Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
- ausgenommen Kombinationen aus einem Analgetikum mit Naloxon;
- ausgenommen Kombinationen aus einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) bei Patienten mit hohem gastroduodenalen Risiko, bei denen die Behandlung mit niedrigeren Dosen des NSAR und/oder PPI nicht ausreichend ist;
- ausgenommen Kombinationen aus einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) mit Lokalanästhetika zum Einbringen in eine Operationswunde
- ausgenommen Kombinationen mit Mydriatika
Bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist, von der genannten Ausnahme ab…
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller

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Fachinfo - WICK
Erkältungskrankheiten mit Husten, Schnupfen, Kopf- und Glieder-schmerzen, leichtem Fieber.
Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Jugendli-che ab 14 Jahre, falls erforderlich, alle 4 Stunden 2 Hartkapseln ein, jedoch höchstens 8 Hartkapseln in
24 Stunden. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahre mit einem Körpergewicht unter 43 kg sollte die Dosis von höchstens 6 Hartkapseln in 24 Stunden nicht überschritten werden.
Kinder und Jugendliche
WICK DayMed Hartkapseln dürfen bei Kindern unter 14 Jahren nicht angewendet werden.
Für Jugendliche ab 14 Jahre gelten die Dosierungsangaben wie oben beschrieben.
Art der Anwendung
Hartkapseln unzerkaut mit kalter Flüssigkeit einnehmen. WICK DayMed Hartkapseln dürfen nicht länger als 5 Tage und nicht in höherer Dosis eingenommen wer-den, es sei denn, dass der Arzt dieses verordnet. Auch bei an-haltendem Fieber oder ausblei-bender Besserung der Symptome über mehr als 3 Tage muss der Arzt konsultiert werden.
Besondere Patientengruppen
Leberinsuffizienz und leichte Nieren-insuffizienz:
Bei Patienten mit Leber- oder Nieren-funktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.
Bei Patienten mit schwerer Leber-insuffizienz dürfen WICK DayMed Hartkapseln nicht angewendet werden.
Schwere Niereninsuffizienz:
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
WICK DayMed Hartkapseln dürfen nicht angewendet werden:
-
bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten son-stigen Bestandteile,
-
bei bekanntem genetisch be-dingten Glukose-6-phosphat-de-hydrogenase-Mangel (Gefahr haemolytischer Anämie),
-
bei Hypertonie,
-
bei Thyreotoxikose,
-
bei Diabetes mellitus,
-
bei Engwinkelglaukom,
-
bei Phäochromozytom,
-
bei Prostataadenom mit Rest-harnbildung,
-
bei Herzerkrankungen, Rhyth-musstörungen, schweren Ge-fäßveränderungen und Patienten mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle,
-
bei Asthma bronchiale,
-
bei chronisch obstruktiver Atem-wegserkrankung (COPD),
-
bei Lungenentzündung (Pneu-monie),
-
bei Atemhemmung (Ateminsuffi-zienz),
-
bei Kindern unter 14 Jahren,
-
bei schwerer hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh > 9),
-
in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.
WICK DayMed Hartkapseln dürfen nicht zusammen oder in geringerem als 14-tägigem zeitlichen Abstand mit einem Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer) verabreicht werden. (siehe Abschnitt 4.5).
WICK DayMed Hartkapseln dürfen nur bei Beachtung einer Dosisreduktion oder eines verlän-gerten Dosierungsintervalls ange-wendet werden bei Vorliegen von Leberfunktionsstörungen (z.B. durch chronischen Alkoholmissbrauch, Leberentzündungen), Nierenfunk-tionsstörungen, dem Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit) sowie bei Personen mit einem Körpergewicht unter 43 kg.
Serotonin-Syndrom
Serotonerge Wirkungen, einschließ-lich der Entwicklung eines mögli-cherweise lebensbedrohlichen Sero-tonin-Syndroms, wurden für Dextro-methorphan bei gleichzeitiger Ein-nahme von serotonergen Wirkstoffen wie selektiven Serotonin-Wiederauf-nahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRIs); Arznei-mitteln, die den Stoffwechsel von Serotonin (einschließlich Monoamin-oxidase-Hemmer (MAOIs)) beein-trächtigen, und CYP2D6-Inhibitoren berichtet.
