Atarax Eurim Tabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
- ausgenommen zur Kurzzeittherapie bis zu 4 Wochen
- ausgenommen für eine länger als 4 Wochen dauernde Behandlung in medizinisch begründeten Einzelfällen.
Eine längerfristige Anwendung von Tranquillantien ist besonders zu begründen.
Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie. [4]
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Atarax
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Angst- und Spannungszustände, nicht-psychotische emotional bedingte Unruhezustände.
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Ein - und Durchschlafstörungen, sofern sie nicht Folgeerscheinung anderer, behandlungsbedürftiger Grunderkrankungen sind.
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Juckreiz bei Nesselsucht (Urtikaria) und Ekzem (Neurodermitis).
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Zur Ruhigstellung vor chirurgischen Eingriffen (Prämedikation).
Nicht alle Angstzustände oder Schlafstörungen bedürfen einer medikamentösen Therapie. Oftmals sind sie Ausdruck kör-perlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder eine Therapie der Grundkrankheit be-einflußt werden.
Die Filmtabletten sollten mit alkoholfreier Flüssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen werden.
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Krankheitsbild und dem individuellen Verlauf. Dabei ist die niedrigste not-wendige Erhaltungsdosis anzustreben. Über die Notwendigkeit einer Fortdauer der Behandlung ist laufend kritisch zu ent-scheiden.
Es ist darauf zu achten, daß nach der Einnahme von Atarax Tabletten als Hypnotikum für eine ausreichende Schlafdauer gesorgt wird, um eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens am folgenden Morgen zu vermeiden. Bei akuten Schlaf-störungen ist die Behandlung möglichst auf Einzelgaben zu beschränken.
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Symptome einer Überdosierung
Bei jeder Beurteilung einer Intoxikation sollte daran gedacht werden, daß möglicherweise mehrere Arzneimittel z. B. in su-izidaler Absicht eingenommen wurden.
Bei einer Intoxikation mit Hydroxyzin können starke Sedierung, Bewußtseinsstörungen bis Koma, Tremor, Erregungszu-stände, Krampfanfälle, Mydriasis, Atmungsstörungen bis Apnoe, Sinustachykardie und Hypotension auftreten. Bei Kindern treten Erregungszustände besonders häufig auf.
- Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Bei bewußtseinsklaren Patienten kann Erbrechen angeregt werden, bei Bewußtlosen ist Magenspülung angezeigt. Bei Atmungsstörungen kann die assistierte Beatmung notwendig sein.
Hypotonie ist mit Ersatzflüssigkeiten zu behandeln, gegebenenfalls ist Noradrenalin anzuwenden.
Adrenalin darf nicht zur Anwendung kommen, da Hydroxyzin dem pressorischen Effekt von Adrenalin entgegen wirkt. Herzfunktion und Blutdruck sollten überwacht werden, bis der Patient über 24 Stunden symptomfrei ist.
Ein spezifisches Antidotum ist nicht bekannt. Ein Therapieversuch mit Physostigmin (0,5 mg i.v. langsam injiziert) kann unternommen werden, wenn supraventrikuläre Tachyarrhythmie und Krampfanfälle mit anderen Mitteln nicht zu beherr-schen sind.
Unter Behandlung mit Physostigmin ist auf die Gefahr des Auftretens einer cholinergen Krise zu achten (Salivation, Harn-drang, Emesis, Diarrhoe).
Ein 13 Monate altes Kind, 11 kg Körpergewicht, nahm 500 bis 625 mg Hydroxyzin ein. Eine Behandlung mit Physostig-min und Diazepam führte zu einer Kontrolle der Anfälle und zu einer Wiederherstellung innerhalb von 72 Stunden.
Atarax Tabletten dürfen nicht eingenommen werden bei:
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bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Hydroxyzin oder anderen Antihistaminika
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Engwinkel-Glaukom
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Prostata-Adenom mit Restharnbildung
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akuter Vergiftung durch Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmittel sowie Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva, Li-thium)
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gleichzeitiger Therapie mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase.
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Kindern unter 6 Jahren.
