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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Toragamma® 2,5 mg Tabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Tbl.

Hersteller

AAA Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.4.2023
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Fachinfo - Toragamma® 2,5 mg

Anwendungsgebiete

Toragamma 2,5 mg Tabletten

  • Essentielle Hypertonie

    Toragamma 5 mg Tabletten

  • Essentielle Hypertonie

  • Ödeme aufgrund kongestiver Herzinsuffizienz chronischer Niereninsuffizienz oder Leberinsuffizienz

    Toragamma 10 mg Tabletten

  • Ödeme aufgrund kongestiver Herzinsuffizienz, chronischer Niereninsuffizienz oder Leberinsuffizienz

Dosierung

Dosierung

Behandlung essentieller Hypertonie

Die empfohlene Dosis beträgt 2,5 mg täglich, vorzugsweise zum Frühstück. Eine Dosiser-höhung darf frühestens 2 Monate nach Behandlungsbeginn erfolgen. Die Maximaldosis be-trägt 1 -mal täglich 5 mg. Die blutdrucksenkende Wirkung von Torasemid setzt langsam in der ersten Woche ein und erreicht spätestens nach ca. 12 Wochen ihr größtes Ausmaß.

Sollte nach 12-wöchiger Therapie mit täglich 2,5 mg Torasemid keine Blutdrucknormalisie-rung erreicht worden sein, kann eine Erhöhung der Dosis auf 5 mg Torasemid pro Tag er-folgen. Eine zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung durch die Dosiserhöhung ist

insbesondere bei anfänglich schwerem Bluthochdruck (diastolischer Blutdruck größer als 115 mmHg) sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion zu erwarten.

Eine weitere Erhöhung der täglichen Dosis über 5 mg Torasemid sollte nicht erfolgen, da dadurch keine weitere Blutdrucksenkung zu erwarten ist.

Behandlung von Ödemen

Die empfohlene Dosis beträgt 5 mg 1-mal täglich.

Dies ist in der Regel die Erhaltungsdosis. Falls erforderlich kann die Dosis schrittweise auf 1-mal täglich 20 mg erhöht werden. In Einzelfällen wurden 40 mg Torasemid pro Tag ver-ordnet.

Die Behandlung mit 10 mg Torasemid ist angezeigt, wenn die Normaldosierung von 5 mg Torasemid pro Tag unzureichend wirkt.

In diesen Fällen werden täglich 10 mg Torasemid eingenommen, in Abhängigkeit vom Schweregrad des Krankheitsbildes kann die Dosis auf bis zu 20 mg Torasemid gesteigert werden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten gelten keine abweichenden Dosierungsempfehlungen. Ausreichende vergleichende Untersuchungen zwischen älteren und jüngeren Patienten liegen jedoch nicht vor.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine Erfahrungen mit Torasemid vor.

Leber- und Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz sind begrenzte Informationen über eine Do-sisanpassung verfügbar. Bei Patienten mit Leberinsuffizienz sollte die Behandlung mit Vor-sicht erfolgen, da die Plasmakonzentrationen erhöht sein können (siehe Abschnitt 5.2).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die Tabletten sollen morgens unzerkaut mit einer kleinen Menge Flüssigkeit eingenommen werden.

Torasemid wird in der Regel als Langzeitbehandlung oder bis zum Rückgang der Ödeme angewendet.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Sulfonylharnstoffe oder einen der in Ab-schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Niereninsuffizienz mit Anurie

  • hepatisches Koma (bis zur Besserung dieses Zustandes)

  • Hypotonie

  • Stillzeit

  • Hypovolämie

  • Hyponatriämie

  • Hypokaliämie

  • erhebliche Miktionsstörungen (z.B. auf Grund von Prostatahypertrophie)

  • Gicht

  • kardiale Arrhythmien (z.B. Sinuatrial-Block, AV-Block 2. oder 3. Grades)

  • gleichzeitige Behandlung mit Aminoglykosiden oder Cephalosporinen

  • Niereninsuffizienz aufgrund nephrotoxischer Substanzen

Warnhinweise

Kardiale Arrhythmien (z. B. Sinuatrial-Block, AV-Block 2. oder 3. Grades).

