Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslösung, 1 ml
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Adrenalin 1 mg/ml
Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung kann bei
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der Notfallbehandlung von Anaphylaxie und akuten allergischen Reaktionen
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der kardiopulmonalen Reanimation verwendet werden.
Dieses Arzneimittel wird von ausgeЬildetem medizinischem Fachpersonal veraЬreicht.
Anaphylaxie
Die intramuskulare Gabe (IM) wird vom EU Resuscitation Council als die am besten geeignete Art der Anwendung filr die meisten Personen empfohlen, denen zur Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion Adrenalin gegeben werden muss. Der Patient sollte so bald wie moglich ilberwacht werden (Puls, Blutdruck, EKG, Pulsoxymetrie). Dies hilft, die Reaktion auf Adrenalin zu ilberwachen.
Die beste Stelle filr die intramuskulare Injektion ist der anterolaterale Bereich des mittleren Drittels des Oberschenkels.
Die filr die Injektion verwendete Nadel muss ausreichend lang sein, um sicherzustellen, dass das Adrenalin in den Muskel injiziert wird.
Die subkutane Anwendung von Adrenalin wird nicht zur Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion empfohlen, da sie weniger wirksam ist.
Erwachsene
Die ilbliche Dosis betragt 0,5 mg (0,5 ml Adrenalin 1 mg/ml (1:1000)). Bei Bedarf kann diese Dosis je nach Blutdruck, Puls und Atemfunktion mehrmals im Abstand von 5 Minuten wiederholt werden.
Altere Patienten
Bei alteren Patienten gibt es keine spezifischen Dosierungsschemata filr die Adrenalin-Injektion. Jedoch sollte Adrenalin bei diesen Patienten, die moglicherweise anfalliger sind filr kardiovaskulare Nebenwirkungen von Adrenalin, mit auBerster Vorsicht angewendet werden.
Kinder und Jugendliche
Die folgenden Dosen Adrenalin Ethypharm werden empfohlen:
| Alter | Dosis |
| ab 12 Jahre | 0,5 mg IM (0,5 ml 1 mg/ml (1:1000) Losung)0,3 mg IM (0,3 ml 1 mg/ml (1:1000) Losung, wenn das Kind klein oder vor der Pubertat ist |
| 6-12 Jahre | 0,3 mg IM (0,3 ml 1 mg/ml Losung) |
| 6 Monate - 6 Jahre | 0,15 mg IM (0,15 ml 1 mg/ml Losung) |
| unter 6 Monate | 0,01 mg/kg IM (0,01 ml/kg 1 mg/ml Losung) |
Bei Bedarf konnen diese Dosen je nach Blutdruck, Puls und Atemfunktion mehrmals im Abstand von 5 - 15 Minuten wiederholt werden.
Eine Spritze mit kleinem Volumen sollte verwendet werden.
GeЬen Sie Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung intravenos nicht unverdiinnt.
Die intravenose VeraЬreichung von Adrenalin zur Anaphylaxie erfordert die Verwendung einer (1: 10.000)-Adrenalinlosung (zur intravenosen Anwendung siehe AЬschnitt 4.4).
Wenn der Patient schwer erkrankt ist und echte Zweifel an der ausreichenden Zirkulation und Resorption an der Injektionsstelle Ьestehen, kann Adrenalin durch intravenose Injektion (IV) veraЬreicht werden. Intravenoses Adrenalin sollte nur von medizinischem Fachpersonal
veraЬreicht werden, das in der Anwendung und Titrierung von Vasopressoren in seiner normalen klinischen Praxis erfahren ist (siehe AЬschnitt 4.4). Bei intravenosem Adrenalin muss die Dosis je nach Ansprechen mit 50-Mikrogramm-BolusgaЬen titriert werden. Diese Dosis kann nur mit einer 0,1 mg/ml-Losung veraЬreicht werden (d. h. mit einer 1:10 ml-Verdiinnung des Ampulleninhalts). Unverdiinnte 1 mg/ml Adrenalinlosung darf nicht intravenos veraЬreicht werden. Wenn wiederholte Adrenalindosen erforderlich sind, wird eine intravenose Adrenalininfusion empfohlen, Ьei der die Geschwindigkeit je nach Ansprechen unter fortgesetzter himodynamischer UЬerwachung titriert wird.
