Mirta TAD® 30 mg Schmelztabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Mirta 30 mg
Dosierung
Erwachsene
Die wirksame Tagesdosis beträgt im Re-gelfall zwischen 15 und 45 mg; die An-fangsdosis beträgt 15 oder 30 mg.
Die Wirkung von Mirtazapin tritt im Allge-meinen nach einer Therapiedauer von 1-2 Wo-chen ein. Bei einer ausreichenden Dosierung sollte sich innerhalb von 2-4 Wochen ein The-rapieerfolg einstellen. Erweist sich die Wir-kung als unzureichend, so kann die Dosis bis zur höchsten empfohlenen Dosis gesteigert werden. Die Behandlung sollte abgebro-chen werden, wenn sich innerhalb weite-rer 2-4 Wochen kein Therapieerfolg ein-stellt.
Patienten mit einer depressiven Erkrankung sollten über einen ausreichend langen Zeit-raum von mindestens 6 Monaten behandelt werden, um sicherzustellen, dass sie symp-tomfrei sind.
Es wird empfohlen, die Behandlung mit Mirtazapin schrittweise abzusetzen, um Absetzsymptome zu vermeiden (siehe Ab-schnitt 4.4).
Ältere Patienten
Die empfohlene Dosis ist identisch mit der für Erwachsene empfohlenen Dosis. Um eine ausreichende Wirkung und eine sichere Anwendung zu gewährleisten, sollte die Dosis bei älteren Patienten un-ter engmaschiger Kontrolle erhöht wer-den.
Niereninsuffizienz
Die Clearance von Mirtazapin kann bei Pa-tienten mit masiger bis schwerer Nierenin-suffizienz (Kreatinin-Clearance < 40 ml/min) verringert sein. Dies sollte bei der Verordnung von Mirta TAD an diese Pati-entengruppe berücksichtigt werden (siehe Abschnitt 4.4).
Leberinsuffizienz
Die Clearance von Mirtazapin kann bei Pa-tienten mit Leberinsuffizienz verringert sein. Dies sollte bei der Verordnung von Mirta TAD an diese Patientengruppe be-rücksichtigt werden, insbesondere bei Pati-enten mit schwerer Leberinsuffizienz, da Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz nicht untersucht wurden (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Mirta TAD sollte bei Kindern und Jugend-lichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden, da die Wirksamkeit in zwei klini-schen Kurzzeitstudien nicht nachgewiesen wurde (siehe Abschnitt 5.1) und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit vorliegen (siehe Abschnitt 4.4, 4.8 und 5.1).
Art der Anwendung
Mirtazapin hat eine Eliminationshalbwerts-zeit von 20-40 Stunden. Mirta TAD eignet sich daher für die tägliche Einmalgabe. Vorzugsweise sollte die Einnahme als Ein-maldosis am Abend vor dem Schlafengehen erfolgen. Mirta TAD kann auch aufgeteilt in zwei Dosen eingenommen werden (am Morgen und am Abend, die höhere Dosis sollte am Abend eingenommen werden). Die Tabletten müssen eingenommen wer-den. Die Tablette zergeht schnell und kann ohne Wasser geschluckt werden.
Überempfindlichkeit gegen Mirtazapin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sons-tigen Bestandteile.
Gleichzeitige Anwendung von Mirtazapin mit Hemmern der Monoaminoxidase (MAO) (siehe Abschnitt 4.5).
Mirta TAD sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Suizidale Verhaltens-weisen (Suizidversuch und Suizidgedan-ken) und Feindseligkeit (vorwiegend Ag-gressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) wurden in klinischen Studien häufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kin-dern und Jugendlichen beobachtet als bei Kindern und Jugendlichen, die mit Placebo behandelt wurden. Sollte aufgrund klini-scher Notwendigkeit dennoch die Entschei-dung für eine Behandlung getroffen wer-den, ist der Patient im Hinblick auf das Auftreten suizidaler Symptome sorgfältig zu überwachen. Darüber hinaus fehlen Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung.
Suizid/Suizidgedanken oder klinische Ver-schlechterung
Depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Sui-zidgedanken, selbstschädigendem Ver-halten und Suizid (Suizid-bezogene Ereig-nisse) verbunden. Dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linde-rung der Symptome kommt. Da diese nicht unbedingt schon während der ersten Be-handlungswochen auftritt, sollten die Pati-enten daher bis zum Eintritt einer Besse-rung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behand-lung ansteigen kann.
Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hat-ten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht. Sie sollten daher während der Behandlung be-sonders sorgfältig überwacht werden.
Eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur An-wendung von Antidepressiva bei Erwach-senen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antide-pressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Pla-cebo.
Die Behandlung mit Antidepressiva sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der Patienten mit ho-hem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassun-gen einhergehen. Patienten (und deren Be-treuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von sui-
FachinformationMirta TAD® 15 mg/- 30 mg/- 45 mg Schmelztabletten
zidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie sollten unverzüglich me-dizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten. Auf Grund der Mög-lichkeit eines Suizids soll dem Patienten insbesondere zu Beginn der Behandlung nur die kleinste Menge an Mirta TAD Schmelztabletten ausgehändigt werden, die mit einem guten Patientenmanagement konsistent ist, um das Risiko einer Überdo-sierung zu verringern.
Knochenmarkdepression
Während der Behandlung mit Mirtazapin wurde über Knochenmarkdepression, ins-besondere Granulozytopenie oder Agra-nulozytose, berichtet. In klinischen Studien mit Mirtazapin wurde in seltenen Fällen über das Auftreten einer reversiblen Agra-nulozytose berichtet. Nach der Marktein-führung von Mirtazapin wurden sehr weni-ge Fälle von Agranulozytose berichtet. Die meisten waren reversibel, aber einige Fälle waren tödlich. Die tödlichen Fälle betrafen hauptsächlich Patienten über 65 Jahre. Der Arzt sollte deshalb auf Symptome wie Fie-ber, Halsschmerzen, Stomatitis oder andere Anzeichen einer Infektion achten und bei Auftreten dieser Symptome die Behand-lung sofort abbrechen und ein Differenzial-blutbild anfertigen.
Gelbsucht
Bei Auftreten von Gelbsucht sollte die Be-handlung abgebrochen werden.
Bedingungen die eine Überwachung erfor-dern
Eine sorgfältige Dosierung sowie eine re-gelmäßige und engmaschige Überwachung ist notwendig bei Patienten mit:
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Epilepsie und hirnorganischem Psycho-syndrom: Obwohl die klinische Erfah-rung darauf hindeutet, dass epileptische Anfälle unter der Behandlung mit Mirtazapin ebenso wie bei anderen Anti-depressiva nur selten auftreten, sollte Mirta TAD bei Patienten, bei denen in der Vergangenheit Anfälle aufgetreten sind, nur vorsichtig angewendet werden. Die Behandlung sollte abgebrochen wer-den, wenn bei einem Patienten Anfälle auftreten oder die Anfallshäufigkeit an-steigt.
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Leberinsuffizienz: Nach einer oralen Einmaldosis von 15 mg Mirtazapin war die Clearance vonMirtazapin bei Patien-ten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffi-zienz im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion um etwa 35 % verringert. Die durchschnittliche Plasma-konzentration von Mirtazapin erhöhte sich um etwa 55 %.
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Niereninsuffizienz: Nach einer oralen Einmaldosis von 15 mg Mirtazapin war
die Clearance von Mirtazapin bei Patien-ten mit mäßiger (Kreatinin-Clearance < 40 ml/min) und schwerer (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) Niereninsuffizi-enz im Vergleich zu Patienten mit nor-maler Nierenfunktion um etwa 30 % bzw. 50 % verringert. Die durchschnittli-che Plasmakonzentration von Mirtazapin erhöhte sich um etwa 55 % bzw. 115%. Bei Patienten mit leichter Niereninsuffi-zienz (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) wurden keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zur Kontrollgruppe festge-stellt.
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Herzerkrankungen wie Erregungslei-tungsstörungen, Angina pectoris oder kürzlich vorausgegangener Herzinfarkt, bei denen die üblichen Vorsichtsmaß-nahmen getroffen werden und die Be-gleitmedikation vorsichtig dosiert werden sollte.
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Niedriger Blutdruck
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Diabetes mellitus: Bei Patienten mit Dia-betes kann die glykämische Kontrolle durch Antidepressiva beeinflusst wer-den. Die Dosierung von Insulin und/oder oralen Antidiabetika muss möglicher-weise angepasst werden, und es wird ei-ne engmaschige Überwachung empfoh-len.
Wie bei anderen Antidepressiva sollte Fol-gendes beachtet werden:
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Unter der Behandlung mit Antidepressi-va können sich bei Patienten mit schizo-phrenen oder psychotischen Störungen die psychotischen Symptome verschlech-tern; paranoide Wahnvorstellungen kön-nen sich verstärken.
