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Präparate

Buprenorphin Aristo® 7 Tage 5 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster

Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Betäubungsmittel

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Buprenorphin Aristo® 7 Tage 5 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Pflaster, transdermal

Hersteller

Aristo Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.9.2025
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Fachinfo - Buprenorphin 7 Tage

Anwendungsgebiete

Behandlung von mittelstarken nicht-malignen Schmerzen, wenn ein Opioid zum Erreichen einer adä-quaten Analgesie notwendig ist.

Buprenorphin Aristo 7 Tage ist nicht zur Behandlung akuter Schmerzen geeignet. Buprenorphin Aristo 7 Tage wird angewendet bei Erwachsenen.

Dosierung

Dosierung

Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte jeden 7. Tag appliziert werden.

Patienten ab 18 Jahren

Als Initialdosis sollte die niedrigste Dosis Buprenorphin Aristo 7 Tage (Buprenorphin Aristo 7 Tage 5 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster) angewendet werden. Die Opioidanamnese des Patien-ten (siehe Abschnitt 4.5) sowie der derzeitige Allgemeinzustand und klinische Zustand des Patienten sind dabei zu berücksichtigen.

Dosistitration

Bei Einleitung der Therapie mit Buprenorphin Aristo 7 Tage sind nach Bedarf gegebenenfalls zusätz-lich schnell wirksame Analgetika erforderlich (siehe Abschnitt 4.5), bis unter Buprenorphin Aristo

7 Tage eine analgetische Wirkung erreicht ist.

Während des Titrationsprozesses kann die Dosis alle 3 Tage (72 Stunden) angepasst werden. Danach sollte das 7-Tage Dosis Intervall eingehalten werden. Weitere Dosissteigerungen können dann je nach Notwendigkeit einer weiteren Schmerzlinderung und entsprechend des analgetischen Ansprechens des Patienten auf das Pflaster erfolgen.

Zur Dosissteigerung sollte das gegenwärtig applizierte Pflaster durch ein Pflaster mit höherer Wirk-stärke ersetzt oder eine Kombination von Pflastern an verschiedenen Körperstellen angewendet wer-den, um die gewünschte Dosis zu erreichen. Es wird empfohlen, nicht mehr als zwei Pflaster gleich-zeitig zu applizieren und die maximale Gesamtdosis von 40 Mikrogramm/Stunde Buprenorphin nicht zu überschreiten. In den darauffolgenden 3 bis 4 Wochen sollte kein neues Pflaster auf dieselbe Haut-partie appliziert werden (siehe Abschnitt 5.2).

Die Patienten sind sorgfältig und regelmäßig zu überwachen, um die optimale Dosis und Behand-lungsdauer zu bestimmen.

Falls keine adäquate Schmerzkontrolle erreicht wird, sollte das Vorliegen einer Hyperalgesie, Gewöh-nung und ein Fortschreiten der zugrunde liegenden Erkrankung in Betracht gezogen werden (siehe Ab-schnitt 4.4). Eine Dosisverringerung von Buprenorphin Aristo 7 Tage, ein Absetzen der Therapie mit Buprenorphin Aristo 7 Tage oder eine Neubewertung der Therapie kann angezeigt sein.

Umstellung von Opioiden

Buprenorphin Aristo 7 Tage kann als alternative Behandlung zu anderen Opioiden angewendet wer-den. Bei solchen Patienten sollte die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis (Buprenorphin Aristo 7 Tage 5 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster) eingeleitet und während der Dosistitra-tion je nach Bedarf zusätzlich ein kurz wirksames Analgetikum (siehe Abschnitt 4.5) angewendet wer-den.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin Aristo 7 Tage bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Änderung der Dosierung von Buprenorphin Aristo 7 Tage erforderlich.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine spezielle Dosisanpassung von Buprenorphin Aristo 7 Tage erforderlich.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit einer leichten bis mäßig eingeschränkten Leberfunktion ist keine Dosisanpassung von Buprenorphin Aristo 7 Tage erforderlich.

Buprenorphin wird in der Leber metabolisiert. Ausmaß und Dauer seiner Wirkung kann bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verändert sein. Deshalb sollten diese Patienten bei der Behandlung mit Buprenorphin Aristo 7 Tage sorgfältig beobachtet werden.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kann es während der Behandlung mit Buprenorphin Aristo 7 Tage zu einer Akkumulation von Buprenorphin kommen. Bei diesen Patienten sollte eine al-ternative Behandlung erwogen und Buprenorphin Aristo 7 Tage, wenn überhaupt, mit Vorsicht ange-wendet werden.

Art der Anwendung

Buprenorphin Aristo 7 Tage ist zur transdermalen Anwendung. Das Pflaster sollte 7 Tage getragen werden.

Das Pflaster darf nicht geteilt oder in Teile geschnitten werden.

Das Pflaster darf nicht verwendet werden, wenn die Versiegelung des Beutels beschädigt ist.

Applikation des Pflasters

Um eine wirksame Analgesie von Buprenorphin zu gewährleisten und Potential von Hautreaktionen zu minimieren (siehe Abschnitt 4.4), sollten die folgenden Anwendungshinweise beachtet werden:

Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte auf nicht gereizte, gereinigte, unbehaarte, flache Hautpartien und nicht auf Hautstellen mit größeren Narben aufgebracht werden. Vorzugsweise erfolgt die Applikation am Oberkörper: auf der oberen Rückenpartie bzw. unterhalb des Schlüsselbeins auf der Brust. Eventu-ell vorhandene Haare sollen nicht rasiert, sondern mit einer Schere abgeschnitten werden.

