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Präparate
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Acecort 1 mg Filmtabletten

Verschreibungsinformationen

Warnzeichen

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Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen
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Wechselwirkungen mit

Lebensmittel
Pflanzen
Ergänzungen
Gewohnheiten

Nutzungsbeschränkungen

Nieren
Hepatisch
Schwangerschaft
Stillen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Acecort 1 mg Filmtabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Filmtbl.

Hersteller

Ace Pharmaceuticals B.V.

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.12.2022
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Fachinfo - Acecort 1 mg

Anwendungsgebiete

Acecort ist indiziert zur Behandlung der Nebennierenrindeninsuffizienz bei Patienten:

  • denen kein hydrocortisonhaltiges Arznei- mittel mit veränderter Wirkstofffreisetzung verordnet werden kann oder

  • die aufgrund von Stress oder besonderen Strapazen zusätzliches Nebennierenrin- denhormon benötigen

Dosierung

Dosierung

Erwachsene

Wenn kein hydrocortisonhaltiges Medi- kament mit veränderter Wirkstofffreiset- zung verordnet werden kann

Die übliche Dosis liegt zwischen 15 mg und 25 mg Hydrocortison pro Tag. Diese Ge- samtdosis sollte auf drei Einzeldosen am Tag verteilt werden (morgens, früher Nachmittag und früher Abend). Die morgendliche Dosis beträgt üblicherweise das 2-Fache der Do- sis am Nachmittag und am Abend.

Der richtige Dosierungsplan sollte individuell für jeden Patienten auf Grundlage seiner Laborwerte und seines Wohlbefindens abge- stimmt werden.

Bei Stress

Wenn der Patient unter einer Erhaltungs- therapie besonderem körperlichen und/oder mentalen Stress ausgesetzt ist, können zu- sätzliche Dosen Acecort eingenommen werden.

Die zusätzlichen Dosen Acecort sollten am Nachmittag/Abend eingenommen werden, wenn der Hydrocortisonspiegel im Körper gesunken ist. Das Stressausmaß bestimmt die zusätzliche Hydrocortisondosis, die zwischen 2 mg und 20 mg liegen kann; es kann auch die übliche Tagesdosis Hydro- cortison verdoppelt werden. Patienten und ihre Betreuungspersonen sollten über die notwendigen Dosisanpassungen unter Stress informiert werden. Außerdem sollten Patienten und ihre Betreuungspersonen genau auf die Symptome einer akuten Ne- bennierenrindeninsuffizienz achten, die sich entwickeln kann.

Wenn die Dosis vorübergehend wegen einer Stresssituation erhöht wurde, sollte zur vorherigen Dosis gewechselt werden, sobald diese Situation beendet ist.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche liegt die emp- fohlene Hydrocortison-Ersatzdosis bei 8 bis 10 mg/m2/Tag bei Patienten, die nur eine Nebennierenrindeninsuffizienz haben, und bei 10 bis 15 mg/m2/Tag bei Patienten mit angeborener Nebennierenrindenhyperplasie. Die Tagesdosis wird in drei Einnahmen auf- geteilt, wobei die erste Einzeldosis doppelt so hoch ist wie die zweite und dritte Dosis.. Bei Stress oder großer Anstrengung sollte die Dosis um das 3- bis 5-Fache erhöht werden.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten können mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden.

Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Es wird empfohlen, bei Patienten mit Neben- nierenrindeninsuffizienz das klinische An- sprechen zu überwachen.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel kann bei Kindern ange- wendet werden. Kinder, die die Filmtabletten nicht schlucken können, sollten mit einer besser geeigneten Darreichungsform be- handelt werden.

Ältere Patienten

Bei altersbedingtem geringem Körpergewicht wird empfohlen, das klinische Ansprechen zu überwachen und die Dosis nach Bedarf anzupassen. Möglicherweise ist eine gerin- gere Dosis angezeigt.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Gelborange-S-Aluminiumsalz, Ponceau-4R- Aluminiumsalz, Allurarot-Aluminium-Komplex oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise

Während einer Behandlung mit Hydrocorti- son muss der Patient engmaschig überwacht werden (u. a. Körpergewicht, Blutdruck und Elektrolythaushalt).

