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Präparate

Brinzolamid Micro Labs 10 mg/ml Augentropfensuspension

Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

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Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Brinzolamid Micro Labs 10 mg/ml Augentropfensuspension

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Augentropfensusp.

Hersteller

Micro Labs GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.12.2023
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Fachinfo - Brinzolamid 10 mg/ml

Anwendungsgebiete

Brinzolamid Micro Labs ist zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks indiziert bei:

  • Okulärer Hypertension

  • Offenwinkelglaukom

    als Monotherapie für erwachsene Patienten, die auf Beta-Rezeptorenblocker nicht ansprechen, oder bei denen Beta-Rezeptorenblocker kontraindiziert sind oder als Zusatztherapie zu Beta-Rezeptorenblockern oder Prostaglandin-Analoga (siehe auch Abschnitt 5.1).

Dosierung

Dosierung

Brinzolamid Micro Labs wird als Monotherapie und als Zusatzmedikation in einer Dosierung von 1 Tropfen zweimal täglich in den Bindehautsack des betroffenen Auges oder der betroffenen Augen eingetropft. Einige Patienten sprechen auf eine Dosierung von 1 Tropfen dreimal täglich besser an.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten:

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig.

Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion:

Die Anwendung von Brinzolamid bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wurde nicht untersucht und wird deswegen nicht empfohlen. Die Anwendung von Brinzolamid bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion. (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) oder bei Patienten mit hyperchlorämischer Azidose wurde nicht untersucht. Da Brinzolamid und sein Hauptmetabolit überwiegend über die Nieren ausgeschieden werden, ist die Anwendung von Brinzolamid Micro Labs bei solchen Patienten kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3).

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Brinzolamid sind bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren nicht untersucht worden. Derzeit verfügbare Daten sind in den Abschnitten 4.8 und 5.1 dargestellt. Die Anwendung von Brinzolamid Micro Labs wird daher bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Art der Anwendung:

Zur Anwendung am Auge.

Verschließen des Tränenkanals oder sanftes Schließen des Augenlids nach der Anwendung wird empfohlen. Dadurch kann die systemische Aufnahme von Arzneimitteln, die am Auge angewendet werden, verringert und systemische Nebenwirkungen können gemindert werden.

Der Patient sollte angewiesen werden, die Flasche vor Gebrauch gut zu schütteln. Wenn nach dem ersten Öffnen der Verschlusskappe der Anbruchschutzring lose ist, sollte dieser vor der ersten Anwendung entfernt werden.

Um eine Verunreinigung der Tropferspitze und der Suspension zu vermeiden, muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Augenlider und die umgebenden Augenpartien oder sonstige Oberflächen nicht mit der Tropferspitze der Flasche berührt werden. Der Patient sollte angewiesen werden, die Flasche nach Gebrauch gut zu verschließen.

Wird die Behandlung von einem anderen topischen Glaukommittel auf Brinzolamid Micro Labs umgestellt, sollte das vorherige Arzneimittel abgesetzt und die Behandlung mit Brinzolamid Micro Labs am folgenden Tag aufgenommen werden.

Werden zusätzlich andere Augentropfen angewendet, sollten Sie zwischen der Anwendung von Brinzolamid Micro Labs und anderen Augentropfen mindestens 5 Minuten liegen. Augensalben sollten zum Schluss angewendet werden.

Wenn eine Anwendung vergessen wurde, sollte die Behandlung wie vorgesehen mit der nächsten Anwendung fortgesetzt werden. In das/die betroffene(n) Auge(n) sollte nicht mehr als ein Tropfen dreimal täglich gegeben werden.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide (siehe auch Abschnitt 4.4)

  • Schwerwiegende Nierenfunktionsstörung

  • Hyperchlorämie Azidose

Warnhinweise

Systemische Wirkungen

Brinzolamid Micro Labs ist ein Sulfonamid-Inhibitor der Carboanhydrase und wird auch bei topischer Gabe systemisch resorbiert. Die typischen Arzneimittelnebenwirkungen systemisch angewendeter Sulfonamide einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) können auch bei topischer Anwendung auftreten. Zum Zeitpunkt der Verschreibung sollten die Patienten über die Anzeichen und Symptome aufgeklärt und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden. Bei Anzeichen schwerwiegender Symptome oder bei Überempfindlichkeitsreaktionen abzubrechen muss Brinzolamid Micro Labs sofort abgesetzt werden. Bei Einnahme von Carboanhydrasehemmern wurden Störungen des Säure-/Base-Haushalts beschrieben. Wegen des Risikos einer metabolischen Azidose ist Brinzolamid Micro Labs bei Patienten mit möglicherweise eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht anzuwenden (siehe Abschnitt 4.2).