Das Serotonin-Syndrom kann Ver-änderungen des mentalen Status, autonome Instabilität, neuromusku-läre Anomalien und/oder gastrointes-tinale Symptome umfassen.
Bei Verdacht auf ein Serotonin-Syndrom sollte eine Behandlung mit
WICK DayMed Hartkapseln einge-stellt werden.
Dextromethorphan wird über das Leber-Cytochrom P450 2D6 metabo-lisiert. Die Aktivität dieses Enzyms ist genetisch bedingt. Etwa 10 % der Allgemeinbevölkerung sind langsame Metabolisierer von CYP2D6-Substra-ten. Bei langsamen Metabolisierern und Patienten mit gleichzeitiger Anwendung von CYP2D6-Inhibitoren kann es zu einer übermäßig starken und/oder verlängerten Wirkung von Dextromethorphan kommen. Bei langsamen Metabolisierern von CYP2D6-Substraten oder Verwen-dung von CYP2D6-Inhibitoren ist somit Vorsicht geboten (siehe auch Abschnitt 4.5).
Bei Husten mit erheblicher Schleim-bildung sollten WICK DayMed Hartkapseln nur in Absprache und auf Anweisung des Arztes einge-nommen werden, weil unter diesen Umständen eine Unterdrückung des Hustens unerwünscht ist.
Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose wurden bei Pa-tienten mit schweren Erkrankungen, wie schwerer Nierenfunktionsstörung und Sepsis, oder bei Patienten mit Mangelernährung oder anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus) berichtet, die mit einer therapeutischen Dosis von Paracetamol über einen längeren Zeitraum oder mit einer Kombination von Paracetamol und Flucloxacillin behandelt wurden. Bei Verdacht auf HAGMA aufgrund einer Pyroglutaminsäure-Azidose wird ein sofortiges Absetzen von Paracetamol und eine engmaschige Überwachung empfohlen.
Die Messung von Pyroglutaminsäure (5-Oxoprolin) im Urin kann nützlich sein, um Pyroglutaminsäure-Azidose als zugrunde liegende Ursache von HAGMA bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren zu erkennen.
Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sollte sichergestellt werden, dass gleichzeitig angewen-dete Medikamente kein Paracetamol enthalten.
Allgemein sollen Paracetamol-haltige Arzneimittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis ange-wendet werden (siehe auch 4.2).
Bei längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch
von Analgetika können Kopfschmer-zen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohn-heitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstil-lender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Beim Auftreten einer hypertonen Krise (möglich schon nach kurz-fristiger Einnahme des Arzneimittels) ist die Behandlung sofort zu beenden und ein Arzt zu befragen.
Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmer-zen sowie Müdigkeit, Muskel-schmerzen, Nervosität und vegeta-tive Symptome auftreten. Die Absetz-symptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wie-dereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnah-me soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
Missbräuchliche Verwendung:
Der Missbrauch von Phenylpropa-nolaminhydrochlorid-haltigen Präpa-raten wurde bei hochdosierten und bei Mono-Substanz-Präparaten wie-derholt beobachtet.
Bei längerem Gebrauch können sich Toleranz, psychische und physische Abhängigkeit entwickeln.
Fälle von Dextromethorphan-Miss-brauch und -Abhängigkeit wurden berichtet. Vorsicht ist besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachse-nen sowie bei Patienten mit einer Vorgeschichte bzgl. Drogenmiss-brauch oder psychoaktiven Substan-zen geboten.
