HEPLISAV B 20 Mikrogramm Injektionslösung in einer Fertigspritze
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - HEPLISAV 20 Mikrogramm
HEPLISAV B wird angewendet bei Erwachsenen ab einem Alter von 18 Jahren zur aktiven Immunisierung gegen eine Hepatitis-B-Virusinfektion (HBV), die durch alle bekannten Subtypen des Hepatitis-B-Virus verursacht wird.
Die Anwendung von HEPLISAV B sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen erfolgen. Man geht davon aus, dass eine Impfung mit HEPLISAV B auch gegen Hepatitis D schützt, da
Hepatitis D (verursacht durch den Delta-Erreger) ohne eine Hepatitis-B-Infektion nicht auftritt.
Dosierung
Grundimmunisierung
Erwachsene
Zwei Dosen zu jeweils 0,5 ml: eine Anfangsdosis gefolgt von einer zweiten Dosis 1 Monat später.
Auffrischimpfung
Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung ist nicht erwiesen. Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder mit chronischem Nierenversagen kann eine Auffrischimpfung erforderlich sein (siehe „Nierenfunktionsstörung“). Eine 0,5-ml-Auffrischdosis sollte verabreicht werden, wenn die Antikörperspiegel unter die empfohlenen Werte fallen.
Besondere Personengruppen
Ältere Personen
Bei Erwachsenen ab einem Alter von 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.1).
Nierenfunktionsstörung
Erwachsene mit schwerer Niereninsuffizienz (eGFR < 30 ml/min) einschließlich Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen: vier Dosen zu je 0,5 ml: eine erste Dosis, gefolgt von einer zweiten Dosis 1 Monat später, einer dritten Dosis 2 Monate nach der ersten Dosis und einer vierten Dosis
4 Monate nach der ersten Dosis.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von HEPLISAV B bei Kindern und Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
HEPLISAV B ist intramuskulär (i.m.) in den Delta-Muskel zu injizieren. Eine Injektion in die Glutealregion (Gesäß) ist zu vermeiden.
Der Impfstoff darf nicht intravenös, subkutan oder intradermal verabreicht werden. Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Schwere allergische Reaktion, wie z. B. Anaphylaxie, nach einer vorherigen Dosis eines beliebigen Hepatitis-B-Impfstoffs.
Überempfindlichkeit gegen Hefe.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung für den Fall anaphylaktischer Reaktionen infolge der Verabreichung des Impfstoffs einsatzbereit zur Verfügung stehen.
Begleiterkrankungen
Wie bei anderen Impfstoffen ist die Verabreichung von HEPLISAV B bei Patienten, die an einer akuten schweren fiebrigen Erkrankung leiden, zu verschieben. Das Vorliegen einer leichten Infektion stellt hingegen keine Kontraindikation für die Immunisierung dar.
Synkopen
Synkope (Ohnmacht) kann nach oder sogar vor jeder Impfung als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion auftreten. Dies kann während der Erholungsphase mit mehreren neurologischen Anzeichen einhergehen, wie z. B. vorübergehende Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonische Bewegungen der Gliedmaßen. Es ist wichtig, dass Maßnahmen zur Vorbeugung von Verletzungen ergriffen werden.
Grenzen der Wirksamkeit des Impfstoffs
Wie bei allen Impfstoffen wird möglicherweise nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort erzielt.
Aufgrund der langen Inkubationszeit von Hepatitis B ist es möglich, dass zum Zeitpunkt der Immunisierung eine nicht erkannte HBV-Infektion vorliegt. In diesen Fällen wird durch HEPLISAV B einer HBV-Infektion möglicherweise nicht vorgebeugt.
HEPLISAV B beugt keinen Infektionen vor, die durch andere Erreger verursacht werden, die bekanntermaßen die Leber infizieren, wie z. B. Hepatitis-A-, Hepatitis-C- und Hepatitis-E-Viren.
Es liegen nur in sehr begrenztem Umfang Daten zur Immunantwort auf HEPLISAV B bei Personen vor, die als Reaktion auf andere Hepatitis-B-Impfstoffe keine schützende Immunantwort aufgebaut haben.
