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Präparate

INFECTOOPTICEF® Saft 100 mg/5 ml, Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Wechselwirkungen-Liste
1
5
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Saftzubereitungen für Erwachsene,
- ausgenommen von in der Person des Patienten begründeten Ausnahmen.

Der Einsatz von Saftzubereitungen für Erwachsene ist besonders zu begründen.

Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie. [4]

Tools

Sonstige Informationen

Name des Präparats

INFECTOOPTICEF® Saft 100 mg/5 ml, Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Gran. zur Herst. e. Susp. zum Einnehmen

Hersteller

InfectoPharm Arzneimittel u. Consilium GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.5.2026
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Fachinfo - INFECTOOPTICEF® 100 mg/5 ml

Anwendungsgebiete

Cefixim ist bei Kindern ab 6 Monaten, Jugendlichen und Erwachsenen zur oralen Behandlung folgender akuter und chronischer bakterieller Infektionen unterschiedlicher Schweregrade geeignet, die durch Cefixim-empfindliche Erreger (s. Abschnitt 5.1) verursacht werden:

  • Infektion der unteren Atemwege

  • Infektionen des HNO-Bereichs (z. B. Otitis media, Sinusitis, Tonsillitis, Pharyngitis, Laryngitis)

  • Unkomplizierte akute und rezidivierende Harnwegsinfektionen (einschließlich unkomplizierter Infektionen der Urethra, verursacht durch Neisseria gonorrhoeae, bei Erwachsenen und bei Kindern mit einem Gewicht von 45 kg und darüber)

    Die offiziellen Richtlinien für die angemessene Anwendung von Antibiotika sind zu beachten.

Dosierung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre erhalten täglich 400 mg Cefixim (entsprechend 20 ml der gebrauchsfertigen Suspension). Die empfohlene Tagesdosis kann entweder als Einzeldosis 1 x täglich oder in 2 Einzeldosen von je 200 mg (entsprechend 10 ml der gebrauchsfertigen Suspension) im Abstand von 12 Stunden eingenommen werden.

Säuglinge ab einem Alter von 6 Monaten, Kleinkinder und Kinder unter 12 Jahre erhalten 8 mg Cefixim pro kg Körpergewicht und Tag. Die empfohlene Tagesdosis kann entweder als Einzeldosis 1 x täglich oder in 2 Einzeldosen von je 4 mg pro kg Körpergewicht im Abstand von 12 Stunden eingenommen werden.

Säuglinge unter 6 Monaten

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cefixim bei Kindern unter 6 Monaten sind bisher nicht nachgewiesen.

Cefixim darf nicht bei Früh- und Neugeborenen (Alter < 1 Monat) angewendet werden (s. Abschnitt 4.3).

Zur korrekten Einnahme der Dosis ist der Packung ein Messlöffel beigefügt. Der Messlöffel enthält Markierungen bei 1,25 ml (= ¼ Messlöffel), 2,5 ml (= ½ Messlöffel) und 5,0 ml

(= 1 Messlöffel). Zum Abmessen von 3,75 ml können ½ Messlöffel und ¼ Messlöffel nacheinander appliziert werden.

Die Dosierungsempfehlungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:

Körpergewicht Tagesdosis Tagesdosis (mg)
6,0–9,0 kg (für Säuglinge ab 6 Monaten) 1 x 3,75 ml (1 x ½ + ¼ Messlöffel) 75 mg
9,1–12,5 kg 1 x 5 ml (1 x 1 Messlöffel)oder 2 x 2,5 ml (2 x ½ Messlöffel) 100 mg
12,6–18,5 kg 1 x 7,5 ml (1 x 1 ½ Messlöffel)oder 2 x 3,75 ml (2 x ½ + ¼ Messlöffel) 150 mg
18,6–25,0 kg 1 x 10 ml (1 x 2 Messlöffel)oder 2 x 5 ml (2 x 1 Messlöffel) 200 mg
25,1–31,0 kg 1 x 12,5 ml (1 x 2 ½ Messlöffel)oder 2 x 6,25 ml (2 x 1 ¼ Messlöffel) 250 mg
31,1–37,5 kg 1 x 15 ml (1 x 3 Messlöffel)oder 2 x 7,5 ml (2 x 1 ½ Messlöffel) 300 mg
über 37,5 kg und Patienten über 12 Jahre 1 x 20 ml (1 x 4 Messlöffel)oder 2 x 10 ml (2 x 2 Messlöffel) 400 mg

