Azelastin/Fluticason ELPEN 137 Mikrogramm/50 Mikrogramm pro Sprühstoß Nasenspray, Suspension
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Azelastin/Fluticason 137 Mikrogramm/50 Mikrogramm
Zur Linderung der Symptome der mittel- schweren bis schweren saisonalen und pe- rennialen allergischen Rhinitis, wenn eine Monotherapie entweder mit einem intranasa- len Antihistaminikum oder einem Glukokorti- koid nicht als ausreichend erachtet wird.
Dosierung
Für einen vollständigen therapeutischen Nutzen ist eine regelmäßige Anwendung wichtig. Kontakt mit den Augen ist zu ver- meiden.
Erwachsene und Jugendliche (12 Jahre und älter)
Ein Sprühstoß in jedes Nasenloch zweimal täglich (morgens und abends).
Kinder unter 12 Jahren
Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray wird nicht zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren empfohlen, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe noch nicht untersucht wurden.
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist bei dieser Patien- tengruppe nicht erforderlich.
Beeinträchtigung der Nieren- oder Leber- funktion
Es liegen keine Daten von Patienten mit Beeinträchtigung der Nieren- oder Leber- funktion vor.
Dauer der Behandlung Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray ist zur Langzeitanwendung geeignet.
Die Dauer der Behandlung sollte dem Zeit- raum der Allergenexposition entsprechen.
Art der Anwendung
Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray ist nur zur nasalen Anwendung bestimmt.
Gebrauchsanweisung
Vorbereitung des Sprays:
Vor jedem Gebrauch die Flasche ca. 5 Se- kunden lang leicht schütteln, indem diese nach oben und nach unten gekippt wird, danach die Schutzkappe abnehmen. Vor der ersten Anwendung muss Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray vorbereitet werden, dazu die Pumpe 6-mal nach unten drücken und wieder loslassen. Wenn Azelastin/ Fluticason ELPEN Nasenspray mehr als 7 Tage lang nicht benutzt wurde, muss das Spray erneut vorbereitet werden, dazu die Pumpe einmal nach unten drücken und wieder loslassen.
Anwendung des Sprays:
Vor jedem Gebrauch die Flasche ca. 5 Se- kunden lang leicht schütteln, indem diese nach oben und nach unten gekippt wird, danach die Schutzkappe abnehmen.
Nach dem Putzen der Nase die Suspension einmal in jedes Nasenloch sprühen, dabei den Kopf leicht nach unten neigen (siehe Abbildung). Nach der Anwendung die Sprüh- düse abwischen und die Schutzkappe wieder aufsetzen.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Nach Markteinführung gab es Berichte über klinisch signifikante Wechselwirkungen bei Patienten, die gleichzeitig Fluticasonpropio- nat und Ritonavir erhielten. Diese resultierten in systemischen Kortikosteroid-Effekten ein- schließlich Cushing-Syndrom und adrenaler Suppression. Deshalb sollte die gleichzeitige Anwendung von Fluticasonpropionat und Ritonavir vermieden werden, außer der mögliche Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko systemischer Kortikosteroid- Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4.5).
Systemische Wirkungen von nasal anzuwen- denden Kortikosteroiden können besonders dann auftreten, wenn eine Anwendung von hohen Dosen über einen längeren Zeitraum verschrieben wurde. Diese Effekte treten viel seltener auf als bei oralen Kortikosteroiden und können sich je nach Patient und ange- wendetem Kortikosteroid unterscheiden. Mögliche systemische Effekte umfassen unter anderem Cushing-Syndrom, cushingoi- de Erscheinungen, adrenale Suppression, Wachstumsverzögerung bei Kindern und
Jugendlichen, Katarakt und Glaukom, sowie seltener Veränderungen der Psyche oder des Verhaltens, einschließlich psychomoto- rischer Überaktivität, Schlafstörungen, Angst, Depression oder Aggression (be- sonders bei Kindern).
