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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

INFECTOKRUPP® Inhal, 4 mg/ml Lösung für einen Vernebler

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Lösung für e. Vernebler

Hersteller

InfectoPharm Arzneimittel u. Consilium GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.6.2026
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Fachinfo - INFECTOKRUPP® 4 mg/ml

Anwendungsgebiete

Zusatzbehandlung der akuten Atemnot verursacht durch Schleimhautschwellungen im Bereich der oberen Atemwege und/oder Krämpfe der Bronchialmuskulatur, wenn die alleinige Gabe von Cortisonpräparaten nicht ausreichend ist.

Dazu gehören insbesondere die akute stenosierende Laryngotracheitis (umgangssprachlich: Krupp oder Pseudokrupp) und allergische Reaktionen.

INFECTOKRUPP Inhal wird angewendet bei Säuglingen ab einem Alter von 6 Monaten, Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Dosierung

Dosierung

Die notwendige Menge INFECTOKRUPP Inhal über einen Vernebler applizieren und inhalieren. In der Regel ist bei Atemnot eine Dosierung von 7–14 Hüben (ca. 1–2 ml), entsprechend 4–8 mg Epinephrin ausreichend. Dabei ist das Restvolumen des Verneblers zu berücksichtigen. Bei Bedarf ist die Inhalation zu wiederholen.

Säuglinge unter 6 Monaten: Die Sicherheit und Wirksamkeit von INFECTOKRUPP Inhal bei Säuglingen unter 6 Monaten ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.1 beschrieben, eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung Zur Inhalation

Vor Gebrauch Flasche öffnen und beiliegende Dosierpumpe mit Tropfapplikator (Spender) aufschrauben.

Bei Erstanwendung ist die Dosierpumpe zunächst solange zu betätigen bis Lösung sichtbar aus dem Spender tropft (in der Regel zwei- bis dreimal).

Nur klare Lösungen verwenden. Nach der Inhalation den Mund mit Wasser ausspülen.

Die Anwendungsdauer von INFECTOKRUPP Inhal richtet sich nach der akuten klinischen Symptomatik. Gegebenenfalls wird INFECTOKRUPP Inhal mehrmals im Abstand von (30 bis) 60 Minuten angewendet.

Gegenanzeigen

INFECTOKRUPP Inhal darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

INFECTOKRUPP Inhal darf nicht angewendet werden bei paroxysmaler Tachykardie, Engwinkelglaukom und hochfrequenter absoluter Arrhythmie.

INFECTOKRUPP Inhal sollte nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei Diabetikern, Hyperkalzämie bzw. Hypokaliämie, Hypertonie, Hyperthyreose, Phäochromozytom, Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung, schweren Nierenfunktionsstörungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels, sklerotischen Gefäßveränderungen oder Cor pulmonale.

Warnhinweise

Wegen der kurzen Halbwertszeit ist bei INFECTOKRUPP Inhal ein Relapseffekt möglich.

Die Anwendung von INFECTOKRUPP Inhal kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von INFECTOKRUPP Inhal als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Nach der Verabreichung von Epinephrin/Adrenalin bei Patienten mit kongenitalem Long-QT-Syndrom oder katecholaminerger polymorpher ventrikulärer Tachykardie wurden Fälle von QTc-Verlängerung und Torsade de pointes berichtet.

Dieses Arzneimittel enthält Benzoesäure und Alkohol (Ethanol)

Benzoesäure kann lokale Reizungen hervorrufen.

Die Menge in 1 ml dieses Arzneimittels entspricht weniger als 0,25 ml Bier oder 0,1 ml Wein. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.

