Fluenz® Nasenspray, Suspension
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Fluenz®
Fluenz ist indiziert zur aktiven Immunisierung zur Prophylaxe einer Influenza-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 2 Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.
Fluenz sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
Dosierung
Kinder und Jugendliche ab einem Alter von 2 Jahren bis unter 18 Jahren
Die empfohlene Dosis beträgt 0,2 ml, verabreicht als 0,1 ml in jedes Nasenloch.
Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren, die zuvor noch nicht gegen saisonale Influenza geimpft wurden, sollten frühestens nach 4 Wochen eine zweite Dosis verabreicht bekommen.
Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren
Fluenz darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden, da bei dieser Gruppe Sicherheitsbedenken hinsichtlich einer erhöhten Hospitalisierungsrate und des Auftretens von Giemen bestehen (siehe Abschnitt 4.8).
Art der Anwendung
Nur zur nasalen Anwendung.
Fluenz darf unter keinen Umständen injiziert werden.
Die Fluenz-Dosis wird aufgeteilt in beide Nasenlöcher verabreicht. Nach Verabreichung der halben Dosis in ein Nasenloch wird die zweite Hälfte der Dosis sofort oder kurze Zeit später in das andere Nasenloch verabreicht. Die zu impfende Person kann normal atmen, während der Impfstoff verabreicht wird – sie muss nicht aktiv einatmen oder Luft durch die Nase einziehen.
Fluenz soll von einem Angehörigen der Gesundheitsberufe oder unter dessen Aufsicht angewendet werden.
Anweisungen zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6. Detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung und Verabreichung des Impfstoffs sind der Information
„Hinweise zur Anwendung“ zu entnehmen.
-
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder gegen Gentamicin (ein möglicher in Spuren enthaltender Rückstand).
-
Schwere allergische Reaktion (z. B. Anaphylaxie) gegen Eier oder Eiproteine (z. B. Ovalbumin).
-
Kinder und Jugendliche mit klinischer Immunschwäche aufgrund von Erkrankungen oder infolge einer Therapie mit Immunsuppressiva, zum Beispiel akuter und chronischer Leukämie, Lymphom, symptomatischer HIV-Infektion, zellulären Immundefekten und hoch dosierter Corticosteroid-Behandlung. Fluenz ist nicht kontraindiziert bei Personen mit asymptomatischer HIV-Infektion sowie bei Personen, die topische/inhalative Corticosteroide oder niedrig dosierte systemische Corticosteroide erhalten oder die Corticosteroide als Ersatztherapie anwenden, z. B. bei Nebenniereninsuffizienz.
-
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die eine Salicylat-Therapie erhalten, da Salicylate und eine Wildtyp-Influenza-Infektion mit dem Reye-Syndrom in Verbindung gebracht wurden (siehe Abschnitt 4.5).
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
Wie bei den meisten Impfstoffen muss dafür gesorgt werden, dass zur Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion oder einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion nach Anwendung von Fluenz umgehend eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung zur Verfügung stehen.
Begleiterkrankungen und chronische Erkrankungen
Fluenz soll nicht bei Kindern und Jugendlichen mit schwerem Asthma, oder die zum gegenwärtigen Zeitpunkt giemen, angewendet werden, da es über diese Patientengruppe keine ausreichenden Erkenntnisse aus klinischen Studien gibt (siehe Abschnitt 4.8).
Die Anwendung von Fluenz ist bei Personen, die an einer schweren akuten fiebrigen Erkrankung oder einer akuten Infektion leiden, zu verschieben. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder von leichtem Fieber sollte nicht zu einem Aufschub der Impfung führen.
Auch bei Personen mit verstopfter Nase ist die Impfung zu verschieben, da bei dieser Personengruppe möglicherweise die Impfstoffaufnahme verringert sein könnte und keine Wirksamkeitsdaten vorliegen. Das Vorliegen leichter Symptome einer gewöhnlichen Erkältung ohne verstopfte Nase sollte nicht zu einem Aufschub der Impfung führen.
