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Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit Glucose 5, zur intravenösen Anwendung bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen, 500ml

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Infusionslsg.

Hersteller

Burg Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.3.2025
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Fachinfo - ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit

Anwendungsgebiete

− hypertone Dehydratation

− isotone Dehydratation

− partielle Deckung des Energiebedarfs

− Trägerlösung für kompatible Elektrolyt-konzentrate und Medikamente

Dosierung

Dosierung

Erwachsene:

Dosierung entsprechend dem Flüssigkeits-und Elektrolytbedarf

Maximale Infusionsgeschwindigkeit:

Die Infusionsgeschwindigkeit ist durch den Glucosegehalt der Lösung limitiert.

Bis zu 5 mL/kg Körpergewicht und Stunde (entsprechend 0,25 g D-Glucose/kg Kör-pergewicht und Stunde).

Maximale Tagesmenge:

Die maximale Tagesdosis ergibt sich aus dem Flüssigkeitsbedarf des Patienten.

Bis zu 40 mL/kg Körpergewicht (entspre-chend 2 g D-Glucose/kg Körpergewicht).

Eine partielle Deckung des Energiebedarfs im Sinne der Substitution des obligaten Glucosebedarfs ist nur in einer Dosierung von 40 mL/kg Körpergewicht und Tag möglich.

Die maximale Tagesdosis für Kalium beträgt 2 mmol Kalium/kg Körpergewicht / Tag.

6. – 10. Lebensjahr: 60 – 80 mL/kg KG

und Tag

10. – 14. Lebensjahr: 50 – 70 mL/kg KG

und Tag

Bei der Therapie der Dehydratation im Säuglings- und Kindesalter sind Infusions-geschwindigkeit und Tagesdosis der Art und Schwere der Störung im Elektrolyt-und Wasserhaushalt entsprechend indivi-duell und unter Kontrolle der relevanten Laborparameter festzulegen.

Die Rate und das Volumen der Infusion hängen vom Alter, dem Gewicht und dem klinischen Zustand (z. B. Verbrennungen, Operation, Kopfverletzung, Infektionen) ab. Die begleitende Therapie sollte ggf. von einem Arzt mit Erfahrung in der Behand-lung pädiatrischer Patienten mit intravenö-sen Flüssigkeiten festgelegt werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Die maximale Tagesdosis für D-Glucose beträgt:

1. – 2. Lebensjahr: bis zu 15 g/kg KG

und Tag

3. – 5. Lebensjahr: bis zu 12 g/kg KG

und Tag

6. – 10. Lebensjahr: bis zu 10 g/kg KG

und Tag

10. – 14. Lebensjahr: bis zu 8 g/kg KG

und Tag

Für Kinder beträgt die maximale Tages-dosis für Kalium 1 – 3 mmol Kalium/kg Kör-pergewicht/Tag, für Natrium 3 – 5 mmol Natrium/kg Körpergewicht/Tag.

Art der Anwendung Intravenöse Anwendung,

Dauertropf entsprechend der Stoffwechsel-lage.

Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 kann in periphere Venen infundiert werden (pH-Wert und theoretische Osmolarität: siehe Abschnitt 3).

Die Flüssigkeitsbilanz, die Serumglucose, das Serumnatrium und andere Elektrolyte müssen eventuell vor und während der Gabe überwacht werden, insbesondere bei Patienten mit erhöhter nicht-osmotischer Freisetzung von Vasopressin (Syndrom der inadäquaten Sekretion des anti-diuretischen Hormons, SIADH) sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit Vasopressin-

− Hypokaliämie

− schwerer Stauungs-Herzinsuffizienz

− schwerer Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie

− schweren generalisierten Ödemen.

Gegenanzeigen

Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5

Calciumchlorid-Dihydrat 0,185 g

Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,15 g

Natriumacetat-Trihydrat 3,4 g

  • – 5. Lebensjahr:

  • und Tag

    80 – 100 mL/kg KG und Tag

    darf nicht angewendet werden bei:

    − Hyperhydratation

    − hypotoner Dehydratation

    Natriumchlorid 2,63 g

    Glucose-Monohydrat 55,0 g

    (=^ mmol/L: Na+ 70, K+ 3, Ca2+ 1,25, Mg2+

    0,75, Cl- 52, Acetat-Ionen 25)

    Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

    Warnhinweise

    Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 ist eine hypertone Lösung. Im Körper kön-nen glucosehaltige Flüssigkeiten jedoch aufgrund der schnellen Verstoffwechslung der Glucose hoch hypoton werden (siehe Abschnitt 4.2).