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Bei der Behandlung der depressiven Pha-se einer bipolaren Störung kann diese in die manische Phase übergehen. Patienten mit Manie/Hypomanie in der Anamnese sollten engmaschig überwacht werden. Bei Eintreten einer manischen Phase muss Mirtazapin abgesetzt werden.
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Obwohl Mirta TAD nicht zu einer Ab-hängigkeit führt, haben Erfahrungen nach der Markteinführung gezeigt, dass plötzliches Absetzen nach längerer Be-handlung manchmal zu Absetzsympto-men führen kann. Die meisten Absetz-symptome sind leicht und selbstlimitie-rend. Von den verschiedenartigen Ab-setzsymptomen wurde am häufigsten über Schwindel, Agitiertheit, Angst, Kopfschmerzen und Übelkeit berichtet. Obwohl diese als Absetzsymptome ge-meldet wurden, sollte beachtet werden, dass diese Symptome auch im Zusam-menhang mit der Grunderkrankung ste-hen könnten. Wie in Abschnitt 4.2 emp-fohlen, sollte Mirtazapin schrittweise ab-gesetzt werden.
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Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Miktionsstörungen, wie z. B. Prostatahy-
pertrophie, und bei Patienten mit akutem Engwinkelglaukom und erhöhtem Au-geninnendruck erforderlich (obwohl Probleme auf Grund der sehr schwachen anticholinergen Aktivität von Mirta TAD unwahrscheinlich sind).
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Akathisie/psychomotorische Unruhe: Die Anwendung von Antidepressiva war ver-bunden mit dem Auftreten einer Akathi-sie, charakterisiert durch subjektiv unan-genehme oder als quälend erlebte Unruhe und Bewegungsdrang, oft begleitet von einem Unvermögen still zu sitzen oder still zu stehen. Am wahrscheinlichsten tritt dies in den ersten Behandlungswo-chen auf. Bei Patienten, die diese Symp-tome entwickeln, kann ein Erhöhen der Dosis schädlich sein.Fälle von QT-Verlängerung, Torsade de pointes, ventrikulärer Tachykardie und plötzli-chem Tod wurden nach Zulassung unter der Anwendung von Mirtazapin berichtet. Die meisten dieser Fälle standen im Zu-sammenhang mit einer Überdosierung oder traten bei Patienten mit anderen Ri-sikofaktoren fur eine QT-Verlängerung auf, einschließlich gleichzeitiger Anwen-dung weiterer Arzneimittel, die das QTc-Intervall verlängern (siehe Abschnitt 4.5 und Abschnitt 4.9). Mirta TAD sollte bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung oder einer QT-Verlängerung in der Familienanamnese, sowie bei gleichzeitiger Anwendung von Arznei-mitteln, die vermutlich das QTc-Intervall verlängern, nur mit Vorsicht verordnet werden.
Schwere Nebenwirkungen an der Haut
Es wurde über schwere Hautreaktionen (SCARs), darunter Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermale Nekro-lyse (TEN), Arzneimittelwirkung mit Eo-sinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), bullöse Dermatitis und Erythema multiforme, die lebensbedrohlich oder töd-lich sein können, im Zusammenhang mit Mirtazapin-Behandlungen berichtet.
Wenn Anzeichen und Symptome, die auf diese Reaktionen hinweisen, auftreten, soll-te die Behandlung mit Mirtazapin unver-züglich beendet werden.
Wenn der Patient aufgrund der Anwendung von Mirtazapin eine dieser Reaktionen entwickelt, darf bei diesem Patienten die Behandlung mit Mirtazapin zu keinem Zeitpunkt erneut begonnen werden.
Hyponatriämie
Hyponatriämie, wahrscheinlich infolge ei-ner unangemessenen antidiuretischen Hormonsekretion (SIADH), wurde sehr selten bei der Anwendung von Mirtazapin berichtet. Bei Risikopatienten wie älteren Patienten oder Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, von
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denen bekannt ist, dass sie Hyponatriämie verursachen, sollte mit Vorsicht vorgegan-gen werden.
