Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Präparate

Ximaract 50 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Wechselwirkungen-Liste
16
1
6
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Ximaract 50 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Pulver zur Herst. e. Inj.-Lsg.

Hersteller

Dr. Gerhard Mann, Chem.-pharm. Fabrik GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.9.2021
Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4,9 Sterne, über 20k Bewertungen

Fachinfo - Ximaract 50 mg

Anwendungsgebiete

Antibiotische Prophylaxe der postoperativen Endophthalmitis nach Kataraktoperation (siehe Abschnitt 5.1).

Die offiziellen Richtlinien zur angemessenen Verwendung antibakterieller Substanzen sollen berücksichtigt werden, einschließlich der Richtlinien zur antibiotischen Prophylaxe bei Augenoperationen.

Dosierung

Zur intrakameralen Anwendung. Durchstechflasche zur einmaligen Anwendung. Dosierung

Erwachsene:

Die empfohlene Dosis beträgt 0,1 ml der zubereiteten Lösung (siehe Abschnitt 6.6). Das entspricht 1 mg Cefuroxim.

NICHT MEHR ALS DIE EMPFOHLENE DOSIS INJIZIEREN (siehe Abschnitt 4.9).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und die optimale Dosierung von Ximaract sind für Kinder und Jugendliche nicht nachgewiesen.

Ältere Patienten:

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen:

Vor dem Hintergrund der niedrigen Dosis und der zu erwartenden vernachlässigbaren systemischen Exposition durch Cefuroxim ist eine Dosisanpassung bei der Anwendung von Ximaract nicht notwendig.

Verabreichungsmethode

Ximaract muss nach der Zubereitung durch intraokulare Injektion in die Vorderkammer des Auges (intrakamerale Verabreichung) durch einen Augenchirurgen unter den für die Kataraktchirurgie empfohlenen aseptischen Bedingungen verabreicht werden. Nur Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9%) für Injektionen darf für die Zubereitung von Ximaract verwendet werden (siehe Abschnitt 6.6).

Nach der Rekonstitution muss Ximaract visuell auf Partikel und Verfärbungen geprüft werden, bevor es angewendet wird.

Am Ende der Kataraktoperation werden 0,1 ml der zubereiteten Lösung langsam in die Vorderkammer des Auges injiziert.

Jede Durchstechflasche darf nur für die Behandlung eines einzelnen Auges verwendet werden.

Die Durchstechflasche enthält mehr als die empfohlene Dosis von 1 mg (entspricht 0,1 ml). Das entnehmbare Volumen der zubereiteten Lösung (5 ml) darf nicht vollständig verwendet werden.

Die Injektion des Gesamtvolumens führt zu einer Überdosierung.

Nach der Injektion sind verbleibende Reste der zubereiteten Lösung zu entsorgen. Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen Cephalosporin-Antibiotika.

Warnhinweise

Ximaract ist nur zur intrakameralen Anwendung bestimmt.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, bei denen es in der Vergangenheit zu einer allergischen Reaktion gegen Penicilline oder andere Beta-Laktam-Antibiotika gekommen ist, da Kreuzreaktionen auftreten können.

Bei Patienten mit einem Risiko für Infektionen mit resistenten Stämmen, z. B. Patienten mit bekannter früherer Infektion oder Kolonisierung mit MRSA (Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus), sind alternative Antibiotika zur Prophylaxe in Erwägung zu

ziehen.

Aufgrund mangelnder Daten zu spezifischen Patientengruppen (Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko, mit komplizierten Katarakten, mit Kataraktoperation im Rahmen kombinierter Eingriffe, Patienten mit schwerer Schilddrüsenerkrankung, Patienten mit einer Dichte des Hornhautendothels von weniger als 2.000 Zellen) sollte Ximaract nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Analyse angewendet werden.

Die Anwendung von Cefuroxim sollte nicht als Einzelmaßnahme angesehen werden. Für die Prophylaxe sind auch andere Maßnahmen, wie z. B. eine antiseptische Behandlung von Bedeutung.

Ein toxischer Effekt auf das Hornhautendothel wurde unter der empfohlenen Dosierung

von Cefuroxim nicht beobachtet. Dennoch kann dieses Risiko nicht ausgeschlossen werden und Ärzte sollten diese Möglichkeit im Rahmen der postoperativen Überwachung bedenken.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
0
16
1
6
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

Da die systemische Exposition erwartungsgemäß vernachlässigbar ist, sind systemische Wechselwirkungen unwahrscheinlich.

