Illuccix 25 Mikrogramm Kit für ein radioaktives Arzneimittel, 6,4 ml Lösungsmittel
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Illuccix 25 Mikrogramm
Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.
Illuccix ist nach Radiomarkierung mit Gallium-68 angezeigt für den Nachweis von Prostata-spezifischen Membranantigen (PSMA)-positiven Läsionen durch Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Erwachsenen mit Prostatakrebs (PCa) in den folgenden klinischen Situationen:
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Primäres Staging von Patienten mit Hochrisiko-PCa vor der kurativen Primärtherapie.
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Verdacht auf PCa-Rezidiv bei Patienten mit steigendem Spiegel des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Serum nach kurativer Primärtherapie.
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Identifizierung von Patienten mit PSMA-positivem, progredientem, metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC), bei denen eine PSMA-gerichtete Therapie angezeigt ist (siehe Abschnitt 4.4).
Dieses Arzneimittel darf nur von geschulten medizinischen Fachkräften mit technischer Kompetenz in der Verwendung und Handhabung nuklearmedizinischer Kontrastmittel und nur in einer speziellen nuklearmedizinischen Einrichtung verabreicht werden. PET/CT-Bilder sollten nur von Auswertern interpretiert werden, die in der Interpretation von PET/CT-Bildern mit Gallium (68Ga) geschult sind (siehe Abschnitt 4.4).
Dosierung
Erwachsene
Die empfohlene injizierte Aktivität beträgt 1,8–2,2 MBq pro Kilogramm Körpergewicht (entsprechend 126 bis 154 MBq bei einem Erwachsenen mit einem Gewicht von 70 kg) mit einer Mindestdosis von 111 MBq bis zu einer Höchstdosis von 259 MBq.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Nierenfunktionsstörung
Es liegen keine Daten zu Gallium (68Ga)-Gozetotid für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung/Nierenfunktionsstörung im Endstadium vor. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung wird eine Dosisanpassung als nicht erforderlich erachtet (siehe Abschnitt 5.2).
Leberfunktionsstörung
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine relevante Anwendung von Illuccix bei Kindern und Jugendlichen.
Art der Anwendung
Dieses Arzneimittel ist zur intravenösen Anwendung zur Mehrfachverwendung bestimmt. Es muss vor der Verabreichung am Patienten rekonstituiert und radioaktiv markiert werden.
Nach der Rekonstitution und Radiomarkierung muss die Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung als langsamer einzelner intravenöser Bolus verabreicht werden, gefolgt von einer intravenösen Spülung mit steriler 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Injektionslösung, um sicherzustellen, dass die vollständige Dosis verabreicht wurde. Eine lokale Extravasation, die zu einer unbeabsichtigten Strahlenexposition des Patienten sowie zu Bildgebungsartefakten führen kann, ist zu vermeiden. Die Verabreichungsgeschwindigkeit hängt von der venösen Verträglichkeit einer Lösung mit niedrigem pH-Wert ab, die wiederum hauptsächlich von der Durchblutung der für die Injektion verwendeten Vene abhängt (siehe Abschnitt 4.4, Spezielle Warnhinweise, Reaktionen an der Injektionsstelle).
Die Radioaktivität der Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung in der Spritze sollte unmittelbar vor und nach der Verabreichung an den Patienten mit einem Dosiskalibrator gemessen werden. Der Dosiskalibrator muss kalibriert sein und internationalen Standards entsprechen.
Hinweise zur Vorbereitung des Patienten, siehe Abschnitt 4.4.
Hinweise zur Rekonstitution und Radiomarkierung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 12.
Bildgebung
Der Patient sollte möglichst in Rückenlage mit den Armen über dem Kopf positioniert werden. Zur Schwächungskorrektur und anatomischen Korrelation sollte eine Low-Dose Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden. Die PET-Aufnahme sollte 60 Minuten nach der intravenösen Verabreichung von Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung gestartet werden, wobei ein Zeitraum von 50 bis 100 Minuten akzeptabel ist.
Der Zeitraum zwischen der intravenösen Verabreichung von Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung und der Bildgebung sollte aufgezeichnet werden. Die PET muss eine Ganzkörperaufnahme von der Mitte des Oberschenkels bis zur Schädelbasis umfassen, um die verringerte Aktivität des Gallium (68Ga)-Gozetotid-Liganden in der Harnblase nach der Miktion vor dem Scan auszunutzen.
