Epiduo® 0,1 % / 2,5 % Gel
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Epiduo® 0,1 %
Topische Behandlung der Acne vulgaris bei Vorliegen von Komedonen, Papeln und Pusteln (siehe Abschnitt 5.1).
Epiduo ist angezeigt bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 9 Jahren.
Epiduo sollte einmal täglich abends auf alle von Akne betroffenen Hautareale aufgetragen werden; die Haut sollte zuvor gereinigt und abgetrocknet werden. Das Gel wird mit den Fingerspitzen als dünner Film aufgetragen, wobei ein Kontakt mit Augen und Lippen zu vermeiden ist (siehe Abschnitt 4.4).
Bei Auftreten von Hautreizungen sollte der Patient angewiesen werden, nicht-komedogene feuchtigkeitsspendende Produkte aufzutragen, das Arzneimittel seltener (z. B. alle zwei Tage) anzuwenden, die Anwendung vorübergehend zu unterbrechen oder vollständig zu beenden.
Die Behandlungsdauer wird entsprechend dem klinischen Status vom Arzt festgelegt. Die ersten Anzeichen einer klinischen Besserung treten in der Regel nach 1 bis 4 Behandlungswochen ein.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Epiduo wurden bei Kindern unter 9 Jahren nicht untersucht.
Epiduo Gel darf nicht auf geschädigte Haut, z. B. durch Verletzungen (Schnittverletzungen oder Abschürfungen), ekzematöse Hautläsionen oder Sonnenbrand aufgetragen werden.
Epiduo darf nicht mit Augen, Mund, Nasenlöchern oder Schleimhäuten in Kontakt kommen. Bei versehentlichem Augenkontakt müssen die Augen unverzüglich mit warmem Wasser ausgespült werden.
Beim Auftreten von Hautreaktionen, die auf eine Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile der Formulierung hindeuten, sollte die Anwendung von Epiduo beendet werden.
Eine übermäßige Exposition gegenüber Sonnenlicht oder UV-Bestrahlung sollte vermieden werden.
Epiduo sollte nicht in Kontakt mit gefärbten Materialien einschließlich Haaren oder bunten Geweben kommen, da es hierdurch zum Ausbleichen oder zu Verfärbungen kommen kann.
Dieses Arzneimittel enthält 40 mg Propylenglycol (E1520) pro Gramm, entsprechend 4% w/w. Polysorbat 80 (E433) kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Auf der Basis der bisherigen Erfahrungen mit Adapalen und Benzoylperoxid sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt, die gleichzeitig mit Epiduo auf der Haut angewendet werden könnten. Dennoch sollten andere Retinoide oder Benzoylperoxid oder Arzneimittel mit ähnlichem Wirkmechanismus nicht gleichzeitig angewendet werden. Bei der Anwendung von Kosmetika mit abrasiven, hautreizenden oder austrocknenden Wirkungen ist Vorsicht geboten, da diese in Verbindung mit Epiduo im Hinblick auf die hautreizenden Wirkungen zu einem additiven Effekt führen können.
Adapalen wird nur in geringem Ausmaß über die menschliche Haut resorbiert (siehe Abschnitt 5.2), daher sind Wechselwirkungen mit systemisch wirkenden Arzneimitteln unwahrscheinlich.
Die perkutane Penetration von Benzoylperoxid ist gering und der Wirkstoff wird in der Haut vollständig in Benzoesäure umgewandelt, die ihrerseits rasch eliminiert wird. Daher sind Wechselwirkungen zwischen Benzoesäure und systemisch wirkenden Arzneimitteln unwahrscheinlich.
Die orale Anwendung von Retinoiden verursacht kongenitale Fehlbildungen. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung wird bei topisch verabreichten Retinoiden generell angenommen, dass es aufgrund minimaler dermaler Absorption zu einer niedrigen systemischen Exposition kommt. Es kann jedoch individuelle Faktoren geben (z. B. verletzte Hautbarriere, übermäßiger Gebrauch), die zu einer erhöhten systemischen Exposition beitragen können.
Schwangerschaft
Epiduo ist in der Schwangerschaft und bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Es liegen keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der topischen Anwendung von Adapalen bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben nach oraler Gabe eine Reproduktionstoxizität bei hoher systemischer Exposition gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Die klinischen Erfahrungen mit der lokalen Anwendung von Adapalen und Benzoylperoxid in der Schwangerschaft sind begrenzt.
