Teicoplanin Ethypharm 400 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions/Infusionslösung oder einer Lösung zum Einnehmen
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Teicoplanin 400 mg
Teicoplanin Ethypharm ist bei Erwachsenen und Kindern ab der Geburt indiziert zur parenteralen Behandlung von folgenden Infektionen (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 5.1):
-
komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen,
-
Knochen- und Gelenkinfektionen,
-
nosokomiale Pneumonien,
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ambulant erworbene Pneumonien,
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komplizierte Harnwegsinfektionen,
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infektiose Endokarditis,
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Peritonitis, assoziiert mit kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD),
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Bakterieamie, die im Rahmen einer der oben aufgelisteten Indikationen auftritt.
Teicoplanin Ethypharm ist auch angezeigt zur oralen Anwendung als Alternativbehandlung von durch Infektion mit Clostridium difficile verursachter Diarrho und Kolitis.
Teicoplanin sollte falls erforderlich in Kombination mit anderen antibakteriellen Arzneimitteln eingesetzt werden.
Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollten berucksichtigt werden.
Dosierung
Dosierung und Dauer der Anwendung sollten individuell angepasst werden unter Beachtung von Art und Schwere der Infektion sowie des Ansprechens des Patienten auf die Therapie und von Patientenfaktoren wie Alter und Nierenfunktion.
Bestimmung der Serumkonzentration
Zur Optimierung der Behandlung sollten wahrend der Einstellung der Dosis die Teicoplanin-Serumkonzentrationen uberwacht werden, um sicher zu stellen, dass Mindesttalspiegel erreicht werden:
-
Bei den meisten Infektionen durch Gram-positive Bakterien sollten die Talspiegel mindestens 10 mg/l betragen, wenn sie mittels Hockdruck-Flussigkeitschromatographie (HPLC) bestimmt werden, oder mindestens 15 mg/l, wenn sie mittels Fluoreszenz-Polarisations-Immunoassay (FPIA) bestimmt werden.
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Bei Endokarditis und anderen schweren Infektionen sollten die Teicoplanin-Talspiegel 15 bis 30 mg/l betragen, wenn sie mittels HPLC bestimmt werden, oder 30 bis 40 mg/l, wenn sie mittels FPIA bestimmt werden.
Wahrend der weiteren Behandlung (Erhaltungsphase) sollte das Monitoring mindestens einmal pro Woche fortgefuhrt werden, um sicher zu stellen, dass die Konzentrationen stabil sind.
lndikation Therapieeinleitung Erhaltungsphase Startdosis Ziel-Serumtal-spiegel an Tag 3 Ьis5 Erhaltungsdosis Ziel-Serumtal-spiegel in der Erhaltungsphase Komplizierte Haut-und Weichteilinfektionen 6 mg/kg Korpergewichtalle 12 Stunden fur 3 intravenose oder intramuskulareAnwendungen > 15 mg/l1 6 mg/kg Korpergewicht intravenos oder intramuskulareinmal taglich > 15 mg/l einmal1wochentlich Pneumonie Komplizierte Harnwegsinfektionen Knochen- und 12 mg/kg Korper-gewicht > 20 mg/l1 12 mg/kg > 20 mg/l1 Gelenkinfektionen alle 12 Stunden fur 3 bis Korpergewicht 5 intravenos oder intravenoseAnwendungen intramuskular einmal taglich Infektiose 12 mg/kg Korper-gewicht 30 bis 40 12 mg/kg > 30 mg/l1 Endokarditis alle 12 Stunden fur 3 bis mg/l1 Korpergewicht 5 intravenos oder intravenose intramuskular Anwendungen einmal taglich Erwachsene und altere Patienten mit normaler Nierenfunktion
1 Bestimmt mittels FPIA. Anwendungsdauer
Die Dauer der Behandlung wird abhangig vom klinischen Ansprechen des Patienten festgelegt. Bei infektioser Endokarditis ist im Allgemeinen eine Mindestbehandlung uber 21 Tage erforderlich. Die Dauer der Behandlung sollte einen Zeitraum von 4 Monaten nicht uberschreiten.
Kombinationstherapie
Teicoplanin hat ein begrenztes antibakterielles Wirkspektrum (Gram-positiv). Es ist als Monotherapie nicht geeignet zur Behandlung einiger Infektionstypen, es sei denn die Empfindlichkeit des Erregers ist nachgewiesen oder es besteht der begrundete Verdacht, dass der oder die am wahrscheinlichsten vorliegenden Erreger empfindlich gegenuber Teicoplanin sind.