Die Erfassung sollte vom unteren Ende des axialen Sichtfelds nach kranial im dreidimensionalen (3D) Modus mit einer Akquisitionszeit von normalerweise 2-4 Minuten pro Bettposition erfolgen. Der Untersuchungsbereich der PET sollte insgesamt mit dem der anatomischen CT identisch sein. In der Regel beträgt die Gesamt-Scandauer zwischen 20 und 30 Minuten.
Bildrekonstruktion
Die Bildgebung sollte im 3D-Akquisitionsmodus mit entsprechenden Datenkorrekturen durchgeführt werden; der CT- oder MRT-Scan kann zur Schwächungskorrektur verwendet werden. Die PET-Rekonstruktion sollte mit und ohne Schwächungskorrektur durchgeführt werden, um potenzielle Artefakte zu identifizieren, die durch den Korrekturalgorithmus verursacht werden.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder einen der Bestandteile des markierten radioaktiven Arzneimittels.
Mögliche Überempfindlichkeits- oder anaphylaktische Reaktionen
Wenn Überempfindlichkeits- oder anaphylaktische Reaktionen auftreten, muss die Verabreichung des Arzneimittels sofort abgebrochen und gegebenenfalls eine intravenöse Behandlung eingeleitet werden. Um in Notfällen sofortige Maßnahmen zu ergreifen, müssen die notwendigen Arzneimittel und Geräte wie Endotrachealtubus und Beatmungsgerät sofort zur Verfügung stehen.
Individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung
Für jeden Patienten muss die Strahlenexposition durch den wahrscheinlichen Nutzen gerechtfertigt sein. Die verabreichte Aktivität sollte in jedem Fall so gering wie möglich sein, um die erforderlichen diagnostischen Informationen zu erhalten.
Bislang liegen keine Ergebnisdaten vor, die Aufschluss über das weitere Management von Patienten mit Hochrisiko-Erkrankung geben, wenn PSMA-PET/CT für das primäre Staging verwendet wird.
Die Erfahrungen mit der Anwendung von Gallium (68Ga)-Gozetotid-PET zur Auswahl von Patienten für eine PSMA-basierte Therapie ist beschränkt auf Patienten mit progredientem metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC), die zuvor mittels Inhibition des Androgenrezeptor (AR)-Signalwegs und Taxan-basierter Chemotherapie behandelt wurden, und auf die Auswahl von Patienten für die Behandlung mit Lutetium (177Lu)-Vipivotid-Tetraxetan. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis kann möglicherweise nicht für andere Arten der PSMA-basierten Therapie und Patienten mit mCRPC und abweichenden Vorbehandlungen verallgemeinert werden.
Strahlenrisiko
Gallium (68Ga)-Gozetotid trägt zur langfristigen kumulativen Gesamtstrahlenbelastung des Patienten bei, die wiederum mit einem erhöhten Krebsrisiko assoziiert ist. Die sichere Handhabung, Rekonstitution und Radiomarkierung muss gewährleistet sein, um Patienten und medizinisches Fachpersonal vor unbeabsichtigter Strahlenexposition zu schützen (siehe Abschnitte 6.6 und 12).
Nierenfunktionsstörung
Eine sorgfältige Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung/Nierenfunktionsstörung im Endstadium ist erforderlich, da keine Daten vorliegen (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und Jugendliche
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen finden Sie in Abschnitt 4.2. Vorbereitung des Patienten
Um Bilder von bester Qualität zu erhalten und die Strahlenbelastung zu reduzieren, sollten die Patienten aufgefordert werden, ausreichend zu trinken (z. B. eine orale Aufnahme von 500 ml Wasser 2 Stunden vor der Aufnahme) und ihre Blase vor und nach der PET-Untersuchung zu entleeren.
Auswertung der Gallium (68Ga)-Gozetotid-PET-Bilder
PET-Bilder mit Gallium (68Ga)-Gozetotid sollten mittels visueller Auswertung interpretiert werden. Der Verdacht auf maligne Läsionen basiert auf der Aufnahme von Gallium (68Ga)-Gozetotid im Vergleich zum Gewebehintergrund.