Wird das Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet oder wird die Patientin während der Anwendung dieses Arzneimittels schwanger, muss die Behandlung abgebrochen werden.
Stillzeit
Es wurden keine Studien zum Übergang in die Muttermilch nach kutaner Anwendung von Epiduo (Adapalen/Benzoylperoxid) Gel bei Mensch und Tier durchgeführt.
Auswirkungen auf den gestillten Säugling sind nicht zu erwarten, da die systemische Exposition der stillenden Mutter gegenüber Epiduo vernachlässigbar gering ist. Epiduo kann in der Stillzeit angewendet werden.
Um eine Exposition des Säuglings durch direkten Kontakt zu vermeiden, ist eine Applikation von Epiduo auf die Brust in der Stillzeit zu vermeiden.
Fertilität
Mit Epiduo wurden keine Fertilitätsstudien am Menschen durchgeführt.
In Reproduktionsstudien an Ratten wurden jedoch keine Auswirkungen von Adapalen oder Benzoylperoxid auf die Fertilität festgestellt (siehe Abschnitt 5.3).
Epiduo kann am Verabreichungsort folgende Nebenwirkungen hervorrufen:
| Systemorganklasse (MedDRA) | Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Augenerkrankungen | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)* | Ödem des Augenlids |
| Erkrankungen des Immunsystems | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbarenDaten nicht abschätzbar)* | Anaphylaktische Reaktion |
| Erkrankungen der Atemwege,des Brustraums und Mediastinums | Nicht bekannt (Häufigkeit aufGrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)* | Engegefühl des Halses, Dyspnoe |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Häufig (≥1/100, <1/10) | Trockene Haut, irritative Kontaktdermatitis, Hautreizung, brennendes Gefühl auf der Haut, Erythem, Exfoliation der Haut (Abschuppung) |
| Gelegentlich (≥ 1/1 000,≤1/100) | Pruritus, Sonnenbrand | |
| Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)* | Allergische Kontaktdermatitis, Schwellung des Gesichts, Schmerzen der Haut (stechender Schmerz), Bläschen (Vesikel), Hautverfärbung (Hyperpigmentierung oder Hypopigmentierung), Urtikaria, verbrennungsähnliche Reaktionan der Anwendungsstelle** |
* Daten aus Post-Marketing-Beobachtungen
** In den meisten Fällen handelte es sich bei „verbrennungsähnlichen Reaktionen an der Anwendungsstelle“ um oberflächliche verbrennungsähnliche Reaktionen; es wurden jedoch auch Fälle ähnlich Verbrennungen 2. Grades und schweren Verbrennungen beschrieben.
Hautreizungen, die nach dem Auftragen von Epiduo auftreten, sind im Allgemeinen leicht bis mäßig ausgeprägt; Anzeichen lokaler Unverträglichkeit und deren Symptome (Erythem, Trockenheit, Schuppung, Brennen und Schmerzen der Haut (stechender Schmerz)) treten vor allem in der ersten Woche in Erscheinung und bilden sich anschließend spontan zurück.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Epiduo® 0,1 %
Pharmakotherapeutische Gruppe: Aknemittel zur topischen Anwendung, D10AD Retinoide zur topischen Anwendung bei Akne;
ATC-Code: D10AD53
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenEpiduo enthält eine Kombination von zwei Wirkstoffen, deren Wirkung auf verschiedenen, einander ergänzenden Wirkmechanismen beruht.
− Adapalen: Adapalen ist ein chemisch stabiles Naphthoesäurederivat mit einer retinoidartigen Aktivität. Studien zum biochemischen und pharmakologischen Profil haben ergeben, dass Adapalen die Pathomechanismen der Acne vulgaris beeinflusst: Es ist ein potenter Modulator der Zelldifferenzierung und der Keratinbildung und besitzt antiinflammatorische Eigenschaften. Der Wirkmechanismus beruht auf einer Bindung von Adapalen an spezifische nukleäre Retinoid-Rezeptoren. Die derzeit verfügbaren Belege weisen darauf hin, dass topisch verabreichtes Adapalen die Differenzierung follikulärer Epithelzellen normalisiert und dadurch zu einer verminderten Ausbildung von Mikrokomedonen führt. In in-vitro-Studien hemmt Adapalen die chemotaktisch (gerichtet) und chemokinetisch (ungerichtet) induzierte Wanderung humaner polymorphkerniger Leukozyten; außerdem hemmt es die chemische Umwandlung von Arachidonsäure in Entzündungsmediatoren. In-vitro-Studien haben eine Inhibition von AP-1-Faktoren sowie eine Hemmung der Expression von Toll-like-Rezeptoren-(TLR-)2 gezeigt.