Da Azelastinhydrochlorid/Fluticasonpropio- nat-Nasenspray einem ausgeprägten First- Pass-Metabolismus unterliegt, ist bei Patien- ten mit einer schweren Lebererkrankung wahrscheinlich die systemische Exposition von intranasalem Fluticasonpropionat erhöht. Dies kann zu einem häufigeren Auftreten von systemischen unerwünschten Ereignissen führen.
Bei der Behandlung dieser Patienten ist Vor- sicht angezeigt.
Eine Behandlung mit höheren als den emp- fohlenen Dosierungen intranasaler Kortiko- steroide kann zu einer klinisch signifikanten adrenalen Suppression führen. Wenn es Hinweise für eine Überschreitung der emp- fohlenen Dosierung gibt, sollte in Stresssitua- tionen oder vor geplanten Operationen eine zusätzliche systemische Kortikosteroidgabe erwogen werden.
Die Dosierung von intranasalen Fluticason- Formulierungen sollte generell auf die nied- rigste Dosis reduziert werden, die noch eine effektive Kontrolle der Rhinitissymptome gewährleistet. Höhere Dosierungen als die empfohlene Dosierung (siehe Abschnitt 4.2) wurden bei Azelastinhydrochlorid/Fluticason- propionat nicht geprüft. Wie bei allen nasal anzuwendenden Kortikosteroiden sollte immer dann, wenn gleichzeitig andere For- men einer Kortikosteroid-Behandlung ver- schrieben werden, die gesamte systemische Belastung mit Kortikosteroiden bedacht werden.
Es wurde über Wachstumsverzögerungen bei Kindern berichtet, die nasal anzuwen- dende Kortikosteroide in zugelassenen Dosierungen erhielten. Da auch Jugendliche noch wachsen können, wird empfohlen, re- gelmäßig die Körpergröße von Jugendlichen zu kontrollieren, die eine längerfristige Be- handlung mit nasal anzuwendenden Kortiko- steroiden erhalten. Bei Wachstumsverzöge- rungen sollte die Therapie mit dem Ziel über- prüft werden, die Dosierung des nasal an- zuwendenden Kortikosteroids wenn möglich auf die niedrigste Dosierung zu reduzieren, die noch eine effektive Kontrolle der Symp- tome gewährleistet.
Bei der systemischen und topischen An- wendung von Kortikosteroiden können Seh- störungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie
z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemi- scher oder topischer Kortikosteroide ge- meldet wurden.
Bei Patienten mit einer Veränderung des Seh- vermögens oder mit einer Vorgeschichte von erhöhtem Augeninnendruck, Glaukom und/
Azelastin/Fluticason ELPEN
137 Mikrogramm / 50 Mikrogramm pro Sprühstoß, Nasenspray, Suspension
oder Katarakt ist eine engmaschige Kon- trolle geboten.
Sollte es Grund zur Annahme geben, dass die Nebennierenrindenfunktion beeinträchtigt ist, ist Vorsicht geboten, wenn die Patienten von der Behandlung mit systemischen Ste- roiden auf Azelastin/Fluticason ELPEN Na- senspray umgestellt werden.
Bei Patienten, die an Tuberkulose oder einer anderen nicht behandelten Infektionskrank- heit leiden, sich vor kurzem einem chirurgi- schen Eingriff unterziehen mussten oder eine Verletzung der Nase oder des Mundes auf- weisen, sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko- Abwägung der Behandlung mit Azelastin/ Fluticason ELPEN Nasenspray getroffen werden.
Infektionen der oberen Atemwege sollten antibakteriell oder antimykotisch behandelt werden, stellen aber keine spezifische Kon- traindikation zur Behandlung mit Azelastin/ Fluticason ELPEN Nasenspray dar.
Sonstige Bestandteile
Dieses Arzneimittel enthält 0,014 mg Benz- alkoniumchlorid pro Sprühstoß. Eine länge- re Anwendung kann eine Schwellung der Nasenschleimhaut hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Sprühstoß,
d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Fluticasonpropionat
Unter Normalbedingungen werden nach der nasalen Anwendung geringe Plasmakonzen- trationen von Fluticasonpropionat erreicht, was auf den ausgeprägten First-Pass-Me- tabolismus und die hohe systemische Clea- rance, hervorgerufen durch das Cytochrom P450 3A4 in Darm und Leber, zurückzufüh- ren ist. Daher sind klinisch signifikante Wechselwirkungen durch Fluticasonpropio- nat unwahrscheinlich.