    Je nach Tonizität der Lösung, Volumen und Infusionsrate sowie dem vorbestehenden klinischen Zustand des Patienten und seiner Fähigkeit, Glucose zu verstoffwechseln, kann eine intravenöse Gabe von glucose-haltigen Flüssigkeiten zu Elektrolytungleich-gewichten führen, vor allem zu hypo- oder hyperosmotischer Hyponatriämie.

    Hyponatriämie:

    Patienten mit nicht-osmotischer Frei-setzung von Vasopressin (z. B. bei akuter Krankheit, Schmerzen, postoperativem Stress, Infektionen, Verbrennungen und Erkrankungen des ZNS), Patienten mit Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen und Patienten mit Exposition gegenüber Vasopressin-Agonisten (siehe Abschnitt 4.5) unterliegen einem besonderen Risiko für akute Hyponatriämie nach der Infusion hypotoner Flüssigkeiten.

    Eine akute Hyponatriämie kann zu einer akuten hyponatriämischen Enzephalo-pathie (Hirnödem) führen, die durch Kopf-schmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Lethargie und Erbrechen gekennzeichnet ist. Patien-ten mit Hirnödem unterliegen einem besonderen Risiko für schwere, irreversible und lebensbedrohliche Hirnschädigungen.

    FI_E77-G5_BP_v02

    Kinder, Frauen im gebärfähigen Alter und Patienten mit reduzierter zerebraler Compliance (z. B. Meningitis, intrakranielle Blutung, Hirnkontusion und Hirnödem) unterliegen einem besonderen Risiko für eine schwere und lebensbedrohliche Schwellung des Gehirns aufgrund einer akuten Hyponatriämie.

    ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit Glucose 5

    Aufgrund des Energiegehaltes bei Applika-tion einer kaliumarmen Lösung ist eine regelmäßige Kontrolle des Kaliumspiegels zu empfehlen.

    Zur Behandlung der hypertonen Dehydra-tation sollen nur Lösungen mit einem Natriumgehalt von mindestens 70 mmol/L verwendet werden. Der Ausgleich der Dehydratation sollte nicht schneller als in 48 Stunden erfolgen.

    Bei Patienten mit leichter bis mäßig ein-geschränkter Herz- oder Atemfunktion dürfen große Volumina der Lösung nur unter spezieller Überwachung infundiert werden.

    Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit:

    − leichter bis mäßiger Herzinsuffizienz, peripherem oder Lungenödem oder extra-zellulärer Hyperhydratation

    − Hyponatriämie

    − Hypochlorämie.

    Aufgrund des Calciumgehaltes ist zu beachten:

    − Es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um eine Extravasation der Lösung während der Infusion zu vermeiden

    − Im Falle einer gleichzeitigen Bluttransfu-sion darf die Lösung nicht durch das-selbe Transfusionsgerät infundiert werden.

    Die Flüssigkeitsbilanz, die Serumglucose, das Serumnatrium und andere Elektrolyte sowie der Blut-pH müssen eventuell vor und während der Gabe überwacht werden (siehe Abschnitt 4.2).

    Aufgrund des Glucosegehaltes ist Vorsicht geboten bei Patienten mit insulinrefraktä-rer Hyperglykämie, die einen Einsatz von mehr als 6 Einheiten Insulin/Stunde erfor-derlich macht.

    Kontrollen der Serumglucose sind notwen-dig, besonders posttraumatisch, postope-rativ oder bei anderen Störungen der Glucosetoleranz.

    Unter eingeschränkten Stoffwechselbe-dingungen, z. B. im Postaggressionsstoff-wechsel, bei hypoxischen Zuständen oder Organinsuffizienz, kann die oxidative Ver-stoffwechselung von D-Glucose einge-schränkt sein, die mit Hyperglykämie und Insulinresistenz einhergeht. Dies erfordert die individuelle Adaptation der Dosierung und ein adäquates Monitoring des Blutzuckerspiegels.

    Aufgrund der Verwendung von Acetat als metabolisierbarem Anion ist insbesondere bei Neugeborenen und Säuglingen Vor-sicht geboten, da bei sehr seltenen Störun-gen des Acetatstoffwechsels das Risiko für die Entwicklung einer Lactatacidose nicht

    ausgeschlossen werden kann. Solche sehr seltenen Störungen des Acetatstoffwech-

    Bei langfristiger parenteraler Therapie ist eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen erforderlich.