Brinzolamid wurde bei Frühgeborenen (Gestationsalter von unter 36 Wochen) oder Säuglingen unter einer Woche nicht untersucht. Aufgrund der potenziellen Gefahr einer metabolischen Azidose sollten Patienten, bei denen eine ausgeprägte Reifungsverzögerung oder Anomalie der Nierentubuli besteht, nur nach sorgfältigem Abwägen des Nutzen-/Risiko-Verhältnisses mit Brinzolamid behandelt werden.

Orale Carboanhydrasehemmer können die Fähigkeit beeinträchtigen, Aufgaben auszuführen, die eine erhöhte Aufmerksamkeit und/oder physische Koordination erfordern. Brinzolamid wird systemisch resorbiert und daher kann diese Beeinträchtigung auch bei der Anwendung am Auge auftreten.

Begleittherapie

Bei gleichzeitiger Gabe eines oralen Carboanhydrasehemmers und Brinzolamid kann es zu einem additiven Effekt der bekannten systemischen Wirkungen von Carboanhydrasehemmern kommen. Die gleichzeitige Anwendung von Brinzolamid Micro Labs und oralen Carboanhydrasehemmern wurde nicht geprüft und wird nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.5).

Als Zusatztherapie zur Unterstützung einer Glaukomtherapie wurde Brinzolamid primär in Kombination mit Timolol geprüft. Darüber hinaus wurde die augeninnendrucksenkende Wirkung von Brinzolamid als Zusatztherapie mit dem Prostaglandin-Analogon Travoprost untersucht. Langzeitergebnisse zur kombinierten Anwendung von Brinzolamid und Travoprost liegen nicht vor (siehe auch Abschnitt 5.1).

Es liegen nur begrenzt Erfahrungen zur Behandlung mit Brinzolamid bei Patienten mit pseudoexfoliativem Glaukom oder Pigmentglaukom vor. Die Anwendung bei diesen Patienten sollte unter Vorsicht erfolgen, die engmaschige Kontrolle des intraokulären Drucks (IOD) wird empfohlen. Brinzolamid wurde an Patienten mit Engwinkelglaukom nicht klinisch geprüft und die Anwendung bei diesen Patienten wird nicht empfohlen.

Der mögliche Einfluss von Brinzolamid auf die Endothelfunktion der Hornhaut wurde bei Patienten mit vorgeschädigter Hornhaut (insbesondere bei Patienten mit einer niedrigen Endothelzellenzahl) nicht untersucht. Patienten, die Kontaktlinsen tragen, wurden nicht untersucht. Wenn diese Patienten Brinzolamid anwenden, wird eine sorgfältige Beobachtung empfohlen, da Carboan-hydrasehemmer die Hydration der Hornhaut beeinflussen können und das Tragen von Kontaktlinsen die Gefahr für die Hornhaut erhöhen könnte. Eine sorgfältige Beobachtung von Patienten mit vorgeschädigter Hornhaut, wie z. B. Patienten mit Diabetes mellitus oder mit Hornhautdystrophie, wird empfohlen.

Es ist bekannt, dass Benzalkoniumchlorid, das weitverbreiteten Einsatz als Konservierungsmittel in ophthalmischen Arzneimitteln findet, eine punktförmige Keratopathie und/oder eine toxische ulzerierende Keratopathie auslösen kann. Da Brinzolamid Micro Labs Benzalkoniumchlorid enthält, ist bei häufiger oder langfristiger

Anwendung eine engmaschige Überwachung bei Patienten mit Sicca-Syndrom oder vorgeschädigter Hornhaut angezeigt.