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion (s. auch Abschnitt 5.2):

Bei Patienten mit signifikant eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis zu reduzieren. Bei Erwachsenen und Jugendlichen mit einer Kreatinin-Clearance von < 20 ml/min/1,73 m2 wird eine Dosisanpassung auf einmal täglich 200 mg (entsprechend 10 ml der gebrauchsfertigen Suspension (= 2 Messlöffel)) empfohlen. Die Dosierung und Therapie für Patienten, die eine chronische ambulante Peritonealdialyse oder Hämodialyse benötigen, sind nach den Empfehlungen für Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 20 ml/min zu behandeln.

Bei Kindern unter 12 Jahren mit einer Kreatinin-Clearance von < 20 ml/min/1,73 m² sollte nur einmal täglich eine Dosis von 4 mg Cefixim/kg Körpergewicht gegeben werden. Dies entspricht einer Dosierung der gebrauchsfertigen Suspension von 0,2 ml pro kg Körpergewicht einmal täglich (Beispiel: Ein 25 kg schweres Kind erhält 1 x täglich 5 ml).

Jugendlichen und Erwachsenen ohne Schluckprobleme wird die Anwendung von Cefixim in Form von Kapseln oder Tabletten empfohlen.

Art der Anwendung

Die gebrauchsfertige Suspension soll unverdünnt vor oder während einer Mahlzeit eingenommen werden.

Zur Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension wird die Flasche mit Granulat kräftig geschüttelt und das Aluminiumsiegel entfernt, dann wird frisches kühles Trinkwasser bis zur Füllmarke hinzugefügt und sofort wiederum kräftig geschüttelt. Nach einer kurzen Standzeit wird nochmals Wasser bis zur Füllmarke eingefüllt und nochmals kräftig geschüttelt. Die weiße bis hellgelbe Suspension ist jetzt gebrauchsfertig. Die Flasche ist vor jeder Entnahme von Suspension gut zu schütteln. Nach Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension ist INFECTOOPTICEF Saft innerhalb von 14 Tagen zu verwenden!

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Verlauf der Infektion. Im Allgemeinen liegt die Dauer einer Behandlung mit Antibiotika bei 7 bis 10 Tagen. Bei Infektionen mit Streptokokken ist eine Mindesttherapiedauer von 10 Tagen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen (rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis) angezeigt.

Bei unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege bei Frauen reicht oft eine Behandlung von 1 bis 3 Tagen aus.

Bei gonorrhoischer Urethritis ist in der Regel eine einmalige Gabe von 400 mg Cefixim ausreichend.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Cefixim, andere Cephalosporine oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Anaphylaxie gegen Penicillin oder andere Betalaktam-Antibiotika (s. Abschnitt 4.4).

  • Früh- und Neugeborene (0–27 Tage)

Warnhinweise

Bei Patienten mit allergischer Diathese oder Asthma ist bei der Anwendung von ß-Laktamantibiotika besondere Vorsicht geboten.

Überempfindlichkeit gegen Penicilline

Cefixim sollte mit Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die bereits eine Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel gezeigt haben. Bei Patienten mit Penicillinallergie sollten Cephalosporine mit Vorsicht angewendet werden, da es Hinweise auf eine partielle Kreuzallergie zwischen Penicillinen und Cephalosporinen gibt. Auf beide Substanzklassen haben Patienten schwerwiegende Reaktionen (einschließlich Anaphylaxie) gezeigt. Wenn nach Verabreichung von Cefixim schwere Überempfindlichkeitsreaktionen oder anaphylaktische Reaktionen auftreten, muss die Anwendung von Cefixim sofort beendet und eine geeignete Notfallbehandlung eingeleitet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Vorliegen schwerer Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min/1,73 m2) ist Cefixim mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Enzephalopathie

Unter der Anwendung von Beta-Laktam-Antibiotika einschließlich Cefixim wurde über das Auftreten von Enzephalopathien berichtet (siehe Abschnitte 4.8 und 4.9), insbesondere bei älteren Patienten und Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Bei Verdacht auf eine Cefixim-assoziierte Enzephalopathie sollte ein Absetzen des Arzneimittels in Erwägung gezogen werden.