Die Aufnahme von Gallium (68Ga)-Gozetotid ist nicht spezifisch für Prostatakrebs und kann in gesundem Gewebe (siehe Abschnitt 5.2), bei anderen Krebsarten und bei nicht-malignen Prozessen auftreten, was möglicherweise zu falsch positiven Befunden führt. Eine moderate bis hohe physiologische Aufnahme von PSMA wird in den Nieren, den Tränendrüsen, der Leber, den Speicheldrüsen und der Harnblasenwand beobachtet. Falsch-positive Befunde schließen Nierenzellkarzinome, Leberzellkarzinome, Brustkrebs, Lungenkrebs, gutartige Knochenerkrankungen (z. B. Morbus Paget), pulmonale Sarkoidose/Granulomatose, Gliome, Meningeome, Paragangliome und Neurofibrome ein, sind aber nicht auf diese beschränkt. Ganglien können Lymphknoten vortäuschen.
Die diagnostische Leistung von Gallium (68Ga)-Gozetotid kann durch den PSA-Spiegel im Serum, Androgenrezeptor-gerichtete Behandlungen, das Krankheitsstadium und die Größe der malignen Lymphknoten beeinflusst werden (siehe Abschnitt 5.1).
PET-Bilder mit Gallium (68Ga)-Gozetotid sollten nur durch Auswerter interpretiert werden, die in der Interpretation von PET-Bildern mit Gallium (68Ga)-Gozetotid entsprechend geschult wurden. Die Befunde von PET-Bildern mit Gallium (68Ga)-Gozetotid sollten immer in Verbindung mit anderen diagnostischen Methoden (einschließlich Histopathologie) interpretiert und durch diese bestätigt werden, bevor eine Änderung der Behandlung des Patienten eingeleitet wird.
Falls ein kontrastmittelverstärktes CT erworben wurde, darf es nicht zur Schwächungskorrektur verwendet werden, da der Jodgehalt zu einer falschen Schwächungskorrektur führen kann.
Nach dem Verfahren
Enger Kontakt mit Säuglingen und schwangeren Frauen muss während der ersten 2 Stunden nach der Injektion eingeschränkt werden.
Der Patient sollte aufgefordert werden, in den ersten Stunden nach dem Scan so oft wie möglich ausreichend Wasser zu trinken und seine Blase zu entleeren, um eine unnötige Strahlenbelastung, insbesondere der Blase, zu reduzieren.
Spezielle Warnhinweise
Natriumgehalt
Dieses Arzneimittel enthält bis zu 42 mg Natrium pro Dosis, entsprechend 2,1 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Reaktionen an der Injektionsstelle
Der niedrige pH-Wert von Gallium (68Ga)-Gozetotid kann nach der Verabreichung zu Reaktionen an der Injektionsstelle führen. Eine versehentliche Extravasation kann aufgrund des sauren pH-Werts der Lösung lokale Reizungen verursachen. Fälle von Extravasation sollten gemäß den Richtlinien der Einrichtung behandelt werden.
Schmerzen an der Injektionsstelle wurden während der Verabreichung von Gallium (68Ga)-Gozetotid berichtet, und zwar hauptsächlich während oder kurz nach der Bolusinjektion (siehe Abschnitt 4.8). Die Reaktion ist im Allgemeinen nicht schwerwiegend und vorübergehend und klingt innerhalb von 24 Stunden ab.
Schmerzen an der Injektionsstelle werden als Folge einer lokalen Reizung angesehen und können durch mehrere Faktoren beeinflusst werden, darunter die physikalisch-chemischen Eigenschaften der Lösung (etwa der pH-Wert), die Injektionsgeschwindigkeit, Nadelgröße, Injektionstechnik, Verabreichungsstelle (etwa kleine periphere Venen wie am Handrücken), fehlendes Spülen mit Kochsalzlösung und Empfindlichkeit des jeweiligen Patienten.
Um das Risiko von Schmerzen an der Injektionsstelle zu minimieren, sollten die folgenden Vorsichtsmaßnahmen in Betracht gezogen werden (siehe auch Abschnitt 4.2, Art der Anwendung):
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Auf eine korrekte intravenöse Platzierung der Kanüle vor der Verabreichung ist zu achten.
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Die Verabreichung von Gallium (68Ga)-Gozetotid über eine große, gut durchblutete Vene (z. B. eine Antekubitalvene) wird empfohlen; kleine distale Venen wie die am Handrücken sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
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Nach der Verabreichung ist der intravenöse Zugang mit steriler 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Injektionslösung zu spülen.
