Metamizol Kalceks 500 mg/ml Injektionslösung, 2 ml
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Metamizol 500 mg/ml
Starke akute oder chronische Schmerzen.
fieber, das auf andere MaBnahmen nicht anspricht.
Die intravenose oder intramuskulare Anwendung wird nur empfohlen, wenn die orale Anwendung nicht geeignet ist (z. B. bei Erbrechen, Schluckstorungen, etc.). Es ist zu berticksichtigen, dass die parenterale Anwendung mit einem hohen Risiko anaphylaktischer / anaphylaktoider Reaktionen verbunden ist.
30 Minuten nach parenteraler Anwendung kann eine deutliche Wirkung erwartet werden. Die Wirkung halt in der Regel etwa 4 Stunden an.
Dosierung
Die Dosierung und Art der Anwendung hangen von der gewtinschten analgetischen Wirkung und vom Zustand des Patienten ab. Die Dosierung richtet sich nach der Intensitat der Schmerzen oder des fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metamizol Kalceks zu reagieren. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewahlt wird.
In Abhangigkeit von der Tagesmaximaldosis kann eine Einzeldosis bis zu 4-mal am Tag in Abstanden von 6-8 Stunden gegeben werden.
Erwachsene und Jugendliche
Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (> 53 kg) konnen bis zu 1000 mg pro Einzeldosis erhalten.
Die folgende Tabelle enthalt die empfohlenen Einzeldosen und maximalen Tagesdosen in Abhangigkeit von Gewicht oder Alter:
TaЬelle 1
| Korpergewicht | Einzeldosis | Tagesmaximaldosis | |||
| kg | Alter | ml | mg | ml | mg |
| 5-8 | 3-11 Monate | 0,1-0,2 | 50-100 | 0,4-0,8 | 200-400 |
| 9-15 | 1-3 Jahre | 0,2-0,5 | 100-250 | 0,8-2,0 | 400-1000 |
| 16-23 | 4-6 Jahre | 0,3-0,8 | 150-400 | 1,2-3,2 | 600-1600 |
| 24-30 | 7-9 Jahre | 0,4-1,0 | 200-500 | 1,6-4,0 | 800-2000 |
| 31-45 | 10-12 Jahre | 0,5-1,4 | 250-700 | 2,0-5,6 | 1000-2800 |
| 46-53 | 13-14 Jahre | 0,8-1,8 | 400-900 | 3,2-7,2 | 1600-3600 |
| > 53 | ≥ 15 Jahre | 1,0-2,0* | 500-1000* | 4,0-8,0* | 2000-4000* |
*Bei Bedarf kann die Einzeldosis auf 5 ml (entsprechend 2500 mg Metamizol) und die Tagesdosis auf 10 ml (entsprechend 5000 mg Metamizol) erhoht werden.
Besondere Patientengruppen
.ltere Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschrankter Кreatinin-Clearance
Bei alteren Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschrankter Kreatinin-Clearance sollte die Dosis reduziert werden, da die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Metamizol verzogert sein kann.
Eingeschrankte Nieren- und Leberfunktion
Da bei eingeschrankter Nieren- oder Leberfunktion die Eliminationsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung von Metamizol bei Patienten mit schwerer Einschrankung der Nieren- und Leberfunktion liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Кinder und Jugendliche
Dosierung siehe Tabelle 1.
Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre kann als Einzeldosis 8-16 mg Metamizol pro Kilogramm Korpergewicht gegeben werden. Bei fieber ist ftir Kinder eine Dosis von 10 mg Metamizol pro Kilogramm Korpergewicht im Allgemeinen ausreichend.
Art der Anwendung
Zur intravenosen und intramuskularen Anwendung.
Es muss gewahrleistet sein, dass die Injektion des Arzneimittels bei den ersten Anzeichen einer anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktion abgebrochen wird (siehe Abschnitt 4.8). Die parenterale Anwendung muss beim liegenden Patienten und unter sorgfaltiger arztlicher Uberwachung erfolgen.
Um die Gefahr einer hypotensiven Reaktion zu minimieren, darf die intravenose Injektion nur sehr langsam erfolgen, d.h. nicht schneller als 1 ml (entsprechend 500 mg Metamizol) pro Minute.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die hypotensive Reaktion nach der Injektion dosisabhangig ist, muss die Indikation ftir die parenterale Anwendung einer Einzeldosis von mehr als 1 g Metamizol mit sehr sorgfaltig geprtift werden (siehe Abschnitt 4.4).
