte Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit einem Itraconazol Liquid und einer Itraconazol Infusionslösung berichtet wurden, mit Ausnahme der Nebenwirkung „Entzündung an der Injektionsstelle“, die für die intravenöse Art der Anwendung spezifisch ist.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Granulozytopenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems: Anaphylaktoide Reaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Hyperglykämie, Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie

Psychiatrische Erkrankungen: Verwirrtheitszustand

Erkrankungen des Nervensystems: Periphere Neuropathie (siehe Abschnitt 4.4), Schwindel, Somnolenz, Tremor

Herzerkrankungen: Herzversagen, linksventrikuläre Insuffizienz, Tachykardie

Gefäßerkrankungen: Hypertonie, Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums: Lungenödem, Dysphonie, Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Gastrointestinale Störung

Leber- und Gallenerkrankungen: Leberversagen (siehe Abschnitt 4.4), Hepatitis, Gelbsucht Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes: Erythematöser Hautausschlag, Hyperhidrose

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Myalgie, Arthralgie Erkrankungen der Nieren und Harnwege: eingeschränkte Nierenfunktion, Harninkontinenz Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Generalisiertes Ödem, Gesichtsödem, Schmerzen im Brustkorb, Fieber, Schmerzen, Fatigue, Schüttelfrost Untersuchungen: Erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhte Aspartat-Aminotransferase, erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhte Lactatdehydrogenase im Blut, erhöhte Blutharnstoffwerte, erhöhte Gamma-Glutamyltransferase, erhöhte Leberenzymwerte, auffällige Harnanalyse

Kinder und Jugendliche

Itraconazol Kapseln

Die Sicherheit von Itraconazol Kapseln wurde anhand von 165 pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren, die an 14 klinischen Studien (4 doppelblinde, placebokontrollierte Studien, 9 offene Studien und 1 Studie mit einer offenen Phase gefolgt von einer doppelblinden Phase)

teilnahmen, ausgewertet. Diese Patienten erhielten mindestens eine Dosis Itraconazol Kapseln zur Behandlung von Pilzinfektionen und lieferten die Sicherheitsdaten.

Basierend auf den gepoolten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei pädiatrischen Patienten Kopfschmerzen (3,0 %), Erbrechen (3,0 %), Abdominalschmerz (2,4 %), Diarrhö (2,4 %), anomale Leberfunktion (1,2 %), Hypotonie (1,2 %), Übelkeit (1,2 %) und Urtikaria (1,2 %). Die Ausprägung der Nebenwirkungen ist bei pädiatrischen Patienten ähnlich wie sie bei Erwachsenen beobachtet werden, die Inzidenz ist bei pädiatrischen Patienten jedoch höher.

Itraconazol Liquid

Die Unbedenklichkeit von oralem Itraconazol wurde mit Itraconazol Liquid, Lösung zum Einnehmen, anhand von 250 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 Monaten bis 14 Jahren, die an fünf offenen klinischen Studien teilnahmen, ausgewertet. Diese Patienten erhielten mindestens eine Dosis Itraconazol Liquid 10 mg/ml zur Prophylaxe von Pilzinfektionen oder zur Behandlung oraler Candidosen oder systemischer Pilzinfektionen und lieferten die Sicherheitsdaten.

Basierend auf den gepoolten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien, waren die sehr häufig berichteten Nebenwirkungen Erbrechen (36,0 %), Fieber (30,8 %), Diarrhö (28,4 %), Schleimhautentzündung (23,2 %), Hautausschlag (22,8 %), Bauchschmerzen (17,2 %), Übelkeit (15,6 %), Hypertonus (14,0 %) und Husten (11,2 %). Die Ausprägung der Nebenwirkungen ist bei pädiatrischen Patienten ähnlich wie sie bei Erwachsenen beobachtet werden, die Inzidenz ist bei pädiatrischen Patienten jedoch höher.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome

Im Allgemeinen stimmen die Symptome einer Überdosierung mit den Nebenwirkungen überein (siehe Abschnitt 4.8).

Behandlung

Im Falle einer Überdosierung sollten unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden. Itraconazol ist nicht dialysierbar. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Es wird geraten, die Giftzentrale für die aktuellen Empfehlungen zum Management einer Überdosierung zu kontaktieren.

Pharmakologische Eigenschaften - Itraconazol 100 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Systemische Antimykotika, Triazole und Tetrazol-Derivate, ATC-Code: J02AC02

Wirkmechanismus

Itraconazol hemmt die 14α-Demethylase der Pilze, wodurch es zu einer Abnahme von Ergosterin und einer Unterbrechung der Membransynthese bei den Pilzen kommt.

