Imodium® akut Duo, 2 mg/125 mg Tabletten
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Imodium® 2 mg/125 mg
Imodium akut Duo wird zur symptomatischen Behandlung akuter Durchfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren verwendet, wenn dabei auch abdominelle Beschwerden auftreten, die durch eine vermehrte Gasbildung verursacht wurden und einen aufgeblähten Bauch, Krämpfe oder Blähungen umfassen.
Dosierung
| Alter | Erstdosis | Wiederholungsdosis | Tageshöchstdosis |
| Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren | 1 Tablette | 1 Tablette | 4 Tabletten |
| Erwachsene über 18 Jahren | 2 Tabletten | 1 Tablette | 4 Tabletten |
Zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen erfolgt die Einnahme der Erstdosis. Danach soll nach jedem ungeformten Stuhl die Wiederholungsdosis eingenommen werden. Die empfohlene Tageshöchstdosis von 4 Tabletten darf nicht überschritten werden.
Die Behandlungsdauer ist auf 2 Tage beschränkt.
Kinder
Imodium akut Duo darf bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Ältere Patienten
Für ältere Patienten sind keine Dosisanpassungen erforderlich.
Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion
Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion
Obwohl keine pharmakokinetischen Daten von Patienten mit Leberfunktionsstörungen vorliegen, sollte Imodium akut Duo bei solchen Patienten aufgrund des eingeschränkten First-Pass-Metabolismus mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).
Art der Anwendung
Die empfohlene Anzahl an Tabletten wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen.
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Kinder unter 12 Jahren.
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Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels.
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Patienten mit akuter Dysenterie, die mit Blut im Stuhl und hohem Fieber einhergeht.
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Patienten mit akuten Schüben einer Colitis ulcerosa.
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Patienten mit Colitis pseudomembranosa, die durch die Einnahme von Breitspektrum-Antibiotika auftreten kann.
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Patienten mit einer bakteriellen Enterocolitis, die durch invasive Mikroorganismen (z. B. Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) hervorgerufen werden.
Imodium akut Duo darf nicht eingenommen werden, wenn eine Hemmung der Peristaltik wegen möglicher Risiken von Folgeerkrankungen zu vermeiden ist. Diese schließen Ileus, Megacolon und toxisches Megacolon ein. Imodium akut Duo muss sofort abgesetzt werden, wenn Obstipation, Ileus oder eine starke Aufblähung des Bauches auftritt.
Die Behandlung der Diarrhö mit Loperamidhydrochlorid und Simeticon ist nur symptomatisch; wenn eine kausale Therapie zur Verfügung steht, sollte diese stets durchgeführt werden.
Bei Patienten mit (schwerer) Diarrhö kann es zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten kommen. Es ist wichtig, auf ausreichenden Flüssigkeits- und Elektrolytersatz zu achten.
Ist innerhalb von 48 Stunden keine klinische Besserung zu beobachten, muss Imodium akut Duo abgesetzt werden. Die Patienten sollten angewiesen werden, ihren Arzt aufzusuchen.
Bei AIDS-Patienten, die zur Durchfallbehandlung Imodium akut Duo erhalten, sollte die Therapie bei ersten Anzeichen eines aufgeblähten Bauches abgebrochen werden. Es liegen Einzelberichte zu Verstopfung mit einem erhöhten Risiko für ein toxisches Megacolon bei AIDS-Patienten vor. Diese litten sowohl unter einer durch virale als auch bakterielle Erreger verursachten infektiösen Colitis und wurden mit Loperamidhydrochlorid behandelt.
Obwohl keine pharmakokinetischen Daten zu Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion vorliegen, sollte Imodium akut Duo bei solchen Patienten aufgrund des eingeschränkten First-Pass-Metabolismus mit Vorsicht eingesetzt werden. Dieses Arzneimittel sollte von Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion vorsichtig angewendet werden, da eine daraus resultierende relative Überdosierung zu einer ZNS-Toxizität führen kann. Imodium akut Duo sollte nur unter ärztlicher Kontrolle bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung angewendet werden.
In Verbindung mit Überdosierung wurde über kardiale Ereignisse, einschließlich QT-Verlängerung und Verlängerung des QRS-Komplexes und Torsade de pointes, berichtet. Einige Fälle verliefen tödlich (siehe Abschnitt 4.9). Überdosierung kann ein vorhandenes Brugada-Syndrom demaskieren. Patienten dürfen die empfohlene Dosis und/oder die empfohlene Behandlungsdauer nicht überschreiten.
Dieses Arzneimittel enthält Benzylalkohol, der allergische Reaktionen hervorrufen kann. Große Mengen sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität („metabolische Azidose“) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h., es ist
nahezu „natriumfrei“.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 0,00044 mg Alkohol (Ethanol) pro Tablette. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.