Wenn die Applikationsstelle gereinigt werden muss, sollte dazu nur sauberes Wasser verwendet wer-den. Seifen, Alkohol, Öle, Lotionen oder Peelings dürfen nicht verwendet werden. Die Haut muss vor Aufkleben des Pflasters trocken sein.

Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte unmittelbar nach der Entnahme aus dem versiegelten Beutel aufge-klebt werden. Nach Entfernen der Schutzfolie sollte das transdermale Pflaster mit der Handfläche un-gefähr 30 Sekunden lang fest angedrückt werden. Dabei sollte sichergestellt werden, dass das Pflaster vollständig in Kontakt mit der Haut ist, vor allem an den Rändern. Wenn sich die Ränder des Pflasters abzulösen beginnen, können diese mit einem geeigneten Heftpflaster wieder festgeklebt werden, so dass eine siebentägige Tragezeit gewährleistet ist.

Das Pflaster sollte kontinuierlich 7 Tage lang getragen werden. In den darauffolgenden 3 bis 4 Wo-chen sollte kein neues Pflaster auf dieselbe Hautpartie appliziert werden (siehe Abschnitt 5.2).

Das Pflaster wird durch Baden, Duschen oder Schwimmen normalerweise nicht beeinflusst. Wenn sich ein Pflaster ablöst, sollte ein Neues aufgeklebt und 7 Tage lang getragen werden.

Behandlungsziele und Absetzen der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung mit Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte eine Behandlungsstrategie, ein-schließlich Behandlungsdauer und Behandlungszielen sowie ein Plan für das Behandlungsende ge-meinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zur Schmerztherapie verein-bart werden. Während der Behandlung sollte ein häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient stattfin-den, um die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Be-handlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen. Wenn ein Patient die Therapie mit Buprenorphin Aristo 7 Tage nicht mehr benötigt, kann es ratsam sein, die Dosis schrittweise zu reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Bei unzureichender Schmerzkontrolle sollte die Möglichkeit einer Hyperalgesie, einer Gewöhnung (Toleranz) und einer Progression der Grunderkran-kung in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Dauer der Anwendung

Buprenorphin Aristo 7 Tage darf auf keinen Fall länger als unbedingt notwendig angewendet werden. Wenn entsprechend Art und Schwere der Erkrankung eine Langzeit-Schmerzbehandlung mit Bupren-

orphin Aristo 7 Tage erforderlich ist, sollte sorgfältig und regelmäßig überprüft werden (gegebenen-falls durch Einlegen von Anwendungspausen), ob und in welchem Umfang eine Weiterbehandlung erforderlich ist.

Beendigung der Therapie

Nach Entfernen des Pflasters nehmen die Buprenorphin-Serumkonzentrationen langsam ab, so dass der analgetische Effekt über einen gewissen Zeitraum weiter besteht. Dies ist zu berücksichtigen, wenn sich an eine Therapie mit Buprenorphin Aristo 7 Tage eine Therapie mit anderen Opioiden an-schließen soll. Allgemein gilt, dass ein Opioid zur Folgebehandlung nicht vor Ablauf von 24 Stunden nach Entfernung des Pflasters verabreicht werden sollte.

Derzeit liegen nur begrenzte Informationen über die Initialdosis anderer Opioide nach Absetzen des transdermalen Pflasters vor (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten mit Fieber oder äußerer Wärmeeinwirkung

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, während des Tragens des Pflasters die Applikations-stelle keinen externen Wärmequellen wie Heizkissen, elektrischen Heizdecken, Wärmflaschen, Wär-melampen, Sauna, heißen Bädern und beheizten Wasserbetten usw. auszusetzen, da es dadurch zu ei-ner verstärkten Resorption von Buprenorphin kommen könnte. Bei der Behandlung von Patienten mit Fieber ist zu beachten, dass Fieber ebenfalls die Resorption steigern kann. Dadurch kann es zu erhöh-ten Plasmakonzentrationen von Buprenorphin und damit zu einem erhöhten Risiko für Opioid-Reakti-onen kommen.

Gegenanzeigen

Buprenorphin Aristo 7 Tage darf nicht angewendet werden bei

  • Patienten, mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen einen der in Ab-schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,

  • opioidabhängigen Patienten und zur Drogensubstitution,

  • Krankheitszuständen, bei denen eine schwerwiegende Störung des Atemzentrums und der Atem-funktion vorliegt oder sich entwickeln kann,

  • Patienten, die gleichzeitig MAO-Hemmer erhalten oder diese in den vorausgegangenen 2 Wochen erhalten haben (siehe Abschnitt 4.5),

  • Patienten, die unter Myasthenia gravis leiden,

  • Patienten, die unter Delirium tremens leiden.

Warnhinweise

Buprenorphin sollte mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit:

  • Atemdepression

  • gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln (siehe un-ten und Abschnitt 4.5)

  • Anwendung von serotonergen Arzneimitteln (siehe unten und Abschnitt 4.5)

  • psychischer Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Dro-gen- und/oder Alkoholmissbrauch (siehe unten)

  • Schlaf-Apnoe

  • akuter Alkoholintoxikation

  • Kopfverletzungen, intrakraniellen Läsionen oder erhöhtem intrakraniellem Druck, Schock, Bewusstseinsstörungen unbekannter Genese

  • schwerer Leberinsuffizienz (siehe Abschnitt 4.2)

  • Obstipation

Atemdepression

Mit Buprenorphin wurde eine signifikante Atemdepression in Verbindung gebracht, insbesondere bei intravenöser Gabe. Einige Todesfälle traten nach Überdosierung bei intravenösem Missbrauch von Buprenorphin bei Drogenabhängigen auf, meist bei gleichzeitiger Anwendung von Benzodiazepinen. Weitere Todesfälle wurden nach Überdosierung von Alkohol und Benzodiazepinen in Kombination

mit Buprenorphin berichtet (siehe Abschnitt 4.9). Bei der Verordnung von Buprenorphin Aristo

7 Tage an Patienten mit anamnetisch bekanntem oder vermutetem Drogen- oder Alkoholmissbrauch oder Patienten mit einer schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankung ist Vorsicht geboten.

Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln:

Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage und sedierenden Arzneimitteln, wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimit-teln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Buprenorphin Aristo 7 Tage zusammen mit Se-dativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein.

Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugs-personen über diese Symptome zu informieren (siehe Abschnitt 4.5).

Serotoninsyndrom

Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage mit anderen serotonergen Arzneimit-teln wie MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Serotonin Norepi-nephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklischen Antidepressiva kann zu einem Serotoninsyn-drom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen (siehe Abschnitt 4.5).

Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist, wird eine sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen.

Die Symptome des Serotoninsyndroms umfassen unter anderem Veränderungen des Gemütszustandes, autonome Instabilität, neuromuskuläre Auffälligkeiten und/oder gastrointestinale Symptome.

Wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird, sind je nach der Schwere der Symptome eine Dosisverrin-gerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Buprenorphin ist ein µ-Opioidagonist, der als reiner Agonist in Bezug auf Analgesie und als partieller Agonist in Bezug auf seine atemdepressiven Eigenschaften (siehe Abschnitt 5.1) wirkt.

Wirkungen bei längerfristiger Anwendung und Gewöhnung

Bei allen Patienten kann die wiederholte Anwendung von Opioiden zur Entwicklung einer Gewöh-nung an die analgetische Wirkung, Hyperalgesie, körperlichen oder psychischen Abhängigkeit führen, wohingegen bei einigen Nebenwirkungen wie z. B. der opioid-induzierten Obstipation nur eine teil-weise Gewöhnung auftritt. Vor allem von Patienten mit chronischen, nicht durch Krebs hervorgerufe-nen Schmerzen wurde berichtet, dass sie bei einer Dauerbehandlung langfristig keine nennenswerte Verbesserung ihrer Schmerzsymptomatik erfahren. Es wird empfohlen, die Notwendigkeit einer weite-ren Therapie mit Buprenorphin Aristo 7 Tage bei jeder neuen Verordnung für die Patienten zu über-prüfen. Falls das Fortführen der Behandlung keinen Nutzen erbringt, sollte die Dosis allmählich ver-ringert werden, um einem Entzugssyndrom vorzubeugen.

Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)

Bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Buprenorphin Aristo 7 Tage können sich eine Tole-ranz, eine physische und psychische Abhängigkeit und eine Opioidgebrauchsstörung entwickeln. Die wiederholte Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage kann zu einer Opioidgebrauchsstörung füh-ren. Eine höhere Dosis und längere Dauer der Opioidbehandlung können das Risiko erhöhen, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln. Durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage kann es zu einer Überdosierung und/oder zum Tod kommen. Das Risiko, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln, ist bei Patienten mit einer Substanzgebrauchsstörung (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen in der per-sönlichen Vorgeschichte (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) er-höht.

Vor Beginn der Behandlung mit Buprenorphin Aristo 7 Tage und während der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan für die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart wer-den (siehe Abschnitt 4.2). Vor und während der Behandlung sollte der Patient außerdem über die Risi-ken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstörung aufgeklärt werden. Den Patienten sollte geraten werden, sich bei Auftreten dieser Anzeichen mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen.

Die Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht wer-den (z. B. zu frühe Anfrage nach Folgerezepten). Hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeiti-gen Anwendung von Opioiden und Psychopharmaka (wie Benzodiazepinen). Bei Patienten mit Anzei-chen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden.

Entzugssyndrom

Bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Entzugserscheinungen (Abstinenzsyndrom), wenn sie überhaupt auftreten, sind im Allgemeinen leicht, beginnen nach 2 Ta-gen und können bis zu 2 Wochen anhalten. Entzugssymptome sind u. a. Agitiertheit, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinale Störungen. Wenn die Therapie mit Buprenorphin nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden. Die Gabe von Buprenorphin bei Personen, die physisch von reinen μ-Opioid-Agonisten abhängig sind, kann ein Ent-zugssyndrom auslösen, abhängig vom Grad der körperlichen Abhängigkeit sowie dem Zeitpunkt der Gabe und der Dosis von Buprenorphin.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbe-zogener Hypoxämie verursachen. Die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhö-hung des Risikos für eine zentrale Schlafapnoe einher. Bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden.

Hautreaktionen an der Applikationsstelle

Um das Risiko des Auftretens von Hautreaktionen an der Applikationsstelle zu minimieren, ist es wichtig, die Dosierungsanweisungen zu befolgen (siehe Abschnitt 4.2).