Die meisten Nebenwirkungen von Cortico- steroiden sind von der Dosis und der Ex- positionsdauer abhängig. Deswegen sind Nebenwirkungen weniger wahrscheinlich, wenn Corticosteroide als Ersatztherapie ein-

gesetzt werden. Bei allen Patienten, die Nebenwirkungen verspüren, sollte eine Über- und/oder Unterdosierung in Erwägung ge- zogen werden. Verordnende Ärzte sind auf- gefordert, die Ursache der Nebenwirkungen herauszufinden und die Dosis zu erhöhen oder zu senken.

Akute Nebennierenrindeninsuffizienz

Bei Patienten mit Nebennierenrindeninsuffi- zienz kann sich trotz Einnahme von Hydro- cortison eine akute Nebennierenrindeninsuf- fizienz und Addison-Krise entwickeln. Des- wegen sollten die Patienten über die An- zeichen und Symptome einer akuten Nebennierenrindeninsuffizienz und einer Addison-Krise informiert werden, und sie sollten gegebenenfalls sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bei einer Addison- Krise sollte gemäß aktueller Behandlungsleit- linien eine parenterale, vorzugsweise intra- venöse Verabreichung von Hydrocortison (in hohen Dosen) mit Natriumchlorid-Infusions- lösung (9 mg/ml, 0,9 %) erfolgen.

Patienten mit Erbrechen oder Durchfall nehmen eventuell nicht genügend orales Hydrocortison auf. In diesem Fall sollte pa- renterales Hydrocortison verabreicht werden.

Psychiatrische Wirkungen

Psychiatrische Nebenwirkungen können unter systemischen Glucocorticoiden auf- treten. Dies kann während der Behandlungs- einleitung und während einer Dosisanpas- sung auftreten. Die Risiken können bei hö- heren Dosen größer sein. Die meisten Ne- benwirkungen gehen nach einer Dosisredu- zierung zurück, aber es können bestimmte Behandlungen notwendig sein.

Infektionen und Immunisierung

Die Ersatztherapie mit Corticosteroiden für Menschen mit Nebennierenrindeninsuffizienz verursacht keine Immunsuppression und ist somit keine Kontraindikation für die Verabrei- chung von Lebendimpfstoffen.

Bei der Hydrocortison-Ersatztherapie ist keine Erhöhung des Infektionsrisikos zu er- warten, alle auftretenden Infektionen sind jedoch stringent zu behandeln und es muss frühzeitig mit der Gabe von Stressdosen von Steroiden begonnen werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei Patienten mit Nebennierenrinden- insuffizienz besteht während einer Infektion das Risiko einer lebensbedrohlichen Addis- on-Krise. Daher ist eine erhöhte klinische Wachsamkeit für Infektionen erforderlich, und bei Infektionsverdacht ist frühzeitig ein Spezialist zu konsultieren.

Wenn über einen bestimmten Zeitraum su- praphysiologische Dosen verabreicht wer- den, ist eine Überwachung auf infektiöse Komplikationen (durch Bakterien wie Myko- bakterien oder Hefen) angezeigt und Imp- fungen sind zu vermeiden.

Supraphysiologische Hydrocortison-Dosen

Hohe (supraphysiologische) Hydrocortison- Dosen können einen Anstieg des Blutdrucks, Salz- und Wasserverhaltung sowie eine er- höhte Kaliumausscheidung verursachen. Eine Langzeitbehandlung mit supraphysiolo- gischen Hydrocortison-Dosen kann zu kli- nischen Merkmalen führen, die denen eines Cushing-Syndroms ähneln (verstärkte Adi- positas, Stammfettsucht, Hypertonie und

Acecort              Filmtabletten               

Diabetes). Solche Langzeitbehandlung kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Morbidität und

-Mortalität erhöhen.