Die Patienten sollten während und kurz nach der Verabreichung auf lokale Reaktionen überwacht werden. Bei Beschwerden an der Injektionsstelle kann eine symptomatische Behandlung in Betracht gezogen werden.
Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Umweltgefährdung sind in Abschnitt 6.6 zu finden.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Angesichts der verabreichten Mikrodosis und der Tatsache, dass ein signifikanter hepatischer Metabolismus unwahrscheinlich ist, ist das Risiko für klinisch signifikante pharmakokinetische Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sehr gering. Die bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid beobachtete Signalreduktion der Harnblase deutete darauf hin, dass die Anwendung von Furosemid und möglicherweise anderen Diuretika das Ausmaß der Streuung bei einer Gallium (68Ga)-Gozetotid-PET reduzieren könnte.
Schwangerschaft
Gallium (68Ga)-Gozetotid ist nicht für die Anwendung bei Frauen angezeigt. Es liegen keine Daten zur Anwendung von Gallium (68Ga)-Gozetotid bei Frauen vor. Mit Gallium (68Ga)-Gozetotid wurden keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität durchgeführt. Alle radioaktiven Arzneimittel, einschließlich Gallium (68Ga)-Gozetotid, können jedoch den Fötus schädigen.
Stillzeit
Gallium (68Ga)-Gozetotid ist nicht für die Anwendung bei Frauen angezeigt. Es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Gallium (68Ga)-Gozetotid auf das gestillte Neugeborene/den gestillten Säugling oder auf die Milchbildung vor. Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Laktation mit Gallium (68Ga)-Gozetotid durchgeführt.
Fertilität
Es liegen keine Daten zur Auswirkung von Gallium (68Ga)-Gozetotid auf die menschliche Fertilität vor.
Gallium (68Ga)-Gozetotid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Strahlendosis bei einer PET/CT mit Gallium (68Ga)-Gozetotid ist die Kombination der Strahlenexposition bedingt durch das radioaktive Arzneimittel und der CT.
Die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung wird mit der Entstehung von Krebs und einer möglichen Schädigung des Erbguts in Verbindung gebracht. Da die effektive Dosis bei Verabreichung der maximal empfohlenen Aktivität von 2,2 MBq pro Kilogramm Körpergewicht 3 mSv beträgt, besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkungen.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die folgende Liste der Nebenwirkungen basiert auf Erfahrungen aus klinischen Studien
(677 Teilnehmer) und der Überwachung nach der Markteinführung. Die Nebenwirkungen sind in Tabelle 1 nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt und definiert als sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (≥1/10 000, <1/1 000), sehr selten (<1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und Häufigkeit
| MedDRA-Systemorganklasse | Nebenwirkungen | Häufigkeit |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Vorübergehende Hyperamylasämie | Selten |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Obstipation | Selten |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Asthenie, Reaktion an der Injektionsstelle* | Selten |
| Schmerzen an der Injektionsstelle1 | Nicht bekannt2 |
* wie z. B. Hämatom an der Injektionsstelle, Wärme an der Injektionsstelle, Pruritus an der Injektionsstelle (siehe Abschnitt 4.4).
1 Die Schmerzen an der Injektionsstelle sind vorübergehend.
2 Die Häufigkeit ist nicht abschätzbar, da diese Nebenwirkung nur in der Phase nach der Markteinführung gemeldet wurde.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Es wurde kein Fall von Überdosierung berichtet.
Bei Verabreichung einer zu hohen Strahlendosis bei der Anwendung der Gallium (68Ga)-Gozetotid Injektionslösung sollte die vom Patienten aufgenommene Dosis soweit möglich reduziert werden, indem die Ausscheidung des Radionuklids aus dem Körper durch eine forcierte Diurese und häufige Miktion erhöht wird.
Pharmakologische Eigenschaften - Illuccix 25 Mikrogramm
Pharmakotherapeutische Gruppe: Radiodiagnostika, andere Radiodiagnostika zur Tumorerkennung, ATC-Code: V09IX14
Wirkmechanismus
Gallium (68Ga)-Gozetotid bindet spezifisch an das prostataspezifische Membranantigen (PSMA),
d. h. an die Zellen, die PSMA exprimieren, einschließlich maligner Prostatakrebszellen, die PSMA überexprimieren. Gallium-68 ist ein Radionuklid mit einer Emissionsrate, die eine PET-Bildgebung ermöglicht. Basierend auf der Signalintensität zeigen die mit Gallium (68Ga)-Gozetotid erhaltenen Bilder das Vorhandensein des Proteins PSMA im Gewebe an.
