Magnetrans® extra 243mg Hartkapseln
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Magnetrans® 243mg
Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Mus-keltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
Magnetrans®forte
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Jugendliche und Erwachsene morgens und abends je 1 Hartkapsel ein. Nehmen Sie die Hartkapseln mit etwas Flüssig-keit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Magnetrans®extra
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren morgens zum Frühstück 1 Hartkapsel mit etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas
Wasser) ein.
Dauer der Anwendung
Es ist keine zeitliche Begrenzung der Anwendung vorgesehen, jedoch sollten re-gelmäßige Kontrollen der Serum-Magnesium-Werte erfolgen insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 ge-nannten sonstigen Bestandteile
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Schwere Nierenfunktionsstörungen
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Myasthenia gravis
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(Calcium-)Magnesium-Ammoniumphosphat-Steindiathese
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AV-Block
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Exsikkose.
Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob sich aus dem Elektrolytstatus (z.B. Hy-permagnesiämie, Hyperkaliämie) eine Gegenanzeige ergibt.
Magnetrans® sollte nur unter besonderer Vorsicht und nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden bei
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leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
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Patienten mit Neigung zur Bildung infizierter Nierensteine während einer Harnwegsinfektion.
Magnesiumhaltige Präparate sollen nicht gleichzeitig mit Eisen, Fluoriden oder Tetracyclinen eingenommen werden, da eine wechselseitige Behinderung der enteralen Resorption auftreten kann. Zwischen der Einnahme von Magnesium und Eisen-, Fluorid- oder Tetracyclinpräparaten sollte daher ein Intervall von 2-3 Stunden eingehalten werden.
Auch Aminochinoline, Chinidin und Chinidin-Derivate, Nitrofurantoin und Peni-cillamin sollten aufgrund der wechselseitigen Beeinflussung der Resorption nicht gleichzeitig mit Magnesium-Präparaten angewendet werden.
Magnesium sollte nur mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten, die als Be-gleitmedikation Antazida oder Laxanzien einnehmen, die Magnesiumsalze ent-halten (insbesondere im Falle einer Niereninsuffizienz).
Bei gleichzeitiger Einnahme von Aluminium-haltigen Präparaten (z.B. Antazida) kann die Aluminiumresorption erhöht sein.
Aminoglykosid-Antibiotika, Cisplatin und Ciclosporin A können zu einer vermehr-ten Ausscheidung von Magnesium über die Nieren führen.
Die gleichzeitige Gabe von Magnesium und Aminoglykosid-Antibiotika kann zu einer Verschlechterung der neuromuskulären Funktion führen (z.B. Atemdepres-sion).
Magnesiumsalze können die Aktivität neuromuskulär blockierender Substanzen (z.B. Pancuroniumbromid, Succinylcholinhalogenid) verstärken.
Die gleichzeitige intravenöse Gabe von Calcium führt zu einer verminderten Wir-kung von Magnesium. Bei gleichzeitiger Gabe von Calcium und Phosphat muss mit Resorptionsbehinderungen für Magnesium gerechnet werden.
Die Wirkung von Sympathomimetika und Herzglykosiden kann durch gleichzei-tige Magnesiumwirkungen abgeschwächt werden.
Gegen die Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit bestehen keine Gegenan-zeigen.
Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft/Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden und es liegen keine Hin-weise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Die dokumentierten Erfahrungen beim Men-schen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch sehr gering.
Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene wäh-rend der ersten 24-48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologi-sche Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden. Die Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeit-raum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen.
Bisher sind Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be-dienen von Maschinen nicht bekannt geworden. Bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme des Präparates können Müdigkeitserscheinungen auf-treten, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen können (siehe Abschnitt 4.8).
Unter oraler Magnesiumtherapie sind bei intakter Nierenfunktion bislang kaum Nebenwirkungen beobachtet worden.
Bei hoher Dosierung kann es zu weichen Stühlen oder gastrointestinaler Reizung kommen. Bei Auftreten von Durchfällen sollte die Behandlung vorübergehend un-terbrochen werden; nach einer Stuhlnormalisierung kann die Behandlung mit ei-ner verringerten Tagesdosis fortgeführt werden.
Bei hochdosierter und längerer Einnahme können insbesondere bei einge-schränkter Nierenfunktion Müdigkeitserscheinungen auftreten. Dies kann auf eine Hypermagnesiämie hinweisen. In diesem Fall sollte die Dosis reduziert oder die Medikation vorübergehend abgesetzt werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsbe-rufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http:///www.bfarm.de
anzuzeigen.
Bei intakter Nierenfunktion sind Magnesiumintoxikationen selten. Liegt jedoch eine Einschränkung der Nierenfunktion vor, so kann eine Intoxikation eventuell schon durch „therapeutische“ Magnesiumdosen verursacht werden.
Starke Erhöhung der extrazellulären Magnesiumkonzentration hat curareähnli-che Wirkungen auf die neuromuskuläre Überleitung. Das klinische Bild der Mag-nesiumintoxikation ist bei Serumspiegeln zwischen ca. 2,4 und ca. 4,55 mmol/l (4,8-9,1 mval/l) durch Übelkeit, Erbrechen, Lethargie, Blasensperre und Obstipa-tion gekennzeichnet.