Höhere Dosen einer Glucocorticoid-Sub- stitution können zu einer Verringerung der Knochendichte führen.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten gebo- ten, die aufgrund folgender Umstände für Komplikationen prädisponiert sind:

  • Magen-Darm-Geschwür in der Anamnese

  • latente Tuberkulose (kürzlicher positiver Mantoux-Test)

  • schwere Osteoporose

  • schwere Hypertonie

  • Diabetes mellitus

  • durch Corticosteroid ausgelöste Psychose

  • erhöhte gastrointestinale Motilität

  • Herzinsuffizienz

  • Glaukom in der Anamnese oder Familien- Anamnese

Glucocorticosteroide können die Insulinre- sistenz verstärken; deswegen sollte die kli- nische Manifestation bei Patienten mit Dia- betes mellitus überwacht werden. Patienten mit subklinischem Diabetes können einen klinischen Diabetes mellitus entwickeln.

Sehstörungen

Bei systemischer und topischer Corticoste- roid-Anwendung kann es zu Sehstörungen kommen. Wenn sich ein Patient mit Symp- tomen wie verschwommenes Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellt, sollte erwo- gen werden, den Patienten zu einem Augen- arzt zu überweisen, um mögliche Ursachen abzuklären. Hierzu gehören Katarakt, Glau- kom oder seltene Erkrankungen wie Chorio- retinopathia centralis serosa, die nach An- wendung von Corticosteroiden gemeldet wurden.

Hypertrophe Kardiomyopathie

Nach Verabreichung von Hydrocortison an Frühgeborene wurde eine hypertrophe Kar- diomyopathie gemeldet; deswegen muss eine geeignete diagnostische Beurteilung und Überwachung der kardialen Funktion und Struktur durchgeführt werden.

Lactoseintoleranz

Patienten mit der seltenen hereditären Galac- tose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Acecort nicht einnehmen.

Wechselwirkungen

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Gleichzeitige Gabe von CYP3A4-Induktoren oder -Inhibitoren

Die Anwendung von CYP3A4-Induktoren oder -Inhibitoren kann die systemische Wirkung von Corticosteroiden verstärken oder verringern. Die Hydrocortison-Dosis muss ggf. erhöht oder gesenkt werden, wenn CYP3A4-Induktoren (wie Carbamazepine, Phenobarbital, Phenytoin, Rifabutin, Rifampi- cin und Efavirenz) oder CYP3A4-Inhibitoren (wie Ketoconazol und Erythromycin) einge- nommen werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit CYP3A- Inhibitoren, einschließlich Produkte mit Co- bicistat, ist zu erwarten, dass das Risiko für systemische Nebenwirkungen zunimmt. Die

Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko für systemische Corticosteroid-Ne- benwirkungen. In dem Falle muss der Patient auf systemische Corticosteroid-Nebenwir- kungen überwacht werden.

Weitere Wechselwirkungen

Die Wirkung von Corticosteroiden kann nach einer Behandlung mit Mifepriston verringert sein.

Die Anwendung von Glucocorticoiden zu- sammen mit Diuretika und insbesondere Kalium ausschwemmende Diuretika kann zu Hypokaliämie führen. Patienten sollten auf Hypokaliämie überwacht werden.

Glucocorticoide können die Clearance von Acetylsalicylsäure steigern, sodass die Sa- licylspiegel überwacht werden sollten.

Glucocorticoide können den Antikoagulanz- spiegel im Blut senken, sodass eine Über- wachung der gewünschten Antikoagulanz- Wirkung angezeigt ist.