Bei diesen Patienten sollte eine Be-handlung mit WICK DayMed Hart-kapseln nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von WICK DayMed Hartkapseln und Anti-depressiva vom Typ der Mono-aminoxidase-Hemmer (MAO-Hem-mer) oder bei einem Abstand von weniger als 14 Tagen zur letzten Einnahme kann es zu einem krisenhaften Anstieg des Blutdrucks kommen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von WICK DayMed Hartkapseln und Anti-depressiva vom Typ der SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnah-mehemmer, wie z.B. Citalopram, Sertralin, Paroxetin) kann es zu einem krisenhaften Blutdruckanstieg kommen, oder es kann ein so-genanntes Serotonin-Syndrom mit folgenden Symptomen auftreten: neuromuskuläre Überaktivität (Tre-mor, Rigor, Hyperreflexie, Cloni und Myocloni), autonome Überaktivität (Schwitzen, Hyperthermie, Tachykar-die, Tachypnoe, Mydriasis) und psychische Veränderungen wie Erregungszustände und Verwirrtheit.
Zusammen mit Halothan, Guanethi-din oder Amantadin, Ephedrin und blutdrucksteigernden Mitteln kann die sympathomimetische Wirkung ver-stärkt sein.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer sog. Enzyminduktion in der Leber führen, wie z.B. bestimmte Schlafmittel und Antiepileptika (u.a. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) sowie Rifampicin sowie bei potenziell hepatotoxischen Substanzen ist besondere Vorsicht geboten, weil die Bioverfügbarkeit von Paracetamol vermindert und die Lebertoxizität erhöht sein kann.
Durch Alkoholmissbrauch können durch sonst unschädliche Dosen von WICK DayMed Hartkapseln Le-berschäden ausgelöst werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (wie Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Opi-oide, einige Antihistaminika u.a.) kann es zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen.
Dextromethorphan wird im Rahmen eines extensiven First-Pass-Effekts über CYP2D6 metabolisiert. Bei gleichzeitiger Anwendung potenter Inhibitoren des CYP2D6-Enzyms kann es zu erhöhten Konzentrationen von Dextromethorphan auf das Mehr-fache des normalen Spiegels im Kör-per kommen. Dadurch erhöht sich das Risiko von Nebenwirkungen von Dextromethorphan (Erregungszu-stände, Verwirrtheit, Tremor, Schlaf-losigkeit, Diarrhoe und Atemdepres-sion) sowie die Entwicklung eines Serotonin-Syndroms. Potente Inhibi-toren des CYP2D6-Enzyms sind Flu-oxetin, Paroxetin, Chinidin und Ter-binafin. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Chinidin wurden Plasmakonzen-trationen von Dextromethorphan ge-messen, die um das 20-fache erhöht
waren. Dadurch erhöhten sich die Nebenwirkungen auf das Zentral-nervensystem durch den Wirkstoff. Amiodaron, Flecainid und Propafe-non, Sertralin, Bupropion, Methadon, Cinacalcet, Haloperidol, Perphen-azin, Thioridazin, Cimetidin und Rito-navir haben ähnliche Wirkungen auf die Metabolisierung von Dextrometh-orphan. Falls eine gleichzeitige An-wendung von CYP2D6-Hemmern und Dextromethorphan erforderlich ist, sollte der Patient überwacht und die Dextromethorphan-Dosis bei Be-darf gesenkt werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von Arznei-mitteln, die die Magenentleerung verzögern (z.B. Propanthelin) oder beschleunigen (z.B. Metoclopramid) wird auch der Wirkungseintritt ver-zögert oder beschleunigt.
Bei Kombinationen mit Chloram-phenicol kann die Halbwertszeit von Chloramphenicol verlängert sein mit dem Risiko erhöhter Toxizität.
Es kann zu einer Addition der Wirkung von Phenylpropanolamin-hydrochlorid und gleichzeitig verab-reichten Theophyllinpräparaten kom-men, wobei besonders die innere Unruhe zunimmt, aber auch Nervosität, Händezittern, Hyperaktivität, Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen auftreten können.
Bei kombinierter Anwendung von Dextromethorphanhydrobromid mit Sekretolytika kann aufgrund des ein-geschränkten Hustenreflexes ein ge-fährlicher Sekretstau entstehen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und Zidovudin (AZT) wird die Neigung zu einer Neutro-penie verstärkt. Dieses Arzneimittel soll daher nur nach ärztlichem An-raten gleichzeitig mit Zidovudin ange-wendet werden.