Synkope
Nach der intranasalen Verabreichung von Fluenz wurden Synkopen (Ohnmacht) beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Es sollten Maßnahmen getroffen werden, um Verletzungen durch Ohnmacht vorzubeugen und synkopale Reaktionen zu behandeln.
Immungeschwächte Personen
Die Geimpften sollen informiert werden, dass Fluenz ein attenuierter Lebendvirus-Impfstoff ist und daher die Gefahr einer Virus-Übertragung auf immungeschwächte Personen besteht. Die Geimpften sollten sich bemühen, in den ersten 1–2 Wochen nach der Impfung soweit wie möglich jeden engen Kontakt zu stark immungeschwächten Personen (z. B. Empfängern von Knochenmarktransplantaten während der Isolation) zu vermeiden. In klinischen Studien wurde 2–3 Tage nach der Impfung die maximale Impfvirus-Konzentration beobachtet. In Situationen, in denen ein Kontakt zu stark immungeschwächten Personen unvermeidbar ist, sollte das potenzielle Risiko, den
Influenza-Impfvirus zu übertragen, abgewogen werden gegen das Risiko, sich mit dem
Wildtyp-Influenzavirus zu infizieren und diesen zu übertragen. Die Wirksamkeit von Fluenz zur Prophylaxe einer Influenza-Erkrankung bei immungeschwächten Personen wurde nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.8).
Allgemein
Fluenz darf unter keinen Umständen injiziert werden.
Es liegen keine Daten zur Sicherheit einer intranasalen Anwendung von Fluenz bei Kindern mit nicht korrigierten kraniofazialen Fehlbildungen vor.
Fluenz darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, wenn diese eine Salicylat-Therapie erhalten (siehe Abschnitt 4.3). Salicylate dürfen bei Kindern und Jugendlichen innerhalb der ersten 4 Wochen nach der Impfung nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist medizinisch indiziert, da nach der Gabe von Salicylaten während einer Wildtyp-Influenza-Infektion über das Auftreten eines Reye-Syndroms berichtet wurde.
Fluenz kann gleichzeitig mit attenuierten Lebendimpfstoffen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und oral angewendeten Polioviren angewendet werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Fluenz mit inaktivierten Impfstoffen wurde nicht untersucht. Die gleichzeitige Anwendung von Fluenz mit antiviralen Wirkstoffen, die gegen
Influenza-A- und/oder Influenza-B-Viren wirksam sind, wurde nicht untersucht. In Anbetracht der
potenziellen Verminderung der Wirksamkeit von Fluenz durch antivirale Influenza-Wirkstoffe wird jedoch empfohlen, den Impfstoff frühestens 48 Stunden nach Beendigung der antiviralen Influenza-Therapie anzuwenden. Erfolgt in den ersten zwei Wochen nach Impfung eine antivirale Influenza-Therapie, kann dies das Ansprechen auf den Impfstoff beeinflussen.
Im Fall einer gleichzeitigen Anwendung einer antiviralen Influenza-Therapie und Fluenz ist je nach klinischer Beurteilung eine Nachimpfung in Betracht zu ziehen.
Schwangerschaft
Bisher liegen nur wenige Erfahrungen mit der Anwendung von Fluenz bei Schwangeren vor. In einer Falldatenbank von US-Krankenversicherungen gab es für 138 Schwangere, bei denen die Anwendung von Fluenz verzeichnet war, keine Hinweise auf signifikante negative Auswirkungen bei der Mutter.
Gemäß der AstraZeneca-Sicherheitsdatenbank wurden in mehr als 300 Berichten über die Impfstoffgabe an Schwangere keine ungewöhnlichen Muster von Schwangerschaftskomplikationen oder fetalen Entwicklungen beobachtet.
Obwohl tierexperimentelle Studien keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität ergaben und sich aus Studien nach der Markteinführung eine gewisse Sicherheit in Fällen unbeabsichtigter Anwendung des Impfstoffs ableiten lässt, wird die Anwendung von Fluenz in der Schwangerschaft nicht empfohlen.
