Vomex A® i.m. Injektionslösung, 100 mg/2 ml
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
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Fachinfo - Vomex 100 mg/2 ml
Zur Prophylaxe und symptomatischen Therapie von Übelkeit und Erbrechen unter-schiedlicher Genese, insbesondere von Kinetosen.
Vomex A i.m. Injektionslösung: Für Kinder ab 6 Jahren und über 20 kg Körpergewicht, Jugendliche und Erwachsene
Vomex A i.v. Injektionslösung: Für Kinder ab 6 kg Körpergewicht, Jugendliche und Er-wachsene
Hinweis:
Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet.
Die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten und der Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform orientieren. Insbesondere bei jungen oder leichten Patienten kann schon die niedrigste Dosierung in der jeweils zutreffenden Gewichts- oder Altersklasse zur Linderung der Symptome ausreichend sein. Dabei sollte im Allgemeinen eine Dosierung von 5 mg/kg Körpergewicht (KG) pro Tag nicht über-schritten werden.
Dosierung
Vomex A i.m. Injektionslösung:
Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahre
Körpergewicht über 20 und bis zu 30 kg:
1 - 2 mal täglich 25 - 50 mg Dimenhydrinat.
Eine Tageshöchstdosis von 5 mg Dimenhydrinat pro kg Körpergewicht und maxi-mal 100 mg Dimenhydrinat sollte nicht überschritten werden.
Körpergewicht über 30 und bis zu 56 kg:
1 - 3 mal täglich 25 - 50 mg Dimenhydrinat.
Eine Tageshöchstdosis von 5 mg Dimenhydrinat pro kg Körpergewicht und maxi-mal 150 mg Dimenhydrinat sollte nicht überschritten werden.
Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre und über 56 kg Körpergewicht:
100 – 300 mg Dimenhydrinat täglich (entsprechend 1 – 3 Ampullen pro Tag).
Im Allgemeinen darf in dieser Patientengruppe die Tageshöchstdosis von 400 mg Dimenhydrinat nicht überschritten werden.
2 ml Vomex A i.m. Injektionslösung enthalten 100 mg Dimenhydrinat.
Für Kinder unter 6 Jahren oder unter 20 kg Körpergewicht stehen Präparate mit anderen Dosierungsstärken zur Verfügung. Das Arzneimittel darf in dieser Patientengruppe nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Vomex A i.v. Injektionslösung:
Überdosierung mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff von Vomex A, kann insbe-sondere bei Kindern unter drei Jahren lebensbedrohlich sein und muss des-halb in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden.
Körpergewicht über 6 und bis zu 20 kg:
1 - 3 mal täglich 1,25 mg Dimenhydrinat pro kg Körpergewicht. Die angegebene Obergrenze zur Dosierung darf nicht überschritten werden.
Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahre
Körpergewicht über 20 und bis zu 30 kg:
1 - 2 mal täglich 25 - 50 mg Dimenhydrinat.
Eine Tageshöchstdosis von 5 mg Dimenhydrinat pro kg Körpergewicht und maxi-mal 100 mg Dimenhydrinat sollte nicht überschritten werden.
Körpergewicht über 30 kg und bis zu 56 kg:
1 - 3 mal täglich 25 - 50 mg Dimenhydrinat.
Eine Tageshöchstdosis von 5 mg Dimenhydrinat pro kg Körpergewicht und maxi-mal 150 mg Dimenhydrinat sollte nicht überschritten werden.
Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre und über 56 kg Körpergewicht:
62 - 186 mg Dimenhydrinat (entsprechend 1 - 3 Ampullen) pro Tag.
Eine Tageshöchstdosis von 400 mg Dimenhydrinat sollte nicht überschritten wer-den.
10 ml Vomex A i.v. Injektionslösung enthalten 62 mg Dimenhydrinat.
Art der Anwendung
Zur Prophylaxe von Kinetosen erfolgt die erstmalige Gabe ca. ½ - 1 Stunde vor Reisebe-ginn. Zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen werden die Gaben, falls mehrere nötig, in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt.
Bei intramuskulärer Applikation ist Vomex A i.m. Injektionslösung tief intraglutäal zu injizieren.