Aufgrund von Nebenwirkungen ist das Arzneimittel nicht ftir eine langfristige (Monate) Anwendung geeignet.
-
Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Pyrazolone (z. B. Phenazon, Propyphenazon) oder Pyrazolidine (z. B. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile;
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Agranulozytose in der Anamnese, die durch Metamizol, andere Pyrazolone oder Pyrazolidine ausgelost wurde;
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Hypotonie oder instabile Hamodynamik;
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Beeintrachtigte Knochenmarkfunktionen oder Erkrankungen des blutbildenden Systems;
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Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioodemtyp, d.h.
Patienten, mit bekanntem Auftreten von Bronchospasmus oder anderen anaphylaktoiden Reaktionsformen (z. B. Urtikaria, Rhinitis, Angioodem) nach der Anwendung von Salicylaten, Paracetamol oder anderen nichtnarkotischen Analgetika wie z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen;
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akute intermittierende hepatische Porphyrie (Gefahr von Porphyrie-Attacken);
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angeborener Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Risiko einer Hamolyse);
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drittes Trimenon der Schwangerschaft.
Agranulozytose
Die Behandlung mit Metamizol kann eine Agranulozytose auslosen, die todlich verlaufen kann (siehe Abschnitt 4.8). Sie kann auch auftreten, wenn Metamizol frtiher ohne Komplikationen angewendet wurde.
Eine durch Metamizol ausgeloste Agranulozytose ist eine idiosynkratische Nebenwirkung. Sie ist nicht dosisabhangig und kann jederzeit wahrend der Behandlung und auch kurz nach deren Beendigung auftreten.
Patienten mtissen angewiesen werden, ihre Behandlung abzubrechen und sofort einen Arzt aufzusuchen, falls Symptome auftreten, die auf eine Agranulozytose hinweisen (z. B. fieber, Schtittelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte Schleimhautveranderungen, insbesondere im Mund, in der Nase und im Rachen oder im Genital- oder Analbereich).
Wenn Metamizol gegen fieber angewendet wird, konnen einige Symptome einer beginnenden Agranulozytose unbemerkt bleiben. Ebenso konnen die Symptome bei Patienten Antibiotikatherapie verschleiert werden.
Bei Auftreten von Symptomen, die auf eine Agranulozytose hinweisen, muss sofort ein Blutbild (einschlieBlich Differenzialblutbild) erstellt werden und die Behandlung muss unterbrochen werden, bis die Ergebnisse vorliegen. Wenn sich der Verdacht auf eine Agranulozytose bestatigt, darf die Behandlung nicht wieder begonnen werden (siehe Abschnitt 4.3).
Panzytopenie
Im falle einer Panzytopenie muss die Behandlung sofort abgebrochen und das gesamte Blutbild muss tiberwacht werde, bis es sich verbessert.
Patienten sind anzuweisen, sofort arztlichen Rat einzuholen, wenn sie wahrend der Behandlung mit Metamizol Anzeichen und Symptome entwickeln, die auf eine Bluterkrankung hindeuten (z. B. allgemeine Schwache, Infektion, anhaltendes fieber, Blutergtisse, Blutungen, Blasse).
Sciwere Нautreaktionen
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs), einschlieBlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder todlich sein konnen, wurden im Zusammenhang mit einer Metamizolbehandlung berichtet.
Die Patienten sind tiber die Anzeichen und Symptome zu informieren und engmaschig auf Hautreaktionen zu tiberwachen.
Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen, muss Metamizol sofort abgesetzt werden, und die Behandlung mit Metamizol darf zu keinem Zeitpunkt erneut begonnen werden (siehe Abschnitt 4.3).
Anapiylaktiscier Sciock
Er tritt vor allem bei empfindlichen Patienten auf, daher ist Metamizol Patienten mit Asthma oder Neurodermitis nur mit Vorsicht zu verordnen (siehe Abschnitt 4.3).
Anapiylaktiscielanapiylaktoide Reaktionen
Bei der Wahl der Art der Anwendung ist zu berticksichtigen, dass die parenterale Anwendung mit einem hoheren Risiko ftir anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen verbunden ist.
Es ist notwendig, die Injektion des Arzneimittels bei den ersten Anzeichen einer anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktion abzubrechen (siehe Abschnitt 4.8) um das Risiko einer isolierten hypotensiven Reaktion auf ein Minimum zu reduzieren.