Reaktionen an der Applikationsstelle mit Buprenorphin Aristo 7 Tage zeigen sich in der Regel durch eine leichte oder mäßige Hautentzündung (Kontaktdermatitis), deren typisches Erscheinungsbild Erytheme, Ödeme, Pruritus, Ausschlag, kleine Bläschen (Vesikel) und ein schmerzhaftes/brennendes Gefühl an der Applikationsstelle umfassen kann. Meistens ist die Ursache eine Hautreizung (irritie-rende Kontaktdermatitis) und die Reaktionen klingen spontan ab, nachdem Buprenorphin Aristo

7 Tage entfernt wurde.

Patienten und Pflegepersonal sollten entsprechend instruiert werden, die Applikationsstellen auf sol-che Reaktionen zu überwachen. Wenn der Verdacht auf eine allergische Kontaktdermatitis besteht, sollten entsprechende diagnostische Verfahren durchgeführt werden, um festzustellen, ob eine Sensibi-lisierung aufgetreten ist und welche Ursache sie tatsächlich hat (Buprenorphin und/oder andere Be-standteile des Pflasters).

Da CYP3A4-Inhibitoren den Buprenorphinspiegel erhöhen können (siehe Abschnitt 4.5), sollte bei Pa-tienten, die bereits mit CYP3A4-Inhibitoren behandelt werden, die Buprenorphin-Dosis sorgfältig titriert werden. Bei diesen Patienten reicht eine reduzierte Dosis unter Umständen bereits aus.

Buprenorphin wird nicht zur Schmerzbehandlung unmittelbar postoperativ oder in anderen Situationen mit geringem therapeutischen Index empfohlen, oder wenn sich die Anforderungen an die Analgesie schnell verändern.

Buprenorphin kann bei Patienten mit Anfallsleiden in der Vorgeschichte die Krampfschwelle absen-ken.

Schwere fiebrige Erkrankungen können die Absorptionsrate von Buprenorphin aus Buprenorphin Aristo 7 Tage transdermalen Pflastern erhöhen.

Beim Menschen wurden unter Buprenorphin-Therapie begrenzte euphorisierende Wirkungen beobach-tet. Dies könnte zu einem gewissen Missbrauch des Arzneimittels führen.

Endokrines System

Opioide können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder -Gonaden-Achsen beeinflussen. Zu den möglichen Veränderungen zählen ein Anstieg von Prolaktin im Serum und eine Abnahme von Kortisol und Testosteron im Plasma. Aufgrund dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren.

Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte nicht in höherer Dosierung als empfohlen angewendet werden. Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung dieses Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die

Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesund-heit führen.

Wechselwirkungen

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Wirkung anderer Wirkstoffe auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin

Buprenorphin wird primär durch Glukuronidierung und in geringerem Maße (ca. 30%) durch CYP3A4 metabolisiert.

Eine gleichzeitige Behandlung mit CYP3A4-Inhibitoren könnte deshalb zu höheren Plasmaspiegeln und damit einer stärkeren Wirkung des Buprenorphins führen.

Studien mit dem CYP3A4-Inhibitor Ketoconazol zeigten keine klinisch relevante Erhöhung der durch-schnittlichen maximalen Plasmakonzentration (Cmax) oder der gesamten Verfügbarkeit (AUC) des Buprenorphins nach Behandlung mit Buprenorphin in Kombination mit Ketoconazol gegenüber der Behandlung mit Buprenorphin alleine.

Die Wechselwirkung von Buprenorphin mit CYP3A4-Enzyminduktoren wurde bislang nicht unter-sucht.

Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und Enzyminduktoren (wie z. B. Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin und Rifampicin) kann potenziell zu einer erhöhten Clearance und somit zu einer reduzierten Wirksamkeit führen.

Eine Abnahme der Leberdurchblutung, die durch bestimmte Allgemeinanästhetika (z. B. Halothan) und andere Arzneimittel induziert werden kann, kann die hepatische Elimination von Buprenorphin verlangsamen.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Buprenorphin darf nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern oder bei Patienten angewendet werden, die in den vorausgegangenen 2 Wochen MAO-Hemmer erhalten haben (siehe Abschnitt 4.3).

Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte bei gleichzeitiger Verabreichung mit folgenden Arzneimitteln vor-sichtig angewendet werden:

  • Serotonerge Arzneimittel wie MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Sel-ective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklische Antidepressiva, da das Risiko eines Serotoninsyndroms, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, erhöht ist (siehe Abschnitt 4.4).

  • ZNS-dämpfende Arzneimittel: andere Opioid-Derivate (Analgetika und Antitussiva, die z. B. Morphin, Dextropropoxyphen, Codein, Dextromethorphan oder Noscapin enthalten), bestimmte

    Antidepressiva, sedierende H1-Rezeptorantagonisten, Alkohol, Anxiolytika, Neuroleptika, Cloni-din und verwandte Substanzen. Diese Kombinationen verstärken die ZNS-dämpfenden Wirkun-gen.

  • Gabapentinoide:

    Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage und Gabapentinoiden (Gabapentin und Pregabalin) kann zu Atemdepression, Hypotonie, starker Sedierung, Koma oder Tod führen (siehe Abschnitt 4.4).

  • Anticholinergika:

    Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage und Anticholinergika oder Arz-neimitteln mit anticholinerger Wirkung (z. B. trizyklische Antidepressiva, Antihistaminika, An-tipsychotika, Muskelrelaxantien, Antiparkinson-Arzneimitteln) kann zu verstärkten anticholiner-gen Nebenwirkungen führen.

  • Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel:

    Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln, wie Ben-zodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, erhöht das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung. Die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe Abschnitt 4.4). Zu diesen Arzneimit-teln zählen Sedativa, Hypnotika, Allgemeinanästhetika, andere Opioid-Analgetika, Phenothia-zine, zentral wirksame Antiemetika, Benzodiazepine und Alkohol.