Akutes Nierenversagen

Wie bei anderen Cephalosporinen kann Cefixim zu akutem Nierenversagen führen, einschließlich tubulointerstitieller Nephritis als Folge eines zugrundeliegenden pathologischen Zustandes. Wenn ein akutes Nierenversagen auftritt, sollte Cefixim abgesetzt und eine angemessene Therapie und/oder Maßnahmen ergriffen werden.

Bei einer Kombinationsbehandlung mit Cefixim und Aminoglykosidantibiotika, Polymyxin B, Colistin, Viomycin oder hochdosierten Schleifendiuretika (z. B. Furosemid) muss die Nierenfunktion überwacht werden, da dabei das Risiko für eine zusätzliche Beeinträchtigung der

Nierenfunktion besteht. Dies gilt insbesondere für Patienten mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.5)

Schwere Hautreaktionen

Bei Patienten, die mit Cefixim behandelt wurden, sind schwere Hautreaktionen wie toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet worden. Wenn solche Reaktionen auftreten, muss die Behandlung mit Cefixim abgebrochen und eine angemessene Therapie oder Maßnahmen eingeleitet werden.

Pseudomembranöse Kolitis

Bei der Anwendung von Breitspektrum-Antibiotika wurde über pseudomembranöse Kolitis berichtet. Deshalb ist es wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, bei denen es während oder nach der Antibiotika-Therapie zu schweren Durchfällen kommt. Im Fall einer pseudomembranösen Kolitis ist Cefixim sofort abzusetzen und geeignete Maßnahmen sind einzuleiten. Die Anwendung von Antiperistaltika ist kontraindiziert.

Langzeittherapie

Bei einer Langzeittherapie mit Cefixim in hohen Dosen sind Nierenfunktions- und Leberfunktions-sowie Blutbildkontrollen angezeigt.

Superinfektion

Eine länger dauernde Anwendung von Cefixim kann zu einem vermehrten Wachstum unempfindlicher Krankheitserreger führen.

Patienten mit gastrointestinalen Störungen

Bei Patienten mit schweren gastrointestinalen Störungen sollte von einer Behandlung mit Cefixim abgesehen werden, da eine ausreichende Resorption nicht gewährleistet ist. Hier empfiehlt sich eine parenterale Therapie mit einem geeigneten Antibiotikum.

Hämolytische Anämie

Eine Arzneimittel induzierte hämolytische Anämie, einschließlich schwerer Fälle mit fatalem Ausgang, wurde für Cephalosporine (als Substanzklasse) beschrieben. Ein Wiederauftreten einer hämolytischen Anämie nach der erneuten Verabreichung von Cephalosporinen wurde bei einem Patienten mit vorausgegangener Cephalosporin (einschließlich Cefixim)-assoziierter hämolytischer Anämie ebenfalls beobachtet.

Staphylokokken-Infektionen

Infektionen, die nachweislich durch Staphylokokken verursacht sind, dürfen nicht mit Cefixim behandelt werden, da Staphylokokken gegen Cefixim resistent sind.

Auswirkungen auf Harnuntersuchungen

Bei der Anwendung von Reduktionsmethoden zur Harnzuckerbestimmung kann es zu falsch positiven Ergebnissen kommen. Dies tritt nicht auf, wenn enzymatische Methoden angewendet werden.

Eine falsch-positive Reaktion auf Ketone im Urin kann bei Tests auftreten, die Nitroprussid verwenden, aber nicht bei Tests, die Nitroferrocyanid verwenden.

Auswirkungen auf serologische Untersuchungen

Es kann bei der Behandlung mit Cefixim zu einem falsch-positiven direkten Coombs-Test kommen.

Hinweise zu bestimmten sonstigen Bestandteilen

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten INFECTOOPTICEF nicht einnehmen.

5 ml der gebrauchsfertigen Suspension enthalten 2,5 g Saccharose (Zucker). Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen. INFECTOOPTICEF kann schädlich für die Zähne sein (Karies).

INFECTOOPTICEF enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 5 ml, d. h., es ist nahezu

„natriumfrei“.

Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Benzylalkohol wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen ("Gasping-Syndrom") bei Neugeborenen und Kleinkindern in Verbindung gebracht.

Große Mengen Benzylalkohol sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität (metabolische Azidose) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Wechselwirkungen

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Die gleichzeitige Gabe von potentiell nephrotoxischen Substanzen (wie Aminoglykosidantibiotika, Colistin, Polymyxin B und Viomycin) oder stark wirksamen Diuretika (z. B. Ethacrynsäure oder Furosemid) führt zu einem erhöhten Risiko einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion (s. Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Einnahme von Nifedipin, einem Calcium-Kanal-Blocker, kann die Bioverfügbarkeit von Cefixim um bis zu 70 % erhöhen (s. Abschnitt 5.2).