Immundefizienz
Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem kann es zu einer verminderten Immunantwort auf HEPLISAV B kommen. Es liegen nur in sehr begrenztem Umfang Daten zur immungeschwächten Population vor. Es muss sichergestellt werden, dass eine schützende Antikörperkonzentration gemäß der Definition in den nationalen Empfehlungen und Richtlinien aufrechterhalten wird (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit chronischen Lebererkrankungen oder HIV-Infektionen oder Hepatitis-C-Träger sollten von der Impfung gegen Hepatitis B nicht ausgeschlossen werden. Der Impfstoff könnte empfohlen werden, da eine HBV-Infektion bei diesen Patienten schwer ausfallen kann: Die Impfung mit HEPLISAV B sollte daher in jedem Einzelfall individuell vom Arzt in Erwägung gezogen werden.
Nierenfunktionsstörung
Da bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD), die als Prä-Hämodialyse-Patienten gelten oder eine Hämodialyse erhalten, ein besonders hohes Risiko für eine Exposition gegenüber HBV und ein höheres Risiko für eine chronische Infektion besteht, muss sichergestellt werden, dass eine schützende Antikörperkonzentration gemäß der Definition in den nationalen Empfehlungen und Richtlinien aufrechterhalten wird (siehe Abschnitt 4.2).
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 0,05 mg Polysorbat 80 pro Dosis entsprechend 0,1 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
Da keine Daten zur gleichzeitigen Verabreichung von HEPLISAV B mit anderen Impfstoffen vorliegen, wird die gleichzeitige Anwendung von HEPLISAV B mit anderen Impfstoffen nicht empfohlen.
Die gleichzeitige Verabreichung von HEPLISAV B mit Hepatitis-B-Immunglobulin (HBIG) wurde nicht untersucht. Jedoch sollten in Fällen, in denen HEPLISAV B zusammen mit einer Standarddosis HBIG verabreicht wird, diese an unterschiedlichen Injektionsstellen verabreicht werden.
Schwangerschaft
Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von HEPLISAV B bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität schließen (siehe Abschnitt 5.3).
Eine Impfung während der Schwangerschaft sollte nur dann durchgeführt werden, wenn das individuelle Nutzen-Risiko-Verhältnis gegenüber den möglichen Risiken für den Fötus überwiegt.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob HEPLISAV B in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für das gestillte neugeborene Kind bzw. den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden.
Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Impfung mit HEPLISAV B verzichtet werden soll. Dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Impfung für die Frau zu berücksichtigen.
Fertilität
Es liegen keine Daten über die Auswirkungen von HEPISLAV B auf die Fertilität des Menschen vor.
Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität schließen (siehe Abschnitt 5.3).
HEPLISAV B kann einen mäßigen Einfluss die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Einige der unter Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“ aufgeführten Nebenwirkungen (z. B. Unwohlsein, Schwindelgefühl) können die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils:
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind nach der Injektion auftretende Reaktionen, und zwar Schmerzen an der Injektionsstelle (41,7 %), Ermüdung (21,4 %), Kopfschmerzen (20,1 %), Unwohlsein (13,8 %) und Muskelschmerzen (12,5 %).
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind nachfolgend aufgeführt und jeweils mit Angabe ihrer Häufigkeit nach Systemorganklassen gemäß MedDRA eingeteilt:
Sehr häufig: (≥ 1/10)
Häufig: (≥ 1/100, < 1/10) Gelegentlich: (≥ 1/1 000, < 1/100) Selten: (≥ 1/10 000, < 1/1 000) Sehr selten: (< 1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Das in klinischen Studien ermittelte Sicherheitsprofil gründet auf Daten zu 3 klinischen Pivotstudien an gesunden erwachsenen Probanden (N=9 365) und 1 klinischen Pivotstudie mit erwachsenen Studienteilnehmern mit einer Nierenerkrankung im Endstadium, die mit Hämodialyse behandelt wurden (N=119) und auf Sicherheit, einschließlich lokaler und systemischer Reaktionen nach der Injektion überwacht wurden; dazu wurden über einen 7-tägigen Zeitraum ab dem Tag der Impfung Tagebuchkarten verwendet. Das Reaktogenitätsprofil von HEPLISAV B bei
119 Hämodialysepatienten war im Allgemeinen mit dem von Gesunden vergleichbar.
Die Tabelle umfasst Nebenwirkungen, die zumindest als möglicherweise mit der Impfung in Zusammenhang stehend angesehen und bei mit HEPLISAV B geimpften Personen in den oben aufgeführten klinischen Pivotstudien (N=9 484) sowie im Rahmen der Überwachung im Anschluss an das Inverkehrbringen beobachtet wurden.