Eine Studie an gesunden Probanden zur Untersuchung von Wechselwirkungen hat gezeigt, dass Ritonavir (ein starker Cyto- chrom P450 3A4-Inhibitor) die Plasmakon- zentrationen von Fluticasonpropionat stark erhöhen kann, was zu deutlich verringerten Serumkortisolspiegeln führt. Nach Marktein- führung gab es Berichte über klinisch signi- fikante Wechselwirkungen bei Patienten, die gleichzeitig intranasales oder inhalatives Fluticasonpropionat und Ritonavir erhielten. Diese resultierten in systemischen Kortiko- steroid-Effekten. Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen CYP3A4-Inhibito- ren, einschließlich Cobicistat-haltiger Pro- dukte, ist auch mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das er- höhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Kortikosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische Kor- ticosteroid-Nebenwirkungen überwacht werden.
Studien haben gezeigt, dass andere Inhibi- toren des Cytochrom P450 3A4 vernach- lässigbare (Erythromycin) und geringe
(Ketoconazol) Anstiege der systemischen Konzentration von Fluticasonpropionat, ohne deutliche Reduktion des Serumkortisol- spiegels, bewirken. Dennoch sollte eine gleichzeitige Anwendung mit potenten Cyto- chrom P450 3A4-Inhibitoren (wie z. B. Ke- toconazol) aufgrund eines möglichen An- stiegs der systemischen Wirkungen von Fluticasonpropionat nur mit Vorsicht erfolgen.
Azelastinhydrochlorid
Spezifische Untersuchungen von Wechsel- wirkungen mit Azelastinhydrochlorid-Nasen- spray wurden nicht durchgeführt. Es wurden Untersuchungen von Wechselwirkungen mit hohen oralen Dosen durchgeführt. Diese haben jedoch keine Relevanz für Azelastin- hydrochlorid-Nasenspray, da die empfohle- nen nasalen Dosierungen nur zu einer we- sentlich niedrigeren systemischen Expositi- on führen. Dennoch sollte Azelastinhydro- chlorid bei Patienten, die gleichzeitig Seda- tiva oder zentral wirksame Arzneimittel einnehmen, mit Vorsicht angewendet wer- den, da die sedative Wirkung verstärkt werden kann. Alkohol kann diesen Effekt ebenfalls verstärken (siehe Abschnitt 4.7).
Fertilität
Es liegen nur begrenzte Daten zur Fertilität vor (siehe Abschnitt 5.3).
Schwangerschaft
Es liegen keine, oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Azelastinhydrochlorid und Fluticasonpropionat bei Schwangeren vor. Während einer Schwangerschaft sollte Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray daher nur dann angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risi- ko für den Fötus rechtfertigt (siehe Ab- schnitt 5.3).
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob nasal angewendetes Azelastinhydrochlorid, Fluticasonpropionat oder die jeweiligen Metaboliten in die Mutter- milch übergehen. Während der Stillzeit soll- te Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray nur dann angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das po- tenzielle Risiko für das Neugeborene/den Säugling rechtfertigt.
Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Ma- schinen.
In Einzelfällen können bei der Anwendung von Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Mattig- keit, Erschöpfung, Schwindel- oder Schwä- chegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können, auftreten. In diesen Fällen können die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zur Bedienung von Ma- schinen beeinträchtigt sein. Alkohol kann diese Wirkung verstärken.
Häufig kommt es nach der Anwendung zu einem substanzspezifischen unangenehmen Geschmack (meist aufgrund unsachgemäßer Anwendung, d. h. bei zu weit zurück geneig- tem Kopf während der Anwendung).
Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Häufigkeiten auf- geführt.