Stillzeit
Begrenzte verfügbare Daten weisen darauf hin, dass Fluenz beim Menschen nicht in die Muttermilch übergeht. Da jedoch nur begrenzte Daten zur Beurteilung der Auswirkungen auf den gestillten Säugling vorliegen und manche Viren in die Muttermilch übergehen, sollte Fluenz während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten zu den möglichen Wirkungen von Fluenz auf die männliche oder weibliche Fertilität vor.
Fluenz hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung war Nasenverstopfung/Rhinorrhoe (56,7 %). Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit trivalentem sowie tetravalentem Influenza-Impfstoff (lebend, nasal) in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse (system organ class, SOC) aufgeführt. Innerhalb jeder SOC sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit dargestellt und innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe nach abnehmendem Schweregrad. Die Nebenwirkungshäufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000,
< 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1 Nebenwirkungen
| MedDRA-SOC | Nebenwirkung | Häufigkeit |
| Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Gesichtsödem,Urtikaria) | Gelegentlich |
| Anaphylaktische Reaktionen | Sehr selten | |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Verminderter Appetit | Sehr häufig |
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerzen | Häufig |
| Synkope | Nicht bekannta | |
| Guillain-Barré-Syndrom | Nicht bekannta | |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Nasenverstopfung/Rhinorrhoe | Sehr häufig |
| Epistaxis | Gelegentlich | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Ausschlag | Gelegentlich |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen | Myalgie | Häufig |
| Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen | Exazerbation von Symptomen der Leigh-Enzephalo-myelopathie (mitochondrialeEnzephalomyopathie) | Nicht bekannta |
| Allgemeine Erkrankungen undBeschwerden am Verabreichungsort | Unwohlsein | Sehr häufig |
| Fieber | Häufig |
a Erfahrungen nach Markteinführung
Kinder und Jugendliche
In einer aktiv-kontrollierten klinischen Studie (MI-CP111) wurde bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 11 Monaten über einen Zeitraum von 180 Tagen nach der letzten Impfdosis eine erhöhte Rate von Hospitalisierungen (jeglicher Ursache) verzeichnet (6,1 % Fluenz versus 2,6 % injizierbarer Influenza-Impfstoff). Die meisten Hospitalisierungen waren auf Infektionen des Gastrointestinaltrakts und der Atemwege zurückzuführen und traten über 6 Wochen nach der Impfung auf. Bei Fluenz-Geimpften ab einem Alter von 12 Monaten war die Hospitalisierungsrate nicht erhöht. In derselben Studie war bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten über einen Zeitraum von 42 Tagen eine erhöhte Häufigkeit von Giemen zu beobachten (5,9 % Fluenz versus
3,8 % injizierbarer Influenza-Impfstoff). Bei Fluenz-Geimpften ab einem Alter von 2 Jahren war die Häufigkeit des Auftretens von Giemen nicht erhöht. Fluenz ist nicht für die Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren angezeigt (siehe Abschnitt 4.2).
Begleiterkrankungen und chronische Erkrankungen
In einer Studie (D153-P515) mit Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren mit Asthma (Fluenz: n=1 114, trivalenter injizierbarer Influenza-Impfstoff: n=1 115) wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Inzidenz von Asthma-Exazerbationen, der mittleren exspiratorischen Spitzenflussrate (peak expiratory flow rate), der Asthma-Symptom-Scores oder des nächtlichen Erwachens (night-time awakening scores) festgestellt. Die Inzidenz von Giemen innerhalb von 15 Tagen nach der Impfung war bei Fluenz-Geimpften geringer im Vergleich zu Geimpften, die den inaktivierten Impfstoff erhalten hatten (19,5 % versus 23,8 %, p=0,02).
In einer Studie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren mit mittelschwerem bis schwerem Asthma (Fluenz: n=24, Placebo: n=24) wurde zwischen den Behandlungsarmen kein Unterschied in Bezug auf das primäre Sicherheitskriterium, die prozentuale Veränderung der vorhergesagten exspiratorischen Einsekundenkapazität (forced expiratory volume in 1 second, FEV1), gemessen vor und nach der Impfung, festgestellt.