  • Bei typischen analgetischen Dosierungen wird Buprenorphin als reiner μ-Rezeptor-Agonist be-schrieben. In klinischen Studien mit Buprenorphin, bei denen mit reinen μ-Opioid-Agonisten be-handelte Patienten (bis zu 90 mg orales Morphin oder orales Morphinäquivalent pro Tag) auf Buprenorphin umgestellt wurden, gab es keine Berichte über Abstinenzsyndrome oder Opioid-Entzugserscheinungen während der Umstellung vom Ausgangs-Opioid auf Buprenorphin (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine oder nur begrenzte Daten über die Anwendung von Buprenorphin bei schwangeren Frauen vor. Tierstudien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Buprenorphin passiert die Plazentaschranke und Buprenor-phin und der aktive Metabolit Norbuprenorphin können im Serum, Urin und Mekonium von Neugebo-renen nach einer Exposition im Uterus nachgewiesen werden.

Gegen Ende der Schwangerschaft können hohe Dosen von Buprenorphin, auch bereits nach kurzer Anwendungsdauer, eine Atemdepression bei Neugeborenen hervorrufen. Die Langzeitanwendung von Buprenorphin während der Schwangerschaft kann bei Neugeborenen ein Opioid-Entzugssyndrom her-vorrufen.

Deshalb sollte Buprenorphin während der Schwangerschaft und von Frauen im gebärfähigen Alter ohne zuverlässige Verhütungsmethode, nicht angewendet werden, es sei denn, dass ein möglicher Nut-zen das potenzielle Risiko für den Fötus rechtfertigt.

Stillzeit

Buprenorphin wird beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden. Studien an Ratten haben ge-zeigt, dass Buprenorphin die Laktation hemmen kann. Die zur Verfügung stehenden pharmakodyna-mischen/toxikologischen Tierdaten haben eine Ausscheidung von Buprenorphin in die Milch gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen wer-den. Buprenorphin Aristo 7 Tage sollte während der Stillzeit mit Vorsicht angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Wirkung von Buprenorphin auf die menschliche Fertilität vor. In einer Studie zur Fertilität und frühen Embryonalentwicklung wurden bei männlichen oder weiblichen Ratten keine Wirkungen auf Reproduktionsparameter beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Buprenorphin hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Buprenorphin kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verän-dern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt insbesondere zu Behandlungsbeginn und im Zusammenwirken mit ande-ren zentral wirkenden Substanzen, einschließlich Alkohol, Beruhigungsmitteln, Sedativa und Hypno-tika. Eine individuelle Empfehlung sollte vom behandelnden Arzt gegeben werden. Eine generelle Einschränkung ist nicht erforderlich in Fällen mit stabiler Dosierung.

Patienten, bei denen zu Beginn der Behandlung oder bei Titration zu höheren Dosen Nebenwirkungen auftreten (z. B. Schwindel, Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen), sollten mindestens in den ersten 24 Stunden nach Entfernen des Pflasters kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.

Nebenwirkungen

Schwerwiegende unerwünschte Reaktionen, die mit Buprenorphin in der klinischen Anwendung beo-bachtet wurden, sind ähnlich wie die bei anderen Opioid-Analgetika, z. B. Atemdepression (insbeson-dere bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen ZNS-dämpfenden Substanzen) und Hypotonie (siehe Abschnitt 4.4).

Folgende Nebenwirkungen sind aufgetreten:

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten

(≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der ver-fügbaren Daten nicht abschätzbar)