Vorsicht ist geboten, wenn Parace-tamol gleichzeitig mit Flucloxacillin angewendet wird, da die gleichzeiti-ge Anwendung mit einer metaboli-schen Azidose mit vergrößerter An-ionenlücke aufgrund einer Pyro-glutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).
Die Einnahme von Probenecid hemmt die Bindung von Paracetamol an Glucuronsäure und führt dadurch zu einer Reduzierung der Paracet-amol-Clearance um ungefähr den Faktor 2. Bei gleichzeitiger Einnahme
von Probenecid sollte die Paracet-amoldosis verringert werden.
Cholestyramin verringert die Auf-nahme von Paracetamol.
Auswirkungen auf Laborwerte:
Die Einnahme von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure sowie die Blutzuckerbestimmung mittels Glu-cose-Oxidase-Peroxidase beeinflus-sen.
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Schwangerschaft:
Paracetamol ist plazentagängig. Die Anwendung während der Schwan-gerschaft, insbesondere im 1. Trime-non, sollte nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen, obwohl bisher keine tera-togenen Wirkungen bekannt gewor-den sind.
Epidemiologische Daten zur oralen Anwendung therapeutischer Dosen Paracetamol geben keinen Hinweis auf mögliche unerwünschte Neben-wirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Feten/ Neugeborenen.
Reproduktionsstudien zur oralen An-wendung ergaben keinen Hinweis auf das Auftreten von Fehlbildungen oder Fetotoxizität.
Zur Beurteilung der Sicherheit von Phenylpropanolaminhydrochlorid und Dextromethorphanhydrobromid bei Schwangeren existieren nur unzu-längliche Daten. Deshalb dürfen WICK DayMed Hartkapseln in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Stillzeit:
Paracetamol geht in die Muttermilch über. Es findet sich in der Mutter-milch entsprechend den Plasma-konzentrationen der Mutter und sollte daher während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Bislang sind keine unerwünschten Wirkungen oder Nebenwirkungen während des Stillens bekannt.
Zur Beurteilung der Sicherheit von Phenylpropanolaminhydrochlorid und Dextromethorphanhydrobromid wäh-rend der Stillzeit existieren nur unzulängliche Daten. Deshalb dürfen WICK DayMed Hartkapseln in der Stillzeit nicht angewendet werden.
Fertilität:
Es liegen keine Daten zur Aus-wirkung von WICK DayMed Hartkapseln auf die Fertilität vor.
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Bei der Bewertung von Neben-wirkungen werden folgende Häufig-keiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Leber- und Gallenerkrankungen Selten:
Anstieg der Transaminasen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten:
Schwere Hautreaktionen
Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten:
Benommenheit, Halluzinationen, bei Missbrauch Entwicklung einer Ab-hängigkeit.
Nicht bekannt:
leichte Schlaflosigkeit, Nervosität, Händezittern, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten:
Beschwerden beim Harnlassen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Thrombozytopenie, Leukopenie Nicht bekannt:
Agranulozytose, Panzytopenie
Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen für den Wirkstoff Paracetamol (von ein-facher Hautrötung, Juckreiz bis hin zu Schwellungen im Gesicht, Atem-not, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall, anaphylaktischem Schock)
Stoffwechsel- und Ernährungsstö-rungen
Nicht bekannt:
Appetitlosigkeit
Metabolische Azidose mit vergrößer-ter Anionenlücke
Beschreibung ausgewählter Neben-wirkungen
Metabolische Azidose mit vergrößer-ter Anionenlücke
Bei Patienten mit Risikofaktoren, die Paracetamol einnahmen, wurden Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufgrund von Pyroglutaminsäure- (5-Oxopro-lin-)Azidose beobachtet (siehe Ab-schnitt 4.4). Eine Pyroglutaminsäure-Azidose kann bei diesen Patienten infolge eines niedrigen Glutathion-spiegels auftreten.