Mit Clostridium difficile-Infektionen assoziierte Diarrho und Kolitis
Empfohlen wird die Einnahme (oral) von zweimal taglich 100 bis 200 mg Teicoplanin fur 7 bis 14 Tage.
Altere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich, sofern die Nierenfunktion nicht eingeschrankt ist (siehe unten).
Erwachsene und altere Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion
Bis zum 4. Behandlungstag ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich, dann sollte die Dosis so angepasst werden, dass die Talspiegel bei mindestens 10 mg/l , wenn sie mittels HPLC bestimmt werden, oder mindestens 15 mg/l, wenn sie mittels FPIA bestimmt werden, liegen.
Nach dem vierten Tag:
-
Bei leichter bis maf3iger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30 bis 80 ml/min): Die Erhaltungsdosis sollte halbiert werden, entweder durch Gabe der Dosis jeden zweiten Tag oder durch einmal tagliche Gabe der halben Dosis.
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Bei starker Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min) und bei Hamodialysepatienten: Die Erhaltungsdosis sollte ein Drittel der Normaldosis betragen, entweder durch Gabe der Dosis jeden dritten Tag oder durch einmal tagliche Gabe von einem Drittel der Dosis.
Teicoplanin wird nicht durch Hamodialyse eliminiert.
Patienten mit kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD)
Nach einer initialen intravenosen Einzeldosis von 6 mg/kg Korpergewicht werden in der ersten Woche 20 mg/l im Beutel mit der Dialyseflussigkeit gegeben, dann 20 mg/l in jedem zweiten Beutel in der zweiten Woche und in der dritten Woche 20 mg/l mit dem nachtlichen Beutel.
Kinder und Jugendliche
Fur Kinder uber 12 Jahre gelten die gleichen Empfehlungen wie fur Erwachsene.
Neugeborene und Sauglinge bis zu einem Alter von 2 Monaten
lnitialdosis
Am ersten Tag werden einmal 16 mg/kg Korpergewicht als intravenose Infusion gegeben.
Erhaltungsdosis
Einmal tagliche intravenose Infusion von 8 mg/kg Korpergewicht.
Kinder von 2 Monaten bis 12 Jahre
lnitialdosis
Eine intravenose Dosis von 10 mg/kg Korpergewicht wird alle 12 Stunden gegeben insgesamt uber 3 Gaben.
Erhaltungsdosis
Intravenose Gabe von 6 bis 10 mg/kg Korpergewicht einmal taglich.
Art der Anwendung
Teicoplanin kann sowohl intravenos als auch intramuskular gegeben werden.
Die intravenose Anwendung kann als Injektion uber 3 bis 5 Minuten oder als Infusion uber 30 Minuten erfolgen.
Bei Neugeborenen erfolgt die Anwendung ausschlief3lich als intravenose Infusion.
Fur die Anleitung zur Rekonstitution und Verdunnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.
Uberempfindlichkeit gegen Teicoplanin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Teicoplanin sollte nicht intraventrikular angewendet werden. Uberempfindlichkeitsreaktionen
Schwere, lebensbedrohliche Uberempfindlichkeitsreaktionen, manchmal mit todlichem Ausgang,
wurden unter Teicoplanin beschrieben (z. B. anaphylaktischer Schock). Wenn eine allergische Reaktion auftritt, muss die Behandlung mit Teicoplanin sofort abgebrochen und geeignete Notfallmaf3nahmen eingeleitet werden.
Bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Vancomycin sollte Teicoplanin mit Vorsicht angewendet werden, da eine allergische Kreuzreaktion, einschlief3lich eines todlichen anaphylaktischen Schocks, nicht auszuschlief3en ist.
Das Auftreten eines „Red-Man-Syndroms“ (siehe unten) unter Vancomycin stellt jedoch keine
Kontraindikation fur Teicoplanin dar.
Infusionsbedingte Reaktionen
In seltenen Fällen wurde (auch schon bei Erstanwendung) ein „Red-Man-Syndrom“ (Symptomenkomplex mit Pruritus, Urtikaria, Hautrotungen, Angioodem, Tachykardie, Blutdruckabfall, Dyspnoe) beobachtet.
Der Abbruch der Anwendung oder die Reduktion der Infusionsgeschwindigkeit kann zur Beendigung dieser Reaktionen fuhren. Infusionsbedingte Reaktionen konnen gemindert werden, wenn die Tagesdosis nicht als Bolus, sondern als Infusion uber einen Zeitraum von 30 Minuten gegeben wird.