Pharmakodynamische Wirkungen
In den für diagnostische Untersuchungen verwendeten chemischen Konzentrationen scheint Gallium (68Ga)-Gozetotid keinerlei pharmakodynamische Aktivität zu besitzen.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Die wichtigsten Belege der diagnostischen Wirksamkeit stammen aus den unten genannten Studien für:
Primäres Staging von Patienten mit Hochrisiko-Prostatakarzinom vor der kurativen Primärtherapie
Eine große prospektive, multizentrische, einarmige Phase-III-Studie zum primären Staging (Hope et al., 2021) wurde an zwei Einrichtungen durchgeführt: UCLA (NCT03368547) und UCSF (NCT02611882 und NCT02919111) bei 764 Männern (mittleres [Interquartilsabstand] Alter:
69 [63–73] Jahre) mit Prostatakarzinom mit mittlerem bis hohem Risiko; 277 von
764 (36 %) Männer unterzogen sich anschließend einer Prostatektomie mit Lymphknotendissektion (Kohorte zur Wirksamkeitsanalyse). Die Studie untersuchte die diagnostische Genauigkeit der PET/CT-Bildgebung mit Gallium (68Ga)-Gozetotid zum Nachweis von Metastasen in den Beckenlymphknoten im Vergleich zur Histopathologie zum Zeitpunkt der radikalen Prostatektomie und der Lymphadenektomie im Beckenraum (pelvic lymph node dissection, PLND). Alle Patienten erhielten eine einzelne Injektion mit Gallium (68Ga)-Gozetotid mit einer Zielaktivität von 185 MBq (zulässiger Bereich: 111–259 MBq), wobei bei den Patienten ein Mittelwert (SD) von
196 (35) MBq erreicht wurde. Die primären Endpunkte der Studie waren die Sensitivität, die Spezifität, der positive prädiktive Wert (PPV) und der negative prädiktive Wert (NPV) der
PET/CT-Bildgebung mit Gallium (68Ga)-Gozetotid zum Nachweis regionaler Lymphknotenmetastasen im Vergleich zur Pathologie bei radikaler Prostatektomie pro Patient unter Verwendung der regionalen Korrelation der Lymphknoten (links, rechts, sonstiges). Bei insgesamt 75 von 277 Patienten (27 %) wurden in der Pathologie regionale Metastasen in den Beckenlymphknoten gefunden (pN1). Auf Patientenebene betrugen die Sensitivität, die Spezifität, der PPV und der NPV der PET/CT-Bildgebung mit Gallium (68Ga)-Gozetotid basierend auf den meisten Auswertungen 40 % (95 %-KI: 34, 46), 95 % (95 %-KI: 92, 97), 75 % (95 %-KI: 70, 80)
bzw. 81 % (95 %-KI: 76, 85).
Auf der Ebene der einzelnen Regionen gab es eine wesentliche Übereinstimmung zwischen den Auswertern für rechtsseitige Knoten (κ = 0,61; 95 %-KI: 0,55–0,67) und linksseitige Knoten (κ = 0,66; 95 %-KI: 0,60–0,71). Bei den anderen Knoten ergab sich eine moderate Übereinstimmung zwischen den Auswertern (κ = 0,52; 95 %-KI, 0,46–0,58).