Dieses Arzneimittel enthält Maltodextrin, welche Glucose enthält. Patienten mit der seltenen Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Präklinische Daten haben gezeigt, dass Loperamid ein Substrat des P-Glykoproteins ist. Die gleichzeitige Einnahme von Loperamid (16 mg Einzeldosis) und Chinidin oder Ritonavir, die beide P-Glykoprotein-Inhibitoren sind, führte zu einem 2- bis 3-fachen Anstieg der Plasmakonzentration von Loperamid. Die klinische Bedeutung dieser pharmakokinetischen Interaktion von Loperamid mit P-Glykoprotein-Inhibitoren ist in den empfohlenen Dosierungen unbekannt.
Die gleichzeitige Einnahme von Loperamid (4 mg Einzeldosis) und Itraconazol, einem CYP3A4- und P-Glykoprotein-Inhibitor, verursachte einen 3- bis 4-fachen Anstieg der Plasmakonzentration von Loperamid. In der gleichen Studie erhöhte ein CYP2C8-Inhibitor, Gemfibrozil, die Konzentration von Loperamid um etwa das 2-fache. Die Kombination von Itraconazol und Gemfibrozil führte zu einem 4-fachen Anstieg der maximalen Plasmaspiegel von Loperamid und einem 13-fachen Anstieg der Gesamtverfügbarkeit im Plasma. Psychomotorische Tests (z. B. subjektive Schläfrigkeit und Digit-Symbol-Substitution-Test) zeigten, dass die erhöhten Plasmakonzentrationen keine messbaren Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem (ZNS) hatten.
Die gleichzeitige Verabreichung von Loperamid (16 mg als Einzeldosis) und Ketoconazol, einem Inhibitor von CYP3A4 und P-Glykoprotein, resultierte in einem 5-fachen Anstieg der Loperamid-Plasmakonzentrationen. Pupillometrie-Messungen ergaben, dass dieser Anstieg nicht mit erhöhten pharmakodynamischen Effekten assoziiert war.
Die gleichzeitige Behandlung mit oralem Desmopressin resultierte in einem 3-fachen Anstieg der Desmopressin-Plasmakonzentrationen, vermutlich aufgrund der langsameren gastrointestinalen Motilität.
Bei Arzneimitteln mit ähnlichen pharmakologischen Eigenschaften ist zu erwarten, dass diese die Wirkung von Loperamid potenzieren und bei Arzneimittel, die die gastrointestinale Passage beschleunigen, dass diese dessen Wirkung reduzieren.
Simeticon wird im Gastrointestinaltrakt nicht absorbiert, sodass keine relevanten Wechselwirkungen zwischen Simeticon und anderen Arzneimitteln zu erwarten sind.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Schwangerschaft
Die Sicherheit bei Anwendung am Menschen in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend belegt. In tierexperimentellen Studien gibt es keine Hinweise auf teratogene oder embryotoxische Eigenschaften von Loperamid oder Simeticon. Imodium akut Duo sollte während der Schwangerschaft, besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht angewendet werden, außer, wenn es klinisch gerechtfertigt ist.
Stillzeit
Geringe Mengen von Loperamid können in die Muttermilch übergehen. Daher wird eine Einnahme von Imodium akut Duo während der Stillzeit nicht empfohlen.
Fertilität
Die Wirkung auf die menschliche Fertilität wurde nicht untersucht.
Imodium akut Duo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Jedoch können Müdigkeit, Schwindelgefühl und Schläfrigkeit bei der Behandlung der Durchfallsymptome mit Loperamidhydrochlorid auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Daher ist beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen Vorsicht angeraten.
Die Sicherheit von Loperamid/Simeticon wurde an 2040 Patienten evaluiert, die an
5 klinischen Studien teilnahmen. In allen Studien wurden Patienten mit akuter Diarrhö und Bauchbeschwerden aufgrund von Gasbildung mit Kautabletten einer Loperamid/Simeticon-Formulierung behandelt. Vier Studien verglichen Loperamid/Simeticon mit Loperamid, Simeticon und Placebo und eine Studie verglich zwei verschiedene Formulierungen von Loperamid/Simeticon mit Placebo. Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (d. h.
Inzidenz ≥ 1 %) in den klinischen Studien waren Geschmacksstörung (2,6 %) und Übelkeit (1,6 %).