Brinzolamid wurde nicht an Patienten untersucht, die Kontaktlinsen tragen. Brinzolamid Micro Labs enthält Benzalkoniumchlorid, das Irritationen am Auge hervorrufen kann und dafür bekannt ist, weiche Kontaktlinsen zu verfärben. Der Kontakt mit weichen Kontaktlinsen ist zu vermeiden. Patienten müssen angewiesen werden, Kontaktlinsen vor der Anwendung von Brinzolamid Micro Labs zu entfernen und diese frühestens 15 Minuten nach der Anwendung von Brinzolamid Micro Labs wieder einzusetzen.

Mögliche Rebound-Effekte, die dem Absetzen der Behandlung mit Brinzolamid folgen könnten, wurden nicht untersucht; es ist zu erwarten, dass die augeninnendrucksenkende Wirkung 5-7 Tage anhält.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Brinzolamid sind bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen zwischen O und

17 Jahren nicht untersucht worden. Die Anwendung wird daher bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Wechselwirkungen

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Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. In klinischen Studien wurde Brinzolamid zusammen mit Prostaglandin-Analoga und mit Timolol Augentropfen eingesetzt, ohne dass Wechsel-wirkungen auftraten. Eine Wechselwirkung zwischen Brinzolamid und Miotika oder Adrenorezeptor-Agonisten wurde bei dessen Anwendung als antiglaukomatöse Zusatztherapie nicht untersucht. Brinzolamid Micro Labs ist ein Carboanhydrasehemmer und wird auch bei topischer Anwendung systemisch resorbiert. Störungen des Säure-Base-Haushalts wurden für orale Carboanhydrasehemmer beschrieben. Das Potenzial für Wechselwirkungen dieser Art muss bei Patienten, die Brinzolamid Micro Labs anwenden, berücksichtigt werden. Zu den Cytochrom-450-Isoenzymen, die für die Metabolisierung von Brinzolamid verantwortlich sind, gehören in erster Linie CYP3A4 sowie CYP2A6, CYP2C8 und CYP2C9. Es ist davon auszugehen, dass CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol, Ritonavir und Troleandomycin auch die Metabolisierung von Brinzolamid durch CYP3A4 inhibieren. Bei gleichzeitiger Gabe von CYP3A4-Hemmern ist Vorsicht geboten. Eine Anreicherung von Brinzolamid ist jedoch unwahrscheinlich, da Brinzolamid hauptsächlich renal ausgeschieden wird. Cytochrom-P-450-Isoenzyme werden durch Brinzolamid nicht gehemmt.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine oder nur begrenzte Daten für die ophthalmologische Anwendung von Brinzolamid bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben nach systemischer Gabe von Brinzolamid eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe auch Abschnitt 5,3).

Die Anwendung von Brinzolamid Micro Labs in der Schwangerschaft sowie die Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine empfängnisverhütenden Maßnahmen ergreifen, wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Brinzolamid bzw. seine Metaboliten nach Anwendung am Auge beim Menschen in die Muttermilch übertreten. Tierstudien zeigten, dass Brinzolamid nach Einnahme in geringem Maße in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Brinzolamid verzichtet werden soll bzw. die Behandlung mit Brinzolamid zu unterbrechen ist. Dabei sollen sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.

Fertilität

In Tierstudien zeigte Brinzolamid keine Auswirkungen auf die Fertilität. Es wurden keine Studien durchgeführt, um Auswirkungen einer topischokulären Verabreichung von Brinzolamid auf die menschliche Fertilität zu untersuchen.

Fahrtüchtigkeit

Brinzolamid hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Vorübergehendes Verschwommen Sehen und andere Seheinschränkungen können die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen oder am Straßenverkehr teil-zunehmen, beeinträchtigen (siehe auch Abschnitt 4.8). Falls es nach dem Eintropfen zu verschwommenem Sehen kommt, muss der Patient warten bis diese Beeinträchtigung abgeklungen ist, bevor er am Straßenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient.

Orale Carboanhydrasehemmer können die Fähigkeit beeinträchtigen, Aufgaben auszuführen, die eine erhöhte

Aufmerksamkeit und/oder physische Koordination erfordern (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.8).