In der Studie von van Kalmthout et al. (2020) wurden bei 103 erwachsenen männlichen Patienten mit durch Biopsie bestätigtem Prostatakarzinom und mittel- bis hochgradigen Risikomerkmalen, für die eine erweiterte Lymphadenektomie im Beckenraum (ePLND) indiziert war, PET/CT-Aufnahmen mit Gallium (68Ga)-Gozetotid durchgeführt. Die PET/CT-Scans wurden von zwei unabhängigen, verblindeten Gutachtern ausgewertet, wobei ePLND der histopathologische Referenzstandard für 96 von 103 (93 %) Patienten war. Die patientenbasierte Sensitivität, Spezifität, der PPV und NPV zum Nachweis von Lymphknotenmetastasen (LNM) mittels PET/CT-Aufnahmen mit Gallium (68Ga-)-Gozetotid sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: Wirksamkeitsergebnisse im primären Staging bei Patienten mit einem durch Biopsie bestätigtem Prostatakarzinom
| Patientenbasiert N = 961 | |
| Sensitivität (95 %-KI) | 42 % (27, 58) |
| Spezifität (95 %-KI) | 91 % (79, 97) |
| PPV | 77 % (54, 91) |
| NPV | 68 % (56, 78) |
1 Auswertbare Population
Die Übereinstimmung zwischen den beiden unabhängigen, verblindeten Auswertern lag bei κ = 0,67. Von den 67 analysierten LNM wurden 26 durch Gallium (68Ga)-Gozetotid-PET/CT nachgewiesen, was einer Lymphknoten-basierten Sensitivität von 38,8 % entsprach. Der mediane Durchmesser der metastatischen Ablagerung in diesen nachgewiesenen LNM betrug 7 mm (Bereich: 0,3–35). Bei der PET-Auswertung wurden 41 LNM mit einer medianen metastatischen Ablagerung von 3,0 mm (Bereich: 0,5 bis 35,0) nicht berücksichtigt.
Verdacht auf Prostatakarzinom-Rezidiv bei Patienten mit steigenden PSA-Werten im Serum nach kurativer Primärtherapie
Die PSMA-BCR-Studie (Fendler et al., 2019) war eine einarmige, prospektive Studie, in die 635 erwachsene männliche Patienten mit einem medianen Alter von 69 Jahren (44-95 Jahre) mit biochemischem Rezidiv (BCR) nach radikaler Prostatektomie (n = 262; 41 %), Strahlentherapie (n = 169; 27 %) oder beidem (n = 204; 32 %) aufgenommen wurden. BCR war definiert durch
einen Serum-PSA-Wert von ≥ 0,2 ng/ml mehr als 6 Wochen nach Prostatektomie oder durch einen Anstieg des Serum-PSA-Wertes um mindestens 2 ng/ml über dem Nadir nach einer definitiven Strahlentherapie. Die Patienten wiesen nach der Strahlentherapie einen medianen PSA-Wert von 2,1 ng/ml über dem Nadir (Bereich: 0,1-1 154 ng/ml) auf.
In der Wirksamkeitskohorte war für 223 Patienten (35,1 %) ein kombinierter Referenzstandard (CRS) verfügbar, d. h. eine Kombination von Nachbeobachtungsdaten aus histopathologischen Analysen (primärer Endpunkt), Bildgebung (CT, MRT und/oder Knochenscan) und seriellem Serum-PSA bei einer medianen Dauer von 9 Monaten. Die Histopathologie allein als
Referenzstandard (SOT) war für 93 Patienten (14,6 %) verfügbar. Die PET/CT-Scans wurden von drei unabhängigen Auswertern ausgewertet, die gegenüber den klinischen Informationen mit Ausnahme der Art der Primärtherapie und dem letzten PSA-Wert verblindet waren.
PSMA-positive Läsionen wurden bei 475 von 635 (75 %) Patienten nachgewiesen, die Gallium (68Ga)-Gozetotid erhielten, und bei Patienten mit höheren PSA-Ausgangswerten wurde eine höhere Nachweisrate beobachtet, die von 38 % (n = 136) bei Patienten mit einem PSA-Wert < 0,5 ng/ml bis zu 97 % (n = 173) bei Patienten mit einem PSA-Wert ≥ 5,0 ng/ml reichte.
Die diagnostische Leistung auf Patientenbasis (an jedem Ort) und nach Referenzstandard ist in Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3: Diagnostische Leistung von Gallium (68Ga)-Gozetotid bei BCR-Patienten
| KombinierterReferenzstandard N = 2231 | HistopathologischerReferenzstandard N = 931 | |
| Sensitivität pro Patient (95 %-KI) | n. z. | 92 % (84, 96) |
| Sensitivität pro Region (95 %-KI) | n. z. | 90 % (82, 95) |
| PPV pro Patient (95 %-KI) | 92 % (88, 95) | 84 % (75, 90) |
| PPV pro Region (95 %-KI) | 92 % (88, 95) | 84 % (76, 91) |
| 1 Auswertbare Population | ||
Gallium (68Ga)-Gozetotid-PET führte bei mehr als der Hälfte der Patienten, die sich einer PET-Untersuchung zur Lokalisierung von biochemisch rezidivierendem Prostatakrebs unterzogen, zu einer relevanten Auswirkung auf das Patientenmanagement (Fendler et al., 2020).