Glucocorticoide können die Wirkung von Antidiabetika (einschließlich Insulin) ab- schwächen, sodass eventuell eine Dosis- erhöhung notwendig ist.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Corticosteroide können über die Plazenta auf den Fötus übergehen. Bisher gibt es keine klaren Hinweise für teratogene Wir- kungen beim Menschen, wie sie in Tierver- suchen beobachtet wurden (siehe Abschnitt 5.3). Es gibt keine Hinweise, dass die Hydro- cortison-Ersatztherapie bei Schwangeren mit Nebennierenrindeninsuffizienz uner- wünschte Wirkungen bei Mutter und/oder Fötus hat. Acecort kann als Ersatztherapie während der Schwangerschaft eingesetzt werden. Es wird empfohlen, sich während Schwangerschaft von einem Endokrinologen beraten zu lassen.

Stillzeit

Kleine Mengen Corticosteroide gehen in die Muttermilch über. Während einer Hydrocor- tison-Ersatztherapie sind keine Nebenwir- kungen beim Säugling zu erwarten. Eine Hydrocortison-Ersatztherapie kann während der Stillzeit angewendet werden.

Fertilität

Es hat sich gezeigt, dass es für Patientinnen mit Nebennierenrindeninsuffizienz schwieri- ger ist, ein Kind über die komplette Schwan- gerschaft auszutragen, was höchstwahr- scheinlich auf die zugrunde liegende Erkran- kung zurückzuführen ist. Es gibt keine Hin- weise, dass die Hydrocortison-Ersatzthera- pie die Fertilität beeinträchtigt.

Fahrtüchtigkeit

Hydrocortison hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Müdigkeit und Schwindelgefühl wurden gemeldet. Eine nicht oder unzureichend behandelte Neben- nierenrindeninsuffizienz kann die Verkehrs- tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Hydrocortison wird als Ersatztherapie ange- wendet, um den normalen Cortisol-Spiegel wiederherzustellen. Das Nebenwirkungs- profil bei der Behandlung von Nebennieren- rindeninsuffizienz ist somit nicht vergleichbar mit dem bei anderen Erkrankungen, für deren Behandlung erheblich höhere Dosen oraler oder parenteraler Glucocorticoide er- forderlich sind. Nebenwirkungen bei Patien- ten mit Nebennierenrindeninsuffizienz, die mit physiologischen Dosen Hydrocortison behandelt werden, sind meistens auf Über- oder Unterdosierung zurückzuführen (siehe Abschnitt 4.4).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

In der folgenden Tabelle werden Nebenwir- kungen aufgeführt, die in klinischen Studien an Patienten mit Nebennierenrindeninsuffi- zienz unter Hydrocortison (veränderte Wirk- stofffreisetzung oder kontinuierliche Hydro- cortisoninfusion) beobachtet wurden:

Siehe Tabelle

Außerdem wurden die folgenden Neben- wirkungen unter anderen Arzneimitteln mit Hydrocortison gemeldet, die für andere In- dikationen als die Ersatztherapie in höheren Dosen bei Nebennierenrindeninsuffizienz angewendet wurden (Häufigkeit unbekannt):

Erkrankungen des Immunsystems

Aktivierung einer Infektion (Tuberkulose, Pilz- und Vireninfektionen einschließlich Herpes)

Endokrine Erkrankungen

Auslösung von Glukoseintoleranz oder Dia- betes mellitus

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Salz- und Wasserverhaltung, die zu Ödem, Hypertonie und Hypokaliämie führen

Psychiatrische Erkrankungen Euphorie, Psychose, Schlaflosigkeit

Augenerkrankungen

Erhöhter Augeninnendruck und Katarakte

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Systemorganklassen gemäß MedDRA Nebenwirkungen
Erkrankungen des Nervensystems Vertigo, Kopfschmerz
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Gastroenteritis, Durchfall und Übelkeit
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Ermüdung

Dyspepsie und Verschlimmerung bereits vor- handener Geschwüre

                    Acecort Filmtabletten

Erkrankungen der Haut und des Unterhaut- zellgewebes

Cushing-artige Symptome, Dehnungsstrei- fen, Ekchymose, Akne und Hirsutismus, beeinträchtigte Wundheilung