Bei der intravenösen Gabe soll Vomex A i.v. Injektionslösung sehr langsam injiziert werden (10 ml in nicht weniger als 2 min). Bei Applikation durch eine liegende Verweilka-nüle sollte mit Kochsalz- oder Ringerlösung nachinfundiert werden.
Zur Infusion kann Vomex A i.v. Injektionslösung in folgende Infusionslösungen gegeben werden:
-
Glucose 5/10 %
-
Isotonische Kochsalzlösung
-
Ringerlösung. Dauer der Anwendung
Vomex A Injektionslösung ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeiti-gen Anwendung vorgesehen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte deshalb ein Arzt auf-gesucht werden. Spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte geprüft werden, ob eine Behandlung mit Vomex A Injektionslösung weiterhin erforderlich ist.
Vomex A darf nicht angewendet werden bei
− Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Dimenhydrinat, andere Antihistaminika, Benzylalkohol (Vomex A i.m. Injektionslösung) oder einen der in Abschnitt 6.1 ge-nannten sonstigen Bestandteile,
− akutem Asthma-Anfall,
− Engwinkelglaukom,
− Phäochromozytom,
− Porphyrie,
− Prostatahyperplasie mit Restharnbildung,
− Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie),
− Herzrhythmusstörungen (z.B. Wolff-Parkinson-White Syndrom).
Generell darf der Wirkstoff von Vomex A (Dimenhydrinat) nicht bei einem Körpergewicht unter 6 kg eingesetzt werden.
Vomex A i.m. Injektionslösung darf wegen des Gehaltes an Benzylalkohol nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden.
Vomex A i.m Injektionslösung/ Vomex A i.v. Injektionslösung darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Vorliegen von Zuständen, die durch die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat verschlechtert werden können, wie:
− Chronischen Atembeschwerden und Asthma, da Dimenhydrinat zu dickflüssigeren Sek-reten führen kann.
− Leberinsuffizienz, da Dimenhydrinat in der Leber metabolisiert wird (siehe Abschnitt 5.2)
− Schwerer Niereninsuffizienz, da es zu einer Akkumulation von Dimenhydrinat kommen kann. Die Metaboliten von Dimenhydrinat werden über die Niere ausgeschieden (siehe Abschnitt 5.2).
− Hypokaliämie, Hypomagnesiämie:. Hypokaliämie ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer QT-Intervall-Verlängerung. Hypomagnesiämie ist ein unabhängiger Prädiktor für erhöhte Mortalität bei Patienten mit kardialen Störungen. Da vor allem höhere Dosen von Dimenhydrinat zur Verlängerung des QT-Intervalls mit schwerwiegenden Konse-quenzen führen können, ist bei Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Bradykardie, angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kar-dialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen) besondere Vorsicht geboten. Daher darf Vomex A i.m Injektionslösung/ Vomex A i.v. In-jektionslösung auch bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mit-tel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen, nur unter beson-derer Vorsicht angewendet werden.
− Morbus Parkinson, da die Wirkung von anticholinergen Medikamenten gegen Parkinson verstärkt werden kann (siehe Abschnitt 4.5)
Vomex A i.m Injektionslösung/ Vomex A i.v. Injektionslösung sollte mit Vorsicht bei Pati-enten (insbesondere bei älteren Personen) mit Zuständen, die durch eine Anticholiner-gika-Therapie verstärkt werden könnten, z.B. erhöhter Augeninnendruck, Pyloro-Duo-denale Obstruktion, Prostata-Hypertrophie, Hypertonie, orthostatische Hypotonie, Hyper-thyreose, Schwindel, Sedierung, oder schwere koronare Herzkrankheit, angewendet werden.
Vomex A i.m. Injektionslösung enthält pro Ampulle 105 mg Benzylalkohol und 1040 mg Propylenglycol. Folglich sollte eine i.v.-Gabe der Vomex A i.m. Injektionslösung unbedingt vermieden werden, da es zum einen lokale Venenentzündungen auslösen kann, zum anderen besteht aufgrund der Wirkstoffmenge von 100 mg bei einer intravenösen Gabe je nach Gewicht des Patienten die Gefahr einer Überdosierung.
