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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Peritol®, 4 mg
Symptomatische Behandlung der primär erworbenen Kälteurtikaria, wenn nicht-sedierende Antihistaminika nicht ausreichend wirksam oder kontraindiziert sind.
Dosierung
Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene
3- bis 4-mal täglich 1-2 Tabletten. Die Tagesgesamtdosis sollte 32 mg Cyproheptadinhydrochlorid (entsprechend 8 Tabletten) nicht überschreiten.
Kinder von 7 bis 14 Jahren
2- bis 3-mal täglich 1 Tablette. Die Tagesgesamtdosis sollte 12 mg Cyproheptadinhydrochlorid (entsprechend 3 Tabletten) nicht überschreiten.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind unzerkaut, mit etwas Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser), nach den Mahlzeiten und nicht im Liegen einzunehmen.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung
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Engwinkelglaukom
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Mechanische Stenosen im Magen-Darm-Trakt
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Akuter Asthmaanfall
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Schwangerschaft
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Stillzeit
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Kinder unter 7 Jahren
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Peritol nicht einnehmen.
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Zentraldämpfende Pharmaka und Alkohol: zentraldämpfende Wirkung verstärkt.
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Monoaminooxidase-Hemmer: Verstärkung der anticholinergen Wirkung.
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Trizyklische Antidepressiva: Harnretention, Glaukomauslösung.
Schwangerschaft
Die Anwendung in der Schwangerschaft ist kontraindiziert.
Stillzeit
Peritol ist während der Stillzeit kontraindiziert. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Peritol verzichtet werden soll. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig: (≤1/10)
Häufig: (≤1/100 bis <1/10)
Gelegentlich: (≤1/1000 bis <1/100) Selten: (≤1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten: (<1/10.000)
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Bisher bekannte Nebenwirkungen:
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Schläfrigkeit, Benommenheit (meist nur während der ersten 3 bis 4 Tage der Anwendung)
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Koordinationsstörungen, Unruhe, Aufregung, Reizbarkeit, Muskelzucken, Schlaflosigkeit, Euphorie, Halluzinationen und andere zentralnervöse Störungen
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Hautreaktionen, Photosensibilisierung, Schwitzen
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Sehstörungen, Glaukomauslösung, Schwindel, Ohrgeräusche
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Magen-Darm-Störungen
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Harnabflussstörungen
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Vorverlegung der Regelblutung
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Trockenheit von Mund- und Nasenbereich
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Erschöpfung, Frösteln, Kopfschmerzen
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Blutbildveränderungen (sehr selten)
Hinweis
Wegen der appetitsteigernden Wirkung von Cyproheptadinhydrochlorid kommt es häufig zu einer Gewichtszunahme.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen:
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.
Symptome der Intoxikation:
Durch Antihistaminika hervorgerufene Überdosierungsreaktionen können, insbesondere bei Kindern, von einer Hemmung oder Erregung des ZNS bis zu Konvulsionen und zum Exitus reichen. Ebenso können Symptome einer atropinähnlichen Wirkung (Mundtrockenheit; starre, erweiterte Pupillen; Hitzewallungen usw.) wie auch gastrointestinale Störungen auftreten.
Therapie von Intoxikationen:
Kann sich ein Patient nicht spontan übergeben, so sollte er, wenn er bei Bewusstsein ist, mit Brechwurzel-Sirup (Ipecacuanhae radix) zum Erbrechen gebracht werden. Wenn Erbrechen nicht ausgelöst werden kann, soll eine Magenspülung mit anschließender Aktivkohle-Behandlung durchgeführt werden. Isotone oder 1/2-isotone Kochsalzlösung ist das Mittel der Wahl.
Um einer Aspiration vorzubeugen, sind besonders bei Kindern entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Bei bestehender, lebensbedrohlicher ZNS-Symptomatik ist die intravenöse Anwendung von Physostigmin-Salicylat in Erwägung zu ziehen. Dosierung und Häufigkeit der Anwendung sind abhängig vom Alter, dem klinischen Ansprechen und dem Wiederauftreten der Symptome.
Salinische Laxantien, wie z. B. Magnesiamilch, bewirken durch Osmose eine Wasseransammlung im Darm. Sie sind daher geeignet, den Darminhalt schnell zu verdünnen.