PK/PD-Beziehung

Die PK/PD-Beziehung von Itraconazol und der Triazole im Allgemeinen ist wenig verstanden und wird durch das begrenzte Verständnis der antimykotischen Pharmakokinetik noch verkompliziert.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz der Pilze gegen Azole scheint sich langsam zu entwickeln und ist häufig das Ergebnis mehrerer genetischer Mutationen. Folgende Mechanismen sind bisher beschrieben worden:

  • Überexpression von ERG11, dem Gen, das für die 14-alpha-Demethylase (das Zielenzym) kodiert

  • Punktmutationen in ERG11, die zu einer verminderten Affinität der 14-alpha-Demethylase zu Itraconazol führen

  • Arzneimittel-Transporter-Überexpression, die zu einem erhöhten Efflux von Itraconazol aus den Pilzzellen führt (d. h. Entfernung von Itraconazol von seinem Zielort)

  • Kreuzresistenzen. Innerhalb der Candida-Arten wurden zwischen verschiedenen Mitgliedern der Arzneimittelklasse der Azole Kreuzresistenzen beobachtet, wobei eine Resistenz gegen ein Mitglied der Klasse nicht unbedingt eine Resistenz gegen andere Azole nach sich zieht.

Grenzwerte

Grenzwerte für Itraconazol wurden vom EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) mit Grenzwerten für antimykotische Substanzen, Version 10.0, gültig ab 04-Feb-2020, etabliert.

Candida- und Aspergillus-Arten Minimale Hemmkonzentration (MHK) Grenzwert (mg/l)
≤ S (empfindlich) > R (resistent)
Candida albicans 0,06 0,06
Candida dubliniensis 0,06 0,06
Candida parapsilosis 0,125 0,125
Candida tropicalis 0,125 0,125
Aspergillus flavus 1,2 1 1
Aspergillus fumigatus 1,2 1 1
Aspergillus nidulans 1,2 1 1
Aspergillus terreus 1,2 1 1

Es gibt zurzeit keine ausreichenden Belege, um klinische Grenzwerte für Candida glabrata 3,

C. krusei3, C. guilliermondi3, Cryptococcus neoformans und nicht-artbezogene Grenzwerte für

Candida festzulegen.

Es gibt zurzeit keine ausreichenden Belege, um klinische Grenzwerte für Aspergillus niger4,5und nicht-artbezogene Grenzwerte für Aspergillus spp.5festzulegen.

1 Es wird empfohlen, die Azol-Talkonzentrationen bei Patienten, die aufgrund einer Pilzinfektion behandelt werden, zu überwachen.

2 Der Bereich der technischen Unsicherheit (Area of technical uncertainty, ATU) liegt bei 2 mg/l. Dieser wird als R mit folgendem Kommentar berichtet: „In einigen klinischen Situationen (nicht-invasive Infektionsformen) kann Itraconazol verwendet werden, sofern eine ausreichende Exposition gewährleistet ist.“.

3 Die epidemiologischen Cut-off-Werte (ECOFFs) für diese Arten sind im Allgemeinen höher als für C. albicans.

4 Die epidemiologischen Cut-off-Werte (ECOFF) für diese Arten sind im Allgemeinen um eine zweifache Verdünnung höher als für A. fumigatus.

5 Die MHK-Werte für Isolate von A. niger und A. versicolor sind im Allgemeinen höher als die für

A. fumigatus. Es ist nicht bekannt, ob dies zu einem schlechteren klinischen Ansprechen führt.

Mit Methoden des CLSI (Clinical and Laboratory Standards Institute, M60 Performance Standards Antifungal Susceptibility Testing of Yeasts, 2. Edition, 2020), wurden bisher keine interpretierbaren Grenzwerte von Itraconazol für Candida-Arten und Schlauchpilze etabliert.

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz kann örtlich und im Verlauf der Zeit für selektierte Spezies variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale Informationen über die Resistenzsituation wünschenswert. Sollte auf Grund der lokalen Prävalenz der Resistenz die Anwendung des Wirkstoffs zumindest bei einigen Infektionen bedenklich erscheinen, sollte eine Beratung durch Experten angestrebt werden.

Die In-vitro-Empfindlichkeit der Pilze gegen Itraconazol hängt von der Inokulationsmenge, der Inkubationstemperatur und der Wachstumsphase der Pilze ab sowie vom eingesetzten Kulturmedium. Aus diesem Grund kann die minimale Hemmstoffkonzentration von Itraconazol weit divergieren. Die Empfindlichkeiten in der Tabelle unten basieren auf einer MHK90 < 1 mg Itraconazol/l. Es besteht keine Korrelation zwischen In-vitro-Empfindlichkeit und klinischer Wirksamkeit.