Dieses Profil deutet darauf hin, dass die zellvermittelte Entzündungskomponente der Akne durch Adapalen vermindert wird.
− Benzoylperoxid: Benzoylperoxid hat sich als antimikrobiell wirksam erwiesen, und zwar insbesondere gegen Cutibacterium acnes, das sich in den von Akne betroffenen Haarfollikeln abnorm anreichert. Der Wirkmechanismus von Benzoylperoxid wurde durch seine hohe lipophile Aktivität erklärt, die seine Penetration durch die Epidermis in die Zellmembranen von Bakterien und Keratinozyten in den Haarfollikeln und Talgdrüsen ermöglicht. Benzoylperoxid ist bei der Behandlung der Acne vulgaris als ein sehr wirksames antibakterielles Mittel mit breitem Wirkspektrum anerkannt. Es wurde nachgewiesen, dass es seine bakterizide Wirkung durch Bildung freier Radikale entfaltet, die Proteine und andere essenzielle zelluläre Komponenten in der Bakterienwand oxidieren. Die minimale Hemmkonzentration von Benzoylperoxid wirkt bakterizid und wirkt nachgewiesenermaßen auf antibiotikaempfindliche und antibiotikaresistente Stämme von C. acnes. Zusätzlich zeigt Benzoylperoxid exfoliative und keratolytische Aktivität.
Klinische Wirksamkeit von Epiduo bei Patienten ab 12 Jahren:
Die Sicherheit und Wirksamkeit der einmal täglichen Applikation von Epiduo zur Behandlung der Acne vulgaris wurden in zwei 12-wöchigen, kontrollierten klinischen Multicenter-Studien mit ähnlichem Studiendesign untersucht, in denen Epiduo bei Akne-Patienten mit seinen beiden Einzelwirkstoffen, Adapalen und Benzoylperoxid, sowie mit der Gelgrundlage verglichen wurde. Insgesamt wurden 2 185 Patienten in Studie 1 und Studie 2 eingeschlossen. In beiden Studien waren ca. 49 % der Patienten Männer und 51 % Frauen im Alter von 12 Jahren oder darüber (Altersdurchschnitt 18,3 Jahre; Spannweite 12 - 50), die bei der Ausgangsuntersuchung (Baseline) 20 bis 50 entzündliche und 30 bis 100 nicht-entzündliche Läsionen aufwiesen. Die Patienten behandelten das Gesicht und die übrigen von der Akne betroffenen Hautbereiche nach Bedarf einmal täglich am Abend.
Die Kriterien zur Wirksamkeit waren:
-
Erfolgsrate, prozentualer Anteil der gemäß globaler Einschätzung durch den Prüfarzt (Investigator’s Global Assessment, IGA) nach 12 Wochen als „vollständig abgeheilt“ oder
„annähernd vollständig abgeheilt“ eingestuften Patienten;
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Änderung und prozentuale Änderung in Woche 12 gegenüber der Ausgangsuntersuchung bezüglich
-
Anzahl entzündlicher Läsionen
-
Anzahl nicht-entzündlicher Läsionen
-
Gesamtzahl der Läsionen
-
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit werden für jede Studie gesondert in Tabelle 1 abgebildet; Tabelle 2 enthält die kombinierten Ergebnisse. Epiduo erwies sich in beiden Studien im Vergleich zu seinen beiden Einzelwirkstoffen sowie gegenüber der Gelgrundlage als überlegen. Insgesamt war der mit Epiduo erzielte Nettoeffekt (Wirksubstanz minus Grundlage) größer als die Summe der mit den Einzelwirkstoffen erzielten Nettoeffekte, was auf eine Potenzierung der therapeutischen Effekte beider Einzelwirkstoffe bei ihrer Anwendung in einer Fixkombination hinweist. Ein früh eintretender Behandlungseffekt von Epiduo auf entzündliche Läsionen wurde übereinstimmend in Studie 1 und in Studie 2 nach der ersten Behandlungswoche beobachtet. Nicht-entzündliche Läsionen (offene und geschlossene Komedonen) sprachen zwischen der ersten und der vierten Behandlungswoche merklich auf die Therapie an. Der therapeutische Nutzen bei Akneknoten wurde nicht nachgewiesen.