Besonders zu Beginn der Behandlung und bei älteren Patienten ist auf Anzeichen von Elektrolytverlust und Hämokonzentration zu achten.

Bei Langzeitbehandlung mit Torasemid werden regelmäßige Kontrolle des Elektrolythaus-halts, insbesondere der Serumkaliumwerte (insbesondere bei Patienten mit gleichzeitiger Therapie mit Digitalisglykosiden, Glukokortikoiden, Mineralokortikoiden oder Laxanzien), der Glucose, der Harnsäure, des Kreatinins, der Blutlipide und der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) empfohlen.

Eine sorgfältige Überwachung von Patienten mit Neigung zu Hyperurikämie und Gicht wird empfohlen. Bei latentem oder manifestem Diabetes mellitus sollte der Kohlenhydratstoff-wechsel überwacht werden.

Wegen unzureichender Erfahrungen mit Torasemid sollte in folgenden Situationen die Be-handlung mit Torasemid nicht erfolgen:

  • pathologische Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt

  • gleichzeitige Behandlung mit Lithium

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

  • pathologische Veränderungen der Blutzellen (z.B. Thrombozytopenie oder Anämie bei Patienten ohne Niereninsuffizienz)

Miktionsstörungen müssen vor dem Behandlungsbeginn mit Torasemid korrigiert werden.

Bei Patienten mit Arrhythmien kann die Verabreichung von Schleifendiuretika durch Veränderungen der Elektrolytkonzentrationen (Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium) ein möglicherweise lebensbedrohliches Risiko auslösen. Es sollte eine regelmäßige Kontrolle der Elektrolyte erfolgen.

Die Anwendung von Toragamma Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels Toragamma Tabletten zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden.

Toragamma Tabletten enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

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Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Folgende Wechselwirkungen dieses Arzneimittels müssen beachtet werden:

Torasemid kann sie Wirkung von Antidiabetika vermindern.

Eine gleichzeitige Colestyramin-Therapie kann die Resorption und somit die Wirkung von oral eingenommenem Torasemid vermindern.

Torasemid kann die Wirkungen von Theophyllin sowie die muskelerschlaffende Wirkung von curareartigen Arzneimitteln beeinflussen (Verstärkung oder Abschwächung).

Eine Überwachung des Serum-Theophyllinspiegels wird empfohlen.

Bei gleichzeitiger Therapie mit Torasemid und Lithium kann es zu einem Anstieg der

Lithium-Serumkonzentration und somit zu verstärkten Wirkungen und Nebenwirkungen des Lithiums kommen.

Torasemid kann die gefäßverengende Wirkung von Katecholaminen (z.B. Adrenalin, No-radrenalin) vermindern.

Torasemid ist ein Substrat für Cytochrom P450 CYP2C8 und CYP2C9. Es kann zu einer Wechselwirkung zwischen den Liganden für dasselbe Enzym kommen. Daher sollte eine gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die ebenfalls durch diese Cytochrom-Isoformen katalysiert werden, genau überwacht werden, um unerwünschte Serumspiegel dieser Arz-neimittel zu vermeiden. Diese Wechselwirkung wurde für Cumarinderivate nachgewiesen. Die Möglichkeit einer Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln kann bei Substanzen mit ei-ner geringen therapeutischen Breite kritisch sein.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Herzglykosiden kann aufgrund eines Kalium- und/oder Magnesiummangels die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber diesen Arzneimitteln erhöht sein. Die kaliuretische Wirkung von Mineralo- und Glukokortikoiden und Laxanzien kann verstärkt werden.

