Präparate

Granisetron Kabi 1 mg/ml Injektionslösung, 3 ml

Verschreibungsinformationen
BAHN-BKK | BAHN-BKK (108434875, 108539520, 108734889, 108939535, 108939546, 109531272, 109531283, 109920525, 109920536, 109920547, 109928636, 109929249, 109939489, 109939490) | BERGISCHE KRANKENKASSE | BIG direkt gesund | BKK 24 | BKK B. Braun Aescul…
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Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Granisetron Kabi 1 mg/ml Injektionslösung, 3 ml
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Injektionslsg.
FRESENIUS KABI Deutschland GmbH
SmPC
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Anwendungsgebiete

Granisetron Kabi wird bei Erwachsenen angewendet zur Vorbeugung und Behand- lung von

  • akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbin- dung mit Chemo- und Strahlentherapie

  • postoperativer Übelkeit und Erbrechen.

    Granisetron Kabi wird zur Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen in Ver- bindung mit einer Chemo- und Strahlen- therapie angewendet.

    Granisetron Kabi ist bei Kindern im Alter von 2 Jahren und älter zur Vorbeugung und Behandlung von akuter Übelkeit und Er- brechen in Verbindung mit einer Chemo- therapie indiziert.

Dosierung

Dosierung

Chemo- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV und RINV)

Vorbeugung

(akute und verzögerte Übelkeit)

5 Minuten vor Beginn der Chemotherapie sollte eine Dosis von 1 – 3 mg (10 – 40 μg/ kg) Granisetron Kabi entweder als lang- same intravenöse Injektion oder nach Ver- dünnung als intravenöse Infusion verab- reicht werden. Die Lösung sollte auf 5 ml pro mg verdünnt werden.

Behandlung (akute Übelkeit)

Eine Dosis von 1 – 3 mg (10 – 40 μg/kg) Granisetron Kabi sollte entweder als lang- same intravenöse Injektion oder nach Ver- dünnung als intravenöse Infusion über 5 Minuten verabreicht werden. Die Lösung sollte auf 5 ml pro mg verdünnt werden. Weitere Erhaltungsdosen von Granisetron Kabi können im Abstand von mindestens 10 Minuten verabreicht werden. Die maxi- mal zu verabreichende Dosierung sollte in- nerhalb von 24 Stunden 9 mg nicht über- schreiten.

Oktober 2020

Kombination mit Adrenocorticosteroiden Die Wirksamkeit von parenteral verabreich- tem Granisetron kann durch eine zusätz- liche intravenöse Gabe eines Adrenocorti- costeroids erhöht werden, z. B. 8 – 20 mg Dexamethason, das vor Beginn der zyto- statischen Therapie verabreicht wird, oder 250 mg Methylprednisolon, das vor Beginn und unmittelbar nach Ende der Chemothe- rapie verabreicht wird.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Grani- setron Kabi zur Vorbeugung und Behand- lung (Kontrolle) von akuter Übelkeit und Er- brechen in Verbindung mit Chemotherapie und die Vorbeugung von verzögerter Übel- keit und Erbrechen in Verbindung mit Che- motherapie hat sich bei Kindern im Alter von 2 Jahren und älter gut bewährt. Eine Dosis von 10 – 40 μg/kg Körpergewicht (bis zu 3 mg) sollte als intravenöse Infusion nach Verdünnung in 10 – 30 ml Trägerlö- sung über 5 Minuten vor Beginn der Che- motherapie verabreicht werden. Bei Bedarf kann innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums eine zusätzliche Dosis verabreicht werden. Diese zusätzliche Dosis darf erst mit einem Mindestabstand von 10 Minuten zur einlei- tenden Infusion verabreicht werden.

Postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)

Eine Dosis von 1 mg (10 μg/kg) Granisetron Kabi sollte als langsame intravenöse Injek- tion verabreicht werden. Die Maximaldosie- rung von Granisetron Kabi innerhalb von 24 Stunden sollte 3 mg nicht überschrei- ten.

Zur Vorbeugung von PONV sollte die Ver- abreichung vor Einleitung der Anästhesie abgeschlossen sein.

Kinder und Jugendliche

Derzeit verfügbare Daten sind in Ab- schnitt 5.1 beschrieben, jedoch können keine Dosierungsempfehlungen gegeben werden. Die klinische Evidenz ist nicht aus- reichend, um die Anwendung der Injek- tionslösung bei Kindern zur Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übel- keit und Erbrechen (PONV) zu empfehlen.