Herzerkrankungen Nicht bekannt: Herzklopfen Palpitationen
Gefäßerkrankungen Nicht bekannt:
Blutdruckanstieg, Mangeldurchblu-tung in verschiedenen Körperregio-nen wie z.B. der Haut und den Bei-nen, bei wiederholter Anwendung Kreislaufstörungen (Blutdruckabfall oder Blutdruckerhöhung), hypertone Krise (bereits nach kurzfristiger Einnahme möglich)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Nicht bekannt:
Bronchospasmus bei prädisponierten Personen (Analgetika-Asthma)
Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts
Nicht bekannt:
Magenschmerzen, Durchfall, Übel-keit, Erbrechen, Mundtrockenheit
Hinweis: Beim ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion ist das Präparat abzusetzen und sofort Kontakt mit einem Arzt aufzu-nehmen.Im Zusammenwirken mit Alkohol können die Nebenwirkungen ver-stärkt auftreten.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie er-möglicht eine kontinuierliche Über-wachung des Nutzen-Risiko-Verhält-nisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufge-fordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Hinsichtlich der Therapie von Über-dosierungen (z. B. mehr als eine Packung als Einzeldosis oder Ein-nahme weiterer Arzneimittel mit den gleichen Wirkstoffen in größeren Dosen) und Notfallmaßnahmen sind Paracetamol, Phenylpropanolamin-hydrochlorid und Dextromethorphan von Relevanz:
Symptome und Zeichen Paracetamol
Ein Intoxikationsrisiko durch Para-cetamol besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehlernährung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arz-neimitteln, die zu einer Enzyminduk-tion führen. In diesen Fällen kann eine Überdosierung zum Tod führen. In der Regel treten Symptome in-nerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Bläs-se und Unterleibsschmerzen. Da-nach kann es zu einer Besserung des subjektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leib-schmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.
Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachsenen oder mit 140 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis bei Kindern führt zu Leberzellnekrosen, die zu einer totalen irreversiblen Nekrose und später zu hepatozel-lulärer Insuffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie führen können. Diese wiederum können zu Koma, auch mit tödlichem Ausgang, führen. Gleichzeitig wurden erhöhte Konzentrationen der Transaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer erhöhten Prothrombinzeit beob-achtet, die 12 bis 48 Stunden nach der Anwendung auftreten können. Klinische Symptome der Leberschä-den werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6 Tagen ein Maximum.
Auch wenn keine schweren Leber-schäden vorliegen, kann es zu aku-tem Nierenversagen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu ande-ren, leberunabhängigen Symptomen,
die nach einer Überdosierung mit Paracetamol beobachtet wurden, zählen Myokardanomalien und Pan-kreatitis.
Dextromethorphan
Eine Überdosierung von Dextrometh-orphan kann mit Übelkeit, Erbrechen, Dystonie, Unruhe, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Stupor, Nystagmus, Kardiotoxizität (Tachykardie, abnor-males EKG einschließlich QTc-Verlängerung), Ataxie, toxischer Psy-chose mit visuellen Halluzinationen und Übererregbarkeit, Schwindel-gefühl, Blutdruckabfall und erhöhtem Muskeltonus verbunden sein.
Bei massiver Überdosierung können folgende Symptome auftreten: Koma, Atemdepression, Konvulsionen.
Phenylpropanolaminhydrochlorid
Bei hoher Dosierung muss, vor allem im Anfangsstadium aufgrund des Wirkstoffes Phenylpropanolaminhy-drochlorid, mit einer Weckamin-Para-noia mit den Symptomen zentrale Erregung, Angstgefühl, Tremor der Hände, Blutdruckanstieg, Atemläh-mung, Herz- und Kreislaufkollaps ge-rechnet werden.