Tabelle 1 Klinische Wirksamkeit in zwei Vergleichsstudien
| Studie 1 | ||||
| Studie 1Woche 12 LOCF; ITT | Adapalen+BPO N=149 | Adapalen N=148 | BPO N=149 | Grundlage N=71 |
| Erfolgsrate (vollständige/annähernd vollständige Abheilung) | 41 (27,5%) | 23 (15,5%) p=0,008 | 23 (15,4%) p=0,003 | 7 (9,9%) p=0,002 |
| Mediane Reduktion (% Reduktion) der | ||||
| Anzahl entzündlicher Läsionen | 17 (62,8 %) | 13 (45,7 %) | 13 (43,6 %) | 11 (37,8 %) |
| p<0,001 | p<0,001 | p<0,001 | ||
| Anzahl nicht-entzündlicher Läsionen | 22 (51,2 %) | 17 (33,3 %) p<0,001 | 16 (36,4 %) p<0,001 | 14 (37,5 %) p<0,001 |
| Anzahl aller Läsionen | 40 (51,0 %) | 29 (35,4 %) p<0,001 | 27 (35,6 % p<0,001 | 26 (31,0 %) p<0,001 |
| Studie 2 | ||||
| Studie 2Woche 12 LOCF; ITT | Adapalen+BPO N=415 | Adapalen N=420 | BPO N=415 | Grundlage N=418 |
| Erfolgsrate (vollständige/annähernd vollständige Abheilung) | 125 (30,1%) | 83 (19,8%) p<0,001 | 92 (22,2%) p=0,006 | 47 (11,3%) p<0,001 |
| Mediane Reduktion (% Reduktion)der | ||||
| Anzahl entzündlicher Läsionen | 16 (62,1 %) | 14 (50,0 %) p<0,001 | 16 (55,6 %) p=0,068 | 10 (34,3 %) p<0,001 |
| Anzahl nicht-entzündlicher Läsionen | 24 (53,8 %) | 22 (49,1 %) p=0,048 | 20 (44,1 %) p<0,001 | 14 (29,5 %) p<0,001 |
| Anzahl aller Läsionen | 45 (56,3 %) | 39 (46,9 %) p=0,002 | 38 (48,1 %) p<0,001 | 24 (28,0 %) p<0,001 |
Tabelle 2 Klinische Wirksamkeit kombiniert in beiden Vergleichsstudien
| Adapalen+BPO N=564 | Adapalen N=568 | BPO N=564 | Gelgrundlage N=489 | |
| Erfolgsrate (vollständige/annähernd vollständige Abheilung) | 166 (29,4%) | 106 (18,7%) | 115(20,4%) | 54 (11,1%) |
| Mediane Reduktion (% Reduktion) der | ||||
| Anzahl entzündlicher Läsionen | 16,0 (62,1) | 14,0 (50,0) | 15,0 (54,0) | 10,0 (35,0) |
| Anzahl nicht-entzündlicher Läsionen | 23,5 (52,8) | 21,0 (45,0) | 19,0 (42,5) | 14,0 (30,7) |
| Anzahl aller Läsionen | 41,0 (54,8) | 34,0 (44.0) | 33,0 (44,9) | 23.0 (29,1) |
Klinische Wirksamkeit von Epiduo bei Patienten im Alter von 9 bis 11 Jahren
In einer pädiatrischen klinischen Studie wurden 285 Kinder mit Acne vulgaris einmal täglich über 12 Wochen mit Epiduo behandelt. Die Kinder waren im Alter von 9 - 11 Jahren (53 % der Patienten waren 11 Jahre, 33 % waren 10 Jahre und 14 % waren 9 Jahre alt) mit einem Wert von 3 (moderat) auf der IGA-Skala und hatten bei der Ausgangsuntersuchung (Baseline) ein Minimum von 20, aber nicht mehr als 100 Läsionen insgesamt (nicht-entzündliche und/oder entzündliche) im Gesicht (einschließlich der Nase).