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In klinischen Studien, an denen 2.732 Patienten teilnahmen, die Brinzolamid in Monotherapie oder als Begleittherapie zu Timololmaleat 5 mg/ml erhielten, waren die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungsreaktionen: Ge-schmacksstörungen (6,0 %) (bitterer oder ungewöhnlicher Geschmack, siehe Beschreibung unten) und vorübergehendes Verschwommen Sehen (5,4 %) nach dem Eintropfen für die Dauer von einigen Sekunden bis einigen Minuten (siehe auch Abschnitt 4.7).

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Die unten aufgeführten Nebenwirkungen wurden unter Brinzolamid 10 mg/ml Augentropfensuspension beobachtet. Ihre Häufigkeiten sind folgendermaßen definiert: sehr häufig (2 /10), häufig (2 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (2 1/1.000 bis

< 1/100), selten (2 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) oder nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). In jeder Häufigkeitskategorie sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angeordnet. Die Nebenwirkungen stammen aus klinischen Studien und Spontanmeldungen nach der Markteinführung.

Systemorgan-klasse MedDRA Terminologie der Nebenwirkungen (v.15.1)
Infektionen undparasitäre Erkrankungen Gelegentlich: Nasopharyngitis, Pharyngitis, Sinusitis
Nicht bekannt: Rhinitis
Erkrankungen des Blutes und desLymphsystems Gelegentlich: Erythrozyten-zahl erniedrigt, Chloridwerte im Bluterhöht
Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt: Überempfind-lichkeit
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Nicht bekannt: Appetit ver-mindert
Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich: Apathie,Depression, depressive Verstimmung, Libido verringert,Albträume, Nervösität
Selten: Insomnie
Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich: motorische Funktionsstörung, Amnesie,Schwindelgefühl, Parästhesien, Kopfschmerz
Selten: Erinnerungsvermögeneingeschränkt, Somnolenz
Nicht bekannt: Tremor, Hypoästhesie, Ageusie
Augenerkran-kungen Häufig: Verschwommen Sehen, Augenreizung, Augenschmerzen, Fremdkörpergefühl im Auge,okuläre Hyperämie
Gelegentlich: Hornhaut-erosion, Keratitis, Keratitis punctata, Keratopathie, Augenablagerung, Hornhaut-färbung, Defekt des Hornhautepithels, Blepharitis, Augenjucken, Konjunktivits, Schwellung des Auges, Entzündung der Meibom-Drüsen, Blenden, Photophobie, trockenes Auge, allergische Konjunktivitis, Pterygium, Skleralpigmentation, Asthenopie, Augenbe-schwerden, anomale Sinnes-empfindung des Auges, Keratokonjunktivitis sicca,subkonjunktivale Zysten, Bindehauthyperämie, Augen-lidpruritis Augenausfluss,Augenlidrandverkrustung, Tränensektretion verstärkt
Selten: Hornhautödem, Doppeltsehen, Sehschärfevermindert, Photopsie, Hypoästhesie des Auges, Periorbitalödem, intraokulärer Druck erhöht, Exkavation derSehnervenpapille vergrößert
Nicht bekannt: Erkrankung der Kornea, Sehstörung,Augenallergie, Madarosis, Erkrankung des Augenlids,Erythem des Augenlids.
Erkrankungen desOhrs und des Labyrinths Selten: Tinnitus
Nicht bekannt: Vertigo
Herzerkrankungen Gelegentlich: Herz- und Atem-Distress, Bradykardie,Palpitationen
Selten: Angina pectoris, Herzfrequenz unregelmäßig
Systemorgan-klasse MedDRA Terminologie der Nebenwirkungen (v.15.1)
Nicht bekannt: Arrhythmie, Tachykardie, Hypertonie, Blutdruck erhöht, Blutdruckerniedrigt, Herzfrequenz erhöht
Erkrankungen der Atemwege, des Brutsraums und Mediastinums Gelegentlich: Dyspnoe, Epistaxis, Schmerzen im Oropharynx, Pharyngo-laryngealschmerzen, Rachenreizung, Hustensyndrom der oberen Atemwege,Rhinorrhoe, Niesen
Selten: Hyperreagibilität des Bronchialsystems, Kongestion der oberen Atemwege, Verstopfung derNasennebenhöhlen, Nasenverstopfung, Husten,Nasenschleimhaut trocken
Erkrankungen des Gastroinstestinal-trakts Häufig: Geschmacksstörung
Gelegentlich: Oesophagitis, Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen, Dyspepsie, Oberbauchbeschwerden, abdominale Beschwerden, Magenbeschwerden, Flatulenz, häufige Darmentleerungen, gastroinstetinale Erkrankung, orale Hypoästhesie, oraleParästhesie, Mundtrockenheit
Leber- und Gallen-erkrankungen Nicht bekannt: Leber-funktionstest anomal
Erkrankungen der haut und des Unterhaut-zellgewebes Gelegentlich: Ausschlag,makulopapulöser Ausschlag, Hautspannen
Selten: Urtikaria, Alopezie, generalisierter Juckreiz
Nicht bekannt: Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)/toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) (siehe Abschnitt 4.4), Dermatitis,Erythem
Skelettmusku-latur-, Bindegewebs-und Knochenerkran-kungen Gelegentlich: Rückenschmerzen, Muskelspasmen, Myalgie
Nicht bekannt: Arthralgie, Schmerz in einer Extremität
Erkrankungen der Niere undHarnwege Gelegentlich: Nierenschmerz
Nicht bekannt: Arthralgie,Schmerz in einer Extremität
Erkrankungen der Geschlechts-organe und derBrustdrüse Gelegentlich: Erektile Dysfunktion
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungs-ort Gelegentlich: Schmerzen, Brustkorbbeschwerden,Ermüdung, anomales Gefühl
Selten: Brustkorbschmerzen,Gefühl der Zerfahrenheit, Asthenie, Reizbarkeit
Nicht bekannt: periphere Ödeme, Unwohlsein
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffebedingte Komplikationen Gelegentlich: Fremdkörper im Auge