Obwohl die Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthma nachgewiesen wurde, sind Daten zu Kindern mit anderen Lungenerkrankungen oder mit chronischen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- oder Nierenerkrankungen oder anderen chronischen Grunderkrankungen begrenzt. In einer Studie mit Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter (n=3 242) hatte ein hoher Prozentsatz der Personen chronische Grunderkrankungen (87 %), darunter Herzerkrankungen (15 %), Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen des Brustraums und Mediastinums (13 %) sowie Diabetes mellitus (9,6 %). Das Sicherheitsprofil von Fluenz war bei diesen Personen vergleichbar mit dem Sicherheitsprofil bei Personen ohne diese Erkrankungen.
Immungeschwächte Personen
Bei HIV-infizierten Kindern (n=24) und HIV-negativen Kindern (n=25) im Alter von 1 bis 7 Jahren sowie bei HIV-infizierten Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren, die eine stabile antiretrovirale Therapie erhielten (Fluenz: n=122; trivalenter injizierbarer Impfstoff: n=121), waren Häufigkeit und Dauer der Impfvirusausscheidung mit denen gesunder Personen vergleichbar. Nach der Anwendung von Fluenz wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die HIV-Viruslast oder die
CD4-Werte festgestellt.
Zwanzig leicht bis mittelgradig immungeschwächte Kinder und Jugendliche im Alter von
5 bis 17 Jahren (die eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie erhielten oder vor Kurzem eine Chemotherapie erhalten hatten) wurden im Verhältnis 1:1 auf Fluenz oder Placebo randomisiert. Häufigkeit und Dauer der Impfvirusausscheidung bei diesen immungeschwächten Kindern und Jugendlichen waren mit denen gesunder Kinder und Jugendlicher vergleichbar.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Eine Überdosierung mit Fluenz ist unwahrscheinlich, da es sich um einen einzelnen Fertig-Nasenapplikator handelt. Die Anwendung einer höheren als der empfohlenen Dosis von Fluenz wurde selten berichtet und das Nebenwirkungsprofil war vergleichbar mit dem, das mit der empfohlenen Dosis von Fluenz beobachtet wurde.
Pharmakologische Eigenschaften - Fluenz®
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Influenza-Impfstoffe, ATC-Code: J07BB03 Wirkmechanismus
Fluenz ist ein trivalenter Impfstoff, der drei kälteadaptierte (cold-adapted, ca), temperaturempfindliche (temperature-sensitive, ts) und abgeschwächte (attenuated, att) Influenzavirusstämme enthält, nämlich einen A/(H1N1)-Stamm, einen A/(H3N2)-Stamm und einen B-Stamm von der Victoria-Linie. Nach intranasaler Anwendung replizieren sich die in Fluenz enthaltenen lebend-attenuierten Influenzavirus-Stämme im Nasopharynx und induzieren Immunantworten gegen die drei im Impfstoff enthaltenen Influenzastämme.
Klinische Wirksamkeit
Die Daten zur Wirksamkeit von Fluenz in der pädiatrischen Population stammen aus 9 kontrollierten Studien mit insgesamt mehr als 20 000 Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen, die über einen Zeitraum von 7 Influenza-Saisons durchgeführt wurden. In vier placebokontrollierten Studien erfolgte in der zweiten Saison eine Nachimpfung. In 3 aktiv-kontrollierten Studien mit injizierbaren Influenza-Impfstoffen hat sich Fluenz als überlegen erwiesen. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit in der pädiatrischen Population sind in den Tabellen 2 und 3 zusammengefasst.