Serotonin-Syndrom
Wechselwirkung mit serotonergen Wirk-stoffen: Ein Serotonin-Syndrom kann auf-treten, wenn selektive Serotonin-Reuptake-Hemmer (SSRIs) gleichzeitig mit anderen serotonergen Wirkstoffen angewendet wer-den (siehe Abschnitt 4.5). Symptome eines Serotonin-Syndroms können Hyperther-mie, Rigor, Muskelzuckungen, autonome Instabilität mit möglicherweise schnell fluktuierenden Vitalzeichen, Änderungen im Bewusstseinsstatus einschließlich Ver-wirrtheit, Reizbarkeit und extreme Agitiert-heit fortschreitend zu Delirium und Koma sein. Vorsicht ist angezeigt und eine eng-maschigere klinische Überwachung ist er-forderlich, wenn diese Wirkstoffe mit Mirtazapin kombiniert werden. Die Be-handlung mit Mirtazapin sollte abgebro-chen und eine unterstützende symptomati-sche Behandlung sollte begonnen werden, wenn derartige Symptome auftreten. Aus Erfahrungen nach der Markteinführung scheint es, dass das Serotonin-Syndrom sehr selten bei Patienten auftritt, die nur mit Mirtazapin allein behandelt werden (siehe Abschnitt 4.8).
Ältere Patienten
Ältere Patienten reagieren häufig sensibler, insbesondere hinsichtlich der Nebenwirkun-gen von Antidepressiva. In klinischen Prü-fungen mit Mirtazapin war die Nebenwir-kungsrate bei älteren Patienten im Ver-gleich zu anderen Altersgruppen nicht er-höht.
Sonstige Bestandteile
Mirta TAD enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Mirta TAD nicht einnehmen.
Mirta TAD enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
Pharmakodynamische Wechselwirkungen
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Mirtazapin darf nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern oder bis zu zwei Wo-chen nach dem Absetzen von MAO-Hemmern angewendet werden. Umge-kehrt sollten etwa zwei Wochen verge-hen, bevor Patienten, die mit Mirtazapin behandelt wurden, mit MAO-Hemmern behandelt werden (siehe Abschnitt 4.3).
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Weiterhin kann wie bei SSRIs die gleichzeitige Anwendung mit anderen
serotonergen Wirkstoffen (L-Tryptophan, Triptane, Buprenorphin, Tramadol, Linezolid, Methylenblau, SSRIs, Venlafaxin, Lithium und Präpa-rate mit Johanniskraut - Hypericum per-foratum) zum Auftreten von Serotonin assoziierten Wirkungen führen (Seroto-nin-Syndrom: siehe Abschnitt 4.4). Vor-sicht ist geboten und eine engmaschigere klinische Überwachung ist erforderlich, wenn diese Wirkstoffe mit Mirtazapin kombiniert werden.
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Mirtazapin kann die sedierenden Eigen-schaften von Benzodiazepinen oder an-deren Sedativa (insbesondere die meis-ten Neuroleptika, Histamin-H1-Rezeptorenblocker, Opioide) verstärken. Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit Mirtazapin sollte nur mit Vorsicht erfolgen.
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Mirtazapin kann die zentral dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken. Patien-ten sollte daher geraten werden, während der Einnahme von Mirtazapin keine al-koholischen Getränke zu sich zu neh-men.
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Mirtazapin führte in Dosierungen von 30 mg pro Tag zu einer geringen, aber sta-tistisch signifikanten Erhöhung der inter-national normalized ratio (INR) bei Per-sonen, die mit Warfarin behandelt wur-den. Bei höherer Dosierung von Mirtazapin kann eine stärkere Ausprä-gung dieses Effekts nicht ausgeschlossen werden. Daher wird empfohlen, den INR zu kontrollieren, falls eine gleichzeitige Behandlung mit Warfarin und Mirtazapin erfolgt.
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Das Risiko einer QT-Verlängerung und/oder ventrikulärer Arrhythmien (z. B. Torsade de pointes) kann erhöht sein, wenn gleichzeitig Arzneimittel einge-nommen werden, die das QTc-Intervall verlängern (z. B. einige Antipsychotika und Antibiotika).
Pharmakokinetische Wechselwirkungen
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Carbamazepin und Phenytoin, CYP3A4-Induktoren, erhöhen die Clearance von Mirtazapin um etwa das Zweifache mit der Folge einer Erniedrigung der durch-schnittlichen Plasmakonzentration von Mirtazapin um 60 % bzw. 45 %. Wenn Carbamazepin oder irgendein anderer In-duktor des hepatischen Metabolismus (wie z. B. Rifampicin) während der Be-handlung mit Mirtazapin hinzugenom-men wird, muss die Mirtazapin-Dosis gegebenenfalls erhöht werden. Wenn die gleichzeitige Behandlung mit einem sol-chen Arzneimittel beendet wird, muss die Mirtazapin-Dosis gegebenenfalls ver-ringert werden.
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Die gleichzeitige Verabreichung des starken CYP3A4-Hemmstoffs Ketocona-zol führte zu einer Erhöhung der maxi-
malen Plasmaspiegel und der AUC von Mirtazapin um etwa 40 % bzw. 50 %.