Bei den Häufigkeitsangaben werden fol- gende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage
der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Siehe Tabelle auf Seite 3
Systemische Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit einigen intranasalen Kortikosteroiden auftreten, insbesondere, wenn hohe Dosen über lange Zeiträume angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Es wurde über Wachstumsverzögerungen bei Kindern berichtet, die nasale Kortikoste- roide erhielten. Wachstumsverzögerungen sind auch bei Jugendlichen möglich (siehe Abschnitt 4.4).
Unter Langzeitanwendung von nasalen Kor- tikosteroiden wurde in seltenen Fällen das Auftreten von Osteoporose beobachtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver- hältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Ne- benwirkung dem Bundesinstitut für Arznei- mittel und Medizinprodukte, Abt. Pharma- kovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei nasaler Anwendung sind keine Über- dosierungsreaktionen zu erwarten.
Es liegen keine Daten von Patienten zu den Effekten einer akuten oder chronischen Über- dosierung von intranasal angewendetem Fluticasonpropionat vor.
Die intranasale Anwendung von zweimal täglich 2 Milligramm Fluticasonpropionat (das 10-Fache der empfohlenen Tagesdosis) über 7 Tage hatte bei gesunden Probanden keine Auswirkung auf die Hypothalamus-Hypo- physenvorderlappen-Nebennierenrinden- Funktion.
Eine Behandlung mit höheren als den emp- fohlenen Dosierungen über einen langen Zeitraum kann zu einer vorübergehenden Suppression der Nebennierenfunktion füh- ren.
Bei diesen Patienten sollte die Behandlung mit Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray mit einer Dosierung fortgesetzt werden, die noch eine effektive Kontrolle der Symptome
| HäufigkeitSystemorganklasse | Sehr häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlich- keitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen, Angioödem (Gesichts- oder Zungenödeme und Hautaus- schlag), Broncho- spasmus | |||||
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerzen, Dysgeusie (unangenehmer Geschmack), unangenehmer Geruch | Schwindel, Somnolenz (Benommenheit, Schläfrigkeit) | ||||
| Augenerkrankungen* | Glaukom, Erhöhung des Augeninnen- drucks, Katarakt | Verschwom- menes Sehen (siehe auch Abschnitt 4.4) | ||||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Nasenbluten | Beschwerden an der Nase (einschließlich Nasenreizung, Brennen, Jucken), Niesen, trockene Nasenschleim- haut, Husten, Halstrockenheit, Rachenreizung | Perforation der Nasenscheide- wand**, Schleimhaut- erosion | Nasengeschwüre | ||
| Erkrankungen des Gastrointestinal- trakts | Mundtrockenheit | Übelkeit | ||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria | |||||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwächegefühl (sieheAbschnitt 4.7) |
Azelastin/Fluticason ELPEN 137 Mikrogramm / 50 Mikrogramm pro Sprühstoß, Nasenspray, Suspension
* Es wurde eine geringe Zahl von Spontanmeldungen berichtet, die nach Dauerbehandlung mit intranasal angewandtem Fluticasonpropionat aufgetreten sind.
** Perforationen der Nasenscheidewand wurden nach intranasaler Anwendung von Kortikosteroiden beobachtet.
gewährleistet. Die Nebennierenrindenfunk- tion wird sich innerhalb von wenigen Tagen erholen und kann durch die Messung von Plasmakortisol überprüft werden.
Bei Überdosierung nach versehentlicher oraler Aufnahme ist aufgrund tierexperimen- teller Befunde mit Störungen des zentralen Nervensystems (einschließlich Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Koma, Tachykardie und Hypo- tonie) zu rechnen, die durch Azelastinhydro- chlorid verursacht werden.
Die Behandlung muss symptomorientiert erfolgen. Je nach verschluckter Menge wird eine Magenspülung empfohlen. Ein Antidot ist nicht bekannt.
Pharmakologische Eigenschaften - Azelastin/Fluticason 137 Mikrogramm/50 Mikrogramm
Pharmakotherapeutische Gruppe: Dekon- gestiva und andere Rhinologika zur
topischen Anwendung, Corticosteroide, Fluticason, Kombinationen, ATC-Code: R01AD58.