Sollte es dennoch versehentlich zu einer Verwechslung gekommen sein, sollte die betroffene Vene mit Kochsalz- oder Ringerlösung nachinfundiert und beobachtet werden.
Große Mengen Benzylalkohol sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität (metabolische Azidose) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit.
Propylenglycol kann Symptome wie nach Alkoholkonsum verursachen.
Die gleichzeitige Anwendung mit einem Substrat der Alkoholdehydrogenase - wie Etha-nol – kann schwerwiegende Nebenwirkungen bei Kindern unter 5 Jahren hervorrufen. Für Propylenglycol wurde bei Tieren oder Menschen keine Reproduktions- oder Entwick-lungstoxizität gezeigt, es kann aber den Fötus erreichen und wurde in der Milch nachge-wiesen. Die Anwendung von Propylenglycol bei schwangeren und stillenden Patientin-nen sollte im Einzelfall abgewogen werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren-oder Leberfunktion ist eine medizinische Überwachung erforderlich, da verschiedene un-erwünschte Wirkungen, die Propylenglycol zugeschrieben werden, berichtet wurden,
z.B. Nierenfunktionsstörung (akute Tubulusnekrose), akutes Nierenversagen und Leber-funktionsstörung.
Kinder
Vomex A i.m. Injektionslösung:
Überdosierungen mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff von Vomex A i.m. Injektionslö-sung, können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen ver-mieden werden. Deshalb darf Vomex A i.m. Injektionslösung nicht bei Kindern un-ter 6 Jahren oder unter 20 kg Körpergewicht angewendet werden. Hierzu stehen andere niedriger dosierte Darreichungsformen zur Verfügung.
Vomex A i.v. Injektionslösung:
Überdosierungen mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff von Vomex A i.v. Injektionslö-sung, können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen ver-mieden werden. Deshalb darf Vomex A i.v. Injektionslösung nicht bei Kindern unter 6 kg Körpergewicht angewendet werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Dimenhydrinat mit anderen zentral dämpfenden Arz-neimitteln (Psychopharmaka, Hypnotika, Sedativa, Analgetika, Narkotika) kann es zu ei-ner gegenseitigen Verstärkung der Wirkungen kommen.
Die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat (siehe unter 4.8. Nebenwirkungen) kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Stoffen mit anticholinergen Wirkungen (z.B. Atropin, Biperiden oder trizyklischen Antidepressiva) in nicht vorhersehbarer Weise ver-stärkt werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von Dimenhydrinat mit Monoaminoxidase-Hemmern kann sich
u.U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine Erhöhung des Au-geninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf Dimenhydrinat nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoami-noxidase angewendet werden.
Procarbazin kann die Wirkung von Dimenhydrinat verstärken.
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlän-gern (z.B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen (z.B. bestimmte Diuretika) ist zu vermeiden (siehe Kapitel 4.3, 4.9 und 5.3).
Die Anwendung von Dimenhydrinat zusammen mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann zu verstärkter Müdigkeit bzw. zu verstärkter hypotensiver Wirkung führen.
Dimenhydrinat kann bei vorgesehenen Allergie-Tests möglicherweise zu falsch-negati-ven Test-Ergebnissen führen.
Weiterhin ist zu beachten, dass durch Dimenhydrinat die während einer Aminoglykosid-Antibiotika-Therapie eventuell auftretenden ototoxischen Wirkungen u.U. maskiert wer-den können.
Diphenhydramin hemmt den durch CYP2D6 vermittelten Metabolismus. Vorsicht ist ge-boten, wenn Vomex A zusammen mit Substraten dieses Enzyms angewendet wird, ins-besondere solchen mit geringer therapeutischer Breite.
Dimenhydrinat verstärkt die Wirkung von Adrenalin, Noradrenalin und anderen Sympa-thomimetika.
Während der Behandlung mit Dimenhydrinat sollte kein Alkohol getrunken werden, da Alkohol die Wirkung von Dimenhydrinat in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden dadurch weiter beeinträchtigt.