Systemor-ganklasse Sehr häu-fig (≥1/10) Häufig(≥1/100 bis<1/10) Gelegent-lich(≥1/1 000bis <1/100) Selten(≥1/10 000bis<1/1 000) Sehr selten<1/10 000) Nicht be-kannt (Häufigkeit auf Grund-lage der verfügba-ren Daten nicht ab-schätzbar)
Erkrankungen des Immunsys-tems Überemp-findlichkeit Anaphylak-tische Re-aktion Anaphylak-toide Reak-tion
Stoffwechsel-und Ernährungs-störungen Appetitlo-sigkeit Dehydrata-tion
Psychiatrische Verwirrt- Affektlabi- Psychose Arzneimit- Depersona-
Erkrankungen heit, De- lität, telabhän- lisation
pression, Schlafstö- gigkeit
Schlaflo- rungen, (siehe Ab-
sigkeit, Unruhe, schnitt 4.4)
Nervosität, Agitiert- , Stim-
Angstzu- heit, eu- mungs-
stände phorische schwan-
Stimmung, kungen
Halluzina-
tionen, ver-
minderte
Libido,
Albträume,
Systemor-ganklasse Sehr häu-fig (≥1/10) Häufig(≥1/100 bis<1/10) Gelegent-lich(≥1/1 000bis <1/100) Selten(≥1/10 000bis<1/1 000) Sehr selten<1/10 000) Nicht be-kannt (Häufigkeit auf Grund-lage der verfügba-ren Daten nicht ab-schätzbar)
Aggressio-nen
Erkrankungen des Nervensys-tems Kopf-schmerzen, Schwindel, Somnolenz Tremor Sedierung, Ge-schmacks-störungen, Dysarthrie, Hypoästhe-sie, Ge-dächtnis-störung, Migräne, Synkope, Koordinati-onsstörun-gen, Auf-merksam-keitsstörun-gen, Paräs-thesien Gleichge-wichtsstö-rungen, Sprechstö-rungen Unwillkür-liche Mus-kelkontrak-tionen Krampfan-fälle, Schlaf-Ap-noe-Syn-drom, Hy-peralgesie
Augenerkran-kungen Trockenes Auge, ver-schwom-menes Se-hen Sehstörun-gen, Lidödeme, Miosis
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Tinnitus, Vertigo Ohr-schmerzen
Herzerkrankun-gen Palpitatio-nen, Ta-chykardie Angina pectoris
Gefäßerkrankun-gen Hypotonie, Kreislauf-kollaps, Hyperto-nie, Hautrötungmit Hitze-gefühl Vasodilata-tion, Or-thostase-syndrom
Systemor-ganklasse Sehr häu-fig (≥1/10) Häufig(≥1/100 bis<1/10) Gelegent-lich(≥1/1 000bis <1/100) Selten(≥1/10 000bis<1/1 000) Sehr selten<1/10 000) Nicht be-kannt (Häufigkeit auf Grund-lage der verfügba-ren Daten nicht ab-schätzbar)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediasti-nums Dyspnoe Husten, Giemen, Schluckauf Atemde-pression, respiratori-sche Insuf-fizienz, Verschlim-merung ei-nes Asth-mas, Hy-perventila-tion, Rhini-tis
Erkrankungen des Gastrointes-tinaltrakts Obstipa-tion, Übel-keit, Erbre-chen Abdomi-nalsch-merz, Diar-rhoe, Dys-pepsie, Mundtro-ckenheit Flatulenz Dysphagie, Ileus Divertikuli-tis
Leber- und Gal-lenerkrankungen Gallenkolik
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewe-bes Pruritus, Erythem Ausschlag, Schwitzen, Exanthem Trockene Haut, Urtikaria Gesichts-ödem Pusteln, Bläschen Kontakt-dermatitis, Hautverfär-bung an derAnwen-dungsstelle
Skelettmuskula-tur-, Bindege-webs- und Kno-chenerkrankun-gen Muskel-schwäche Myalgie, Muskel-spasmen
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Harninkon-tinenz, Harnre-tention,Harnver-haltung
Erkrankungen der Geschlechts-organe und der Brustdrüse Erektions-störungen, sexuelle Funktions-störungen
Allgemeine Er-krankungen und Beschwerden am Reaktionen an der Ap-plikations-stelle1* Müdigkeit, Schwäche-zustände, Ermüdung, Fieber, Schüttel-frost, Grippeähn-liche Er-krankung Arzneimit-telentzugs-syndrom
Systemor-ganklasse Sehr häu-fig (≥1/10) Häufig(≥1/100 bis<1/10) Gelegent-lich(≥1/1 000bis <1/100) Selten(≥1/10 000bis<1/1 000) Sehr selten<1/10 000) Nicht be-kannt (Häufigkeit auf Grund-lage der verfügba-ren Daten nicht ab-schätzbar)
Verabreichungs-ort periphere Ödeme Ödeme, Arzneimit-telentzugs-syndrom,Brust-schmerzen bei Neuge-borenen, Toleranz
Untersuchungen Alaninami-notrans-ferase er-höht, Ge-wichtsab-nahme
Verletzung, Ver-giftung und durch Eingriffbedingte Kom-plikationen Verletzung durch Un-fälle, Stürze

1 U. a. typische Anzeichen und Symptome einer Kontaktdermatitis (irritierend oder allergisch): Erythem, Ödem, Pruritus, Ausschlag, Blasen, schmerzhaftes/brennendes Gefühl an der Applikations-stelle.

* In einigen Fällen traten verzögert lokale allergische Reaktionen (allergische Kontaktdermatitis) mit deutlichen Entzündungszeichen auf. Mechanische Verletzungen beim Entfernen des Pflasters

(z. B. Rissbildung) sind bei Patienten mit empfindlicher Haut ebenfalls möglich. Eine chronische Ent-zündung kann zu lang andauernden Folgen führen, wie z. B. postinflammatorischer Hyper- und Hy-popigmentierung, sowie zu trockenen und dicken schuppigen Hautläsionen die Narben sehr ähnlich sein können. In diesen Fällen sollte die Behandlung mit Buprenorphin beendet werden (siehe Ab-schnitte 4.3 und 4.4).

Arzneimittelabhängigkeit

Die wiederholte Anwendung von Buprenorphin Aristo 7 Tage kann, auch in therapeutischen Dosen, zu einer Arzneimittelabhängigkeit führen. Das Risiko für eine Arzneimittelabhängigkeit kann je nach individuellen Risikofaktoren des Patienten, Dosierung und Dauer der Opioidbehandlung variieren (siehe Abschnitt 4.4). Nach Langzeitanwendung von Buprenorphin können Entzugssymptome ver-gleichbar denjenigen bei Opiat-Entzug nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Zur Symptomatik gehö-ren Agitiertheit, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperkinesie, Tremor und gastrointesti-nale Störungen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome

Es sind ähnliche Symptome wie bei anderen zentral wirksamen Analgetika zu erwarten. Dazu können Atemdepression einschließlich Apnoe, Sedierung, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreis-lauf-Kollaps und ausgeprägte Miosis gehören.

Behandlung

Alle Pflaster von der Haut des Patienten entfernen. Atemwege freimachen und freihalten, entspre-chend der Symptomatik Atmung unterstützen oder überwachen und angemessene Körpertemperatur und Flüssigkeitsbilanz aufrechterhalten. Sauerstoff, intravenöse Flüssigkeit, Vasopressoren und andere unterstützende Maßnahmen sollten entsprechend der Symptomatik eingesetzt werden.

Ein spezifischer Opioid-Antagonist wie Naloxon kann die Wirkungen von Buprenorphin aufheben, auch wenn Naloxon die Wirkungen von Buprenorphin unter Umständen weniger wirksam umkehrt, als andere μ-Opioid-Agonisten. Die Behandlung mit intravenöser Naloxon-Dauerinfusion sollte mit der üblichen Dosis eingeleitet werden; es können aber auch hohe Dosen erforderlich sein.