Ältere Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Die Anwendung bei älteren Patienten oder bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunk- tionsstörungen erfordert keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung gibt es bisher keine Hinweise auf eine er- höhte Inzidenz von Nebenwirkungen. Auf Grundlage seiner Kinetik sollte Granisetron in dieser Patientengruppe mit Vorsicht an- gewendet werden, während jedoch keine Dosisanpassung erforderlich ist (siehe Ab- schnitt 5.2).

Art der Anwendung

Die Verabreichung kann entweder als lang- same intravenöse Injektion (über 30 Sekun- den) oder nach Verdünnung in 20 bis 50 ml Trägerlösung über 5 Minuten als intrave- nöse Infusion erfolgen.

Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Da Granisetron die Motilität des unteren Magen-Darm-Trakts vermindern kann, soll- ten Patienten mit Anzeichen einer subaku- ten Darmobstruktion nach der Verabrei- chung überwacht werden.

Wie für andere 5-HT3-Antagonisten wurden bei Granisetron Fälle von EKG-Veränderun- gen, einschließlich QT-Verlängerung, be- richtet. Bei Patienten mit vorbestehenden Arrhythmien oder Erregungsleitungsstörun- gen könnte dies klinische Auswirkungen haben. Daher ist bei Patienten mit kardialen Begleiterkrankungen, kardiotoxischer Che- motherapie und/oder mit gleichzeitigen Elektrolytverschiebungen Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5).

Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonis- ten (z. B. Dolasetron und Ondansetron) sind berichtet worden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Serotonin-Syndrom

Bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonis- ten entweder alleine, aber meist in Kombi- nation mit anderen serotonergen Substan- zen (einschließlich Selektiver Serotonin- Wiederaufnahmehemmer [SSRIs] und Sero- tonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer [SNRIs]) wurden Fälle eines Serotonin-Syn- droms berichtet. Es wird daher empfohlen, Patienten angemessen auf Symptome des Serotonin-Syndroms hin zu beobachten.

Wechselwirkungen

Wie für andere 5-HT3-Antagonisten wurden bei Granisetron Fälle von EKG-Veränderun- gen, einschließlich QT-Verlängerung, be- richtet. Bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall ver- längern und/oder Arrhythmien hervorrufen, könnte dies klinische Auswirkungen haben (siehe Abschnitt 4.4).

Studien mit gesunden Probanden ergaben keine Anzeichen für Wechselwirkungen zwi- schen Granisetron und Benzodiazepinen (Lorazepam), Neuroleptika (Haloperidol) oder Ulkusmitteln (Cimetidin). Ebenso zeigte Granisetron keine offensichtlichen Arznei- mittelwechselwirkungen mit emetogenen Krebs-Chemotherapien.

Es wurden keine spezifischen Interaktions- studien bei anästhesierten Patienten durch- geführt.

Serotonerge Arzneimittel (z. B. SSRIs und SNRIs)

Bei gleichzeitiger Anwendung von 5-HT3- Antagonisten und anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich SSRIs und SNRIs) wurden Fälle von Serotonin-Syndrom berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwen- dung von Granisetron bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schäd- liche Wirkungen auf die Reproduktionstoxi- zität (siehe Abschnitt 5.3). Als Vorsichts- maßnahme sollte die Anwendung von Gra- nisetron während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Granisetron oder seine Metabolite in die Muttermilch überge- hen. Als Vorsichtsmaßnahme sollte davon abgeraten werden, während einer Behand- lung mit Granisetron Kabi zu stillen.

Fertilität

Granisetron hatte keine schädlichen Wirkun- gen auf die Reproduktivität oder die Frucht- barkeit bei Ratten.

Fahrtüchtigkeit

Granisetron Kabi hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Ver- kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be- dienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwir- kungen von Granisetron Kabi, die vorüber- gehende Natur sein können, sind Kopf- schmerzen und Verstopfung. Bei Grani- setron wurden Fälle von EKG-Veränderun- gen einschließlich QT-Verlängerung berich- tet (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Tabellarische Liste von Nebenwirkungen

Die nachfolgende Tabelle mit den aufge- führten Nebenwirkungen ist von Daten aus klinischen Studien und Daten nach Markt- einführung, die mit Granisetron und ande- ren 5-HT3-Antagonisten in Zusammenhang stehen, abgeleitet.