Atarax Tabletten dürfen nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei:
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eingeschränkter Leberfunktion
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Phäochromozytom.
Atarax Tabletten
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit fokalen kortikalen Hirnschäden und Krampfanfällen in der Anamnese sowie bei Pa-tienten mit einer Prädisposition zu kardialen Arrythmien bzw. Patienten, die gleichzeitig mit einem potentiell arrhythmoge-nen Arzneimittel behandelt werden.
Anwendung in Schwangerschaft und StillzeitAtarax Tabletten sollen in der Schwangerschaft nur nach strenger Abwägung des Nutzens gegen mögliche Risiken für das Kind verordnet werden. Kurz vor und während der Geburt dürfen Atarax Tabletten nicht eingenommen werden, da bei Neugeborenen eine Hypotonie entstehen kann.
Da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, sollte das Stillen für die Dauer der Behandlung unterbrochen werden. (s. a. 13.2 Reproduktionstoxizität)
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Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfender Arzneimittel (z. B. Neuroleptika, Tranquilizer, Antidepressiva, Hypnotika, Analgetika, Anaesthetika, Antiepileptika) kann es zu einer wechselseitigen Verstärkung der Wirkungen kom-men. Dies gilt insbesondere für den gleichzeitigen Alkoholgenuß, durch den die Wirkungen von Hydroxyzindihydrochlorid in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden können.
Atarax Tabletten
Bei gleichzeitiger Gabe von Hydroxyzindihydrochlorid und Phenytoin wird die Phenytoin-Wirkung abgeschwächt.
Die anticholinerge Wirkung von Hydroxyzindihydrochlorid kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Substanzen mit anticholinergen Wirkungen (z. B. Atropin, Biperiden, trizyklische Antidepressiva) in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden. Durch die gleichzeitige Einnahme von Hemmstoffen der Monoaminoxidase kann die anticholinerge Wirkung von Hydroxyzindihydrochlorid ebenfalls verstärkt werden, dies kann sich z. B. durch paralytischen Ileus, Harnretention oder Glaukomanfall äußern. Durch kombinierte Anwendung mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase kann es außerdem zu Hy-potension und einer verstärkten Depression von ZNS und Atemfunktion kommen, so daß von einer gleichzeitigen Therapie mit beiden Substanzen Abstand zu nehmen ist.
Die Anwendung von Antihypertensiva mit Hydroxyzindihydrochlorid kann zu einer verstärkten Sedierung führen.
Bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin (2mal tgl. 600 mg) wird die Plasmakonzentration von Hydroxyzin um 36 % erhöht, während der maximale Plasmaspiegel des Metaboliten Cetirizin um 20 % verringert wird.
Hydroxyzin ist ein CYP 2D6-Inhibitor und kann daher in hohen Dosen Wechselwirkungen mit CYP 2D6-Substraten verur-sachen (z. B. Fluoxetin).
Da Hydroxyzin in der Leber metabolisiert wird, kann es bei gleichzeitiger Gabe von Arzneimitteln, die potente Hemmstof-fe von Leberenzymen sind, möglicherweise zu erhöhten Hydroxyzin-Blutspiegeln kommen.
Bei der Durchführung eines Allergie-Hauttests sollten Atarax Tabletten sicherheitshalber 1 Woche vorher abgesetzt wer-den.
Zur Behandlung einer Hypotonie sollte Adrenalin bei Patienten, die unter einer Therapie mit Hydroxyzin stehen, nicht an-gewendet werden, da die Gabe von Adrenalin zu einem weiteren Blutdruckabfall führen kann (Adrenalinumkehr). Schwere Schockzustände können jedoch mit Noradrenalin behandelt werden (s. a. unter 12. Notfallmaßnahmen, Symptome und Ge-genmittel).
Hinweis:Der Patient sollte davon in Kenntnis gesetzt werden, daß er ohne Wissen seines behandelnden Arztes keine anderen Arz-neimittel — auch keine frei verkäuflichen — einnehmen sollte.
Keine
Keine bekannt.