Pharmakologische Eigenschaften - Buprenorphin 7 Tage

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Analgetika, Opioide, ATC-Code: N02AE01

Buprenorphin ist ein µ-Opioidagonist, der als reiner Agonist in Bezug auf Analgesie und als partieller Agonist in Bezug auf seine atemdepressiven Eigenschaften wirkt. Es besitzt auch eine antagonistische Aktivität am κ-Opioid-Rezeptor.

Andere pharmakologische Wirkungen

In-vitro- und Tierstudien zeigen verschiedene Wirkungen natürlicher Opioide wie z. B. Morphin auf Bestandteile des Immunsystems; die klinische Bedeutung dieser Befunde ist unbekannt. Ob Buprenor-phin, ein halbsynthetisches Opioid, immunologische Wirkungen ähnlich wie Morphin besitzt, ist unbe-kannt.

Wie bei anderen Opioidanalgetika besteht auch bei Buprenorphin ein potenzielles Risiko für eine Atemdepression. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Buprenorphin ein partieller Agonist in Be-zug auf seine atemdepressive Aktivität ist, und es wurde ein Sättigungseffekt nach intravenösen Dosen von mehr als 2 μg/kg beobachtet. Eine Atemdepression scheint bei therapeutischen Dosen der trans-dermalen Darreichungsform selten aufzutreten [bis zu 40 μg/h].

Die Wirksamkeit wurde im Rahmen von sieben Phase-III-Pivotalstudien mit einer Dauer von bis zu 12 Wochen bei Patienten mit nicht-malignen Schmerzen unterschiedlicher Genese, u. a. bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Osteoarthritis und Rückenschmerzen, untersucht. Buprenorphin führte zu einer klinisch signifikanten Senkung der Schmerzscores (etwa 3 Punkte auf der BS-11-Skala) und einer signifikant stärkeren Schmerzkontrolle als Placebo.

Auch eine offene Langzeit-Extensionsstudie (n=384) wurde bei Patienten mit nicht-malignen Schmer-zen durchgeführt. Unter Langzeitgabe wurde eine Schmerzkontrolle bei 63% der Patienten über sechs Monate, bei 39% der Patienten über 12 Monate, bei 13% der Patienten über 18 Monate und bei 6% der Patienten über 21 Monate erreicht. Etwa 17% der Patienten wurden unter der 5-mg-Dosis, 35% unter der 10-mg-Dosis und 48% unter der 20-mg-Dosis stabilisiert.

Pharmakokinetik

Es gibt Hinweise auf eine enterohepatische Rezirkulation.

Untersuchungen an trächtigen und nicht-trächtigen Ratten haben gezeigt, dass Buprenorphin sowohl die Blut-Hirn-Schranke als auch die Plazentaschranke passiert. Nach parenteraler Gabe waren die Konzentrationen im Gehirn (nur unverändertes Buprenorphin vorhanden) 2- bis 3-fach höher als nach

oraler Gabe. Nach intramuskulärer oder oraler Verabreichung kumuliert Buprenorphin offenbar im Gastrointestinallumen des Fötus - vermutlich auf Grund der biliären Ausscheidung, da der enterohepa-tische Kreislauf noch nicht voll entwickelt ist.

Jedes Pflaster gibt bis zu 7 Tage lang kontinuierlich Buprenorphin ab. Der Steady-State wird während der ersten Applikation erreicht. Nach Entfernen des Buprenorphin-Pflasters nehmen die Buprenor-phin-Konzentrationen zunächst innerhalb von 12 Stunden um etwa 50% ab. Danach liegen mittlere Eliminationshalbwertszeiten zwischen 30 und 45 Stunden.

Resorption

Nach der Applikation des Buprenorphin-Pflasters diffundiert Buprenorphin aus dem Pflaster durch die Haut. In klinischen pharmakologischen Studien betrug die mediane Zeit für ein Buprenorphin

10 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster bis zur Detektion nachweisbarer Buprenorphin-Kon-zentrationen (25 Pikogramm/ml) etwa 17 Stunden. Die Analyse des Buprenorphin-Restgehalts in Pflastern nach 7-tägiger Anwendung zeigt, dass etwa 15% der ursprünglichen Beladung abgegeben wurden. Eine Studie zur Bioverfügbarkeit im Vergleich zur intravenösen Verabreichung bestätigt, dass diese Menge systemisch resorbiert wird. Die Buprenorphin-Konzentrationen im Blut bleiben während der 7-tägigen Applikation des Pflasters relativ konstant.

Applikationsstelle

Eine Studie mit gesunden Probanden wies nach, dass das pharmakokinetische Profil von Buprenorphin bei Abgabe aus einem Buprenorphin-Pflaster ähnlich ist, wenn das Pflaster auf die Außenseite des Oberarms, den oberen Brustkorb, den oberen Rücken oder seitlich am Brustkorb aufgeklebt wird (mittlere axilläre Linie, 5. Interkostalraum). Die Resorption variiert im gewissen Maße in Abhängig-keit von der Applikationsstelle und die Aufnahme ist maximal ca. 26% höher bei Applikation auf den oberen Rücken im Vergleich zur Applikation seitlich am Brustkorb.