Die Wirkung von Antihypertonika, insbesondere von ACE-Hemmern, kann bei gleichzeitiger Anwendung verstärkt werden.

Eine Sequenz- oder Kombinationsbehandlung oder der Beginn einer neuen Komedikation mit einem ACE-Hemmer kann einen übermäßigen Blutdruckabfall zur Folge haben. Dies kann durch eine Reduktion der Anfangsdosis des ACE-Hemmers und/oder durch eine Re-duktion oder zeitweiliges Absetzen der Torasemid-Dosis 2 oder 3 Tage vor der Behandlung mit dem ACE-Hemmer minimiert werden.

Torasemid kann, insbesondere bei hochdosierter Therapie, die nephrotoxischen und ototo-xischen Wirkungen von Aminoglykosid-Antibiotika, die toxischen Wirkungen von Platinver-bindungen sowie die nephrotoxischen Wirkungen von Cephalosporinen verstärken.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (z. B. Indometacin) können die diuretische und hypotensive Wirkung von Torasemid vermindern, vermutlich durch eine Hemmung der Prostaglandin-synthese.

Probenecid kann durch Hemmung der tubulären Sekretion die Wirksamkeit von Torasemid abschwächen.

Bei Patienten, die hohe Dosen von Salicylaten erhalten, erhöht Torasemid durch Hem-mung der Salicylat-Ausscheidung das Risiko einer Salicylat-Toxizität. Zusätzlich ist das Ri-siko von rezidivierenden Gichtattacken bei Patienten, die Salicylate einnehmen, erhöht.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Bezüglich der Wirkung von Torasemid auf den Embryo und den Fetus liegen unzu-

reichende klinische Erfahrungen beim Menschen vor. Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt. Torasemid war im Tierexperiment plazentagängig (siehe Abschnitt 5.3).

Es besteht ebenfalls das Risiko einer Thrombozytopenie beim Neugeborenen.

Solange keine weiteren Erfahrungen verfügbar sind, darf Torasemid während der Schwan-gerschaft nur bei zwingender Indikation angewendet werden. Dabei soll die niedrigste

mögliche Dosis gegeben werden.

Diuretika sind für die routinemäßige Therapie von Hypertonie und Ödemen in der Schwan-gerschaft nicht geeignet, da sie die Perfusion der Plazenta und damit das intrauterine Wachstum beeinträchtigen können. Falls Torasemid bei Herz- oder Niereninsuffizienz der Schwangeren verabreicht werden muss, sind Elektrolyte und Hämatokrit sowie das Wachs-tum des Feten genau zu überwachen.

Stillzeit

Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Torasemid in die Muttermilch über-geht. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Schlei-fendiuretika können die Milchbildung verringern.

Daher ist die Anwendung von Torasemid während der Stillzeit kontraindiziert (siehe Ab-schnitt 4.3). Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unter-brechen ist, oder ob auf die Behandlung mit Torasemid verzichtet werden soll. Dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Fertilität

Auswirkungen auf die Fertilität wurden in präklinischen Daten nicht gesehen (siehe Ab-schnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Torasemid kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedie-nen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel oder zu Beginn einer Zusatzmedikation sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Nebenwirkungen