Wechselwirkungen

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Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Die gleichzeitige Anwendung von tri- und tetrazyklischen Antidepressiva, MAO-Hemmern (Hemmstoffe der Monoaminoxidase), COMT-Hemmer (Hemmstoffe der Catechol-O-Methyl-Transferase), Guanethidin, L-Thyroxin, Theophyllin, Oxytocin, Ornipressin, Carbazochrom, bestimmten Antihistaminika (z. B. Diphenhydramin, Chlorphenamin), Reserpin, Mecamylamin, Levodopa, Parasympatholytika (z. B. Atropin), Herzglycosiden sowie Alkohol kann den Abbau von Epinephrin verlangsamen bzw. die Empfindlichkeit gegenüber Epinephrin und die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöhen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika vermindert sein.

Werden Alpha-Rezeptorenblocker (z. B. Phenoxybenzamin) und Phenothiazine gleichzeitig angewandt, kann es zu einer Blutdrucksenkung kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von nicht-selektiven Beta-Blockern, z. B. Propranolol, kann es zu einem Anstieg des Blutdruckes kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von INFECTOKRUPP Inhal und Halothan, Cyclopropan oder anderen Inhalationsanästhetika kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Die gleichzeitige Anwendung von INFECTOKRUPP Inhal und anderen Sympathomimetika, z. B. Orciprenalin, hat eine additive Wirkung.

Der hypokaliämische Effekt von Epinephrin kann durch andere Präparate, die zu Kaliumverlust führen, z. B. Kortikosteroide, Kalium-entziehende Diuretika, Aminophyllin oder Theophyllin, verstärkt werden.

Eine gleichzeitige Verabreichung von Thiamin (Vitamin B1) kann wirkungslos bleiben.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Epinephrin ist plazentagängig.

Es liegen keine adäquaten oder ausreichend kontrollierten Studien über die Anwendung von Epinephrin (Adrenalin) an schwangeren Frauen vor.

Epinephrin (Adrenalin) darf während der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn der mögliche Nutzen das potentielle Risiko für das Ungeborene rechtfertigt.

Epinephrin (Adrenalin) kann zu einer dramatischen Verringerung der Durchblutung der Plazenta führen, allerdings geschieht dies auch bei einem anaphylaktischen Schock. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass es auch zu Uteruskontraktionen und zur uterinen Vasokonstriktion kommen kann. Mit tokolytischer Wirkung ist zu rechnen.

Stillzeit

Epinephrin (Adrenalin) geht in die Muttermilch über. Da es oral aufgenommen nur wenig resorbiert und zudem schnell abgebaut wird, ist ein Abstillen nicht erforderlich.

Fertilität

Daten zum möglichen Einfluss von Epinephrin auf die Fertilität des Menschen liegen nicht vor.

Fahrtüchtigkeit

Die Patienten sollten nach der Inhalation eine Stunde lang kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, da Nebenwirkungen zu entsprechenden Einschränkungen, z. B. eine Veränderung der Sehleistung, führen können.

Nebenwirkungen

Ob und wieweit es zu unerwünschten Effekten kommt, hängt von der Epinephrindosis und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten ab. Die nachfolgend genannten Nebenwirkungen sind bisher vorwiegend bei parenteral-systemischer Anwendung aufgetreten, können jedoch auch bei inhalativer Anwendung nicht ausgeschlossen werden.