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen des Immunsystems | Gelegentlich | Überempfindlichkeit4 |
| Sehr selten | Anaphylaxie2 | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Sehr häufig | Kopfschmerzen1 |
| Selten | Schwindelgefühl, Parästhesie | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Gelegentlich | Gastrointestinale Symptome3 |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen | Sehr häufig | Myalgie1 |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Sehr häufig | Unwohlsein1, Ermüdung1, Schmerzen an der Injektionsstelle1 |
| Häufig | Schwellung an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Fieber1 | |
| Gelegentlich | Jucken an der Injektionsstelle2 |
1 Mithilfe von Tagebuchkarten erfasste lokale und systemische Nebenwirkungen.
2 Nach der Zulassung gemeldete Nebenwirkungen.
3 Beinhaltet die einzelnen bevorzugten Begriffe Nausea, Erbrechen, Diarrhö und Abdominalschmerzen.
4 Beinhaltet die einzelnen bevorzugten Begriffe Urtikaria, Pruritus und Ausschlag. Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie
ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - HEPLISAV 20 Mikrogramm
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, virale Impfstoffe, Hepatitis-Impfstoff, ATC-Code: J07BC01
Wirkmechanismus
HEPLISAV B besteht aus rekombinantem Hepatitis-B-Oberflächenantigen und dem Adjuvans CpG 1018, einer 22-meren immunstimulatorischen PS-ODN-Sequenz.
HEPLISAV B induziert die Bildung spezifischer Antikörper gegen HBsAg (Anti-HBs-Antikörper).
Die biologischen Wirkungen von CpG 1018 finden lokal an der Injektionsstelle und an den drainierenden Lymphknoten statt. Der Adjuvans-Bestandteil CpG 1018 von HEPLISAV B hat die folgenden Wirkungen: (1) aktiviert die plasmazytoiden denditrischen Zellen (pDC) über den Mustererkennungsrezeptor Toll-like-Rezeptor 9; (2) wandelt pDC in hocheffiziente antigenpräsentierende Zellen um, die das verarbeitete HBsAg an CD4-positive T-Zellen präsentieren; und (3) fördert die Differenzierung von Th1 T-Zellen durch die Produktion von IFN-alpha und IL-12. Diese Aktivierung führt zu einer starken und anhaltenden Antikörperantwort, wahrscheinlich aufgrund der raschen Bildung großer Anzahlen von Anti-HBs-Antikörper-sezernierenden Plasmazellen und HBsAg-spezifischen B- und T-Gedächtniszellen.
Immunantworten auf HEPLISAV B
Aufgrund der Anwendung des hinreichend etablierten Immunkorrelats des Schutzes mit der Immunantwort (eine Anti-HBs-Antikörper-Konzentration von ≥ 10 mI.E./ml korreliert mit einem Schutz vor einer HBV-Infektion) wurden keine Wirksamkeitsstudien durchgeführt. Die Immunogenität von HEPLISAV B wurde in 3 randomisierten, aktiv kontrollierten, gegenüber dem Beobachteter verblindeten, multizentrischen klinischen Phase-III-Studien (HBV-10 mit Randomisierungsverhältnis 3:1, HBV-16 mit Randomisierungsverhältnis 4:1 und HBV-23 mit Randomisierungsverhältnis 2:1) unter Beteiligung von 9 365 Erwachsenen im Alter von 18 bis
70 Jahren, die HEPLISAV B erhielten, und 3 867 Erwachsenen, die den Hepatitis-B-Vergleichsimpfstoff (HepB-alum 20 mcg HBsAg) erhielten, untersucht. HEPLISAV B wurde mit einem 2-Dosis-Impfplan mit Dosisgabe in Monat 0 und Monat 1 verabreicht, während HepB-alum mit einem 3-Dosis-Impfplan mit Dosisgabe in Monat 0, 1 und 6 verabreicht wurde.