Üblicherweise empfindliche Spezies
Aspergillus spp. 2
Blastomyces dermatitidis 1
Candida albicans
Candida parapsilosis
Cladosporium spp.
Coccidioides immitis 1
Cryptococcus neoformans
Epidermophyton floccosum
Fonsecaea spp. 1
Geotrichum spp.
Histoplasma spp. (einschließlich H. capsulatum)
Malassezia (früher Pityrosporum) spp.
Microsporum spp.
Paracoccidioides brasiliensis 1
Penicillium marneffei 1
Pseudallescheria boydii
Sporothrix schenckii
Trichophyton spp.
Trichosporon spp.
Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem darstellen könnten
Candida glabrata 3
Candida krusei
Candida tropicalis 3
Von Natur aus resistente Spezies
Absidia spp.
Fusarium spp.
Mucor spp.
Rhizomucor spp.
Rhizopus spp.
Scedosporium proliferans
Scopulariopsis spp.

1 Diese Organismen können bei Patienten, die von einer Reise außerhalb Europas zurückgekehrt sind, vorgefunden werden.

2 Über Itraconazol-resistente Stämme von Aspergillus fumigatus wurde berichtet.

3 Natürliche intermediäre Empfindlichkeit

Kinder und Jugendliche

Die Verträglichkeit und Sicherheit von Itraconazol wurde mit der Lösung zum Einnehmen zur Prophylaxe von Pilzinfektionen an 103 neutropenischen pädiatrischen Patienten im Alter von 0 bis 14 Jahren (median 5 Jahre) in einer offenen unkontrollierten Phase-III-Studie untersucht. Die meisten Patienten (78 %) waren wegen hämatologischer Malignitäten einer allogenen Knochenmark-Transplantation unterzogen worden. Alle Patienten erhielten 5 mg/kg Itraconazol pro Tag als einfache oder geteilte Dosis in Form der Lösung zum Einnehmen. Aufgrund des Studiendesigns konnte bezüglich der Wirksamkeit keine formale Schlussfolgerung abgeleitet werden. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, bei denen ein definitiver oder möglicher

Zusammenhang mit Itraconazol gesehen wurde, waren Übelkeit, anomale Leberfunktion und Bauchschmerzen.

Pharmakokinetik

Allgemeine pharmakokinetische Merkmale

Die maximalen Itraconazol-Plasmaspiegel werden innerhalb von 2-5 Stunden nach oraler Einnahme erreicht. In Konsequenz einer nicht-linearen Pharmakokinetik akkumuliert Itraconazol im Plasma bei Mehrfachgabe. Im Allgemeinen werden Steady-state-Konzentrationen innerhalb von rund 15 Tagen erreicht, wobei die Cmax-Werte nach 100 mg 1 x/Tag 0,5 μg/ml, nach 200 mg

1 x/Tag 1,1 μg/ml und nach 200 mg 2 x/Tag 2,0 μg/ml erreichen. Die terminale Halbwertszeit von Itraconazol variiert im Allgemeinen zwischen 16 und 28 Stunden nach Einzelgabe und steigert sich auf 34–42 Stunden bei wiederholter Gabe. Wird die Behandlung beendet, sinken die Plasmakonzentrationen von Itraconazol innerhalb von 7 bis 14 Tagen fast bis unter die Nachweisgrenze ab, dies in Abhängigkeit von Dosierung und Dauer der Behandlung. Die mittlere Itraconazol-Plasma-Clearance nach intravenöser Anwendung beträgt 278 ml/min. Aufgrund eines gesättigten hepatischen Metabolismus fällt die Itraconazol-Clearance bei höherer Dosierung.

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Itraconazol schnell resorbiert. Spitzenplasmakonzentrationen des unveränderten Wirkstoffes werden innerhalb von 2 bis 5 Stunden nach Einnahme einer Kapsel erreicht. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Itraconazol beträgt ungefähr 55 %. Eine maximale orale Bioverfügbarkeit wird erreicht, wenn die Kapseln direkt nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Die Resorption von Itraconazol aus Kapseln ist bei Patienten mit erniedrigter Azidität des Magens beeinträchtigt, wie z. B. bei Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion einnehmen (wie z. B. H2-Rezeptorantagonisten, Protonenpumpeninhibitoren) oder bei Patienten mit Achlorhydrie verursacht durch bestimmte Erkrankungen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Die Resorption von Itraconazol kann bei Patienten durch Nüchterneinnahme gesteigert werden, wenn die Kapseln mit einem säurehaltigen Getränk, wie ein nicht-diätetisches Cola-Getränk, eingenommen werden. Als Itraconazol Kapseln als 200 mg Einzelgabe nüchtern mit einer nicht-diätetischen Cola nach Ranitidin-Vorbehandlung (einem H2-Rezeptorantagonisten) eingenommen wurden, war die Itraconazol Resorption vergleichbar mit der Resorption bei der alleinigen Einnahme von Itraconazol Kapseln.