Schwere bullose Reaktionen
Uber lebensbedrohliche oder sogar todliche Falle von Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) wurde bei der Anwendung von Teicoplanin berichtet. Wenn Anzeichen oder Symptome eines SJS oder einer TEN (z. B. progressive Hautrotungen mit Blasenbildung und Schleimhautschadigungen) auftreten, muss die Behandlung mit Teicoplanin sofort abgebrochen werden.
Antibakterielles Wirkspektrum
Teicoplanin hat ein begrenztes antibakterielles Wirkspektrum (Gram-positive Erreger). Es ist zur Behandlung einiger Infektionstypen nicht als Monotherapie geeignet, es sei denn die Empfindlichkeit des Erregers ist nachgewiesen oder es besteht der begrundete Verdacht, dass der oder die am wahrscheinlichsten vorliegenden Erreger empfindlich gegenuber Teicoplanin sind.
Fur eine rationale Antibiotika-Therapie mit Teicoplanin sollten das antibakterielle Wirkspektrum, das Sicherheitsprofil des Wirkstoffs und die Eignung der antibiotischen Standardtherapie fur den einzelnen Patienten bei der Therapieentscheidung berucksichtigt werden. Auf dieser Basis sollte
Teicoplanin vorwiegend bei schweren Infektionen eingesetzt werden, bei denen die antibiotische Standardtherapie als ungeeignet eingestuft wird.
Thrombozytopenie
Unter der Anwendung von Teicoplanin wurde uber Thrombozytopenie berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Wahrend der Behandlung sollten in regelmaf3igen Abstanden hamatologische Untersuchungen einschlief3lich eines grof3en Blutbilds erfolgen.
Nierentoxizitat
Bei Patienten, die Teicoplanin erhielten, wurde uber Nephrotoxizitat und Nierenversagen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten mit einer eingeschrankten Nierenfunktion, Patienten, die das Teicoplanin-Therapieschema mit hoher Initial-/Startdosis erhalten, und Patienten, die Teicoplanin in Verbindung mit oder anschlief3end an eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln mit nephrotoxischem Potenzial (z. B. Aminoglykoside, Colistin, Amphotericin B, Ciclosporin und Cisplatin) erhalten, sollten sorgfaltig uberwacht werden und Hortests durchfuhren lassen Hortests sollten durchgefuhrt werden (siehe Abschnitt „Ototoxizität“ unten).
Da Teicoplanin vorwiegend uber die Nieren ausgeschieden wird, muss die Dosis bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).
Ototoxizitat
Wie bei anderen Glykopeptiden wurde bei mit Teicoplanin behandelten Patienten uber Ototoxizitat (Taubheit, Tinnitus) berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten, bei denen wahrend der Behandlung mit Teicoplanin Anzeichen und Symptome einer Beeintrachtigung des Horvermogens oder einer Innenohrerkrankung auftreten, sollten sorgfaltig bewertet und uberwacht werden, insbesondere bei langerer Behandlungsdauer und bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion. Patienten die Teicoplanin in Verbindung mit oder anschlief3end an eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln mit nephrotoxischem und/oder neuro-
/ototoxischem Potenzial (z. B. Aminoglykoside, Colistin, Amphotericin B, Ciclosporin, Cisplatin, Furosemid und Etacrynsaure) erhalten, sollten sorgfaltig uberwacht und der Nutzen von Teicoplanin bewertet werden, wenn das Horvermogen abnimmt.
Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die Teicoplanin zusammen mit anderen ototoxischen und/oder neurotoxischen Arzneimitteln erhalten, fur die regelmaf3ige Blutuntersuchungen sowie Leber- und Nierenfunktionstests empfohlen werden.
Superinfektion
Wie bei anderen Antibiotika kann insbesondere die langere Anwendung von Teicoplanin zur Vermehrung von nicht empfindlichen Mikroorganismen fuhren. Falls eine Folgeinfektion auftritt, ist diese entsprechend zu behandeln.
Sonstige Bestandteile:
Dieses Medikament enthalt weniger als 23 mg (1mmol) Natrium pro Durchstechflasche, so dass es als natriumfrei gilt.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgefuhrt.