Kardiopulmonale Reanimation Erwachsene
1 mg durch intravenose Boli alle 3-5 Minuten.
Wird das Arzneimittel ilber einen peripheren Venenkatheter injiziert, muss das Arzneimittel mit mindestens 20 ml 0,9 %igem Natriumchlorid filr Injektionszwecke durchgespillt werden (um den Eintritt in den zentralen Kreislauf zu erleichtern).
Wenn kein venoser Zugang vorhanden ist, wird eine intraossare Verabreichung empfohlen.
Kinder und Jugendliche
Die empfohlene intravenose oder intraossare Adrenalin-Dosis in Kindern betragt 10 Mikrogramm/kg. Je nach Gewicht milssen solche Dosen moglicherweise mit einer 0,1 mg/ml-Losung verabreicht werden (d. h. mit einer 1:10 ml-Verdilnnung des Ampulleninhalts). Nachfolgende Adrenalin-Dosen konnen alle 3-5 Minuten verabreicht werden. Die maximale Einzeldosis betragt 1 mg.
Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Kontraindikationen sind relativ, da dieses Arzneimittel filr den Einsatz in lebensbedrohlichen Notfallen vorgesehen ist.
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Adrenalin-Injektionen sollten nicht in Bereichen wie Finger, Zehen, Ohren, Nase, Genitalien und GesaB angewendet werden wegen des Risikos einer ischamischen Gewebenekrose.
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Nicht verwenden, wenn die Losung verfarbt ist.
Dieses Produkt ist nur filr den Notfall bestimmt und nach der Verabreichung ist eine arztliche Uberwachung der Patienten erforderlich.
Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung ist Ьei Anaphylaxie ohne Verdiinnung nicht fiir die intravenose Anwendung geeignet.
Die intramuskulare Gabe wird im Allgemeinen bei der Erstbehandlung der Anaphylaxie bevorzugt. Die intravenose Gabe ist im Allgemeinen auf der Intensivstation oder in der Notfallaufnahme besser geeignet. Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung ist bei Anaphylaxie ohne Verdilnnung nicht filr die intravenose Gabe geeignet. Steht Adrenalin 0,1 mg/ml (1:10.000) als Injektion nicht zur Verfilgung, muss vor der i.v. Anwendung Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1.000) als Injektion auf 0,1 mg/ml (1:10.000) verdilnnt werden. Die i.v. Gabe von Epinephrin als Injektion muss mit auBerster Vorsicht erfolgen und sollte am besten Experten, die mit der i.v. Anwendung von Epinephrin vertraut sind, vorbehalten bleiben.
Adrenalin sollte mit Vorsicht verabreicht werden bei Patienten mit Hyperthyreose, Diabetes mellitus, Engwinkelglaukom, Phaochromozytom, Hypertonie, Hypokaliamie, Hyperkalzamie, schweren Nierenfunktionsstorungen, Prostataadenom (das zu Restharn filhrt), zerebrovaskularen Erkrankungen, alteren Patienten, Patienten mit Schock (andere Schockformen als anaphylaktischer Schock), organische Herzerkrankungen oder Herzdilatation (schwere Angina pectoris, obstruktive Kardiomyopathie, Hypertonie), sowie bei den meisten Patienten mit Arrhythmien, organischen Hirnerkrankungen oder zerebraler Arteriosklerose. Pectanginose Schmerzen konnen ausgelost werden, wenn eine Herzinsuffizienz vorliegt.
Adrenalin sollte im zweiten Stadium der Geburt mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).