Die Itraconazol Exposition ist bei einer Kapselformulierung niedriger als bei einer oralen Lösung, wenn die gleiche Dosierung des Arzneistoffes gegeben wird.

Verteilung

Der Großteil von Itraconazol wird an Plasmaproteine gebunden (99,8 %) mit Albumin als Hauptbindungsprotein (99,6 % für den Hydroxy-Metaboliten). Es hat zudem eine ausgeprägte Affinität zu Lipiden. Itraconazol liegt nur zu 0,2 % als freie Substanz im Plasma vor. Itraconazol hat ein großes scheinbares Verteilungsvolumen (> 700 l), was eine extensive Gewebeverteilung vermuten lässt. Die gefundenen Konzentrationen in Lunge, Nieren, Leber, Knochen, Magen, Milz und Muskeln waren zwei- bis dreimal höher als die entsprechenden Plasmakonzentrationen und die Aufnahme in keratinöses Gewebe, besonders in die Haut, bis zu viermal höher. Die Konzentrationen in der Zerebrospinalflüssigkeit sind um einiges niedriger als im Plasma, aber die Wirksamkeit gegenüber Infektionen in der Zerebrospinalflüssigkeit konnte gezeigt werden.

Biotransformation

Itraconazol wird extensiv in der Leber metabolisiert, wobei eine Vielzahl von Metaboliten entsteht. In-vitro-Studien haben gezeigt, dass CYP3A4 das wesentliche Enzym bei der Metabolisierung von Itraconazol ist. Der Haupt-Metabolit ist Hydroxy-Itraconazol, welcher In-vitro eine vergleichbare

antimykotische Aktivität wie Itraconazol besitzt. Die Talplasmakonzentrationen des Metaboliten sind ungefähr zweimal höher als die von Itraconazol.

Elimination

Itraconazol wird hauptsächlich als inaktive Metaboliten über den Urin (35 %) und mit den Fäzes (54 %) innerhalb einer Woche nach Gabe einer Dosis der oralen itraconazolhaltigen Lösung ausgeschieden. Die renale Ausscheidung von Itraconazol und dem aktiven Metaboliten Hydroxy-Itraconazol beträgt weniger als 1 % einer intravenösen Dosis. Bezogen auf eine orale, radioaktiv markierte Dosis variiert die fäkale Ausscheidung der unveränderten Substanz zwischen 3 und 18 % der Dosis. Da die Rückverteilung von Itraconazol aus keratinösem Gewebe vernachlässigbar zu sein scheint, geht die Elimination von Itraconazol aus diesen Geweben mit der epidermalen Regeneration einher. Im Gegensatz zum Plasma bleibt die Konzentration in der Haut für 2 bis

4 Wochen nach Beendigung einer 4-wöchigen Behandlung und im Keratin des Nagels, in dem Itraconazol frühestens 1 Woche nach Behandlungsbeginn nachgewiesen werden kann, für mindestens 6 Monate nach Ende einer 3-montigen Behandlungszeit bestehen.

Patientengruppen

Eingeschränkte Leberfunktion

Itraconazol wird überwiegend in der Leber metabolisiert. Eine pharmakokinetische Studie wurde an 6 gesunden Probanden und 12 zirrhotischen Patienten durchgeführt, in der eine 100 mg-Einzeldosis Itraconazol in Form einer Kapsel gegeben wurde. Bei den zirrhotischen Patienten wurde im Vergleich zu den gesunden Probanden eine statistisch signifikante Reduktion der mittleren Cmax (47 %) und ein zweifacher Anstieg der Eliminationshalbwertszeit (37 ± 17 versus 16 ± 5 Stunden) von Itraconazol beobachtet. Die Gesamtexposition von Itraconazol, gemessen an der AUC, war jedoch bei zirrhotischen Patienten und gesunden Probanden gleich. Daten zur Langzeitanwendung von Itraconazol bei zirrhotischen Patienten liegen nicht vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen nur begrenzt Daten vor. Eine pharmakokinetische Studie, in der eine 200 mg-Einzeldosis Itraconazol (4 Kapseln zu 50 mg) gegeben wurde, wurde bei drei Patientengruppen mit eingeschränkter Nierenfunktion (Urämie: n = 7; Hämodialyse: n = 7 und kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse: n = 5) durchgeführt. Bei den urämischen Patienten mit einer mittleren Kreatinin-Clearance von 13 ml/min x 1,73 m² war die Exposition, gemessen an der AUC, im Vergleich zu Patienten mit normalen Parametern geringfügig reduziert. Diese Studie zeigte keinen signifikanten Effekt der Hämodialyse oder der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse auf die Pharmakokinetik von Itraconazol (Tmax, Cmax und AUC0-8 h). Die Plasmakonzentrations-Zeit-Kurven zeigten in allen drei Gruppen eine große interindividuelle Variabilität.