Identifizierung von Patienten mit PSMA-positivem progredientem mCRPC, bei denen eine PSMA-gerichtete Therapie angezeigt ist
Bei der VISION-Studie (NCT03511664) handelte es sich um eine prospektive, randomisierte, multizentrische, offene Phase-III-Studie, bei der eine Gallium (68Ga)-Gozetotid-PET-Untersuchung beim Screening eingesetzt wurde, um die PSMA-Positivität von 1003 erwachsenen männlichen Patienten mit Prostatakrebsläsionen zu bewerten und Patienten für eine Therapie mit Lutetium (177Lu)-Vipivotid-Tetraxetan auszuwählen. Bildgebungskriterium war, dass Patienten mit PSMA-positivem mCRPC eine lebensverlängernde Therapie auf der Grundlage von nur einem PET-Scan plus konventioneller Bildgebung erhalten konnten, wobei ein zentraler Auswerter die PSMA-Positivität auf der Grundlage dieses einzelnen PET-Scans feststellte. Ein verbessertes Gesamtüberleben und radiografisches progressionsfreies Überleben wurden im PSMA-gerichteten Therapiearm berichtet.
Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Illuccix eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen zur Visualisierung des Prostata-spezifischen Membranantigens bei Prostatakrebs gewährt.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften werden aus der Blut-/Plasma- und Urin-Clearance von Gallium (68Ga)-Gozetotid aus einer einzigen klinischen Studie (Jamar, et al., 2016) mit drei Teilnehmern abgeleitet.
Verteilung
Die Bioverteilung von Gallium (68Ga)-Gozetotid in normalen Organen erfolgt relativ schnell, was das empfohlene 60-Minuten-Intervall (akzeptabler Bereich 50 bis 100 Minuten) für die Aufnahmezeit zwischen der Injektion des Tracers und der PET-Bildgebung erklärt.
Aufnahme in Organe
Gallium (68Ga)-Gozetotid wird bevorzugt in Prostatakrebszellen mit überexprimiertem PSMA aufgenommen. Die größte Aufnahme in Off-Target-Gewebe wurde in den Nieren, der Harnblasenwand, den Tränendrüsen, den Speicheldrüsen, dem Dünndarm, der Milz und der Leber mit mittleren absorbierten Dosen zwischen 0,456 und 0,022 mGy/MBq in abnehmender Reihenfolge beobachtet, wobei die ersten beiden Organe darauf hindeuten, dass die Ausscheidung primär über die Harnwege erfolgt.
Biotransformation
Basierend auf In-vitro-Daten durchläuft Gallium (68Ga)-Gozetotid einen vernachlässigbaren hepatischen und renalen Metabolismus.
Elimination
Die renale Aufnahme von Gallium (68Ga)-Gozetotid deutete auf den Ausscheidungsweg des Radiotracers über die Nieren hin. Etwa 43 % der Aktivität von Gallium (68Ga)-Gozetotid wird innerhalb von 3 Stunden nach der Injektion über den Urin aus dem Körper ausgeschieden.
Halbwertszeit
Auf Grundlage der biologischen und terminalen Halbwertszeit von Gallium (68Ga)-Gozetotid von 4,4 Std und der physikalischen Halbwertszeit von Gallium-68 von 68 Minuten beträgt die resultierende effektive Halbwertszeit von Gallium (68Ga)-Gozetotid 54 Minuten.
Nierenfunktionsstörung/Leberfunktionsstörung
Die Pharmakokinetik bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion wurde nicht charakterisiert. Es wird jedoch nicht erwartet, dass die Pharmakokinetik von Gallium (68Ga)-Gozetotid durch Nieren- oder Leberfunktionsstörungen in einem klinisch relevanten Ausmaß beeinflusst wird (siehe Abschnitt 4.2).
Pharmazeutische Angaben - Illuccix 25 Mikrogramm
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
D-Mannose Lösungsmittel
Wasser für Injektionszwecke Natriumacetat
Salzsäure 36%
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 12 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Kit: 2 Jahre.