In der Literatur wurden keine Inkompatibilitäten mit den meisten gängigen Arzneimitteln, die in der Kataraktchirurgie eingesetzt werden, beschrieben.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen nur wenige Daten über die Anwendung von Cefuroxim bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zeigen keine schädlichen Auswirkungen auf die embryonale und fetale Entwicklung. Cefuroxim erreicht den Embryo/Fötus über die Plazenta. Es sind keine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu erwarten, da die systemische

Exposition gegenüber Cefuroxim bei Anwendung von Ximaract vernachlässigbar ist. Ximaract kann während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit

Es wird erwartet, dass Cefuroxim in sehr geringen Mengen in die Muttermilch

ausgeschieden wird. Unerwünschte Wirkungen bei therapeutischen Dosen sind nach Anwendung von Ximaract nicht zu erwarten. Cefuroxim kann während der Stillzeit angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Auswirkungen von Cefuroxim-Natrium auf die Fertilität beim Menschen vor. Reproduktionsstudien an Tieren haben keine Auswirkungen auf die Fertilität gezeigt.

Fahrtüchtigkeit

Nicht zutreffend.

Nebenwirkungen

Mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkung werden in der Literatur keine spezifischen unerwünschten Wirkungen nach intraokularer Injektion von

Cefuroxim beschrieben:

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten (< 1/10.000): anaphylaktische Reaktion.

Augenerkrankungen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Makulaödem

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Bei den Fällen von Überdosierung, von denen in der Literatur berichtet wird, handelt es sich um Fälle, die infolge fehlerhafter Herstellung der Lösung und nicht zugelassener Verwendung von zur systemischen Anwendung bestimmtem Cefuroxim auftraten.

Eine unbeabsichtigt hohe Dosis (das 3-Fache der empfohlenen Dosierung) wurde infolge einer unsachgemäßen Zubereitung der Lösung auf Basis eines selbsterstellten Cefuroxim Verdünnungs-Protokolls bei 6 Patienten in die Augenkammer injiziert. Diese Injektion

führte bei keinem der Patienten zu erkennbaren unerwünschten Wirkungen, auch nicht an okulären Geweben.

Es liegen Toxizitätsdaten von 6 Patienten vor, denen nach einem Verdünnungs-Fehler beim Herstellen der Lösung das 40- bis 50-Fache der empfohlenen Cefuroxim-Dosis intrakameral während einer Kataraktoperation injiziert wurde. Die mittlere Sehschärfe betrug anfänglich 20/200. Es lag eine schwere Entzündung des vorderen Augensegments vor und die optische Kohärenztomographie der Retina zeigte ein ausgedehntes

Makulaödem. Sechs Wochen nach der Operation lag die mittlere Sehschärfe bei 20/25 und die optische Kohärenztomographie (OCT) zeigte wieder ein normales

Erscheinungsbild der Makula. Bei allen Patienten wurde jedoch eine Verschlechterung der Ergebnisse bei der skotopischen Elektroretinographie um 30 % beobachtet.

Die Gabe von unsachgemäß verdünntem Cefuroxim (10-100 mg pro Auge) an 16

Patienten führte zu toxischen Effekten am Auge, unter anderem zu einem Hornhautödem, das sich nach Wochen zurückbildete, zu vorübergehend erhöhtem Augeninnendruck, zu Verlust an Zellen des Hornhautendothels und zu Veränderungen bei der Elektroretinographie. Einige dieser Patienten erlitten einen dauerhaften und schweren Sehverlust.

Pharmakologische Eigenschaften - Ximaract 50 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Sinnesorgane - Ophthalmika - Antiinfektiva – Antibiotika

ATC-Code: S01AA27

Wirkmechanismus

Cefuroxim hemmt die bakterielle Zellwandsynthese nach Bindung an Penicillin-bindende Proteine (PBP). Dies führt zu einer Störung der Zellwandsynthese

(Peptidoglycansynthese) und so zu einem Auflösen und Absterben der Bakterienzellen.

Die antibakterielle Aktivität von Cefuroxim umfasst ein breites Wirkungsspektrum gegen grampositive Bakterien und eine begrenzte Aktivität gegen gramnegative Organismen.

Pharmakokinetisches und -dynamisches Verhältnis (PK/PD)

Der für Cephalosporine wichtigste pharmakokinetisch/pharmakodynamische Index, der mit der Wirksamkeit in vivo korreliert, ist der Anteil des Dosierungsintervalls (%T), um den die ungebundene Konzentration oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) von Cefuroxim für die einzelnen Zielspezies bleibt (d. h. %T > MHK).