Adrenalin kann eine Hyperglykamie verursachen oder verstarken. Die Blutzuckerwerte sollten insbesondere bei Diabetikern ilberwacht werden.
Wiederholte lokale Anwendungen kann an den Injektionsstellen zu Nekrosen filhren.
Eine langere Anwendung kann zu metabolischer Azidose, Nierennekrose oder Tachyphylaxie filhren.
Adrenalin sollte nicht oder mit auBerster Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die mit Halothan oder anderen halogenierten Anasthetika anasthesiert werden, da ein Risiko filr das Auftreten von Kammerflimmern besteht.
Bei versehentlicher Injektion in ein BlutgefaB kann es zu einer Hirnblutung kommen aufgrund eines plotzlichen Blutdruckanstiegs.
Uberwachen Sie den Patienten so bald wie moglich (Puls, Blutdruck, EKG, Pulsoxymetrie), um die Reaktion auf Adrenalin zu beurteilen.
Die beste Stelle filr die intramuskulare Injektion ist der anterolaterale Bereich des mittleren Drittels des Oberschenkels.
Die filr die Injektion verwendete Nadel muss ausreichend lang sein, um sicherzustellen, dass das Adrenalin in den Muskel injiziert wird.
Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung enthalt Natriummetabisulfit, das bei bestimmten anfalligen Personen allergische Reaktionen einschlieBlich Anaphylaxie und lebensbedrohliche oder weniger schwere asthmatische Episoden hervorrufen kann.
Das Vorhandensein von Natriummetabisulfit in parenteral verabreichtem Adrenalin und die Moglichkeit des Auftretens allergischer Reaktionen sollte nicht davon abhalten, das Arzneimittel bei der Behandlung schwerwiegender allergischer Reaktionen oder anderer Notfallsituationen anzuwenden.
Sympathomimetika / Oxytocin
Adrenalin sollte nicht gleichzeitig mit Oxytocin oder anderen Sympathomimetika verabreicht werden, da moglicherweise zusatzliche Wirkungen auftreten und die Toxizitat erhoht ist.
Alpha-adrenerge Rezeptorenblocker
Alpha-Blocker wie Phentolamin wirken den gefaBverengenden und blutdruckerhohenden Wirkungen von Adrenalin entgegen.
Beta-adrenerge Rezeptorenblocker
Bei nicht-kardioselektiven Betablockern wie Propranolol kann es aufgrund einer alpha-adrenerg vermittelten Vasokonstriktion zu schwerer Hypertonie und Reflex-Bradykardie kommen.
Betablocker, insbesondere nicht-kardioselektive Arzneimittel, wirken ebenfalls den kardialen und bronchodilatatorischen Wirkungen von Adrenalin entgegen. Patienten mit schwerer Anaphylaxie, die nicht-kardioselektive Betablocker einnehmen, sprechen moglicherweise nicht auf eine Adrenalin-Behandlung an.
Allgemeine Anasthetika
Die Anwendung von Adrenalin bei Patienten, die halogenierte Kohlenwasserstoffe als Allgemein-Anasthetika erhalten, welche die Reizbarkeit des Herzens erhohen und das Myokard anscheinend filr Adrenalin sensibilisieren, kann zu Arrhythmien filhren, einschlieBlich vorzeitiger ventrikularer Kontraktionen, Tachykardie oder Kammerflimmern (siehe Abschnitt 4.4).
Antidepressiva
Trizyklische Antidepressiva wie Imipramin konnen die Wirkungen von Adrenalin verstarken, insbesondere auf den Herzrhythmus und die Herzfrequenz.
Nichtselektive MAO-Inhibitoren
Erhohte pressorische Wirkung von Adrenalin, normalerweise moderat.
Selektive MAO-A-Inhibitoren, Linezolid (durch Extrapolation aus nicht selektiven MAO-Inhibitoren) Gefahr der Verschlimmerung der pressorischen Wirkung.