Es besteht ein erhebliches Risiko ftir schwere anaphylaktoide Reaktionen auf Metamizol bei den folgenden Patienten (siehe Abschnitt 4.3):
-
Patienten mit Asthma bronchiale, vor allem mit gleichzeitiger Rhinitis mit Nasenpolypen;
-
Patienten mit chronischer Urtikaria;
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Patienten mit Uberempfindlichkeit gegen Alkohol, d.h. Patienten, die auf kleinste Mengen von Alkohol mit Niesen, Augentranen und Rotung des Gesichts reagieren; Alkoholintoleranz kann ein Hinweis auf ein bisher nicht erkanntes Analgetika-Asthma-Syndrom sein;
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Patienten mit Uberempfindlichkeit gegentiber farbstoffen (z. B. Tartrazin) oder Konservierungsmitteln (z. B. Benzoate).
Vor der Anwendung von Metamizol ist eine ausftihrliche Anamnese durchzuftihren. Bei Patienten mit besonderem Risiko ftir anaphylaktoide Reaktionen darf Metamizol nur nach sorgfaltiger Nutzen /Risiko Abwagung der Behandlung angewendet werden. Wird die Anwendung von Metamizol selbst unter diesen Umstanden ftir erforderlich gehalten, ist eine angemessene arztliche Uberwachung erforderlich, und es mtissen MaBnahmen zur Behandlung eines moglichen Schocks getroffen werden.
lsolierte Нypotensive Reaktionen
Die Anwendung von Metamizol kann isolierte hypotensive Reaktionen auslosen (siehe Abschnitt 4.8). Diese Reaktionen scheinen dosisabhangig zu sein, und sie treten nach einer
parenteralen Anwendung mit hoherer Wahrscheinlichkeit auf. Dartiber hinaus besteht ein erhohtes Risiko von schweren hypotensiven Reaktionen dieser Art,
-
wenn die intravenose Injektion schnell verabreicht wird;
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bei Patienten mit Hypotonie, Volumenmangel oder Dehydration, instabilem Kreislauf oder beginnendem Kreislaufversagen;
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bei Patienten mit hohem fieber.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die hypotensive Reaktion nach der Injektion dosisabhangig ist, muss die Indikation ftir die parenterale Anwendung einer Einzeldosis von mehr als 1 g Metamizol sehr sorgfaltig geprtift werden (siehe Abschnitt 4.2).
Die Anwendung von Metamizol muss sorgfaltig abgewogen werden, und wenn Metamizol selbst unter diesen Umstanden angewendet wird, ist eine strenge arztliche Uberwachung erforderlich.
Es sind vorbeugende MaBnahmen (z. B. Kreislaufstabilisierung) erforderlich, um das Risiko von hypotensiven Reaktionen zu verringern.
Bei Patienten, bei denen es unbedingt erforderlich ist, jeglichen Blutdruckabfall zu vermeiden, d.h. Patienten mit schwerer koronarer Herzkrankheit oder Patienten mit signifikanten Stenosen der hirnversorgenden GefaBe, darf Metamizol nur unter sorgfaltiger Uberwachung der Kreislauffunktion angewendet werden.
Bei Patienten mit eingeschrankter Nieren- oder Leberfunktion wird empfohlen, hohe Dosen von Metamizol zu vermeiden, da die Eliminationsrate von Metamizol bei diesen Patienten vermindert ist (siehe Abschnitt 4.2).
Es muss gewahrleistet sein, dass die Injektion des Arzneimittels bei den ersten Anzeichen einer anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktion abgebrochen wird (siehe Abschnitt 4.8). und das Risiko einer isolierten hypotensiven Reaktion auf ein Minimum reduziert wird, indem die intravenose Injektion sehr langsam erfolgt (hochstens 1 ml/min.) (siehe Abschnitt 4.2).