Die Merkmale der Patienten zu Studienbeginn waren hinsichtlich Alter, Geschlecht, Abstammung, Ethnizität und Body-Mass-Index (BMI) zwischen den Behandlungsarmen ausgeglichen. In der gepoolten Analyse, die alle 3 Studien umfasst, betrug das mittlere Alter im HEPLISAV-B- bzw. im HepB-alum-Arm 49,3 bzw. 49,4 Jahre, und der Anteil der weiblichen Teilnehmerinnen, die HEPLISAV B bzw. HepB-alum erhielten, betrug 50,8 % bzw. 51,5 %.
In den Studien wurden die Seroprotektionsraten (SPR: prozentualer Anteil aller geimpften Personen, deren Anti-HBs-Antikörper-Konzentrationen nach der Impfung bei ≥ 10 mI.E./ml lagen) nach der zweiten Dosis HEPLISAV B im Vergleich zu nach der dritten Dosis HepB-alum untersucht. Die SPR und der geometrische Mittelwert der Spitzenkonzentration (GMC) nach einem 2-Dosen-Impfplan mit HEPLISAV B waren in allen 3 Studien statistisch signifikant höher als nach einem 3-Dosen-Impfplan mit HepB-alum (die Untergrenze des 95-%-Konfidenzintervalls für die Differenz hinsichtlich der SPR
zwischen HEPLISAV B und HepB-alum war größer als 0 %; die Untergrenze des 95-%-Konfidenzintervalls für das Verhältnis der GMC zwischen HEPLISAV B und HepB-alum war größer als 1) (Tabelle 1, Tabelle 2).
Tabelle 1 Vergleich der Seroprotektionsraten zwischen HEPLISAV B und HepB-alum in den Wochen mit den Spitzenkonzentrationen in den gepoolten Studien HBV-23, HBV-16 und HBV-10 (mITT-Population)
| HEPLISAV B | HepB-alum | Differenz | ||||
| N | n | SPR (%) (95-%-KI) | N | n | SPR (%) (95-%-KI) | (HEPLISAV B - HepB-alum) (95-%-KI) |
| 8 701 | 8 327 | 95,7(95,3–96,1) | 3 643 | 2 898 | 79,5(78,2–80,8) | 16,2(14,8–17,6) |
N = Anzahl auswertbarer Studienteilnehmer; n = Anzahl der Studienteilnehmer mit Seroprotektion; SPR = Seroprotektionsrate; KI = Konfidenzintervall.
Die Seroprotektion ist definiert als Anti-HBs ≥ 10 mI.E./ml.
Der Vergleich der Wochen mit der jeweiligen Spitzenkonzentration fand für HEPLISAV B in Woche 24 und für HepB-alum in Woche 28 statt.
Die Konfidenzintervalle für die Seroprotektionsraten werden mithilfe der Methode der zweiseitigen Clopper-Pearson-Intervalle berechnet.
Das Konfidenzintervall für die Differenz zwischen den Behandlungsgruppen wird mithilfe der Methode nach Miettinen und Nurminen ohne Stratifizierung berechnet.
Tabelle 2 Vergleich der Anti-HBs-Antikörper-Konzentrationen im geometrischen Mittel in den Wochen mit der Spitzenkonzentration zwischen HEPLISAV B und HepB-alum in den gepoolten Studien HBV-23, HBV-16 und HBV-10 (mITT-Population)
| HEPLISAV B | HepB-alum | GMC-Verhältnis | ||
| N | GMC (95-%-KI) | N | GMC (95-%-KI) | (HEPLISAV B / HepB-alum) (95-%-KI) |
| 8 701 | 329,1(317,1–341,5) | 3 642 | 262,3(236,4–291,1) | 1,3(1,1–1,4) |
Die Woche mit der Spitzenkonzentration für HEPLISAV B ist Woche 24. Die Woche mit der Spitzenkonzentration für HepB-alum ist Woche 28.
Die SPR-Ergebnisse wurden bei jedem Studientermin in zwei der Pivot-Studien, HBV-10 (Woche 4 bis 28) und HBV-16 (Woche 4 bis 52), erfasst. HEPLISAV B induzierte bei allen Terminen in beiden Studien signifikant höhere SPR als HepB-alum (Abbildung 1).