Antihypertensiva
Adrenalin hebt spezifisch die antihypertensiven Wirkungen von adrenergen Neuronenblockern wie Guanethidin auf, wodurch das Risiko einer schweren Hypertonie besteht. Adrenalin erhoht den Blutdruck und kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten aufheben.
Phenothiazine
Adrenalin sollte nicht verwendet werden, um einem durch Phenothiazine verursachten Kreislaufkollaps oder einer Hypotonie entgegenzuwirken, da die Aufhebung der blutdruckerhohenden Wirkung von Adrenalin zu einer weiteren Blutdrucksenkung filhren kann.
Andere Arzneimittel
Adrenalin sollte nicht bei Patienten angewendet werden, die hohe Dosen anderer Arzneimittel erhalten (z. B. Herzglykoside), die das Herz filr Herzrhythmusstorungen sensibilisieren konnen. Einige Antihistaminika (z. B. Diphenhydramin) und Schilddrilsenhormone konnen die Wirkungen von Adrenalin verstarken, insbesondere solche, die den Herzrhythmus und die Herzfrequenz betreffen.
Hypokaliamie
Die hypokaliamische Wirkung von Adrenalin kann durch andere Arzneimittel verstarkt werden, die zu Kaliumverlusten filhren, einschlieBlich Kortikosteroiden, kalium-ausschwemmenden Diuretika, Aminophyllin und Theophyllin.
Hyperglykamie
Eine Adrenalin-induzierte Hyperglykamie kann bei Diabetikern, die mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden, zu einem Verlust der Kontrolle ilber den Blutzuckerspiegel filhren.
Fertilitit, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
In Tierversuchen wurde eine teratogene Wirkung nachgewiesen.
Adrenalin ist plazentagangig. Es gibt einige Hinweise auf eine leicht erhohte Inzidenz angeborener Anomalien. Die Injektion von Adrenalin kann zu einer verminderten Plazentadurchblutung, fetaler Tachykardie, Herzrhythmusstorungen, Extrasystolen und lauteren Herzgerauschen filhren. Adrenalin
hemmt normalerweise spontane oder Oxytocin-induzierte Kontraktionen des Uterus und kann das zweite Stadium der Geburt verzogern. Das Arzneimittel kann bei einer Dosierung, die ausreicht, um Uteruskontraktionen zu reduzieren, eine langere Phase der Uterusatonie mit einhergehenden Blutungen verursachen. Aus diesem Grund sollte Adrenalin wahrend des zweiten Stadiums der Geburt nicht parenteral verwendet werden.
Adrenalin sollte wahrend der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die potenziellen Vorteile die moglichen Risiken filr den Fetus ilberwiegen.
Stillen
Adrenalin geht in die Muttermilch ilber. Das Stillen sollte bei Milttern, die eine Adrenalin-Injektion erhalten, vermieden werden.
Fruchtbarkeit
Bezilglich des Einflusses von Adrenalin auf die Fertilitat liegen keine Daten vor.
Auswirkungen auf die Verkehrstiichtigkeit und die Fihigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nicht zutreffend unter normalen Anwendungsbedingungen.
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Die Nebenwirkungen von Adrenalin sind hauptsachlich auf die Stimulation sowohl der alpha- als auch der beta-adrenergen Rezeptoren zurilckzufilhren. Das Auftreten von Nebenwirkungen hangt von der Empfindlichkeit des einzelnen Patienten und der jeweils verabreichten Dosis ab.
Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen
Haufigkeit nicht bekannt: Hyperglykamie, Hypokaliamie, metabolische Azidose.
Psychiatrische Erkrankungen
Haufigkeit nicht bekannt: Angst, Nervositat, Furcht, Halluzinationen.
Erkrankungen des Nervensystems
Haufigkeit nicht bekannt: Kopfschmerzen, Tremor, Schwindel, Synkope.
Bei Patienten mit Parkinson-Syndrom erhoht Adrenalin die Steifheit und den Tremor. Augenerkrankungen
Haufigkeit nicht bekannt: Mydriasis.