Unter der Behandlung mit Torasemid wurden die nachfolgend aufgeführten Nebenwirkun-gen mit den folgenden Häufigkeiten beobachtet und berichtet:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) Selten (≥1/10.000, <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Tabelle 1: Nebenwirkungen
Systemor-ganklasse Häufig Gelegentlich Sehr selten Nicht bekannt
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsys-tems Thrombozyto-penie, Erythro-penie, Leuko-penie
Stoffwechsel –und Ernäh-rungsstörungen Verstärkung einermetabolischen Al-kalose;
Störungen des Wasser- und Elektrolythaus-halts in Abhän-gigkeit von der Dosierung und der Behandlungs-dauer insbeson-dere z.B. zu Hy-povolämie, Hypo-kaliämie und/oder Hyponatriämie; Hypokaliämie bei gleichzeitiger kali-umarmer Ernäh-rung, bei Erbre-chen, Durchfall, nach übermäßi-gem Gebrauch von Abführmitteln sowie bei Patien-ten mit chroni-scher Leberfunkti-onsstörung
Erkrankungen des Nervensys-tems Kopfschmer-zen,Vertigo Parästhesien Verwirrtheit, zerebrale Is-chämie
Augenerkran-kungen Sehstörungen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Tinnitus, Hör-verlust
Herzerkrankun-gen Hypotonie so-wie kardiale und zentrale Zirkulations-störungen (einschließlich Ischämie des Herzens) auf-grund einer Hämokonzent-ration, diese können z.B. zu Arrhythmien, Angina pecto-ris, akutem Myokardinfarkt oder Synko-pen führen
Gefäßerkran-kungen Thromboem-bolische Kom-plikationen,
aufgrund einer Hämokonzent-ration
Erkrankungen des Gastrointes-tinaltrakts Appetitlosig-keit, Magen-schmerzen, Übelkeit, Erb-rechen, Diar-rhö, Obstipa-tion (insbeson-dere zu Thera-piebeginn) Mundtrocken-heit Pankreatitis
Erkrankun-gen des Im-munsystems allergische Re-aktionen (z. B. Juckreiz (Pruritus, Exantheme, Photosensibili-tätsreaktio-nen), schwer-wiegende Hautreaktio-nen (z. B. Ste-vens-Johnson-Syndrom, to-xisch epider-male Nekro-lyse)
Leber – und Gal-lenerkrankun-gen Anstieg be-stimmter Lebe-renzymkon-zentrationen (Gamma-GT)im Blut
Skelettmus-kulatur-, Bin-degewebs-und Kno-chenerkran-kungen Muskelspas-men (insbe-sondere zu Therapiebe-ginn)
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Erhöhung der Konzentration von Kreatinin und Harnstoff im Blut. Bei Patienten mit Miktionsstörun-gen (z.B. auf-grund einer Pros-tatahyperplasie) kann eine ver-mehrte Harnpro-duktion zu Harn-verhaltung und Überdehnung der Blase führen
Allgemeine Er-krankungen und Beschwerden am Verabrei-chungsort Fatigue, Schwäche (insbesondere zu Therapie-beginn)
Untersuchun-gen Erhöhungen der Konzentra-tion von Harn-säure und Glu-cose im Blut, Erhöhungen der Konzentra-tionen der Blutfette (Trig-lyceride, Cho-lesterin)
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Webseite: www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome

Ein typisches Vergiftungsbild ist nicht bekannt. Bei Überdosierung kann es zu einer starken Diurese mit der Gefahr von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten kommen, die zu Schläfrig-keit und Verwirrtheit, Hypotonie sowie zu einem Kreislaufkollaps führen können. Gastroin-testinale Störungen können auftreten.

Behandlung

Es ist kein spezifisches Gegenmittel bekannt.

Die Symptome und Anzeichen einer Überdosierung erfordern eine Dosisreduktion oder das Absetzen von Torasemid sowie gleichzeitige Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution.

Torasemid ist nicht dialysierbar; eine Hämodialyse beschleunigt somit nicht seine Elimina-tion.

Pharmakologische Eigenschaften - Toragamma® 2,5 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: High-Ceiling-Diuretika, Sulfonamide, rein ATC-Code: C03CA04

Pharmakodynamische Wirkungen

Torasemid ist ein Schleifendiuretikum. In niedriger Dosierung ähnelt sein pharmakodynami-sches Profil jedoch dem eines Thiazids hinsichtlich der Stärke und Dauer der Diurese. In höherer Dosierung führt Torasemid dosisabhängig zu einer forcierten Diurese mit einem High-Ceiling-Effekt. Nach oraler Gabe haben Toragamma Tabletten eine maximale diureti-sche Wirkung von 2-3 Stunden. Bei gesunden Probanden führen Dosen zwischen 5 und 100 mg zu einer logarithmisch-proportionalen Erhöhung der diuretischen Wirkung.