Nach Injektion von 1 mg Cefuroxim in die Augenkammer lagen die Wirkstoffspiegel im Kammerwasser 4-5 Stunden nach dem Eingriff für verschiedene relevante Spezies über der MHK.

Resistenzmechanismus

Die Resistenz von Bakterien gegen Cefuroxim kann auf einem oder mehreren der folgenden Mechanismen beruhen:

  • Hydrolyse durch Betalaktamasen. Cefuroxim wird durch bestimmte Betalaktamasen mit erweitertem Wirkungsspektrum (ESBLs) und durch chromosomal kodierte

    Enzyme (AmpC), die in bestimmten aeroben gramnegativen Bakterienspezies induziert oder anhaltend supprimiert werden können, effizient hydrolysiert;

  • Verminderte Affinität Penicillin-bindender Proteine zu Cefuroxim;

  • Impermeabilität der äußeren Membran, die den Zugang von Cefuroxim zu Penicillin-bindenden Proteinen in gramnegativen Bakterien einschränkt;

  • bakterielle Effluxpumpen.

Methicillin-resistente Staphylokokken (MRS) sind resistent gegen alle zurzeit zur Verfügung stehenden β-Laktam-Antibiotika, einschließlich Cefuroxim.

Penicillin-resistenter Streptococcus pneumoniae weist durch eine Veränderung der Penicillin-bindenden Proteine eine Kreuzresistenz gegen Cephalosporine, wie z. B. Cefuroxim auf.

Betalaktamase-negative, Ampicillin-resistente (BLNAR) Stämme von H. influenzae sollten trotz einer in vitro beobachteten Empfindlichkeit als resistent gegen Cefuroxim angesehen werden.

Grenzwerte

Die nachfolgenden Mikroorganismen wurden wegen Ihres Bezugs zur Indikation aufgelistet (siehe Abschnitt 4.1).

Ximaract ist nur zur Anwendung in der Augenkammer und nicht zur Behandlung systemischer Infektionen bestimmt (siehe Abschnitt 5.2). Klinische Grenzwerte sind für diese Art der Anwendung nicht relevant. Die epidemiologischen Cut-Off-Werte (Grenzwerte, ECOFF) zur Abgrenzung der Wildtyppopulation von Isolaten mit erworbenen Resistenzmerkmalen sind:

ECOFF (mg/l)
Staphylococcus aureus ≤ 4
Streptococcus pneumoniae ≤ 0,125
E. coli ≤ 8
Proteus mirabilis ≤ 4
H. influenzae ≤ 2

Die Empfindlichkeit von Staphylokokken gegenüber Cefuroxim erschließt sich aus der Empfindlichkeit gegenüber Methicillin.

Die Empfindlichkeit von Streptokokken der Gruppe A, B, C und G lässt sich von ihrer Empfindlichkeit gegenüber Benzylpenicillin ableiten.

Die intrakamerale Anwendung von Cefuroxim kann die Prävalenz resistenter Stämme erhöhen, insbesondere von Enterococci spp.. Cefuroxim deckt nicht Methicillin-resistente Staphylococcus aureus oder Methicillin-resistente Staphylococcus epidermidis ab. Zwei Studien aus dem Jahr 2019 zeigten, dass, obwohl die intrakamerale Verwendung von

Cefuroxim ein wichtiger Schutzfaktor gegen eine postoperative Endophthalmitis war, in den letzten Jahren eine Verschiebung der Erreger von Cefuroxim-empfindlichen zu

Cefuroxim-resistenten Mikroorganismen stattgefunden hat.

Daten aus klinischen Studien

Eine wissenschaftliche, prospektive, randomisierte und teilweise verblindete multizentrische Studie über Kataraktoperationen wurde mit 16.603 Patienten

durchgeführt. Bei 29 Patienten (davon 24 aus den nicht mit Cefuroxim behandelten

Gruppen und 5 aus den Gruppen mit intrakameraler Anwendung von Cefuroxim) trat eine Endophthalmitis auf. 20 dieser Patienten (17 ohne Behandlung mit Cefuroxim und 3 mit intrakameraler Cefuroxim-Behandlung) wurden eingestuft, eine nachgewiesene infektiöse Endophthalmitis zu haben. Von diesen 20 Endophtalmitiden waren: 10 Patienten aus der Behandlungsgruppe „Placebo-Augentropfen ohne Cefuroxim“, 7 Patienten in der Gruppe

„Levofloxacin-Augentropfen ohne Cefuroxim“, 2 Patienten aus der Gruppe „Placebo-Augentropfen und intrakameral gegebenes Cefuroxim“ und 1 Patient der Gruppe

„Levofloxacin-Augentropfen und intrakameral gegebenes Cefuroxim“. Die

prophylaktische intrakamerale Gabe von Cefuroxim in einer Dosierung von 1 mg in 0,1 ml einer 0,9%igen NaCl-Lösung (9 mg/ml) führte zu einer Reduktion des Risikos für eine postoperative Endophthalmitis um insgesamt das 4,92-Fache.