Wirkmechanismus und pharmakodynami- sche Effekte
Azelastin/Fluticason ELPEN Nasenspray enthält Azelastinhydrochlorid und Fluticason- propionat, die unterschiedliche Wirkmecha- nismen haben und synergistische Wirkungen hinsichtlich der Besserung der Symptome von allergischer Rhinitis und Rhinokonjunk- tivitis besitzen.
Fluticasonpropionat
Fluticasonpropionat ist ein synthetisches, dreifach fluoriertes Kortikosteroid mit einer sehr hohen Affinität für den Glukokortikoid- rezeptor und einer stark entzündungshem- menden Wirkung, d. h. es ist 3 – 5-fach po- tenter als Dexamethason in Assays zur ge- klonten human Glukokortikoidrezeptorbin- dung und Genexpression.
Azelastinhydrochlorid
Azelastin ist ein Phthalazinonderivat und wird als potente, langwirksame, antiallergische Substanz mit selektiven H1-antagonisti- schen, Mastzell-stabilisierenden und ent- zündungshemmenden Eigenschaften ein- gestuft. Die Daten aus In-vivo- (präklinisch) und In-vitro-Studien zeigen, dass Azelastin die Synthese oder Freisetzung von chemi- schen Mediatoren hemmt, die bekannter- weise an den allergischen Reaktionen der frühen und späten Phase beteiligt sind, wie
z. B. Leukotriene, Histamin, plättchenakti- vierender Faktor (PAF) und Serotonin.
Eine Linderung der nasalen allergischen Symptome ist innerhalb von 15 Minuten nach der Anwendung zu beobachten.
Azelastinhydrochlorid/Fluticasonpropio- nat-Nasenspray
In 4 klinischen Studien mit Erwachsenen und Jugendlichen mit allergischer Rhinitis führte die Anwendung von Azelastinhydrochlorid/
Azelastin/Fluticason ELPEN
137 Mikrogramm / 50 Mikrogramm pro Sprühstoß, Nasenspray, Suspension
Fluticasonpropionat-Nasenspray in der Dosierung von einem Sprühstoß in jedes Nasenloch zweimal täglich im Vergleich zu Placebo, Azelastinhydrochlorid allein und Fluticasonpropionat allein zu einer signifi- kanten Verbesserung der Nasensymptome (bestehend aus einer laufenden Nase, ver- stopften Nase, Niesen und Juckreiz). Azelastinhydrochlorid/Fluticasonpropionat- Nasenspray verbesserte in allen 4 Studien signifikant die Augensymptome (bestehend aus Juckreiz, tränenden/wässrigen Augen und Rötung der Augen) und die krankheits- bezogene Lebensqualität des Patienten (an- hand des Fragebogens zur Lebensqualität bei Rhinokonjunktivitis [Rhinoconjunctivitis Quality of Life Questionnaire – RQLQ]).
Im Vergleich zu einem auf dem Markt befind- lichen Fluticasonpropionat-Nasenspray wurde eine wesentliche Symptomverbes- serung (50 % Reduktion der Schwere der nasalen Symptome) mit Azelastinhydro- chlorid/Fluticasonpropionat-Nasenspray si- gnifikant früher (mindestens 3 Tage) erreicht. Die statistisch signifikante Wirkung von Azelastinhydrochlorid/Fluticasonpropionat- Nasenspray gegenüber Fluticasonpropionat- Nasenspray wurde während einer einjährigen Studie bei Patienten mit chronisch persistie- render allergischer Rhinitis und nicht-aller- gischer/vasomotorischer Rhinitis aufrecht- erhalten.
In einer Ambrosia-Pollenallergen-Expositi- onskammerstudie wurde 5 Minuten nach Anwendung von Azelastinhydrochlorid/ Fluticasonpropionat-Nasenspray (im Ver- gleich zu Placebo) eine erste statistisch si- gnifikante Linderung der Symptome beob- achtet. 15 Minuten nach der Anwendung von Azelastinhydrochlorid/Fluticasonpropio- nat berichteten 60 % der Patienten über eine klinisch relevante Verringerung der Symp- tomwerte um mindestens 30 %.