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Geschmacksstörungen (bitterer oder ungewöhnlicher Geschmack nach Eintropfen) wurden während der klinischen Prüfungen als häufigste systemische Nebenwirkung in Verbindung mit der Anwendung von Brinzolamid gemeldet. Sie werden vermutlich durch Abfließen der Augentropfen durch den Ductus nasolacrimalis in den Nasenrachenraum verursacht. Verschließen des Tränenkanals oder sanftes Schließen des Augenlids nach der Anwendung kann dazu beitragen, die Häufigkeit dieses Effekts zu reduzieren (siehe auch Abschnitt 4.). Brinzolamid ist ein Carbo-anhydrasehemmer aus der Gruppe der Sulfonamide und wird systemisch resorbiert. Gastrointestinale, neurologische, hämatologische, renale und metabolische Effekte werden allgemein mit der systemischen Anwendung von Carboanhydrasehemmern in Verbindung gebracht. Dieselben Nebenwirkungen, die eingenommenen Carbo-anhydrasehemmern zugeschrieben werden, können auch bei topischer Anwendung auftreten. Bei Anwendung von Brinzolamid zusammen mit Travoprost wurden keine unerwarteten Nebenwirkungen beobachtet. Die unter der Zusatztherapie beschriebenen Nebenwirkungen wurden auch für jeden Einzelwirkstoff gemeldet.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Kurzzeitstudien mit geringer Patientenzahl wurden bei ca. 12,5 % der pädiatrischen Patienten Nebenwirkungen beobachtet. Bei der Mehrzahl dieser Nebenwirkungen handelte es sich um lokale, nicht schwerwiegende okuläre Reaktionen wie

Bindehauthyperämie, Augenreizung, Augenausfluss und verstärkter Tränensekretion (siehe auch Abschnitt 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhält-nisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eine entsprechende Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Es kann zu einem Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts, zu einem azidotischen Zustand und eventuell zu Auswirkungen auf das Nervensystem kommen. Die Serum- Elektrolytspiegel (besonders Kalium) und der Blut-pH-Wert müssen überwacht werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Brinzolamid 10 mg/ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Glaukomtherapeutika und Miotika, Carboanhydrasehemmer, ATC-Code: SOI EC04.