Schwangerschaft
Für Dimenhydrinat liegen widersprüchliche Berichte über die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft vor. Eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte über den Zusammenhang einer Dimenhydrinat-Anwendung und Missbildungen ergeben. In einer anderen Studie wurde eine Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und mit Inguinalhernie und einer Dimenhydrinat-Exposition in der Schwangerschaft beschrieben. In einer Fall-Kontroll-Studie, in der 38.151 Neugeborene ohne kongenitale Anomalien und 22.843 mit kongenitalen Anomalien eingeschlossen wurden, ließen sich bei den insgesamt 2.640 mit Dimenhydrinat exponierten Kindern keine Anzeichen auf ein teratogenes Potential von Dimenhydrinat erkennen. Es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt.
Dimenhydrinat kann am Uterus eine Steigerung der Kontraktilität hervorrufen bzw. vorzeitig Wehen auslösen.
Dimenhydrinat ist tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht (siehe Abschnitt 5.3).
Vomex A sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und andere sicherere Arzneimittel keinen Erfolg gezeigt haben. In den letzten Schwangerschaftswochen sollte Vomex A wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden.
Stillzeit
Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über. Für Vomex A liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit vor. Da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Irritabilität, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind, sollte Vomex A in der Stillzeit entweder abgesetzt werden oder in der Zeit der Anwendung von Vomex A abgestillt werden.
Fertilität
Es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor.
Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswir-ken. Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer, bei Behandlungs-beginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol (siehe auch Ab-schnitt 4.5).
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Nebenwirkungen von Dimenhydrinat treten im Allgemeinen aufgrund der zentralen und peripheren anticholinergen Effekte von Dimenhydrinat auf. In Abhängigkeit von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis kommt es sehr häufig - ins-besondere zu Beginn der Behandlung - zu folgenden Nebenwirkungen: Somnolenz, Be-nommenheit, Kopfschmerz und Muskelschwäche. Diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tage zu Beeinträchtigungen führen.
Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Vomex A i.m. Injektionslösung bzw. Vomex A i.v. Injektionslö-sung sind auf dessen pharmakologische Aktivität von variabler Intensität zurückzuführen und können dosisabhängig sein oder auch nicht. Die Nebenwirkungen sind nach der MedDRA-Systemorganklasse und nach Häufigkeitskategorie aufgelistet. Die Häufig-keitskategorien sind nach folgender Vereinbarung definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügba-ren Daten nicht abschätzbar).
| Häufigkeit | ||||||
| Sehr häufig | Häufig ( ≥ | Gelegentlich | Selten ( ≥ | Sehr | Nicht | |
| ( ≥ 1/10) | 1/100 bis < | ( ≥ 1/1.000 | 1/10.000 | selten ( | bekannt | |
| 1/10) | bis < 1/100) | bis < | <1/10,00 | (Häufigk | ||
| 1/1.000) | 0) | eit auf | ||||
| Grundla | ||||||
| ge der | ||||||
| verfügb | ||||||
| aren | ||||||
| Daten | ||||||
| nicht | ||||||
| abschät | ||||||
| zbar) | ||||||
| Leukope | ||||||
| nie | ||||||
| Erkrank | Neutrope | |||||
| ungen | nie | |||||
| des | Thrombo | |||||
| Blutes | - | |||||
| und des | zytopeni | |||||
| Lymphs | e | |||||
| ystems | Hämolyti | |||||
| sche | ||||||
| Anämie | ||||||
| Urticaria Ödem Anaphylakti scheReaktionen | ||||||
| Erkrank ungen des Immuns ystems | Nur Vomex A i.m.Injektionslö sung: Überempfin dlichkeitsre aktionen durch Benzylalkohol | |||||
| Psychia trischeErkrank ungen | Angst | |||||
| Somnolenz | Sedierung | Erinnerungsv | Sehschärfe | Extrapyr | ||