Herzerkrankungen
Haufigkeit nicht bekannt: Herzklopfen, Tachykardie. In hoher Dosierung oder bei adrenalinempfindlichen Patienten: Herzrhythmusstorungen (Sinustachykardie, Kammerflimmern / Herzstillstand), akute Angina-pectoris-Anfalle und Risiko eines akuten Herzinfarkts.
GefaBerkrankungen
Haufigkeit nicht bekannt: Blasse, Kaltegefilhl in den Extremitaten. In hoher Dosierung oder bei adrenalinempfindlichen Patienten: Hypertonie (mit dem Risiko einer Hirnblutung), Vasokonstriktion (z. B. kutan, in den Extremitaten oder in den Nieren)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums Haufigkeit nicht bekannt: Dyspnoe.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Haufigkeit nicht bekannt: Ubelkeit, Erbrechen.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Frequenz nicht bekannt: Schwitzen, Schwache
Wiederholte lokale Injektionen konnen als Folge einer GefaBverengung zu Nekrosen an Injektionsstellen filhren.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut filr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Eine Uberdosierung oder eine versehentliche intravenose Verabreichung von Adrenalin kann zu schwerer Hypertonie filhren. Als Folge konnen zerebrale, kardiale oder vaskulare Ereignisse auftreten, die moglicherweise zum Tod filhren konnen (zerebrale Blutung, Dysrhythmien wie vorilbergehende Bradykardie, gefolgt von Tachykardie, die zu Arrhythmien, Herzmuskelnekrosen, akutem Lungenodem, Niereninsuffizienz) filhren kann.
Die Wirkungen von Adrenalin konnen, je nach Zustand des Patienten, durch Verabreichung von schnell wirkenden Vasodilatatoren, schnell wirkenden alpha-Adrenorezeptor-Blockern (z. B. Phentolamin) oder Beta-Adrenorezeptor-Blockern (z. B. Propranolol) entgegen gewirkt werden. Aufgrund der kurzen Halbwertzeit von Adrenalin ist jedoch eine Behandlung mit diesen Arzneimitteln moglicherweise nicht erforderlich. Bei langer anhaltender hypotoner Reaktion kann die Verabreichung eines anderen vasopressorischen Arzneimittels wie Noradrenalin erforderlich sein.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Adrenalin 1 mg/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Adrenerge und Dopaminerge, Adrenalin. ATC-Code: C01 CA 24
Adrenalin ist ein natilrlich vorkommendes Katecholamin, das bei Belastung oder Stress vom Nebennierenmark ausgeschilttet wird.
Es handelt sich um ein sympathomimetisches Amin, das sowohl alpha- als auch beta-adrenerge Rezeptoren stark stimuliert, weshalb seine Auswirkungen auf die Zielorgane vielfaltig sind. Es wird zur schnellen Linderung von Uberempfindlichkeitsreaktionen bei Allergien oder idiopathischer oder bewegungsinduzierter Anaphylaxie angewendet. Adrenalin bewirkt, dass Glukose in den Kreislauf gelangt, der Sauerstoffverbrauch steigt. Die Durchblutung der Nieren, der Schleimhaut und der Haut wird reduziert.
Adrenalin hat aufgrund seiner alpha-adrenergen Stimulation eine starke vasokonstriktorische Wirkung. Diese Wirkung filhrt zur Aufhebung der Vasodilatation und der erhohten GefaBpermeabilitat, die zu einem Verlust von intravaskularer Flilssigkeit mit nachfolgender Hypotonie filhrt, und wesentliche pharmakologische Merkmale des anaphylaktischen Schocks sind.
Adrenalin stimuliert beta-adrenerge Rezeptoren in den Bronchien und hat eine starke bronchodilatatorische Wirkung. Adrenalin lindert auch mit Anaphylaxie assoziierten Pruritus, Urtikaria und Angioodem.