Wirkmechanismus

Carboanhydrase (CA) ist ein Enzym, das sich in vielen Gewebearten des Körpers einschließlich des Auges befindet. Carboanhydrase katalysiert die reversible Reaktion der Kohlendioxid-Hydratisierung und Kohlensäure-Dehydratisierung. Durch Hemmung der Carboanhydrase in den Ziliarfortsätzen des Auges wird die Kammerwasserproduktion gesenkt, was vermutlich auf eine verlangsamte Bildung von Bicarbonat -Ionen und nachfolgender Reduktion des Natrium- und Flüssigkeitstransports zurückzuführen ist. Das Ergebnis ist eine Senkung des Intraokulardrucks (IOD), der einen Hauptrisikofaktor in der Pathogenese der Sehnervschädigung und des glaukomatösen Gesichtsfeldverlusts darstellt. Brinzolamid ist ein Hemmer der Carboanhydrase II (CA-II), dem dominierenden Isoenzym des Auges, mit einem IC50 von 3,2 nM in vitro und einem Ki von 0,13 nM gegen CA-II.

Klinische Wirksamkeit und Unbedenklichkeit

Die IOD-senkende Wirkung von Brinzolamid wurde auch als Zusatzmedikation bei Behandlung mit dem Prostaglandin-Analogon Travoprost untersucht. Nach einer vierwöchigen Einleitungsphase mit Travoprost wurden Patienten mit einem IOD 19 mmHg für eine Zusatzbehandlung mit Brinzolamid oder Timolol randomisiert. Es ließ sich eine weitere Senkung des mittleren Tages-IOD von 3,2 bis 3,4 mmHg in der Brinzolamid-Gruppe und von 3,2 bis 4,2 mmHg unter Timolol beobachten. In den Brinzolamid/Travoprost-Gruppen traten nicht schwerwiegende okuläre Nebenwirkungen, überwiegend mit Zeichen einer lokalen Irritation verbunden, insgesamt mit höherer Häufigkeit auf. Es handelte sich um leichte Reaktionen, die keine Auswirkung auf die Gesamtzahl der Studienabbrüche hatten (siehe auch Abschnitt 4.8).

In einer klinischen Prüfung wurde Brinzolamid bei 32 pädiatrischen Patienten unter 6 Jahren mit Glaukom oder okulärer Hypertension geprüft. Einige Patienten wurden zuvor nicht mit IOD-senkenden Arzneimitteln behandelt, während andere Patienten mit einem oder mehreren IOD-senkenden Arzneimittel(n) behandelt wurden. Bei denjenigen, die zuvor mit IOD-senkenden Arzneimitteln behandelt wurden, mussten dabei IOD-senkende Arzneimittel vor Einleitung der Monotherapie mit Brinzolamid nicht abgesetzt werden.

Mit IOD-Senkungswerten von bis zu 5 mmHg gegenüber dem Ausgangswert erwies sich Brinzolamid bei den Patienten, die bisher nicht mit IOD-senkenden Arzneimitteln behandelt wurden (10 Patienten), als ähnlich wirksam wie bei zuvor untersuchten Erwachsenen. Bei Patienten, die bereits zuvor mit einem oder mehreren topischen IOD-senkenden Arzneimittel(n) behandelt wurden (22 Patienten), kam es zu einem leichten IOD-Anstieg gegenüber dem Ausgangswert.

Pharmakokinetik

Resorption

Nach Anwendung am Auge wird Brinzolamid in den systemischen Kreislauf aufgenommen.

Verteilung

Aufgrund seiner hohen Affinität für CA-II verteilt sich Brinzolamid zum großen Teil in die Erythrozyten und zeigt eine lange Halbwertszeit im Blut (durchschnittlich ca. 24 Wochen).

Biotransformation

Beim Menschen entsteht der Metabolit N-Desethyl-Brinzolamid, der ebenfalls an CA bindet und in den Erythrozyten akkumuliert. In Gegenwart von Brinzolamid

bindet der Metabolit überwiegend an CA-I. Die Plasmaspiegel sowohl von Brinzolamid wie von N-Desethyl-Brinzolamid sind niedrig und liegen meist unter der Bestimmungsgrenze (< 7,5 ng/ml). Die Bindung an Plasmaproteine ist nicht ausgeprägt (etwa 60 %).