| Kopfschmer | Mydriasis | ermögen | vermindert | amidale | ||
| zen | eingeschränkt | Orthostase | Erkranku | |||
| Benommen | Gleichgewicht | syndrom | ng | |||
| heit | sstörung | Unruhe | ||||
| Schwindelgef | Agitiertheit | |||||
| ühl | Nervosität | |||||
| Erkrank ungen des Nerven system s | Aufmerksamk eits-störungen Koordinations störungen Verwirrtheitszustand | Tremor | ||||
| Halluzination | ||||||
| Stimmungs- | ||||||
| schwankunge | ||||||
| n | ||||||
| Schlaflosigkei | ||||||
| t | ||||||
| Vertigo | ||||||
| Myasthenie | ||||||
| Herz-erkrankungen | Tachykardie | - | - | |||
| Erkrank | Verstopfte | - | - | |||
| ungen | Nase | |||||
| der | ||||||
| Atemwe | ||||||
| ge, des | ||||||
| Brustra | ||||||
| ums | ||||||
| und | ||||||
| Mediast | ||||||
| inums |
| Mundtrocke | Obstipation | Gastroint | ||||
| nheit | estinale | |||||
| Erkranku | ||||||
| ngen | ||||||
| Erkrank | (z.B. | |||||
| ungen | Übelkeit, | |||||
| des | Schmerz | |||||
| Gastro- | en im | |||||
| intestin | Oberbau | |||||
| altrakts | ch, | |||||
| Erbreche | ||||||
| n, | ||||||
| Durchfall | ||||||
| ) | ||||||
| Hepatisc | ||||||
| he | ||||||
| Leber-und Gallene rkranku ngen | Funktios-störunge n (Ikterus, Gelbsucht | |||||
| cholestat | ||||||
| isch) | ||||||
| Erkrank | Erythem | Photose | ||||
| ungen | Ekzem | nsibilität | ||||
| der | Angioödem | |||||
| Haut | e | |||||
| und des | Purpura | |||||
| Unterha | Dermatitis | |||||
| utzellge | allergisch | |||||
| webes | ||||||
| Skelett- | Muskuläre | |||||
| muskul | Schwäche | |||||
| atur, | ||||||
| Bindeg | ||||||
| ewebs- | ||||||
| und | ||||||
| Knoche | ||||||
| nerkran | ||||||
| kungen | ||||||
| Erkrank | Störungen | |||||
| ungen | bei der | |||||
| der | Entleerung | |||||
| Nieren | der | |||||
| und | Harnblase | |||||
| Harnwe | ||||||
| ge | ||||||
| Intraokulärer | Verlänge | |||||
| Unter- | Druck erhöht | rung des | ||||
| suchun | QT- | |||||
| gen | Intervalls | |||||
| im EKG |
Pädiatrische Patienten
Es besteht, insbesondere bei Kindern, die Möglichkeit des Auftretens paradoxer Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Schlaflosigkeit, Angstzustände oder Zittern.
Ältere Patienten
Gelegentlich treten Gleichgewichtsstörungen, Verwirrung, Schwindel, Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen auf, die häufiger bei älteren Menschen beobachten werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzuzeigen.
Vergiftungen mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff von Vomex A, können lebensbedrohlich sein. Kinder sind besonders gefährdet.
Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit Vomex A ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt zu konsultieren.
Eine Überdosierung mit Vomex A ist in erster Linie - abhängig von der aufgenommenen Dosis - durch die verschiedenen Stadien einer Bewusstseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen kann. Daneben werden Zei-chen des anticholinergen Syndroms beobachtet: Mydriasis, Sehstörungen, Tachykardie, Hyperthermie, heiße, gerötete Haut und trockene Schleimhäute, Obstipation, zentral be-dingte Unruhe, Angst- und Erregungszustände, gesteigerte Muskelreflexe und Halluzina-tionen. Außerdem sind tonisch-klonische Krämpfe und Atemdepression möglich, die nach hohen Dosen bis hin zu Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen können. Darüber hinaus sind Herzrhythmusstörungen wie QT-Intervallverlängerung (wobei Tor-sades de Pointes nicht ausgeschlossen werden können) möglich.
Die weitere Therapie orientiert sich an den jeweils vorliegenden Symptomen: Bei Spas-men Diazepam, erforderlichenfalls temperatursenkende Maßnahmen, künstliche Beat-mung bei drohender Atemlähmung. Als Gegenmittel bei anticholinergen Erscheinungen wird Physostigminsalicylat (nach Physostigmintest) empfohlen.