Organklasse Selten(≥ 1/10.000–< 1/1.000) Häufigkeit nicht bekannt(Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Hyperglykämie Metabolische Azidose, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie
Psychiatrische Erkrankungen Ruhelosigkeit, Nervosität, Angst, Halluzinationen, psychotische Zustände
Erkrankungen des Nervensystems Schwindel, Kopfschmerz, Tremor, zerebrale Krampfanfälle, Unsicherheitsgefühl
Organklasse Selten(≥ 1/10.000–< 1/1.000) Häufigkeit nicht bekannt(Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Augenerkrankungen Mydriasis
Herzerkrankungen Palpitationen, Tachykardie, Extrasystolie und andere tachykarde Herzrhythmusstörungen Myokardiale Ischämie, Myokardschädigung, Kammerflimmern/Herzstillstand aufgrund von Tachykardie/Extrasystolie, Angina pectoris, Takotsubo-/Stress-Kardiomyopathie (diese Nebenwirkung ist bisher nur in Zusammenhang mit der intravenösen und intramuskulären Applikation von Epinephrin bekannt geworden), Koronararterienspasmus
Gefäßerkrankungen In vielen Stromgebieten Vasokonstriktion, insbesondere im Bereich der Haut, Schleimhäute und der Nieren; Kältegefühl in den Extremitäten, Hypertonie, unter Umständen exzessiv mit Gefahr von zerebralen Blutungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums Dyspnoe, Lungenödem
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Hypersalivation, Übelkeit, ErbrechenGastrointestinale Störungen können auftreten, wenn bei der Anwendung ein Teil der Dosis verschluckt wird. Daher empfiehlt es sich, nach der Inhalation den Mund sorgfältig mit Wasser auszuspülen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Blässe, Hyperhidrose
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Muskelkrämpfe
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Oligurie, Anurie, Miktionsschwierigkeiten
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Rosafärbung der Schleimhaut sowie Blassfärbung der Haut im Bereich der Inhalationsmaske. Asthenie, ischämische Nekrosen im Anwendungsgebiet (z. B. an der Schleimhaut der oberen Atemwege), insbesondere bei längerer oder wiederholter Inhalation

Kinder und Jugendliche

Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Sicherheitsprofil von INFECTOKRUPP Inhal bei Kindern und Jugendlichen von dem bei Erwachsenen unterscheidet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung

Bei Überdosierung können durch allgemeine Gefäßkontraktionen folgende Symptome auftreten:

Hypertonie bis zu zerebralen Blutungen und Lungenödem, verminderte Hautdurchblutung (kalte, blassgraue Haut), Tachykardien bis zu Kammerflimmern und Herzstillstand, Reflexbradykardie durch parasympathische Gegenregulation, Kreislaufzentralisation, Schwindel, Ohnmacht, Atemlähmung, Atemnot.

Bei myokardialen Nekrosen: Insuffizienzzeichen und unter Umständen Rhythmusstörungen.

Zur Therapie von Überdosierungserscheinungen Flachlagerung und vorsichtige Applikation eines Alpha-Sympatholytikums (z. B. Phenoxybenzamin) oder vorsichtige Infusion eines peripheren Vasodilatators (z. B. Nitroprussidnatrium, Glyceroltrinitrat). Bei tachyarrhythmischen Nebenwirkungen ist zusätzlich die Anwendung eines Beta-Blockers (z. B. Propranolol) angezeigt.

Pharmakologische Eigenschaften - INFECTOKRUPP® 4 mg/ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Inhalative Sympathomimetika; Alpha- und Beta-Adrenorezeptoragonisten

ATC-Code: R03AA01

Epinephrin bezeichnet als INN das biologisch aktive, linksdrehende oder R-(–)-Adrenalin; es ist das physiologische Hormon aus den chromaffinen Zellen des Nebennierenmarks. Reines Epinephrin ist auch der Wirkstoff von INFECTOKRUPP Inhal.

Die physiologischen Funktionen von Epinephrin sind betarezeptorvermittelte Regulation von Herzfrequenz und myokardialer Kontraktilität, Tonus der glatten Muskulatur, Drüsensekretion und vor allem von Stoffwechselaktivitäten unter Belastung.

Die pharmakologischen Wirkungen von Epinephrin werden ebenfalls in komplexer Weise durch Stimulation von Alpha- und Beta-Rezeptoren vermittelt: in Abhängigkeit von der Rezeptorverteilung in den Zielorganen sowie Dosis und Applikationsweise von Epinephrin können alpha- oder beta-adrenerge Effekte überwiegen.