In Einzelfällen wurde über eine verlängerte Prothrombinzeit mit und ohne Blutung bei gleichzeitiger Einnahme von Cefixim und Antikoagulantien vom Cumarin-Typ berichtet. In solchen Fällen ist die Kontrolle der Gerinnungsparameter angezeigt.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Cefixim bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keinen Hinweis auf teratogene Wirkungen von Cefixim (s. Abschnitt 5.3). Cefixim ist plazentagängig. Als Vorsichtsmaßnahme darf INFECTOOPTICEF deshalb nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, es wird vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung als notwendig erachtet.

Stillzeit

In der Muttermilch ließen sich keine Cefixim-Konzentrationen nachweisen. Wegen fehlender Daten muss anhand der klinischen Gesamtsituation im Einzelfall entschieden werden, ob mit dem Stillen fortgefahren werden kann.

Fertilität

Reproduktionsstudien bei Mäusen und Ratten lassen nicht auf schädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität schließen (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Cefixim hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4.8) kann jedoch gegebenenfalls das Konzentrations- und Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Nebenwirkungen

Häufig≥ 1/100 bis< 1/10 Gelegentlich≥ 1/1.000 bis< 1/100 Selten≥ 1/10.000 bis< 1/1.000 Sehr selten< 1/10.000 Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar)
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Bakterielle Superinfektion Superinfektion mit Pilzen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Eosinophilie Blutbildverände-rungen (Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Thrombozyto-penie)1, Blutgerinnungs-störungen, hämolytischeAnämie Granulozytopenie
Erkrankungen des Immunsystems
Überempfindlich-keitsreaktionen aller Schweregrade (Gesichtsödem, Zungen-schwellung, Kehlkopf-schwellung mit Einengung der Atemwege, Herzjagen, Dyspnoe, Blutdruckabfall, bis hin zu einem lebens-bedrohlichen Schock, s.Abschnitt 4.4) Anaphylaktischer Schock, serumkrankheits-ähnliche Reaktionen (z. B. Arthralgie, Arthritis, Gelenk-schwellung, Myalgie, Urtikaria)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Appetitlosigkeit
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen Schwindelgefühl Hyperaktivität1, Krampfanfälle Enzephalopathie (siehe Abschnitt4.4 und 4.9)
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes²
Weicher Stuhlgang, Durchfall Bauchschmerzen, Verdauungsstö-rungen, Übelkeit,Erbrechen Blähungen Pseudomembra-nöse Kolitis (s. Abschnitt 4.4)
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig≥ 1/100 bis< 1/10 Gelegentlich≥ 1/1.000 bis< 1/100 Selten≥ 1/10.000 bis< 1/1.000 Sehr selten< 1/10.000 Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar)
Erhöhung der Leberenzyme (Transaminasen, alkalische Phos-phatasen) im Serum1 Hepatitis, cholestatische Gelbsucht Blutbilirubin erhöht
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Hautausschläge (Erytheme, Exantheme) Pruritus, Entzündung der Schleimhäute Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom Arzneimittel-reaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) (sieheAbschnitt 4.4)
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Erhöhung der Serum-Harnstoff-konzentration1 Erhöhung der Serum-Kreatinin-konzentration1,interstitielle Nephritis Akutes renales Versagen, einschließlichinterstitieller Nephritis
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Schleimhautent-zündung, Arzneimittelfieber

1 Diese Erscheinungen sind nach Beendigung der Therapie reversibel.

2 Eine steigende Tendenz gastrointestinaler Nebenwirkungen konnte beobachtet werden, wenn die Tagesdosis auf einmal eingenommen wurde.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung

Bei Beta-Laktam-Antibiotika wie Cefixim besteht das Risiko des Auftretens einer Enzephalopathie, insbesondere im Falle einer Überdosierung.

Symptome einer Intoxikation

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Behandlung einer Intoxikation

Die Behandlung erfolgt durch symptomatische Maßnahmen. Durch Hämo- oder Peritoneal-Dialyse sind keine relevanten Substanzmengen aus dem Körper eliminierbar. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Pharmakologische Eigenschaften - INFECTOOPTICEF® 100 mg/5 ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe

Cefixim ist ein Betalaktam-Antibiotikum aus der Gruppe der Oralcephalosporine.