Arzneimittelbedingter Lebersciaden
falle von akuter Hepatitis, die ein vorwiegend hepatozellulares Muster hatten und innerhalb weniger Tage bis einiger Monate nach Behandlungsbeginn auftraten, wurden bei Patienten berichtet, die mit Metamizol behandelt wurden. Zu den Anzeichen und Symptomen zahlten erhohte Leberenzymwerte im Serum mit oder ohne Ikterus, haufig im Zusammenhang mit anderen Arzneimitteltiberempfindlichkeits-Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Blutbildveranderungen, fieber und Eosinophilie) oder begleitet von Merkmalen einer Autoimmunhepatitis. Die meisten Patienten erholten sich nach Absetzen der Metamizolbehandlung. In Einzelfallen wurde jedoch von einer Progression zum akuten Leberversagen mit der Notwendigkeit einer Lebertransplantation berichtet. Der Mechanismus des metamizolbedingten Leberschadens ist nicht eindeutig geklart. Aus den Daten ergeben sich jedoch Hinweise auf einen immun-allergischen Mechanismus. Patienten sollten angewiesen werden, sich an Ihren Arzt zu wenden, falls Symptome auftreten, die auf einen Leberschaden hinweisen. Bei solchen Patienten sollte die Behandlung mit Metamizol abgesetzt und die Leberfunktion tiberprtift werden. Metamizol sollte nicht erneut angewendet werden, wenn zuvor unter der Behandlung mit Metamizol ein Leberschaden aufgetreten ist, ftir den keine andere Ursache gefunden werden konnte.
Мetamizol Кalceks entiiilt Natrium
In einer Tagesdosis von bis zu 0,7 ml enthalt dieses Arzneimittel weniger als 1 mmol (23 mg)
Natrium, d.h. es ist im nahezu „natriumfrei“.
Bei Anwendung einer Tagesdosis von 0,8 ml oder mehr (entsprechend mehr als 1 mmol Natrium) ist folgendes zu beachten: Dieses Arzneimittel enthalt 32,71 mg Natrium pro ml Losung, entsprechend 1,64 % der von der WHO ftir einen Erwachsenen empfohlenen maximalen taglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Pharmakokinetische Induktion von metabolisierenden Enzymen
Metamizol kann metabolisierende Enzyme einschlieBlich CУP2B6 und CУP3A4 induzieren. Die gleichzeitige Anwendung von Metamizol mit Bupropion, Efavirenz, Methadon, Valproat, Ciclosporin, Tacrolimus oder Sertralin kann eine Reduktion der Plasmakonzentration dieser
Arzneimittel mit einer potenziellen Abnahme der klinischen Wirksamkeit bewirken. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Metamizol Vorsicht geboten; das klinische Ansprechen und/oder die Wirkstoffspiegel sollten entsprechend tiberwacht werden.
Metamizol kann die Hamatotoxizitat von Methotrexat verstarken, insbesondere bei alteren Patienten. Diese Kombination ist deshalb zu vermeiden.
Die Kombination von Metamizol mit Acetylsalicylsaure kann die Wirkung von Acetylsalicylsaure auf die Thrombozytenaggregation vermindern.
Daher ist Metamizol bei Patienten, die Acetylsalicylsaure in niedriger Dosierung zur Kardioprotektion einnehmen, mit Vorsicht anzuwenden.
Schwangerschaft
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Metamizol bei Schwangeren vor. Basierend auf publizierten Daten zu Schwangeren, die wahrend des ersten Trimenons Metamizol ausgesetzt waren (n=568), wurden keine Hinweise auf teratogene oder embryotoxische Wirkungen gefunden. In ausgewahlten fallen konnten Einzeldosen Metamizol wahrend des ersten und zweiten Trimenons vertretbar sein, wenn keine anderen Behandlungsoptionen bestehen. Grundsatzlich wird die Anwendung von Metamizol wahrend des ersten und zweiten Trimenons jedoch nicht empfohlen. Eine Anwendung wahrend des dritten Trimenons geht mit fetotoxizitat einher (Einschrankung der Nierenfunktion und Konstriktion des Ductus arteriosus). Daher ist die Anwendung von Metamizol im dritten Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Im falle einer versehentlichen Anwendung von Metamizol im dritten Trimenon sollten fruchtwasser und Ductus arteriosus mittels Ultraschall und Echokardiographie untersucht werden.
Metamizol passiert die Plazentaschranke.
In tierexperimentellen Studien zeigte Metamizol Reproduktionstoxizitat, jedoch keine Teratogenitat (siehe Abschnitt 5.3).
Stillzeit
Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in betrachtlicher Menge in die Muttermilch tiber, und ein Risiko ftir das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere eine wiederholte Anwendung von Metamizol wahrend der Stillzeit muss vermieden werden. Im falle einer einmaligen Anwendung von Metamizol ist Mtittern zu raten, die Muttermilch nach der Anwendung ftir 48 Stunden zu sammeln und zu verwerfen.