Teicoplanin- und Aminoglykosidlosungen sind inkompatibel und durfen fur die Anwendung als Injektionslosung nicht miteinander gemischt werden. Sie sind aber kompatibel in Dialyseflussigkeiten und konnen bei der Behandlung von CAPD-bedingter Peritonitis uneingeschrankt eingesetzt werden.
Nur mit Vorsicht sollte Teicoplanin in Verbindung mit oder anschlief3end an eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln mit nephrotoxischem und/oder neuro-/ototoxischem Potenzial gegeben werden. Zu diesen Arzneimitteln zahlen z. B. Aminoglykoside, Colistin, Amphotericin B, Ciclosporin, Cisplatin, Furosemid und Etacrynsaure (siehe Abschnitt 4.4 „Nephrotoxizität“ und
„Ototoxizität“). Ein synergistischer toxischer Effekt der Kombination mit Teicoplanin konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.
In klinischen Studien wurde Teicoplanin vielen Patienten gegeben, die bereits verschiedene andere Arzneimittel erhielten, darunter waren Antibiotika, Antihypertensiva, Anasthetika, Mittel gegen Herzerkrankungen und Antidiabetika, ohne dass Wechselwirkungen beobachtet wurden.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgefuhrt.
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Teicoplanin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben bei hohen Dosen eine Reproduktionstoxizitat gezeigt (siehe Abschnitt 5.3): bei Ratten kam es vermehrt zu Totgeburten und neonataler Mortalitat. Das potenzielle Risiko fur Menschen ist nicht bekannt.
Deshalb sollte Teicoplanin wahrend der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Ein potenzielles Risiko fur Schadigungen des Innenohrs und der Nieren des Fotus kann nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Teicoplanin beim Menschen in die Muttermilch ubergeht. Bei Tieren ist der Ubergang von Teicoplanin in die Muttermilch nicht untersucht. Die Entscheidung, abzustillen oder die Therapie mit Teicoplanin abzubrechen, sollte einerseits den Wert der Muttermilch fur den Saugling, andererseits den Nutzen von Teicoplanin fur die Mutter berucksichtigen.
Fertilitat
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine verminderte Fertilitat.
Teicoplanin Ethypharm hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen. Teicoplanin kann Schwindel/Benommenheit und Kopfschmerzen verursachen. Dadurch kann die Fahigkeit, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, beeintrachtigt sein. Patienten mit entsprechenden Nebenwirkungen sollten nicht am Straf3enverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
Tabellarische Ubersicht der Nebenwirkungen
In der unten stehenden Tabelle werden alle Nebenwirkungen gelistet, die haufiger als bei Placebo und bei mehr als einem Patienten aufgetreten sind; folgende Konvention wird verwendet:
Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000,
<1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).
Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet.
| Systemorgan-klasse | Нaufig(≥1/100,<1/10) | Gelegentlich(≥1/1.000,<1/100) | Selten(≥1/10.000,< 1/1.000) | Sehr selten{<1/10.000) | Нaufigkeit nicht Ьekannt{Нaufigkeit auf Grundlage der verfilgЬaren Daten nichtaЬschatzЬar) |
| Infektionen und parasitare Erkrankungen | Abszess | Superinfektion (ubermaf3ige Vermehrung nicht empfindlicherMikroorganismen) | |||
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsys-tems | Leukopenie, Thrombozytopenie, Eosinophilie | Agranulozytose, Neutropenie, Panzytopenie | |||
| Erkrankungen des Immun-systems | Anaphylaktisc he Reaktionen (Anaphylaxie, siehe Abschnitt 4.4) | Arzneimittelreaktio n mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS),anaphylaktischer Schock (siehe Abschnitt 4.4) | |||
| Erkrankungen des Nervensys-tems | Schwindel/Ben om-menheit,Kopfschmerz | Krampfanfalle | |||
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Taubheit, Horverlust (siehe Abschnitt 4.4), Tinnitus, vestibulare Storung | ||||
| Gefaf3erkran-kungen | Phlebitis | Thrombophlebitis | |||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Bronchospasm | ||||
| Erkrankungen des Gastro-intestinaltrakts | Diarrho, Erbrechen, Ubelkeit | ||||
| Erkrankungen der Haut und des | Exanthem, Erythem | Rotung des Oberkorpers(„Red-Man- | Toxische epidermaleNekrolyse, |