Die Dosierung und die Dauer der Anwendung richten sich nach der individuellen Reaktionslage, dem Indikationsgebiet und der Schwere der Erkrankung und werden ausschließlich vom behandelnden Arzt bestimmt.
Soweit nicht anders verordnet, werden die folgenden Dosierungen empfohlen:
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Angst- und Spannungszustände:
Kinder über 10 Jahre und Erwachsene 37,5 bis 75 mg Hydroxyzindihydrochlorid pro Tag, aufgeteilt in zwei bis drei Ein-zelgaben.
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Psychogen bedingte Schlafstörungen:
Kinder über 10 Jahre und Erwachsene 37,5 bis 75 mg Hydroxyzindihydrochlorid abends vor dem Schlafengehen.
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Juckreiz bei Urtikaria oder Neurodermitis:
Kinder über 10 Jahre und Erwachsene 37,5 bis 75 mg Hydroxyzindihydrochlorid pro Tag, aufgeteilt in zwei bis drei Ein-zelgaben; Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren 25 bis 50 mg Hydroxyzindihydrochlorid pro Tag.
- Zur Ruhigstellung vor chirurgischen Eingriffen:
Kinder über 10 Jahre und Erwachsene 50 mg Hydroxyzindihydrochlorid, Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren 25 mg Hydroxyzindihydrochlorid am Tag vor der Operation.
Atarax Tabletten
Zu Beginn der Therapie sollte der behandelnde Arzt die individuelle Reaktion des Patienten auf das Arzneimittel kontrol-lieren, um eventuelle relative Überdosierungen möglichst rasch erkennen zu können. Dies gilt insbesondere für ältere und geschwächte Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf-, Atem- oder Niereninsuffizienz. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Dosierung auf Grund verlängerter Halbwertszeiten zu reduzieren. Wei-terhin sollten Patienten unter Berücksichtigung der spezifischen Lebenssituation (z. B. Berufstätigkeit) genaue Verhaltens-anweisungen für den Alltag gegeben werden.
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In Abhängigkeit von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit, Konzentrationsstörungen, Kopf-schmerzen.
Ferner besteht die Möglichkeit des Auftretens ,,paradoxer‘‘ Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Spannung, Schlaflosigkeit, Alpträume, Verwirrtheit, Halluzinationen, Zittern.
In seltenen Fällen können zerebrale Krampfanfälle auftreten.
Vegetative Begleiterscheinungen wie Akkommodationsstörungen, Mundtrockenheit, Gefühl der verstopften Nase, Erhö-hung des Augeninnendruckes, Obstipation und Miktionsstörungen können auftreten, ebenso Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Appetitverlust oder Appetitzunahme, epigastrische Schmerzen sowie Beschleunigung/Unregelmäßigkeit des Herzschlages.
Über allergische Reaktionen und Photosensibilität unter der Therapie mit Antihistaminika ist berichtet worden, ferner über Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus) und über Störungen der Körpertemperaturregulierung.
Blutbildveränderungen in Form von Leukopenie, Thrombopenie und hämolytischer Anämie können in Ausnahmefällen un-ter der Therapie mit Antihistaminika vorkommen.
Bei Patienten mit Phäochromozytom kann es durch die Gabe von Antihistaminika zu einer Katecholamin-Freisetzung kommen.
Nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Absetzen der Therapie Schlafstörungen wieder ver-stärkt auftreten.
Hinweise:Durch sorgfältige und individuelle Einstellung der Tagesdosen lassen sich Häufigkeit und Ausmaß von Nebenwirkungen reduzieren. Die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen ist bei älteren Patienten größer, bei diesem Personenkreis kann sich dadurch auch die Sturzgefahr erhöhen.
Die Leberfunktion sowie die Kreislaufsituation sind während der Therapie in regelmäßigen Abständen zu überwachen.
Hinweis für Verkehrsteilnehmer:Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, daß die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Daher sollten das Führen von Fahrzeugen, das Bedienen von Maschi-nen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten — zumindest während der ersten Phase der Behandlung — ganz unterbleiben. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.