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Wenn Cimetidin (ein schwacher Hemm-stoff von CYP1A2, CYP2D6 und CYP3A4) mit Mirtazapin verabreicht wird, kann die mittlere Plasmakonzentra-tion von Mirtazapin um mehr als 50 % ansteigen. Wenn Mirtazapin gleichzeitig mit starken CYP3A4-Hemmstoffen, HIV-Proteasehemmern, Azol-Antimykotika, Erythromycin, Cimetidin oder Nefazodon angewendet wird, ist Vorsicht geboten und die Dosis muss ge-gebenenfalls verringert werden.
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Wechselwirkungsstudien zeigten keine relevanten pharmakokinetischen Auswir-kungen bei einer gleichzeitigen Behand-lung mit Mirtazapin und Paroxetin, A-mitriptylin, Risperidon oder Lithium.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkun-gen wurden nur bei Erwachsenen durchge-führt.
Schwangerschaft
Begrenzte Daten über die Anwendung von Mirtazapin bei Schwangeren lassen nicht auf ein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen schließen. Tierexperimen-telle Studien haben keine teratogenen Ef-fekte von klinischer Relevanz gezeigt, je-doch wurde eine Entwicklungstoxizität be-obachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Daten aus epidemiologische Studien deu-ten darauf hin, dass die Anwendung von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) in der Schwangerschaft, insbesondere im späten Stadium einer Schwangerschaft, das Risiko für das Auf-treten einer primären pulmonalen Hyperto-nie bei Neugeborenen (PPHN, auch persis-tierende pulmonale Hypertonie genannt) erhöhen kann. Obwohl es keine Studien gibt, die einen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Mirtazapin und dem Auftreten von PPHN untersucht haben, kann dieses potentielle Risiko für Mirta TAD nicht ausgeschlossen werden, wenn man den zugehörigen Wirkungsmechanis-mus (Anstieg der Serotonin-Konzentrationen) berücksichtigt.
Bei der Anwendung in der Schwanger-schaft ist Vorsicht geboten. Wenn Mirta TAD bis zur Geburt oder bis kurz vor der Geburt angewendet wird, wird eine postna-tale Überwachung des Neugeborenen emp-fohlen, um mögliche Absetzphänomene berücksichtigen zu können.
Stillzeit
Tierexperimentelle Studien und begrenzte Daten vom Menschen haben gezeigt, dass Mirtazapin nur in sehr geringen Mengen in
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| die Muttermilch übergeht. Die Entschei-dung, ob weiter gestillt werden soll oder nicht oder ob die Therapie mit Mirta TAD weitergeführt werden soll oder nicht, sollte unter Beachtung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie mit Mirta TAD für die Mutter getroffen werden.FertilitätPräklinische Studien zur Reproduktionsto-xizität zeigten bei Tieren keine Auswirkun-gen auf die Fertilität.4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch-tigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von MaschinenMirta TAD hat einen geringen oder mäßi-gen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Ma-schinen. Mirta TAD kann die Konzentrati-onsfähigkeit und Wachsamkeit (insbeson-dere zu Beginn der Behandlung) beein-trächtigen. In jedem Fall sollten Patienten Arbeiten meiden, die potenziell gefährlich sind sowie Wachsamkeit und eine gute Konzentrationsfähigkeit erfordern, wie z.B. das Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen.4.8 Nebenwirkungen | Depressive Patienten zeigen eine Reihe krankheitsbedingter Zeichen und Sympto-me. Es fällt daher bisweilen schwer zuzu-ordnen, welche Symptome krankheitsbe-dingt sind und welche aus der Behandlung mit Mirta TAD resultieren.Zusammenfassung des Sicherheitsprofils Die am häufigsten berichteten Nebenwir-kungen, die in randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien bei mehr als 5 % der mit Mirta TAD behandelten Patienten auftreten (siehe unten), sind Schläfrigkeit, Sedierung, trockener Mund, Gewichtszunahme, verstärkter Appetit, Schwindel und Erschöpfung.Es wurde über schwere Hautreaktionen (SCARs), darunter Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nek-rolyse (TEN), Arzneimittelwirkung mit Eo-sinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), bullöse Dermatitis und Erythema multiforme, im Zusammenhang mit Mirtazapin-Behandlungen berichtet (siehe Abschnitt 4.4).Tabellarische Auflistung der Nebenwirkun-genAlle randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien an Patienten (neben de-pressiven Erkrankungen auch andere Indi- | kationen einschließend) wurden hinsicht-lich Nebenwirkungen von Mirta TAD aus-gewertet. Die Meta-Analyse umfasst 20 Studien mit einer geplanten Behandlungs-dauer von bis zu 12 Wochen mit 1501 Pati-enten (134 Personenjahre), die bis zu 60 mg Mirtazapin erhielten, und mit 850 Patienten (79 Personenjahre), die Placebo erhielten. Studienverlängerungen wurden nicht be-rücksichtigt, um die Vergleichbarkeit mit der Placebo-Behandlung zu bewahren.Tabelle l zeigt die Häufigkeit der Neben-wirkungen, die in klinischen Studien wäh-rend einer Behandlung mit Mirta TAD sta-tistisch signifikant häufiger auftraten als während einer Behandlung mit Placebo, er-gänzt um Nebenwirkungen aus Spontanbe-richten. Die Häufigkeit der Nebenwirkun-gen aus Spontanberichten basiert auf der Häufigkeit mit der diese Nebenwirkungen in klinischen Prüfungen gemeldet wurden. Nebenwirkungen, die nur aus Spontanbe-richten stammen und nicht in randomisier-ten, Placebo-kontrollierten klinischen Stu-dien beobachtet wurden, wurde die Häu-figkeit „nicht bekannt" zugeordnet. | |||