| Systemorgan-klasse | Нaufig(≥1/100,<1/10) | Gelegentlich(≥1/1.000,<1/100) | Selten(≥1/10.000,< 1/1.000) | Sehr selten{<1/10.000) | Нaufigkeit nicht Ьekannt{Нaufigkeit auf Grundlage der verfilgЬarenDaten nicht aЬschatzЬar) |
| Unterhaut-zellgewebes | (Rotung), Juckreiz | Syn-drom“, siehe Abschnitt 4.4) | Stevens-Johnson-Syndrom; Erythema multiforme, Angioodem, exfoliative Dermatitis, Urtikaria (sieheAbschnitt 4.4) | ||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Erhohter Serumkreatinin wert | Niereninsuffizienz (einschl. akuten Nierenversagens) (siehe unten Abschnitt„Beschreibung ausgewahlter Nebenwirkungen“)* | |||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungs-ort | Schmerze n, Fieber | Abszess an der Injektionsstelle, Schuttelfrost (Rigor) | |||
| Untersuchungen | Erhohte Transaminase werte (vorubergehen d anomale Transaminasen werte),Anstieg der alkalischen Phosphatase im Serum (vorubergehen d anomale Serumwerteder alkalischen Phosphatase) |
Beschreibung ausgewahlter Nebenwirkungen
*Basierend auf Literaturberichten, liegt die geschatzte Nephrotoxizitatsrate bei Patienten, die das Therapieschema mit niedriger Initialdosis von durchschnittlich 6 mg/kg zweimal taglich erhalten, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von durchschnittlich 6 mg/kg einmal taglich, bei etwa 2 %.
In einer nichtinterventionellen Unbedenklichkeitsprufung auf der Grundlage von Beobachtungen (Post-Authorisation Safety Study), die 300 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren
(Behandlung von Knochen- und Gelenkinfektionen, Endokarditis oder anderen schweren Infektionen) einschloss, die das Therapieschema mit hoher Initialdosis von 12 mg/kg zweimal taglich (5 Initialdosen im Median) erhielten, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 12 mg/kg einmal taglich, betrug die beobachtete Rate einer bestatigten Nephrotoxizitat 11,0 % (95 %-Konfidenzintervall [KI] = [7,4 %; 15,5 %]) uber die ersten 10 Tage. Die kumulative Rate einer Nephrotoxizitat von Behandlungsbeginn bis 60 Tage nach der letzten Dosis betrug 20,6 % (95 %-KI = [16,0 %; 25,8 %]). Bei Patienten, die mehr als 5 hohe Initialdosen von 12 mg/kg zweimal taglich erhielten, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 12 mg/kg einmal taglich, betrug die beobachtete kumulative Rate einer Nephrotoxizitat von Behandlungsbeginn bis 60 Tage nach der letzten Verabreichung 27 % (95 %-KI = [20,7 %; 35,3 %]) (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grof3er Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Es wurden Falle von versehentlicher, exzessiver Uberdosierung bei Kindern berichtet. In einem Fall kam es zu Erregtheit bei einem 29 Tage alten Neugeborenen nach intravenoser Anwendung von 400 mg (95 mg/kg).
Maf3nahmen
Zur Therapie einer Uberdosierung empfehlen sich allgemeine symptomatische Maf3nahmen. Teicoplanin ist durch Hamodialyse nicht und durch Peritonealdialyse nur langsam entfernbar.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Teicoplanin 400 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung, Glykopeptid-Antibiotika, ATC-Code: J01ХA02.
Wirkungsweise
Teicoplanin hemmt das Wachstum von empfindlichen Organismen durch Beeinflussung der Zellwandsynthese an einer Angriffsstelle, die sich von jener der Betalaktame unterscheidet. Die Peptidoglycan-Synthese wird durch spezifische Bindung an D-Alanyl-D-Alanin-Reste blockiert.
Resistenzmechanismen
Eine Resistenz gegenuber Teicoplanin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:
-
Veranderung der Zielstruktur: Diese Form der Resistenz ist in den letzten Jahren insbesondere bei der Spezies Enterococcus faecium aufgetreten. Die Veranderung beruht auf dem Austausch der endstandigen D-Alanin-D-Alanin-Funktion der Aminosaureseitenkette einer Mureinvorstufe durch D-Ala-D-Lactat, sodass die Affinitat zum Vancomycin stark vermindert ist. Die hierfur verantwortlichen Enzyme sind eine neu gebildete D-Lactat-Dehydrogenase bzw. Ligase.
-
Die verminderte Empfindlichkeit oder Resistenz bei Staphylokokken gegenuber Teicoplanin beruht auf der Uberproduktion von Vorstufen des Mureins, an die Teicoplanin gebunden wird.