In den empfohlenen Dosierungen beeintrachtigt dieses Arzneimittel das Konzentrations- und Reaktionsvermogen des Patienten nicht. Eine Uberschreitung der empfohlenen Dosis kann zu einer Verschlechterung des Konzentrationsvermogens und der Reaktionsgeschwindigkeit ftihren, insbesondere in Kombination mit Alkohol.
Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Metamizol wurde tiber schwere kutane Nebenwirkungen, einschlieBlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Die Nebenwirkungen sind in Tabelle 2 nach Haufigkeit gemaB MedDRA-Konvention aufgelistet:
Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100), selten
(≥ 1/10 000 bis < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verftigbaren Daten nicht abschatzbar).
TaЬelle 2
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | |
| Selten | Aplastische Anamie, Agranulozytose und Panzytopenie, einschlieBlich falle mit todlichem Ausgang, Leukopenie undThrombozytopenie. 1 |
| Erkrankungen des Immunsystems | |
| Selten | Anaphylaxie, anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen: Haut- und Schleimhautsymptome (z. B. Juckreiz, Brennen, Rotung, Nesselsucht, Schwellung), Dyspnoe, undMagen-Darm-Symptome. In schweren fallen: generalisierte Urtikaria, schweres Angioodem (einschlieBlich Angioodem im Larynxbereich), schwerer Bronchospasmus, Herzrhythmusstorungen, Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg) und Kreislaufschock. 2 Asthmaanfalle (bei Patienten mit demAnalgetika-Asthma-Syndrom). |
| Nicht bekannt | Kounis-Syndrom. |
| GefaBerkrankungen | |
| Nicht bekannt | Isolierte hypotensive Reaktionen.3 |
| LeЬer- und Gallenerkrankungen | |
| Nicht bekannt | Arzneimittelbedingter Leberschaden einschlieBlich akuter Hepatitis, Ikterus, erhohterLeberenzyme (siehe Abschnitt 4.4) |
| Erkrankungen der Haut und des UnterhautgeweЬes | |
| Selten | Hautausschlag. |
| Nicht bekannt | fixes Arzneimittelexanthem,Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom oder Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) (sieheAbschnitt 4.4). |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | |
| Sehr selten | Verschlechterung der Nierenfunktionsstorung. 4 |
| Nicht bekannt | Interstitielle Nephritis. |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VeraЬreichungsort | |
| Nicht bekannt | Reaktion an der Injektionsstelle (Schmerzen und lokale Reaktion einschlieBlich Phlebitis). |
1 Diese Reaktionen werden als Immunreaktion angesehen. Sie konnen trotz einer vorangegangenen wiederholten Anwendung von Metamizol ohne Komplikationen auftreten. Die Symptome einer Thrombozytopenie sind Blutungsneigung und das Auftreten von Petechien der Haut oder Schleimhaut.
2 Konnen trotz einer vorangegangenen wiederholten Anwendung von Metamizol ohne Komplikationen auftreten; konnen sich wahrend der Injektion oder ein paar Stunden danach entwickeln; meistens treten sie aber innerhalb der ersten Stunde nach der Anwendung auf.
3 Isolierte transiente hypotensive Reaktionen (moglicherweise arzneimittelinduziert, ohne andere begleitende Anzeichen von anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktionen) konnen nach der Anwendung auftreten; in seltenen fallen haben diese Reaktionen die form eines kritischen Blutdruckabfalls. Eine schnelle intravenose Injektion kann das Risiko solcher hypotensiver Reaktionen erhohen.
4 Kann insbesondere bei Patienten mit anamnestischer Nierenerkrankung, akuter Verschlechterung der Nierenfunktion (akutes Nierenversagen, in einigen fallen mit Oligurie, Anurie oder Proteinurie) auftreten. In seltenen fallen kann eine akute interstitielle Nephritis auftreten.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut ftir Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Nach akuter Uberdosierung wurden Reaktionen wie Ubelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verschlechterung der Nierenfunktion/akute Niereninsuffizienz (z. B. durch interstitielle Nephritis), und selten Symptome des zentralen Nervensystems (Schwindel, Somnolenz, Koma, Krampfe) und Blutdruckabfall (manchmal bis zum Schock), sowie Herzrhythmusstorungen (Tachykardie) berichtet. Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Metaboliten (Ribonsaure) zu einer Rotfarbung des Urins ftihren.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Antidot. Der Hauptmetabolit (4-N-Methylaminoantipyrin) kann durch Hamodialyse, Hamofiltration, Hamoperfusion oder Plasmafiltration eliminiert werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Metamizol 500 mg/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Analgetika und Antipyretika, Pyrazolone ATC-Code: N02BB02
Metamizol ist ein Analgetikum aus der Gruppe der Pyrazolone mit analgetischen, antipyretischen und spasmolytischen Wirkungen.