    Wechselwirkungen

    Wechselwirkungen-Liste
    Zu Wechselwirkungen hinzufügen

    Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht gleichzeitig in demselben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht werden, da dies zu einer Pseudoagglutination führen kann.

    Arzneimittel, die zu einer erhöhten Vasopressin-Wirkung führen

    Die im Folgenden aufgeführten Arznei-mittel erhöhen die Vasopressin-Wirkung, was zu einer reduzierten elektrolytfreien Wasserausscheidung der Nieren führt und das Risiko einer im Krankenhaus erworbe-nen Hyponatriämie nach nicht ausreichend bilanzierter Behandlung mit i. v. Flüssig-keiten erhöht (siehe Abschnitte 4.2, 4.4

    und 4.8).

    − Arzneimittel, die die Freisetzung von Vasopressin stimulieren, z. B. Chlor-propamid, Clofibrat, Carbamazepin, Vincristin, selektive Serotonin-Wieder-aufnahme-Hemmer, 3,4-Methylendioxy-N Methylamphetamin, Ifosfamid, Anti-psychotika, Narkotika

    − Arzneimittel, die die Vasopressinwirkung verstärken, z. B.: Chlorpropamid, NSAR, Cyclophosphamid

    − Vasopressin-Analoga, z. B. Desmopres-sin, Oxytocin, Vasopressin, Terlipressin Andere Arzneimittel, die das Risiko einer Hyponatriämie erhöhen, sind zudem Diure-tika im Allgemeinen und Antiepileptika, wie

    etwa Oxcarbazepin.

    Schwangerschaft

    Zur Anwendung von Elektrolyt-Infusions-lösung 77 mit Glucose 5 bei Schwangeren und stillenden Müttern liegen keine Daten vor.

    Innerhalb der angegebenen Anwendungs-gebiete ist jedoch nicht mit Risiken zu rechnen, wenn Blutvolumen, Elektrolyt-konzentrationen und das Säure-Basen-Gleichgewicht sorgfältig überwacht werden.

    Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 sollte aufgrund des Risikos einer Hypo-natriämie bei Schwangeren während der Entbindung mit besonderer Vorsicht gege-ben werden, insbesondere bei Gabe in Kombination mit Oxytocin (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 4.8).

    Bei schwangerschaftsinduziertem Blut-hochdruck (Gestose, Präeklampsie) ist Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 mit Vorsicht anzuwenden.

    Fahrtüchtigkeit

    Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 beeinflusst nicht die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

    Nebenwirkungen

    Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

    − sehr häufig (≥ 1/10),

    − häufig (≥ 1/100 bis < 1/10),

    − gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100),

    − selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000),

    − sehr selten (< 1/10.000),

    − nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätz-bar).

    Nebenwirkungen können als Symptome von Überdosierung auftreten, siehe Ab-schnitt 4.9.

    sels können sich unter Umständen unter der Gabe dieses Arzneimittels erstmals manifestieren.

    * Im Krankenhaus erworbene Hyponatriämie kann aufgrund der Entwicklung einer akuten

    FI_E77-G5_BP_v02

    Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
    Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
    Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen im Krankenhaus erworbeneHyponatriämie* nicht bekannt
    Erkrankungen des Nervensystems hyponatriämische Enzephalopathie* nicht bekannt
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Urtikaria im Zusammen-hang mit der intravenösen Gabe von Magnesiumsalzen gelegentlich
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort durch die Art der Anwendung verursachte Fieberreaktionen, Infek-tionen an der Injektionsstelle, lokale Schmerzen oder Reaktionen, Venen-reizung, von der Injektionsstelle aus-gehende venöse Thrombosen oder Entzündungen oder Extravasation selten

    hyponatriämischen Enzephalopathie zu irreversiblen Hirnschädigungen und zum Tod führen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

    ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit Glucose 5

    Unerwünschte Wirkungen können auch durch der Lösung zugesetzte Arzneimittel ausgelöst werden. Deren Wahrscheinlich-keit hängt von der Art des zugesetzten Arzneimittels ab.

    Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

    Die Meldung des Verdachts auf Neben-wirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

    Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arz-neimittel und Medizinprodukte, Abt. Phar-makovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

    Überdosierung

    Überdosierung oder überhöhte Zufuhrge-schwindigkeit können zu Flüssigkeitsüber-ladung mit der Gefahr der Ödembildung führen.

    Bei Überdosierung von D-Glucose können Hyperglykämien auftreten. Zur Therapie kann ggf. Insulinapplikation erforderlich werden.