Management bei Überdosierung Paracetamol
Bereits bei Verdacht auf Intoxikation mit Paracetamol ist in den ersten 10 Stunden die intravenöse Gabe von SH-Gruppen-Donatoren wie z. B. N-Acetylcystein sinnvoll. N-Acetylcys-tein kann aber auch nach 10 und bis zu 48 Stunden noch einen gewissen Schutz bieten. In diesem Fall erfolgt eine längerfristige Einnahme. Durch Dialyse kann die Plasmakonzen-tration von Paracetamol abgesenkt werden. Bestimmungen der Plasma-konzentration von Paracetamol sind empfehlenswert.
Die weiteren Therapiemöglichkeiten zur Behandlung einer Intoxikation mit Paracetamol richten sich nach Ausmaß, Stadium und klinischen Symptomen entsprechend den üb-lichen Maßnahmen in der Intensiv-medizin.
Dextromethorphan
Aktivkohle kann asymptomatischen Patienten verabreicht werden, die innerhalb der letzten Stunde eine Überdosis Dextromethorphan einge-nommen haben.
Für Patienten, die Dextromethorphan eingenommen haben und sediert oder komatös sind, kann Naloxon, in den üblichen Dosen wie zur Behand-
lung einer Opioidüberdosierung, in Betracht gezogen werden. Es kön-nen Benzodiazepine gegen Anfälle und externe Kühlmaßnahmen gegen Hyperthermie aufgrund des Sero-tonin-Syndroms angewendet werden. Falls erforderlich, ist intensivmedizi-nisches Monitoring einzuleiten.
Phenylpropanolaminhydrochlorid
Zur Therapie der Weckamin-Para-noia Neuroleptika, wie z.B. Flu-spirilen (Imap) 1 Ampulle i. m., 10 - 20 mg Diazepam i. v., eventuell Wie-derholung nach 10 Minuten. Gleich-zeitig α-Rezeptoren-Blocker wie Tolazolin, Glyceroltrinitrat oder Iso-sorbiddinitrat verabreichen.
Durch Dialyse kann die Plasma-konzentration von Phenylpropanol-aminhydrochlorid abgesenkt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - WICK
Dextromethorphanhydrobromid:
Dextromethorphanhydrobromid er-höht durch Angriff am ZNS (Hus-tenzentrum) die Schwelle für den Hustenreiz. Es wirkt in therapeu-tischen Dosen antitussiv, aber nicht analgetisch, atemdepressiv oder psy-chomimetisch und hat nur ein schwa-ches Abhängigkeitspotential. Seine antitussive Wirksamkeit entspricht etwa der des Codeins.
Phenylpropanolaminhydrochlorid:
Als vornehmlich indirektes Sympa-thomimetikum setzt Phenylpropanol-aminhydrochlorid Noradrenalin aus den Speichervesikeln frei und hemmt gleichzeitig dessen Wiederaufnahme aus dem synaptischen Spalt in das Axoplasma.
Gegenüber dem Ephedrin ist die pe-riphere, vasokonstriktorische Wir-kung stärker, die zentrale, stimu-lierende schwächer ausgeprägt.
Bei Einhaltung der empfohlenen Do-sierung konnte im klinischen Versuch (anlässlich der Zulassung) keine
auffällige zentrale stimulierende Wirksamkeit von WICK DayMed Hartkapseln festgestellt werden.
Paracetamol:
Der analgetische und antipyretische Wirkungsmechanismus von Para-cetamol ist nicht eindeutig geklärt. Eine zentrale und periphere Wirkung ist wahrscheinlich. Nachgewiesen ist eine ausgeprägte Hemmung der zerebralen Prostaglandinsynthese, während die periphere Prostaglan-dinsynthese nur schwach gehemmt wird. Ferner hemmt Paracetamol den Effekt endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperaturregula-tionszentrum.
Die Bioverfügbarkeit der Einzelkom-ponenten wird durch die galenische Zubereitung als Hartkapsel nicht negativ beeinflusst.