Auf Grund der hohen Plasma-Eiweiß-Bindung und des großen Verteilungsvolumens dürften forcierte Diurese oder Hämodialyse bei reinen Dimenhydrinat-Vergiftungen nur von geringem Nutzen sein.
Pharmakologische Eigenschaften - Vomex 100 mg/2 ml
Pharmakotherapeutische Gruppe:
Dimenhydrinat ist ein Antiemetikum/Antivertiginosum aus der Gruppe der H1-Antihistami-nika.
ATC-Code: A04AB02
Dimenhydrinat ist das Salz von Diphenhydramin mit 8-Chlortheophyllin. Die pharmakolo-gischen Effekte sind der Diphenhydramin-Komponente zuzuschreiben.
Diphenhydramin ist ein Ethanolamin-Derivat mit H1-antihistaminischen, anticholinergen und ausgeprägt zentral sedierenden Eigenschaften. Darüber hinaus wirkt Dimenhydrinat antiemetisch und lokalanästhetisch.
Dimenhydrinat wird nach oraler und rektaler Gabe gut resorbiert. Es dissoziiert im Blut in Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin.
Diphenhydramin unterliegt einem ausgeprägten first-pass-Metabolismus in der Leber (ca. 50 %).
Die Wirkungsdauer beträgt im Allgemeinen 3 - 6 Stunden.
Diphenhydramin wird im Organismus - einschließlich dem ZNS - gut verteilt. Es kommt rasch zu einer Umverteilung von Diphenhydramin aus dem Blut ins Gewebe. Das rela-tive Verteilungsvolumen beträgt 3 bis 4 l/kg. Dimenhydrinat wird stark an Plasma-eiweiße gebunden, überwindet die Plazenta-Schranke und tritt in die Muttermilch über.
Diphenhydramin wird in der Leber abgebaut und hauptsächlich über die Nieren, zum größten Teil in metabolisierter Form, ausgeschieden. Die Ausscheidung ist meist inner-halb von 24 Stunden abgeschlossen.
Eine im Jahre 1992 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 16 Probanden ergab im Vergleich zum Referenzpräparat folgende Ergebnisse für Diphenhydramin:
| Vomex Ai.m. Injektionslösung | Referenz:Vomex A i.v. Injektionslösung | |
| maximale | 98,1 | 118,8 |
| Plasmakonzentration | SA 23,4 | SA 56,3 |
| (Cmax) (ng/ml): | CV % 23,9 | CV % 47,4 |
| Zeitpunkt der | 2,0 | 0,2 |
| maximalen Plasmakon- | SA 0,8 | SA 0,2 |
| zentration | CV % 38,6 | CV % 75,2 |
| (tmax) (h): | ||
| Fläche unter der Kon- | 950 | 547 |
| zentrations-Zeit-Kurve | SA 185 | SA 115 |
| (AUC) (ng/ml h): | CV % 19,5 | CV % 21,1 |
Siehe Abbildung [Konzentrations-Zeit-Diagramm]
Pharmazeutische Angaben - Vomex 100 mg/2 ml
Vomex A i.m. Injektionslösung:
105 mg Benzylalkohol, 1040 mg Propylenglycol und Wasser für Injektionszwecke.
Vomex A i.v. Injektionslösung:
Wasser für Injektionszwecke.
Inkompatibilitäten können auftreten, wenn Vomex A i.v. Injektionslösung mit Lösungen der folgenden Arzneistoffe gemischt wird:
-
Aminophyllin
-
Heparin-Natrium
-
Hydrocortison-Natriumsuccinat
-
Hydroxyzin-HCl
-
Phenobarbital-Natrium
-
Phenytoin-Natrium
-
Prednisolon-Natriumphosphat
-
Promazin-HCl
-
Promethazin-HCl.
Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Klarglasampullen in Faltschachteln. Vomex A i.m. Injektionslösung:
5 x 2 ml
Vomex A i.v. Injektionslösung:
3 x 10 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.