| Tabelle 1. Nebenwirkungen von Mirtazapin | |||||
| Systemorganklasse | Sehr häufig (≥1/10) | Häufig(≥1/100 bis <1/10) | Gelegentlich (≥1/1.000 bis<1/100) | Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) | Häufigkeit nicht be-kannt |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | |||||
| Endokrine Erkrankungen | komastie) | ||||
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | |||||
| Psychiatrische Erkrankungen | (einschließlich Akathisie undHyperkinesie) | ||||
| Erkrankungen des | |||||
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Knochenmarkdepres-sion (Granulozytopenie, Agranulozytose, aplasti-sche Anämie, Throm-bozytopenie)
-
Eosinophilie
-
Unangemessene antidiuretische Hormonsekretion
-
Hyperprolaktinämie (und die damit verbun-denen Symptome Ga-laktorrhoe und Gynä-
-
Gewichtszunah-me1
-
Verstärkter Appetit1
-
Hyponatriämie
-
Anormale Träume
-
Verwirrtheit
-
Angst2,5
-
Schlaflosigkeit3,5
-
Alpträume2
-
Manie
-
Agitiertheit2
-
Halluzinatio-nen
-
Psychomotori-sche Unruhe
-
Aggression
-
Suizidale Gedanken6
-
Suizidales Verhalten6
-
Somnambulismus
-
Schläfrigkeit1,4
-
Lethargie1
-
Parästhesie2
-
Muskelzuckun-
-
Krämpfe (Anfälle)
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| Nervensystems | gen | ||||
| Gefäßerkrankungen | Hypotonie | ||||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |||||
| Leber- und Gallenerkrankungen | Transaminasen | ||||
| Erkrankungen der Haut und des Unter-hautzellgewebes | systemischen Symp-tomen (DRESS) | ||||
| Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | |||||
| Erkrankungen derNieren und Harnwege | |||||
| Erkrankungen der Geschlechtsorganeund der Brustdrüse | |||||
| Allgemeine Erkran-kungen und Beschwer-den am Verabrei-chungsort | |||||
| Untersuchungen | |||||
| 1 In klinischen Studien traten diese Ereignisse während einer Behandlung mit Mirtazapin statistisch signifikant häufiger auf als mit Plazebo.2 In klinischen Studien traten diese Ereignisse während einer Behandlung mit Placebo häufiger auf als mit Mirtazapin, jedoch nicht statistisch signifikant häufiger.3 In klinischen Studien traten diese Ereignisse während einer Behandlung mit Plazebo statistisch signifikant häufiger auf als mit Mirtazapin.4 Anmerkung: Eine Verringerung der Dosis hat in der Regel keine geringere Schläfrigkeit/Sedierung zur Folge, gefährdet aber die antidepressive Wirkung.5 Während der Behandlung mit Antidepressiva können generell Angst und Schlaflosigkeit (die auch Symptome einer Depression sein können) auftreten oder sich verstärken. Unter der Behandlung mit Mirtazapin wurde über das Auftreten oder die Verstärkung von Angst und Schlaflosigkeit berichtet.6 Fälle von suizidalen Gedanken und suizidalem Verhalten während der Behandlung mit Mirtazapin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.4).7 In den meisten Fällen erholten sich die Patienten nach Absetzen des Arzneimittels.In Laboruntersuchungen während klini-scher Studien wurde ein vorübergehender Meldung des Verdachts auf Nebenwir- 4.9 ÜberdosierungAnstieg der Transaminasen und der kungen SymptomeGamma-Glutamyltransferase beobachtet Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- Die bisherigen Erfahrungen mit der Über-(damit verbundene Nebenwirkungen wur- kungen nach der Zulassung ist von großer dosierung von Mirtazapin allein haben ge-den hingegen mit Mirta TAD nicht statis- Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinu- zeigt, dass gewöhnlich nur leichte Symp-tisch signifikant häufiger berichtet als mit ierliche Überwachung des Nutzen-Risiko- tome auftreten. Berichtet wurde über eine Placebo). Verhältnisses des Arzneimittels. Angehöri- Dämpfung des zentralen Nervensystems ge von Gesundheitsberufen sind aufgefor- mit Desorientierung und verlängerter Se-Kinder und Jugendliche dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir- dierung, verbunden mit Tachykardie und Die folgenden Nebenwirkungen wurden in kung dem Bundesinstitut für Arzneimittel leichter Erhöhung oder Erniedrigung des klinischen Studien häufig bei Kindern beo- und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovi- Blutdrucks. Allerdings besteht die Mög-bachtet: Gewichtszunahme, Urtikaria und gilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D- lichkeit von schwerwiegenderen Folgen Hypertriglyzeridämie (siehe auch Abschnitt 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de an- (einschließlich Todesfälle) bei Dosierun-5.1). zuzeigen. gen, die weit über den therapeutischen Do- | |||||