Torasemid führt zu einer schonenden Ausschwemmung von Ödemen. Bei Herzinsuffizienz bewirkt Torasemid durch Senkung der Vor- und Nachlast eine Verbesserung der Arbeitsbe-dingungen des Myokards.

Pharmakokinetik

Resorption

Torasemid wird nach oraler Gabe schnell und nahezu vollständig resorbiert.

Maximale Serumspiegel werden nach 1- 2 Stunden erreicht. Die systemische Bioverfügbarkeit beträgt nach oraler Gabe 80 - 90 %.

Proteinbindung im Serum

Torasemid ist zu mehr als 99 % an Plasmaproteine gebunden, während seine Metaboliten M1, M3 und M5 zu 86 %, 95 % und 97 %gebunden sind.

Verteilung

Das scheinbare Verteilungsvolumen liegt bei 16 l (Vz:16 l).

Biotransformation

Torasemid wird durch stufenweise Oxidation, Hydroxylierung oder Ringhydroxylierung zu 3 Metaboliten, M1, M3 und M5, verstoffwechselt.

Die Hydroxy-Metaboliten haben eine diuretische Wirkung. Die Metabolite M1 und M3 tra-gen zu ca. 10 % zur pharmakodynamischen Wirkung bei, während M5 unwirksam ist.

Elimination

Die terminale Halbwertszeit von Torasemid und seinen Metaboliten beträgt bei gesunden Probanden 3 - 4 Stunden. Die totale Clearance von Torasemid liegt bei 40 ml/min, die renale Clearance bei ca. 10 ml/min. Etwa 80 % der verabreichten Dosis werden als Tora-semid und Metaboliten in die Nierentubuli ausgeschieden - Torasemid 24 %, M1 12 %, M3 3 %, M5 41 %.

Bei gleichzeitiger Niereninsuffizienz ist die Eliminationshalbwertszeit von Torasemid unver-ändert, die Halbwertszeiten der Metaboliten M3 und M5 sind jedoch verlängert. Torasemid und seine Metaboliten werden nicht nennenswert mittels Hämodialyse oder Hämofiltration eliminiert.

Bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion wurden Erhöhungen der Plasmakonzentra-tion von Torasemid beobachtet, die wahrscheinlich auf einen verminderten Metabolismus in der Leber zurückzuführen sind.

Bei Patienten mit Herz- oder Leberinsuffizienz sind die Halbwertszeiten von Torasemid und dem Metaboliten M5 leicht erhöht, eine Akkumulation ist jedoch unwahrscheinlich (siehe Abschnitt 4.2).

Pharmazeutische Angaben - Toragamma® 2,5 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Croscarmellose-Natrium, hochdisperses Siliciumdi-oxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die Tablette ist feuchtigkeitsempfindlich und zerfällt sehr leicht.

Die Tabletten sind daher bis zur Einnahme im Originalbehältnis aufzubewahren. Für die Lagerung sind keine besonderen Temperaturbedingungen zu beachten.

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung (PVC/Aluminium)

Toragamma 2,5 mg Tabletten: Packungen mit 20, 30 (N1), 50, 60 (N2) und 100 (N3) Tabletten.

Toragamma 5 mg Tabletten: Packungen mit 30 (N1), 50, 60 (N2) und 100 (N3)

Tabletten

Bündelpackung mit 10 (2 x 50) Tabletten.

Klinikpackungen mit 30 und 300 Tabletten.

Toragamma 10 mg Tabletten: Packungen mit 30 (N1), 50, 60 (N2) und 100 (N3)

Tabletten.

Klinikpackungen mit 30 und 300 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Toragamma® 2,5mg 100 Tbl. N3
Preis
14,35 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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