Dextromethorphanhydrobromid:
Nach einer Einnahme über den Mund durchläuft Dextromethorphan einen schnellen und extensiven First-Pass-Effekt in der Leber. Eine ge-netisch bedingte O-Demethylierung (CYP2D6) war die wichtigste Deter-minante der Pharmakokinetik von Dextromethorphan bei gesunden Freiwilligen. Offenbar gibt es für die-sen Oxidationsprozess sehr individu-elle Phänotypen, so dass es bei ver-schiedenen Personen zu einer sehr stark variierenden Pharmakokinetik kommt. Unmetabolisiertes Dextro-methorphan sowie die drei demethy-lierten Morphinan-Metaboliten Dex-trorphan (auch als 3-Hydroxy-N-Me-thylmorphinan bezeichnet), 3-Hydro-xymorphinan und 3-Methoxymorphi-nan werden als konjugierte Produkte im Urin ausgeschieden.
Dextrorphan, das ebenfalls eine hustenstillende Wirkung hat, ist der Hauptmetabolit. Manche Personen weisen einen langsameren Stoff-wechsel auf. Hier wird vor allem un-verändertes Dextromethorphan in Blut und Urin nachgewiesen.
In den Faeces sind weniger als 1 % zu finden. Die Plasmaeliminations-halbwertszeit beträgt 1,2 – 2,2 h, kann aber bei abweichender Meta-bolisierung (Polymorphismus) bis zu 45 Stunden erreichen.
Die Wirkung tritt 15 – 30 Minuten nach oraler Einnahme ein, die Wirk-dauer beträgt ca. 3 – 6 Stunden.
Phenylpropanolaminhydrochlorid:
Phenylpropanolaminhydrochlorid wird nach oraler Aufnahme rasch und vollständig resorbiert. 1 bis 2 Stunden danach ist die höchste Plasmakonzentration erreicht. Es wird innerhalb von 24 Stunden zu 80-90 % unverändert im Urin aus-geschieden. Die Halbwertszeit be-trägt etwa 3-5 Stunden.
Paracetamol:
Resorption:
Nach oraler Gabe wird Paracetamol rasch und vollständig resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme erreicht.
Nach rektaler Gabe wird Para-cetamol zu 68 - 88 % resorbiert; maximale Plasmakonzentrationen werden erst nach 3 - 4 Stunden er-reicht.
Verteilung:
Paracetamol verteilt sich rasch in allen Geweben. Blut-, Plasma- und Speichelkonzentrationen sind ver-gleichbar. Die Plasmaproteinbindung ist gering.
Stoffwechsel:
Paracetamol wird vorwiegend in der Leber auf hauptsächlich zwei Wegen metabolisiert: Konjugation mit Glucu-ronsäure und Schwefelsäure. Bei Dosen, die die therapeutische Dosis übersteigen, ist der zuletzt genannte Weg rasch gesättigt. Ein geringer Teil der Metabolisierung erfolgt über den Katalysator Cytochrom P 450 (hauptsächlich CYP2E1) und führt zur Bildung des Metaboliten N-Acetyl-p-benzochinonimin, der nor-malerweise rasch durch Glutathion entgiftet und durch Cystein und Mercaptursäure gebunden wird. Im Falle einer massiven Intoxikation ist die Menge dieses toxischen Meta-boliten erhöht.
Elimination:
Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend im Urin. 90 % der aufgenommenen Menge werden innerhalb von 24 Stunden vorwiegend als Glucuronide (60 bis 80 %) und Sulfatkonjugate (20 bis 30 %) über die Nieren ausgeschieden. Weniger als 5 % werden in unveränderter Form ausgeschieden.
Die Eliminationshalbwertszeit beträgt in etwa zwei Stunden. Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen, nach Überdosierungen sowie bei Neuge-borenen ist die Halbwertszeit ver-längert. Das Maximum der Wirkung und die durchschnittliche Wirkdauer
(4 - 6 Stunden) korrelieren in etwa mit der Plasmakonzentration.
Niereninsuffizienz:
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist die Ausscheidung von Paracetamol und seinen Metaboliten verzögert.
Ältere Patienten:
Die Fähigkeit zur Konjugation ist unverändert.