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Sedierung1,4
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Kopfschmerzen2
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Schwindel
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Tremor
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Amnesie7
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Restless legs
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Synkope
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Serotonin-Syndrom
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orale Parästhesie
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Dysarthrie
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Orthostatische
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Hypotonie2
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Trockener Mund
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Übelkeit3
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Diarrhoe2
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Erbrechen2
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Obstipation1
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Orale Hypäs-thesie
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Pankreatitis
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Ödeme im Mund
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erhöhter Speichel-fluss
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Erhöhung der Serum-
-
Exanthem2
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Stevens-Johnson Syn-drom
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Bullöse Dermatitis
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Erythema multiforme
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Toxische epidermale Nekrolyse
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Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und
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Arthralgie
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Myalgie
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Rückenschmerzen1
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Rhabdomyolyse
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Harnretention
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Priapismus
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Periphere Ödeme1
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Erschöpfung
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Generalisiertes Ödem
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Lokalisiertes Ödem
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Kreatinkinase erhöht
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sen liegen, insbesondere wenn es sich um Überdosierungen mit verschiedenen Arz-neimitteln handelt. In solchen Fällen wur-den auch QT-Verlängerungen und Torsade de pointes berichtet.
Management
Im Falle einer Überdosierung sollten geeig-nete symptomatische und unterstützende Behandlungen der Vitalfunktionen eingelei-tet werden. Es sollte eine EKG-Überwachung durchgeführt werden. Die Gabe von Aktivkohle oder eine Magenspü-lung sollten ebenfalls erwogen werden.
Kinder und Jugendliche
Im Falle einer Überdosierung bei Kindern und Jugendlichen sind geeignete Maßnah-men wie oben für Erwachsene beschrieben zu ergreifen.
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Pharmakologische Eigenschaften - Mirta 30 mg
ATC-Code: N06AX11
Wirkmechanismus/pharmakodynamische Wirkungen
Mirtazapin ist ein zentral wirksamer präsy-naptisch angreifender α2-Antagonist, der die zentrale noradrenerge und serotonerge Neurotransmission verstärkt. Die Verstär-kung der serotonergen Neurotransmission wird spezifisch durch 5-HT1-Rezeptoren vermittelt, da 5-HT2- und 5-HT3-Rezeptoren durch Mirtazapin blockiert werden. Vermutlich tragen beide Enantio-mere von Mirtazapin zur antidepressiven Wirkung bei, und zwar das S(+)-Enantiomer durch Blockade der α2- und 5-HT2-Rezeptoren und das R(–)-Enantiomer durch Blockade der 5-HT3-Rezeptoren.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Die Histamin-H1-antagonistische Wirkung von Mirtazapin steht im Zusammenhang mit seinen sedierenden Eigenschaften. Es besitzt praktisch keine anticholinerge Wir-kung und hat in therapeutischen Dosen nur begrenzte Wirkungen (z. B. orthostatische Hypotonie) auf das kardiovaskuläre Sys-tem.