ATC-Code J01DD08

Wirkmechanismus

Der Wirkungsmechanismus von Cefixim beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden Proteine (PBPs) wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide Wirkung.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenüber Cefixim kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

  • Inaktivierung durch Betalaktamasen: Cefixim kann durch bestimmte Betalaktamasen hydrolysiert werden, insbesondere durch Betalaktamasen mit erweitertem Spektrum (sog. extended spectrum betalactamases, ESBLs), die z. B. bei Stämmen von Escherichia coli oder Klebsiella pneumoniae vorkommen, oder durch konstitutiv gebildete Betalaktamasen vom AmpC-Typ, die z. B. bei Enterobacter cloacae nachgewiesen wurden. Bei Infektionen durch Bakterien mit induzierbarer AmpC-Betalaktamase und In-vitro-Empfindlichkeit gegenüber Cefixim besteht die Gefahr, dass unter der Therapie Mutanten mit konstitutiver (dereprimierter) AmpC-Betalaktamase-Bildung selektiert werden.

  • Reduzierte Affinität von PBPs gegenüber Cefixim: Die erworbene Resistenz bei Pneumokokken und anderen Streptokokken beruht auf Modifikationen vorhandener PBPs als Folge einer Mutation.

  • Unzureichende Penetration von Cefixim durch die äußere Zellwand kann bei Gram-negativen Bakterien dazu führen, dass die PBPs nicht ausreichend gehemmt werden.

  • Durch Effluxpumpen kann Cefixim aktiv aus der Zelle transportiert werden.

Eine partielle oder vollständige Kreuzresistenz von Cefixim besteht mit anderen Cephalosporinen und Penicillinen.

Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung

Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung anhand der Bestimmung der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) für Cefixim festgelegt und sind hier aufgeführt:

https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Cefixim in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber Cefixim anzustreben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: Mai 2025):

Üblicherweise empfindliche Spezies
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Streptococcus pyogenes
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Citrobacter koseri °
Haemophilus influenzae
Moraxella catarrhalis
Neisseria gonorrhoeae
Proteus mirabilis °%
Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Streptococcus pneumoniae
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Citrobacter freundii
Enterobacter cloacae
Escherichia coli % &
Klebsiella oxytoca %
Klebsiella pneumoniae %
Morganella morganii
Serratia marcescens
Von Natur aus resistente Spezies
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Enterococcus spp.
Staphylococcus spp.
Streptococcus pneumoniae (Penicillin-intermediär und -resistent)
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Legionella pneumophila
Pseudomonas aeruginosa
Andere Mikroorganismen
Chlamydia spp.
Mycoplasma spp.

° Bei Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

% Extended Spectrum Beta-Laktamase (ESBL) bildende Stämme sind immer resistent.

& Bei Isolaten von Patientinnen mit unkomplizierter Zystitis beträgt die Resistenzrate < 10 %, sonst ≥ 10 %.

Pharmakokinetik

Resorption

Cefixim wird dosisabhängig, aber nicht dosisproportional resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit von Cefixim (gemessen an der AUC) beträgt ca. 30–50 %. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinflusst die Resorptionsquote nicht signifikant.

Die Spitzenkonzentrationen im Serum werden etwa 3 bis 4 Stunden nach Einnahme erreicht.

Nach oraler Gabe von 400 mg Cefixim resultierten mittlere maximale Serumspiegel zwischen 2,5 und 4,9 µg/ml. Nach Gabe von 200 mg Cefixim lagen die mittleren maximalen Serumspiegel zwischen 1,5 und 3,3 µg/ml.

Verteilung

Proteinbindung

Die Serumproteinbindung von Cefixim liegt bei ca. 65 %.

Cefixim-Konzentrationen in verschiedenen Körpergeweben und Körperflüssigkeiten

Für folgende Gewebe und Körperflüssigkeiten liegen Cefixim-Konzentrationsbestimmungen vor:

  • Hautblasenflüssigkeit: Es wurden etwas höhere Cefixim-Konzentrationen als im Serum gemessen (im Mittel 133 % der entsprechenden Serumkonzentration). Das Konzentrationsmaximum wurde jedoch mit 6,7 Stunden später als im Serum erreicht.

  • Urin: Nach einmaliger Gabe von 400 mg Cefixim resultieren Urinkonzentrationen, die die MHK relevanter Keime über einen Zeitraum von 24 Stunden überschreiten.