Woche
HBV-16 HepB-alum HBV-10 HepB-alum HepB-alum-Injektionen
HBV-16 HEPLISAV B HBV-10 HEPLISAV B
HEPLISAV B-Injektionen
Seroprotektionsrate (%) mit 95-%-Konfidenzintervallen
Abbildung 1 Seroprotektionsraten an Studien-Terminen aus den Studien HBV-16 und HBV-10 (Per-Protokoll-Population)
In allen drei Studien waren bei älteren Erwachsenen, Männern, Personen mit Adipositas, Rauchern und Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus die durch HEPLISAV B induzierten SPR statistisch signifikant höher als die durch HepB-alum induzierten SPR (Tabelle 3).
Tabelle 3 Vergleich der Seroprotektionsraten zwischen HEPLISAV B und HepB-alum in den Wochen mit den Spitzenkonzentrationen nach Kategorie in den gepoolten Studien HBV-23, HBV-16 und HBV-10 (mITT-Population)
| Kategorie | HEPLISAV B | HepB-alum | Differenz | ||||
| N | n | SPR (%) (95-%-KI) | N | n | SPR (%) (95-%-KI) | (HEPLISAV B - HepB-alum) (95-%-KI) | |
| Alle Studienteilnehmer | 8 701 | 8 327 | 95,7(95,3–96,1) | 3 643 | 2 898 | 79,5(78,2–80,8) | 16,2(14,8–17,6) |
| Altersgruppe (Jahre) | |||||||
| 18–29 | 527 | 526 | 99,8(98,9–100,0) | 211 | 196 | 92,9(88,5–96,0) | 6,9(4,1–11,2) |
| 30–39 | 1 239 | 1 227 | 99,0(98,3–99,5) | 545 | 483 | 88,6(85,7–91,2) | 10,4(7,9–13,4) |
| 40–49 | 2 377 | 2 310 | 97,2(96,4–97,8) | 963 | 771 | 80,1(77,4–82,5) | 17,1(14,6–19,8) |
| 50–59 | 2 712 | 2 578 | 95,1(94,2–95,8) | 1 120 | 872 | 77,9(75,3–80,3) | 17,2(14,7–19,8) |
| ≥ 60 | 1 846 | 1 686 | 91,3(90,0–92,6) | 804 | 576 | 71,6(68,4–74,7) | 19,7(16,4–23,1) |
| Geschlecht | |||||||
| Männlich | 4 274 | 4 055 | 94,9(94,2–95,5) | 1 765 | 1 361 | 77,1(75,1–79,1) | 17,8(15,7–19,9) |
| Weiblich | 4 427 | 4 272 | 96,5(95,9–97,0) | 1 878 | 1 537 | 81,8(80,0–83,6) | 14,7(12,9–16,5) |
| BMI-Stratum | |||||||
| < 30 kg/m2 | 4 904 | 4 728 | 96,4(95,9–96,9) | 2 069 | 1 756 | 84,9(83,3–86,4) | 11,5(10,0–13,2) |
| Kategorie | HEPLISAV B | HepB-alum | Differenz | ||||
| N | n | SPR (%) (95-%-KI) | N | n | SPR (%) (95-%-KI) | (HEPLISAV B - HepB-alum) (95-%-KI) | |
| ≥ 30 kg/m2 | 3 789 | 3 591 | 94,8(94,0–95,5) | 1 570 | 1 140 | 72,6(70,3–74,8) | 22,2(19,9–24,5) |
| Raucherstatus | |||||||
| Raucher | 2 634 | 2 538 | 96,4(95,6–97,0) | 1 130 | 852 | 75,4(72,8–77,9) | 21,0(18,4–23,6) |
| Nichtraucher | 6 067 | 5 789 | 95,4(94,9–95,9) | 2 513 | 2 046 | 81,4(79,8–82,9) | 14,0(12,4–15,7) |
| Typ-2-Diabetes-mellitus-Status und Altersgruppe (Jahre) | |||||||
| Mit T2D20–39 | 38 | 37 | 97,4(86,2–99,9) | 16 | 12 | 75,0(47,6–92,7) | 22,4(5,1–47,5) |
| 40–49 | 163 | 151 | 92,6(87,5–96,1) | 67 | 49 | 73,1(60,9–83,2) | 19,5(9,2–31,7) |
| 50–59 | 334 | 303 | 90,7(87,1–93,6) | 160 | 108 | 67,5(59,7–74,7) | 23,2(15,6–31,4) |
| ≥ 60 | 377 | 320 | 84,9(80,9–88,3) | 165 | 97 | 58,8(50,9–66,4) | 26,1(17,9–34,5) |
BMI = Body-Mass-Index; KI = Konfidenzintervall; N = Anzahl auswertbarer Studienteilnehmer; n = Anzahl der Studienteilnehmer mit Seroprotektion; SPR = Seroprotektionsrate; T2D = Typ-2-Diabetes mellitus.