Nach einer intravenösen Einzeldosis waren die durchschnittlichen terminalen Halbwertszeiten von Itraconazol bei Patienten mit leichter (in dieser Studie definiert als CrCl 50–79 ml/min), mäßiger (in dieser Studie definiert als CrCl 20–49 ml/min) und schwerer eingeschränkter Nierenfunktion (in dieser Studie definiert als CrCl < 20 ml/min) vergleichbar mit jenen von gesunden Probanden (mittlerer Bereich von 42–49 Stunden versus 48 Stunden bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion bzw. gesunden Probanden). Die Gesamtexposition von Itraconazol, gemessen an der AUC war bei Patienten mit mäßiger und schwerer eingeschränkter Nierenfunktion um ungefähr 30 % bzw. 40 % vermindert verglichen mit Patienten mit normaler Nierenfunktion.

Es sind keine Daten bezüglich einer Langzeitanwendung von Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion verfügbar. Eine Dialyse hat keine Auswirkung auf die Halbwertszeit oder die Clearance von Itraconazol oder Hydroxy-Itraconazol (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung von Itraconazol bei Kindern und Jugendlichen liegen nur begrenzt Daten vor. Klinische pharmakokinetische Studien mit Kindern und Jugendlichen zwischen 5 Monaten und 17 Jahren wurden mit Itraconazol Kapseln, oraler Lösung und intravenöser Formulierung durchgeführt. Die individuelle Dosierung der Kapsel und der oralen Lösung variiert zwischen 1,5 und 12,5 mg/kg KG/Tag, einmal oder zweimal täglich angewendet. Die intravenöse Formulierung wurde entweder als 2,5 mg/kg KG Einzelinfusion oder als 2,5 mg/kg KG-Infusion, einmal oder zweimal täglich angewendet. Bei gleicher täglicher Dosis waren bei zweimal täglicher Dosierung verglichen mit einmal täglicher Dosierung die Spitzen- und Talkonzentrationen mit denen der Erwachsenen bei einmal täglicher Dosierung vergleichbar. Es wurde keine signifikante Altersabhängigkeit für die Itraconazol AUC sowie die gesamte Körperclearance beobachtet, wohingegen schwache Assoziation zwischen Alter und Itraconazol Verteilungsvolumen, Cmax und terminale Eliminationsrate bemerkt wurden. Die apparente Itraconazol Clearance und das Verteilungsvolumen scheinen vom Körpergewicht abhängig zu sein.

Pharmazeutische Angaben - Itraconazol 100 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt:

Zucker-Stärke-Pellets (bestehend aus: Saccharose, Maisstärke, gereinigtes Wasser) Poloxamer 188

Hypromellose 6 cP

Kapsel (beidseitig):

Gelatine Indigocarmin (E132) Chinolingelb (E104) Titandioxid (E171) gereinigtes Wasser

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

  • Besondere Vorsichtsmaßnamen für die Aufbewahrung

    Nicht über 25 ºC lagern.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    Aluminium/Aluminiumblister

    Packungen mit 4, 14, 15, 28 oder 30 Hartkapseln. Klinikpackungen mit 100 Hartkapseln.

    Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

    Weblinks

    Packungen und Preis

    Itraconazol Aristo 100mg 4 Hartkaps. N1
    Preis
    19,06 €
    Zuzahlung
    5,00 €

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    DAK-Gesundheit | HEK - Hanseatische Krankenkass (100171007, 100571001, ...) | KKH | Techniker Krankenkasse | hkk | hkk (102400510)
    Itraconazol Aristo 100mg 14 Hartkaps. N2
    Preis
    33,37 €
    Zuzahlung
    5,00 €

    Versicherungsliste

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    Itraconazol Aristo 100mg 30 Hartkaps. N3
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    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
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