Resorption
Nach nasaler Anwendung von zwei Sprüh- stößen Azelastinhydrochlorid/Fluticason- propionat-Nasenspray pro Nasenloch (548 μg Azelastinhydrochlorid und 200 μg Fluticasonpropionat) betrug die mittlere (± Standardabweichung) maximale Plasma- exposition (cmax) 194,5 ± 74,4 pg/ml für Azelastin bzw. 10,3 ± 3,9 pg/ml für Fluticasonpropionat und die mittlere Gesamt- exposition (AUC) 4.217 ± 2.618 pg/ml*h für Azelastin bzw. 97,7 ± 43,1 pg/ml*h für Fluticasonpropionat. Die mediane Zeit bis zur maximalen Exposition (tmax) einer Einzel- dosis betrug 0,5 Stunde für Azelastin und 1,0 Stunde für Fluticasonpropionat.
Beim Vergleich von Azelastinhydrochlorid/ Fluticasonpropionat-Nasenspray mit einem auf dem Markt befindlichen Fluticasonpro- pionat-Nasenspray war die systemische Exposition von Fluticasonpropionat um ca. 50 % erhöht. Azelastinhydrochlorid/ Fluticasonpropionat-Nasenspray war mit einem auf dem Markt befindlichen Azelastin- Nasenspray hinsichtlich der systemischen Exposition von Azelastin gleichwertig. Es gab keine Hinweise für pharmakokinetische Wechselwirkungen zwischen Azelastinhydro- chlorid und Fluticasonpropionat.
Verteilung
Fluticasonpropionat hat ein großes Vertei- lungsvolumen im Steady State (ca. 318 Li- ter). Die Plasmaproteinbindung beträgt 91 %. Das Verteilungsvolumen von Azelastin ist groß; dies weist auf eine Verteilung vorwie- gend in das periphere Gewebe hin. Die Plasmaproteinbindung beträgt 80 – 90 %. Darüber hinaus haben beide Arzneimittel breite therapeutische Fenster. Arzneimittel- verdrängungsreaktionen sind daher unwahr- scheinlich.
Biotransformation
Fluticasonpropionat wird schnell aus dem Blutkreislauf entfernt, vorwiegend durch die Verstoffwechselung über das Cytochrom- P450-Enzym CYP3A4 in der Leber zu einem inaktiven Carbonsäure-Metaboliten. Ver- schlucktes Fluticasonpropionat unterliegt ebenso einem umfassenden First-Pass- Stoffwechsel.
Azelastin wird über verschiedene CYP-Iso- enzyme, vor allem CYP3A4, CYP2D6 und CYP2C19, zu N-Desmethylazelastin meta- bolisiert.
Elimination
Die Eliminationsrate von intravenös verab- reichtem Fluticasonpropionat ist über den Dosierungsbereich von 250 – 1.000 μg linear und durch eine rasche Plasmaclearance (1,1 Liter/min) charakterisiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 3 – 4 Stunden um ca. 98 % reduziert und die terminale Halbwertszeit von 7,8 h bezieht sich nur auf niedrige Plasmakonzentrationen. Die renale Clearance von Fluticasonpropio- nat ist vernachlässigbar (< 0,2 %) und weni- ger als 5 % als Carbonsäure-Metabolit. Die Ausscheidung von Fluticasonpropionat und dessen Metaboliten erfolgt hauptsächlich über die Galle.
Nach einer Einzeldosis Azelastin beträgt die Halbwertszeit für die Plasmaelimination ca. 20 – 25 Stunden für Azelastin und ca. 45 Stunden für den therapeutisch wirk- samen Metaboliten N-Desmethylazelastin. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Fäzes. Die anhaltende Ausscheidung kleiner Mengen der Dosis in die Fäzes ist ein Hinweis darauf, dass ein gewisser entero- hepatischer Kreislauf stattfindet.