Die Häufigkeitsangaben in der Tabelle sind: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis

Herzerkrankungen
Gelegentlich QT-Verlängerung
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig Gelegentlich Kopfschmerzen Extrapyramidale Reak- tionen, Serotonin-Syndrom
Erkrankungendes Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig Häufig Obstipation Diarrhoe
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich Hautausschlag
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich Überempfindlichkeitsreak- tionen, z. B. Anaphylaxie, Urtikaria

< 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr sel- ten (< 1/10.000).

Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig Erhöhte Werte der Leber- transaminasen*
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig Insomnia

* Trat bei Patienten, die mit einem ver- gleichbaren Arzneimittel therapiert wur- den, mit ähnlicher Häufigkeit auf.

Beschreibung einzelner Nebenwirkungen

Wie für andere 5-HT3-Antagonisten wurden unter Granisetron Fälle von EKG-Verände- rungen einschließlich QT-Verlängerung be- richtet (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun- gen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver- hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medi- zinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt- Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Granisetron Kabi. Im Falle einer Überdosie- rung mit der Injektion sollte eine sympto- matische Behandlung erfolgen. Dosierun- gen von bis zu 38,5 mg Granisetron als Einzelinjektion wurden berichtet und gingen mit leichten Kopfschmerzen, aber keinen sonstigen Beschwerden einher.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antieme- tika und Mittel gegen Übelkeit, Serotonin- 5-HT3-Antagonisten.

ATC-Code: A04AA02

Neurologische Mechanismen, Serotonin- vermittelte Übelkeit und Erbrechen

Serotonin ist der für Erbrechen nach Chemo- oder Strahlentherapie hauptverantwortliche Neurotransmitter. Die 5-HT3-Rezeptoren liegen an drei Stellen: vagale Nervenenden im Gastrointestinaltrakt, Chemorezeptor- Trigger-Zonen in der Area postrema und im Nucleus tractus solitarius des Brechzen- trums im Hirnstamm. Die Chemorezeptor- Trigger-Zonen liegen am kaudalen Ende des vierten Ventrikels (Area postrema). In dieser Struktur fehlt eine wirksame Blut- Hirn-Schranke und emetogene Stoffe las- sen sich sowohl im systemischen Kreislauf als auch in der zerebrospinalen Flüssigkeit nachweisen. Das Brechzentrum liegt in den medullären Bereichen des Hirnstamms. Es erhält Hauptimpulse aus den Chemorezep- tor-Trigger-Zonen und einen vagalen und sympathischen Impuls aus dem Darm.

Nach einer Strahlen- oder Zytostatikathera- pie wird Serotonin (5-HT) aus den entero- chromaffinen Zellen der Dünndarmschleim- haut freigesetzt, die an die vagalen afferen- ten Neuronen angrenzen, auf denen die

5-HT3-Rezeptoren liegen. Das freigesetzte Serotonin aktiviert über die 5-HT3-Rezepto- ren vagale Neuronen, die letztendlich über die Chemorezeptor-Trigger-Zone innerhalb der Area postrema vermittelt eine stark Brechreiz erregende Reaktion hervorrufen.

Wirkmechanismus

Granisetron ist ein stark antiemetischer und hoch selektiver Antagonist der 5-Hydroxy- tryptamin(5-HT3)-Rezeptoren. In Bindungs- studien mit Radioisotopen fand sich eine vernachlässigbare Affinität von Granisetron zu anderen Rezeptortypen, einschließlich der 5-HT- und Dopamin-D2-Rezeptoren.

Chemo- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen

Es wurde gezeigt, dass die intravenöse Gabe von Granisetron Übelkeit und Erbre- chen in Verbindung mit einer Chemothera- pie bei Krebs bei Erwachsenen und Kin- dern zwischen 2 und 16 Jahren vorbeugt.

Postoperative Übelkeit und Erbrechen

Es wurde gezeigt, dass die intravenöse Gabe von Granisetron zur Vorbeugung und Behandlung postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Erwachsenen wirksam ist.

Pharmakologische Eigenschaften von Granisetron

Wechselwirkungen mit neurotropen und anderen Wirkstoffen aufgrund seiner Wir- kung auf Cytochrom P450 wurden berich- tet (siehe Abschnitt 4.5).