Elimination

Brinzolamid wird hauptsächlich durch renale Ausscheidung (ca. 60 %) eliminiert. Ungefähr 20 % der Dosis wurden als Metabolit im Urin ausgeschieden. Brinzolamid und N-Desethyl-Brinzolamid sind zusammen mit Spuren (< 1 %) von N-Desmethoxypropyl- und O-Desmethyl-Metaboliten Hauptbestandteile des Urins.

Studie zur Pharmakokinetik

Während einer Studie zur Pharmakokinetik erhielten Probanden bis zu 32 Wochen zweimal täglich oral 1 Kapsel Brinzolamid 1 mg. Die Aktivität der Erythrozyten-CA wurde gemessen, um das Ausmaß der systemischen CA-Hemmung beurteilen zu können.

Die Brinzolamid-Sättigung der Erythrozyten-CA-II stellte sich innerhalb von 4 Wochen ein (Erythrozytenkonzentrationen von ca. 20 μM). N-Desethyl-Brinzolamid akkumulierte innerhalb von 20-28 Wochen in den Erythrozyten zu einem Steady State und erreichte Konzentrationen von 6-30 μM. Die Hemmung der CA-Gesamtaktivität in den Erythrozyten betrug im Steady State ca. 70 0/6-75 %.

Patienten mit mäßiger renaler Dysfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/Minute) wurde zweimal täglich 1 mg Brinzolamid für Zeiträume bis zu 54 Wochen oral verabreicht. In der vierten Behandlungswoche lag die Konzentration von Brinzolamid in den Erythrozyten zwischen 20 und 40 μM. Im Steady State erreichten die Konzentrationen von Brinzolamid und seinem Metaboliten in den Erythrozyten 22,0 bis 46,1 μM bzw. 17,1 bis 88,6 μM.

Die Konzentration von N-Desethyl-Brinzolamid in den Erythrozyten stieg an, während die Gesamtaktivität der CA in den Erythrozyten bei abfallender Kreatinin-Clearance sank; die Brinzolamid-Konzentration in den Erythrozyten und die CA-II-Aktivität blieben hingegen unverändert. Bei den Patienten mit der massivsten Einschränkung der Nierenfunktion kam es zu einer ausgeprägteren Hemmung der CA-Gesamtaktivität, sie blieb jedoch im Steady State unter 90 %.

In einer topischen okulären Studie wurden für Brinzolamid ähnliche Erythrozytenkonzentrationen wie in der oralen Studie im Steady State bestimmt; die Spiegel für N-Desethyl-Brinzolamid lagen hingegen niedriger. Die Aktivität der Carboanhydrase erreichte ca. 40-70 % der Konzentrationen vor Anwendung.

Pharmazeutische Angaben - Brinzolamid 10 mg/ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Benzalkoniumchlorid Mannitol (Ph.Eur.) Carbomer 974P Natriumedetat (Ph.Eur.) Natriumchlorid Gereinigtes Wasser

Salzsäure/Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

30 Monate

Nacht dem Öffnen innerhalb von 4 Wochen verwenden. Raumtemperatur

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

Die 5 ml Augentropfensuspension befinden sich in eine 10 ml sterilen Flasche aus Weich-Polyethylen (LDPE), mit einem sterilen Tropfer aus Weich-Polyethylen (LDPE) und mit einem sterilen Schraubverschluss mit Anbruchschutzring aus Hart-Polyethylen (HDPE).

Packungsgrößen:

Umkarton mit einer 10 ml Flasche Umkarton mit drei 10 ml Flaschen Umkarton mit sechs 10 ml Flaschen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Brinzolamid Micro Labs 10mg/ml Augentropf 1x5ml N1
Preis
20,46 €
Zuzahlung
5,00 €

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Brinzolamid Micro Labs 10mg/ml Augentropf 3x5ml N2
Preis
38,02 €
Zuzahlung
5,00 €

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Brinzolamid Micro Labs 10mg/ml Augentropf 6x5ml N3
Preis
65,01 €
Zuzahlung
6,50 €

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Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
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