Glutamin Verla®, überzogene Tabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
a) \"traditionell angewendete\" Arzneimittel gemäß § 109a AMG nur mit einem oder mehreren der folgenden Hinweise:
\"Traditionell angewendet:
a) zur Stärkung oder Kräftigung
b) zur Besserung des Befindens
c) zur Unterstützung der Organfunktion
d) zur Vorbeugung
e) als mild wirkendes Arzneimittel\"
oder
b) \"traditionelle pflanzliche\" Arzneimittel nach § 39a AMG in den Verkehr gebracht werden.
Bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist…
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Über 36k bewertungen
Fachinfo - Glutamin
Traditionelles Arzneimittel zur Besserung des Allgemeinbefindens. Diese Angabe beruht ausschließlich auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung.
Dosierung
Erwachsene: 2-8 überzogene Tabletten täglich.
Kinder und Jugendliche
Jugendliche ab 12 Jahren:
2-8 überzogene Tabletten täglich.
Kinder ab 6 Jahren: 2-6 überzogene Tabletten täglich. Art der Anwendung
Die überzogenen Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nur morgens und mit-tags eingenommen.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonsti-gen Bestandteile.
Schwere krankhafte Trieb- und Affektsteigerungen.
Glutamin Verla® enthält eine geringe Menge an Saccharose und Glucose. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-
Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Glutamin Verla® nicht einneh-men.
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Gluta-minsäure bei Schwangeren vor. Aus den vorliegenden präklinischen Daten zur Entwick-lungs- und Reproduktionstoxizität lassen sich für die orale Einnahme von Glutaminsäure in der vorgesehenen Dosierung in der Schwangerschaft jedoch keine Risiken ableiten.
Stillzeit
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Glutamin Verla® in der Stillzeit vor. Präklini-schen und klinischen Daten zufolge führt die orale Einnahme von Glutaminsäure während der Stillzeit nicht zu einer relevanten Erhöhung des Glutaminsäure-Gehaltes in der Mutter-milch. Ein Risiko bei Anwendung von Glutamin Verla® in der Stillzeit ist entsprechend der wissenschaftlichen Datenlage nicht zu erwarten.
Fertilität
Es liegen keine ausreichenden Daten über die Auswirkungen des Wirkstoffes auf die Ferti-lität vor.
Es liegen keine Daten zum Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be-dienen von Maschinen vor.
Bei hoher Dosierung können motorische Unruhe und Schlafstörungen auftreten. Gegebe-nenfalls sollte die Dosis verringert oder die Einnahme beendet werden, bis die Nebenwir-kungen abklingen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wich-tigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachts-fall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.
Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei Überdosierung können die unter Abschnitt 4.8 genannten Beschwerden verstärkt auf-treten. Das Arzneimittel sollte dann abgesetzt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Glutamin
Glutaminsäure
-
ist der wichtigste Neurotransmitter an erregenden Synapsen im Zentralnervensystem,
-
trägt als glukogene Aminosäure zur Energieversorgung des Gehirns mit Glukose bei,
-
wird als α-Ketoglutarat in den Citratzyklus eingeschleust und liefert so ein wichtiges Substrat zur katabolen Energiegewinnung,
-
bindet das beim Protein- und Aminosäureabbau freiwerdende Zellgift Ammoniak unter Bildung von Glutamin (katalysiert durch Glutamin-Synthetase).
Die aus dem Darm über die Pfortader in die Leber transportierte Glutaminsäure wird der Muskulatur zugeführt und zum Großteil über Membrancarrier in die Leberzellen aufge-nommen. Dort wird sie u.a. zur Proteinbiosynthese verwendet oder in den Energiestoff-wechsel eingebunden. Wichtige Ab- bzw. Umbaureaktionen sind die Transaminierung und die oxidative Desaminierung, das dabei entstehende α-Ketoglutarat wird in den Citratzyklus eingeschleust. Durch Decarboxylierung von Glutamat entsteht Gamma-Aminobuttersäure (GABA), der wichtigste inhibierende Neurotransmitter.
Der Anteil der freien Aminosäuren im Blutplasma beträgt nur etwa 1 % des gesamten Ami-nosäure-Pools, wobei Glutaminsäure von allen Aminosäuren die höchste Konzentration im Blutplasma aufweist. Im Gehirn stellt Glutamat den wichtigsten exzitatorischen Neuro-
transmitter dar. Hier beträgt die Glutamat-Konzentration 10.000-12.000 µM, im Plasma 30-100 µM und in der extrazellulären Flüssigkeit 0,5-2 µM.
Pharmazeutische Angaben - Glutamin
Gelatine, Glycerol 85 %, Kartoffelstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Stearinsäu-re (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Saccharose, Calciumcarbonat, Macrogol 35000, Povidon (K 25), Kaliumdihydrogenphosphat, Glucosesirup, Arabisches Gummi, Macrogol 6000, Montanglycolwachs, Vanillin, Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid.
Blisterpackungen im Umkarton 50 überzogene Tabletten
100 überzogene Tabletten
250 überzogene Tabletten (5x50) 1000 überzogene Tabletten (10x100)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.