Tabelle 2 Wirksamkeit von Fluenz nach 2 Dosen gegen kulturbestätigte Influenza-Erkrankung in placebokontrollierten pädiatrischen Studien
| Studien-nummera | Region | Alters-bereichb | Anzahl der Studien-teilnehmer | Influenza-Saison | Wirksamkeit (95%-KI)überein-stimmende (gematchte) Stämme | Wirksamkeit (95%-KI)alle Stämme unabhängig von der Über-einstimmung (Match) |
| D153-P502 | Europa | 6 bis 35 M | 1 616 | 2000-2001 | 85,4 %(74,3; 92,2) | 85,9 %(76,3; 92,0) |
| D153-P504 | Afrika, Latein-amerika | 6 bis 35 M | 1 886 | 2001 | 73,5 %(63,6; 81,0)c | 72,0 %(61,9; 79,8)c |
| D153-P513 | Asien/ Ozeanien | 6 bis 35 M | 1 041 | 2002 | 62,2 %(43,6; 75,2) | 48,6 %(28,8; 63,3) |
| Studien-nummera | Region | Alters-bereichb | Anzahl der Studien-teilnehmer | Influenza-Saison | Wirksamkeit (95%-KI)überein-stimmende (gematchte) Stämme | Wirksamkeit (95%-KI)alle Stämme unabhängig von der Über-einstimmung (Match) |
| D153-P522 | Europa, Asien/ Ozeanien, Latein-amerika | 11 bis 23 M | 1 150 | 2002-2003 | 78,4 %(50,9; 91,3) | 63,8 %(36,2; 79,8) |
| D153-P501 | Asien/ Ozeanien | 12 bis 35 M | 2 764 | 2000-2001 | 72,9 %(62,8; 80,5) | 70,1 %(60,9; 77,3) |
| AV006 | USA | 15 bis 71 M | 1 259c | 1996-1997 | 93,4 %(87,5; 96,5) | k.A. |
a Per-Protokoll-Population, sofern nicht anders angegeben; keiner der Teilnehmer war zuvor gegen Influenza geimpft.
b Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben. M=Monate.
c Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen erhielten (ITT-Population).
In den klinischen Studien AV006 und D153-P504 wurde die Wirksamkeit einer Einzeldosis Fluenz bei zuvor nicht geimpften Kindern im Alter von 15 bis 71 Monaten (n=288) und im Alter von 6 bis
35 Monaten (n=1 877) untersucht. Die Wirksamkeit gegen kulturbestätigte Influenza durch einen beliebigen übereinstimmenden Stamm betrug 88,8 % (95 %-KI: 64,5; 96,5) bzw. 57,7 % (95 %-KI:
44,7; 67,9).
Die geschätzte Wirksamkeit von Fluenz gegen alle übereinstimmenden Stämme bei Kindern, die im Jahr 1 zwei Dosen und im Jahr 2 eine Nachimpfung erhielten, betrug 100 % (95 %-KI: 38,2; 100;
n=1 110) in AV006, 84,3 % (95 %-KI: 70,1; 92,4; n=1 265) in D153-P501, 88,7 % (95 %-KI: 82,0;
93,2; n=1 090) in D153-P502 und 73,6 % (95 %-KI: 33,3; 91,2; n=680) in D153-P504.
Die geschätzte Wirksamkeit von Fluenz gegen alle übereinstimmenden Stämme bei Kindern, die im Jahr 1 zwei Dosen und im Jahr 2 ein Placebo erhielten, war niedriger: 56,2 % (95 %-KI: 30,5; 72,7;
n=1 253) bei D153-P501 und 57,0 % (95 %-KI: 6,1; 81,7; n=718) bei D153-P504.
Tabelle 3 Relative Wirksamkeit von Fluenz gegen kulturbestätigte Influenza-Erkrankung in aktiv-kontrollierten pädiatrischen Studien mit einem injizierbaren Influenza-Impfstoff
| Studien-nummera | Region | Alters-bereichb | Anzahl der Studien-teil-nehmer | Influenza-Saison | Verbesserte Wirksamkeit (95%-KI)überein-stimmende (gematchte) Stämme | Verbesserte Wirksamkeit (95%-KI)alle Stämme unabhängig von der Überein-stimmung(Match) |
| MI-CP111 | USA, Europa, | 6 bis 59 M | 7 852c | 2004-2005 | 44,5 % | 54,9 % |
| Asien/Ozeanien | (22,4; 60,6) | (45,4; 62,9)d | ||||
| D153-P514 | Europa | 6 bis 71 M | 2 085e | 2002-2003 | 52,7 % | 52,4 % |
| (21,6; 72,2) | (24,6; 70,5)f | |||||
| D153-P515 | Europa | 6 bis 17 J | 2 211g | 2002-2003 | 34,7 % | 31,9 % |
| (3,9; 56,0) | (1,1; 53,5) |
a Per-Protokoll-Population.
b Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben. M=Monate. J=Jahre.
c Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen erhielten, wenn sie nicht geimpft waren oder deren Impfgeschichte unbekannt war, und eine Dosis für diejenigen, die zuvor geimpft waren.
d Fluenz wies bei 3 686 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten 55,7 % (39,9; 67,6) weniger Fälle auf als der injizierbare Influenza-Impfstoff und bei 4 166 Kindern im Alter von 24 bis
59 Monaten 54,4 % (41,8; 64,5) weniger Fälle.
e Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer mit einer Vorgeschichte wiederkehrender Atemwegsinfektionen, die zwei Dosen intranasalen Influenza-Impfstoff erhielten, im Vergleich zu denen, die zwei Dosen injizierbaren Influenza-Impfstoff erhielten.
f Fluenz wies bei 476 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten 64,4 % (1,4; 88,8) weniger Fälle auf als der injizierbare Influenza-Impfstoff und bei 1 609 Kindern im Alter von 24 bis 71 Monaten
48,2 % (12,7; 70,0) weniger Fälle.
g Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer mit klinisch diagnostiziertem Asthma, die eine Dosis intranasalen Influenza-Impfstoffs erhielten, im Vergleich zu denen, die eine Dosis injizierbaren Influenza-Impfstoff erhielten.
Pharmazeutische Angaben - Fluenz®
Saccharose Kaliummonohydrogenphosphat (Ph.Eur.) Kaliumdihydrogenphosphat
Gelatine Argininhydrochlorid
Mononatriumglutamat-Monohydrat Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Kühl lagern und transportieren (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Nasenapplikator im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Der Impfstoff kann vor der Verwendung aus dem Kühlschrank genommen und einmalig für bis
zu 12 Stunden bei einer Temperatur von nicht über 25 °C aufbewahrt werden. Stabilitätsdaten weisen darauf hin, dass die Bestandteile des Impfstoffes 12 Stunden lang stabil sind, wenn er bei Temperaturen zwischen 8 °C und 25 °C gelagert wird. Nach diesem Zeitraum muss Fluenz sofort angewendet oder andernfalls entsorgt werden.
Fluenz ist erhältlich als Nasenspray, Suspension (0,2 ml) in einem Nasenapplikator zum Einmalgebrauch (Typ 1-Glas) mit einem Sprühkopf (Polypropylen mit Polyethylen-Transferventil), einer Schutzkappe für die Sprühkopfspitze (synthetischer Gummi), einer Kolbenstange, einem Kolbenstopfen (Butylgummi) und einer Dosierungsklemme.
Packungsgrößen mit 1 oder 10 Nasenapplikatoren.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Handhabung
Fluenz ist nur zur einmaligen nasalen Anwendung bestimmt.
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Nicht mit einer Nadel anwenden. Nicht injizieren.
-
Verwenden Sie Fluenz nicht nach Ablauf des Verfalldatums oder wenn der Applikator beschädigt zu sein scheint, wenn beispielsweise der Kolben lose oder vom Applikator getrennt ist oder wenn Anzeichen von Undichtigkeit bestehen.
-
Prüfen Sie das Aussehen des Impfstoffes vor der Anwendung. Die Suspension muss farblos bis blassgelb, klar bis opaleszent sein. Wenden Sie den Impfstoff nicht an, wenn der flüssige Inhalt im Applikator verfärbt zu sein scheint. Kleine weiße Partikel können vorhanden sein.
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Nicht probeweise sprühen und versuchen Sie nicht, Blasen aus dem Applikator zu entfernen.
Detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung und Verabreichung von Fluenz mit dem Applikator sind der Information „Hinweise zur Anwendung“ zu entnehmen.
Entsorgung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen für medizinische Abfälle zu entsorgen.