Eine partielle Kreuzresistenz besteht mit dem Glykopeptid-Antibiotikum Vancomycin. Einige Vancomycin-resistente Enterokokken sind Teicoplanin-empfindlich (VanB-Phanotyp).
Grenzwertbestimmung fur die Empfindlichkeit
Die MHK-Grenzwerte zur Unterscheidung der empfindlichen von den resistenten Organismen gemaf3 European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST), Version 8.0, 01. Januar 2018, sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
| Erreger | SensiЬel | Resistent |
| Staphylococcus aureus a, Ь | ≤ 2 mg/L | > 2 mg/L |
| Koagulase-negative Staphylokokken a | ≤ 4 mg/L | > 4 mg/L |
| Enterococcus spp. | ≤ 2 mg/L | > 2 mg/L |
| Streptococcus spp. (Gruppen A, B, C, G) Ь | ≤ 2 mg/L | > 2 mg/L |
| Streptococcus pneumoniae Ь | ≤ 2 mg/L | > 2 mg/L |
| Streptokokken der „Viridans“-Gruppe Ь | ≤ 2 mg/L | > 2 mg/L |
| Grampositive Anaerobier mit Ausnahme vonClostridium difficile c | IE | IE |
| PK/PD (Nicht speziesspezifische) Grenzwerte c | IE | IE |
a Glykopeptid-MHK-Werte sind methodenabhangig und sollten durch Bouillon-Mikrodilution bestimmt werden (Referenz ISO 20776). S. aureus mit Vancomycin-MHK-Werten von 2 mg/ml liegen im Grenzbereich der Wildtyp-MHK-Verteilung und zeigen moglicherweise ein eingeschranktes klinisches Ansprechen. Der Grenzwert fur S. aureus wurde auf 2 mg/ml reduziert, um eine Einstufung der Isolate als GISA zu vermeiden, da schwere Infektionen durch GISA-Isolate nicht mit hohen Dosen von Vancomycin oder Teicoplanin behandelbar sind.
Ь Isolate mit MHK-Werten oberhalb des Grenzwertes fur Empfindlichkeit sind sehr selten oder noch nicht berichtet worden. Die Tests zur Identifizierung und Empfindlichkeitsbestimmung mussen fur jedes solcher Isolate wiederholt werden, und bei Bestatigung muss das Isolat an ein Referenz-Labor geschickt werden.
c IE bedeutet, dass nur unzureichende Evidenz vorliegt, dass die betreffende Spezies einen geeigneten Zielorganismus fur die Behandlung mit diesem Arzneimittel darstellt.
Es kann eine MHK mit einem Kommentar, aber ohne zugehorige S-, I- oder R-Kategorisierung gemeldet werden worden sein.
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Die Wirksamkeit hangt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, wahrend der der Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.
Empfindlichkeit
Die Pravalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann ortlich und im Verlauf der Zeit variieren und lokale Informationen uber die Resistenzsituation sind wunschenswert, insbesondere fur die Behandlung schwerer Infektionen. Falls erforderlich sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden, insbesondere wenn aufgrund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Teicoplanin bei zumindest einigen Infektionstypen infrage gestellt ist.
UЬlicherweise empfindliche Spezies Aerobe Gram-positive Мikroorganismen CoryneЬacterium jeikeium a Enterococcus faecalis
Staphylococcus aureus (inkl. Мethicillin-resistenter Stamme)
Streptococcus agalactiae
Streptococcus dysgalactiae suЬsp. equisimilis a (Streptokokken der Gruppen C und G) Streptococcus pneumoniae
Streptococcus pyogenes
Streptokokken der „Viridans“-Gruppe a Ь Anaerobe Gram-positive Bakterien Clostridium difficile a Peptostreptococcus spp.a
Spezies, Ьei denen erworЬene Resistenzen ein ProЬlem Ьei der Anwendung darstellen konnen
Aerobe Gram-positive Мikroorganismen
Enterococcus faecium Staphylococcus epidermidis Staphylococcus haemolyticus Staphylococcus hominis
Von Natur aus resistente Spezies Alle Gram-negativen Bakterien Andere Мikroorganismen Chlamydia spp.
Chlamydophila spp. Legionella pneumophila Мycoplasma spp.
a Bei Veroffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primarliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.
Ь Sammelbezeichnung fur eine heterogene Gruppe von Streptokokken-Spezies. Resistenzrate kann in Abhangigkeit von der vorliegenden Streptokokken-Spezies variieren.