Die Studie ergab, dass die Wirksamkeits- und Sicherheitsprofile von Epiduo Gel bei der Behandlung von Acne vulgaris im Gesicht in dieser spezifischen jüngeren Altersgruppe konsistent sind zu den Ergebnissen aus anderen Pivotalstudien mit 12 Jahre alten und älteren Patienten mit Acne vulgaris, die signifikante Wirksamkeit mit akzeptabler Verträglichkeit zeigen.
Ein anhaltender, früher Behandlungseffekt mit Epiduo Gel im Vergleich zu dem mit Gelgrundlage wurde konsistent für alle Läsionen beobachtet (entzündlich, nicht-entzündlich und alle gesamt) in Woche 1 und kontinuierlich bis Woche 12.
| Studie 3 | ||
| Woche 12 LOCF: ITT | Adapalen + BPO N=142 | Gelgrundlage N=143 |
| Erfolgsrate (vollständige/annähernd vollständige Abheilung) | 67 (47,2%) | 22 (15,4%) |
| Mediane Reduktion (% Reduktion) der | ||
| Anzahl entzündlicher Läsionen | 6 (62,5%) | 1 (11,5%) |
| Anzahl nicht-entzündlicher Läsionen | 19 (67,6%) | 5 (13,2%) |
| Anzahl aller Läsionen | 26 (66,9%) | 8 (18,4%) |
Die pharmakokinetischen (PK) Eigenschaften von Epiduo ähneln dem PK-Profil von Adapalen 0,1% Gel als Monopräparat.
In einer 30-tägigen klinischen PK-Studie wurden Akne-Patienten untersucht, die entweder das Gel mit der Fixkombination oder eine entsprechend konzentrierte (0,1 %) Adapalen-Formulierung jeweils in maximaler Dosierung (Applikation von 2 g Gel pro Tag) erhielten; Adapalen war in der Mehrzahl der Plasmaproben quantitativ nicht nachweisbar (bei einer quantitativen Nachweisgrenze von 0,1 ng/ml). Niedrige Adapalen-Spiegel (Cmax zwischen 0,1 und 0,2 ng/ml) wurden in zwei Proben von mit Epiduo behandelten Probanden und in drei Proben von mit Adapalen 0,1 % Gel behandelten Probanden gemessen. In der Gruppe mit der Fixkombination betrug die höchste gemessene AUC0-24h für Adapalen 1,99 ng*h/ml.
Diese Ergebnisse sind mit denen früherer PK-Studien zu verschiedenen 0,1%-igen Adapalen-Formulierungen vergleichbar, in denen sich die systemische Exposition gegenüber Adapalen durchweg als gering erwies.
Die perkutane Penetration von Benzoylperoxid ist gering; nach Applikation auf die Haut wird es vollständig in Benzoesäure umgewandelt, die rasch eliminiert wird.
Pharmazeutische Angaben - Epiduo® 0,1 %
Natriumedetat (Ph.Eur.) Docusat-Natrium Glycerol
Poloxamer 124
Propylenglycol (E 1520)
Simulgel 600 PHA (Poly[prop-2-enamid-co-natrium-2-methyl-2-(prop-2-enamido)propan-1-sulfonat], Isohexadecan, Polysorbat 80 (E 433), Sorbitanoleat)
Gereinigtes Wasser
2 Jahre.
Die Dauer der Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen beträgt mindestens 6 Monate.
Epiduo wird in zwei verschiedenen Behältnissen aufbewahrt:
Tube:
Weiße Plastiktuben zu 5 g, 15 g, 30 g, 45 g, 60 g und 90 g mit Gerüststruktur aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE), einem Kopf aus Polyethylen hoher Dichte und einem weißen Schraubverschluss aus Polypropylen.
Pumpsystem:
Mehrdosenbehältnis mit gasfreiem Pumpsystem und Schnappdeckelverschluss zu 15 g, 30 g, 45 g und 60 g aus Polypropylen, Polyethylen niedriger und hoher Dichte.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.