Zwei prospektive Studien aus den Jahren 2005 und 2007 und 5 retrospektive Studien stützten die zulassungsrelevante ESCRS-Studie und bestätigten die Wirksamkeit von intrakameral angewendetem Cefuroxim bei postoperativer Endophthalmitis.

Eine 2013 veröffentlichte retrospektive Studie, die 16 Patienten mit Kataraktoperationen aus den Jahren 2004 bis 2012 einschloss, zeigte eine vierfache Reduktion der Rate an postoperativer Endophthalmitis bei intrakameralem Cefuroxim-Einsatz. In einer weiteren Studie aus dem Jahr 2020 wurden die Inzidenz, die Ätiologie und der Ausgang einer Endophthalmitis in einem 20-jährigen Zeitraum zwischen 1999 und 2018 untersucht. In dieser Studie wurde festgestellt, dass die intrakamerale Verwendung von Cefuroxim zu einer mehr als sechsfachen Abnahme der postoperativen Endophthalmitis führte. Eine

2016 veröffentlichte Langzeit-Kohortenstudie aus Frankreich berichtete über 6.371.242 Kataraktoperationen bei 3.983.525 Patienten, die sich zwischen 2005 und 2014 einer Phakoemulsifikations-Kataraktoperation unterzogen. In diesem 10-Jahres-Zeitraum sank die Inzidenz der akuten postoperativen Endophthalmitis durch die intrakamerale Injektion von Cefuroxim von 0,145 % auf 0,053 %.

Die intraoperative Spülung mit Cefuroxim zur Prophylaxe einer akut auftretenden Endophthalmitis nach einer Phakoemulsifikationsoperation wurde in einer retrospektiven, vergleichenden, interventionellen Kohortenstudie untersucht, die Patienten einschloss, die sich zwischen 2012 und 2019 einer Phakoemulsifikation unterzogen. Aus dieser Studie,

die 2020 veröffentlicht wurde, wurden keine unerwünschten Ereignisse im

Zusammenhang mit der Spülung mit Cefuroxim gefunden. Es wurde festgestellt, dass die intraoperative Spülung mit Cefuroxim die Rate der postoperativen Endophthalmitis nach Phakoemulsifikation um das 7-Fache reduziert.

Eine systematische Übersichtsarbeit von Cochrane aus dem Jahr 2017 fand mit moderater Sicherheit Hinweise darauf, dass die Verwendung von antibiotischen Augentropfen

zusätzlich zur antibiotischen Injektion wahrscheinlich das Risiko einer Endophthalmitis im Vergleich zur Verwendung von Injektionen oder Augentropfen allein senkt und empfiehlt Anwendern, sich auf die aktuelle Evidenz zu verlassen, um fundierte

Entscheidungen bezüglich der Prophylaxeauswahl zu treffen. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2018 weist jedoch darauf hin, dass intrakamerale Antibiotika allein genauso wirksam sein können wie intrakamerale plus topische Antibiotika.

Pharmakokinetik

Die systemische Exposition nach intrakameraler Injektion wurde nicht untersucht, jedoch ist von einer zu vernachlässigenden Exposition auszugehen.

Nach intrakameraler Injektion der empfohlenen Einmaldosis von 0,1 ml einer 10 mg/ml-Lösung von Cefuroxim bei Kataraktpatienten lag der mittlere Cefuroxim-Spiegel in der

Augenkammer 30 Sekunden nach der Anwendung bei 2614 ± 209 mg/l (10 Patienten)

bzw. 60 Minuten danach bei 1027 ± 43 mg/l (9 Patienten).

Pharmazeutische Angaben - Ximaract 50 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Keine.

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

Nach Rekonstitution: Die Lösung ist nach Rekonstitution sofort zu verwenden.

Aus mikrobiologischer Sicht ist die Lösung nach Rekonstitution sofort zu verwenden, es sei denn, die zur Öffnung/Rekonstitution/Verdünnung verwendete Methodik schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Sollte die Verwendung des gebrauchsfertigen Produktes nicht umgehend erfolgen, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach der Rekonstitution, siehe Abschnitt 6.3.