Im niedrigen Dosisbereich (etwa 1–2 µg/Minute i. v. beim Erwachsenen) überwiegen beta1- und beta2-adrenerge Wirkungen: Beschleunigung von kardialer Reizbildung und Reizleitung, Abnahme der Refraktärzeit, Steigerung der myokardialen Kontraktilität, dadurch Zunahme der Herzfrequenz und des Herzzeitvolumens sowie Anstieg des systolischen Blutdruckes. Gewöhnlich kommt es zu einer Abnahme des peripheren Gefäßwiderstandes und des diastolischen arteriellen Druckes (Beta2-Wirkung, insbesondere an den Gefäßen der Skelettmuskulatur), wobei der arterielle Mitteldruck noch gleich bleibt. Der Tonus der Bronchialmuskulatur nimmt ab (beta2-adrenerg); dieser Effekt ist bei Bronchospasmen besonders ausgeprägt.

Bei mittleren Dosierungen kombinieren sich beta- und alpha-adrenerge Wirkungen. Mit einer Zunahme von Herzfrequenz, Herzzeitvolumen und arteriellem Druck, Konstriktion von Haut- und Nierengefäßen, Verringerung von Durchblutung und Elektrolytausscheidung der Nieren,

Vasodilatation im Bereich der Skelettmuskulatur und des Splanchnikus sowie metabolisch bedingter Koronardilatation ist zu rechnen.

Mit steigender Dosierung treten die alpha-adrenergen Effekte von Vasokonstriktion und Zunahme des peripheren Widerstandes mehr in den Vordergrund. Dadurch kann eine Gegenregulation ausgelöst werden, welche die zunächst tachykarde Herzfrequenz in bradykard übergehen lässt.

Hohe Dosen von Epinephrin (über 10 µg/Minute i. v. beim Erwachsenen) wirken kardial stark stimulierend und in der Gefäßperipherie überwiegend alpha-adrenerg. Tachykardie, Arrhythmie, Zunahme des peripheren Widerstandes und Anstieg des Blutdruckes im großen und kleinen Kreislauf sind die Folge.

Selektive Rezeptorblockade verändert die Wirkungen von Epinephrin folgendermaßen: Alpharezeptorblockade führt durch Vasodilatation zum Abfall des peripheren Widerstandes und des mittleren Blutdruckes („Adrenalin-Umkehr“); die kardiale Stimulation bleibt dabei erhalten.

Nicht selektive Betarezeptorblockade lässt dagegen durch Vasokonstriktion den Blutdruck ansteigen und hemmt die bronchospasmolytische Wirkung von Epinephrin.

Die wichtigsten metabolischen Effekte von Epinephrin sind Steigerung der Serumkonzentrationen von Glukose, Laktat und freien Fettsäuren und Erhöhung des Sauerstoffverbrauches.

Therapeutisch sind folgende Wirkungen von Epinephrin von Bedeutung:

Im anaphylaktischen Schock Bronchospasmolyse, durch Vasokonstriktion Rückgang von Mukosaödemen, Tonisierung der Gefäße und Anhebung des Blutdrucks.

Bei Inhalation Vasokonstriktion und Schleimhautabschwellung.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Prüfungen mit mehr als 870 Kindern zwischen 1 Monat und 15 Jahren konnte die Wirksamkeit von inhalativem Epinephrin nachgewiesen werden. Die Erfahrungen aus klinischen Studien bei Kindern bis 6 Monaten sind jedoch begrenzt.

Pharmakokinetik

Bioverfügbarkeit

Epinephrin wird über die Schleimhaut der unteren Atemwege gut resorbiert. Bei endobronchialer Applikation wird die Bioverfügbarkeit mit 60–100 % angegeben.

Metabolismus

Die Metabolisierung von Epinephrin führt über Methylierung der phenolischen 3-Hydroxygruppe und oxidative Abspaltung der Aminogruppe zu 3-Methoxy- 4-hydroxymandelsäure (Vanillinmandelsäure), die mit dem Urin ausgeschieden wird.