In einer Studie mit gesunden Probanden, die Buprenorphin-Pflaster wiederholt an derselben Stelle er-hielten, zeigte sich eine fast doppelt so hohe Aufnahme von Buprenorphin verglichen mit einer 14-tä-gigen Ruhephase. Aus diesem Grund wird ein Wechsel der Applikationsstellen empfohlen. Ein neues Pflaster sollte erst nach 3 bis 4 Wochen wieder auf dieselbe Hautpartie geklebt werden.

In einer Studie bei gesunden Probanden verursachte die Applikation eines Heizkissens direkt auf das transdermale Pflaster einen vorübergehenden Anstieg der Blutkonzentrationen von Buprenorphin um 26% bis 55%. Die Konzentrationen normalisierten sich innerhalb von 5 Stunden nach Entfernung der Wärmequelle. Aus diesem Grund wird empfohlen, keine Wärmequellen wie Wärmflaschen, Heizkis-sen oder elektrische Heizdecken direkt mit dem Pflaster in Kontakt zu bringen. Wird ein Heizkissen unmittelbar nach Entfernung des Buprenorphin-Pflasters auf die Applikationsstelle gelegt, so verän-dert dies die Resorption aus dem Hautdepot nicht.

Verteilung

Buprenorphin wird zu etwa 96% an Plasmaproteine gebunden.

Studien mit intravenös appliziertem Buprenorphin zeigten ein großes Verteilungsvolumen; dies impli-ziert, dass es zu einer extensiven Verteilung von Buprenorphin kommt. In einer Studie mit intravenös verabreichtem Buprenorphin an gesunden Probanden betrug das Verteilungsvolumen im Steady-State 430 l; dies zeigt das große Verteilungsvolumen und die Lipophilie des Arzneistoffes.

Nach intravenöser Anwendung werden Buprenorphin und seine Metabolite in die Galle sezerniert und innerhalb weniger Minuten in den Liquor cerebrospinalis verteilt. Die Buprenorphin-Konzentrationen im Liquor betragen etwa 15% bis 25% der gleichzeitig gemessenen Plasmakonzentrationen.

Biotransformation und Elimination

Der Metabolismus von Buprenorphin in der Haut nach Applikation von Buprenorphin transdermalen Pflastern ist vernachlässigbar gering. Nach transdermaler Applikation wird Buprenorphin über den he-patischen Metabolismus eliminiert und anschließend biliär und renal in Form löslicher Metaboliten

ausgeschieden. Der hepatische Metabolismus, an dem die Enzyme CYP3A4 und UGT1A1/1A3 betei-ligt sind, führt zu zwei primären Metaboliten, Norbuprenorphin beziehungsweise Buprenorphin-3-O-Glucuronid. Norbuprenorphin wird vor der Elimination glucuronidiert. Buprenorphin wird auch in den Fäzes ausgeschieden. In einer Studie bei postoperativen Patienten betrug die Gesamteliminationsrate von Buprenorphin etwa 55 l/Stunde.

Norbuprenorphin ist der einzige bekannte aktive Metabolit von Buprenorphin. Wirkung von Buprenorphin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneistoffe

Basierend auf in-vitro-Studien mit humanen Mikrosomen und Hepatozyten hat Buprenorphin in Kon-

zentrationen, wie sie durch ein Buprenorphin 20 Mikrogramm/Stunde Pflaster erreicht werden, nicht die Fähigkeit, den durch die CYP450 Enzyme CYP1A2, CYP2A6, CYP3A4 vermittelten Metabolis-mus zu inhibieren. Die Wirkung auf den Metabolismus durch CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C19 wurde nicht untersucht.

Pharmazeutische Angaben - Buprenorphin 7 Tage

Liste der sonstigen Bestandteile

Selbstklebende Matrix (mit Buprenorphin) Povidon K 90

4-Oxopentansäure Oleyloleat

Poly[acrylsäure-co-butylacrylat-co-(2-ethylhexyl)acrylat-co-vinylacetat] (5:15:75:5)

Selbstklebende Matrix (ohne Buprenorphin)

Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-glycidylmethacrylat-co-(2-hydroxyethyl)acrylat-co-vinylacetat] (68:0,15:5:27).

Trennfolie zwischen den beiden selbstklebenden Matrizes mit und ohne Buprenorphin Poly(ethylenterephthalat)

Trägerschicht Polyester

Schutzfolie

Poly(ethylenterephthalat), silikonisiert Blaue Drucktinte

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

Dauer der Haltbarkeit

Buprenorphin Aristo 7 Tage 5 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster Buprenorphin Aristo 7 Tage 10 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster 2 Jahre

Buprenorphin Aristo 7 Tage 20 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster 3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Buprenorphin Aristo 7 Tage 5 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster Buprenorphin Aristo 7 Tage 10 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster Nicht über 25°C lagern.

Buprenorphin Aristo 7 Tage 20 Mikrogramm/Stunde transdermales Pflaster

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

Jeder kindergesicherte Beutel besteht aus einem Schichtverbund aus Papier/PET/PE/Alumi-nium/Poly(acrylsäure-co-ethylen).

Ein Beutel enthält ein transdermales Pflaster.

Packungen mit 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 16, 18, 20 oder 24 einzeln versiegelten transdermalen Pflas-tern.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Beim Wechseln des Pflasters das gebrauchte Pflaster entfernen, mit der Klebefläche nach innen zu-sammenfalten und sicher beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Buprenorphin Aristo® 7 T. 5µg/h 4 transd. Pfl. N1
Preis
24,94 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Buprenorphin Aristo® 7 T. 5µg/h 8 transd. Pfl.
Preis
37,83 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Buprenorphin Aristo® 7 T. 5µg/h 12 transd. Pfl.
Preis
50,73 €
Zuzahlung
5,07 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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