Nach der Radiomarkierung: 2 Stunden. Die Lösung nach der Radiomarkierung nicht über 25°C lagern oder einfrieren.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel nach der Rekonstitution und Radiomarkierung sofort verwendet werden. Sofern nicht sofort angewendet, ist der Anwender für die Zeitdauer und Bedingungen der Lagerung bis zur Verwendung verantwortlich.
Vor der Rekonstitution im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Radiomarkierung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Die Lagerung von radioaktiven Arzneimitteln muss in Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften für radioaktive Stoffe erfolgen.
Illuccix wird als Kit für die Herstellung des radioaktiven Arzneimittels Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung geliefert.
Zur Verwendung mit dem Eckert & Ziegler GalliaPharm Germanium-68/Gallium-68 (68Ge/68Ga)-Generator enthält die Packung:
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Eine Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung: Die Durchstechflasche enthält 25 Mikrogramm Gozetotid.
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Eine Durchstechflasche mit 2,5 ml Lösungsmittel (Acetatpuffer).
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Eine leere, sterile, vakuumversiegelte Durchstechflasche.
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Etikett zur Abschirmung eines radiomarkierten Produkts.
Zur Verwendung mit dem IRE ELiT Galli Ad Germanium-68/Gallium-68 (68Ge/68Ga)-Generator enthält die Packung:
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Eine Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung: Die Durchstechflasche enthält 25 Mikrogramm Gozetotid.
-
Eine Durchstechflasche mit 6,4 ml Lösungsmittel (Acetatpuffer).
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Eine leere, sterile, vakuumversiegelte Durchstechflasche.
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Etikett zur Abschirmung eines radiomarkierten Produkts.
Bei jeder Durchstechflasche handelt es sich um eine 10 ml-Durchstechflasche aus Glas vom Typ I, die mit einem Gummistopfen verschlossen und mit einer farbigen Schutzkappe versiegelt ist.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Allgemeiner Warnhinweis
Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von dazu berechtigten Personen in speziell dafür bestimmten klinischen Bereichen in Empfang genommen, gehandhabt und angewendet werden. Ihre Entgegennahme, Lagerung, Anwendung, ihr Transport und ihre Entsorgung unterliegen den Bestimmungen und/oder entsprechenden Genehmigungen der zuständigen Aufsichtsbehörde.
Radioaktive Arzneimittel dürfen nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor Strahlung und unter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet werden. Es sind geeignete aseptische Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Der Inhalt der Durchstechflaschen ist nur für die Herstellung der Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung bestimmt und darf ohne die vorherigen Vorbereitungsschritte dem Patienten nicht direkt verabreicht werden (siehe Abschnitt 12).
Vorsichtsmaßnahmen vor der Handhabung bzw. vor der Anwendung des Arzneimittels
Der Inhalt des Kits vor der Rekonstitution und Radiomarkierung ist nicht radioaktiv. Nach Zugabe von Gallium (68Ga)-Chlorid Ph. Eur. muss jedoch eine ausreichende Abschirmung des Endpräparats aufrechterhalten werden.
Nach der Rekonstitution und Radiomarkierung enthält Illuccix eine sterile Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung mit einer Aktivität von bis zu 1 315 MBq. Die Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung enthält außerdem Salzsäure, die aus der Gallium-68-Chloridlösung stammt.
Gallium (68Ga)-Gozetotid ist eine sterile, klare, farblose Lösung zur intravenösen Verabreichung, praktisch frei von sichtbaren Partikeln und mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 5,0.
Bei der Entnahme und Verabreichung von Gallium (68Ga)-Gozetotid-Injektionslösung sind angemessene aseptische Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Die Anwendung ist so durchzuführen, dass das Risiko einer Kontamination des Arzneimittels und einer Strahlenexposition des Anwenders minimiert wird. Eine effektive Abschirmung der Strahlung ist zwingend erforderlich.
Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt während der Zubereitung dieses Arzneimittels die Unversehrtheit der Durchstechflaschen beeinträchtigt wird, darf es nicht verwendet werden.
Die Anwendung von radioaktiven Arzneimitteln birgt Risiken für andere Personen durch externe Strahlung oder Kontamination durch Verschütten von Urin, Erbrechen usw. Es sind daher Strahlenschutzmaßnahmen gemäß den nationalen Vorschriften zu treffen.
Für Hinweise zur Rekonstitution und Radiomarkierung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 12.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.