Resorption
Teicoplanin wird parenteral (intravenos oder intramuskular) verabreicht. Nach intramuskularer Gabe ist die Bioverfugbarkeit (verglichen mit der intravenosen Gabe) nahezu vollstandig (90 %). Nach intramuskularer Gabe von 200 mg an 6 Tagen liegt die mittlere (SD) maximale Teicoplanin-Serumkonzentration (C ) bei 12,1 (0,9) mg/l und wird 2 Stunden nach der
max
Anwendung erreicht.
Bei einer intravenosen Initialdosis von 6 mg/kg alle 12 Stunden liegen die C -Werte nach 3 bis
max
5 Anwendungen bei 60 bis 70 mg/l und die minimalen Serumkonzentrationen (C )
trough
ublicherweise bei > 10 mg/l. Nach einer intravenosen Initialdosis von 12 mg/kg alle 12 Stunden
liegen die mittleren C - und C -Werte nach 3 Anwendungen bei 100 bzw. 20 mg/l.
max trough
Nach Gabe einer einmal taglichen Erhaltungsdosis von 6 mg/kg betragen die C - und C -
max trough
Werte ungefahr 70 mg/l bzw. 15 mg/l. Nach einer einmal taglichen Erhaltungsdosis von 12 mg/kg
schwanken die C -Werte zwischen 18 und 30 mg/l.
trough
Bei oraler Gabe wird Teicoplanin nicht aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Nach oraler Anwendung einer einmaligen Dosis von 250 oder 500 mg bei gesunden Probanden wird Teicoplanin unverandert nur in den Fazes wiedergefunden (ungefahr 45 % der eingenommenen Dosis), wahrend es weder im Serum noch im Urin nachweisbar ist.
Verteilung
Die Bindung von Teicoplanin an menschliche Serumproteine liegt bei 87,6 bis 90,8 % unabhangig von der Teicoplanin-Konzentration. Teicoplanin wird uberwiegend an menschliches Serum-Albumin gebunden. Es wird nicht in rote Blutkorperchen verteilt.
Das Verteilungsvolumen im Steady State (V ) variiert von 0,7 bis 1,4 ml/kg. Die hochsten V -
SS SS
Werte wurden in den jungsten Studien beobachtet, wo die Sammelperiode mehr als 8 Tage betrug.
Teicoplanin wird uberwiegend in die Lunge, das Myokard und Knochengewebe verteilt mit einem Verteilungsverhaltnis zwischen Gewebe und Serum von grof3er als 1. In Blasenflussigkeit, Gelenkflussigkeit und Peritonealflussigkeit liegt das Verteilungsverhaltnis zwischen 0,5 und 1. Teicoplanin wird aus der Peritonealflussigkeit mit der gleichen Eliminationsrate wie aus dem Serum eliminiert. In Pleuraflussigkeit und subkutanem Fettgewebe liegt das Verteilungsverhaltnis zwischen 0,2 und 0,5.
Teicoplanin penetriert nicht gut in die Zerebrospinalflussigkeit (CSF). Biotransformation
Teicoplanin wird in unveranderter Form uberwiegend in Blut und Urin wiedergefunden, was auf minimalen Metabolismus hinweist. Zwei Metaboliten werden vermutlich durch Hydroxylierung gebildet und machen nur 2 bis 3 % der verabreichten Dosis aus.
Elimination
Nach intravenoser Gabe an Probanden wird unverandertes Teicoplanin hauptsachlich renal ausgeschieden (80 % innerhalb von 16 Tagen), wahrend 2,7 % der verabreichten Dosis innerhalb von 8 Tagen in den Fazes wiedergefunden werden (Ausscheidung uber die Galle).
Die Eliminationshalbwertzeit von Teicoplanin variierte in den jungsten Studien zwischen 100 und 170 Stunden bei einer Sammeldauer von 8 bis 35 Tagen.
Teicoplanin besitzt eine niedrige totale Clearance von 10 bis 14 ml/h/kg und eine renale Clearance von 8 bis 12 ml/h/kg, was darauf hindeutet, dass Teicoplanin uberwiegend renal ausgeschieden wird.
Linearitat
In einem Dosisbereich von 2 bis 25 mg/kg zeigt Teicoplanin eine lineare Pharmakokinetik.
