Aknichthol® soft, 10 mg/g Emulsion zur Anwendung auf der Haut
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Aknichthol® 10 mg/g
Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene:
Aknichthol soft wird zwei- bis dreimal täglich nach vorheriger Reinigung auf die erkrankten Hautstellen gleichmäßig aufgetragen. Augenlider und Lippen werden ausgelassen.
Kinder:
Es liegen keine Daten über eine Anwendung bei Kindern vor.
Bei Kindern darf die Tagesdosis von 0,2 g Salicylsäure (entsprechend 40 g Emulsion) nicht überschritten werden.
Die Behandlungsdauer sollte maximal 12 Wochen betragen.
Nachgewiesene Überempfindlichkeit gegen sulfonierte Schieferöle, wie z. B. Ammoniumbituminosulfonat und/oder Natriumbituminosulfonat, Salicylsäure und Salicylate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile sowie Schwangerschaft und Stillzeit.
Kontakt mit den Augen vermeiden.
Butylhydroxytoluol kann örtlich bedingt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
Die Langzeitbehandlung großer Flächen sollte aufgrund des Salicylsäuregehaltes bei Patienten mit Niereninsuffizienz vermieden werden. In Ausnahmefällen sollte Aknichthol soft bei einer zu behandelnden Hautfläche von bis zu 10 cm2 höchstens bis zu 3 Tage angewendet werden.
Säuglinge:Die Anwendung von Aknichthol soft bei Säuglingen sollte vermieden werden.
Der sonstige Bestandteil Salicylsäure kann die Permeation anderer lokal applizierter Arzneimittel verstärken. Die resorbierte Salicylsäure kann mit Methotrexat und Sulfonyl-harnstoffen interagieren.
Der gleichzeitige zusätzliche Gebrauch von anderen topisch anzuwendenden Präparaten kann die Wirkung von Aknichthol soft beeinträchtigen.
Es liegen keine Daten beim Menschen für die Verwendung von Aknichthol soft in der Schwangerschaft und Stillzeit und nur unzureichende tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität (siehe 5.3) vor. Das mögliche Risiko der Anwendung ist un-bekannt.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist Aknichthol soft deshalb kontraindiziert.
Aknichthol soft hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
In sehr seltenen Fällen kann es bei der Anwendung von Aknichthol soft zu Unverträglichkeitsreaktionen der Haut, wie Juckreiz, Brennen und Rötung, kommen.
Erkrankungen des Immunsystems
In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Kontaktallergie kommen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Aknichthol® 10 mg/g
Pharmakotherapeutische Gruppe:
Aknemittel zur topischen Anwendung (Bituminosulfonate) ATC-Code: D10AX12
Natriumbituminosulfonat, hell:
Sulfoniertes Schieferöl, hell wirkt antibakteriell, antientzündlich und sebosuppressiv. In-vitro-Studien weisen ebenfalls auf eine antimycetische Wirkung hin.
Salicylsäure als sonstiger Bestandteil:
In der vorliegenden Konzentration (0,5 %) – bei 2-3maliger täglicher Applikation von
1 g Aknichthol soft werden nur 10-15 mg Salicylsäure verabreicht – kann die in Aknichthol soft enthaltene Salicylsäure ihre therapeutische Wirksamkeit als Keratolytikum bei der Aknebehandlung nicht entfalten. Sie dient jedoch der pH-Einstellung der Emulsion auf den sauren Bereich (ca. pH 3,5). In diesem Bereich werden die an der Akne-Entstehung beteiligten Keime (u.a. Staphylococcus aureus und Propionibakterium acnes) in ihrem Wachstum gehemmt.
Wie aus tierexperimentellen und humanpharmakologischen Untersuchungen hervor-geht, ist die perkutane Resorption u.a. erhöht bei psoriatischer Erythrodermie bzw. Dermatosen, die mit entzündlichen oder erosiven Veränderungen der Haut einhergehen. Risikogruppen sind vor allem Kleinkinder, Säuglinge und Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz.
Pharmazeutische Angaben - Aknichthol® 10 mg/g
Salicylsäure, Butylhydroxytoluol, mittelkettige Triglyceride, Macrogol-4-laurylether, Macrogol-5-oleylether, Macrogol-7-glycerolcocoate, Maisstärke,
hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E171),
Eisenoxide und Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172), gereinigtes Wasser
Sulfoniertes Schieferöl, hell kann andere Wirkstoffe solubilisieren und dadurch deren Aufnahme in die Haut verstärken. Durch Zugabe von höher konzentrierten Säuren und Salzen kann es zu Ausfällungen kommen.
2 Jahre
Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch: 6 Monate, nicht jedoch über das Verfalldatum hinaus.