Serumhalbwertszeit

Die Serumhalbwertszeit von Epinephrin beträgt ca. 3 Minuten. Die Wirkung hält nach intravenöser Injektion ebenfalls nur wenige Minuten an. Bei intramuskulärer und subkutaner Anwendung ist die Resorption durch Vasokonstriktion verzögert, die Wirkung protrahiert.

Bei der Anwendung von INFECTOKRUPP Inhal wird das Epinephrin von der Bronchialschleimhaut zunächst rasch resorbiert, die Serumkonzentration bleibt jedoch niedriger als nach intravenöser Gabe und fällt langsamer wieder ab; die durch endobronchiale Anwendung erreichbaren Wirkungen halten daher länger an, erfordern jedoch 2–3-mal so hohe Wirkstoffmengen.

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 19 asymptomatischen Kindern wurden die Epinephrinplasmaspiegel nach 3–20 Inhalationen mit Epinephrin oder Placebo bestimmt. Die Epinephrinspiegel stiegen im Mittel in der Epinephrin-Gruppe von 436 pg/ml auf 1.822 pg/ml, in der

Placebo-Gruppe von 561 pg/ml auf 1.316 pg/ml. Die AUC in der Epinephrin-Gruppe war 2,3-mal größer, jedoch waren die Unterschiede zwischen den Gruppen nicht signifikant.

Pharmazeutische Angaben - INFECTOKRUPP® 4 mg/ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Benzoesäure Citronensäure Ethanol

Natriumedetat (Ph. Eur.) Gereinigtes Wasser

Inkompatibilitäten

INFECTOKRUPP Inhal ist empfindlich gegenüber Sauerstoff und Licht. INFECTOKRUPP Inhal kann mit physiologischer Kochsalzlösung gemischt werden. Bei Mischung mit anderen Lösungen können Inkompatibilitäten auftreten.

Dauer der Haltbarkeit

Die Flasche stets in der Faltschachtel aufbewahren, da INFECTOKRUPP Inhal lichtempfindlich ist. Für die Aufbewahrung gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Im Kühlschrank (2–8 °C) aufbewahren (empfohlen)

    • dann gilt das aufgedruckte Verfalldatum (Dauer der Haltbarkeit: 18 Monate)

    • nach Anbruch (erstes Öffnen der Flasche) ist INFECTOKRUPP Inhal 8 Wochen bei Raumtemperatur (25 °C) haltbar

    • das Anbruchdatum ist in dem dafür vorgesehenen Feld auf der Faltschachtel zu notieren

  2. Bei Raumtemperatur (bis 25 °C) aufbewahren (verkürzte Haltbarkeit!)

    • dann ist das Arzneimittel noch 6 Monate haltbar, höchstens jedoch bis zum aufgedruckten Verfalldatum

    • das Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank ist auf der Faltschachtel zu notieren

    • unter diesen Lagerungsbedingungen ist die Flasche erst unmittelbar vor der Anwendung zu öffnen. Reste sind zu verwerfen, eine Haltbarkeit nach Anbruch besteht nicht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Epinephrin wird durch Sauerstoff abgebaut. Dieser Prozess wird durch Licht beschleunigt. Zum Schutz vor Sauerstoff ist INFECTOKRUPP Inhal in der ungeöffneten Flasche mit Schutzgas überlagert.

INFECTOKRUPP Inhal ist lichtgeschützt (in der Originalverpackung) entweder im Kühlschrank (2–8 °C) oder bei Raumtemperatur (25 °C) aufzubewahren. Zur Dauer der Haltbarkeit siehe 6.3.

Art und Inhalt des Behältnisses

Weißglasflasche mit Schraubverschluss, separate Dosierpumpe mit Tropfapplikator. INFECTOKRUPP Inhal ist erhältlich in Packungen mit 1 Flasche zu 10 ml.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

INFECTOKRUPP® Inhal 10ml Inhalationslsg. N1
Preis
78,29 €
Zuzahlung
7,83 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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