Die Seroprotektion ist definiert als Anti-HBs-Antikörper = 10 mI.E./ml.
Der Vergleich der Wochen mit der jeweiligen Spitzenkonzentration fand für HEPLISAV B in Woche 24 und für HepB-alum in Woche 28 statt.
Die Konfidenzintervalle für die Seroprotektionsraten werden mithilfe der Methode der zweiseitigen Clopper-Pearson-Intervalle berechnet.
Das Konfidenzintervall für die Differenz zwischen den Behandlungsgruppen wird mithilfe der Methode nach Miettinen und Nurminen ohne Stratifizierung berechnet.
Hämodialyse
In einer unverblindeten, einarmigen, multizentrischen Phase-I-Studie mit 119 Erwachsenen mit Nierenerkrankung im Endstadium, die sich einer Hämodialyse unterzogen, erhielten die Patienten ein 4-Dosen-Schema von HEPLISAV B nach 0, 1, 2 und 4 Monaten. Das Durchschnittsalter betrug
59,9 Jahre, 60,5 % der Patienten waren männlich und 39,5 % weiblich.
In der primären Analyse wurde die SPR 5 Monate nach der ersten HEPLISAV-B-Dosis bewertet. Bei 75 Teilnehmern, die alle 4 HEPLISAV-B-Dosen erhalten hatten, betrug die SPR 89,3 % (95-%-Konfidenzintervall [KI]: 80,1 %; 95,3 %). In sekundären Analysen wiesen 81,3 % (95-%-KI: 70,7 %; 89,4 %) der Patienten eine Anti-HBs-Konzentration von ≥ 100 mIU/ml auf. Der geometrische Mittelwert der Anti-HBs-Konzentration betrug 1 061,8 mIU/ml (95-%-KI: 547,2, 2 060,2).
In einer randomisierten, offenen, multizentrischen Phase-III-Studie mit 116 erwachsenen Patienten mit hämodialysepflichtiger CKD, die auf vorherige Hepatitis-B-Impfungen nicht angesprochen hatten, erhielten die Teilnehmer ein Auffrischimpfungs-Schema mit 1 Dosis HEPLISAV B oder HepB-AS04C oder aber eine doppelte Auffrischimpfungs-Dosis HepB-alum.
Die SPR in Woche 4 war in der HEPLISAV B-Gruppe (42,1 %, n = 16/38) höher als in der HepB-alum-Gruppe (18,9 %, n = 7/37) und in der HepB-AS04C-Gruppe (29,3 %, n = 12/41). In Woche 12 betrug die SPR 24,3 % (n = 9/37) in der HEPLISAV B-Gruppe, 13,9 % (n = 5/36) in der HepB-alum-Gruppe und 26,8 % (n = 11/41) in der HepB-AS04C-Gruppe.
Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für HEPLISAV B eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei der Prävention von
Hepatitis-B-Virusinfektionen gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Pharmazeutische Angaben - HEPLISAV 20 Mikrogramm
Natriumchlorid
Di-Natriumphosphat-Dodecahydrat Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat Polysorbat 80 (E 433)
Wasser für Injektionszwecke
Für die Adjuvantien siehe Abschnitt 2.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
0,5 ml Lösung in einer Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit Spritzenverschluss (Isopren-Brombutyl-Synthetikkautschuk) und Kolbenstopfen (Chlorbutylkautschuk). Der Spritzenverschluss und der Stopfen der Fertigspritze enthalten keinen Naturlatex.
Packungsgrößen von 1 und 5 Fertigspritzen ohne Nadel.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
HEPLISAV B ist eine klare bis leicht schillernde, farblose bis leicht gelbe Flüssigkeit und sollte im Wesentlichen frei von sichtbaren Partikeln sein. Nicht anwenden, wenn das Erscheinungsbild hiervon abweicht.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.