  • Galle: In der Galle werden hohe Konzentrationen erreicht.

  • Tonsillen: 5 Stunden nach Gabe von 4 mg/kg Körpergewicht rechts im Mittel 0,74 µg/g, links im Mittel 0,53 µg/g

  • Lungengewebe: 7,8 Stunden nach Gabe von 200 mg im Mittel 0,99 µg/g, 8 Stunden nach Gabe von 400 mg 1,76 µg/g

  • Mittelohrflüssigkeit: 2 bis 3 Stunden nach Gabe von zweimal täglich 100 mg über mehrere Tage > 1 µg/ml.

  • Nasennebenhöhlenschleimhaut: 2 bis 3 Stunden nach Gabe von 200 mg 1,2–1,4 µg/g

  • Sputum: Nach 100 mg 0,02–0,05 µg/ml

Biotransformation

In klinischen Studien wurden keine Hinweise auf eine Metabolisierung von Cefixim gefunden. Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 2–4 Stunden und ist sowohl von der verabreichten Dosis als auch von der galenischen Formulierung unabhängig.

Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich durch glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion über die Nieren. Ca. 50–55 % der resorbierten Substanzmenge liegen innerhalb von 24 Stunden nach oraler Gabe von 200–400 mg Cefixim unverändert im Urin vor.

Die biliäre Eliminationsrate von Cefixim liegt bei ca. 10 %.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Eliminationshalbwertszeit vergrößert. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min/1,73 m²) ist die Dosis zu reduzieren (s. Abschnitt 4.2).

Spezielle Altersgruppen

Bei Kindern (< 12 Jahre) führt eine Dosis von 4 mg Cefixim/kg Körpergewicht zu Serumspitzen-konzentrationen von ca. 1,8 µg/ml, eine Dosis von 8 mg/kg Körpergewicht zu Serumspitzen-konzentrationen von ca. 3,6 µg/ml.

Pharmakokinetische Interaktionen (s. auch Abschnitt 4.5)

Die gleichzeitige Verabreichung von Nifedipin führte zu einer signifikanten Erhöhung der Cefixim-Absorption (Erhöhung um 30 %) und -Bioverfügbarkeit (Erhöhung um 70 %), wohingegen die Verteilung und die Elimination von Cefixim nicht durch Nifedipin beeinflusst wurden. Die Ursache für diese Interaktion ist nicht abschließend geklärt.

Pharmazeutische Angaben - INFECTOOPTICEF® 100 mg/5 ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Saccharose Xanthangummi

Erdbeer-Aroma (mit Benzylalkohol) Natriumbenzoat (E 211)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: 2 Jahre Gebrauchsfertige Suspension: 14 Tage

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen:

Nicht über 25 °C lagern. Im Originalbehältnis aufbewahren.

Gebrauchsfertige Suspension:

Nicht über 25 °C lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Glasflaschen (Typ III Glas) mit kindergesichertem Verschluss.

Der beigelegte Messlöffel mit Füllmarken bei 1,25 ml, 2,5 ml und 5,0 ml ist aus Polypropylen.

Packungsgrößen:

1 Flasche mit 13,25 g Granulat zur Herstellung von 25 ml Suspension zum Einnehmen. 1 Flasche mit 26,5 g Granulat zur Herstellung von 50 ml Suspension zum Einnehmen. 1 Flasche mit 31,8 g Granulat zur Herstellung von 60 ml Suspension zum Einnehmen.

1 Flasche mit 53,0 g Granulat zur Herstellung von 100 ml Suspension zum Einnehmen.

2 x 1 Flasche mit je 13,25 g Granulat zur Herstellung von 2 x 25 ml Suspension zum Einnehmen.

2 x 1 Flasche mit je 26,5 g Granulat zur Herstellung von 2 x 50 ml Suspension zum Einnehmen. 2 x 1 Flasche mit je 31,8 g Granulat zur Herstellung von 2 x 60 ml Suspension zum Einnehmen. 2 x 1 Flasche mit je 53,0 g Granulat zur Herstellung von 2 x 100 ml Suspension zum Einnehmen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

Weblinks

Packungen und Preis

INFECTOOPTICEF® Saft 100mg/5ml Gran. 50ml N2
Preis
25,42 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
INFECTOOPTICEF® Saft 100mg/5ml Gran.100ml N3
Preis
35,95 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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