Die tiefen Sehnenreflexe erlöschen bei Serumspiegeln über ca. 5 mmol/l (=10 mval/l). Atemlähmung tritt bei ca. 7,5 mmol/l (=15 mval/l) auf. Bei höherer Kon-zentration erfolgt Herzstillstand.
Höhere Magnesium-Zufuhr über längere Zeit ohne Kontrolle der Serum-Magne-sium-Werte sollte generell vermieden werden. Insbesondere bei Kindern ist dies kontraindiziert, da Magnesium die Knochenneubildung in der Wachstumsfuge durch Störung der Knorpelzellreifung und der Kalzifikation in der primären Spon-giosa nachteilig beeinflussen kann.
Therapie von Magnesiumintoxikationen infolge terminaler Niereninsuffizienz: Symptomatische Behandlung, ggf. Dialyse.
Pharmakologische Eigenschaften - Magnetrans® 243mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffe ATC: A12CC10 Magnesiumoxid
Magnesium ist als Cofaktor aller ATP-abhängigen metabolischen Reaktionen ab-solut essentiell. Durch Interaktionen mit Phospholipiden und Proteinen führt Mag-nesium zu einer Stabilisierung biologischer Membranstrukturen und Einheiten, deren Integrität für zahlreiche biologische Grundvorgänge Voraussetzung ist.
Die zentrale Stellung von Magnesium für die Leistungsfähigkeit der Skelettmus-kulatur, des Herzmuskels, des Tonus der Hohlorgane und die Reflexerregbarkeit ist bedingt durch die Aktivierung einiger für die Energieversorgung und Funktion der Muskeln wichtiger Enzyme (z.B. Glutar- Oxalessigsäure- Transaminase, ATP-Kreatin-Transaminase, ATP-Kreatin-Transphosphorylase; Na-K-ATPase, Calcium-ATPase; Cholin- und Cholesterinesterase). Es stabilisiert die Zellmemb-ran und wirkt hemmend auf die neuromuskuläre Übertragung. Wesentliche Be-deutung kommt den Calcium-Antagonistischen Effekten zu.
Resorption
Magnesium wird außer durch passive und erleichterte Diffusion wahrscheinlich über einen natriumabhängigen Solvent-drag-Mechanismus im gesamten Jejunal-und Ilealbereich aufgenommen.
Die Resorption erfolgt abhängig vom Magnesium-Gesamtbestand und von der gastrointestinalen Füllung langsam und unvollständig zu etwa 30-40%, kann je-doch bei ausgeprägtem Magnesiummangel vermehrt sein. Das resorbierte Mag-nesium unterliegt dann als körpereigenes Element den Regulationsmechanis-men, die die Magnesiumhomöostase aufrechterhalten und für einen konstanten Serumspiegel von 0,74-1,04 mmol/l sorgen.
Etwa 55% des im Plasma vorhandenen Magnesiums liegen ionisiert vor, 32% sind an Proteine, vornehmlich Albumin, und ca. 13% in anderer Form gebunden.
Verteilung
Magnesium verteilt sich im gesamten Organismus, ca. 1% befindet sich in Extra-zellulärraum und Plasma und 50-60% in den Knochen, denen eine Reservoir-funktion zukommt. Der verbleibende Anteil findet sich im Weichteilgewebe wie in Herz und Muskulatur sowie der Leber als Organ mit höchstem Turnover. Die Li-quorkonzentrationen liegen über den Plasmakonzentrationen, was auf aktive Sekretionsprozesse und eine geringe Magnesium-Permeabilität der Blut-Liquor-Schranke schließen lässt.
Magnesium passiert die Plazenta und geht in die Muttermilch über.
Die Regulation des Magnesiumbestandes erfolgt hauptsächlich durch Verände-rung der gastrointestinalen Resorption sowie der renalen Magnesiumausschei-dung, möglicherweise unter Einschluss des Parathormon-Calcitonin-Systems.
Elimination
Die Elimination erfolgt fast ausschließlich renal und wird normalerweise laufend den Bedürfnissen angepasst. Unter physiologischen Bedingungen werden mit 5-8,5 mmol/Tag etwa 4-7% des glomerulären 24-Stunden-Ultrafiltrats ausgeschie-den. Daneben kann der sudorale Magnesium-Verlust unter Extrembedingungen bis zu 25% der täglichen Magnesium-Ausscheidung betragen.
Pharmazeutische Angaben - Magnetrans® 243mg
Magnetrans®forte
Mikrokristalline Cellulose, Gelatine, Macrogol 4000, Natriumdodecylsulfat, gerei-nigtes Wasser, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171).
Magnetrans®extra
Mikrokristalline Cellulose, Gelatine, Macrogol 4000, Natriumdodecylsulfat, ge-reinigtes Wasser, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171).
Magnetrans®forte
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforder-lich.
Magnetrans®extra
Nicht über +30°C lagern.
PVC/PVDC/Aluminium Blister.
Originalpackung mit 20, 50 und 100 Hartkapseln.