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass die Cytochrom P450 3A4 Subfamilie (die an der Metabolisierung einiger der wichtigsten Betäubungsmittel beteiligt ist) durch Gra- nisetron nicht verändert wird. Obwohl Ketoconazol in vitro die Ring-Oxidation von Granisetron hemmt, wird diese Wirkung als klinisch nicht relevant angesehen.

Obwohl unter 5-HT3-Rezeptorantagonisten QT-Verlängerung beobachtet wurde (siehe Abschnitt 4.4), ist das Auftreten und das Ausmaß derselben so gering, dass es bei normalen Probanden keine klinische Signi- fikanz hat. Dennoch wird empfohlen, bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern, so- wohl EKG als auch klinische Veränderun- gen zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die klinische Anwendung von Granisetron wurde von Candiotti et al. beschrieben. In einer prospektiven, multizentrischen, rando- misierten, doppelblinden Parallelgruppen- Studie wurden 157 Kinder zwischen 2 und 16 Jahren, die sich einer Operation unter- zogen, untersucht. Bei den meisten Patien- ten wurde während der ersten beiden Stunden nach der Operation eine vollstän- dige Kontrolle der postoperativen Übelkeit und des Erbrechens beobachtet.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik der oralen Verabrei- chung ist für die empfohlene Dosis bei Er- wachsenen bis zu 2,5-fach linear. Aus den umfangreichen Dosisfindungsstudien geht klar hervor, dass die antiemetische Wirk- samkeit weder eindeutig mit der verab-

reichten Dosis noch den Plasmakonzentra- tionen von Granisetron in Verbindung steht. Eine vierfache Erhöhung der initialen pro- phylaktischen Dosis von Granisetron wies weder hinsichtlich des Anteils der auf die Behandlung ansprechenden Patienten noch hinsichtlich der Dauer der Kontrolle der Symptome einen Unterschied auf.

Verteilung

Granisetron zeigt eine ausgedehnte Vertei- lung mit einem mittleren Verteilungsvolu- men von etwa 3 l/kg. Die Plasmaprotein- bindung beträgt etwa 65 %.

Biotransformation

Granisetron wird durch Oxidation gefolgt von Konjugation hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Die wesentlichen Verbindun- gen sind 7-OH-Granisetron und seine Sulfat- und Glucuronid-Konjugate. Obwohl antiemetische Eigenschaften für 7-OH-Gra- nisetron und Indazolin N-Desmethyl Gra- nisetron beobachtet wurden, ist es unwahr- scheinlich, dass diese signifikant zu der pharmakologischen Aktivität von Grani- setron beim Menschen beitragen.

Mikrosomale in-vitro-Studien der Leber zei- gen, dass der wichtigste Metabolisierungs- weg von Granisetron durch Ketoconazol gehemmt wird, was darauf hindeutet, dass die Metabolisierung durch die Cytochrom P450 3A Subfamilie vermittelt wird (siehe Abschnitt 4.5).

Elimination

Die Clearance erfolgt vorwiegend über den hepatischen Metabolismus. Die Urinaus- scheidung von unverändertem Granisetron beträgt im Durchschnitt 12 % der Dosis, während die der Metaboliten etwa 47 % ausmachen. Der Rest wird in metabolisier- ter Form mit dem Stuhl ausgeschieden. Die mittlere Plasmahalbwertszeit in Patienten nach oraler oder intravenöser Gabe beträgt etwa 9 Stunden bei einer großen interindivi- duellen Variabilität.

Pharmakokinetische Zusammenhänge

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunk- tionsstörung sind die pharmakokinetischen Parameter nach intravenöser Einzeldosis im Allgemeinen ähnlich denen der gesun- den Probanden.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung aufgrund neoplastischer Leberbeteiligung war die Gesamtplasmaclearance einer in- travenösen Gabe im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion etwa halbiert. Trotz dieser Veränderungen ist keine Dosis- anpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten lagen die pharmako- kinetischen Parameter nach intravenösen Einzeldosen in dem für jüngere Probanden ermittelten Bereich.

Kinder und Jugendliche

Oktober 2020

Nach Verabreichung intravenöser Einzel- dosen sind bei Kindern die pharmakokine- tischen Parameter mit denen von Erwach- senen vergleichbar, sofern die entsprechen- den Parameter (Verteilungsvolumen, Ge- samtplasmaclearance) bzgl. des Körper- gewichts korrigiert werden.

Weblinks
Packungen
Granisetron Kabi 1mg/ml Inj.-Lsg. 5x3ml N2
Preis
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Zuzahlung
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