Die Sicherheit von Loperamidhydrochlorid wurde an 2755 Patienten im Alter von ≥ 12 Jahren evaluiert. Diese nahmen in 26 kontrollierten und unkontrollierten klinischen Studien zur Untersuchung von Loperamidhydrochlorid bei akuter Diarrhö teil. Die häufigsten, unerwünschten Nebenwirkungen (> 1%), die in diesen Studien berichtet wurden, waren: Obstipation (2,7 %), Flatulenz (1,7 %), Kopfschmerzen (1,2 %) und Übelkeit (1,1 %).
Die Sicherheit von Loperamidhydrochlorid wurde zusätzlich in 321 Patienten, die an
5 kontrollierten und unkontrollierten Studien zur Anwendung von Loperamidhydrochlorid bei chronischer Diarrhö teilnahmen, evaluiert. Die häufigsten, unerwünschten Nebenwirkungen (> 1%), die in diesen Studien berichtet wurden, waren: Flatulenz (2,8 %), Obstipation (2,2
%), Schwindel (1,2 %) und Übelkeit (1,2 %).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit von Loperamidhydrochlorid wurde auch in 607 Patienten im Alter von
10 Tagen bis 13 Jahre ermittelt, die in 13 kontrollierten und unkontrollierten Studien zur
Anwendung von Loperamidhydrochlorid bei akuter Diarrhö teilnahmen. Die einzige berichtete unerwünschte Nebenwirkung ≥ 1% war Erbrechen.
Tabelle 1 stellt die Nebenwirkungen dar, die nach der Einnahme von Loperamid/Simeticon entweder in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet wurden. Zusätzliche Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Loperamidhydrochlorid (einem der beiden Bestandteile von Loperamid/Simeticon) berichtet wurden, sind ebenfalls aufgeführt.
Die Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen beinhalten Daten aus klinischen Studien mit Loperamid/Simeticon und Loperamidhydrochlorid. Es werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10
Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Sehr selten: <1/10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Tabelle 1: Nebenwirkungen
| Systemorgan klasse | Nebenwirkungen | |||
| Häufigkeit | ||||
| Nicht bekannt | Selten | Gelegentlich | Häufig | |
| Erkrankungen des Immunsystem s | Überempfindlichkeitsreak tiona, anaphylaktische Reaktionen (einschließlich anaphylaktischer Schock)a, anaphylaktoideReaktionena | |||
| Erkrankungen des Nervensyste ms | Bewusstlosigkeita, Bewusstseinsstörunga, Stupora, Hypertoniea, Koordinationsstörungena | Somnolenza, Schwindelgefühlc | Kopfschmer zenb, Dysgeusie | |
| Augenerkran-kungen | Miosisa | |||
| Erkrankungen des Gastrointesti nal-trakts | Akute Pankreatitis | Ileusa (einschließlich paralytischem Ileus), Megacolona (einschließlich toxisches Megacolond) | abdominelle Schmerzen, abdominelle Beschwerdenb, Schmerzen im oberen Abdominaltraktb, Erbrechen, Obstipation, aufgeblähter Bauchc, Dyspepsiec, Flatulenz,Mundtrockenheit | Übelkeit |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgew ebes | bullöse Reaktionen (einschließlich Stevens-Johnson Syndroma, toxisch epidermale Nekrolysea und Erythema multiformea),Angioödema, Urticariaa, Pruritusa | Hautausschlag | ||
| Erkrankungen der Nieren undHarnwege | Harnretentiona | |||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Müdigkeita | Asthenie | ||
a Der Einschluss dieser Nebenwirkung basiert auf Erfahrungen nach Markteinführung von Loperamidhydrochlorid. Da der Prozess zur Bestimmung der Häufigkeiten nicht nach chronischer und akuter Diarrhö in Erwachsenen und Kindern unterscheidet, ist die Häufigkeit aus allen klinischen Studien mit Loperamidhydrochlorid, inklusive Studien bei Kindern ≤ 12 Jahren, ermittelt (N=3683).
b Der Einschluss dieser Nebenwirkung basiert auf berichteten Nebenwirkungen in klinischen Studien mit Loperamidhydrochlorid. Die Häufigkeiten basieren auf allen klinischen Studien mit Loperamidhydrochlorid bei akuter Diarrhö (N=2755).
c Der Einschluss dieser Nebenwirkung basiert auf Erfahrungen nach Markteinführung von Loperamid/Simeticon. Die Häufigkeit wurde in klinischen Studien mit Loperamid/Simeticon bei akuter Diarrhö ermittelt (N=618). Schwindelgefühl und aufgeblähter Bauch wurden auch als Nebenwirkungen bei klinischen Studien mit Loperamidhydrochlorid berichtet.
d siehe Abschnitt 4.4.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Bei Überdosierung (einschließlich relativer Überdosierung infolge Leberfunktionsstörung) kann es zur Depression des zentralen Nervensystems (Stupor, Koordinationsstörungen, Somnolenz, Miosis, Muskelhypertonie, Atemdepression), Mundtrockenheit, abdominalen Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Obstipation, Harnverhalt und paralytischem Ileus kommen.