Besondere Patientengruppen
-
Niereninsuffizienz:
Da Teicoplanin uber die Nieren ausgeschieden wird, nimmt die Elimination mit zunehmender Niereninsuffizienz ab. Die totale und renale Clearance von Teicoplanin hangt von der Kreatinin-Clearance ab.
-
1ltere Patienten:
Bei Alteren ist die Pharmakokinetik von Teicoplanin nicht verandert, sofern die Nierenfunktion nicht eingeschrankt ist.
-
Kinder und Jugendliche:
Im Vergleich zu Erwachsenen werden eine hohere totale Clearance (15,8 ml/h/kg bei Neugeborenen, 14,8 ml/h/kg bei durchschnittlich Achtjahrigen) und eine kurzere Eliminationshalbwertszeit (40 Stunden bei Neugeborenen, 58 Stunden bei Achtjahrigen) beobachtet.
Pharmazeutische Angaben - Teicoplanin 400 mg
Das Flaschchen enthalt:
Natriumchlorid
Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung) Salzsaure (zur pH-Einstellung)
InkompatiЬilitaten
Teicoplanin und Aminoglykoside sind nicht kompatibel, wenn sie unmittelbar miteinander gemischt werden, deshalb durfen sie vor der Injektion nicht gemischt werden.
Im Falle einer Kombinationstherapie von Teicoplanin Ethypharm mit anderen Antibiotika mussen die Arzneimittel getrennt angewendet werden.
Das Arzneimittel darf, auf3er mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefuhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dauer der НaltЬarkeit
Haltbarkeit des Pulvers:
30 Monate.
Haltbarkeit der zubereiteten Losung
Die chemische und physikalische Stabilitat der vorschriftsmaf3ig zubereiteten Losung wurde fur 24 Stunden bei 2 bis 8 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender fur die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen
Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C aufzubewahren.
Haltbarkeit der verdunnten Losung
Die chemische und physikalische Stabilitat der vorschriftsmaf3ig zubereiteten Losung wurde fur 24 Stunden bei 2 bis 8 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender fur die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C aufzubewahren.
Besondere Vorsichtsma8nahmen filr die AufЬewahrung
Ungeoffnete Durchstechflaschen:Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution/Verdunnung des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
Primarverpackung:
Das gefriergetrocknete Arzneimittel ist abgefullt in:
Durchstechflaschen aus farblosem Typ I-Glas mit einem Nennvolumen von 10 ml fur 400 mg, verschlossen mit einem Butyl-Gummistopfen und einer grunen Aluminium-Bordelkappe mit Plastik-Abreif3deckel.
Packungsgrof3en:
1 Durchstechflasche mit Pulver 5 Durchstechflaschen mit Pulver
Besondere Vorsichtsma8nahmen filr die Beseitigung <und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung geeignet. Herstellung der rekonstituierten Losung:
Die Losung wird durch Zugabe von 3,2 ml Wasser zur Injektion in die 400 mg Pulverflasche
rekonstituiert. Das Wasser wird langsam in das Flaschchen gegeben, das gedreht werden sollte, bis das gesamte Pulver gelost ist, um Schaumbildung zu vermeiden. Wenn Schaum entwickelt wird, lassen Sie die Losung ca. 15 Minuten stehen, damit der Schaum verschwindet. Es sollten nur klare und gelbliche Losungen verwendet werden.
| Nominelle Teicoplanin-Menge in der Durchstechflasche | 400 mg |
| Volumen der Durchstechflasche | 10 ml |
| Volumen, das die nominelle Teicoplanin-Menge enthalt (entnommen mit einer 5-ml-Spritze miteiner 23-G-Kanule) | 3,0 ml |
Die rekonstituierte Losung kann direkt injiziert, nach weiterer Verdunnung infundiert oder oral eingenommen werden.
Herstellung der verdunnten Losung vor Infusion
Teicoplanin Ethypharm kann in folgenden Infusionslosungen verdunnt angewendet werden: Natriumchloridlosung 9 mg/ml (0,9 %)
Ringerlosung Ringer-Laktatlosung 5 % Glukoselosung
10 % Glukoselosung
0,18 % Natriumchlorid- und 4 % Glukoselosung 0,45 % Natriumchlorid- und 5 % Glukoselosung
Peritonealdialyselosung mit 1,36 % oder 3,86 % Glukoselosung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
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C/ C6lquide N° 6, Portal 2, 1≥ Planta, Oficina F. Edificio Prisma Las Rozas, 28230 Madrid, Spanien
Mitvertrieb ETHУPHARM GmbH
Mittelstraf3e 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland
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