    Die überhöhte Zufuhr einer kaliumarmen Lösung kann zur Entwicklung einer Hypo-kaliämie beitragen.

    Die überhöhte Zufuhr der Lösung kann zu Störungen im Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt führen. Im Falle einer versehent-lichen Überdosierung ist die Infusion sofort abzubrechen. In Abhängigkeit vom klini-schen Bild sind die Diurese zu unterstützen sowie Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen zu korrigieren.

    Bei Überdosierung von Arzneimitteln, die der Infusionslösung zugesetzt wurden, hängen Anzeichen und Symptome der Überdosierung von der Art des zugesetzten Arzneimittels ab.

    Im Falle einer versehentlichen Überdosie-rung ist die Behandlung abzusetzen und der Patient auf die für das zugesetzte Arzneimittel typischen Anzeichen und Symptome der Überdosierung hin zu beobachten. Erforderlichenfalls sind geeig-nete symptomatische und unterstützende Maßnahmen zu ergreifen.

    Pharmakologische Eigenschaften - ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit

    Pharmakodynamik

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Elektro-lytlösungen mit Kohlenhydraten

    ATC-Code: B05BB02

    Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 enthält Elektrolyte entsprechend der Hälfte der physiologischen Konzentration im Plasma und einen 5 %igen Kohlenhydrat-anteil in Form von D-Glucose zur Herstel-lung der Isotonie. Die Anwendung von Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5

    führt bei Beachtung der Anwendungsge-biete und Gegenanzeigen nicht zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen der genannten Elektrolyte.

    Die Elektrolyte Na+, K+, Ca2+, Mg2+ und Cl-dienen der Aufrechterhaltung oder Korrek-tur der Wasser-Elektrolyt-Homöostase (u. a. Blutvolumen, osmotisches Gleichgewicht, Säure-Basen-Status sowie Wirkungen spezi-fischer Ionen).

    D-Glucose wird als natürliches Substrat der Zellen im Organismus ubiquitär verstoff-wechselt. D-Glucose ist unter physiologi-schen Bedingungen das wichtigste ener-gieliefernde Kohlenhydrat. Nervengewebe, Erythrozyten und Nierenmark sind obligat auf die Zufuhr von D-Glucose angewiesen.

    D-Glucose dient einerseits dem Aufbau zu Glycogen als Speicherform für Kohlen-hydrate und unterliegt andererseits dem glycolytischen Abbau zur Energiege-winnung in den Zellen. Glucose dient der Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels und der Biosynthese wichtiger Körper-bestandteile.

    Beim Abbau der D-Glucose über die Glyko-lyse wird die freiwerdende Energie in Form energiereicher Phosphate zur Verfügung gestellt.

    Voraussetzung für eine optimale Nutzung von zugeführter D-Glucose ist ein normaler Elektrolyt- und Säure-Basen-Status. So kann insbesondere eine Acidose eine Einschrän-kung der oxidativen Verwertung anzeigen.

    Es bestehen enge Wechselbeziehungen zwischen den Elektrolyten und dem Kohlenhydratstoffwechsel, davon ist be-sonders Kalium betroffen. Eine verstärkte Glucoseverwertung geht mit einem erhöh-ten Kaliumbedarf einher. Bei Nichtbeach-tung dieses Zusammenhanges können erhebliche Störungen im Kaliumstoffwech-sel entstehen, die u. a. zu massiven Herz-rhythmusstörungen Anlass geben können.

    Durch den Gehalt an Acetat-Ionen wird eine mäßige alkalisierende Wirkung erreicht.

    Pharmakokinetik

    Da die Inhaltsstoffe von Elektrolyt-Infusions-lösung 77 mit Glucose 5 intravenös infun-diert werden, beträgt die Bioverfügbarkeit 100 %.

    Natrium und Chlorid verteilen sich haupt-sächlich im Extrazellulärraum, während sich Kalium, Calcium und Magnesium intrazellulär verteilen.

    Die Nieren sind der Hauptregulator des Wasserhaushaltes. Natrium, Magnesium und Chlorid werden hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden, jedoch in geringen Mengen auch über die Haut und den Darmtrakt. Die Kaliumausscheidung erfolgt zu 90 % mit dem Urin und zu etwa 10 % über den Gastrointestinaltrakt. Calcium wird in etwa gleichen Teilen renal und durch Sekretion in den Darmtrakt ausge-schieden.

    Acetat wird zu Bicarbonat und Kohlendioxid umgewandelt. Die Plasmakonzentration von Bicarbonat und Acetat wird über die Nieren reguliert, die Plasmakonzentration von Koh-lendioxid über die Lunge.