Stimulierende Mittel sollten nicht eingesetzt werden.
Zur Behandlung einer Hypotonie können Vasopressoren gegeben werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Peritol®, 4 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Antihistaminika zur systemischen Anwendung. ATC-Code: RO6AX02
Cyproheptadin ist ein Serotonin- und Histaminantagonist mit anticholinerger und sedierender Wirkung. Serotonin- und Histaminantagonisten scheinen Serotonin bzw. Histamin kompetitiv am Rezeptor zu verdrängen.
Die appetitfördernden Eigenschaften von Cyproheptadinhydrochlorid wurden bei tierexperimentellen Untersuchungen festgestellt. Frühere Tierversuche haben außerdem gezeigt, dass es ein wirksamer Serotonin- und Histaminantagonist ist, der mit den als am aktivsten bekannten Substanzen verglichen werden kann.
Cyproheptadinhydrochlorid antagonisiert im Tierexperiment folgende Serotoninwirkungen:
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Bronchokonstriktion (Meerschweinchen),
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Vasodepression (Hund),
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Spasmen (isolierter Uterus der Ratte),
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Ödem (Ratte),
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Letalwirkung (mit Hämophilus pertussis infizierte Maus).
Cyproheptadinhydrochlorid erreicht oder übertrifft dabei die Wirkung spezifischer Serotoninantagonisten wie 1-Benzy1-2-methy1-5-methoxy-tryptamin (BAS) und 1-Benzy1-2-methyl-5-hydroxytryptamin (BMS). Dagegen weisen sogenannte spezifische Antihistaminika, auch die wirksamsten, kaum oder gar keinen Serotoninantagonismus auf.
Cyproheptadinhydrochlorid muss daher sowohl als Serotonin- als auch als Histaminantagonist angesehen werden.
Cyproheptadinhydrochlorid antagonisiert oder blockiert beim Tier folgende Wirkungen von Histamin:
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Bronchokonstriktion (Meerschweinchen),
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Vasodepression (Hund),
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Spasmen (isoliertes Ileum des Meerschweinchens),
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Anaphylaktischer Schock, aktiv und passiv (Meerschweinchen und Maus),
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Gesteigerte Magensaftsekretion (Hund, Heidenhain-Magentasche).
Cyproheptadin ist kein Hormon, wirkt aber - wahrscheinlich aufgrund seines Serotoninantagonismus - beim Menschen auf bestimmte endokrine Systeme. Es vermindert zentral die ACTH-Sekretion und kann somit zu einer geringen Minderung der Kortikosteroidfreisetzung und der Plasmakortisolspiegel führen. Diese Wirkung wurde bei der Behandlung des Morbus Cushing und des Nelson-Syndroms geprüft; die Ergebnisse waren uneinheitlich. Cyproheptadin kann während der frühen Schlafphase, aber auch als Antwort auf eine exogene Arginin- oder Insulinzufuhr den Wachstumshormonspiegel im Plasma erniedrigen, vermindert aber nicht das Längenwachstum. Vom normalerweise zu erwartenden Effekt einer besseren Ernährung abgesehen, wurde auch keine Zunahme des Längenwachstums bei minderwüchsigen Kindern beobachtet. Diese endokrinen Wirkungen von Cyproheptadin haben keine unerwünschten Wirkungen von klinischer Signifikanz gezeigt.
Nach einer oralen Einzeldosis von 4 mg14C-Cyproheptadinhydrochlorid wurden bei gesunden Probanden 2 bis 20 % der Radioaktivität im Stuhl ausgeschieden. Davon waren nur etwa 34
% des Wirkstoffes unverändert; dies entsprach 5,7 % der verabreichten Dosis. Mindestens 40 % der verabreichten radioaktiv markierten Substanz wurden im Urin ausgeschieden.
Der im Urin des Menschen nachweisbare Hauptmetabolit ist ein quartäres Ammoniumglukuronid-Konjugat von Cyproheptadin. Die Elimination ist bei Niereninsuffizienz vermindert.
Pharmazeutische Angaben - Peritol®, 4 mg
Gelatine Kartoffelstärke Lactose-Monohydrat Talkum
Magnesiumstearat (Ph. Eur.).
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Originalpackung mit 20 Tabletten, Originalpackung mit 100 Tabletten, Klinikpackung mit 200 (10 x 20) Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.