Der Wirkmechanismus ist nicht vollstandig geklart. Einige Daten deuten darauf hin, dass Metamizol und sein Hauptmetabolit 4-N-Methylaminoantipyrin moglicherweise einen kombinierten zentralen und peripheren Wirkmechanismus haben.
Resorption und Verteilung
Nach einer intravenosen Dosis betragt die Plasmahalbwertszeit von Metamizol etwa 14 Minuten.
Biotransformation
Der aktive Hauptmetabolit ist 4-N-Methylaminoantipyrin (MAA). Die klinische Wirksamkeit beruht hauptsachlich auf MAA, zu einem gewissen AusmaB auch auf dem Metaboliten
4-Aminoantipyrin (AA). Die AUC-Werte ftir AA bilden etwa 25 % der AUC-Werte ftir MAA. Die Metaboliten 4-N-Acetylaminoantipyrin (AAA) und 4-N-formylaminoantipyrin (fAA) haben keine klinischen Wirkungen. Die Pharmakokinetik aller Metaboliten ist nicht linear. Auf Grund der klinischen Bedeutung dieser Ergebnisse sind weitere Untersuchungen erforderlich. Bei einer Kurzzeitbehandlung ist die Akkumulation der Metaboliten von geringer Bedeutung.
Die Proteinbindung betragt ftir MAA 58 %, ftir AA 48 %, ftir fAA 18 % und 14 % ftir AAA.
Elimination
Etwa 96 % einer radioaktiv markierten intravenosen Dosis wurden im Urin und etwa 6 % in den faeces ausgeschieden. Davon waren 3 ± 1 % MAA, 6 ± 3 % AA, 26 ± 8 % AAA und 23 ± 4 % fAA.
Besondere Populationen
.ltere Patienten
Bei alteren Patienten erhohte sich die Exposition (AUC) auf das 2- bis 3-fache.
Eingeschrankte Nierenfunktion
Die Anwendung bei Patienten mit Nierenfunktionsstorungen wurde nicht ausreichend untersucht. Verftigbare Daten legen nahe, dass die Elimination bestimmter Metaboliten (AAA und fAA) vermindert ist.
Eingeschrankte Leberfunktion
Bei Patienten mit Leberzirrhose stieg nach einer Einzeldosis die Halbwertszeit von MAA und fAA auf etwa das 3-fache (10 Std.) an, wahrend ftir AA und AAA kein Anstieg erfasst wurde.
Pharmazeutische Angaben - Metamizol 500 mg/ml
Salzsaure 3,6% (zur pH-Wert-Einstellung) Wasser ftir Injektionszwecke
InkompatiЬilitaten
Auf Grund moglicher Inkompatibilitaten darf das Arzneimittel, auBer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeftihrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dauer der HaltЬarkeit
4 Jahre
Nach dem Offnen der Ampulle: nach Anbruch ist das Arzneimittel sofort anzuwenden.
Haltbarkeit nach Verdtinnung
Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Losung wurde ftir 6 Stunden bei 25 °C bei Verdtinnung mit Natriumchlorid-Losung 9 mg/ml (0,9%) oder mit Ringer-Losung nachgewiesen.
Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Losung wurde ftir 20 Minuten bei 25 °C bei Verdtinnung mit Glucose-Losung 50 mg/ml (5%) nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht soll die gebrauchsfertige Losung sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode der Verdtinnung schlieBt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wird die gebrauchsfertige Losung nicht sofort verwendet, ist der Anwender ftir die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Besondere VorsichtsmaBnahmen fiir die AufЬewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schtitzen. Nicht einfrieren.
2 oder 5 ml Losung in einer braunen Typ I Glas Ampulle.
5 Ampullen sind in einem Liner verpackt. 1, 2 oder 20 Liner sind in einem Umkarton verpackt. PackungsgroBen: 5, 10 oder 100 Ampullen.
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.
Besondere VorsichtsmaBnahmen fiir die Beseitigung und sonstige Hinweise zur HandhaЬung
Die Injektionslosung kann mit Glucose-Losung 50 mg/ml (5%), Natriumchlorid-Losung 9 mg/ml (0,9%) oder mit Ringer-Losung verdtinnt werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.