Art und Inhalt des Behältnisses

und spezielles Zubehör für den Gebrauch, die Anwendung oder die Implantation

Farblose, transparente Durchstechflasche (Typ-III-Glas oder Typ-I-Glas) verschlossen mit einem Brombutyl-Stopfen und Aluminium / Kunststoff Flip-off Verschluss.

Karton mit 1 Durchstechflasche, 10 Durchstechflaschen, 25 Durchstechflaschen oder 1 Durchstechflasche zusammen mit 1 Sterilfilter-Nadel, 10 Durchstechflaschen zusammen mit 10 Sterilfilter-Nadeln, 25 Durchstechflaschen zusammen mit 25 Sterilfilter-Nadeln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Um das Produkt für eine intrakamerale Injektion vorzubereiten wird eine sterile Nadel (18G x 1½”, 1,2 mm x 40 mm) mit einem 5-Micron-Filter

(Acrylcopolymermembran) verwendet.

Für detaillierte Informationen über das Lösungsmittel und die benötigten Medizinprodukte, siehe Abschnitt 6.6.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Ximaract ist von einem Augenchirurgen unter den für Kataraktoperationen empfohlenen aseptischen Bedingungen intrakameral zu injizieren.

DURCHSTECHFLASCHE NUR ZUR EINMALIGEN ANWENDUNG.

Eine Durchstechflasche darf nur für die Behandlung eines Auges angewendet werden.

Das Abreißetikett der Durchstechflasche sollte entsprechend in die Patientenakte eingeklebt werden.

Die zubereitete Lösung ist visuell zu prüfen und darf nur verwendet werden, wenn sie klar, farblos bis gelblich und frei von sichtbaren Partikeln ist. Das Arzneimittel muss verworfen werden, wenn sichtbare Partikel in der Lösung auftreten.

Um das Produkt für die intrakamerale Verabreichung vorzubereiten, beachten Sie bitte die folgenden Anweisungen:

  1. Prüfen Sie die Unversehrtheit des Flip-Off-Verschlusses, bevor Sie ihn abziehen.

  2. Desinfizieren Sie den außenliegenden Teil des Gummistopfens der Durchstechflasche bevor Sie die sterile Nadel einführen.

  3. Stechen Sie die Nadel vertikal durch den Mittelpunkt des Gummistopfens und halten Sie die Durchstechflasche dabei in einer aufrechten Position. Anschließend 5 ml einer 0,9%igen NaCl-Lösung (9 mg/ml) aseptisch in die Durchstechflasche injizieren.

  4. Schwenken Sie die Lösung vorsichtig bis sie klar, farblos bis gelblich und frei von sichtbaren Partikeln ist.

  5. Setzten Sie auf eine sterile 1 ml Spritze eine sterile Nadel (18G x 1½”, 1,2 mm x 40 mm) mit einem 5-Micron-Filter (Acrylcopolymermembran) auf. Stechen Sie diese Spritze vertikal durch die Mitte des Stopfens der Durchstechflasche und halten Sie dabei die Durchstechflasche in einer aufrechten Position.

  6. Mindestens 0,1 ml der Lösung aseptisch entnehmen. Die in der Durchstechflasche verbliebene Restmenge der zubereiteten Lösung (4,9 ml) sind zu verwerfen.

  7. Die 5-Micron-Filternadel von der Spritze abziehen und eine geeignete Vorderkammer-kanüle auf die Spritze aufsetzen.

  8. Luftblasen und überschüssige Injektionslösung sorgfältig durch langsames

Herunterdrücken des Spritzenkolbens aus der Spritze entfernen bis die Kolbenspitze auf Höhe der 0,1 ml-Marke steht. Die Spritze ist jetzt für die Injektion bereit.

Nach Gebrauch sind verbleibende Reste der zubereiteten Lösung zu entsorgen. Keine Lösungsreste für weitere Anwendungen aufbewahren.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Entsorgen Sie benutzte Nadeln in einem dafür vorgesehenen Behälter.

Weblinks

Packungen und Preis

Ximaract 50mg Pulv. z. Herst. e. Inj.-L. 25 DSF
Preis
214,95 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

Ähnliche

Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4.9

Über 36k bewertungen

Installieren

Mehr als nur Arzneimittelinformationen mit Mediately PRO

Lösen Sie Wechselwirkungen, sehen Sie sich Nutzungsbeschränkungen an und finden Sie alle anderen Antworten mit Ihrer KI-Assistentin Elly.

Preveri, kaj ponuja PRO
Wir verwenden Cookies Cookies helfen uns, unsere Website bestmöglich zu nutzen. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen über die Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.