Der Einfluss von Mirtazapin auf das QTc-Intervall wurde in einer randomisierten, Placebo- und Moxifloxacin-kontrollierten klinischen Studie mit 54 gesunden Proban-den untersucht, in der eine reguläre Dosis von 45 mg sowie eine höhere als die thera-peutisch empfohlene Dosis von 75 mg Mirtazapin verwendet wurde. Eine lineare Emax-Modellierung lässt darauf schließen, dass die Verlängerung des QTc-Intervalls
unterhalb der Schwelle einer klinisch rele-vanten Verlängerung blieb (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Zwei randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studien an Kindern zwischen 7 und 18 Jahren mit einer depressiven Er-krankung (n=259), in denen in den ersten vier Wochen eine flexible Dosierung (15-45 mg Mirtazapin) und in den darauffol-genden vier Wochen eine feste Dosierung (15, 30 oder 45 mg Mirtazapin) angewendet wurde, konnten keine signifikanten Unter-schiede zwischen Mirtazapin und Placebo im primären Endpunkt und in allen sekun-dären Endpunkten zeigen. Eine signifikante Gewichtszunahme (≥7 %) wurde bei 48,8
% der mit Mirtazapin behandelten Patienten beobachtet im Vergleich zu 5,7 % im Pla-cebo-Arm. Urtikaria (11,8 % versus 6,8 %) und Hypertriglyzeridämie (2,9 % versus 0
%) wurden auch häufig beobachtet.
Resorption
Nach oraler Gabe von Mirta TAD wird der Wirkstoff Mirtazapin rasch und gut aufge-nommen (Bioverfügbarkeit etwa 50 %), maximalen Plasmaspiegel werden nach et-wa 2 Stunden erreicht. Gleichzeitige Nah-rungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Mirtazapin.
Verteilung
Die Plasmaproteinbindung von Mirtazapin beträgt etwa 85 %.
Biotransformation
Die Biotransformation erfolgt hauptsäch-lich über Demethylierung und Oxidation, gefolgt von einer Konjugation. In-vitro-Daten mit menschlichen Lebermikrosomen weisen darauf hin, dass die Cytochrom-P450-Enzyme CYP2D6 und CYP1A2 an der Bildung des 8-Hydroxy-Metaboliten von Mirtazapin beteiligt sind und CYP3A für die Bildung der N-Demethyl- und N-Oxid-Metaboliten verantwortlich ist. Der Demethyl-Metabolit ist pharmakologisch aktiv und scheint das gleiche pharmakoki-netische Profil zu haben wie die Muttersub-stanz.
Elimination
Mirtazapin wird in hohem Maße metaboli-siert und innerhalb von wenigen Tagen über Urin und Faeces ausgeschieden. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit beträgt 20-40 Stunden, wobei gelegentlich auch längere Halbwertszeiten bis zu 65 Stunden gemessen wurden. Kürzere Halbwertszeiten wurden bei jüngeren Männern gefunden. Die Eliminationshalbwertszeit rechtfertigt die tägliche Einmalgabe. Der Steady state
wird nach 3-4 Tagen erreicht, danach folgt keine weitere Akkumulation.
Linearität/Nicht-Linearität
Innerhalb des empfohlenen Dosisbereiches zeigt Mirtazapin eine lineare Pharmakoki-netik.
Besondere Patientengruppen
Bei Leber- und Niereninsuffizienz kann die Clearance von Mirtazapin verringert sein.
Pharmazeutische Angaben - Mirta 30 mg
Lactose-Monohydrat Ethylcellulose
Mannitol (Ph.Eur.) (E 421) Sorbitol (Ph.Eur.) (E 420) Crospovidon Siliciumdioxid-Hydrat
Orangensaft-Aroma (enthält Maltodextrine, modifizierte Maisstärke)
Aspartam (E 951) Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Fachinformation
Mirta TAD® 15 mg/- 30 mg/- 45 mg Schmelztabletten
Für dieses Arzneimittel sind keine besonde-ren Lagerungsbedingungen erforderlich.
Perforierter Blister zur Abgabe von Einzel-dosen (OPA/Al/PVC/Al-Folie)
Packungsgrößen:
Mirta TAD 15 mg Schmelztabletten:
48, 50 Schmelztabletten
Mirta TAD 30 mg Schmelztabletten:
48, 50, 96, 100 Schmelztabletten
Mirta TAD 45 mg Schmelztabletten:
50, 96, 100 Schmelztabletten