    Die Pharmakokinetik der einzelnen Be-standteile wird durch die gleichzeitige Anwendung in der Infusionslösung nicht negativ beeinflusst.

    D-Glucose verteilt sich bei der Infusion zunächst im intravasalen Raum, um dann in den Intrazellularraum aufgenommen zu werden.

    D-Glucose wird in der Glykolyse unter aeroben Bedingungen über Pyruvat voll-ständig zu Kohlendioxid und Wasser, unter anaeroben Bedingungen zu Laktat oxidiert. Die Endprodukte der vollständigen Oxida-tion von D-Glucose werden über die Lunge (Kohlendioxid) und die Nieren (Wasser) eliminiert.

    Beim Gesunden wird D-Glucose praktisch nicht renal eliminiert. In pathologischen Stoffwechselsituationen (z. B. Diabetes mellitus, Postaggressionsstoffwechsel), die mit Hyperglykämien (Glucosekonzen-tration im Blut über 120 mg/100 mL bzw. 6,7 mmol/L) einhergehen, wird bei Überschreiten der maximalen tubulären Transportkapazität (180 mg/100 mL bzw. 10 mmol/L) D-Glucose auch über die Nieren ausgeschieden (Glucosurie).

    Unter pathologischen Stoffwechselbedin-gungen können Glucoseverwertungsstö-rungen (Glucose-Intoleranzen) auftreten. Dazu zählen in erster Linie der Diabetes mellitus sowie die bei sogenannten Stress-stoffwechselzuständen (z. B. intra- und postoperativ, schwere Erkrankungen, Verletzungen) hormonell induzierte Herab-setzung der Glucosetoleranz, die auch ohne exogene Substratzufuhr zu Hyper-glykämien führen können. Hyperglykämien können – je nach Ausprägung – zu osmotisch bedingten Flüssigkeitsverlusten über die Niere mit konsekutiver hypertoner Dehydratation, hyperosmolaren Störungen bis hin zum hyperosmolaren Koma führen.

    FI_E77-G5_BP_v02

    Eine übermäßige Glucosezufuhr, insbeson-dere im Rahmen eines Postaggressionssyn-droms, kann zu einer deutlichen Verstär-kung der Glucoseutilisationsstörung führen und, bedingt durch die Einschränkung der oxidativen Glucoseverwertung, zur ver-mehrten Umwandlung von D-Glucose in Fett beitragen. Dies wiederum kann u. a. mit einer gesteigerten Kohlendioxidbelastung des Organismus (Probleme bei der Entwöh-nung vom Respirator), sowie vermehrter Fettinfiltration der Gewebe – insbesondere der Leber – verbunden sein. Besonders gefährdet durch Störungen der Glucose-homöostase sind Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen und Hirnödem. Hier kön-nen bereits geringfügige Störungen der Blutglucosekonzentration und der damit verbundene Anstieg der Plasma (Serum)-Osmolarität zu einer erheblichen Verstär-kung der zerebralen Schäden beitragen.

    ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit Glucose 5

    Pharmazeutische Angaben - ELEKTROLYT-INFUSIONSLÖSUNG 77 mit

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Wasser für Injektionszwecke, Salzsäure 36 %.

    Inkompatibilitäten

    Bei Zusatz von Arzneimitteln ist auf Keim-freiheit, vollständige Mischung, physika-lisch-chemische Veränderungen und generelle Kompatibilität zu achten.

    Aufgrund des Calciumgehaltes können Inkompatibilitäten mit phosphat- und carbonathaltigen Lösungen auftreten.

    Dauer der Haltbarkeit

    Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 ist 3 Jahre haltbar und darf nach Ablauf des angegebenen Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

    Nach einem Anwendungsgang nicht ver-brauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Nicht über 25 °C aufbewahren.

    Art und Inhalt des Behältnisses

    Infusionslösung in Glasflaschen:

    Originalpackung mit:

    1 × 250 mL

    10 × 250 mL

    1 × 500 mL

    10 × 500 mL

    Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

  • Hinweise zur Handhabung, besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

    Nur klare und farblose bis schwach gelb-liche Lösungen in unversehrten Behältnis-sen verwenden.

    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Ab-fallmaterial ist entsprechend den regiona-len Anforderungen zu beseitigen.

  • Weblinks

    Packungen und Preis

    ELEKTROLYT-INFUSIONSL. 77 m.Glucose 5 10x500ml N2
    Preis
    63,84 €
    Zuzahlung
    6,38 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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