Bei Personen mit Überdosierungen von Loperamid wurden kardiale Ereignisse, wie QT-Intervallverlängerung und Verlängerung des QRS-Komplexes, Torsades de pointes, sonstige schwere ventrikuläre Arrhythmien, Herzstillstand und Synkopen, beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Auch über Todesfälle wurde berichtet. Überdosierung kann ein vorhandenes Brugada-Syndrom demaskieren. Bei Personen, die Loperamid in übermäßig hohen Dosierungen, falsch, oder missbräuchlich angewendet haben, wurden nach dem Absetzen Fälle eines Arzneimittelentzugssyndroms beobachtet.
Therapiemaßnahmen
Bei Symptomen einer Überdosierung kann als Antidot Naloxon verabreicht werden. Da Loperamid eine längere Wirkungsdauer als Naloxon (1 – 3 Stunden) hat, kann die wiederholte Gabe von Naloxon angezeigt sein. Um eine mögliche ZNS-Depression zu erkennen, sollte der Patient daher engmaschig über mindestens 48 Stunden überwacht werden.
Kinder und Jugendliche
Kinder können für ZNS-Wirkungen empfänglicher sein als Erwachsene.
Pharmakologische Eigenschaften - Imodium® 2 mg/125 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipropulsive Antidiarrhoika ATC-Code: A07DA53
Wirkmechanismus
Loperamidhydrochlorid
Loperamid bindet an den Opiatrezeptor in der Darmwand und reduziert so die propulsive Peristaltik, verlängert die intestinale Transitzeit und erhöht die Resorption von Wasser und Elektrolyten. Loperamid verändert die physiologische Darmflora nicht. Loperamid erhöht den Analsphinktertonus. Imodium akut Duo wirkt nicht zentral.
Simeticon
Simeticon ist ein inerter oberflächenaktiver Wirkstoff mit entschäumenden Eigenschaften und vermindert dadurch möglicherweise durch Blähungen hervorgerufene Symptome, die mit Diarrhö einhergehen.
Simeticon ist flüssiges Dimeticon, aktiviert mit feinverteiltem Siliciumdioxid, um die entschäumenden Eigenschaften des Silikons zu verbessern.
Resorption
Loperamid wird hauptsächlich von der Darmwand aufgenommen, aber auf Grund seines ausgeprägten First-Pass-Metabolismus liegt die systemische Bioverfügbarkeit nur bei etwa 0,3%. Simeticon wird nicht resorbiert.
Verteilung
Verteilungsstudien an Ratten haben eine hohe Affinität zur Darmwand mit bevorzugter Rezeptorbindung in der Längsmuskelschicht gezeigt. Die Plasmaproteinbindung beträgt etwa 95%, hauptsächlich an Albumin. Präklinischen Daten zufolge ist Loperamid ein P-Glykoprotein-Substrat.
Biotransformation
Loperamid unterliegt einer fast vollständigen Extraktion und Metabolisierung durch die Leber, wo es konjugiert und über die Galle ausgeschieden wird. Die oxidative N-Demethylierung ist der wichtigste Stoffwechselweg von Loperamid und wird hauptsächlich durch CYP3A4 und CYP2C8 herbeigeführt. Aufgrund des sehr hohen First-Pass-Effekts bleiben die Plasmaspiegel des unveränderten Wirkstoffes extrem niedrig.
Elimination
Die Plasmahalbwertszeit von Loperamid im Menschen liegt im Mittel bei 11 Stunden, im Bereich von 9 bis 14 Stunden. Die Ausscheidung von unverändertem Loperamid und den Metaboliten erfolgt hauptsächlich über die Fäzes.
Pharmazeutische Angaben - Imodium® 2 mg/125 mg
Calciumhydrogenphosphat Mikrokristalline Cellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.) Acesulfam-Kalium
Stearinsäure (Ph. Eur.) [pflanzlich]
Künstliches Vanille-Aroma (enthält Maltodextrin, Ethanol, Propylenglycol und Benzylalkohol)
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Durchdrückblister (nicht kindersicher) bestehen aus Polychlorotrifluoroethylen/PVC-Folie, Aluminium-Folie und einer Heißversiegelungsschicht.
Abziehblister (kindersicher) bestehen aus Polychlorotrifluoroethylen/PVC-Folie, Aluminium/PET/Papier-Verbundfolie und einer Heißversiegelungsschicht.
Imodium akut Duo ist in Packungen mit 6 und 12 weißen, kapselförmigen Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.