Der Gesamteffekt von Adrenalin hangt von der verwendeten Dosis ab und kann durch die homoostatischen Reflexreaktionen erschwert werden.
AЬsorption
Nach einer intramuskularen Verabreichung tritt die Wirkung von Adrenalin schnell ein, wobei seine Resorption bei einem Patienten im Schockzustand an der Stelle der intramuskularen Gabe schneller und zuverlassiger erfolgt als an der subkutanen Verabreichungsstelle. Die Plasmahalbwertszeit betragt etwa 2 bis 3 Minuten. Bei subkutaner oder intramuskularer Injektion kann allerdings die lokale Vasokonstriktion die Resorption verzogern, wodurch die Wirkungen langer anhalten konnen, als die Halbwertszeit vermuten lasst.
Biotransformation
Adrenalin wird im Korper rasch inaktiviert, hauptsachlich in der Leber durch die Enzyme Catechol-O-methyltransferase (COMT) und Monoaminoxidase (MAO).
Elimination
Ein GroBteil des verabreichten Adrenalins wird in Form seiner Metaboliten im Urin ausgeschieden. Das Einsetzen der Wirkung und der Spitzeneffekt nach der Injektion ist schnell und die Dauer kurz (1 bis 2 Stunden). Die Elimination erfolgt hauptsachlich ilber den Metabolismus der Leber und der sympathischen Nervenenden, wobei eine geringe Menge unverandert im Urin ausgeschieden wird.
Priklinische Daten zur Sicherheit
Keine weiteren relevanten Informationen als solche, die in den anderen Abschnitten der Fachinformation aufgefilhrt werden.
PНARMAZEUTISCНE ANGABEN
Pharmazeutische Angaben - Adrenalin 1 mg/ml
Natriummetabisulfit (Ph.Eur.) Natriumchlorid
Wasser filr Injektion
Salzsaure 10 % oder Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung
InkompatiЬilititen
Adrenalin / Epinephrin wird durch Oxidationsmittel und Alkalien, darunter Natriumhydrogencarbonat, Halogene, Nitrate, Nitrite und Salze von Eisen, Kupfer und Zink, rasch denaturiert.
Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung darf, auBer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefilhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dauer der НaltЬarkeit
Ungeoffnete Ampullen: 2 Jahre.
Nach der Verdilnnung:
Aus mikrobiologischer Sicht ist die gebrauchsfertige Zubereitung sofort anzuwenden. Wird die gebrauchsfertige Losung nicht sofort verwendet, ist der Anwender filr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Besondere VorsichtsmaBnahmen fiir die AufЬewahrung
Bewahren Sie die Ampullen im Originalkarton auf, um den Inhalt vor Licht zu schiltzen. Nicht einfrieren.
Nicht ilber 25° C lagern.
Art und Inhalt des Behiltnisses
0,5, 1, 2, 5, 10 ml in farblosen, neutralen OPC-Glasampullen (One Point Cut /1 Punkt Bruchstelle). Verschmelzungsstelle versiegelt.
Verpackt in Umkartons mit 10 Ampullen.
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in Verkehr gebracht.
Besondere VorsichtsmaBnahmen fiir die Beseitigung
Verdilnnung
Zur intravenosen Verabreichung muss Adrenalin Ethypharm 1 mg/ml (1:1000) Injektionslosung mit Natriumchlorid 0,9 % auf 0,1 mg/ml verdilnnt werden (eine 1:10-Verdilnnung des Ampulleninhalts).
Handhabung
Nur zum einmaligen Gebrauch. Wenn nur ein Teil verwendet wird, verwerfen Sie die verbleibende Losung.
Entsorgung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
INНABER DER ZULASSUNG
Ethypharm
194, Bureaux de la Colline - Batiment D 92213 Saint-Cloud CEDEX
Frankreich
Mitvertrieb: ETHУPHARM GmbH
MittelstraBe 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland
Tel.: +49 (0) 30 634 99 393
Fax: +49 (0) 30 634 99 395