Skelettmuskulatur-,  Bindegewebs-  und Knochenerkrankungen

Osteoporose mit spontanen Frakturen und Muskelschwäche

Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeit

Gelborange-S-Aluminiumsalz (E 110), Pon- ceau-4R-Aluminiumsalz (E 124) und Allura- rot-Aluminium-Komplex (E 129) können aller- gische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver- hältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Ne- benwirkung dem Bundesinstitut für Arznei- mittel und Medizinprodukte, Abt. Pharma- kovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es wurde keine akute Überdosierung mit Hydrocortison bei Patienten mit Nebennie- renrindeninsuffizienz festgestellt. Es gibt kein Antidot. Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte nach Bedarf eine symptomatische Behandlung durchgeführt werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Acecort 1 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Gluco- corticoide, ATC-Code: H02AB09

Hydrocortison ist ein Glucocorticoid. Es ist die synthetische Form des Hormons Cortisol, das von der Nebennierenrinde ausgeschie- den wird. Glucocorticoid bindet an Gluco- corticoidrezeptoren im Zytosol, was zu einer Aktivierung oder Supprimierung von Protein- synthese führt, die u. a. eine Rolle im Immun- system spielt. Glucocorticoide sind u. a. notwendig für den Stoffwechsel, das Immun- system, die Skelettmuskulatur und Homöo- stase-Funktionen. Hydrocortison bewirkt eine Salzverhaltung und wird als Ersatz- therapie bei Nebennierenrindeninsuffizienz angewendet.

Pharmakokinetik

Resorption

Hydrocortison wird nach Einnahme gut im Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die höchste Plasmakonzentration wird etwa 1 Stunde nach Einnahme erreicht.

Verteilung

Im Plasma ist Cortisol an Corticosteroid- bindendes Globulin (CBG, auch Transcortin genannt) und Albumin gebunden. Die Bin- dung beträgt etwa 90 %. Hydrocortison geht

in die Plazenta über, und kleine Mengen wurden in der Muttermilch nachgewiesen.

Biotransformation

Hydrocortison wird in der Leber und anderen Geweben hydrogeniert und zu Abbaupro- dukten wie Dihydrocortisol und Tetrahydro- cortisol verstoffwechselt. Hydrocortison ist ein Substrat des CYP3A4 (siehe Abschnitt 4.5).

Elimination

Die Metaboliten werden vorrangig als Glu- curonide in den Urin ausgeschieden, be- gleitet von einer sehr geringen Menge unver- änderten Hydrocortisons. Hydrocortison geht in die Plazenta über, und kleine Mengen wurden in der Muttermilch nachgewiesen. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 1 bis 2 Stunden.

Linearität/Nicht-Linearität

Bei Dosen zwischen 5 mg und 40 mg ist die Hydrocortison-Exposition geringer als dosis- proportional. Der wahrscheinlichste Grund dieser Dosisabhängigkeit ist ein höherer First-Pass-Effekt bei höheren Dosen. Es ist unbekannt, ob die Hydrocortison-Exposition zeitabhängig ist.

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

Hydrocortison ist ein Ersatz für fehlendes körpereigenes Cortisol. Deswegen gibt es einen direkten pharmakokinetischen/phar- makodynamischen Zusammenhang.

Pharmakokinetik bei Leber- und Nierenpa- tienten

Bei Leberpatienten kann es zu einer verzö- gerten Verstoffwechselung von Hydrocorti- son kommen. Dies kann zu einer erhöhten Hydrocortison-Konzentration führen. Bei Nierenpatienten kann eine verzögerte Inakti- vierung und Elimination von Hydrocortison durch die Nieren zu erhöhten Hydrocortison- Konzentrationen führen. Das klinische An- sprechen auf Hydrocortison sollte deswegen bei Leber- und bei Nierenpatienten eng- maschig überwacht werden.

Weblinks

Packungen und Preis

Acecort 1 mg 30 Filmtabletten
Preis
21,93 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Acecort 1 mg 100 Filmtabletten N3
Preis
50,00 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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